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Der eiserne Sommer

Reitmeyers erster Fall. Kriminalroman

(20)

Juni 1914: Zwei Schüsse fallen in Sarajewo, und die Welt rückt an den Abgrund. Franz Ferdinand, der Thronfolger Österreich-Ungarns, ist tot. Zur gleichen Zeit steht Kommissär Reitmeyer in München vor einer schwierigen Entscheidung. Er hat es satt, die Marionette des Polizeipräsidenten zu sein. Die Leiche eines jungen Mannes führt ihn von den Arbeitervierteln bis in die Villen der Großbürger. Und in das berüchtigte Café Neptun, Vergnügungsort der Offiziere. Der Polizeipräsident drängt ihn, nicht noch tiefer zu schürfen, und gegen das Militär darf er per Gesetz nicht ermitteln. Da macht Reitmeyer eine ungeheuerliche Entdeckung, die nicht nur ihn selbst zum Abschuss freigibt, sondern die das ganze Land in den Untergang stürzen könnte.

Rezension
"Prima Urlaubskrimi aus der 'Vor-Kutscher'-Zeit"
Christian von Zittwitz, BuchMarkt Juli 2014
Portrait
Angelika Felenda hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als literarische Übersetzerin in München. Der eiserne Sommer ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 435
Erscheinungsdatum 18.08.2014
Serie Kommissär Reitmeyer 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46542-4
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 298/203/21 mm
Gewicht 575
Auflage 2. Auflage
Buch (Paperback)
14,99
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„Die Welt vor dem Krieg“

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Juni 1914: In Sarajewo stirbt der österreichische Thronfolger Franz - Ferdinand durch ein Attentat. Die Welt hält den Atem an.
Zur gleichen Zeit plagt sich in München der junge Kommissar Sebastian Reitmeyer mit einem Mord, der in der Nähe des Lokals Neptun begangen wurde. Äußerst pikant an der Sache: das Neptun ist ein bevorzugtes
Juni 1914: In Sarajewo stirbt der österreichische Thronfolger Franz - Ferdinand durch ein Attentat. Die Welt hält den Atem an.
Zur gleichen Zeit plagt sich in München der junge Kommissar Sebastian Reitmeyer mit einem Mord, der in der Nähe des Lokals Neptun begangen wurde. Äußerst pikant an der Sache: das Neptun ist ein bevorzugtes Lokal des Militärs und Ermittlungen in dieser Richtung durch einen Zivilisten sind untersagt. Aber die Spur zum Militär verdichtet sich immer mehr und der Kommissar gerät in eine Zwickmühle. Wenn das nur das einzige Problem wäre : sein Polizeischüler Rattler ermittelt auf eigene Faust und der Hauptverdächtige ist Franz, der jüngere Bruder seiner Freunde Lukas und Caroline von Dohmberg, ein junger Leutnant mit Geldproblemen .....
Ein überaus spannender Krimi, dessen Hintergrund gut recherchiert wurde und absolut schlüssig erzählt wird. Besonders gut hat mir - neben der Handlung - auch die Schilderung der Verhältnisse gut gefallen.
Erinnert hat mich das Buch an die Fernsehserie "Löwengrube", die mit dem Grimme Preis ausgezeichnet wurde. Volker Kutscher Fans sind hier genau richtig - und ich lauere jetzt schon auf den nächsten Band, dessen Erscheinen hoffentlich nicht so lange auf sich warten lässt.

Toller Krimi über das sich im Umbruch befindende Homosexuellen-Milieu des Jahres 1914! Intelligent geschrieben und voller historischer Feinheiten. Toller Krimi über das sich im Umbruch befindende Homosexuellen-Milieu des Jahres 1914! Intelligent geschrieben und voller historischer Feinheiten.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dieser Krimi ist außerordentlich gut recherchiert und entführt sowohl sprachlich als auch gedanklich in den Sommer 1914. Geschichtsunterricht als Krimi. Dieser Krimi ist außerordentlich gut recherchiert und entführt sowohl sprachlich als auch gedanklich in den Sommer 1914. Geschichtsunterricht als Krimi.

Eva-Maria Brinks, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Eine hervorragend gelungene Mischung aus spannendem Kriminalfall und Zeitgeschichte. Absolut lesenswert! Eine hervorragend gelungene Mischung aus spannendem Kriminalfall und Zeitgeschichte. Absolut lesenswert!

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Kurz vor Beginn des Krieges. Ein Mord in München. Und plötzlich gibt es nur noch wenig Optionen um einen Krieg zu verhindern. TOLL Kurz vor Beginn des Krieges. Ein Mord in München. Und plötzlich gibt es nur noch wenig Optionen um einen Krieg zu verhindern. TOLL

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Solide Krimikunst. Für alle Fans von Volker Kutscher bestens geeignet. Meinetwegen darf es auch gerne Teil zwei geben! Solide Krimikunst. Für alle Fans von Volker Kutscher bestens geeignet. Meinetwegen darf es auch gerne Teil zwei geben!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
5
13
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0

Der eiserne Sommer, lebendig und bildreich in einem satten Ton
von Vera Pestel am 19.11.2014

