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Der Hals der Giraffe

Bildungsroman. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2012 und mit dem Preis der Literaturhäuser

(15)
Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. Daß ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – in der schrumpfenden Kreisstadt im vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern. Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat, züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9. Klasse entwickelt, die über die übliche Haßliebe für die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
Nach dem gefeierten »Atlas der abgelegenen Inseln« schreibt Judith Schalansky einen Roman. Darin kämpft eine Biologielehrerin für die Einhaltung der Naturgesetze, verrenkt sich den Hals nach unerreichbaren Früchten und fällt am Ende vom Glauben an Gott Darwin ab. Schauplatz der Geschichte ist eine der irrwitzigsten Anstalten dieser Welt: die Schule.
Portrait
Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign, lebt heute als freie Autorin und Gestalterin in Berlin und lehrt in Potsdam Typografische Grundlagen. 2012 wurde Judith Schalansky mit dem "Förderpreis" der Stadt Bad Homburg sowie dem "Spycher: Literaturpreis Leuk" ausgezeichnet. 2014 wurde sie zur Mainzer Stadtschreiberin gewählt, ebenso erhielt sie den "Preis der Literaturhäuser" 2014. 2015 wurde Judith Schalansky mit dem "Droste-Preis" der Stadt Meersburg ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 222
Erscheinungsdatum 12.09.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42177-2
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 206/130/22 mm
Gewicht 320
Abbildungen mit ca. 20 Abbildungen
Auflage 8. Auflage
Verkaufsrang 49.000
Buch (gebundene Ausgabe)
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Inge Lohmarck, 55 Jahre alt, ist Pädagogin alter Schule: Frontalunterricht, Disziplin, keine persönlichen Gefühle oder gar Interessen an ihren Schülern, Härte zeigen und so Respekt, nicht etwa Sympathie gewinnen. Dabei lebt sie ihr Unterrichtsfach die Biologie, analysiert ihre Schüler und die Menschen um sie herum wie einst Darwin die Inge Lohmarck, 55 Jahre alt, ist Pädagogin alter Schule: Frontalunterricht, Disziplin, keine persönlichen Gefühle oder gar Interessen an ihren Schülern, Härte zeigen und so Respekt, nicht etwa Sympathie gewinnen. Dabei lebt sie ihr Unterrichtsfach die Biologie, analysiert ihre Schüler und die Menschen um sie herum wie einst Darwin die Tierwelt und merkt dabei nicht, dass sie sich längst in eine biologische Nische zurückgezogen hat, sich selbst nicht an ihre Umwelt anpassen kann und in dem von ihr gepredigten Survival of the Fittest scheitert. Drei Tage begleitet der Leser Inge Lomarck, die über die Biologie das Menschsein vergessen hat, die analysieren, aber nicht reflektieren kann und so nicht realisiert, dass sie Mobbing in ihrer Klasse vorantreibt und ihr persönliches Interesse an einer ihrer Schülerinnen von einer abgründigen Persönlichkeit zeugt.
Sprachgewaltig, zynisch und voller Wortwitz erzählt Judith Schalansky von einer Frau, die die letzte ihrer Art ist. Dabei hat sie ein optisch einzigartiges, wunderschönes Buch geschaffen. Mit der reichen Bebilderung aus den Unterlagen Charles Darwins sowie Abbildungen aus alten Biologiebüchern überzeugt sie die Betrachter von der Artenvielfalt der Biologie und der Schönheit ihrer verschiedenen Spezies und schafft so gleichzeitig eine spannende Diskrepanz zum Text. Der wunderschöne Leineneinband und das wertige Papier machen dieses Exemplar zu einem Highlight in jedem Bücherregal. Es ist ein seltenes Vergnügen so ein schönes, handwerklich hochwertiges Buch in den Händen zu halten. Hoffentlich stirbt diese, wenn auch bedrohte Soezies, niemals aus!

„Der Hals der Giraffe“

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Ein tolles, kleines Buch. Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine von Darwin geprägte Biologielehrerin unterrichtet im Osten ihre Schüler an einer Schule, die bald geschlossen werden soll. Gefühle lässt sie nicht zu, für sie zählt nur das klar strukturierte Denken.

