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Der Fremde

Roman

(11)
«Mir wurde klar, dass ich das Gleichgewicht des Tages zerstört hatte, die außergewöhnliche Stille eines Strandes, an dem ich glücklich gewesen war. Da habe ich noch viermal auf einen leblosen Körper geschossen, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es ihm ansah. Und es war wie vier kurze Schläge, mit denen ich an das Tor des Unglücks hämmerte.»
Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation. Der Roman bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für Albert Camus und gilt heute als einer der Haupttexte des Existenzialismus.
Portrait
Am 7. November 1913 wurde Albert Camus in Mondovi/Algerien als Sohn eines elsässischen Landarbeiters und einer Spanierin geboren. 1932 begann er in Algier Philosophie zu studieren. Er erlitt wiederholt Tuberkuloseanfälle. Nach Theatertourneen mit der Truppe von Radio-Alger und dem Ausschluss vom Staatsexamen - aus gesundheitlichen Gründen - gründete er 1937 das "Théâtre de l'Equipe". Als Jornalist prangerte er die kolonialen Ungerechtigkeiten in Algerien an. 1939 meldete er sich als Freiwilliger für den Kriegsdienst, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. 1940 wurde er aus Algerien ausgewiesen und ging als Reporter der Zeitung "Paris-Soir" nach Paris. Noch im gleichen Jahr kehrte er nach Algerien zurück, zog aber 1942 wieder nach Frankreich, wo er der Widerstandsgruppe "Combat" beitrat. 1943 wurde er von "Combat" nach Paris geschickt, wo er als Lektor beim Verlag Gallimard arbeitete. Hier wurde er Mitbegründer der illegalen Zeitung "Combat". 1947 verließ er die inzwischen legale Zeitung, da das Blatt den Besitzer und die politische Linie wechselte. 1957 wurde er Direktor im Pariser Verlag Gallimard und erhielt den Nobelpreis für Literatur für seine "bedeutende literarische Schöpfung, die mit klarsichtigem Ernst die Probleme des menschlichen Gewissens in unserer Zeit beleuchtet". Der Schriftsteller, Dramatiker und Journalist starb am 4. Januar 1960 bei einem Autounfall in der Nähe von La Chapelle Champigny in Frankreich.
Uli Aumüller ist Übersetzerin, Journalistin und Filmemacherin. Seit 1978 übersetzt sie Belletristik, Hörspiele, Drehbücher, Theaterstücke aus dem Französischen und Englischen, u.a. Jean-Paul Sartre, Albert Camus, Milan Kundera und Siri Hustvedt. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane Scatcherd-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 157
Erscheinungsdatum 02.07.1997
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-22189-7
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 191/116/14 mm
Gewicht 130
Originaltitel L' Étranger
Auflage 72. Neuausg.
Verkaufsrang 8.169
Buch (Taschenbuch)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Ohnmächtig folgt man Camus in die unabwendbare Katastrophe. Ein fesselnder Bericht eines Mordes. Ohnmächtig folgt man Camus in die unabwendbare Katastrophe. Ein fesselnder Bericht eines Mordes.

Katharina Michalewicz, Thalia-Buchhandlung Ludwigsburg

Der einfache, unverschnörkelte Schreibstil Camus' ist gut zu lesen. Eine Geschichte über das Leben und unglückliche Zufälle. Der einfache, unverschnörkelte Schreibstil Camus' ist gut zu lesen. Eine Geschichte über das Leben und unglückliche Zufälle.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Aischa
von einer Kundin/einem Kunden am 22.12.2009

Ein Roman, so hart wie die Steine in der Wüste Nordafrikas, mit Passagen, so warm wie die Sonne, die die Geschichte durchdringt. Wer ist dieser „Fremde“? Das Werk, von Sartre hoch gelobt, entzieht sich fast der Deutung. Auch Meursault, die Hauptfigur des Werks, weigert sich, in einen gesellschaftskonformen Rahmen... Ein Roman, so hart wie die Steine in der Wüste Nordafrikas, mit Passagen, so warm wie die Sonne, die die Geschichte durchdringt. Wer ist dieser „Fremde“? Das Werk, von Sartre hoch gelobt, entzieht sich fast der Deutung. Auch Meursault, die Hauptfigur des Werks, weigert sich, in einen gesellschaftskonformen Rahmen gezwängt zu werden. „Vom Meer“ kommt „ein starker, glühender Hauch“. Er erschießt einen anderen, ihm fremden Menschen, und ihm ist, „als öffnete sich der Himmel in seiner ganzen Weite, um Feuer regnen zu lassen“ und er begreift, dass er „das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen eines Strandes zerstört hatte, an dem“ er „glücklich gewesen war“. "Der Fremde" ist ein junges Buch von einem jungen Autor. Es ist geschrieben im Bewusstsein der Absurdität, die zwischen dem Menschen mit seinen großen Fragen und der Welt, die ihm die Antworten schuldig bleibt, klafft. Wenn DU jetzt gerade jung bist, lies es!