Eisern heiß ist dieser Sommer 1914 in München. Die Protagonisten schwitzen. Der österreichische Thronfolger und seine Frau werden in Sarajewo ermordet. Die politische Lage ist aufgeheizt. Das Land befindet sich im Umbruch. Eine Leiche wird am Isarufer gefunden. Scheinbar ist ein Mann betrunken die Treppen heruntergestürzt. Ein weiterer Toter... Eisern heiß ist dieser Sommer 1914 in München. Die Protagonisten schwitzen. Der österreichische Thronfolger und seine Frau werden in Sarajewo ermordet. Die politische Lage ist aufgeheizt. Das Land befindet sich im Umbruch. Eine Leiche wird am Isarufer gefunden. Scheinbar ist ein Mann betrunken die Treppen heruntergestürzt. Ein weiterer Toter wird in der Badeabteilung eines Hotel gefunden, scheinbar ertrunken. Nach den Obduktionen wird klar, dass die Personen nicht eines natürlichen Todes gestorben sind. Es scheint Zusammenhänge zu geben. Kommissär Reitmeyer ermittelt, wird jedoch von seinem Vorgesetzten beeinflusst und instrumentalisiert, sodass ihm kaum Möglichkeiten bleiben, herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Das Militär scheint involviert zu sein und übt einen großen Einfluss aus. Gegen Offiziere darf nicht vorgegangen werden. Eine entsetzlich aufreibende Situation für den Kommissär. Besonders, weil seine Kollegen eigene Vorstellungen von Ermittlungsarbeit realisieren. Und Dinge zu Tage gefördert werden, die einfach ungeheuerlich sind. Der eiserne Sommer. Unterteilt in drei Kapitel. Es wird eisern geschwiegen, vertuscht, vereitelt, wer steht auf welcher Seite und wer spricht die Wahrheit? Die Figuren scheitern an Hierarchien und halten sich nicht an Weisungen, weil der Verstand weiter möchte, er möchte aufklären, damit nicht noch mehr Menschen eines gewaltsamen Todes sterben müssen und endlich geklärt werden kann, warum sie sterben mussten. Eisern kühl sind manche Gefühle, die von der vielschichtigen Handlung gefressen werden, gar nicht erst zum Ausdruck kommen können, da Zweifel nagen, wer steht auf welcher Seite und wer handelt eigenmächtig? So wird der Roman niemals kitschig, die Figuren leben und leben nachvollziehbar, Felenda gelingt ein lebendiger bildreicher Kriminalroman in einem satten erzählenden Ton, der zu häufig in diesem Genre fehlt. Sie rekonstruiert das Jahr 1913/14, in dem wir uns als Leser mühelos bewegen können. Eingestreut finden wir die Aufzeichnungen eines Offiziers, die uns Details verraten, über die die ermittelnden Polizeibeamten noch nicht verfügen, so werden wir zu Komplizen des Romans. Der eiserne Sommer, gelesen im Herbst in der Kühle, in der Dunkelheit, kurz vor dem Winter und der drohenden Kälte. Er endet mit einem Epilog, der uns ahnen lässt, dass noch nicht alles gesagt und vorbei ist. Die Protagonisten befinden sich mittlerweile an der Front. Und schon wieder schreibt ein/e Historiker/in Germanist/in ein Buch und das hier ist ein gelungenes Beispiel. Die Fakten stimmen, die historischen Personen bilden einen wunderbaren Rahmen, in der die Handlung sehr authentisch angelegt ist. Ich bekomme einen Einblick in diese Zeit, lerne München vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kennen und die Skandale, die damals das Land beschäftigten. Das ist mehr als Unterhaltung. Da es heißt, Kommissär Reitmeyers erster Fall, wird es nicht der erste und letzte gewesen sein. Ich freue ich mich jetzt schon auf den nächsten.

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Der eiserne Sommer
von einer Kundin/einem Kunden aus Wedel am 03.10.2014

Das war mal wirklich ein anderer Krimi. Und trotz des dunklen Hintergrundes des Krieges bin ich bestens unterhalten worden. Der Fall ist sehr rätselhaft und verworren, aber nicht schwer zu lesen. Es ist sehr spannend gehalten. Auch die Charaktere sind sehr plastisch dargestellt. Ich konnte mich sehr gut in... Das war mal wirklich ein anderer Krimi. Und trotz des dunklen Hintergrundes des Krieges bin ich bestens unterhalten worden. Der Fall ist sehr rätselhaft und verworren, aber nicht schwer zu lesen. Es ist sehr spannend gehalten. Auch die Charaktere sind sehr plastisch dargestellt. Ich konnte mich sehr gut in Zeit und Raum einfinden. Es war aufregend diese Zeit zu erleben. Was da vor dem inneren Auge entstanden ist, war sehr faszinierend. Man hat auch sehr viel dazugelernt, aber alles auf einem sehr angenehmen Niveau. Man fing an, die Situation der Menschen viel besser zu verstehen. Das ist in der tat ein ganz anderer Krimi, der so richtig gut geschrieben wurde. Unterhaltung und Historie wurden bestens verwoben. Das Buch kann man auch super verschenken. Ich bin wirklich begeistert!

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Der eiserne Sommer
von einer Kundin/einem Kunden am 03.10.2014

Das war mal wirklich ein anderer Krimi. Und trotz des dunklen Hintergrundes des Krieges bin ich bestens unterhalten worden. Der Fall ist sehr rätselhaft und verworren, aber nicht schwer zu lesen. Es ist sehr spannend gehalten. Auch die Charaktere sind sehr plastisch dargestellt. Ich konnte mich sehr gut in... Das war mal wirklich ein anderer Krimi. Und trotz des dunklen Hintergrundes des Krieges bin ich bestens unterhalten worden. Der Fall ist sehr rätselhaft und verworren, aber nicht schwer zu lesen. Es ist sehr spannend gehalten. Auch die Charaktere sind sehr plastisch dargestellt. Ich konnte mich sehr gut in Zeit und Raum einfinden. Es war aufregend diese Zeit zu erleben. Was da vor dem inneren Auge entstanden ist, war sehr faszinierend. Man hat auch sehr viel dazugelernt, aber alles auf einem sehr angenehmen Niveau. Man fing an, die Situation der Menschen viel besser zu verstehen. Das ist in der tat ein ganz anderer Krimi, der so richtig gut geschrieben wurde. Unterhaltung und Historie wurden bestens verwoben. Das Buch kann man auch super verschenken. Ich bin wirklich begeistert!

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Münchener Intrigen
von einer Kundin/einem Kunden am 02.11.2015

Während die Nachricht ,dass der österreichische Thronfolger Prinz Ferdinand und seine Frau in Sarajewo ermordet werden,die Welt erschüttert,wird der junge Kommissär Sebastian Reithmeyer mit seinem ersten Fall beauftragt.Ein junger Mann wird nach einem Barbesuch am Ufer der Isar tot aufgefunden. Zuerst wird vermutet ,dass er in stark alkoholisiertem Zustand gestürzt... Während die Nachricht ,dass der österreichische Thronfolger Prinz Ferdinand und seine Frau in Sarajewo ermordet werden,die Welt erschüttert,wird der junge Kommissär Sebastian Reithmeyer mit seinem ersten Fall beauftragt.Ein junger Mann wird nach einem Barbesuch am Ufer der Isar tot aufgefunden. Zuerst wird vermutet ,dass er in stark alkoholisiertem Zustand gestürzt ist und an den Folgen des Sturzes verstarb.Die junge Ärztin Caroline ,mit der Sebastian gut bekannt ist ,wurde in die Ermittlungen eingebunden.Sie hegt schon bald Zweifel an der Unfalltheorie ,an der ihr Chef jedoch festhält.Als noch weitere mysteriöse Todesfälle dazukommen,erkennt der Kommissär ,dass er in ein Wespennest gestochen hat.ie Verwicklungen reichen bis in die Chefetage,von wo die Ermittlungen auch immer wieder torpediert werden. Vor allen Dingen die Verstrickung in die Homsexuellenszene erregt großes Aufsehen. Weil er immer wieder mit der Obrigkeit aneckt ,geraten er und der Polizeischüler Korbinius Rattler öfter in große Gefahr. Der Autorin ist es gelungen,den Kriminalfall mit dem Weltgeschehen zu verknüpfen.Ich fühlte mich gut unterhalten. Buchtitel: Der eiserne Sommer

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Militär, Macht und Morde
von P. rogue aus München am 27.02.2015