Dies geschieht in einer solch präzisen, fesselnden Sprache, dass
Ein tolles, kleines Buch. Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine von Darwin geprägte Biologielehrerin unterrichtet im Osten ihre Schüler an einer Schule, die bald geschlossen werden soll. Gefühle lässt sie nicht zu, für sie zählt nur das klar strukturierte Denken.

Dies geschieht in einer solch präzisen, fesselnden Sprache, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Zudem ist der Biounterricht gleich mit eingebaut. Tolle Illustrationen untermalen die Geschichte auf eine tolle Art. Lesenswert!

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Und wieder habe ich einen neuen schönen Roman einer jungen Autorin aus dem Osten Deutschlands entdeckt! Judith Schlansky beschreibt im knappen sprachlich treffsicherem Ton drei Tage einer Biologielehrerin im Osten, deren Weltbild nur aus dem darwinistischen Prinzip der Auslese besteht. Nur der, der sich am besten anpasst, überlebt. Und wieder habe ich einen neuen schönen Roman einer jungen Autorin aus dem Osten Deutschlands entdeckt! Judith Schlansky beschreibt im knappen sprachlich treffsicherem Ton drei Tage einer Biologielehrerin im Osten, deren Weltbild nur aus dem darwinistischen Prinzip der Auslese besteht. Nur der, der sich am besten anpasst, überlebt. Aber auch Inge Lohmark muss schmerzlich lernen, dass sich im Leben des Menschen auch noch andere Dinge ereignen...
Klasse geschrieben!

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Ein Bildungsroman voller Tempo vor dem tristen Schulalltag. Der Glaube der Biologielehrerin Lohmark an die "Darwinsche Lehre" gerät ins Wanken, als sie merkt, dass keiner in ihrer Umgebung sich an die von ihr propagierten Naturgesetze hält. Weder Anpassung noch Fortpflanzung scheinen jemanden zu interessieren. Was bleibt übrig vom dogmatischen Ein Bildungsroman voller Tempo vor dem tristen Schulalltag. Der Glaube der Biologielehrerin Lohmark an die "Darwinsche Lehre" gerät ins Wanken, als sie merkt, dass keiner in ihrer Umgebung sich an die von ihr propagierten Naturgesetze hält. Weder Anpassung noch Fortpflanzung scheinen jemanden zu interessieren. Was bleibt übrig vom dogmatischen Denken und Handeln?

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Inge Lohmark schließt man nicht gerade wegen ihrer Liebenswertigkeit ins Herz und doch ist man wie an das Buch gefesselt. Der Leser bekommt Einblick in ein paar Tage der Biologielehrerin, für die die Gesetze der Natur das allerhöchste Gut sind und dies auch versucht ihren Schülern beizubringen – mit eher mäßigem Erfolg. Die schönen Inge Lohmark schließt man nicht gerade wegen ihrer Liebenswertigkeit ins Herz und doch ist man wie an das Buch gefesselt. Der Leser bekommt Einblick in ein paar Tage der Biologielehrerin, für die die Gesetze der Natur das allerhöchste Gut sind und dies auch versucht ihren Schülern beizubringen – mit eher mäßigem Erfolg. Die schönen Zeichnungen untermalen die Liebe zur Biologie.

„Erklärt die Biologie unser Leben?“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Inge Lohmark ist Biologielehrerin im sterbenden Osten des Landes. In vier Jahren wird die Schule geschlossen. Für sie gilt nur der Darwinismus in reiner Form. Wer angepasst ist überlebt. Gefühle sind hinderlich. Das Buch ist happtisch schön und die Illustrationen der Autorin großartig. Die Sprache ist außergewöhnlich präzise. Lesenswert! Inge Lohmark ist Biologielehrerin im sterbenden Osten des Landes. In vier Jahren wird die Schule geschlossen. Für sie gilt nur der Darwinismus in reiner Form. Wer angepasst ist überlebt. Gefühle sind hinderlich. Das Buch ist happtisch schön und die Illustrationen der Autorin großartig. Die Sprache ist außergewöhnlich präzise. Lesenswert!