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Mersault ... der Eigenbrötler
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 22.12.2006

Mersault - der Icherzähler dieses Romans - beginnt seine Geschichte mit dem Tod seiner Mutter. Er muss zu ihrem Begräbnis reisen, nimmt dort aber alles mehr oder weniger teilnahmslos zur Kenntnis. Genau dieser Schlag Mensch ist nämlich Mersault, jemand der keinen Ehrgeiz hat, der sich für keinen anderen interessiert,... Mersault - der Icherzähler dieses Romans - beginnt seine Geschichte mit dem Tod seiner Mutter. Er muss zu ihrem Begräbnis reisen, nimmt dort aber alles mehr oder weniger teilnahmslos zur Kenntnis. Genau dieser Schlag Mensch ist nämlich Mersault, jemand der keinen Ehrgeiz hat, der sich für keinen anderen interessiert, wohl auch jemand der keinen Sinn in seinem Leben sieht. Anders als Rieux in 'Die Pest', hat Mersault aus seinem Atheismus die Lehre gezogen, dass die Gottlosigkeit einer Sinnlosigkeit gleichkommt. Jedenfalls gerade von der Beerdigung zurückgekehrt stürzt sich Mersault in eine Beziehung, von Liebe kann da allerdings keine Rede sein. Völlig irrational erschießt Mersault in eingebildeter Notwehr danach einen Araber - er selbst ist ein Pied Noir - und dafür wird ihm der Prozess gemacht. Letztlich wird er aufgrund seiner Gottlosigkeit und seiner Lebenseinstellung zum Tode verurteilt werden und seine Lebensbeichte und -einstellung einem Priester erzählen. Die Person Mersault ist hervorragend gezeichnet, glaubwürdig und dennoch unbegreiflich. Stilistisch hat Camus ein wirklich gutes Werk geschaffen. Sprachlich jedoch hatte ich mit dem Werk allerdings ein riesiges Problem. Der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Mitvergangenheit - teilweise sogar innerhalb desselben Satzes - macht das Lesen schwierig, ja richtiggehend unangenehm. Dies ist wohl eher dem Übersetzer als Camus anzulasten, da sich die französische Grammatik hier grundsätzlich von der deutschen unterscheidet.

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Vertrauter Fremder
von Thomas Röthlisberger aus Bern am 04.08.2016

