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Der Gast im Garten

Roman

(12)
Ein junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens. Es dauert nicht lange, bis sie es dabei beobachten, wie es sich inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume räkelt, mit Schmetterlingen und Libellen herumtollt und durch das Unterholz streift. Mehr und mehr öffnen sich die beiden dem unverhofften Gast, und bemerken dabei kaum, was die Katze tatsächlich für ihr Leben bedeutet – bis sie eines Tages verschwindet.
Ein Haus und ein Garten, anmutig in seiner aus der Zeit gefallenen Schönheit. Ein Paar, das einen neuen Anfang sucht. Eine scheue Katze, die die Freiheit liebt. Takashi Hiraide verzaubert den Leser mit einem poetischen, zutiefst ergreifenden Roman über die Liebe und die Zerbrechlichkeit des Lebens.
Rezension
"Sprache und Beschreibungen sind bedacht, elegant und wunderschön; vordergründig handelt Hiraides Roman von einer Katze, doch im Grunde geht es um Raum und Besitz."
The New York Times
Portrait
Ursula Gräfe, geboren 1956 in Frankfurt am Main, studierte Japanologie und Anglistik und arbeitet seit 1988 als Literaturübersetzerin. Sie hat u.a. Werke von R.K. Narayan, Haruki Murakami, Yasushi Inoue und Kenzaburo Oe ins Deutsche übertragen, ist Autorin einer Buddha-Biographie und Herausgeberin mehrerer Anthologien. Jedes Jahr verbringt sie einige Zeit in Asien, vor allem in Indien. Ursula Gräfe lebt in Frankfurt am Main. 
Takashi Hiraide, 1950 in Japan geboren, arbeitete als Verlagslektor, bevor er sich dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Gedichtbände und Essays veröffentlicht und unterrichtet an der Kunsthochschule Tama. Der Gast im Garten ist sein erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 133
Erscheinungsdatum 07.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17626-8
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 185/121/17 mm
Gewicht 256
Originaltitel Neko No Kyaku
Abbildungen farbige, schwarzweisse Abbildungen
Auflage 1
Verkaufsrang 92.083
Buch (gebundene Ausgabe)
14,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Eine poetisch-ruhige Auszeit aus der Hektik des Alltags!
von warmerSommerregen aus Essen am 17.05.2015

Ein junges, kinderloses Ehepaar braucht eine Auszeit von der Hektik, dem Lärm und Stress der Stadt, weswegen sie sich nach einem neuen Heim im Grünen, außerhalb von Tokio, umsehen. Und tatsächlich: Nach einer Weile des Suchens entdecken sie ein schönes und ruhiges Gartenhäuschen, welches von einem idyllischen Garten umgeben... Ein junges, kinderloses Ehepaar braucht eine Auszeit von der Hektik, dem Lärm und Stress der Stadt, weswegen sie sich nach einem neuen Heim im Grünen, außerhalb von Tokio, umsehen. Und tatsächlich: Nach einer Weile des Suchens entdecken sie ein schönes und ruhiges Gartenhäuschen, welches von einem idyllischen Garten umgeben wird und mieten es. Auch das alte Ehepaar, welches das Häuschen vermietet, ist glücklich mit den beiden, da sich diese weder Haustiere noch Kinder wünschen. Alles ist in ihrem neuen Heim harmonisch und sehr ruhig. Beinahe schon zu ruhig, denn irgendwie fehlt den beiden etwas… Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung kündigt er seinen Job, um selbstständig arbeiten zu können. Das Leben scheint an dem Paar vorbeizuziehen. Doch dann bekommen sie einen Gast im Garten: Eine kleine Katze, Chibi, kommt sie besuchen. Die Kleine ist sehr zierlich, hat weißes Fell mit runden rußschwarzen und hellbraunen Flecken, ist sehr schmal und klein und hat außergewöhnlich hübsche spitze Öhrchen. Zwar gehört die Katze dem Nachbarsjungen, doch schließt das Ehepaar Chibi schnell ins Herz. Deswegen richten sie dem Kätzchen einen Karton in ihrem Häuschen ein, damit sie einen schönen Platz zum Liegen hat, wenn sie in das Haus tappst. Jeden Tag wird Chibi ein wenig zutraulicher. Die beiden finden immer mehr Spaß daran, dieses zarte Wesen mit Makrelen zu füttern, mit ihm und dem Ball zu spielen, oder ihm einfach nur beim Herumtollen zuzusehen. Und so wird Chibi jeden Tag aufs Neue zum willkommenen Gast. Auf leisen Samtpfoten schleicht sie sich in das Leben des Paars. Doch als Chibi eines Tages fortbleibt, bemerken die beiden erst richtig, wie sehr ihnen die Katze ans Herz gewachsen ist und erkennen was für eine große Lücke sie hinterlässt. Es ist beeindruckend, wie ein kleiner Gast im Garten das eigene Leben derart auf den Kopf stellen kann und die gesamte Umgebeung aufblüht. Mit leiser und poetischer Sprache entführt Takashi Hiraide den Leser in einen wunderschönen Garten in Japan. Alles wird wunderbar detailverliebt beschrieben, sodass man sich die Pflanzen im Garten und die umherschwirrenden Libellen sehr genau vorstellen kann, aber besonders Chibi ist zum Greifen nah. Ihre Bewegungen, ihr Miauen, ihr Spielen- alles wird sehr sorgsam, aber keineswegs überladen oder gar kitschig, beschrieben. Auch das Glossar im Anhang ist sehr ansprechend, dort werden Hintergrundinformationen und Erklärungen zu japanischen Kleidungsstücken, Einrichtungsgegenständen und Ähnlichem gegeben. Ein weiteres Highlight sind auch die wunderschönen Illustrationen von Quint Buchholz! Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist wie eine kleine Meditation, wie ein Spaziergang in einem japanischen Teegarten, eine Auszeit vom Alltag! Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen, da es eine Atempause bietet und zeigt, wie bedeutsam und wunderschön die kleinen Dinge im Leben sind und wie man diese genießt. Diese Liebe zu den gewöhnlichen Kleinigkeiten sind sehr nachvollziehbar beschrieben. Man wird von Anfang an in diese positive, ruhige, leise und entspannte Welt gezogen. Und das ganze auf gerade einmal 133 Seiten- beeindruckend! Ein berührendes Buch von dem in den kleinen Dingen liegenden Glück und dessen Vergänglichkeit, welches ich absolut weiterempfehlen kann!