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Desillusionierte Lehrerin beobachtet durch Darwins Brille die heranwachsende Nachwendegeneration. Hart und hinreißend. Desillusionierte Lehrerin beobachtet durch Darwins Brille die heranwachsende Nachwendegeneration. Hart und hinreißend.

Verena Zimmermann, Thalia-Buchhandlung Nuernberg

Ein sehr außergewöhnlicher Roman. Jeder Lehrer sollte das einmal lesen. Man weis nicht ob man den Hauptcharakter hassen oder mögen soll. Absolut außergewöhnlich. Toll. Ein sehr außergewöhnlicher Roman. Jeder Lehrer sollte das einmal lesen. Man weis nicht ob man den Hauptcharakter hassen oder mögen soll. Absolut außergewöhnlich. Toll.

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Herausragend! Dieses Buch macht etwas mit dem Leser. Ist alles biologisch vorherbestimmt oder hat der Mensch Einfluss auf sein Leben? Beobachtend, maliziös, voller Schönheit. Herausragend! Dieses Buch macht etwas mit dem Leser. Ist alles biologisch vorherbestimmt oder hat der Mensch Einfluss auf sein Leben? Beobachtend, maliziös, voller Schönheit.

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Erfrischend anders und skurril. Erfrischend anders und skurril.

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Der kleine Band ist sowohl sprachlich als auch gestalterisch überzeugend. Der besondere Reiz ergibt sich aber aus der gelungenen Verknüpfung einer naturwissenschaftlichen Lehre (Darwin) mit dem persönlichen Umfeld einer Biologielehrerin in Brandenburg. Scharf, klar und desillusioniert betrachtet sie Menschen und aussterbende Der kleine Band ist sowohl sprachlich als auch gestalterisch überzeugend. Der besondere Reiz ergibt sich aber aus der gelungenen Verknüpfung einer naturwissenschaftlichen Lehre (Darwin) mit dem persönlichen Umfeld einer Biologielehrerin in Brandenburg. Scharf, klar und desillusioniert betrachtet sie Menschen und aussterbende Ortschaften ihrer Heimat. Sehr lesenswert!

„Roman über eine Antiheldin“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Hauptfigur des Romans ist die 55-jährige Biologielehrerin Inge Lohmark, die in einer Kleinstadt in Vorpommern an einem Gymnasium tätig ist, das bald geschlossen werden soll. Lohmark ist eine Lehrerin der "alten Schule", so etwas wie Mitgefühl gibt es bei ihr nicht, Schule hat wie die Natur dem Leistungsprinzip und dem darwinistischen Hauptfigur des Romans ist die 55-jährige Biologielehrerin Inge Lohmark, die in einer Kleinstadt in Vorpommern an einem Gymnasium tätig ist, das bald geschlossen werden soll. Lohmark ist eine Lehrerin der "alten Schule", so etwas wie Mitgefühl gibt es bei ihr nicht, Schule hat wie die Natur dem Leistungsprinzip und dem darwinistischen Konkurrenzkampf ums Überleben zu gehorchen.
Es macht wirklich Spaß die inneren Monologe der Inge Lohmark zu lesen, denn sie sind trotz der teilweise grotesken Übertreibung durchaus scharfsinnig.
"Der Hals der Giraffe" ist aber nicht nur wegen seiner wunderbar-grausamen Antiheldin ein besonderes Buch, sondern auch wegen der sehr schönen grafischen Gestaltung.
Mein Lieblingstaschenbuch in diesem Herbst.

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Wunderbar aufgemachter Roman aus Sicht einer (ostdeutschen) Lehrerin, die über den Wandel der Zeit sinniert und so viel von sich preisgibt. Toll gemacht. Wunderbar aufgemachter Roman aus Sicht einer (ostdeutschen) Lehrerin, die über den Wandel der Zeit sinniert und so viel von sich preisgibt. Toll gemacht.

Angelika Lanaras, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Das Buch glänzt durch einen herausragenden Schreibstil, der sich deutlich von dem Einheitsbrei abhebt und der primär den zynischen Charakter der Protagonistin unterstreicht. Toll! Das Buch glänzt durch einen herausragenden Schreibstil, der sich deutlich von dem Einheitsbrei abhebt und der primär den zynischen Charakter der Protagonistin unterstreicht. Toll!

