Thalia.de

Der ewige Krieg

Vorw. v. Ben Bova

Heyne-Bücher Science-Fiction & Fantasy

(10)
Krieg. In gigantischen Raumschiffen werden die Soldaten mit Lichtgeschwindigkeit von einem Gefecht zu anderen befördert. Doch während es für sie immer nur einige Monate dauert, vergehen auf der Erde Jahrhunderte. Einer der bedeutendsten Antikriegsromane, die je geschrieben wurden - neu übersetzt nach der vom Autor überarbeiteten und erweiterten Fassung. Mit einem Vorwort von Ben Bova.



Portrait
Joe Haldeman, 1943 in Oklahoma City geboren, studierte Physik, Astronomie, Mathematik und Informatik an den Universitäten von Maryland und Iowa. 1967 wurde er zum Militär eingezogen und nach Vietnam geschickt. Die schrecklichen Erlebnisse in diesem Krieg, aus dem er schwer verwundet zurückkehrte, haben ihn zutiefst geprägt und sein Schreiben maßgeblich beeinflusst. Mit zahlreichen preisgekrönten Romanen und Erzählungen hat er sich als einer der bekanntesten SF-Autoren unserer Zeit etabliert, der wesentlich an der Renaissance der naturwissenschaftlich-technisch orientierten Science Fiction mitwirkte. Darüber hinaus hat er sich als Bühnenautor einen Namen gemacht. Joe Haldeman lebt mit seiner Frau Gay in Ormond Beach, Florida.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 330
Erscheinungsdatum 01.03.2000
Serie Heyne-Bücher Science-Fiction & Fantasy 8206
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-16414-7
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 180/115/21 mm
Gewicht 229
Originaltitel The Forever War
Auflage 4.Auflage
Buch (Taschenbuch)
8,95
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 37818134
    Der ewige Krieg
    von Joe Haldeman
    (10)
    Buch (Taschenbuch)
    10,99
  • 37822548
    Die linke Hand der Dunkelheit
    von Ursula K. LeGuin
    (2)
    Buch (Taschenbuch)
    8,99
  • 37822498
    Die Neuromancer-Trilogie
    von William Gibson
    (5)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 5801771
    Replay - Das zweite Spiel
    von Ken Grimwood
    (5)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 4180372
    Die letzte Generation
    von Arthur C. Clarke
    (1)
    Buch (Taschenbuch)
    8,95
  • 44253023
    Metro 2035
    von Dmitry Glukhovsky
    (9)
    Buch (Paperback)
    14,99
  • 40981250
    Zeitfuge
    von Michael J. Sullivan
    (3)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 39188763
    Die Rückkehr zur Erde
    von Isaac Asimov
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 2942060
    Per Anhalter durch die Galaxis / Per Anhalter durch die Galaxis Bd.1
    von Douglas Adams
    (50)
    Buch (Taschenbuch)
    8,99
  • 44253036
    Sternenschiff
    von Rachel Bach
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 30578871
    Metro 2033
    von Dmitry Glukhovsky
    (46)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 35053876
    42
    von Thomas Lehr
    Buch (Taschenbuch)
    12,90
  • 6574597
    Solaris
    von Stanislaw Lem
    (9)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 18667211
    Black Jack / Die verschollene Flotte Bd.2
    von Jack Campbell
    Buch (Taschenbuch)
    8,99
  • 1778730
    1984
    von George Orwell
    (62)
    Buch (Taschenbuch)
    12,00
  • 44253095
    Die drei Sonnen Bd.1
    von Cixin Liu
    (16)
    Buch (Paperback)
    14,99
  • 47662236
    Des Teufels Gebetbuch
    von Markus Heitz
    Buch (Paperback)
    16,99
  • 37619440
    Das Orakel vom Berge
    von Philip K. Dick
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 42435695
    Der Marsianer
    von Andy Weir
    (81)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 2928464
    Mach's gut, und danke für den Fisch / Per Anhalter durch die Galaxis Bd.4
    von Douglas Adams
    (10)
    Buch (Taschenbuch)
    8,99

Buchhändler-Empfehlungen

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Vollkommen zu Recht in der Heyne Sci-Fi-Klassiker Reihe. Als Parabel auf den Vietnamkrieg hat der Roman kein Stück von seiner Aktualität verloren. Im Gegenteil: aktueller denn je. Vollkommen zu Recht in der Heyne Sci-Fi-Klassiker Reihe. Als Parabel auf den Vietnamkrieg hat der Roman kein Stück von seiner Aktualität verloren. Im Gegenteil: aktueller denn je.