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Chibi - Der Gast im Garten
von oztrail am 05.04.2015

Die Gestaltung des Buches ist sehr gut gelungen. Die Zeichnungen am Cover und auch im Buch sind ganz zauberhaft und frischen das Buch auf. Die Geschichte ist sehr ruhig geschrieben, fast mystisch und doch auch traurig. Aber auch spannend ohne die Brutalität eines Krimis oder Thrillers. Man wollte es... Die Gestaltung des Buches ist sehr gut gelungen. Die Zeichnungen am Cover und auch im Buch sind ganz zauberhaft und frischen das Buch auf. Die Geschichte ist sehr ruhig geschrieben, fast mystisch und doch auch traurig. Aber auch spannend ohne die Brutalität eines Krimis oder Thrillers. Man wollte es gar nicht aus der Hand legen, sondern in einem lesen. Ein junges Paar, flieht erschöpft aus der Großstadt Tokio in ein Gartenhäuschen außerhalb der Großstadt. Eines Tages tauchte Chibi die "Kleine" auf, die von den Nachbarn adoptierte wurde, aber sehr viel Zeit im großen Garten verbrachte, indem das Gartenhäuschen stand. Obwohl das junge Paar keine Haustierte hatte, kam Chibi sehr oft zu ihnen ins Gartenhäsuschen und in den Garten, um zu spielen, sich auszuruhen. Die Geschichte ist so rührend geschrieben, wie keine Katzenfreunde zu Katzenfreunde werden. Um nicht vorzugreifen, sollte man den kurzen Roman selber lesen. Er macht auch ein bisschen nachdenklich, wenn man selbst eine Katze hat. Ich persönlich fand den Roman sehr gut.

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Vom flüchtigen Glück des Daseins
von einer Kundin/einem Kunden aus Mannheim am 02.04.2015

== Buchbeschreibung: == Ein junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens. Es dauert nicht lange, bis sie es dabei beobachten, wie es sich inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume räkelt,... == Buchbeschreibung: == Ein junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens. Es dauert nicht lange, bis sie es dabei beobachten, wie es sich inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume räkelt, mit Schmetterlingen und Libellen herumtollt und durch das Unterholz streift. Mehr und mehr öffnen sich die beiden dem unverhofften Gast, und bemerken dabei kaum, was die Katze tatsächlich für ihr Leben bedeutet – bis sie eines Tages verschwindet. Ein Haus und ein Garten, anmutig in seiner aus der Zeit gefallenen Schönheit. Ein Paar, das einen neuen Anfang sucht. Eine scheue Katze, die die Freiheit liebt. Takashi Hiraide verzaubert den Leser mit einem poetischen, zutiefst ergreifenden Roman über die Liebe und die Zerbrechlichkeit des Lebens. == Leseeindrücke: == Dieses Roman hat mich zuallererst aufgrund seines Covers begeistert: Ein Kätzchen, dass durch einer Gartenlandschaft streift und den aufrichtig seinen Blick auf den Leser richtet. Es handelt von einem Paar, dem die Freude am Dasein abhanden gekommen ist und als das Kätzchen Chibi sich in deren Garten nahe Tokio auftaucht, kehrt diese Freude und das Glücklichsein wieder zurück…. Dieser Roman ist sehr ans Herz gehend, poetisch und ergreifend verfasst. Fast eine Moral, die aus dieser Geschichte gezogen werden kann. Die 29 Kapitel verteilen sich auf 133 Seiten und lasen sich angenehm ruhig. Keine Spannung, dafür aber Ruhe und viele liebevoll skizzierte Bilder, die das Gelesene auflockern. Am Ende finden wir ein Glossar, welches uns japanische Begriffe verständlich erklärt. Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen! ©esposa1969

