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Der Geranienmann

Ein Düsseldorf-Krimi

(3)

Johannes Wittjer betreibt eine illegale Gen-Datenbank. Er sammelt so viele DNA-Proben wie möglich, um sie zu analysieren und das Ergebnis präzise zu interpretieren. Damit hilft er u.a. der Polizei bei der Verbrechensaufklärung. Doch dann findet er einen abgetrennten Kopf in seinem Labor. Jemand weiß von seinen Geschäften. Jemand, der ihm mit aller Macht die Schattenseiten der Gentechnik aufzeigen will und dafür auch vor Mord nicht zurückschreckt.

Portrait

Rainer Kurlemann, geboren 1966 in Ibbenbüren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Als promovierter Naturwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist hat er die Entwicklung der Gentechnik jahrelang beobachtet. Nun hat er sich davon zu seinem packenden Krimidebüt »Der Geranienmann« inspirieren lassen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 248
Erscheinungsdatum 23.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95400-669-4
Verlag Sutton
Maße (L/B/H) 196/126/25 mm
Gewicht 259
Auflage 1
Verkaufsrang 44.730
Buch (Paperback)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Gene verraten alles
von Fredhel am 12.05.2016

Das Krimidebüt "Der Geranienmann" von Rainer Kurlemann spielt im schönen Düsseldorf. Johannes Wittjer und seine Freundin Henrike, die Biologieprofessorin, haben sich der Genforschung verschrieben. Henrike züchtet neben leuchtenden Schafen auch Geranien, die sie erfolgreich mit Hanf gekreuzt hat, wohingegen Johannes die umfangreichste Gen-Datenbank der Welt besitzt, die auch schon... Das Krimidebüt "Der Geranienmann" von Rainer Kurlemann spielt im schönen Düsseldorf. Johannes Wittjer und seine Freundin Henrike, die Biologieprofessorin, haben sich der Genforschung verschrieben. Henrike züchtet neben leuchtenden Schafen auch Geranien, die sie erfolgreich mit Hanf gekreuzt hat, wohingegen Johannes die umfangreichste Gen-Datenbank der Welt besitzt, die auch schon mal gern von der Polizei oder vom russischen Präsidenten in Anspruch genommen wird. Auf der einen Seite wird die Genforschung und ihre Möglichkeiten mit leichter witziger Feder dargestellt, aber die Schattenseiten werden nicht verschwiegen: Kinder, die nicht zum Lifestyle Image passen oder die kleinste Spur einer Erbkrankheit als Karrierekiller, machen den Leser schon nachdenklich. Rainer Kurlemann gelingt mit seinem Krimi eine Gratwanderung zwischen den Genres Wissenschafts- und Cosykrimi. Zwar gibt es auch hier grausig geköpfte Leichen, aber ebenso einen mörderischen Hecht zwischen Leuchtfischen. Eine Spur Humor zieht sich als roter Faden von der ersten Seite an durchs Geschehen, gleitet aber nie ins Lächerliche hinab. Der Spannungsbogen wird gekonnt aufrecht erhalten, denn erst auf den letzten Seiten ergibt sich der Zusammenhang zwischen den makaberen Inszenierungen. Mich jedenfalls hat der Geranienmann begeistern können und ich warte gespannt auf weitere Bücher von Rainer Kurlemann.

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Wo ist die Grenze zwischen Fluch und Segen?
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 20.04.2016

