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Der Geruch von Häusern anderer Leute

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Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in große Gefahr. Und trifft auf Alyce …
Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher, versuchen einander zu retten. Und wenn man es am wenigsten erwartet, gelingt es.
Rezension
lyrisch, berauschend, wird bei Lesern jeden Alters lange nachklingen, Publishers Weekly
Portrait

Bonnie-Sue Hitchcock ist in Alaska geboren und aufgewachsen. Sie war viele Jahre mit ihrer Familie in der Fischerei tätig und zog ihre Kinder auf einem Boot groß.  Außerdem arbeitete sie als Reporterin für Alaska Public Radio und war Moderatorin und Produzentin der „Independent Native News” mit Schwerpunkt auf den indigenen Völkern Nordamerikas. 

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Altersempfehlung 14 - 99
Erscheinungsdatum 18.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-56021-6
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 221/157/32 mm
Gewicht 543
Originaltitel The Smell Of Other People's Houses
Verkaufsrang 82.822
Buch (gebundene Ausgabe)
17,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Vier Leben, vier unterschiedliche Geschichten und dennoch nur eine Botschaft!
von einer Kundin/einem Kunden aus Thum am 20.06.2016

Klapptext: Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen... Klapptext: Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in große Gefahr. Und trifft auf Alyce … Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher, versuchen einander zu retten. Und wenn man es am wenigsten erwartet, gelingt es. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Zwar konnte ich aus dem Klapptext entnehmen, dass es sich um einzelne Erzählstränge handeln wird, dennoch war es anders als erwartet, aber überraschend gut. Komm es einem Anfangs so vor als seien es vier Geschichten, deren Schicksal sich ähneln und es dennoch keinen Bezug zueinander gibt, so schleicht sich Autorin Bonnie-Sue Hitchcock langsam, strukturiert, spielerisch und spannend an die Zusammenführung der Geschichten heran und entwirft eine bild- und wortgewaltige Welt rund um Alyce, Ruth, Dora und Hank mit seinen Brüdern. Zu Beginn hatte ich etwas Probleme in die Handlung hinein zu finden, was eher an dem Schreibstil und Beschreibung der einzelnen Dinge lag. Doch ist man erst mal angekommen und findet sich zurecht, so ist dieses Buch ein besonderes Schmanckerl. Gefühlvoll und tiefgründig geht Bonnie-Sue Hitchcock auf die vier Protagonisten ein, erstellt ein Konstrukt aus Bildern und Worten, die einen ergreifen, berühren und gedanklich nicht mehr los lassen. Der Schreibstil hat auch einen tiefsinnigen, wortgewaltigen und bildlichen Touch. Man kann sich sehr gut in die Handlungen einfinden, spürt und fühlt wie die einzelnen Protagonisten und hat die beschrieben Gerüche empfindsam und angenehm irgendwie selbst in der Nase, auch wenn die Gerüche nicht der ausschlaggebende Punkt der die Handlung umfasst sind, so ist er ein angenehmer Mitläufer, der die Handlung eben ausmacht. Also keine Angst, denn hier geht es nicht um die Gerüche, sondern um die Schicksale der vier Protagonisten. Das Cover ist dem Königskinder Verlag wieder einmal total gelungen. Ich mag es wie sie mit Details spielen, die Cover in Szene setzen und dem Leser das Gefühl verleihen:“ Hier bist du genau richtig!“ Eine komische Beschreibung, ich weiß, aber wie soll man sonst zum Ausdruck bringen, was die Betrachtung des Cover in einem auslösen vermag! Die Protagonisten sind schwer zu beschreiben. Man sollte sie selbst kennen lernen und von ihnen berichten lassen, was sie bewegt und wo sie sich sehen. Sofort wird klar, dass sie allesamt vom Schicksal gebeutelt sind und einen Ausweg daraus suchen. Mit dem Einen wird man sofort warm, bei dem Anderen braucht es vielleicht 1-2 Kapitel, doch sie sind alle auf ihre Art herzallerliebst und haben so einiges zu berichten. Zum Abschluss muss ich gestehen, dass dieses Buch vielleicht nicht für jeder Mann etwas ist, denn es ist auf seine spezielle Art manchmal etwas schwer verständlich oder zu verdauen, man braucht einige Zeit um sich wirklich einfinden zu können und durch den Schreibstil kommt es manchmal etwas langatmig herüber. Vielleicht liegt es auch etwas an der Zeitpoche in dem es spielt. In 1970er waren die Ansichten und Denkweisen etwas anders wie jetzt und daher ist es auch etwas schwerer sich damit auseinander zu setzen eben weil man selbst anders erzogen wurde oder solche Probleme nicht selbst kennen gelernt hat. Dennoch finde ich, dass das Buch mit seiner Geschichte gebührend Aufmerksamkeit erhalten soll, denn mich hat es berührt, begeistert und hängt mit vielen der Erlebnissen gedanklich immer noch nach. Das Zitat, welches auch den Buchdeckel ziert, hat mich sehr angesprochen und es sagt, so denke ich, einiges über die Worte, Geschichten und Menschen, die man antrifft aus! > Zitat Seite 315 & Buchdeckel Findet einfach selbst heraus, was dieses Zitat zu etwas besonderen macht! Fazit: Ein Buch, das durch seine Protagonisten und deren Geschichten, einfach für sich selbst spricht. Man muss es selbst gelesen haben um die Eindrücke und Emotionen verstehen zu können. Für mich eine absolute Überraschung und eine klare Leseempfehlung, denn dieses Buch bleibt im Kopf und im Herzen durch seine emotionale, tiefgründige und bildgewaltige Story, dort tief verankert!

