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Der Hase mit den Bernsteinaugen

Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi

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Eine der großen literarischen Entdeckungen des Jahres 2011 war „Der Hase mit den Bernsteinaugen“. Edmund de Waal, Nachkomme der jüdischen Familie Ephrussi, erzählt darin von 264 Netsuke, kostbare Miniatur-Schnitzereien aus Japan, die er von seinem Großonkel geerbt hat. Und von der außergewöhnlichen Geschichte seiner Familie, die vom Paris der Belle Époque ins Wien des Fin de siècle und vom Tokio der 1950er Jahre über Odessa nach London führt. Ein wunderbares Erinnerungsbuch, das von Publikum und Presse gefeiert wurde und Monate auf den Bestsellerlisten stand. In dieser limitierten, farbig bebilderten und bibliophil ausgestatteten Geschenkausgabe wird die Welt von Edmund de Waals Vorfahren nun zu neuem Leben erweckt.
Portrait
Edmund de Waal wurde 1964 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Er ist Professor für Keramik an der University of Westminster und stellte u.a. im Victoria and Albert Museum und in der Tate Britain aus. Im Jahr 2015 wurde er mit dem Windham-Campbell-Literaturpreis in der Kategorie Sachbuch ausgezeichnet. Edmund de Waal lebt in London.
Brigitte Hilzensauer, geboren 1950 in Niedernsill / Salzburg, übersetzte unter anderem Timothy Snyder, Tim Bonyhady, Christopher Benfey und Edmund de Waals. Sie lebt in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 24.09.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-05588-9
Verlag Zsolnay
Maße (L/B/H) 10/10/10 mm
Gewicht 710
Originaltitel The Hare with Amber Eyes
Abbildungen mit Abbildungen
Auflage 6. Auflage
Verkaufsrang 15.956
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Eine Kosmopolitische Familie“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Edmund de Waal erzählt hier an Hand des Weges von 264 Netsuke ( japanische Handschmeichler die einst am Kimonogürtel getragen wurden und begehrte Sammelobjekte geworden sind), die Geschichte seiner kosmopolitische Familie.

In Odessa fängt alles an. Die Ephrussi sind erfolgreiche Getreidehändler, die nach Paris und Wien expandieren
Edmund de Waal erzählt hier an Hand des Weges von 264 Netsuke ( japanische Handschmeichler die einst am Kimonogürtel getragen wurden und begehrte Sammelobjekte geworden sind), die Geschichte seiner kosmopolitische Familie.

In Odessa fängt alles an. Die Ephrussi sind erfolgreiche Getreidehändler, die nach Paris und Wien expandieren und ein Bankhaus gründen. Es ist eine verzweigte Familie des Ranges der Rothschilds, reich an Geld und Einfluss, kunstaffin und reisefreudig, bei vielen Größen dieser Welt zu Hause, bis der Nationalsozialismus alles verändert.

Diese Geschichte ist großartig und sehr persönlich erzählt, sehr spannend und wahnsinnig interessant. Man fühlt sich durch Zeit und Raum katapultiert und erlebt alle Höhen und Tiefen der Ephrussis hautnah mit... Und die Netsuke wandern vom einen zum anderen mit.

Einfach wunderbar!

„" ...eine kleine, unverwüstliche Entladung von Genauigkeit."“

Tanja Kuhner, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Edmund de Waal ist Professor für Keramik: für ihn der entscheidende Anreiz, dieses Buch zu schreiben, für den Leser das Besondere dieser Familiengeschichte. Als Erbe von 264 Netsuke ( gesprochen: Netske, siehe Definition des Autors in meiner Überschrift), kleine handschmeichelnde Schnitzereien, macht er sich daran, den Weg dieser Miniaturkunst Edmund de Waal ist Professor für Keramik: für ihn der entscheidende Anreiz, dieses Buch zu schreiben, für den Leser das Besondere dieser Familiengeschichte. Als Erbe von 264 Netsuke ( gesprochen: Netske, siehe Definition des Autors in meiner Überschrift), kleine handschmeichelnde Schnitzereien, macht er sich daran, den Weg dieser Miniaturkunst in seine Familie hinein zu erforschen. Auf elegante Weise führt der Autor den Leser zunächst in die Welt der Pariser Salons des 19. Jahrhunderts und in die weiteren internationalen Verflechtungen der Familie Ephrussi - detailreich, wundervoll erzählt.
In der neuen illustrierten Ausgabe phantasievoll graphisch ausgestattet mit noch mehr Familienfotos und beschriebenen Kunstwerken.