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Vom flüchtigen Glück des Daseins
von Jarmila Kesseler aus Mannheim am 02.04.2015

== Buchbeschreibung: == Ein junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens. Es dauert nicht lange, bis sie es dabei beobachten, wie es sich inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume räkelt,... == Buchbeschreibung: == Ein junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens. Es dauert nicht lange, bis sie es dabei beobachten, wie es sich inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume räkelt, mit Schmetterlingen und Libellen herumtollt und durch das Unterholz streift. Mehr und mehr öffnen sich die beiden dem unverhofften Gast, und bemerken dabei kaum, was die Katze tatsächlich für ihr Leben bedeutet – bis sie eines Tages verschwindet. Ein Haus und ein Garten, anmutig in seiner aus der Zeit gefallenen Schönheit. Ein Paar, das einen neuen Anfang sucht. Eine scheue Katze, die die Freiheit liebt. Takashi Hiraide verzaubert den Leser mit einem poetischen, zutiefst ergreifenden Roman über die Liebe und die Zerbrechlichkeit des Lebens. == Leseeindrücke: == Dieses Roman hat mich zuallererst aufgrund seines Covers begeistert: Ein Kätzchen, dass durch einer Gartenlandschaft streift und den aufrichtig seinen Blick auf den Leser richtet. Es handelt von einem Paar, dem die Freude am Dasein abhanden gekommen ist und als das Kätzchen Chibi sich in deren Garten nahe Tokio auftaucht, kehrt diese Freude und das Glücklichsein wieder zurück…. Dieser Roman ist sehr ans Herz gehend, poetisch und ergreifend verfasst. Fast eine Moral, die aus dieser Geschichte gezogen werden kann. Die 29 Kapitel verteilen sich auf 133 Seiten und lasen sich angenehm ruhig. Keine Spannung, dafür aber Ruhe und viele liebevoll skizzierte Bilder, die das Gelesene auflockern. Am Ende finden wir ein Glossar, welches uns japanische Begriffe verständlich erklärt. Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen! ©esposa1969

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Ein poetisches Stück!
von Tina Bauer aus Essingen am 30.03.2015

Ein wunderbarer Roman über die Freiheit, die Liebe und den Verlust. Als die Katze im Garten auftaucht, verheißt es anfangs nichts Gutes. Doch die Kleine wird schnell ins Herz geschlossen und das Leben dreht sich nicht mehr nur um das Pärchen selbst, die sich des eigenen Leben entfremdet haben,... Ein wunderbarer Roman über die Freiheit, die Liebe und den Verlust. Als die Katze im Garten auftaucht, verheißt es anfangs nichts Gutes. Doch die Kleine wird schnell ins Herz geschlossen und das Leben dreht sich nicht mehr nur um das Pärchen selbst, die sich des eigenen Leben entfremdet haben, sondern auch um alles um die beiden herum. Hiraide ist ein wahrer Poet und hat mit seinen kleinen Geschichten über die Katze Chibi ein bezauberndes Büchlein geschrieben, das sich wunderbar im Garten lesen lässt. Ein poetisches Stück!

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Wunderbares Buch
von Ritja am 11.03.2015