Vor ungefähr 25 Jahren habe ich «der Fremde» von Albert Camus gelesen. Als Pflichtlektüre im Französisch Unterricht im Gymnasium. Vom Inhalt ist mir nicht mehr viel im Gedächtnis geblieben. Dies liegt eher an meiner mangelhaften Sprachbegabung als an meinem Erinnerungsvermögen. Mit dem Französisch hatte ich immer zu kämpfen und... Vor ungefähr 25 Jahren habe ich «der Fremde» von Albert Camus gelesen. Als Pflichtlektüre im Französisch Unterricht im Gymnasium. Vom Inhalt ist mir nicht mehr viel im Gedächtnis geblieben. Dies liegt eher an meiner mangelhaften Sprachbegabung als an meinem Erinnerungsvermögen. Mit dem Französisch hatte ich immer zu kämpfen und es ist mir heute schleierhaft, warum ich damals den Roman nicht parallel zum Unterricht in Deutsch gelesen habe um die Geschichte besser verstehen zu können und um bei den anschliessenden Diskussionen nicht ahnungslos schweigen zu müssen. Geblieben ist mir das französische Wort für Leichenhalle – la morgue. Schon damals fand ich es belustigend, dass ich mir ein solch unwichtiges Wort besser merken konnte als andere. Die Sonne sei schuld gewesen, dass ein introvertierter Einzelgänger eines Tages einen Algerier grundlos am Strand erschiesst. Diese seltsame Ausrede hat mich damals weder befremdet noch begeistert. Ich war noch zu jung, um solche absurden Äusserungen auf irgend eine Art und Weise einordnen zu können. Es hat mich nicht interessiert. Frankreich und Algerien waren für mich weit weg. Als wohlbehüteter Gymnasiast waren existenzielle Fragen eher theoretischer Natur und hatten wenig mit meinem Leben zu tun. Insofern ist mir «der Fremde» fremd geblieben. Geblieben ist mir die Erinnerung an mühsame Diskussionen, die nie so richtig in Gang kommen wollten, weil wahrscheinlich auch alle anderen in der Klasse nur wenig damit anfangen konnten oder unsere Französischkenntnisse einfach nicht ausreichten um formulieren zu können, was wir dachten. Unsere Französischlehrerin, mit algerischen Wurzeln notabene, konnte sich noch so bemühen uns zum Reden zu animieren. Wir blieben stumm oder sagten nur, was sie von uns hören wollte. In dem Sinne warf sie Perlen vor die Säue. Und dann waren da noch die Zirpen, die grillten. Sie meinte natürlich Grillen, die zirpten, was nicht nur sie sehr lustig fand. Ich hatte keine Ahnung, was gute Literatur ausmacht. Literatur hatte mir noch nicht viel zu sagen, vor allem nicht auf Französisch. Von Albert Camus hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Auch ein Literaturnobelpreis konnte mich nicht beeindrucken. Und Pflichtlektüre blieb eine eher lästige Pflicht, welche per Definition irgend eine Form von Vergnügen ausschliesst. Zum Glück hat sich diese Einstellung bald geändert. Albert Camus wäre in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erscheint er und seine Bücher erneut in den Medien und brachte mich auf die Idee «der Fremde» noch einmal zu lesen. Diesmal jedoch auf Deutsch. (übersetzt von Uli Aumüller) Welch eine Offenbarung. Genau so muss gute Literatur sein. In kurzen aber präzisen Sätzen entwickelt der Autor seine Geschichte. Bereits im ersten von elf Kapiteln, auf Seite 10 erscheint die Leichenhalle - la morgue - und etwas später die zirpenden Grillen. Gerade durch die kurzen Sätze entsteht der Eindruck, dass zwischen den Zeilen noch viel mehr ausgesagt wird, als eigentlich geschrieben steht. Und auch weil die Geschichte relativ kurz ist, meint man, dass jeder Satz und jede Szene eine besondere Bedeutung haben muss. Die Geschichte schreit förmlich nach Interpretation, weil man sich permanent fragt, warum Albert Camus das so geschrieben hat, wie er es geschrieben hat. Erst die Interpretation von Wolfhard Keiser brachte mir einige neue Erkenntnisse, auf die ich selber nicht gekommen wäre. Die von Albert Camus gewählte Ich-Perspektive ist ein geschickter Schachzug. Ich als Leser lerne die Welt aus der Perspektive des Protagonisten kennen und kann als toleranter Mensch sogar gewisse Sympathien für ihn empfinden, auch wenn mir seine gleichgültige Lebenseinstellung fremd bleibt. In Konflikt gerate ich erst, als er zum sinnlosen Mörder wird. Darf ich einen Mörder sympathisch finden? Sogar während der Gerichtsverhandlung stehe ich eher auf der Seite des Angeklagten, weil die hilflosen aber erfolgreichen Erklärungsversuche des Staatsanwaltes mir zu absurd erscheinen und nicht der Wahrheitsfindung dienen. Es scheint so als ob wir das Sinnlose und Unerklärbare nicht ertragen könnten. «Der Mord war in keinem Augenblick ein Willensakt. Er entzog sich völlig menschlicher Einflussnahme und stellte gewissermassen ein von einem unerklärlichen Schicksal gesteuerten Ereignis dar.» Aber genügt diese Erklärung als Rechtfertigung eines Verbrechens? Über den Inhalt will ich nun aber nicht mehr verraten, als ich es bereits getan habe, da ich jedem sein eigenes Lesevergnügen gönne. Ich habe das dünne Büchlein in einem Zug in ca. vier Stunden durchgelesen. In der Schule brauchten wir mehrere Wochen dafür.