1914. Zur selben Zeit, als in Sarajevo die tödlichen Schüsse auf den Thronfolger Österreich-Ungarns fallen, kommt es in München zu einer Mordserie. Sebastian Reitmeyer ist der zuständige Kommissär, der die Morde bearbeiten muss, und sein Leben ist bestenfalls frustrierend. Sein Chef verlangt von ihm, dass er Statistiken fälscht, um... 1914. Zur selben Zeit, als in Sarajevo die tödlichen Schüsse auf den Thronfolger Österreich-Ungarns fallen, kommt es in München zu einer Mordserie. Sebastian Reitmeyer ist der zuständige Kommissär, der die Morde bearbeiten muss, und sein Leben ist bestenfalls frustrierend. Sein Chef verlangt von ihm, dass er Statistiken fälscht, um aufzuzeigen, dass die Kriminalität am Steigen ist, der Polizeipräsident setzt ihn allein auf den Fall an, wobei er nach außen hin so tun muss, als wüsste er von nichts. Denn die Spuren führen ins Leibregiment des Königs, und Polizisten haben beim Militär nichts zu sagen. Sie dürfen bei ihnen nicht ermitteln, sie dürfen niemandem beim Militär auf die Füße treten, ja, sie dürfen nicht einmal atmen, wenn es nach den Herren Offizieren geht. Genauso schlimm ist es, wenn es um höhere Beamte geht oder andere Stützen der Gesellschaft - entweder stehen sie von vornherein außerhalb jeden Verdachts oder Beweise werden aus der Welt geschafft, Verbrechen vertuscht, möglicherweise ein Bauernopfer erbracht, um alles unter den Teppich zu kehren. Es macht es für Reitmeyer nicht einfacher, dass er mit großbürgerlichen Freunden aufgewachsen ist, mit denen er musiziert hat (und in die Schwester eines dieser Freunde er seit Jahr und Tag verliebt ist) und ein anderer seiner Freunde nicht nur Rechtsanwalt, sondern auch linksorientiert ist. Die Welt steht vor einem Krieg und er sitzt zwischen allen Stühlen. Die Autorin schafft es, die katzbuckelnde und intrigante Zeit kurz vorm 1. WK wieder auferstehen zu lassen. Da wird in die Verschwörung des Militärs eingeführt, in die grölende, nationalistische und adlige Welt der Offiziere, die auf alle anderen herabsehen - selbst auf ihresgleichen, die eben nicht adlig sind. Man bekommt Einblick in die Häuser der Großbürger und Ministerialbeamten, wird in die Unterschicht und deren heruntergekommenen, stinkenden Wohnungen herumgeführt. Alles dreht sich im Kreis, alle hängen an den Fäden einiger weniger Kriegstreiber, welche die Puppen tanzen lassen und bereit sind, dafür mehr und mehr Menschen zu opfern. Der Kommissär hat in dieser Zeit und Welt keine Chance auf eine ordentliche Ermittlung, geschweige denn auf Recht oder Gesetz. Von daher ist der historische Aspekt wirklich gelungen. Die Zerrissenheit, der sich die einfachen Menschen ausgesetzt waren, gut herübergebracht. Leider hatte ich ein wenig Probleme mit dem Hauptprotagonisten selbst. Ich bekam ihn selbst nie wirklich zu fassen, bei all dem, was er tat oder dachte, blieb er mir fremd. Ich habe darüber nachgedacht, woran das liegen mochte und komme zu dem Schluss, dass er mir zu ambivalent beschrieben wurde. Bevor irgendwo erwähnt wurde, dass er Anfang 30 ist, hielt ich ihn für einen relativ alten, verknöcherten, strengen Beamten, auch wenn er teilweise sehr ehrenvoll war. Dann wiederum machte er auf mich den Eindruck eines weitaus jüngeren Mannes, gerade wenn es um seine Liebesverwicklungen ging, bei denen er sich wie ein Pennäler anstellte. So war er mir immer zu blass, konnte nicht aus dem Schatten seiner besser agierenden und authentischer herüberkommenden Nebenprotagonisten lösen. Fazit: Interessantes Setting von vor 100 Jahren, komplex und intrigant, und mit einer Hauptperson, die noch ein bisschen mehr "Fleisch" auf den literischen Rippen vertragen könnte.

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Der eiserne Sommer
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 12.11.2014

Man schreibt das Jahr 1914 in Deutschland. Das Attentat von Sarajewo ist gerade passiert und der Ausbruch des ersten Weltkrieges steht unmittelbar bevor. Auch in München spürt man bereits die ersten Anzeichen und der Judenhass und Hitler sind nicht mehr fern. Noch ist Kommissär Reitmeyer aber mehr mit seinen... Man schreibt das Jahr 1914 in Deutschland. Das Attentat von Sarajewo ist gerade passiert und der Ausbruch des ersten Weltkrieges steht unmittelbar bevor. Auch in München spürt man bereits die ersten Anzeichen und der Judenhass und Hitler sind nicht mehr fern. Noch ist Kommissär Reitmeyer aber mehr mit seinen eigenen Problemen und einem neuen Mordfall beschäftigt. An der Isar wird eine Leiche gefunden.Und dieser Tote soll nicht der einzige bleiben. Reitmeyer ermittelt aufmerksam und klug, seine Mittel sind der Zeit angemessen und es macht Spaß ihm und seinen Gedankengängen zu folgen. Während in der großen Politik und im Weltgeschehen die Dramatik zunimmt, entwickelt sich auch sein Fall zu mehr als einem einfachen Mord. Er führt ihn in Kreise des Militärs und der gehobenen Gesellschaft und schnell eckt er dort an, wo es gefährlich für ihn werden könnte. Reitmeyer, der sich von Hause aus schwer tut mit Willfährigkeit und Duckmäusern vor der Obrigkeit, muss sich in Acht nehmen, dass das Ganze nicht aus dem Ruder läuft. Mir gefällt vor allem das bayerische Setting und der Erzählrythmus sehr gut. Der Autor versucht nicht durch Action und Blutvergießen zu überzeugen, sondern durch eine stringente und ruhig erzählte Geschichte. Außerdem ist es eine interessante brisante Zeit, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Man spürt die geschichtliche Relevanz zwischen den Zeilen, ohne, dass das man die Krimihandlung wirklich verlässt. Die Charaktere werden bereits entwickelt aber es ist noch jede Menge Spielraum für weitere Teile dieser Reihe. Vor allem Reitmeyer hat mich überzeugt und ist mir schnell sympathisch geworden. Der Kriminalfall ist schlüssig und lässt keine Fragen offen. Auch wenn man schon bald die Lösung ahnt, so war es doch vergnüglich, dem Kommissär bei seinen Ermittlungen zu folgen und die Hintergründe mit ihm gemeinsam aufzudecken. Und sowohl der Titel als auch das Cover hätte mich auch im Laden schnell angesprochen. MIr hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter

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München 1914
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 28.10.2014

