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Der falsche Prophet

Historischer Roman. Originalausgabe

(3)
Glaube, Liebe, Gewalt - Ein großer Roman aus dem mittelalterlichen FrankenIm Jahr des Herrn 1476 lassen Hunger und Frondienst die Bauern am Leben verzweifeln, während die Herren im Reichtum schwelgen. Da steht eines Tages der Schafhirte Hans Behem in der Tür der Niklashäuser Kirche: Die Muttergottes sei ihm erschienen und habe ihm befohlen, gegen die drückende Fronherrschaft wie gegen die Verderbtheit der Priester zu predigen. Und Hans, der weder lesen noch schreiben kann, hat eine Gabe. Wenn er spricht, hören ihm alle zu. Die Menschen glauben, was er sagt.Tausende, Abertausende strömen bald nach Niklashausen und machen aus dem unbedeutenden Dorf im Taubergrund einen riesigen Wallfahrtsort. Die Botschaft des fränkischen Messias – Schlagt die Pfaffen tot! – wird zum Schlachtruf aller Unterdrückten. Das kann die Obrigkeit nicht länger dulden. Hans muss beseitigt werden, notfalls mithilfe eines Verräters aus den eigenen Reihen …
Portrait
Roman Rausch, 1961 in Würzburg geboren, arbeitete nach dem Studium der Betriebswirtschaft im Medienbereich und als Journalist. Für seine Trilogie um den Kommissar Johannes Kilian wurde er 2002 auf der Leipziger Buchmesse mit dem Book on Demand Award ausgezeichnet. Heute lebt er als Autor und Schreibcoach in Würzburg und Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 26.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27086-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 190/125/38 mm
Gewicht 395
Abbildungen mit 2 schwarzweissen Abbildungen
Auflage 1
Verkaufsrang 15.145
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Beste Unterhaltung
von Thomas Jessen aus Frankfurt am Main am 25.03.2016

Roman Rausch beschreibt in seinem Roman die wohl wichtigste Episode im Leben des Hans Behem oder auch Hans Böhm im Jahre 1476. Hans Behem war zu seiner Zeit auch bekannt als der Pfeifer von Niklashausen . Er schwang sich im Jahr 1476 zum Prediger auf und versprach den Wallfahrern,... Roman Rausch beschreibt in seinem Roman die wohl wichtigste Episode im Leben des Hans Behem oder auch Hans Böhm im Jahre 1476. Hans Behem war zu seiner Zeit auch bekannt als der Pfeifer von Niklashausen . Er schwang sich im Jahr 1476 zum Prediger auf und versprach den Wallfahrern, in das bis dahin unbedeutende Niklashausen, im Namen der Jungfrau Maria, vollkommenen Ablass von ihren Sünden, predigte gegen die Gier der Fürsten und die der hohen Geistlichkeit. So gelang es ihm mehrere Zehntausend Menschen um sich zu scharen. Soviel zum tatsächlich geschehenen. Roman Rausch ist es gelungen aus dieser Geschichte einen wirklich sehr schönen Roman zu spinnen und es zu visualisieren wie es denn hätte sein können damals. Sehr gut hat er die Atmosphäre der damaligen Zeit dargestellt, so dass man als Leser das Gefühl hat dabei zu sein, anstatt nur der Zuschauer am Rande zu sein. Die Figuren wirken durchweg sehr glaubhaft und lebendig. Die Schauplätze sind sehr plastisch beschrieben und man hat das Gefühl inmitten der Menschenmassen den predigten des Hans Behem zuzuhören. Sehr schöne Dialoge runden das ganze ab so, dass man eine wirklich sehr gelungenen historischen Roman in den Händen hält, der den Leser aufs Beste unterhält. Der Schreibstil des Autoren schafft es in meinem Kopf Bilder zu erzeugen, die wie ein farbenfroher Kinofilm vor meinem inneren Auge abgelaufen sind und nicht endeten bis zur letzten Seite. Begann das Buch eher ruhig und beschaulich, wurde es je mehr Wallfahrer Hans Behem folgten, immer spannender, bis hin zum tollen Finale. So komme ich in der Summe auf 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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Vom Schafhirten und Spielmann zum falschen Propheten
von vielleser18 aus Hessen am 29.03.2016