Wildner Laura, Thalia-Buchhandlung Rastatt

Ein etwas anderer Blick auf den Beruf des Lehrers. Ein etwas anderer Blick auf den Beruf des Lehrers.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
10
3
1
1
0

Inge Lohmark würde das Buch lieben!
von Maria Leisibach aus Basel am 22.08.2012

Für Freunde schöner, gekonnter Schreibe ist dieser sehr schön gemachte Band ein Muss (auch als Taschenbuch wird es sicher ein spezielles Buch werden). Die Person, pardon, Gymnasiallehrerin, Inge Lohmark die vor ihrer Klasse steht und über sich, das Leben an sich, Mutterliebe und vieles weitere Gedanken macht, ist nicht zu... Für Freunde schöner, gekonnter Schreibe ist dieser sehr schön gemachte Band ein Muss (auch als Taschenbuch wird es sicher ein spezielles Buch werden). Die Person, pardon, Gymnasiallehrerin, Inge Lohmark die vor ihrer Klasse steht und über sich, das Leben an sich, Mutterliebe und vieles weitere Gedanken macht, ist nicht zu fassen. Denkt man, man hätte sie, entwindet sie sich wieder und man steht vor einem neuen Rätsel. Darf man sie mögen, verachten, für überheblich halten oder sollte man sie einfach nur so hinnehmen? Der Schreibstil ist fulminant, trocken und doch so farbig, dass man gerne in dieser Welt versinkt. Auch wenn sie grau und unwirtlich erscheint. Lesen!

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1 0
Überlebensstrategien mittels biologistischer Lehrsätze
von einer Kundin/einem Kunden am 30.11.2011

Inge Lohmark ist Biologielehrerin am Charles Darwin-Gymnasium in einer Provinzstadt in Vorpommern, wo mangelnde Lebensperspektiven die Menschen zum Abwandern zwingen, sodass, infolge Schülerrückgangs, die Schule vor der Schließung steht. Als Landwirbeltiere im Wachstum im Gehege der Schule werden die Schüler von der emotionslos nüchternen Lohmark bezeichnet. Als Pädagogin ist... Inge Lohmark ist Biologielehrerin am Charles Darwin-Gymnasium in einer Provinzstadt in Vorpommern, wo mangelnde Lebensperspektiven die Menschen zum Abwandern zwingen, sodass, infolge Schülerrückgangs, die Schule vor der Schließung steht. Als Landwirbeltiere im Wachstum im Gehege der Schule werden die Schüler von der emotionslos nüchternen Lohmark bezeichnet. Als Pädagogin ist sie zur Überzeugung gelangt, dass man nicht aus jedem Bauernkind einen Hochschulprofessor machen könne. Erziehung sei eben nicht alles, die Natur lasse sich nicht überwinden, so lautet ihr Credo, mit dem sie im Lehrerkollegium natürlich auch Gegenargumente provoziert. Aber humanistische Bildungsideale sind Lohmarks Sache nicht, egal welche Ideologie vorherrsche, Schule diene doch immer nur der Herrschaftssicherung, produziere eben gemäß der herrschenden Marktideologie konkurrenzorientierten Nachschub fürs Rentensystem. Dass dabei die Nichtanpassungsfähigen, Schwachen oder einfach vom System nicht mehr Gebrauchten auf der Strecke bleiben, muß die Lehrerin aber auch selbst hautnah erfahren. Beim Versuch, persönliche Enttäuschungen und Verlusterfahrungen mittels biologistischer Lehrsätze abzuwehren, bleibt das eigene Leben auf der Strecke und wird zum bloßen Überleben.