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"I'm alive. I'm dead. I'm the stranger." The Cure
von Nina Brennecke aus Bielefeld am 06.03.2013

Als The Cure-Hörer wurde ich auf diesen ohnehin renommierten Autor aufmerksam. The Cure-Sänger Robert Smith ließ sich durch dieses Buch zu dem umstrittenen (leider oft fehlinterpretierten) Song „Killing an arab“ inspirieren. Ein dummer Zufall lässt einen jungen Franzosen in Algerien zum Mörder werden. Der Franzose Meursault empfand, dass er das... Als The Cure-Hörer wurde ich auf diesen ohnehin renommierten Autor aufmerksam. The Cure-Sänger Robert Smith ließ sich durch dieses Buch zu dem umstrittenen (leider oft fehlinterpretierten) Song „Killing an arab“ inspirieren. Ein dummer Zufall lässt einen jungen Franzosen in Algerien zum Mörder werden. Der Franzose Meursault empfand, dass er das Gleichgewicht des Tages und die außergewöhnliche Stille eines Strandes, an dem er bisher glücklich gewesen war, zerstört hat. Überwältigt von seiner Umwelt erschießt er einen Mann am Strand. Von seinen Mitmenschen wird Meursault für seine Ehrlichkeit bezüglich seiner Gefühle verachtet. 1942 löste Albert Camus mit diesem Buch eine literarische Sensation aus. Dieses Buch sollte in keiner Büchersammlung fehlen.

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gewissenlos?
von Mehmet Düzgün aus Neuss am 22.02.2012

Was bedeutet Gewissen? Wie definiert sich der Glaube? In welchem inneren Verhältnis stehen wir zum Leben und darin zu unseren Mitmenschen? Und wer beurteilt die Antworten auf diese und weitere essentielle Fragen eigentlich? Lassen sich diese Beurteilungen dann objektiv und für die Allgemeinheit als gültig und maßgeblich verstehen? Camus'... Was bedeutet Gewissen? Wie definiert sich der Glaube? In welchem inneren Verhältnis stehen wir zum Leben und darin zu unseren Mitmenschen? Und wer beurteilt die Antworten auf diese und weitere essentielle Fragen eigentlich? Lassen sich diese Beurteilungen dann objektiv und für die Allgemeinheit als gültig und maßgeblich verstehen? Camus' Erzählung "Der Fremde" handelt von genau diesen Themen, in einfacher Sprache gehalten, aber von solcher Substanz, dass die Lektüre des Textes einen sprachlos aber zum Nachdenken bewegt zurücklässt. ..einfach genial!

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L'Étranger: eines der Frühwerke von Albert Camus
von Hartmut Zimmer aus Alzenau am 01.01.2011

Der seinerzeitige Camus-Rezensent Sartre hatte den "Fremden" und "Sisyphos" wechselseitig stark aufeinander bezogen. Dafür sprach schon alleine der Umstand, dass zwischen den beiden Erstveröffentlichungen Camus' nur wenige Monate lagen. Und doch bilden der philosophisch-literarische "Sisyphos" und der bildhafte "Fremde" -auch von ihrem Ideenspektrum her- nur zwei sich überschneidende Kreise.... Der seinerzeitige Camus-Rezensent Sartre hatte den "Fremden" und "Sisyphos" wechselseitig stark aufeinander bezogen. Dafür sprach schon alleine der Umstand, dass zwischen den beiden Erstveröffentlichungen Camus' nur wenige Monate lagen. Und doch bilden der philosophisch-literarische "Sisyphos" und der bildhafte "Fremde" -auch von ihrem Ideenspektrum her- nur zwei sich überschneidende Kreise. Richtig aber bleibt, dass sich der Ideenhintergrund des "Fremden" nach einer vorhergehenden Lektüre des "Sisyphos" leichter und vollständiger erschließt. Die vom Thema der Absurdität geprägte, dunkle Grundstimmung des "Fremden" könnte ansonsten (zumindest bezüglich seiner ersten Abschnitte) leicht als bloße, teils die Grenzen zum Komödiantischen und Grotesken überschreitende Ironie missverstanden werden. Den Roman Camus' kennzeichnet eine geniale sprachliche Leichtigkeit, die in starkem Gegensatz zu seinem "Sisyphos" steht. Etliche der später auch in der "Pest" erscheinenden Motive sind bereits im "L’Étranger" angelegt.