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Eine magische Geschichte, die vier Einzelschicksale ineinander verwebt und komplett begeistert
von Skyline Of Books am 17.06.2016

Klappentext „Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen... Klappentext „Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in große Gefahr. Und trifft auf Alyce … Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher, versuchen einander zu retten. Und wenn man es am wenigsten erwartet, gelingt es.“ Gestaltung Besonders mag ich an der Gestaltung die Blumen, Kirschen und Ranken, die das Cover und das Gesicht des Mädchens umrahmen, denn mir gefällt vor allem die Farbkombination dieser kleinen Coverelemente. Diese Farben bilden auch einen schönen Kontrast zum schwarz-weiß Foto des Mädchengesichtes. Auch unter dem Schutzumschlag weiß das Buch optisch zu überzeugen: die Ranken und Blumen sind auf einem schlichten hellblau abgedruckt und mitten auf dem Buch ist ein schöner Spruch aus der Geschichte abgedruckt. Meine Meinung Als ich den Klappentext von „Der Geruch von Häusern anderer Leute“ las, war meine Neugier sofort geweckt. Ich wollte wissen wie und ob die Geschichten der vier Figuren aufeinander treffen und miteinander verbunden werden würden. Sofort musste ich an Filme wie „Tatsächlich…Liebe“ oder „Happy New Year“ denken, die ich gerne mochte. Und nun, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich gar nicht, wie ich all meine Gedanken und Gefühle in Worte fassen soll, denn dieses Buch war einfach so unglaublich gut. Es hat all meine Erwartungen übertroffen und die Filme locker in den Schatten gestellt. Bonnie-Sue Hitchcock hat mich mit ihrem Debütroman eiskalt erwischt, denn er hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. Niemals hätte ich gedacht, dass die Geschichte so gefühlvoll und emotional sein würde! Besonders die tiefgründigen Gedanken der Figuren haben es mir angetan, denn in ihnen steckte so viel Wahrheit über das Leben und zwischenmenschliche Beziehungen. Der sehr ergreifende Schreibstil der Autorin hat sein Übriges dazu beigetragen, dass mich die Worte dieses Buches mitten ins Herz getroffen haben. Passend zum Titel des Buches schafft der Schreibstil der Autorin es aufgrund seiner starken, sehr visuell angehauchten Beschreibungen, dass ich bestimmte Gerüche beinahe selber in der Nase hatte. (wobei die Gerüche nur eine Metapher für die unterschiedlichen Familien sind, also keine Sorge, es geht nicht dauerhaft um Gerüche!) Ich war so in den Gefühlen und Geschichten der Figuren versunken, dass ich dieses Buch innerhalb eines Tages inhaliert habe. Die Geschichte spielt in den 1970er Jahren in Alaska. Zu dieser Zeit ist es nicht einfach ein Jugendlicher zu sein. Schon gar nicht in einem Land, das für die Zukunft junger Menschen nicht viel bereitzuhalten scheint. Durch den Prolog erfuhr ich einige Hintergrundinformationen über dieses Land, was mich wirklich überrascht hat, denn ich hatte nicht damit gerechnet, Einblicke in Alaskas Geschichte zu erhalten. Dieser geschichtliche Einblick wird im Buch sehr kurz gehalten, aber man lernt dabei so viel und er lässt die Geschichte so viel realer werden, dass ich total begeistert bin! Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von vier Ich-Erzählern: Ruth, Alyce, Dora und Hank. Diese vier Jugendlichen haben so unterschiedliche Geschichten und Hintergründe, die alle sehr individuell und berührend sind, dass ich nicht umhinkam mit jeder einzelnen Figur mitzufühlen. Zunächst beginnt die Geschichte als ein augenscheinliches Aneinanderreihen der vier Einzelschicksale. Dies war zu Beginn etwas ungewohnt, aber mir gelang es gut, die Figuren auseinander zu halten (obwohl ja alle die Ich-Perspektive nutzen), da die Protagonisten sehr unterschiedlich waren und meist sofort in den ersten Zeilen eines neuen Kapitels klar wurde, um wen es sich handelte. Diese vier Geschichten werden dann zu einer Einzigen verwoben, wie in den eingangs von mir erwähnten Filmen. Ich muss sagen, dass diese Verbindung der verschiedenen Figuren für mich auf einmal so unerwartet kam, dass ich einfach nur begeistert davon bin. Gerade als ich mich zu fragen begann, wann die Geschichten zusammenlaufen würden, geschah dies! Die Autorin verknüpft und vermischt die einzelnen Handlungsstränge dabei auf so magische Weise, dass ich von der Geschichte einfach nur noch mehr in ihren Bann gezogen worden bin. Somit waren die verschiedenen Handlungsstränge keineswegs verwirrend, wie es sonst oftmals bei Büchern mit mehreren Erzählern ist. Vielmehr machen sie die Besonderheit dieses Werkes aus und gerade das stetige Miteinanderverweben der Figuren ließ langsam einen roten Faden entstehen, an dem ich mich immer orientieren konnte. Besonders berührend fand ich auch die tragischen Schicksale der Figuren. Bonnie-Sue Hitchcock hat hier Themen aus dem Leben aufgegriffen, die die Figuren sehr real und authentisch wirken ließen. Für mich waren dabei alle vier Charaktere interessant und tiefgründig. In diesem Buch begegnen einem eine Teenager-Schwangerschaft ebenso wie Missbrauch in der Familie, das Zerrissen sein zwischen dem eigenen Traum und der Erfüllung der Wünsche der Eltern oder der Flucht vom eigenen zu Hause. Ich fand es so schön, wie die vier Teenager tiefe Beziehungen aufgebaut und auch ihre eigene Identität gefunden haben. Mehr möchte ich auch schon gar nicht zum Inhalt oder den Figuren verraten, denn das sollte jeder Leser selber entdecken. Fazit Ein Meisterwerk, dass den Leser mitten ins Herz trifft! Mehr muss zu „Der Geruch von Häusern anderer Leute“ nicht gesagt werden, denn dieses Werk spricht mit seiner Emotionalität und seinen grandiosen Erzählstimmen für sich! Jeder sollte es lesen, sich von seiner Magie fesseln lassen und sich dem Zauber der Worte hingeben. Die vier verschiedenen Erzähler sind überhaupt nicht verwirrend und es ist einfach nur unglaublich zu erleben, wie so unterschiedliche Geschichten zu einer Einzigen verwoben werden. „Der Geruch von Häusern anderer Leute“ ist tiefgründig, emotional und regt durch die Einzelschicksale und die Informationen zum Handlungsort Alaska zum Nachdenken an. Der visuelle Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass dieses Buch zu einem ganz besonderen Leseerlebnis wird. Bei mir hat dieses Buch eingeschlagen wie eine Bombe und ich bin restlos begeistert! 5 von 5 Sternen! Reihen-Infos Einzelband