Der eiserne Sommer ist der erste Band einer Reihe um den Kommissär Sebastian Reitmeyer. Zeit und Ort der Handlung sind München im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, just an dem Tag, als der Thronfolger in Sarajewo erschossen wird. Schnell ist man in der damligen Zeit drinnen.... Der eiserne Sommer ist der erste Band einer Reihe um den Kommissär Sebastian Reitmeyer. Zeit und Ort der Handlung sind München im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, just an dem Tag, als der Thronfolger in Sarajewo erschossen wird. Schnell ist man in der damligen Zeit drinnen. Man spürt bereits erste anti-semitische Züge und Reitmeyer, der Kommisär soll einen Bericht schreiben, dass sich die Verbrechen mehren, wo dem doch gar nicht so ist. Er ist also bereits in einer politischen Zwickmühle, als er erfährt, dass an der Ludwigsbrücke ein Toter liegt. Es war wohl einer, der nach Amerika auswandern wollte und dem jemand etwas in seinen Schnaps getan hat, beovr er ihm draußen aufgelauert und ihn ermordet hat. Aber davon weiß Reitmeyer erst mal noch nichts, sieht doch alles nach einem Unfall aus. Erst im Laufe der Ermittllungen wird klar, dass es wohl um den Tatbestand der gleichgeschlechtlichen Unzucht geht. Denn damals war Homosexualität noch strafbar. Ich wusste das zwar, aber erst mit diesem Buch wurde es mir wieder richtig bewusst. Reitmeyer, der von Hause aus nicht ganz mit der Denkweise seiner Vorgesetzten konform geht. bekommt bald noch mehr Schwierigkeiten, da seine Nachforschungen bald auch in militärischen Kreisen ankommen und man sich dort auf den Schlips getreten fühlt und Homosexualität bei der Armee noch schlechter akzeptiert wird als andernorts. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Der Autor schafft es gut, das Gleichgewicht zwischen Kriminalroman und Historischem Beiwerk auszupegeln, so dass man einiges aus der damaligen Zeit erfährt aber dennoch der Krimihandlung gerne folgt und gespannt ist, wie Reitmeyer sich zwischen den Fronten gewegt. Er ist gar nicht ungeschickt darin, weiter nach der Wahrheit zu suchen und es dennoch seinem Chef recht zu machen und niemand zu sehr blosszustellen. Das hat ihn mir sehr symphatisch gemacht. Auch ist er kein gebrochener Charakter, wie so oft in Krimis. Was aber noch kommen kann, da ja der Krieg bevorsteht. Ein Plus für mich war, dass ich die meisten Orte der Handlung persönlich kannte und vor meinem Auge deshalb das Kopfkino besonders gut funktioniert hat.

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spannender Histo-Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Unterhaching am 28.10.2014

Als Fan von Autoren wie Rademacher und Kutscher wurde ich schnell aufmerksam auf dieses Buch - auch wenn dieser Kommissär ein paar Jährchen früher ermittelt als die Protagonisten der anderen Schreiber. Aber es ist die Zeit vor und in einem Weltkrieg in Deutschland, die mich immer sehr interessiert. Und... Als Fan von Autoren wie Rademacher und Kutscher wurde ich schnell aufmerksam auf dieses Buch - auch wenn dieser Kommissär ein paar Jährchen früher ermittelt als die Protagonisten der anderen Schreiber. Aber es ist die Zeit vor und in einem Weltkrieg in Deutschland, die mich immer sehr interessiert. Und ich habe über 30 Jahre in München gelebt, was die Sache noch spannender macht. Kommissär Reitmeyer war mir gleich sympathisch. Er hat bereits das etwas Bärbeißige des typischen Münchners ist aber schlau genug, um an passender Stelle auch mal nachzugeben und mit seiner Meinung so lange hinter dem Berg zu halten, bis er sich sicher ist, dass er richtig liegt. Und ganz leicht und harmonisch wird in den Gesprächen der bayerische Dialekt angedeutet ohne zu drastisch zu werden. Sehr angenehm zu lesen. 1914 ist es und die Schüsse in Sarajewo geben bereits Anlass zum Überdenken der politischen Situation in Europa. Am Himmel dräut der erste Weltkrieg. Aber Reitmeyer (der Name erinnert mich sehr an einen bekannten Münchener Tatort-Kommissar) hat andere Sorgen. Der junge Kommissar ermittelt mit Ausdauer und Fingerspitzengefühl zwischen allen Stühlen. Sein Vorgesetzter legt ihm ständig neue Fesseln an und verlangt zusätzliche Arbeiten, die seine Konzentration schwächen. Das Militär scheint involviert und verbietet sich vehement Ermittlungen in seinen Reihen. Und es bleibt nicht der einzige Tote der in der bayerischen Landeshauptstadt gefunden wird. Und ganz nebenbei geht es auch noch in ein zur damaligen Zeit ganz verschwiegenes Milieu, nämlich dass der Homosexuellen, die damals ja noch verfolgt und mit Strafen bedroht wurden. Der Autor hat durchaus Potential. Die Personen sind facettenreich geschildert. Reitmeyer darf vielleicht noch etwas mehr Ecken und Kanten bekommen, aber das Setting und die Zeit wurden hervorragend rübergebracht. Sehr treffend fand ich auch den Titel und die Buchgestaltung. In seiner Größe ist es etwas unhandlich für ein Taschenbuch aber das scheint ja jetzt Zeitgeist und als Buchformat in zu sein

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Unterhaltend...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 30.08.2014

Die Rezension: Ich bin zwiegespalten bei diesem Buch, auf der einen Seite die doch sehr schöne Schreibweise, auf der anderen Seite jedoch die vielen Figuren und „Nebenkriegsschauplätze“ die es dann doch wieder schwierig machen das Buch zu einem Lesegenuss werden zu lassen. Die Ermittler sind durchwegs sehr plastisch beschrieben und... Die Rezension: Ich bin zwiegespalten bei diesem Buch, auf der einen Seite die doch sehr schöne Schreibweise, auf der anderen Seite jedoch die vielen Figuren und „Nebenkriegsschauplätze“ die es dann doch wieder schwierig machen das Buch zu einem Lesegenuss werden zu lassen. Die Ermittler sind durchwegs sehr plastisch beschrieben und wirken auf mich sehr glaubhaft. Auch die zweite Erzählebene, das Tagebuch, gefallen mir persönlich recht gut, auch in der Schreibweise. Schwierig wird es dann allerdings bei den Nebenschauplätzen, die in meinen Augen teilweise etwas zu gewollt wirken und mir so doch etwas den Lesespass genommen haben. Es mag durchaus sein, dass dies im Auge des Betrachters so erscheint, aber so ist es nicht wirklich eine Story für mich. Dennoch, wenn man diese Nebenschauplätze etwas ausblendet, ist es doch eine sehr interessante und spannende Story. Es ist der Autorin sehr gut gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit mit ihrer Obrigkeitshörigkeit einzufangen. Aus meiner Sicht ist das Buch für 3,5 von 4 Sternen gut.