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für mich DAS BUCH schlechthin.
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 22.06.2007

es hat mich über alle masse geprägt, wie kein anderes. es ist unvergleichlich langweilig geschrieben und tut sich durch das fehlen jeglicher fühlbaren handlung im besonderen hervor. dieses buch ist entweder uninteressant, oder, im fall man sich darin wiederfindet, ernsthaft gefährlich. man wird nämlich bald auf der letzten seite... es hat mich über alle masse geprägt, wie kein anderes. es ist unvergleichlich langweilig geschrieben und tut sich durch das fehlen jeglicher fühlbaren handlung im besonderen hervor. dieses buch ist entweder uninteressant, oder, im fall man sich darin wiederfindet, ernsthaft gefährlich. man wird nämlich bald auf der letzten seite angelangt sein, den buchdeckel zuklappen und wissen, dass etwas fehlt - im buch, aber auch sonst. es wird alles sein wie zuvor, nur bewusster. und deshalb umso absurder.

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Klarheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Adelebsen am 08.07.2014

Der vorliegende Text beschreibt die Endlichkeit und Einfachheit der menschlichen Existenz. Er kann helfen, die eigene Wichtigkeit, die eigenen Ängste und Sorgen zu relativieren.

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Der Fremde
von Maus aus Nürnberg am 12.06.2016

Ein kurzer Roman über das Schicksal eines Menschen, dessen Leben durch eine unüberlegte Handlung komplett verändert wird. Erst als es zu spät ist, wird ihm der Wert des Lebens bewusst. Dieses Buch schildert die innere Einstellung der Hauptfigur zum Leben und den Ereignissen, die stattfinden vor und nach dem einschneidenden... Ein kurzer Roman über das Schicksal eines Menschen, dessen Leben durch eine unüberlegte Handlung komplett verändert wird. Erst als es zu spät ist, wird ihm der Wert des Lebens bewusst. Dieses Buch schildert die innere Einstellung der Hauptfigur zum Leben und den Ereignissen, die stattfinden vor und nach dem einschneidenden Vorfall und dessen Folgen. Leider ist mir der Sinn einiger Szenen in diesem Buch noch schleierhaft und ca. die erste Hälfte ist sehr langatmig und mit wenig Handlung. Mit dem dramatischen Schluss und der Wendung der Sichtweise kann sich der Leser aber in die Hauptfigur hineinversetzen.

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Sprachlos
von einer Kundin/einem Kunden am 15.01.2016

Ja, sprachlos hat es mich gemacht, dieses Buch. Ich kann und ich glaube ich will diesen Mersault nicht verstehen. Wie Camus einen Roman so voller Gleichgültigkeit und emotionaler Kälte schreiben konnte wird mir wahrscheinlich immer ein Rätsel bleiben. Da frage ich mich: wo beginnt das Leben und wo der... Ja, sprachlos hat es mich gemacht, dieses Buch. Ich kann und ich glaube ich will diesen Mersault nicht verstehen. Wie Camus einen Roman so voller Gleichgültigkeit und emotionaler Kälte schreiben konnte wird mir wahrscheinlich immer ein Rätsel bleiben. Da frage ich mich: wo beginnt das Leben und wo der Tod? Hat es wirklich mit unserem Herzschlag zu tun oder beginnt es schon im Kopf? Ich denke dieser Roman hat mir gefallen und mich gleichzeitig auch entsetzt!

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Furchtbar!
von Zitronenblau am 21.02.2008