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

De Waal gelingt es, die Geschichte seiner Familie so zu erzählen, daß man meint, man befinde sich direkt im Pariser Künstlersalon oder im Wiener Ringstraßenpalais. Großartig! De Waal gelingt es, die Geschichte seiner Familie so zu erzählen, daß man meint, man befinde sich direkt im Pariser Künstlersalon oder im Wiener Ringstraßenpalais. Großartig!

Lisa Franzkowiak, Thalia-Buchhandlung Köln

Eine Zeitreise der anderen Art, einfach wunderschön geschrieben. Eine Zeitreise der anderen Art, einfach wunderschön geschrieben.

„Der Sensationserfolg aus Großbritannien“

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Edmund de Waals Buch „Der Hase mir den Bernsteinaugen“ ist eigentlich eine Biografie über seine Familie mütterlicherseits. Aber es gibt sehr viel mehr darin zu entdecken! Entstanden ist dieses Buch als Edmund de Waal, ein Professor für Keramik und Künstler, von seinem Großonkel eine Sammlung von 264 Netsuke geerbt hat. Er wollte wissen, Edmund de Waals Buch „Der Hase mir den Bernsteinaugen“ ist eigentlich eine Biografie über seine Familie mütterlicherseits. Aber es gibt sehr viel mehr darin zu entdecken! Entstanden ist dieses Buch als Edmund de Waal, ein Professor für Keramik und Künstler, von seinem Großonkel eine Sammlung von 264 Netsuke geerbt hat. Er wollte wissen, wo herkamen und wie sind sie in der Familie weitergegeben worden sind. Und jetzt ist dieses Buch als Taschenbuch erhältlich.

Netsuke sind kleine geschnitzte Figuren aus Elfenbein oder Holz, die als Gegengewicht bei der Befestigung des Inro (kleine Lackdose) am Obi (Gürtel) eines Kimonos dienten. Ende des 19. Jahrhunderts kamen sie in Europa groß in Mode.

Edmund de Waal entstammt mütterlicherseits aus einer vor dem 2. Weltkrieg sehr vermögenden jüdischen Familie – den Ephrussi. Ursprünglich stammt die Familie aus Odessa. Doch dann gingen je ein Sohn nach Paris und ein anderer nach Wien, um dort bedeutende Bankhäuser aufzubauen. Die jeweils jüngeren Söhne brauchten nicht in die Bank einzutreten, sondern konnten sich ganz den schönen Künsten widmen. Und so beginnt die Geschichte der Netsuke in Paris mit Charles Ephrussi. Er ist der erste Besitzer dieser Sammlung. Als sein Cousin Viktor in Wien heiratete, schenkte er Ihnen seine Netsuke zur Hochzeit. In dieser Familie nehmen sie einen ganz anderen Stellenwert ein. Fast gehen die Netsuke in der Nazizeit verloren, aber sie konnten wie durch ein Wunder gerettet werden und kehrten wieder in die Familie zurück. Der zweitjüngste Sohn von Viktor bringt sie zurück nach Japan und von dort erbt sie der Autor.

Wer jetzt allerdings denkt, dass dies nur eine Erzählung ist, wie die einzelnen Netsuke aussehen und wie sie in die Familie gekommen sind, der täuscht sich. Die Netsuke haben nur den Ausschlag gegeben, dass Edmund de Waal sich ausgiebig mit seiner Familiengeschichte beschäftigt hat. Dies hat ihn gut zwei Jahre seines Lebens gekostet. Wir als Leser erhalten jetzt eine Schatztruhe, in der wir ganz viel entdecken können. Wir entdecken das Paris mit seinen glamourösen Salons, den Moden und Sammlungen dieser Zeit, den Malern und Autoren, aber auch der Politik Ende des 19. Jahrhunderts. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lernen wir Wien näher kennen. Es ist gerade die Ringstraße neu entstanden und hier lebt die Familie. Auch hier besteht wieder ein lebhafter Austausch mit Künstlern. Allerdings endet dieses Leben tragisch als Hitler Österreich heim ins Reich holt. Auch die Familie Ephrussi hat zu lange gezögert und sich in Sicherheit gewogen.