Oliver Rosenland, Thalia-Buchhandlung Bremen

Der Autor verarbeitet hier seine Vietnam Erlebnisse. Ein grausames Antikriegsbuch über 1000 Jahre Menschheitsgeschichte. Dabei erstaunlich witzig. Definitiv unter meinen Top 10! Der Autor verarbeitet hier seine Vietnam Erlebnisse. Ein grausames Antikriegsbuch über 1000 Jahre Menschheitsgeschichte. Dabei erstaunlich witzig. Definitiv unter meinen Top 10!

Jens Budde, Thalia-Buchhandlung Lünen

Ein toller Vertreter der Military-Science-Fiction. Allerdings mit pazifistischen Untertönen. Ein toller Vertreter der Military-Science-Fiction. Allerdings mit pazifistischen Untertönen.

Unsere Buchhändler-Tipps

  • 37822498
    Die Neuromancer-Trilogie
    von William Gibson
    (5)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 37822548
    Die linke Hand der Dunkelheit
    von Ursula K. LeGuin
    (2)
    Buch (Taschenbuch)
    8,99
  • 30571252
    Die Hyperion-Gesänge
    von Dan Simmons
    (12)
    Buch (Taschenbuch)
    18,99
  • 37822623
    Mondspuren
    von Robert A. Heinlein
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 37619317
    Ubik
    von Philip K. Dick
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 40981163
    Die Geschichte der Zukunft
    von Robert A. Heinlein
    Buch (Taschenbuch)
    14,99
  • 33752183
    Herr aller Dinge
    von Andreas Eschbach
    (32)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99

Kundenbewertungen


Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
8
2
0
0
0

Unterhaltsam, aber schlecht übersetzt
von Malte Hartwig am 19.12.2010

Hallo, Ich habe die Lektüre sehr genossen. Das Buch ist kurzweilig geschrieben und hat keine unnötigen Längen. Allerdings leidet es unter Übersetzung (zumindest hoffe ich, dass das englische Original nicht genauso holprig ist an manchen Stellen). Man kann aber darüber hinwegsehen. Wie in der Kurzbeschreibung schon erwähnt ein guter Antikriegsroman, der... Hallo, Ich habe die Lektüre sehr genossen. Das Buch ist kurzweilig geschrieben und hat keine unnötigen Längen. Allerdings leidet es unter Übersetzung (zumindest hoffe ich, dass das englische Original nicht genauso holprig ist an manchen Stellen). Man kann aber darüber hinwegsehen. Wie in der Kurzbeschreibung schon erwähnt ein guter Antikriegsroman, der zum Nachdenken anregt. Grüße

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Darwinismus oder sinnloses Gemetzel?
von einer Kundin/einem Kunden am 21.09.2012

Diese Frage stellt sich mir nach der Lektüre von "Der ewige Krieg". Eine der Menschheit unbekannte Spezies dringt in unser Sonnensystem ein. Die Erde ist übervölkert, kann kaum die eigene Population versorgen. Vor diesem Hintergrund wird auf das Erscheinen der Fremden, über die man so gut wie nichts weiß, aggressiv... Diese Frage stellt sich mir nach der Lektüre von "Der ewige Krieg". Eine der Menschheit unbekannte Spezies dringt in unser Sonnensystem ein. Die Erde ist übervölkert, kann kaum die eigene Population versorgen. Vor diesem Hintergrund wird auf das Erscheinen der Fremden, über die man so gut wie nichts weiß, aggressiv reagiert. Somit komme ich auf die Frage, die ich eingangs gestellt habe zurück: Ist dieser Schritt Zeugnis übereilter Aggression oder ein Urinstinkt, der Selbsterhaltungstrieb? Joe Haldeman ergreift keine Partei. Er schildert trocken, teilweise augenzwinkernd, ohne dabei den mahnenden Zeigefinger zu erheben und zu verdammen. Oft wird dieses Werk als Parabel auf die Sinnlosigkeit des Krieges interpretiert. Doch stimmt das? Ist es nicht evolutionär unabdingbar seinen Lebesraum, seine Ressourcen zu schützen? Dazu sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. Skandalös, vor dem Hintergrund, dass dieses Werk in den siebziger Jahren erstmals erschien, ist auch der offene Umgang mit Sexualität innerhalb des Militärs – auch heute noch ein Tabu. Dazu kommt die „Umpolung“ der gesamten Menschlichen Rasse zur Homosexualität um die Geburtenrate in den Griff zu bekommen. Auch dies zu dieser Zeit unvorstellbar. Der fast joviale Erzählstil liest sich angenehm schnell. Kurzweilig, interessant, spannend – das sind die Schlagworte die mir zu diesem Buch einfallen. Stellenweise trocken, doch nie langweilig ist dieses Werk mit Recht einer der großen Klassiker der Science-Fiction – unbedingt lesenswert!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein tausendjähriger Krieg
von einer Kundin/einem Kunden am 01.02.2011