Takashi Hiraide hat ein wundervolles ruhiges und schönes Buch geschrieben. Schon das Cover hat mich als Katzenfreund angesprochen und neugierig gemacht. Das Bild ist kein klassisches Katzenfoto, sondern wirkt "verwaschen" und etwas fern und erzielt dadurch eine besondere Ausstrahlung. Innerhalb des Buches begleiten immer wieder neue Bilder die... Takashi Hiraide hat ein wundervolles ruhiges und schönes Buch geschrieben. Schon das Cover hat mich als Katzenfreund angesprochen und neugierig gemacht. Das Bild ist kein klassisches Katzenfoto, sondern wirkt "verwaschen" und etwas fern und erzielt dadurch eine besondere Ausstrahlung. Innerhalb des Buches begleiten immer wieder neue Bilder die Geschichte und unterstreichen das Erzählte und regen die Fantasie des Lesers an. Die Geschichte selbst wird ganz unaufgeregt erzählt. Wer die japanischen Autoren kennt, weiß das sie wunderbare Geschichtenerzähler sein können. Sehr detaillverliebt und entspannt werden die Hauptcharaktere und deren Umgebung beschrieben. Das Lesetempo wird langsamer und ruhiger, um ja kein kleines Detail zu verpassen bzw. zu überlesen. Die Figuren sind irgendwie etwas eigen und doch symphatisch. Sie nehmen den Leser bei der Hand und zeigen ihm ihr Leben. Hiraide hat sehr schön beschrieben, wie Tiere insbesondere Katzen, das Leben eines Menschen verändern und beeinflussen können. Katzen leben ihr ganz eigenes Leben und lassen evtl. den Menschen daran teilhaben. Sie geben den Lauf der Dinge vor und behalten stets ihren Willen und ihre Freiheit. Auch in dieser Geschichte zeigt es sich, dass der Mensch sich freiwillig der Katze in gewiser Art und Weise unterordnet. Das Buch entführt in eine entspannte Welt, in einen ruhigen "Raum" und lässt Platz zum Atmen und in sich kehren. Für mich ist es eine gelungene Kombination einer liebevollen Katzen-Menschgeschichte mit den tollen Illustrationen von Quint Buchholz.

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Klein und fein
von Karlheinz aus Frankfurt am 06.03.2015

Ein junges japanisches Paar zieht in ein kleines Gartenhaus. Sie erhalten immer wieder Besuch aus Nachbars Garten. Chibbi ist ein kleines scheues Kätzchen, die den beiden immer mehr ans Herz wächst, solange bis sie eines Tages einfach wieder aus ihrem Leben spurlos verschwindet. Der Autor liefert hier ein wunderbares, wenn... Ein junges japanisches Paar zieht in ein kleines Gartenhaus. Sie erhalten immer wieder Besuch aus Nachbars Garten. Chibbi ist ein kleines scheues Kätzchen, die den beiden immer mehr ans Herz wächst, solange bis sie eines Tages einfach wieder aus ihrem Leben spurlos verschwindet. Der Autor liefert hier ein wunderbares, wenn auch recht kurzes Buch mit seinen nur 133 Seiten, ab. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, durch die japanische Kultur und deren Begriffe geprägt. Zum besseren Verständnis ist im Anhang eine kurze Worterklärung vorhanden. Das Original ist bereits im Jahre 2001 in Japan erschienen. Die Handlung ist einfach und baut zusammen mit der Schreibweise und der japanischen Kultur eine unglaubliche Harmonie auf, die man so in dem Klappentext kaum erahnen konnte. Hierzu passend die wahrlich tollen Illustrationen/Bilder von Quint Buchholz, die dem Buch nochmals zusätzliche Tiefe geben und mich manchmal einfach nur ein paar Momente haben träumen und meinen Gedanken nachhängen lassen. Fazit: Ein kleines und wirklich wunderschönes Buch das mich vor allem durch den Tiefgang und die japanische Kultur überzeugen konnte.

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Der Gast im Garten
von Erika Ritterswürden aus Dorsten am 24.02.2015

Ein wunderschönes kleines Büchlein, mit liebevollen Bildern und eine wundervolle mit Gefühl geschriebene Geschichte. Der Schreibstil ist einfach hervorragend und in einer ganz ruhigen Art wird die Geschichte von dem Ehepaar Takashi Hiraide und dem scheuen Kätzchen Chibi erzählt. Obwohl das Ehepaar behauptet keine Katzenliebhaber zu sein, schließen... Ein wunderschönes kleines Büchlein, mit liebevollen Bildern und eine wundervolle mit Gefühl geschriebene Geschichte. Der Schreibstil ist einfach hervorragend und in einer ganz ruhigen Art wird die Geschichte von dem Ehepaar Takashi Hiraide und dem scheuen Kätzchen Chibi erzählt. Obwohl das Ehepaar behauptet keine Katzenliebhaber zu sein, schließen sie Chibi in ihr Herz. Mit voller Sehnsucht warten sie Tag für Tag auf ihr erscheinen. Bis eines Tages Chibi nicht mehr kommt.......... Die ganze Umgebung wird so genau und ausführlich erzählt das man sich alles sehr gut vorstellen kann. Als ob man selbst mit in dieser Geschichte mitten drin steht und alles wahr nimmt. Die Natur, die Stille und die Gerüche. Die ganzen Beschreibungen sind einfach voller Magie und verzaubern einen. Selten so ein schönes Buch gelesen! Ich kann es empfehlen!