Es gab ihn wirklich: Hans Böhm oder Hans Behem, den falschen Propheten aus Niklashausen. Aber bevor der zukünftige Leser googelt, sollte er das Buch unbefangen lesen, damit die Spannung erhalten bleibt. Wir sind am Ende des Mittelalters, kurz bevor Martin Luther (geb. 1483) geboren wird. Es ist das Jahr 1476.... Es gab ihn wirklich: Hans Böhm oder Hans Behem, den falschen Propheten aus Niklashausen. Aber bevor der zukünftige Leser googelt, sollte er das Buch unbefangen lesen, damit die Spannung erhalten bleibt. Wir sind am Ende des Mittelalters, kurz bevor Martin Luther (geb. 1483) geboren wird. Es ist das Jahr 1476. Das "niedere Volk" auf dem Land hungert. Schlechte Ernten, aber vor allem die Abgaben und Frondienste lassen ihnen kaum genug zum Leben. Auf der anderen Seite sind es die Herrscher, die oft genug in Saus und Braus leben. Viele Pfarrer und Bischhöfe leben weder arm noch keusch, sondern versuchen - nur zum eigenen Nutzen - noch das Letzte aus der Bevölkerung herauszupressen. Ablassbriefe, Reliquienhandel sind hier nur Schlagworte. Wen mag es da verwundern, dass es irgendwann ein Mann geschafft hat Massen zu begeistern, Massen zu bewegen und eine gefährliche (Umsturz)Stimmung zu erzeugen ? Hans, der Schafhirte, ist ein einfacher Mann, des Lesens und Schreibens nicht kundig, doch er lässt sich in einem falschen Spiel um Macht missbrauchen und das hat tödliche Folgen - nicht für ihn, doch die Saat ist gelegt. Er sinnt auf Rache und hat dabei mit dem Eremiten Jeronimus, dem örtlichen Pfarrer Ulrich und der Badefrau Magdalena Gefährten, die ihm aus unterschiedlichen Gründen zur Seite stehen. Gemeinsam ersinnen sie eine schier unglaubliche Geschichte, die aber glaubhaft durch Hans insziniert wird. Die Saat geht auf, die Massen werden bewegt und das ganze fängt an sich eigenständig zu entwickeln. Und Hans ? Der blüht auf, er geht in seiner Rolle auf, er glaubt was er spielt und fühlt sich berufen. Er kann immer mehr Menschen überzeugen, das schreckt die politischen und geistlichen Herrschaften auf. Es wird gefährlich. Und dann gibt es auch noch Zwietracht untereinander...... Roman Rausch hat die Geschichte des "Pfeifers von Niklashausen" recherchiert, sie war lange Zeit fast in Vergessenheit geraten. Durch diese Einbettung in diesen fiktiven historischen Roman, wird sie fast wieder lebendig. Es ist eine alte Geschichte, dennoch eine, die sich so oder so immer wieder wiederholt oder wiederholen kann. Wenn die Umstände so sind, dass die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinanderklaffen, sind Konflikte und Unruhen unumgänglich. So wie hier, wo Hans, in seinen Reden die Massen auf die Ungerechtigkeit hinweist, sie ermutigt sich aufzulehnen gegen Gesetzte und Vorschriften. Und das unglaubliche daran - aber es ist belegt - er hat es geschafft in der damaligen Zeit Zehntausende zu bewegen eine Wallfahrt in das Taubertal zu machen. Ein Roman, der sich anders liest als viele anderen, da man im Hinterkopf immer im Kopf hat, dass es diesen Menschen wirklich gegeben hat. Ob seine Beweggründe, die ihm der Autor hier hinein interpretiert, wirklich so waren, ist natürlich rein spekulativ. Die Geschichte musste - um interessant erzählt zu werden - ausgeschmückt und gefüllt werden. Dies ist dem Autor auch gut gelungen. Eingebettet in die Geschichte gibt es noch drei kleinere Abschnitte (eine Ballade, eine Ausführung zum Thema historische Wallfahrten, ein Gebet und im Epilog die 12 Artikel von Memmingen), dazu am Ende einen Nachtrag des Autors zu Dichtung und Wahrheit über Hans Behem. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten die politischen Spielchen zu durchschauen, dennoch kann man als Leser dieser Geschichte gut folgen und sich mitreissen lassen. Der Sprach- und Schreibstil von Roman Rausch ist flüssig und man kann sich vieles bildhaft vorstellen. So bekommt man ein Leser einen Eindruck, wie es damals ausgesehen haben könnte im Taubertal oder in Würzburg. Die Geschichte zeigt die bettelarmen Dörfer, aber auch die Badestuben, in denen es sich die, die es sich leisten konnten, nicht nur zum Baden hinbegaben. Vor allem aber hat er es geschafft die Geschichte so zu erzählen, dass sie glaubhaft erscheint, dass es sich so abgespielt haben könnte. Fazit: Ein gut erzählte und mit Spannung versehene Geschichte rund um eine interessante Figur aus dem 15. Jahrhundert.