William Mandella wird in die Armee eingezogen – immerhin hat die Erde gerade einen interstellaren Krieg mit einem fremden Volk angefangen und braucht Soldaten. Doch allein die Reise zum Schlachtfeld und zurück dauert aufgrund der Relativität mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte, während an Bord der Raumschiffe nur Wochen und Monate... William Mandella wird in die Armee eingezogen – immerhin hat die Erde gerade einen interstellaren Krieg mit einem fremden Volk angefangen und braucht Soldaten. Doch allein die Reise zum Schlachtfeld und zurück dauert aufgrund der Relativität mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte, während an Bord der Raumschiffe nur Wochen und Monate vergehen. Ich-Erzähler Mandella beschreibt eine an Sinnlosigkeit grenzende Ausbildung und seine erste Schlacht, die er knapp überlebt. Als er nach zwei Jahren auf die Erde zurückkehrt, sind dort zwanzig Jahre vergangen. Die Welt wird von Brutalität, Arbeitslosigkeit, Hunger und illegalen Geschäften beherrscht. Fast-Pazifist Mandella kehrt freiwillig zur Armee zurück - zum nächsten Einsatz gegen einen Feind, über den fast nichts bekannt ist. Obwohl das Buch schon gut dreißig Jahre alt ist, erzählt Autor Joe Haldeman eine zeitlose und erstaunlich aktuelle Geschichte: Krieg, Verlust von Freunden, der Wunsch nach Frieden – ohne sentimental zu werden oder tadelnd den Zeigefinger zu heben. Der Erzählstil schwankt zwischen traurigem Ernst und trockenem Humor und beschreibt eine fast alptraumhafte Zukunft, in der Menschen für den Krieg erzogen, später gezüchtet und wie Kanonenfutter in Bodenkämpfen verheizt werden. Die kurzen physikalischen Erklärungen sind in einem SF unabdingbar, aber für einen nicht-Physiker stellenweise schwer zu verstehen. Fazit: Ein fantastisch geschriebenes Buch, das mit vielen interessanten Ideen und Wendungen aufwartet und das man gar nicht mehr aus der Hand legen will.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Einfach fesselnd
von einer Kundin/einem Kunden am 23.10.2006

Als eigentlicher Lesemuffel habe ich es geschafft, dieses Buch in nur wenigen Tagen zu lesen. Man schafft es einfach nicht, es aus der Hand zu legen. Spannende Geschichte. Regt zum Nachdenken an.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
4.5*
von Drachenfeuer am 05.02.2017
Bewertetes Format: Taschenbuch