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Wortgewaltig und emotional
von Julia Lotz aus Aßlar am 14.04.2016

Meine Meinung zum Buch: Der Geruch von Häusern anderer Leute spielt nicht in unserer Zeit sondern im Alaska der 60er Jahre. Kurz zuvor gab es einen Konflikt, der im Prolog kurz erwähnt wird. Im 19. Jahrhundert wurde Alaska, was damals eine russische Kolonie war, an die USA verkauft und... Meine Meinung zum Buch: Der Geruch von Häusern anderer Leute spielt nicht in unserer Zeit sondern im Alaska der 60er Jahre. Kurz zuvor gab es einen Konflikt, der im Prolog kurz erwähnt wird. Im 19. Jahrhundert wurde Alaska, was damals eine russische Kolonie war, an die USA verkauft und fortan von ihnen verwaltet. Alaska bekam jedoch schnell eine eigene Regierung und wurde zu Beginn des 20. Jahrhundert sogar in den Kongress der Vereinigten Staaten aufgenommen. 1959 schließlich wurde Alaska der 49. Bundesstaat der USA. Viele Bürger Alaskas wollten diesen Status Alaskas auch erreichen aber nicht die Familien der Mädchen und Jungen, die in diesem Buch zu Wort kommen. So versuchen ihre Väter alles Mögliche, damit das nicht geschieht. Und durch diesen Versuch verliert der eine oder andere seinen Vater auch… Der Hauptteil des Buches spielt ein paar Jahre später und die Erzähler, die damals noch klein waren, können nicht richtig fassen, was damals genau passiert ist und wieso es Gegner des Alaska Statehood Acts gab. Sie sind unbeteiligt an dem Geschehen und ich fragte mich nicht nur einmal, ob man dies genauso erklären kann, wie die Trennung Deutschlands oder andere wichtige Ereignisse, die wir nicht mehr richtig mitbekommen haben. Kommt daher diese Unbeteiligtheit oder hat sich tatsächlich nicht so viel verändert? Ein schöner Denkansatz. Stattdessen haben die Protagnistinnen und Protagonisten des Buches ganz andere Probleme, die ich im nächsten Abschnitt auch vorgestellt habe. Diese kommen alle sehr gut zum Vorschein, da das Buch mehrstimmig geschrieben ist und wie die Handlung aus vier Sichten lesen. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Charaktere, die für die Geschichte wichtig sind. Trotz dieser Vielzahl von Stimmen und Geschichten ist das Buch allerdings nicht verwirrend. Die einzelnen Fäden werden so geschickt ineinander verwoben, dass sie bald schon keine einzelnen mehr sind und man sich ständig an anderen Punkten und Beziehungen orientieren kann. Nicht nur diesen Punkt hat Bonnie-Sue Hitchcock sehr gut hinbekommen. Das ganze Buch wurde scharfsinnig und gestochen geschrieben und trifft immer genau auf den Punkt. Ich bewundere sie sehr denn trotz ihres Alters hat sie ein herausragendes Buch geschrieben, das von all dem zeugt, was sie die Jahre über gesehen und gemerkt hat. Während viele Schriftstellerinnen noch sehr jung ist, hat Frau Hitchcock den Start auch noch später geschafft und bringt so eine Menge geschichtlichen Hintergrund ein, den nicht jeder hat. Dieses Bewusstsein, dass alles, was man da liest auf historischer Ebene stimmt und auch die Schicksale der Charaktere machen das Buch darüber hinaus sehr emotional und berührend. Das ganze Geschehen wird greifbar und man fühlt sich sofort in diese Zeit versetzt. Die Protagonistin: Der Geruch von Häusern anderer Leute unterscheidet sich von den anderen Augenblicke-Büchern insofern, dass wir nicht eine starke Protagonistin haben sondern das Buch mehrstimmig ist. Alyce