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Stimmungsvolles, leises Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus %3B505031984854217 am 08.04.2015

Ein Pärchen im mittleren Alter hat sich eine kleines Haus etwas außerhalb Tokyos gemietet. Dort leben sie relativ farblos vor sich hin. Sie streiten sich nicht, sie streiten sich nicht mit den Nachbarn. Aber sie leben auch nicht richtig. Bis das Leben in Form einer kleinen Katze bei ihnen... Ein Pärchen im mittleren Alter hat sich eine kleines Haus etwas außerhalb Tokyos gemietet. Dort leben sie relativ farblos vor sich hin. Sie streiten sich nicht, sie streiten sich nicht mit den Nachbarn. Aber sie leben auch nicht richtig. Bis das Leben in Form einer kleinen Katze bei ihnen Einzug hält und langsam aber sicher alles verändert. Takashi Hiraide bildet mit seinem kleinen Roman, der mit wenigen Worten auskommt um eine atemberaubende Stimmung zu erzeugen, die Abgestumpftheit unserer Gesellschaft ab. Zwei Menschen, die einander haben und doch füreinander und für andere wortlos geworden sind, beginnen sich über ein scheinbar unbedeutendes Wesen - eine Katze - wieder zu spüren. Sie nehmen wahr und erleben, was um sie herum passiert. Und nicht nur das, sie reflektieren wieder, sich selbst aber auch andere. Mit wenigen Sätzen erzählt er uns, wie farblos das Leben ist, wenn wir uns nicht an andere knüpfen und uns von ihnen in ihre Leben knüpfen lassen. Die kleine Katze Chibi schleicht sich in so ein fade gewordenes Leben und mit ihrer bloßen Anwesenheit verändert sie so vieles in den Herzen der Menschen um sie herum. Takashi Hiraide zeigt uns - das Leben. Das Leben, das einfach - IST. Mit und ohne große Dramen, mit und ohne große Katastrophen. Das Leben fragt nicht, es hinterfragt nicht - es fließt und wir fließen für den Bruchteil eines Wimpernschlages mit. Ein kraftvolles Buch, das ganz ohne "Knuff" - "Bumm" - "Bäng" auskommt. Lesenswert!

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Samtpfötchen auf der Menschenseele
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 28.03.2015

In diesem Buch steckt mehr, als das unscheinbare Cover vermuten lässt. Eine Parabel vom kleinen, vielleicht wahrhaftigen Glück, könnte man sagen. Eine sehr leise und unspektakuläre Geschichte, ruhig und ohne jede Eile erzählt. Man hat von Beginn an das Gefühl, dass man etwas besonderes liest, etwas wichtiges für einen... In diesem Buch steckt mehr, als das unscheinbare Cover vermuten lässt. Eine Parabel vom kleinen, vielleicht wahrhaftigen Glück, könnte man sagen. Eine sehr leise und unspektakuläre Geschichte, ruhig und ohne jede Eile erzählt. Man hat von Beginn an das Gefühl, dass man etwas besonderes liest, etwas wichtiges für einen selbst. Man hält inne und lauscht. Es geschieht nicht wirklich viel in der Gartensiedlung, wenn man von außen darauf schaut, doch um so mehr geschieht zwischen den Zeilen. Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein? Verpasste Momente. Augenblicke des Glücks vergehen so oft unbemerkt. Alles hat seine Zeit, manches kehrt wieder, manches kann auch durch den Blick zurück nicht mehr einfangen. Ein junges Paar hat außerhalb Tokios ein kleines Gartenhaus gemietet. Es ist ihr Idyll, ihre Oase des Aufatmens. Eines Tages taucht eine kleine aufgeweckte Katze in ihrer Nachbarschaft auf – und bleibt. Alle Menschen um sie herum sind von „Chibi“ angetan. Für jeden von ihnen bedeutet der magische Streuner etwas anderes. Ablenkung, Entspannung, natürliche Freude. Jede Begegnung ist voller Zuneigung und Freiwilligkeit. Noch scheint es, als brauche „Chibi“ die Nähe der Bewohner. Doch dass es genau umgekehrt ist, bemerken diese erst viel später. Sie gehört niemandem, doch viele möchten sie besitzen. Für sich bleibt sie frei, ist einfach nur da. Sie erfüllt niemandes Erwartungen und ist dennoch in jedermann Herz. Und sie wird bleibende Spuren auf ihren Seelen hinterlassen. „Und durch den Spalt des leicht geöffneten Fensters zog Chibi fast unmerklich in unser Leben ein. Wie eine kleine Strömung wiederkehrt, Einfluss nimmt und so den Lauf des Schicksals bestimmt.“ S. 19 Zarte, fast wie dahin gehauchte Zeichnungen umrahmen die Handlung. Nicht wirklich greifbar und zerbrechlich wirkend, als könne ein Windstoß alles zerstören.