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1 0
Schalansky, Der Hals der Giraffe
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 14.09.2011

Seit Aehnlich, Alle sterben, auch die Löffelstöre, und Leky, Die Herrenausstatterin, bin ich nicht mehr so geistreich unterhalten worden. Und habe ganz nebenbei auch noch so viel gelernt! Köstlicher Roman über eine Biologielehrerin, die versucht, einen Funken von Verstand in den Köpfen ihrer Schüler zu entzünden. Beste Dialoge, z.B.... Seit Aehnlich, Alle sterben, auch die Löffelstöre, und Leky, Die Herrenausstatterin, bin ich nicht mehr so geistreich unterhalten worden. Und habe ganz nebenbei auch noch so viel gelernt! Köstlicher Roman über eine Biologielehrerin, die versucht, einen Funken von Verstand in den Köpfen ihrer Schüler zu entzünden. Beste Dialoge, z.B. auf S.121:"Der Beitrag der Männer zur Fortpflanzung...". Bei Frau Inge Lohmark hätte ich zu gerne Unterricht gehabt!!

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1 0
intensiv und nahegehend
von einer Kundin/einem Kunden am 22.06.2012

Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Biologielehrerin an einem Gymnasium am Land, das vor der Schließung steht. Ihre Strenge und Menschenverachtung ganz besonders ihren Schülern gegenüber läßt sie nicht sympathisch erscheinen. Ihr Unterricht ist desillusionierend, verachtend und unzeitgemäß. Nur kurz gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken, als... Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Biologielehrerin an einem Gymnasium am Land, das vor der Schließung steht. Ihre Strenge und Menschenverachtung ganz besonders ihren Schülern gegenüber läßt sie nicht sympathisch erscheinen. Ihr Unterricht ist desillusionierend, verachtend und unzeitgemäß. Nur kurz gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken, als sie sexuelle Gefühle für eine Schülerin empfindet, die noch dazu am Ende der grausam-hierarchischen Kette der Klassengemeinschaft steht. Konkurrenz, Härte und Strenge prägen Lohmarks Leben - nicht zuletzt zur eigenen Tochter, die den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. In dieser ihrer Welt steht die Natur über Erziehung, Humanismus ist ihr ein Fremdwort. Dieses Gedankengut hat für die Lehrerin Konsequenzen. Sie wird zu guter Letzt ausgesondert, aus dem System der Lehrerschaft wegselektiert, denn die Zeiten ändern sich. Ein hervorragend umgesetztes, aussagekräftiges Buch mit nachdenklichem Inhalt.

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wundervolles Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden am 02.11.2011

Inge Lohmark ist Lehrerin für Biologie. Seit mehr als 30 Jahren versucht sie, mit mal mehr, mal weniger Erfolg, dieses Wissen an ihre Schüler weiterzugeben. .... "Inge Lohmark war dafür bekannt, dass sie die Zügel anziehen und die Leine kurz halten konnte, ganz ohne Tobsuchtsanfall und Schlüsselbundwerferei" und bei Inge... Inge Lohmark ist Lehrerin für Biologie. Seit mehr als 30 Jahren versucht sie, mit mal mehr, mal weniger Erfolg, dieses Wissen an ihre Schüler weiterzugeben. .... "Inge Lohmark war dafür bekannt, dass sie die Zügel anziehen und die Leine kurz halten konnte, ganz ohne Tobsuchtsanfall und Schlüsselbundwerferei" und bei Inge Lohmark gab es kein Mitspracherecht .......... "Der Hals der Giraffe" von Judith Schalansky ist ein großes Lesevergnügen.

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Eine wahre Schönheit
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 10.09.2011

Dieses Buch besticht auf Anhieb durch aufwändige Gestaltung und Schönheit. Natürlich sollte ein Buch nicht nach dem Cover beurteilt werden, aber ist eine Freude, ein so schönes Buch in den Händen zu halten. Inge Lohmark, eine Biologielehrerin im leeren Osten Deutschlands sieht vor lauter Biologismus das echte Leben mit... Dieses Buch besticht auf Anhieb durch aufwändige Gestaltung und Schönheit. Natürlich sollte ein Buch nicht nach dem Cover beurteilt werden, aber ist eine Freude, ein so schönes Buch in den Händen zu halten. Inge Lohmark, eine Biologielehrerin im leeren Osten Deutschlands sieht vor lauter Biologismus das echte Leben mit echten Menschen und echten Gefühlen nicht. Selbst ihre eigenen Gefühle verwirren sie und werden als Schwäche interpretiert. Der Roman von Judith Schalansky beeindruckt durch klare und kraftvolle Sprache und durch Schönheit.