Was soll an dem Buch so genial sein? Ich schieße in einen Leib, der längst tot ist und 10m entfernt herumliegt, die Leute lachen mich für diesen "Zufall" aus und am Ende werde ich mit dem Tode bestraft. Diese Revolte ist nicht gegen das Absurde, denn das einzige, das... Was soll an dem Buch so genial sein? Ich schieße in einen Leib, der längst tot ist und 10m entfernt herumliegt, die Leute lachen mich für diesen "Zufall" aus und am Ende werde ich mit dem Tode bestraft. Diese Revolte ist nicht gegen das Absurde, denn das einzige, das an Absurdität grenzt, ist der Protagonist selbst. Ich habe ehrlich Zweifel daran, dass so jemand, wie Meursault tatsächlich existiert. Zwar wird die Unfähigkeit jeglicher Innerlichkeit, Reflexion oder Wertung treffend auch im Schreibstil (karge Wortwahl, knapper Satzbau) vermittelt, jedoch ist der Mord letztlich ein Eingreifen durch den Protagonisten. Camus lässt es hier zwar offen, wie es zum "Zufall des Todes des Arabers" kommt, aber mir kommt es eher vor, als könne er die Konsequenz des Protagonisten nicht anders erklären. Daher scheint Meursault einfach nur ein existenzialistisches Experiment zu sein, aber wem bringt eine Darstellung einer Philosophie mit einem Charakter, der so wohl kaum existiert??? Ich bin hier nicht überzeugt. Vielleicht kann ich das Verhalten des Protagonisten auch nur einfach nicht verstehen. Das Ende mit der Empfängnis "für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt" ist nicht absurd, es ist logisch. Trotzdem mag ich Camus und seine Philosophies des Absurden, das Buch bekommt (auch aufgrund seines Status) 3 Sterne! Mehr auf gar keinen Fall, dafür gibt es m. E. keine hinreichend überzeugende Begründung... Kleiner Tipp: Perec - "Ein Mann der schläft" zum Thema Gleichgültigkeit und Absurdität der Revolte gegen das Absurde... Gelungenes Experiment! (Oder eben nicht...)

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0 1
von Michaela Gehrke aus Essen am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Meursault, sich und seiner Umwelt fremd, ermordet jemanden. Camus diskutiert die Frage der Schuld - war es die blendende Sonne, eine nicht existierende Moral, oder sein Anderssein?

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Camus' Durchbruch
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 26.04.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Im Jahre 1942 veröffentlicht, gehört "Der Fremde" von Albert Camus unumstritten zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Mit ihm gelang dem Autor nicht nur der schriftstellerische Durchbruch, er sorgte damit auch für eine Sensation im damals besetzten Frankreich. Der "Fremde" in diesem Buch ist ein junger Franzose namens Mersault.... Im Jahre 1942 veröffentlicht, gehört "Der Fremde" von Albert Camus unumstritten zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Mit ihm gelang dem Autor nicht nur der schriftstellerische Durchbruch, er sorgte damit auch für eine Sensation im damals besetzten Frankreich. Der "Fremde" in diesem Buch ist ein junger Franzose namens Mersault. Ein einfacher Büroangestellter, der in Algier das Leben eines gewöhnlichen Junggesellen führt. Mit ihm zusammen begeben wir uns zur Beerdigung seiner Mutter, verfolgen wir die beginnende Liebesaffäre mit Marie und werden Zeuge eines Mordes durch seine Hand an einem Araber samt abschließendem Prozess vor Gericht. Eine einfache Zusammenfassung einer Geschichte, die, so einfach sie sich auch anhört, einen Tiefgang aufweist, der erst bei näherem Blick ersichtlich wird. Mersault reagiert auf all diese Ereignisse nicht so, wie man es erwarten würde, denn er tut nichts, bleibt gleichgültig, verharrt in einer Passivität, welche Willen- und Hoffnungslosigkeit zeigt. Sein Leben scheint eine Abfolge von Banalitäten zu sein, da nichts und auch niemand seine Begeisterung weckt. Mersault lässt sich treiben, nimmt sein Schicksal hin, ohne Anteil daran zu nehmen und scheint seine Existenz nur aufgrund dieser Ziellosigkeit ertragen zu können. Der skurrile Mord am Araber ist somit dann auch nichts anderes als der Höhepunkt dieser persönlichen Tristesse. Verhaftung, Verhör, Gefängnis, Prozess. Sie bewirken keine emotionale Veränderung in Mersault, der bis zum Schluss von seiner moralischen Haltung nicht abweichen kann und will, und dafür schließlich, mehr noch als für seine Verbrechen, verurteilt wird. Albert Camus' Erzählung "Der Fremde" besticht durch einen nüchternen, leidenschaftslosen Ton, welcher die Charakterzüge des Ich-Erzählers widerspiegelt und es so wirken lässt, als würden die Ereignisse weniger geschehen, sondern vielmehr über die Seiten treiben. Und genau dies ist von fundamentaler Bedeutung für die Intention des Textes und seine später vieldiskutierte Beziehung zur Philosophie des Existentialismus. Das akribische Bemühen des Autors um stilistische Einfachheit führt dazu, dass die Geschichte sowohl dem Alltäglichen als auch dem Märchenhaften verhaftet zu sein scheint, und es letztendlich dem Leser überlassen bleibt, diese Mehrdeutigkeit zu entschlüsseln. Bei der Beschreibung des Protagonisten, der bar jeder konventionellen Selbstkontrolle handelt, legt Camus eine schier unerschütterliche Disziplin an den Tag. Und er malt dabei gleichzeitig eine erschreckende Vision von einem Leben, das erwartungs- und ereignislos zu verstreichen droht, das sinnentleert und ohne Inhalt ist. Es ist diese düstere Stimmung, diese grundlegende Gleichgültigkeit, welche mich nachdrücklich beeindruckt und beschäftigt hat. Und es stellen sich Fragen: Ist die Zielstrebigkeit und der Ehrgeiz der heutigen Zeit erstrebenswert? Gibt es für die Hoffnung einen Lohn im Jenseits? Letztendlich kann ich Christian Stahls Aussage nur unterschreiben, der sagt: "Man wird lange suchen müssen nach einem Roman, in dem eine Philosophie ähnlich elegant und überzeugend in Literatur verwandelt wird." Dem ist nichts hinzuzufügen. Insgesamt ist "Der Fremde" eine erschreckende, eine schöne, traurige und witzige Geschichte, welche die Grundlage für Camus' Sicht des Absurden darstellt - einen Begriff, den er in seinen späteren Werken aufgreifen und weiterentwickeln wird. Eine absolut lohnenswerte Lektüre und ein Klassiker, den man unbedingt gelesen haben darf. Mindestens einmal.