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Auf Samtpfoten mitten ins Herz
von Tovo aus Wunstorf am 08.03.2015

Als ich das Buch DER GAST IM GARTEN das erste Mal in den Händen hielt und den Klappentext las, ging mir der Gedanke durch den Kopf, ob das Buch hauptsächlich etwas für ausgesprochene Katzenliebhaber sein könnte, zu denen ich nicht zähle. Am Ende des Buches waren Restzweifel noch nicht... Als ich das Buch DER GAST IM GARTEN das erste Mal in den Händen hielt und den Klappentext las, ging mir der Gedanke durch den Kopf, ob das Buch hauptsächlich etwas für ausgesprochene Katzenliebhaber sein könnte, zu denen ich nicht zähle. Am Ende des Buches waren Restzweifel noch nicht ausgeräumt. Aber lesen Sie selbst. Ein junges Paar entflieht dem Lärm und der Hektik Tokios und mietet sich in einem ehemaligen Garten- und Teepavillon im Vorort Shinjuku ein. Beide sind berufstätig und sind sich darin einig, die vollkommene Ruhe ohne den Wunsch nach Kindern und Haustieren in ihrem kleinen Paradies draußen vor den Toren der Großstadt genießen zu wollen. Eines Tages schleicht sich eine in der Nachbarschaft zugelaufene Katze in ihr Leben und wird mit jedem Besuch für beide mehr zum Mittelpunkt des Denkens, Fühlens und Handelns. Wie sehr Chibi, übersetzt die ‚Kleine‘, lieb gewonnener Gast, Freund und Begleiter für das junge Paar geworden ist, offenbart sich, als Chibis Besuche plötzlich von einem Tag zum anderen ausbleiben. Wenn ein Lektor einen Roman schreibt, dann wird dieser Seitenwechsel besonders aufmerksam beobachtet. Takashi Hiraide hat mit DER GAST IM GARTEN zwar seinen ersten Roman veröffentlicht, er hat aber bereits vor Aufnahme seiner Lektoratstätigkeit mehrere Gedichtbände publiziert. Fragen, die ich mir vor Lesebeginn gestellt habe: Merkt man dem Roman an, dass er von einem Lektor verfasst wurde? Gelingt die Umstellung von kritischem Lesen, Begleiten und Korrigieren auf kreatives Schreiben? An Phantasie und Kreativität mangelt es dem Autor nicht, die allerdings manchmal für meinen Geschmack etwas technisch-obskure Züge annimmt wie bei der Camera obscura durch ein Loch im Zaun oder der Höhenabschätzung des Keyaki-Baumes durch Triangulation. Der Schwerpunkt des Romangeschehens liegt auf dem Mikrokosmos, der menschliches Leben umgibt. Beschreibung des Gartens, der Pflanzen und Tiere im Garten. Der Mensch ist Beobachter und erfreut sich am Geschehen. Dazu passen das kleine Taschenformat des Buches und die Illustrationen von Quint Buchholz. Die Sprache und Erzählweise dieses Werkes lässt die Heimat des Autors in Lyrik und Poetik erkennen, woran ganz sicher auch die renommierte Übersetzerin Ursula Gräfe ihren Anteil hat, die u.a. die Werke vom mehrfach für den Literatur-Nobelpreis nominierten japanischen Schriftsteller Haruki Murakami übersetzt. Insgesamt ist der GAST IM GARTEN nach meinem Empfinden eine gelungene Komposition aus stimmiger Haptik, schönen Illustrationen und einer Ruhe vermittelnden Schreibe mit autobiografischen Elementen, die mich allerdings nicht restlos überzeugt und mitgerissen hat. Vielleicht fehlte mir dazu die bereits selbst gewonnene Erfahrung einer solchen Eroberung und Vereinnahmung auf Samtpfoten.

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Kleine Flucht aus dem Alltag
von einer Kundin/einem Kunden aus Osterode am 22.03.2015

Der Gast im Garten- Takashi Hiraide Takashi Hiraide beschreibt in seinem neuen Buch "Der Gast im Garten" ein Paar, dass von dem Großstadttrubel in den Vorort flüchtet. Sie brauchen eine Auszeit. Viel Arbeit, Stress und Unruhe haben bisher ihr Leben bestimmt. Jetzt mieten sie sich bei einer älteren Dame in... Der Gast im Garten- Takashi Hiraide Takashi Hiraide beschreibt in seinem neuen Buch "Der Gast im Garten" ein Paar, dass von dem Großstadttrubel in den Vorort flüchtet. Sie brauchen eine Auszeit. Viel Arbeit, Stress und Unruhe haben bisher ihr Leben bestimmt. Jetzt mieten sie sich bei einer älteren Dame in ein Gartenhaus ein, denn zum Kauf eines Eigenheims haben sie kein Geld. Eines Tages schleicht sich nun ein kleine Nachbarskatze in das Leben des Paares und krempelt diese gehörig um. Plötzlich finden Sie ihre Ruhe und beschäftigen sich mit viel Liebe und Ausdauer mit der Katze. Sie beobachten sie bei ihren Streifzügen und füttern die liebevoll mit gebratenen Makrelen. Doch eines Tages verschwindet die kleine Chibi. Dieses Buch umfasst insgesamt 133 Seiten und lässt sich blitzschnell zwischendurch weg lesen. Es ist nicht nur etwas für Katzenliebhaber, sondern für alle die mal für einen kurzen Zeitraum des stressigen Alltags entfliehen möchten. Das Buch ist liebevoll illustriert mit sehr schönen Bildern, die die Natur und die kleine Chibi zeigen. Leider konnte ich diesem Buch nicht wirklich viel abgewinnen, außer das es eine gelungene Ablenkung aus dem Alltag war. Daher gibt es diesmal nur 3 Sterne.