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Spannender Historien-Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 26.08.2014

Es ist der Vorabend des Ersten Weltkrieges. Das Attentat auf Franz Ferdinand hat noch nicht stattgefunden. Doch friedlich ist es damit noch lange nicht im Deutschland dieser Zeit. Der Buchtitel sagt auf seine Weise viel aus über die damaligen Ansichten der Menschen und ihren Umgang miteinander aus - hart,... Es ist der Vorabend des Ersten Weltkrieges. Das Attentat auf Franz Ferdinand hat noch nicht stattgefunden. Doch friedlich ist es damit noch lange nicht im Deutschland dieser Zeit. Der Buchtitel sagt auf seine Weise viel aus über die damaligen Ansichten der Menschen und ihren Umgang miteinander aus - hart, kalt, schartig – Ehre, Pflicht, Vaterland, Obrigkeiten und Biedermänner, Befehlen oder befohlen bekommen. Reitmeyer hat es da nicht leicht als Kriminalkommissar. Ein Leichenfund und die daraufhin einsetzenden Ermittlungen führen ihn immer tiefer ins homosexuelle Milieu. Auch das Militär scheint in dubiose Machenschaften verstrickt zu sein. Auch auf anderen Ebenen brodelt es unter der Oberfläche; die politische Lage spitzt sich mehr und mehr zu und auch immer mehr Leichen tauchen auf. Die Ermittlungen Reitmeyers werden von oberster Stelle aus behindert; Aufklärung unerwünscht. Unterstützt wird diese verschleichernde Vorgehensweise und Richtungsvorgabe von der herrschenden Rechtslage in Deutschland – das Militär ist unantastbar. Doch Reitmeyer hat nicht sehr viel zu verlieren und so geht er unbeirrt an seine Arbeit. Dieser durchgehend spannende und geschichtsträchtige Kriminalroman ist ein gelungener Auftakt zur neuen Krimireihe.

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Der eiserne Sommer
von raschke64 aus Dresden am 18.08.2014

1914, der erste Weltkrieg steht bevor – die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. In München hat Kommissär Sebastian Reitmeyer einen Mord aufzuklären. Erst wirkt es wie ein Unfall, doch als ein zweiter Toter hinzukommt, entdeckt die Gerichtsmedizin, dass es der zweite Mord ist. Reitmeyer beginnt zu ermitteln, stößt aber bald... 1914, der erste Weltkrieg steht bevor – die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. In München hat Kommissär Sebastian Reitmeyer einen Mord aufzuklären. Erst wirkt es wie ein Unfall, doch als ein zweiter Toter hinzukommt, entdeckt die Gerichtsmedizin, dass es der zweite Mord ist. Reitmeyer beginnt zu ermitteln, stößt aber bald an Grenzen, als sich die Aufklärung in Richtung Militär und Pornografie bzw. Homosexualität entwickelt. Denn gegen das Militär darf er per Gesetz nicht vorgehen. Auch der Polizeipräsident teilt ihm offiziell mit, dass er dort nicht tief suchen soll. Inoffiziell allerdings gibt er ihm freie Hand und gleichzeitig die Verantwortung. Doch er darf nicht einmal seinen engsten Kollegen etwas sagen – und so gerät er bei allem, was er tut, selbst in Gefahr – entweder für sein Leben oder dass er die Arbeit verliert, die Kollegen verärgert, nichts entdeckt … „Der eiserne Sommer“ ist das erste Buch von Angelika Felenda und hat mich positiv überrascht. Natürlich erinnert es – auch wenn es reichlich 10 Jahre früher spielt – an die Berlin-Reihe von Volker Kutscher. Doch es ist nicht einfach nur eine Kopie trotz der Ähnlichkeiten. Felenda ist es gut gelungen, die Zeit kurz vor dem 1. Weltkrieg gut zu beschreiben, die National- und Kriegshysterie, die Sonderrolle des Militärs, die Unterschiede bei der Behandlung von Tätern (Adlige, Bürgerliche, einfach Arbeiter), die Behandlung von Homosexuellen und die nicht immer vorhandene oder genutzte Macht der Polizei. Reitmeyer ist ein sympathischer Kommissär, der etwas wagt, ohne ein „Überheld“ zu sein. Gerade im Privatleben hat er so einige „Defizite“, aber er unterstützt seine Untergebenen. Dem Fall selbst fehlt ein bißchen die Spannung, weil man auch durch den Wechsel zwischen dem Tagebuch des Offiziers und den Ermittlungen von Reitmeyer sehr schnell die Richtung erkennt, auch wenn die Details erst ganz zum Ende offen gelegt werden und es nicht ganz so einfach wird, wie es am Anfang aussieht. Alles in allem aber eine sehr gelungene Zeitbeschreibung verpackt in einen historischen Krimi. Den 2. Fall von Reitmeyer würde ich auf jeden Fall wieder lesen.

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Wer schwach ist, muss untergehen
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 15.08.2014

„Das Ansehen unserer gesamten Armee stehe auf dem Spiel, meinte Feichtl. Was bleibe der militärischen Führung anderes übrig, als Vertrauensleute in Kreise einzuschleusen, von denen größte Gefahr drohe? Einen Skandal wie die Anklage gegen Fürst Eulenburg wegen Homosexualität würde unser Land nicht noch einmal verkraften. Vor allem nicht in... „Das Ansehen unserer gesamten Armee stehe auf dem Spiel, meinte Feichtl. Was bleibe der militärischen Führung anderes übrig, als Vertrauensleute in Kreise einzuschleusen, von denen größte Gefahr drohe? Einen Skandal wie die Anklage gegen Fürst Eulenburg wegen Homosexualität würde unser Land nicht noch einmal verkraften. Vor allem nicht in einer so angespannten politischen Lage!“ Frühsommer 1914. In Sarajewo wurde der Thronfolger Österreich-Ungarns erschossen, die möglichen politischen Konsequenzen sorgen überall für Gesprächsstoff. Wird es einen 3. Balkankrieg geben? Oder wird dieses Attentat am Ende noch Schlimmeres auslösen? In München steht Kommissär Sebastian Reitmeyer noch vor ganz anderen Problemen. Er muss einen Mord aufklären, der ihn nicht nur in homosexuelle, sondern auch in militärische Kreise führt. Gegen das Militär jedoch darf er nicht vorgehen, das verbietet das Gesetz. Auch auf Rückendeckung seines Polizeipräsidenten darf er nicht hoffen. Im Gegenteil… „Aber das ist ja nicht auszudenken. … Ich meine, Ihre Ermittlungen würden Sie ja sofort in ein Umfeld hoher und höchster Persönlichkeiten führen. … Also das müssen wir unbedingt verhindern!“ Reitmeyer fühlt sich nicht nur in seinen Ermittlungen behindert, sondern – schlimmer noch – fühlt sich ausgenutzt und wie eine Marionette. In einem Theaterstück, das kurz vor Kriegsausbruch die Bevölkerung beruhigen und das Ansehen des Militärs schützen soll, hat er nur eine Rolle zu spielen. Ob er den Täter tatsächlich findet, scheint dabei ohne Belang zu sein. Jedoch nicht für Reitmeyer… 1914. Heute wissen wir natürlich genau, welche Folgen das Attentat von Sarajewo hatte. Mit diesem Wissen finde ich es umso faszinierender zu lesen, wie die Menschen mit der damaligen Situation umgingen. Fassungslos lese ich, wie angesehen das Militär war, wie die Uniformträger gefeiert wurden. Dass Mitglieder des königlichen Leibregiments menschliche Schwächen hatten, ist aus heutiger Sicht ganz normal. Damals war das aber Grund genug, alle möglichen Verbrechen zu begehen und selbst vor Mord nicht zurückzuschrecken. Die meisten Menschen in Reitmeyers Lage hätten sich vermutlich angepasst und lieber den Anordnungen „von oben“ Folge geleistet, als die eigene Zukunft zu riskieren. Auch Reitmeyer nimmt das ein oder andere zähneknirschend hin. Er ist kein Übermensch, schafft es nicht immer, nur seinem Gewissen zu folgen. Auch andere Dinge beschäftigen ihn, wie beispielsweise seine unglückliche Liebe oder sein Verhalten gegenüber dem manchmal nervigen Polizeischüler. Er macht Fehler und erscheint mir dadurch sehr menschlich und sympathisch. Der Fall selbst ist spannend und gut geschrieben. In die Handlung sind immer wieder Tagebucheinträge, Mitteilungen und Zeitungsberichte eingebunden. Dadurch erhält man interessante Einblicke aus anderen Perspektiven und immer neue Ansatzpunkte, die zum Mitraten einladen. Ich war erstaunt, welche Dimensionen der Fall im Laufe des Buchs bekam! Fazit: Ein toller Mix aus Krimi und hochinteressantem zeitgeschichtlichem Hintergrund. Ich hoffe, dass diesem ersten Fall für Kommissär Reitmeyer noch weitere folgen werden.