Edmund de Waal hat ein wunderbares Buch über eine untergegangene Zeit geschrieben. Es gibt hier drin so viel zu entdecken und es gibt so viele Anreize, was man hinterher gerne anschauen oder lesen möchte. Und dazu ist es auch noch ein sehr genaues Dokument wie sich der Antisemitismus immer weiter entwickelt hat. Jetzt würde ich mir nur noch wünschen, dass der Verlag uns einen Bildband als Ergänzung mit den ganzen 264 Netsukes anbieten würde.

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eine Familiengeschichte quer durch die Zeit
von einer Kundin/einem Kunden am 24.09.2012

Mit der Lektüre dieses Buches habe ich mich in wahrlich literarische Gefilde gewagt. Erzählt wird die Geschichte der Familie Ephrussi von Edmund De Waal. Es handelt sich dabei um die Geschichte seiner Familie und diese hat er auf akribische Art aufgearbeitet und in diesem Buch niedergeschrieben. Als Dreh- und Angelpunkt... Mit der Lektüre dieses Buches habe ich mich in wahrlich literarische Gefilde gewagt. Erzählt wird die Geschichte der Familie Ephrussi von Edmund De Waal. Es handelt sich dabei um die Geschichte seiner Familie und diese hat er auf akribische Art aufgearbeitet und in diesem Buch niedergeschrieben. Als Dreh- und Angelpunkt stehen 264 Netsuke, die er von seinem Grossonkel Iggy nach dessen Tod vererbt bekommen hat. So beginnt die Geschichte bei Charles Ephrussi in Paris des 19. Jahrhunderts, dem Ursprung der Netsuke-Sammlung und bewegt sich so durch die Jahrzehnte bis heute. Ich muss zugeben, zu Beginn war ich ein wenig überfordert. De Waal schlägt nur so mit Fakten, Quellen und künstlerischen Werken um sich. Doch als er die Zeit in Wien um die Jahrhundertwende und die Versplitterung seiner Familie während des 2. Weltkriegs beschreibt, war ich ganz Teil der Geschichte und habe sie mit Genuss zu Ende gelesen. “Der Hase mit den Bernsteinaugen” ist sicherlich ein Werk, welches Seinesgleichen sucht. Als Leser spürt man den Autor und seinen Bezug zu seiner Familiengeschichte, was die Greifbarkeit des Werkes schlussendlich auch ausmacht. Die Handlung, unterstrichen durch viele Fakten der Geschichte, erhält Komplexität und wird so zu einem wirklich grossen Roman für mich. Zudem werden einem die Netsuke, kleine Figürchen, die ursprünglich am Kimono getragen wurden, ebenso näher gebracht wie die Geschichte Japans im 20. Jahrhundert. Soeben ist auch diese wunderschöne Sonderausgabe des Romans erschienen und lässt mein Buchhändlerherz höher schlagen.

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"Der Hase" jetzt in einer illustrierten Sonderausgabe!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 26.09.2012

Schon lange nicht mehr hat mich ein Buch so "gepackt" und berührt, wie diese Familiengeschichte! Erzählt wird sie von dem Großneffen Edmund de Waal anhand von 264 japanischen "Handschmeichlern" = Netsukes, die sich seit etwa 1860 im Besitz der jüdischen Bankiersfamilie Ephrussi befinden. Der Bogen der Erzählung spannt sich... Schon lange nicht mehr hat mich ein Buch so "gepackt" und berührt, wie diese Familiengeschichte! Erzählt wird sie von dem Großneffen Edmund de Waal anhand von 264 japanischen "Handschmeichlern" = Netsukes, die sich seit etwa 1860 im Besitz der jüdischen Bankiersfamilie Ephrussi befinden. Der Bogen der Erzählung spannt sich von Paris über Wien nach Tokio. Was für eine Idee, die Geschichte einer Familie mittels ihrer Gegenstände, nicht ihrer Personen, zu erzählen!! (Welche wären das übrigens in Ihrer Familie? Kennen Sie die Dinge, die Ihre Familiengeschichte transportieren??) Ich wandere beim Lesen durch Häuser, Salons, Sammlungen. Steige Treppen hinauf, bewundere Gemälde und berühre vorsichtig Gobelins und Tapeten. Aus diesem neuen Blickwinkel erschließt sich mir die Zeit von Proust genauso, wie die von S.Freud. Über die Dreyfus-Affäre kann ich ebenso nachdenken, wie über die Nazis in Österreich am 11. März 1938. Zum Schluß frage ich mich, bei wem die Netsukes wohl um 2160 sein werden?? Diese neue erweiterte illustrierte Sonderausgabe ist die Übersetzung der englischen "Prachtausgabe". Sie finden hier wunderbare Bilder, z.B. das Paradebett auf S.50, die Netsukes in Tokio,S.350 und ganz besonders berührend: S.398, der Koffer von Elisabeth. Jetzt wünsche ich mir (immer) noch einen Bildband oder Katalog, in dem alle 264 Schnitzereien abgebildet und erklärt sind.