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Wunderbare poetische Geschichte
von zauberblume am 01.05.2016
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"Der Gast im Garten" von Takashi Hiraide ist der äußerst gelungene Debütroman dieses japanischen Autors. Der Roman wird noch von traumhaften, gefühlvollen Bildern des rennomiertesten deutschen Buchillustrators Quint Buchholz vervollständigt. Ein ansprechendes Gesamtwerk. Und nun die Geschichte. Der Inhalt: Ein junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus... "Der Gast im Garten" von Takashi Hiraide ist der äußerst gelungene Debütroman dieses japanischen Autors. Der Roman wird noch von traumhaften, gefühlvollen Bildern des rennomiertesten deutschen Buchillustrators Quint Buchholz vervollständigt. Ein ansprechendes Gesamtwerk. Und nun die Geschichte. Der Inhalt: Ein junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens. Es dauert nicht lange, bis sie es dabei beobachten, wie es sich inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume räkelt, mit Schmetterlingen und Libellen herumtollt und durch das Unterholz streift. Mehr und mehr öffnen sich die beiden dem unverhofften Gast, und bemerken dabei kaum, was die Katze tatsächlich für ihr Leben bedeutet – bis sie eines Tages verschwindet. Schon zu Beginn des Buches taucht man in eine andere fremde Welt ein. Und des Leser überkommt eine unglaubliche Ruhe. So eine Ausstrahlung hat das Geschriebene auf mich. Der Autor hat einen äußerst berührenden poetischen Schreibstil der den Leser wirklich berührt. Und erst die Geschicht dieser besonderen Katze Chibi. Eine scheue Katze, die dann Einzug im Leben dieses Paares hält, dem die Freude abhanden gekommen ist. Und man spürt beim Lesen, wie langsam die Lebensfreude wieder zurückkehrt. Der idyllische Garten, der an das gemiete Häuschen grenzt, erscheint mir manchmal wie ein Zauberwald. Dem Autor gelingt es, den Leser völlig einzufangen. Man bekommt auch einen Einblick in das Leben einer fremden Kultur. Ich habe diesen Ausflug sehr genossen. Das auf mich etwas melancholisch wirkende Cover hat einen besonderen Reiz. So stelle ich mir den verträumten Garten vor und mittendrin die stolze Chibi. Ein herrliches Buch zum Entspannen und Genießen. Gerne vergebe ich 5 Sterne.

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Takashi Hiraide : Der Gast im Garten
von Hotel aus Ostfriesland am 04.01.2016
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch-Download