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Jede militärische Operation basiert auf einer Täuschung (Wellington)
von eskimo81 am 14.08.2014

München 1914 Kommissär Sebastian Reitmeyer sieht den Sinn seiner Polizeiarbeit nicht mehr. Gegen Militärangehörige darf er nicht ermitteln, "höhere" Menschen nicht behelligen aber trotzdem sollte er in einer Mordserie ermitteln. Was er entdeckt, ist ungeheuerlich. Kann er sich gegen die Staatsmacht durchsetzten? Die Sprache ist wundervoll. Sehr viel Dialekt, was für mich... München 1914 Kommissär Sebastian Reitmeyer sieht den Sinn seiner Polizeiarbeit nicht mehr. Gegen Militärangehörige darf er nicht ermitteln, "höhere" Menschen nicht behelligen aber trotzdem sollte er in einer Mordserie ermitteln. Was er entdeckt, ist ungeheuerlich. Kann er sich gegen die Staatsmacht durchsetzten? Die Sprache ist wundervoll. Sehr viel Dialekt, was für mich mehr nach Österreichisch statt nach Deutschland klingt, aber das ist ja nicht relevant... Einfach wundervoll geschrieben. Man kann sich gut ins Jahr 1914 versetzten. Etwas schade finde ich, dass nicht gross darauf eingegangen wird, was allenfalls geschichtlich belegt ist. Ausser zur Feier äussert sich die Autorin nicht... Jede militärische Operation basiert auf einer Täuschung (Wellington) Eine gewisse Spannung ist vorhanden, man muss aber sehr genau lesen, um jede Handlung nachvollziehen zu können. Kein Buch, dass man für längere Zeit weglegen kann. Aber leider auch nicht so spannend, dass man nicht mehr aufhören will / kann. Es braucht eine gewisse Disziplin und Neugier. Phasenweise ist der Spannungsbogen sehr hoch. Schade, dass das nicht durchgezogen ist. Ich freue mich trotzdem auf weitere Fälle mit dem Kommissär! Die Geschichte, die Machtlosigkeit der Polizei, die Macht des Militärs find ich sehr interessant und authentisch. Fazit: Ein tolles, interessantes Buch. Für mich kein Krimi, aber als Historische Geschichte absolut Lesenswert!

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Klasse und spannend erzählt!
von Xirxe aus Hannover am 11.08.2014

Vor genau 100 Jahren spielt dieser Kriminalroman, der das damalige Zeitgeschehen nicht nur als wirkungsvollen Hintergrund nutzt, sondern aktiv in die Handlung miteinbindet. Ein junger Mann wird tot an der Isar gefunden und schon bald finden sich Beweise, dass er Kontakte zu den höchsten Kreisen der Gesellschaft wie auch... Vor genau 100 Jahren spielt dieser Kriminalroman, der das damalige Zeitgeschehen nicht nur als wirkungsvollen Hintergrund nutzt, sondern aktiv in die Handlung miteinbindet. Ein junger Mann wird tot an der Isar gefunden und schon bald finden sich Beweise, dass er Kontakte zu den höchsten Kreisen der Gesellschaft wie auch dem Militär hatte, wenn auch nicht unbedingt erfreulicher Natur nach Meinung diverser oberer moralischer Instanzen (bzw. die sich dafür halten). Weitere Morde geschehen und Kommissär Reitmeyer, der mit diesem Fall betraut wird, findet sich schon bald in der heiklen Situation, dass er erfolgreich ermitteln soll, aber nur so weit, wie es seinem Polizeipräsidenten und anderen Autoritäten gefällt. Doch er recherchiert weiter und gründlicher als Vielen lieb ist und muss feststellen, dass es sich um ein Komplott ungeahnten Ausmaßes handelt... Historische Kriminalromane sind ja nicht gerade sooo häufig und meist dient die Vergangenheit nur als Kulisse für die eigentliche Handlung. Doch hier ist der Krimi ohne diesen geschichtlichen Hintergrund nicht denkbar. Sehr überzeugend stellt die Autorin die damaligen autoritären Verhältnisse dar, in denen das Militär ein Staat im Staate war und die hohen Herren (und auch Damen) aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung praktisch über dem Gesetz standen (neinnein, das ist nicht so wie heute. Ecclestone musste immerhin 100 Mio. € bezahlen ;-)). Man gehorcht blindlings den Vorgesetzten und wer es wagt, sich eigene Gedanken zu machen, wird schnell als renitent und Querkopf bezeichnet (schön beschrieben der junge Rattler als Polizeilehrling). Doch es gibt eine Gegenbewegung, die die schönen Künste und gerade das Nichtmilitärische feiert, zum Entsetzen all der konservativen Kreise, die noch immer die Macht besitzen. Diese dürsten nach einem Krieg, um all dies Weibische und Schwächliche endgültig auszumerzen und Deutschland in seiner ganzen Pracht und Stärke wiederauferstehen zu lassen. Ebenso überzeugend und anschaulich beschreibt die Autorin, wie nach dem Attentat in Sarajevo die Stimmung in der damaligen Bevölkerung angeheizt wurde, wie Wut und Zorn von Kriegstreibern geschürt wurden und sich dies in Attentaten gegenüber scheinbar Verdächtigen entlud, die gerade des Wegs daherkamen. Dazu ein spannender, immer wieder überraschender Krimi - was will man mehr?