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Eine europäische Familiengeschichte
von Martin Bär aus St. Johann am 04.06.2013
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Edmund de Waal, englischer Professor für Keramik in Cambridge, erbt von seinem Großonkel eine Sammlung von 246 Netsuke, das sind kleine japanische Schnitzereien aus Holz und Elfenbein. Er erzählt in diesem spannenden Buch, wie die Netsuke in die Familie gekommen sind und von Generation zu Generation weitergereicht wurden. Dabei entsteht... Edmund de Waal, englischer Professor für Keramik in Cambridge, erbt von seinem Großonkel eine Sammlung von 246 Netsuke, das sind kleine japanische Schnitzereien aus Holz und Elfenbein. Er erzählt in diesem spannenden Buch, wie die Netsuke in die Familie gekommen sind und von Generation zu Generation weitergereicht wurden. Dabei entsteht das Portrait einer Familie: all die verschiedenen Charaktere, Eigenwilligkeiten, Schicksalsschläge, die die Zeit mit sich bringt, werden von de Waal in nüchterner und doch empathischer Sprache erzählt, er will die Familiengeschichte, auch für seine Kinder, festhalten. Wieder einmal erschüttert war ich von der unglaublichen Barbarei und Unkultur, mit der die sehr wohlhabende Familie von den Nazis aus Österreich vertrieben wurde, wie der Besitz arisiert und die Familie wieder bei Null beginnen musste. Fast ebenso schlimm finde ich allerdings, wie Österreich nach dem Krieg mit den berechtigten Restitutionsforderungen umgegangen ist: verzögern, verschleppen, verleugnen, lautete da wohl das Motto. Zum Schämen ist das!

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österreichisch-europäische Geschichte
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Edmund de Waal ist Keramikkünstler. In einer Vitrine bewahrt er 264 Netsuke auf. Das sind kleine, geschnitze Figuren aus Elfenbein oder Holz. Als Nachfahre der jüdischen Bankiersfamilie Ephrussi kommt er in den Besitz dieser Miniaturen. Charles Ephrussi, Kunstsammler und Mäzen der Impressionisten, erwirbt sie um 1870. Als Hochzeitsgeschenk gelangen... Edmund de Waal ist Keramikkünstler. In einer Vitrine bewahrt er 264 Netsuke auf. Das sind kleine, geschnitze Figuren aus Elfenbein oder Holz. Als Nachfahre der jüdischen Bankiersfamilie Ephrussi kommt er in den Besitz dieser Miniaturen. Charles Ephrussi, Kunstsammler und Mäzen der Impressionisten, erwirbt sie um 1870. Als Hochzeitsgeschenk gelangen die Netsuke um die Jahrhundertwende in den Besitz der Wiener Verwandtschaft, Viktor und Emmy de Waal, den Urgroßeltern von Edmund de Waal. Standesgemäß und umgeben von Kunstschätzen und Büchern residiert die Bankiersfamilie in einem der schönen Ringstraßenpalais. Nach dem Anschluß wird das Vermögen der Familie Ephrussi enteignet. Was in den Augen der Nazis nicht lohnt gestohlen zu werden, wird zerstört und aus dem Fenster geworfen. Einzig, die kleinen Elfenbeinfiguren entgehen der Zerstörungsfreude in dieser unfassbaren Zeit...... "Der Hase mit den Bernsteinaugen" von Edmund de Waal ist die Geschichte seiner Familie. Es ist österreichisch-europäische Geschichte. Großartig.

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