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Rationale Weltsicht gerät ins Wanken
von Daniel Keck aus Karlsruhe am 18.01.2013

Naturwissenschaftlern wird ja gerne eine besonders nüchterne Sicht der Welt nachgesagt.Die Erde und das All funktionieren physikalisch und Träume sind Schäume. Die Lehrerin Inge Lohmark muss im Spätherbst ihrer Schulkarriere erkennen dass es auch noch etwas anderes geben muss. Schöner und überdies toll illustrierter Bildungsroman.

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Wie gehts weiter ?
von einer Kundin/einem Kunden am 24.03.2012

Mit Inge Lohmark hat die Autorin zweifelsfrei eine Figur geschaffen über die man streiten kann. Obwohl sich die Sympathie in Grenzen hält hegt man doch so etwas wie Mitleid mit Inge Lohmark sei es das baldige Ende ihres geliebten Gymnasiums oder der nicht vorhandene Konntakt zu ihrer Tochter, die... Mit Inge Lohmark hat die Autorin zweifelsfrei eine Figur geschaffen über die man streiten kann. Obwohl sich die Sympathie in Grenzen hält hegt man doch so etwas wie Mitleid mit Inge Lohmark sei es das baldige Ende ihres geliebten Gymnasiums oder der nicht vorhandene Konntakt zu ihrer Tochter, die wiedersprüchlichen Gefühle für zwei ihrer Schülerinnen: Verachtung für eine und Zuneigeung welcher Art? Für die andere. Am Schluß hegte ich eine gewisse Abscheu gegen sie als Mensch und trotzdem würde ich gerne wissen wie es mit Inge Lohmark noch weiter geht bzw. endet.

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Schade...
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 29.01.2012

Schade, dass mich das Buch so enttäuscht hat! Ein umwerfendes Layout, so etwas muss doch eine tolle Geschichte sein. Die Kurzbeschreibung war schön bissig. Durch meinen Hintergrund als Lehrerin in Naturwissenschaften freute ich mich auf ein Buch mit vielen Seitenhieben (gegen Schulleitung, Eltern, Schülern - einfach alles). Aber entweder... Schade, dass mich das Buch so enttäuscht hat! Ein umwerfendes Layout, so etwas muss doch eine tolle Geschichte sein. Die Kurzbeschreibung war schön bissig. Durch meinen Hintergrund als Lehrerin in Naturwissenschaften freute ich mich auf ein Buch mit vielen Seitenhieben (gegen Schulleitung, Eltern, Schülern - einfach alles). Aber entweder habe ich das Buch nicht verstanden, oder die Geschichte ist tatsächlich etwas flach, belanglos und sprunghaft - ein Buch für das Regal...

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Nachdenken garantiert!
von Ira Rübenkönig aus Baden-Baden am 18.03.2013
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Der Hals der Giraffe ist der zweite Roman von Judith Schalansky, der 2011 als Bildungsroman erfolgreich erschien und nun als Taschenbuch erhältlich ist. Es geht um eine von Darwin geprägte 55 jährige Biologielehrerin. Inge Lohmank unterrichtet seit 30 Jahren an ihrem geliebten Gymnasium. Das ihre Schule in vier Jahren... Der Hals der Giraffe ist der zweite Roman von Judith Schalansky, der 2011 als Bildungsroman erfolgreich erschien und nun als Taschenbuch erhältlich ist. Es geht um eine von Darwin geprägte 55 jährige Biologielehrerin. Inge Lohmank unterrichtet seit 30 Jahren an ihrem geliebten Gymnasium. Das ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern, die Stadt im hinteren Vorpommern schrumpft, es fehlt an Kindern. n In der Welt von Inge Lohmank steht die Natur über Erziehung und Humanismus. So lebt sie und so unterrichtet sie auch ! Das hat seine Konsequenzen. Erst recht, als Inge Lohmank Gefühle für eine Schülerin entwickelt. Ein außergewöhnliches Taschenbuch, mit einer präzisen Sprache, der Sarkasmus kommt dabei nicht zu kurz. Biologieunterricht vom feinsten ! Nachdenken garantiert !!