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Der eiserne Sommer
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 11.08.2014

Sommer 1914, München. Das königliche Leibregiment steht kurz vor großen Feierlichkeiten als in Sarajewo das Ungeheuerliche passiert: der österreichische Thronfolger wird ermordet. Das Militär ist angespannt, eine Vergeltung muss kommen, da ist Ruhe in den eigenen Reihen absolut erforderlich. Von all diesen Ereignissen bleibt Kommissär Reitmeyer zunächst unbehelligt, er... Sommer 1914, München. Das königliche Leibregiment steht kurz vor großen Feierlichkeiten als in Sarajewo das Ungeheuerliche passiert: der österreichische Thronfolger wird ermordet. Das Militär ist angespannt, eine Vergeltung muss kommen, da ist Ruhe in den eigenen Reihen absolut erforderlich. Von all diesen Ereignissen bleibt Kommissär Reitmeyer zunächst unbehelligt, er geht seiner Arbeit nach, die ihn gleich mit zwei mysteriösen Mordfällen auch vollends beschäftigt. Bald schon zeigt sich, dass in diese nicht nur Offizieren verwickelt sind, sondern er auch privat befreundet ist mit einem der potenziellen Täter. Doch wer hier Täter und wer Opfer ist, zeigt sich nicht gleich und Reitmeyer wirbelt mehr Staub auf, als für seine Gesundheit gut ist. Angelika Felenda hat mit dem ersten Fall für Sebastian Reitmeyer einen spannenden Krimi vorgelegt, der geschickt in die Ereignisse kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges eingeflochten wurde. Der Protagonist ist hartnäckig als Ermittler, umsichtig als Mensch und verschiedenen Facetten gezeichnet, die ihn zu einer interessanten Figur machen, die den Roman trägt. Aber auch die Nebenfiguren, der Azubi Rattler oder auch die Ärztin Caroline, bestechen durch unterhaltsame Charakterzüge und verleihen dem Krimi eine für das Genre nicht immer gegebene Tiefe. Der Fall selbst bietet viele Schleifen und unterschiedliche Spuren und wird schließlich sauber und glaubwürdig gelöst. Besonders positiv aufgefallen ist mir die sprachliche Gestaltung, die mir durchgängig glaubhaft für die dargestellte Zeit erscheint. Insgesamt: spannende Unterhaltung mit interessanten Figuren. 4,5 Sterne dafür.

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Morde 1914
von leseratte1310 am 09.08.2014

Im Jahre 1914 feiert München das 100-jährige Bestehen des königlichen Leibregiments. Der junge Kommissar Sebastian Reitmeyer soll Statistiken für Berlin erstellen. In seinen Ausarbeitungen sollen aber keine Vergehen von Beteiligten des Militärs erscheinen, denn die Klärung dieser Fälle unterliegt nicht der Polizei. In Sarajewo werden der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand... Im Jahre 1914 feiert München das 100-jährige Bestehen des königlichen Leibregiments. Der junge Kommissar Sebastian Reitmeyer soll Statistiken für Berlin erstellen. In seinen Ausarbeitungen sollen aber keine Vergehen von Beteiligten des Militärs erscheinen, denn die Klärung dieser Fälle unterliegt nicht der Polizei. In Sarajewo werden der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie ermordet. Am Isarufer wird ein Toter entdeckt. Reitmeyer ermittelt. Als sich nach dem Auftauchen von Fotos herausstellt, dass der Fall ins Schwulen-Milieu führt und Beteiligte zum Militär gehören, sind ihm schon bald die Hände gebunden. Gegen das Militär darf er nicht ermitteln und sein Vorgesetzter fordert ihn auf, nicht zu tief zu ermitteln. Reitmeyer aber lässt nicht locker, auch wenn er bei seiner Arbeit behindert wird. Sebastian Reitmeyer ist ein sympathischer, korrekter und beharrlicher Typ, der seinen Beruf ernst nimmt. Wer der Verdächtige ist, ist ihm dabei egal. Unterstützt wird er von dem Polizeischüler Korbinius Rattler, der ebenfalls sympathisch und sehr engagiert ist. Aber auch die anderen Charaktere sind authentisch dargestellt. Dieses historische Krimi ist sehr gut zu lesen und vermittelt einem gleichzeitig ein Stück deutscher Geschichte. Auch der damalige Polizeialltag wird sehr gut geschildert. In die Geschichte eingestreut sind Tagebucheinträge eines Offiziers, dadurch erhält man auch Einblick, wie es damals beim Militär zuging. Die einzelnen Ereignisse, die anfangs nebeneinander herliefen, fügen sich im Laufe der Geschichte zusammen. Kommissar Zufall kommt hin und wieder dem Kommissar Reitmeyer zu Hilfe. Trotzdem ist es eine spannende Geschichte von Anfang an. Ich kann dieses Buch empfehlen.

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tolle Idee mit leider etwas verwirrender Umsetzung
von FlipFlopLady007 aus Hannover am 25.08.2015