»Krieg. Krieg bleibt immer gleich.« Egal, ob man nun von Fallout 3 spricht, von realen Kriegen wie dem Vietnamkrieg oder von Zukunftsvisionen in Science-Fiction-Romanen: Irgendwie ist dieser Spruch doch stets zutreffend. So oft und gern die USA und andere Nationen Krieg auch verherrlichen, so bleibt seine Realität doch stets... »Krieg. Krieg bleibt immer gleich.« Egal, ob man nun von Fallout 3 spricht, von realen Kriegen wie dem Vietnamkrieg oder von Zukunftsvisionen in Science-Fiction-Romanen: Irgendwie ist dieser Spruch doch stets zutreffend. So oft und gern die USA und andere Nationen Krieg auch verherrlichen, so bleibt seine Realität doch stets grausam und unbarmherzig. In »Der ewige Krieg« verarbeitet Joe Haldeman seine Erlebnisse im Vietnamkrieg und setzt, obwohl sein Protagonist viele Hundert Jahre in der Zukunft lebt, doch ein zeitloses Denkmal gegen den Krieg. William Mandella lebt in einer Welt, in der die geistige Elite in einem kosmischen Krieg verpulvert wird. Jeder mit einem hohen IQ wird in die Armee eingezogen und muss gegen die Alienrasse der Taurier kämpfen, welche die Pionierzüge der Menschheit in neue Sternensysteme bedrohen. Dabei sind nicht nur die Taurier eine tödliche Bedrohung, sondern auch die feindliche Umgebung der extraterrestrischen Planeten. Und immer, wenn die Soldaten mit Lichtgeschwindigkeit von Einsatzort zu Einsatzort reisen, vergehen auf der Erde Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte. Wenn sie eines Tages wieder die Heimat sehen dürfen, hat sich das Gesicht der Erde teils bis zur Unkenntlichkeit verändert. Ganz so sicher, wie ich Teile des Romans einordnen soll, weiß ich ehrlich gesagt auch mit einigen Tagen Abstand nicht. Eines steht jedoch fest: Er hat mich unheimlich fasziniert. Der Roman wurde in den Siebzigern geschrieben, was man an einigen Stellen auch merkt. Beispielsweise geht Haldeman von einer maximalen Population von neun Milliarden Menschen aus, was heute als sehr optimistisch bis gar nicht erfüllbar gilt; Schätzungen gehen eher von elf Milliarden aus. Gleichzeitig sind Aussagen zu Homo- und Heterosexualität sowie Gruppensex, die immer wieder Thema sind, für die Zeit der Entstehung sehr brisant, kann ich mir vorstellen. Ganz so einig, wie ich dazu stehen soll, bin ich mir allerdings nicht. Dass die Soldaten so locker mit Sex und Partnerschaft umgehen, finde ich sehr passend. Sie sind tagtäglich mit dem Tod konfrontiert; durchschnittlich erlebt ein Soldat in diesem Krieg einen halben Einsatz, ehe er auf mannigfaltige Art und Weise den Tod findet, nicht selten sogar noch in der Ausbildung. Da erscheint es eigentlich sehr sinnvoll, keine festen Beziehungen einzugehen, aber dennoch nicht auf Sex für Entspannung und Ablenkung zu verzichten. Dann aber heißt es, dass die Regierungen der Zukunft Homosexualität stark fördern, um der Überbevölkerung Herr zu werden. Es gäbe natürlich einfachere Methoden wie Sterilisation oder Medikamente, aber nach genauerem Nachdenken denke ich, dass das Szenario vielleicht doch passen könnte, das Haldeman hier aufbaut. Solche Eingriffe in den Körper könnten viele als zu großen Eingriff in ihre Privatsphäre ansehen. Außerdem wird immer wieder Konditionierung angesprochen. Die Soldaten sind auf bestimmte Reize konditioniert, die ihnen das Töten im Kampfeinsatz erleichtern sollen. Gleichzeitig heißt es auch, dass die Erdbevölkerung durch Propaganda darauf regelrecht konditioniert wird, Homosexualität besser zu finden. Es wird sogar davon gesprochen, dass es bei der Erdbevölkerung allgemein als guter Ton angesehen wird, seine Heterosexualität heilen zu lassen, auch wenn diese nicht direkt verpönt ist und so etwas wie Heterophobie nicht erwähnt wird. Das ist dennoch der Punkt, wo ich dann doch etwas stutzig werde. Haldeman lässt es nicht unreflektiert stehen, sein Protagonist wird mit dieser Entwicklung nämlich auch nicht warm und findet das nicht unbedingt toll. Aber dennoch: Ist das nicht eigentlich fast dasselbe wie heutige Homophobie nur in Grün? Der Roman regt wirklich in vielen Punkten zum Nachdenken und Reflektieren an, was wirklich klasse ist. Mandella kommt immer mal wieder auf die Erde zurück. Dadurch erfährt der Leser, wie sich die Welt in der Zwischenzeit entwickelt hat. Es ist total spannend, diese Entwicklung somit ebenfalls zu verfolgen. Die Ereignisse spielen viele der Szenarien durch, von denen man tatsächlich ausgeht, zum Beispiel globale Kriege um Nahrungsknappheit. Daraus resultieren verschiedene Ereignisse, zum Beispiel die Einführung einer neuen globalen Währung, die im Energiegehalt des Essens gemessen wird, sowie einer neuen Mentalität und Gesellschaftsstruktur. Und so weiter und so fort. Die Entwicklung der Erde baut logisch aufeinander auf, immer, wenn Mandella wieder auf der Erde ist, hat sie sich entsprechend ihren vorherigen Ausgangsbedingungen entwickelt. Irgendwie total krass ist auch, dass quasi die gesamte Wirtschaft der Erde nach und nach auf diesen aufgrund der Zeitdilatation über 1100 Jahre andauernden Krieg ausgerichtet ist. Dementsprechend lange plant auch die Militärführung, nämlich in schlappen Jahrhunderten. Das ist für uns heute irgendwie völlig unvorstellbar und dennoch schafft es Haldeman, das alles plausibel wirken zu lassen. Man stellt sich beim Lesen immer wieder vor, wie es wäre, auf der Erde in dieser oder jener Entwicklungsstufe zu leben. Ist man hochbegabt, wird man in die Armee eingezogen, was quasi mit dem Tod gleichzusetzen ist. Ist man das ist, hat man dennoch keine guten Aussichten, lange zu leben, da die Ressourcen knapp sind und jeder zwar das nötigste, aber kaum jemand mehr als das hat. Morbid faszinierend, darüber nachzudenken. Die ganze Zeit über bleibt natürlich die Frage nach dem Kriegsanlas im Raum hängen. Alles begann damit, dass ein Raumkreuzer der Menschen mit Pionieren an Bord verschwand. Wenig später kehrte eine beschädigte Drohne heim, deren Daten zeigte, dass das Schiff von einer fremden Rasse angegriffen wurde. Warum taten sie das? Wer sind sie? Und woher kommen sie? Für Mandella selbst spielen diese Fragen keine Rolle. Er ist ein pazifistisch veranlagter Soldat, der eigentlich nur überleben will, um endlich die Armee verlassen zu können. Er ist insbesondere am Anfang in seiner Ausbildung eher ein Teil eines Kollektivs, was sich auch in der Erzählweise wiederspiegelt. Wir haben zwar einen personellen Ich-Erzähler, der aber dennoch eher im Hintergrund bleibt und vordergründig berichtend wiedergibt. Eine ungewöhnliche Erzählweise für diese Perspektive, aber es passt eigentlich sehr gut dazu, vor allem, da es der Autor dennoch schafft, Mandella nicht blass wirken zu lassen. Ich wollte mehr Science-Fiction lesen. Das war eine meiner ersten Empfehlungen, die ich erhalten habe, und ich kann diese Empfehlung nur wärmstens weitergeben. Der Roman wird nicht zu Unrecht seit vielen Jahren so gelobt und gilt als Meisterwerk.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Einer der bedeutendsten Antikriegsromane aller Zeiten
von MR.Devilappe aus Minden am 02.01.2015
Bewertetes Format: Taschenbuch