Hier hat eine Autorin in einem kleinen Büchlein zu einem wirklich souveränen Stil gefunden. Der Gast im Garten ist eine ebenso realistische wie poetische Geschichte und etwas besonderes, und wirklich beeindruckend ist die Fähigkeit der Autorin, in ein neues Gebiet einzutauchen und nicht nur sehr geschickt zu recherchieren, sondern... Hier hat eine Autorin in einem kleinen Büchlein zu einem wirklich souveränen Stil gefunden. Der Gast im Garten ist eine ebenso realistische wie poetische Geschichte und etwas besonderes, und wirklich beeindruckend ist die Fähigkeit der Autorin, in ein neues Gebiet einzutauchen und nicht nur sehr geschickt zu recherchieren, sondern aus den Ergebnissen der Recherche etwas höchst Eigenständiges, Faszinierendes zu entwickeln. Mich begeistert die zurückhaltende schnörkellose schöne Sprache, transportiert der Roman das für mich „typisch“ japanische Wesen. Zuerst hatte ich Angst, dass ich mit einem Buch konfrontiert werde, dass kulturell zu weit hergeholt wäre, da die Autorin Japanerin ist und ich schon öfters Übersetzungen aus dem Japanischen gelesen hatte, die oftmals im Deutschen untergegangen sind. So allerdings nicht bei diesem Buch, man hatte stets das Gefühl, dass alles verständlich ist und sich keine Ungereimtheiten eingeschlichen haben. Allerdings, kann die Autorin, aufgrund ihrer Sinnbilder trotzdem nicht verbergen, dass sie aus dem fernen Osten kommt. Es ist eine Geschichte, die zu Beginn trotz ihres poetischen Stils recht realistisch anmutet. Doch je weiter sie fortschreitet, umso unerklärlicher und seltsamer wirkt das Geschehen und Takashi Hiraide übt sich zumeist in bescheidener Zurückhaltung, verweilt aber auch gern in bedeutungsschwangeren Situationen und malt für den gewogenen Leser so Bilder von hoher Prägnanz. Die Geschichte ist geprägt von bildhaften und vielsagenden Metaphern, den jeweiligen Situationen und die Unwägbarkeit des Seins sind eng miteinander verknüpft und umschlängeln sich unaufhaltsam während die Geschichte voranschreitet. So ist es naheliegend, dass die Zahl der Akteure und Schauplätze recht überschaubar ist, mehr braucht es aber auch nicht, denn der Schwerpunkt liegt hier ganz klar bei der Feinsinnigkeit und Poesie. Es gab kaum Stellen in der Geschichte, wo man nicht weiterlesen wollte oder man das Interesse verlor. Grundsätzlich baut sich das Interesse für die Geschichte und Charaktäre aufgrund ihrer Eigenheiten und Gemeinsamkeiten auf. Dabei handelt es sich um die typischen Figuren eines jeden Romans von japanischen Autoren - Jung, durchschnittlich und erfolgreich. Aber auch oft in einer Phase von persönlichen Krisen und seltsam passiv in der Interaktion mit ihrer Umwelt. Sie treiben durch die Geschichte und werden von persönlichen Dämonen ihres Lebens verfolgt. Der Leser darf so tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der jeweiligen Protagonisten eintauchen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Phantasma zusehends und es entsteht langsam eine mystische Parallelwelt irgendwo im Schnittpunkt aus Illusion und Wirklichkeit. Der Leser identifiziert sich sehr schnell mit den Protagonisten und bleibt in ihnen,auch wenn die gesamte Geschichte strukturell sehr stringent im erzählerischen Wechsel der beiden Protagonisten aufgebaut ist und man den Ausgang des Ganzen am Anfang bereits ahnt, ist das was dazwischen auf den einzelnen Seiten passiert so spannend präsentiert, dass man das Buch am liebsten in einem Rutsch - beziehungsweise in einem Rausch - durchlesen möchte. Das Buch fesselt von der ersten bis zur vorletzten Seite mit grandiosen Ideen, einem fesselndem Erzählstil und wunderbaren Gleichnissen. Die blumige Sprache von Takashi Hiraide macht dabei immer wieder deutlich, das der Weg das Ziel ist.

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Ruhige Geschichte aus dem japanischen Alltag.
von kvel am 02.02.2016
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Inhalt: Ein ca. 40-jähriges, kinderloses Pärchen lebt in Tokyo in einem kleinen Häuschen mit einem hübschen Garten. Eines Tages kommt ein kleines Kätzchen vorbei und nähert sich im Laufe der Zeit an: es kommt über den Garten in die Wohnung; die beiden Eheleute freunden sich mit dem niedlichen Kätzchen an und... Inhalt: Ein ca. 40-jähriges, kinderloses Pärchen lebt in Tokyo in einem kleinen Häuschen mit einem hübschen Garten. Eines Tages kommt ein kleines Kätzchen vorbei und nähert sich im Laufe der Zeit an: es kommt über den Garten in die Wohnung; die beiden Eheleute freunden sich mit dem niedlichen Kätzchen an und es bilden sich feine Bande zwischen allen. Meine Meinung: Dies ist eine sehr ruhig erzählte, zarte Geschichte, die Geschehnisse aus dem Alltag des japanischen Pärchens erzählt. Das Literaturgefühl des Autor spürt man aufgrund der Wortwahl und des Sprachstil und hat mir sehr gut gefallen. Die Schilderungen beziehen sich nicht auf große Höhen oder Tiefen des Alltags oder des Gefühlslebens. Dennoch ist die Geschichte keinesfalls langweilig. Die gesprochene Version der Geschichte hat mir sehr gut gefallen; der Sprecher mit seiner sehr ruhigen und angenehmen – eher unaufgeregten - Stimme passt sehr gut zu dieser Erzählung; und war ebenfalls nie langweilig. Die Ruhe und Detailliertheit der Geschichte hat mir sehr gut gefallen – aber so richtig ans Herz ist sie mir nicht gegangen; deshalb finde ich die Erzählung schon sehr gut und würde sie auch weiterempfehlen, würde aber dennoch nur gute drei Sterne vergeben. Hint: Auf der Innenseite des kleinen Booklets ist ein Glossar mit Erklärungen zu einigen japanischen Begriffen. Fazit: Ruhige Erzählung ohne große Aufregung.

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