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Der falsche Prophet
von dorli am 23.03.2016

In seinem historischen Roman „Der falsche Prophet“ nimmt Roman Rausch den Leser mit auf eine Reise in das 15. Jahrhundert nach Franken und erzählt die Geschichte des Schafhirten und Spielmannes Hans Behem, dem „Pfeifer von Niklashausen“. Roman Rausch hat die historischen Ereignisse vom Frühjahr und Sommer 1476 in dem kleinen... In seinem historischen Roman „Der falsche Prophet“ nimmt Roman Rausch den Leser mit auf eine Reise in das 15. Jahrhundert nach Franken und erzählt die Geschichte des Schafhirten und Spielmannes Hans Behem, dem „Pfeifer von Niklashausen“. Roman Rausch hat die historischen Ereignisse vom Frühjahr und Sommer 1476 in dem kleinen fränkischen Dorf Niklashausen mit einer spannenden Geschichte verknüpft und ein umfassendes und glaubwürdiges Bild der damaligen Geschehnisse gezeichnet. Das ausgehende Mittelalter ist eine schwierige Zeit. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weit auseinander – die arme Bevölkerung wird von den Reichen drangsaliert und ausgebeutet. Das ist auch in Niklashausen nicht anders – die Unterdrückten lechzen nach besseren Zeiten, sehnen sich nach einem Weg aus ihrer Not. Hans Behem versteht die Menschen mit seiner fröhlichen Musik für sich einzunehmen. Diese Beliebtheit des unbedarften jungen Mannes will die gewiefte Freifrau Clarissa von Winterfeld für ihr politisches Intrigenspiel ausnutzen. Sie verspricht ihm für ein kleines Schauspiel eine fürstliche Belohnung. Hans geht darauf ein, erhofft sich eine bessere Zukunft für sich, seine Geliebte Elsbeth und sein ungeborenes Kind. Zu spät bemerkt Hans, dass er ausgetrickst wurde. Als Elsbeth stirbt, sinnt er auf Rache und verbündet sich mit dem Begarden Jeronimus, dem Dorfpfarrer Ulrich und der Bademagd Magdalena. Die Vier inszenieren ein „Wunder“, das überzeugend auf ihre Mitmenschen wirkt. Als Bote der Jungfrau Maria verspricht Hans den Armen Gerechtigkeit. Die Nachricht von dem Wunder, dass ein Ende der Knechtschaft verheißt, kommt gerade recht - die Menschen glauben Hans und ziehen ins Taubertal, um den „heiligen Jüngling“ sprechen zu hören. Roman Rausch macht es mir leicht, die Euphorie der Menschen damals nachzuvollziehen. Hans fasziniert die Massen, seine klaren Worte sind mitreißend. Kaum jemand stellt das angebliche Wunder, dass die heilige Mutter Gottes zu Hans gesprochen hat, infrage, zu groß ist der Wunsch nach Veränderung, nach einem Leben ohne Leid und Elend. Hans und seine Mitstreiter haben Erfolg - was als gut inszeniertes Schauspiel begonnen hat, wird zu einer ungeahnten Massenbewegung, wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht im ganzen Land. Doch der Erfolg hat auch Uneinigkeiten im Gepäck, die die vier Gefährten schon nach kurzer Zeit mehr und mehr auseinander driften lassen. Besonders gut gefallen hat mir, wie Roman Rausch die Wandlung des jungen Hans Behem schildert. Ein ungebildeter Spielmann und Herumtreiber, der aus dem Nichts kommt, der es versteht, den Menschen Hoffnung zu geben, dem sein kometenhafter Aufstieg zu Kopf steigt, der irgendwann seine eigenen Lügen glaubt, der sich schließlich unantastbar fühlt. Hans wird unvorsichtig und es kommt, wie es kommen muss: Er bezahlt teuer für seine aufrührerischen Reden. Auch das Verhalten der Bischöfe und Landesherren wird nachvollziehbar dargestellt. Diese beobachten die Vorgänge im Taubertal zunächst gelassen und rangeln darum, wer für die Angelegenheit zuständig ist. Erst als zigtausende Menschen nach Niklashauen strömen und der Schlachtruf „Schlagt die Pfaffen tot!“ immer lauter wird, greift die Obrigkeit ein. Mit Unterstützung eines Verräters aus Hans’ engstem Umfeld ist der Aufruhr schnell beendet und damit auch Hans’ Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. „Der falsche Prophet“ hat mir sehr gut gefallen. Ein historischer Roman, dem man die intensive Recherche anmerkt; ein Buch, das sehr realistisch den Aufstieg und Fall eines mittelalterlichen Revolutionärs dargestellt - empfehlenswert für Leser, die sich für die deutsche Historie interessieren.

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