Rainer Kurlemann hat mich mit seinem „Der Geranienmann“ an das brisante Thema Gentechnik gewagt, dies toll dargestellt und darum einen vielschichtigen, komplexen und höchst spannenden Krimi gewebt. Ich habe die Seiten nur so verschlungen. Die Geschichte beginnt mit einer Begegnung der unheimlichen Art. Ein Mann fährt betrunken vom Stammtisch... Rainer Kurlemann hat mich mit seinem „Der Geranienmann“ an das brisante Thema Gentechnik gewagt, dies toll dargestellt und darum einen vielschichtigen, komplexen und höchst spannenden Krimi gewebt. Ich habe die Seiten nur so verschlungen. Die Geschichte beginnt mit einer Begegnung der unheimlichen Art. Ein Mann fährt betrunken vom Stammtisch nach Hause und plötzlich steht ein leuchtendes Schaf mitten auf der Straße. Kein Alkoholwahn, sondern Johannes Wittjer ist ein genverändertes Schaf abgehauen. Eigentlich nur ein Hobby des Gentechnikers, der in Deutschland aufgrund der Gesetze nur illegal arbeiten kann. Teilweise mittels Hackerprogramme sammelt er weltweit DNA-Proben und so wird seine illegale Gen Datenbank im Minutentakt immer umfassender. Zusätzlich hat er sich sein eigenes, mit teuersten Geräten ausgestattetes Labor eingerichtet. Er hat die Möglichkeit DNA Proben abzugleichen, was auch Walter Karnatsch von der Kripo zu schätzen weiß und ihm zwar nicht auf ganz legalem Wege aber immerhin zur besten Aufklärungsquote verhilft. Da das Ganze aber auch finanziert sein will, bietet er seine DNA- Analysen auch ausgewählten Kunden an. Als neben dem Kunstmuseum eine geköpfte Leiche auftaucht, kann Wittjer dem Kripomann helfen. Als dann aber weniger später in seinem Labor ein abgetrennter Kopf auftaucht, geht es nicht mehr nur darum, Karnatsch bei seinen Ermittlungen zu helfen, sondern Wittjers Haut ist in Gefahr. Wer weiß von seinem illegalen Labor, wer will ihm hier seine Geschäfte und sein Forschung sabotieren? Der Krimi fängt eher gemütlich an. Man lernt Wittjer und seine Bekannte Henrike, die Professorin für Biologie, kennen, erfährt von deren gemeinsamen Schaf- und Geranienexperimenten. Man lernt seine Auftraggeber kennen und bekommt somit einen Einblick in seine Arbeit. Auch wenn krimitechnisch die Spannung anfangs noch nicht so hoch war, habe ich die Seiten gebannt gelesen, weil mich die Darstellung rund um Gentechnik begeistert und gefesselt hat. Als dann ein von Wittjer identifizierter Mann brutal erschossen wird, eine weitere geköpfte und ausgebrannte Leiche und schließlich noch der abgetrennte Kopf auftauchen, überschlagen sich die Ereignisse fast. Russische Auftraggeber setzen ihn unter Druck und der Postkasten von Prof. Franziska Dorllin, eine Spezialistin für Zukunftsforschung, die auf seine Dienste zurückgreift, brennt. Die Spannung hat von Seite zu Seite zugenommen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, mein Kopf hat fast geraucht, weil ich unbedingt hinter die Zusammenhänge kommen wollte. Die Auflösung ist im Nachhinein so einleuchtend und ich habe mich fast geärgert, dass ich beim Lesen nicht schon viel früher darauf gekommen bin. Der Autor hat mich mehr als gekonnt an der Nase herumgeführt, aber so muss guter Krimi sein. Total begeistert bin ich von der Darstellung rund um das Thema Gentechnik. Was ist anderswo erlaubt? Glo Fische, die leuchtenden Prachtexemplare gibt es wirklich und auch Leuchtschafe sind bereits gezüchtet. Der Autor hat die Möglichkeiten und den Missbrauch einer solchen Datenbank auf eindrückliche, teilweise erschreckende Art und Weise dargestellt. Werden Topmanger und Profifußballspieler in Zukunft nach günstiger DNA ausgesucht? Kann man bald ein Art Katalogkind in Auftrag geben bzw. z.B. rothaarige, adipöse Kinder aussieben? Diese Gedankenspiele haben mich wirklich schockiert und auch betroffen gemacht. Gut hat mir gefallen, dass es auch humorvoll dargestellte Dinge gibt, wie z.B. die Geranien, die Hasch Gene enthalten, allerdings mit ihrem kleinen Schönheitsmakel das Gespött der Nachbarn auf sich ziehen. Die Charaktere sind interessant dargestellt. Wittjer, der klar hier illegale Forschungen betreibt, scheint die Konsequenzen seines Tuns nicht wirklich zu bedenken. Mir ist er so vorgekommen, wie wenn er in einer Art Wahn wäre. Er ist getrieben vom Gedanken, die beste und umfassendste Datenbank zu erstellen, dass er meiner Meinung nach einfach weder rechts noch links und schon gar nicht zurück blicken mag. Jedoch hat er auch eine verletzliche Seite und die Freundschaft zu Henrike bedeutet ihm sehr viel. Die Forscherin experimentiert mit Pflanzen und steht seiner Datenbank eher kritisch gegenüber. Absolute Hassfigur war für mich Prof. Dorllin, eine Frau mit nicht einem Funken an Gewissen und Feingefühl. Kommissar Karnatsch, der sich von seiner Frau nach einer wohl unglücklichen Ehe getrennt hat, war mir sympathisch. Auch die Nebendarsteller sind toll gezeichnet, bei einer Inderin angefangen, die aufgrund ihrer schlechten Zukunftsdiagnose lieber den Freitod wählt, über den brutalen, gefühlskalten Vergewaltiger, den Wittjer entlarven kann, bis hin zur Schauspielerin, die gewissenlos ihre Kinder aussortiert. Der Sprachstil ist anschaulich und locker, leicht zu lesen. Trotzdem ist das kein Krimi, den man mal schnell so zum Entspannen weg liest, sondern man ist durch die komplexe Handlung gefordert. Das Thema Gentechnik lässt einen viel grübeln und macht betroffen und nachdenklich. Düsseldorf Krimi, diesen Untertitel hat sich „Der Geranienmann“ durch Beschreibungen der Umgebung ebenfalls wie seine 5 Sterne in der Bewertung verdient.