Es ist das Jahr 1914. In Sarajewo wird Franz Ferdinand, der österreichische Thronfolger erschossen. Gleichzeitig steht Kommissär Reitmeyer in München vor einem schwierigen Fall. Die Leiche eines jungen Mannes ist gefunden worden, der vermeintlich in stark alkoholisiertem Zustand erfroren ist. Doch irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Die Ermittlungen... Es ist das Jahr 1914. In Sarajewo wird Franz Ferdinand, der österreichische Thronfolger erschossen. Gleichzeitig steht Kommissär Reitmeyer in München vor einem schwierigen Fall. Die Leiche eines jungen Mannes ist gefunden worden, der vermeintlich in stark alkoholisiertem Zustand erfroren ist. Doch irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Die Ermittlungen führen Reitmeyer durch die verschiedensten Bevölkerungsschichten in München und auch das Militär scheint involviert zu sein. Hier werden Reitmeyer jedoch alle möglichen Steine in den Weg gelegt, denn gegen das Militär darf er nicht ermitteln. Und auch Reitmeyers Chef scheint in die Sache involviert, denn er möchte die Ermittlungen gemein halten. Doch was steckt hinter alle dem und wieso ist der junge Mann wirklich gestorben? Inhalt: Die Geschichte, die das Buch erzählt, hat mir an sich gut gefallen. Die Idee, die hinter diesem Buch steckt, ist wirklich gut, denn sie lockt den Leser das ein oder andere Mal auf eine völlig falsche Fährte oder verwirrt ihn so sehr, dass er nun auch nicht mehr weiß, was er glauben soll. Was mir jedoch nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Umsetzung des Ganzen. Es werden parallel zwei verschiedene Handlungsstränge beschrieben, die am Ende zusammenlaufe. Das eine sind Kommissär Reitmeyers Ermittlungen und das andere sind Briefe verschiedener militärischer Persönlichkeiten. Anfangs konnte ich mit diesen Briefen überhaupt nichts anfangen und sie haben mich sehr verwirrt, erst am Ende passten Briefe und Ermittlungen in gewisser Weise zusammen, sodass alles Sinn machte. Dennoch konnte ich mich am Ende des Buches nicht mehr an die Briefe vom Anfang erinnern, da sie mich so verwirrt haben, dass ich den Inhalt nicht behalten konnte. Ich finde die Briefe verwirren mehr, als dass sie das Buch spannender machen. Schreibstil: Der Schreibstil hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Ich konnte das Buch gut und flüssig lesen und habe mich gut unterhalten gefühlt. Auch schafft es die Autorin eine gewisse Spannung zu erzeugen, um den Leser an das Buch zu binden. Jedoch haben die Briefe aus meiner Sicht zu große Brüche in der Handlung verursacht, da sie mich regelrecht aus dem Konzept gebracht haben, ich habe versucht sie zu verstehen und hatte aber keine Möglichkeit dazu. Ich finde die Briefe, die wahrscheinlich als Beiwerk gedacht waren, bekommen so zu viel Relevanz. Charaktere: Die Charaktere des Buches haben mir gefallen. Ich mag Kommissär Reitmeyer und seine Kollegen, vor allem der Polizeischüler ist mir ans Herz gewachsen, da er versucht die doch etwas gemütlichen Kommissare aus der Reserve zu locken und auch die ein oder andere unkonventionelle bzw. moderne Ermittlungsmethode vorschlägt. Ich finde er bringt einen gewissen Schwung in die Geschichte und das gefällt mir sehr gut. Wenn ich das gesamte Buch betrachte, so ist er eindeutig meine Lieblingsfigur. Aber auch die anderen Charaktere haben mir gefallen, da sie alle etwas Eigenes mitbringen und die Geschichte in irgendeiner Weise dadurch beeinflussen. Cover und Klappentext: Das Cover des Buches passt zum Inhalt, denn es weist sowohl auf den Zeitraum hin, in dem das Buch spielt und zum anderen, ist durch die eher düstere Gestaltung auch leicht zu erahnen, dass es sich um einen Krimi handelt. Dies hat mir gut gefallen, ich finde zwar das Cover nicht das ansprechendste, aber es passt. Der Klappentext gibt die Handlung im groben gut wieder und bettet die Handlung auch in den geschichtlichen Hintergrund ein, dies finde ich gut gelungen. Ich finde auch, dass der Klappentext den Leser neugierig auf den Rest des Buches macht, insofern finde ich ihn gelungen. Fazit: Insgesamt finde ich das Buch lesenswert, jedoch haben mich die Briefe beim Lesen eher gestört, als dass sie mich beim Verständnis geholfen haben. Ich glaube, ich hätte die Briefe nur am Ende sinnvoll gefunden und hätte sie am Anfang weggelassen. Wenn man sich von ihnen jedoch nicht allzu sehr verwirren lässt, so kann das Buch sehr unterhaltsam sein, denn die Idee hinter diesem Buch ist wirklich gut. Auch die Charaktere und der Schreibstil haben mir gefallen.

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Ich vergebe 3 von 5 Sterne
von Diana Jacoby aus Bretten am 12.02.2015

Durch viele Buchpräsentationen und Rezensionen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Und da ich ein großer Krimi und Historienfan bin, dachte ich, dass ich hiermit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte. Krimi und Historie. Aber weit gefehlt - Leider. Doch ich beginne mal ganz kurz die Story zu... Durch viele Buchpräsentationen und Rezensionen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Und da ich ein großer Krimi und Historienfan bin, dachte ich, dass ich hiermit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte. Krimi und Historie. Aber weit gefehlt - Leider. Doch ich beginne mal ganz kurz die Story zu beschreiben. Eine richtige Inhaltsangabe möchte ich unterlassen, da in den vorher gegangenen Rezensionen eigentlich schon alles und mehrfach geschrieben und erörtert wurde. Die Handlung spielt 1914 in München. Kommissar (im Buch immer Kommissär) Sebastian Reitmeyer soll mehrere Morden aufklären. Darunter muss er auch in Militärkreisen ermittelt, was dort aber gar nicht gerne gesehen ist. Man gibt ihm deutlich zu verstehen, dass er diese Ermittlungen nicht führen soll. Ein weiterer Fall lässt ihn nun im Homosexuellenkreis ermitteln. Man beachte, wir schreiben das Jahr 1914! Für die Bevölkerung war Homosexualität ein absolutes Tabuthema. Hiermit möchte ich es auch schon belassen. Wie man vielleicht feststellen kann, ist in meiner Zusammenfassung keine Rede vom Attentat auf Franz Ferdinand und Sophie Chotek. Damit hat man die Leser des Klappentextes einfach mal an der Nase rumgeführt. Diese Angabe sollte wohl lediglich als Zeitmesser dienen. Schade, denn genau das war der Grund, weshalb ich das Buch lesen wollte. Da hab ich wohl den Klappentext falsch interpretiert. Erwähnen möchte ich auch, dass mich der Prolog etwas stutzig gemacht hat, da ich ihn als schwer lesbar bzw. schwer verständlich empfunden habe. Das mag wohl an der Sprache, den Ausdrücken und Formulierungen gelten haben. Jedoch im Laufe des Plots wurden die Tagebucheinträge des Offiziers immer klarer und eindeutiger. Zu dem/den Protagonisten möchte ich auch noch kurz meine Meinung schildern. Ich finde den Kommissar etwas schmucklos, farblos oder anders gesagt uninteressant dargestellt. Hier konnte man die Frage stellen: was macht ihn eindeutig? Nichts! Man weiß es nicht. Dafür finde ich Rattler sehr gut und deutlich dargestellt. Um im Vergleich zu bleiben: Reitmeyer ist farblos, dann ist Rattler bunt und glänzend. Hier hat die Autorin viel mehr Wert auf die Beschreibung gelegt. Das es sich bei dem vorliegenden Buch um einen Mehrteiler handeln soll, wollte die Autorin sich die Charakterisierung des Kommissars vielleicht für Band 2 aufspüren. Ein Spannungsbogen war für mich leider auch nicht erkennbar, so dass ich dieses Buch nicht als Kriminalroman, sondern eher als Roman mit kleinen Ermittlungen beschreiben würde. Schade, ich hatte mir wirklich mehr davon versprochen. Trotzdem danke ich der Autorin für die Idee, die mir einige unterhaltsame Lesestunden bereitet hat, sowie dem Suhrkamp Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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