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Der Fremde
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 18.01.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Lakonisch und teilnahmslos präsentiert uns der Ich- Erzähler Meursault eine Bilderfolge von Alltagsereignissen, die sich in wenigen Tagen in seinem Leben abspielen: u.a. die Beerdigung der Mutter, eine Liebesaffaire, ein Ausflug zum Meer, wo er am Strand im Streit einen Araber erschießt, eine Tat, ausgelöst durch "das gleißende Licht... Lakonisch und teilnahmslos präsentiert uns der Ich- Erzähler Meursault eine Bilderfolge von Alltagsereignissen, die sich in wenigen Tagen in seinem Leben abspielen: u.a. die Beerdigung der Mutter, eine Liebesaffaire, ein Ausflug zum Meer, wo er am Strand im Streit einen Araber erschießt, eine Tat, ausgelöst durch "das gleißende Licht und die Hitze", wie er später bei der Gerichtsverhandlung aussagen wird. Bisher unempfindlich für die Realität, anerkennt Meursault während der Zeit im Gefängnis bis zu seiner Hinrichtung die Absurdität seines Lebens, erkennen wir als Leser die Botschaft des Romans: der ins Leben "geworfene" Mensch ist von vornherein zum Tode verurteilt, kann sich nur dagegen auflehnen, indem er diese Absurdität akzeptiert. Dieser Gedanke ist ein Aspekt der Existenzphilosophie, die besonders in Frankreich der 40er Jahre starke Beachtung fand und das Werk des Philosophen J. P. Sartre geprägt hat. Die Erzählung "L´ Etranger" des französischen Schriftstellers Albert Camus (1913- 1960) erscheint anlässlich des 50. Todesjahres des Autors in dieser Ausgabe bei Rowohlt; vielleicht können wir sie auch als "philosophischen Roman" bezeichnen. Camus hat ein ungewöhnlich bewegtes Leben geführt, war politisch sehr engagiert und ist seiner Auffassung von Humanismus immer treu geblieben. Als er 1960 bei einem Autounfall ums Leben kam, bezeichnete ihn Sartre als "eigenwilligen Humanisten" und Eugene Ionesco bekannte: " Wir hatten ihn, den Aufrechten, so nötig."

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Albert Camus l'étranger
von einer Kundin/einem Kunden aus Uitikon Waldegg am 13.03.2014
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Guten Tag, ich bin zweisprachig F & D aufgewachsen. L''étranger war damals Pflichtlektüre im Lycée cantonal von Porrentruy. Diese neuere deutsche Übersetzung gefällt mir sehr gut, sie ist flüssig und reflektiert die Aussage von A. Camus recht treffend, kommt aber nicht ganz ans französische Original im emotionalen an.

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