Die Parallelen zwischen dem, was Haldeman und seine Generation erlebt haben, und dem, was sich im „Ewigen Krieg“ der Zukunft abspielt, fallen dank der jüngsten Konflikte im Nahen Osten heute wieder so deutlich ins Auge wie in den 70ern,: Junge, kluge Männer und Frauen werden eingezogen und in den... Die Parallelen zwischen dem, was Haldeman und seine Generation erlebt haben, und dem, was sich im „Ewigen Krieg“ der Zukunft abspielt, fallen dank der jüngsten Konflikte im Nahen Osten heute wieder so deutlich ins Auge wie in den 70ern,: Junge, kluge Männer und Frauen werden eingezogen und in den Krieg gegen Aliens (lies: Vietnamesen/Afghanen/Iraker) geschickt, über die man nichts weiß. Aufgrund der Truppentransporte mit annähernd Lichtgeschwindigkeit kommt es zu erheblichen Dilatationserscheinungen, und jedes Mal, wenn die Soldaten nach einer Schlacht auf die Erde zurückkehren, sind mindestens Jahrzehnte vergangen. Gesellschaft, Technik, Normen, sogar die Sprache, alles Alltägliche ist den Heimkehrern unbekannt und muss neu gelernt werden. Da scheint das Leben in einer Armee, die ihre Angehörigen zu Drogenkonsum und sexueller Freizügigkeit animiert, wesentlich einfacher zu sein; das Kämpfen in einem zunehmend sinnloser werdenden Krieg, der keine Heldentaten zulässt, der leichtere Weg. Ein Monument von einem Buch. Eindringlicher als Joe Haldeman kann man über die Absurdität des Krieges nicht schreiben.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine Auseinandersetzung mit der Rolle des Menschen im Krieg, inspiriert von Vietnam und verpackt in eine launische Erzählweise von großer Intensität. Empfehlung für Heinlein-Fans.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Der ewige Krieg

Der ewige Krieg

von Joe Haldeman

(10)
Buch (Taschenbuch)
8,95
+
=
Hack/Slash 14

Hack/Slash 14

von Tim Seeley

Buch (Kunststoff-Einband)
19,80
+
=

für

28,75

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Weitere Bände von Heyne-Bücher Science-Fiction & Fantasy

  • Band 8204

    2976050
    Fahrenheit 451
    von Ray Bradbury
    (27)
    7,99
  • Band 8206

    2951641
    Der ewige Krieg
    von Joe Haldeman
    (10)
    8,95
    Sie befinden sich hier

Buchhändlerempfehlungen

Kundenbewertungen