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Gelungenes Krimi-Debüt zu einem aktuellen Thema - Gut recherchiert und überzeugend umgesetzt
von ech am 29.07.2016

Johannes Wittjer betreibt in Düsseldorf eine illegale Gen-Datenbank, mit deren Hilfe er für verschiedene Auftraggeber Informationen sammelt und liefert. Auch die Polizei bittet ihn immer wieder um Hilfe, ohne genau zu wissen, aus welchen Quellen die Informationen wirklich stammen. Auch bei einem brutalen Mord im Düsseldorfer Hofgarten kann er... Johannes Wittjer betreibt in Düsseldorf eine illegale Gen-Datenbank, mit deren Hilfe er für verschiedene Auftraggeber Informationen sammelt und liefert. Auch die Polizei bittet ihn immer wieder um Hilfe, ohne genau zu wissen, aus welchen Quellen die Informationen wirklich stammen. Auch bei einem brutalen Mord im Düsseldorfer Hofgarten kann er schnell die entscheidenen Hinweise zur Verhaftung des Mörders liefern. Doch plötzlich geraten er und seine Mitarbeiter und Freunde ins Visier eines Unbekannten, der mit aller Macht die Schatten der Genforschung aufzeigen will und dabei auch vor Mord nicht zurückschreckt. Bald steht nicht nur die berufliche Exixtenz von Wittjer auf dem Spiel, sondern auch sein Leben ... Rainer Kurlemann gelingt hier ein überzeugendes Krimi-Debüt, das sich sehr ausgewogen mit dem Thema Genforschung auseinandersetzt. Während die Hauptfigur Johannes Wittjer und sein Team dem Thema doch ausgesprochen unkritisch gegenüberstehen und nur die Möglichkeiten sehen (wollen), die durch die Forschung entstehen, werden an einigen Nebenfiguren des Buches auch die Risiken und die Möglichkeiten zum Mißbrauch der erlangten Informationen mehr als deutlich aufgezeigt. Das Buch besticht durch eine gute Recherche, man merkt, das der Autor weiß, worüber er schreibt. Es gelingt ihm dabei, die nötigen Informationen zum Thema Genforschung gut in die Krimihandlung zu integrieren, ohne die Spannung der Geschichte aus den Augen zu verlieren.

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