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Schon eigen, die Weltsicht dieser Biologielehrerin
von Dorothea Rose aus Frankfurt am 13.06.2012
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

So drastisch hatte ich es nicht erwartet: - "Freiheit, nichts anderes als Einsicht in die Notwendigkeit" oder -"Entwicklung war nichts als ein Ausdruck von Unvollkommenheit" Mit Kopfschütteln und Amüsement führt uns Inge Lohmark in einem beredten inneren Monolog durch ihre sehr krasse Weltsicht. Das diese aber nicht der Weisheit... So drastisch hatte ich es nicht erwartet: - "Freiheit, nichts anderes als Einsicht in die Notwendigkeit" oder -"Entwicklung war nichts als ein Ausdruck von Unvollkommenheit" Mit Kopfschütteln und Amüsement führt uns Inge Lohmark in einem beredten inneren Monolog durch ihre sehr krasse Weltsicht. Das diese aber nicht der Weisheit letzter Schluß ist, führt uns ihre insgesamt sehr deutlich randständige Bio-Lehrerinnenexistenz vor Augen. Für Hörer, die das Besondere lieben, sehr glaubhaft gelesen von Dagmar Manzel.Eine tolle Neuentdeckung für mich.

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Lehrreich und traurig - und ein beeindruckendes Stück Literatur
von Xirxe aus Hannover am 29.12.2014
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Inge Lohmark, Biologie- und Klassenlehrerin einer 9. Klasse eines Gymnasiums im Osten, das mit dem Abitur dieser Stufe geschlossen werden soll, ist eine Frau, die sich Gefühle jeglicher Form versagt. Überkommen sie 'Anwandlungen' dieser Art, womöglich sogar in Anwesenheit anderer Menschen, geht sie sofort hart mit sich selbst ins... Inge Lohmark, Biologie- und Klassenlehrerin einer 9. Klasse eines Gymnasiums im Osten, das mit dem Abitur dieser Stufe geschlossen werden soll, ist eine Frau, die sich Gefühle jeglicher Form versagt. Überkommen sie 'Anwandlungen' dieser Art, womöglich sogar in Anwesenheit anderer Menschen, geht sie sofort hart mit sich selbst ins Gericht und macht sich klar, wie unsinnig diese sind. Das Leben ist nichts als Biologie - und Gefühle haben dort nichts zu suchen, denn sie bringen keinen Nutzen. Ebenso rigoros beurteilt sie ihre Schülerinnen und Schüler, worüber man erst grinst ("..sie sind Blutsauger, die sich vom Lehrkörper ernährten.." oder über Schüler Tom: "Winzige Augen im feisten Gesicht. Geistloser Ausdruck. Noch ganz benommen von der nächtlichen Pollution. Ein Grottenolm war schöner...") bis einem die ganze Verachtung deutlich wird, die sie für diese Jugendlichen hegt. Doch auch ihr restliches Umfeld wird davon nicht ausgenommen: ihre Lehrerkollegen, der Nachbar, ehemalige Freunde. Eine unsympathische Frau, keine Frage, doch je mehr man über sie erfährt, umso deutlicher wird, wie bemitleidenswert diese 55jährige ist, die offenbar Zeit ihres Lebens niemals gelernt und erfahren hat, Gefühle zu vermitteln und zu bekommen. Und es zeigt sich immer deutlicher, dass sie insbesondere mit ihrem eigenen Leben hadert - war das Alles? Dagmar Manzel liest diesen Roman derart kunstfertig, dass man Inge Lohmark 298 Minuten vor sich sieht. Als unnahbare, gefühllose Lehrerin in einem kalten, harten Ton wie auch als die Frau, die sich an ihren Vater erinnert oder an ihre letzte wahre Liebe - weich, sanft und leise wird dann die Stimme Lohmarks. Auch die Interpretationen der weiteren Personen sind gut getroffen - Dagmar Manzel verleiht wirklich allen eine eigene Persönlichkeit, egal ob SchülerIn oder KollegIn. Ein tolles Hörbuch, das unterhält und gleichzeitig das Biologiewissen auffrischt. Das fordert jedoch beim Zuhören ein bisschen Konzentration ein ;-)

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