Eltern sind getrennt und jeden Sommer besucht sie ihren Vater, um ihm beim Fischen auf seinem Boot zur Hand zu gehen. Für sie ist das wichtig, da ihr Vater durch die Trennung schon auf ihre Mutter verzichten muss und doch findet sie es diesen Monat besonders schlimm, denn ihre große Leidenschaft ist das Tanzen und durch ihre Hilfe auf dem Schiff verpasst sie ein wichtiges Vortanzen. Davon will sie ihrem Vater nichts erzählen, denn sie möchte ihn nicht im Stich lassen. Doch dann trifft sie einen ganz besonderen Jungen. Ruth hat ein Geheimnis, das aber nicht mehr so lange geheim bleiben wird. Denn sie ist schwanger und der Vater des Kindes hat von heute auf morgen mit ihr Schluss gemacht. Sie hat Angst davor, es ihrer Oma zu sagen aber als diese es dann doch erfahren muss, schickt sie Ruth in ein kanadisches Kloster, in dem sich einiges für die verändert. Dora ist in armen Verhältnissen aufgewachsen. Ihre Mutter kümmert sich nicht um sie und ihr Vaterist im Gefängnis. Sie flüchtet sich zu Dumplings Familie, die sie liebevoll aufnimmt und hat Angst, dass sie diese Familie bald wieder verlassen muss. Besonders dann, als ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen wird. Hank und seine zwei Brüder flüchten von zu Hause, Ihr Vater ist verschwunden und auch sie halten es dort nicht mehr aus. Als blinde Passagiere gehen sie auf ein Passagierschiff, dass sie von Alaska wegbringen soll. Aber dann passiert etwas, mit dem sie nicht gerechnet hätten. So geheimnisvoll meine Charaktervorstellungen auch klingen, das müssen sie sein. Sie machen so den Reiz des Buches aus und wie in diesen besonderen Filmen verbinden sich die Lebenswege von allen Charakteren zu einem großen Ganzen, das vom Leser selbst entdeckt werden muss. Die Thematik: Das Buch lebt nicht von einer tiefgehenden Thematik. Man kann hier Identität und Heimat ebenso aufführen, wie Konflikte innerhalb einer Familie. Aber das Buch hat für mich einen anderen Schwerpunkt. Auf der einen Seite lebt es durch die Charaktere, deren Handlungen sich immer wieder ineinander verweben und schon bald nicht mehr getrennt werden können. Auf der anderen Seite ist dieses Buch ein für mich auf kultureller Seite wichtiges Buch denn wir erleben ein Alaska der 60er Jahre und bekommen einen Eindruck vom Leben dort, den wir so wahrscheinlich nie bekommen würden. Wieso dieses Buch ein Königskinder Buch ist: Es ist emotional und mehrstimmig und vereint mehrere Lebensentwürfe in einer Kultur, die uns eher unbekannt ist. Das Buch schlägt beim Leser ein und klingt noch ganz lange nach. Wieso es nicht in eurem Regal fehlen sollte: Ich habe das Buch schon Mitte März gelesen und noch heute habe ich es sehr stark im Kopf. Es geistert durch meine Gedanken und bringt mich immer noch zum Nachdenken. Außerdem ist es für mich ein absolutes Muss in fremde Kulturen einzutauchen. Wer das ebenfalls mag ist hier absolut richtig. Fazit: Mehrstimmig und absolut wortgewaltig schreibt Bonnie-Sue Hitchcock über das Alaska der 60er Jahre und über junge Protagonistinnen und Protagonisten, deren Schicksale sich auf wundersame Weise verknüpfen. Das Buch hallt noch lange nach und wird mir hoffentlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Der Geruch von Häusern anderer Leute ist mein liebstes Buch aus dem aktuellen Programm und hat sich diesen Titel auch wirklich verdient.

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