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Der Idiot

Roman

(2)
Sankt Petersburg 1866, Fürst Myschkin kehrt von einem langen Sanatoriumsaufenthalt aus der Schweiz in die russische Hauptstadt zurück. Schon im Zug lernt er Rogoschin kennen, der von seiner Leidenschaft zu Nastassja Filippowna erzählt, einer »gefallenen Frau«. Rogoschin zieht ihn in ein Geflecht auf ihn einstürzender Figuren. Fürst Myschkin gelingt es weder, sich von ihnen zu befreien, noch vermag er Rogoschin von einem Mord zurückzuhalten. Am Ende ist Myschkin zerrütteter als zuvor, ein »Idiot« und heiliger Narr, der dem 19. Jahrhundert und uns, seinen Erben, einen schwarzen Spiegel vorhält. »Die gesamte Bewegung des Buches gleicht einem ungeheuren Kratereinsturz«, schrieb Walter Benjamin über diese zweite der großen Romantragödien Dostojewskijs. Ihr Held Fürst Myschkin wandelt als »wahrhaft guter Mensch« über eine dünne Kruste, unter der die Themen der Zeit vibrieren: Soll sich Rußland auf sich selbst besinnen oder nach Europa orientieren? Gegen die westliche Industrialisierung, die Eisenbahnen und den sogenannten Nihilismus werden östliche Mystik und Religiosität aufgeboten. Als tragischer Don Quijote ist Myschkin eine der modernsten und einflußreichsten Gestalten Dostojewskijs, der unerbittlich Gerichtstag hält.
Portrait
Fjodor Michailowitsch Dostojewskij (1821-1881) war ursprünglich Leutnant in St. Petersburg. Er quittierte seinen Dienst 1844, um freier Schriftsteller zu werden. Seine Romane ›Verbrechen und Strafe‹, ›Der Spieler‹, ›Der Idiot‹, ›Böse Geister‹, ›Ein grüner Junge‹, ›Die Brüder Karamasow‹ sowie ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ liegen im Fischer Verlag in der herausragenden Übersetzung von Swetlana Geier vor.

Swetlana Geier (1923–2010) hat u. a. Sinjawskij, Tolstoi, Solschenizyn, Belyi und Bulgakow ins Deutsche übertragen. Für ihr Werk, das sie mit der Dostojewskij-Neuübersetzung krönte, wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. – In der Reihe Fischer Klassik liegen sämtliche ihrer im Ammann Verlag erschienenen Dostojewskij-Übersetzungen vor: ›Verbrechen und Strafe‹ (Bd. 90010), ›Der Spieler‹ (Bd. 90446), ›Der Idiot‹ (Bd. 90186), ›Böse Geister‹ (Bd. 90245), ›Ein grüner Junge‹ (Bd. 90333), ›Die Brüder Karamasow‹ (Bd. 90114) sowie ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ (Bd. 90102). Über ihr Leben und ihre Arbeit gibt Swetlana Geier Auskunft in dem von Taja Gut aufgezeichneten Buch ›Swetlana Geier. Ein Leben zwischen den Sprachen‹ (Bd. 19221).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 909
Erscheinungsdatum 01.02.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-13510-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 190/125/13 mm
Gewicht 552
Abbildungen mit Abbildungen
Auflage 10
Verkaufsrang 5.189
Buch (Taschenbuch)
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Neben Don Quijote und Dickens' Mr Pickwick gehört der tragi-komische Held aus Dostojewskis drittem Roman als Verkörperung des Sittlich-Schönen zu den großen idealistischen Figuren. Neben Don Quijote und Dickens' Mr Pickwick gehört der tragi-komische Held aus Dostojewskis drittem Roman als Verkörperung des Sittlich-Schönen zu den großen idealistischen Figuren.

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Kundenbewertungen


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" Um die Vollkommenheit zu erreichen, muss man zuerst vieles nicht verstehen "
von Jérôme aus Bad Eilsen am 25.02.2014

Wer ist dieser Fürst Myschkin, der einem von Beginn an sympathisch erscheint, dieser Sonderling, welcher eine kindliche Unschuld verkörpert und des Öfteren mit seiner daraus resultierenden Naivität den Leser durchweg entzückt. Dieser ganz besondere Mensch scheint der Inbegriff des schönen und guten Idealmenschen zu sein, so das es nicht... Wer ist dieser Fürst Myschkin, der einem von Beginn an sympathisch erscheint, dieser Sonderling, welcher eine kindliche Unschuld verkörpert und des Öfteren mit seiner daraus resultierenden Naivität den Leser durchweg entzückt. Dieser ganz besondere Mensch scheint der Inbegriff des schönen und guten Idealmenschen zu sein, so das es nicht so abwegig erscheint eine Parallele zu Jesus zu sehen. Seine Kindheit ist geprägt durch eine Isolation vor der Gesellschaft und ihren Konventionen. Genau diese fehlende Unterweisung in ihre Normen, wird sich in seinen späteren Handlungen hoffnungslos auswirken. Schon zu Beginn seiner Ankunft in Russland wird er Teil eines Prozesses, der durch unerwartete Geschehnisse, einer verborgenen Kausalität zu Folgen scheint, die den Fürsten in eine Welt hineinzieht und ihn nicht mehr loslassen wird. Durch seine unbekümmerte und liebevolle Art wird er schon bald in die soziale Gruppe der Familie Jepantschin involviert. Es ist seine ungeheure Authentizität, welche der eines Kindes gleicht, die sofort durchblicken lässt, dass er nicht versucht einer entfernten Idealgestalt zu gleichen, sondern vielmehr ohne jeglichen Schein seine Natürlichkeit offenbart. Diese sanftmütige Offenherzigkeit lässt ihn anfällig machen für Intrigen, ganz dem Motto folgend " der Ehrliche ist der Dumme ". Im folgenden Romanverlauf wird er zu einer Art Instanz bei der man sein Leid plagt und sich einen Rat einholt. Er ist niemandem abgeneigt, ob es sein Gegenspieler Rogoshin ist, der ihn sogar umbringen wollte oder eine Gruppe, die sich durch nihilistisches Gedankengut auszeichnet. Doch Dostojewski zeichnet noch einen anderen Charakter, der zeigt, dass sich das Fehlen einer gesellschaftlichen Erziehung auch in einen komplett konträren Phänotypen umschlagen kann. Zu diesen Personen gehört die große Liebe des Fürsten Nastassja Filippowna, die die Regeln der Gesellschaft auf eine andere Art und Weise kompromittiert. Ihre charakterlichen Grundzüge zeichnen sich durch intrigantes, rebellenhaftes, aber auch wahnsinniges Verhalten aus. Fürst Myschkin entdeckt allerdings noch etwas anderes an dieser Frau. Bei der Betrachtung einer Fotografie Nastassjas sprechen ihn grenzenloser Stolz, aber auch etwas erstaunlich Gutherziges an, was in ihm mitleidige Gefühle für sie hervorruft. Nastassja entwickelt ebenfalls eine Liebe zu ihm, befürchtet jedoch seine göttliche Unschuld zu verderben und gibt sich daraufhin dem machtgierigen Rogoshin hin, den sie aber immer wieder versetzt und zwischenzeitlich zum Fürsten zurückkehrt. Es entsteht eine komplizierte Dreiecksbeziehung die sich tragisch entwickeln wird. Das knapp 1000 Seitige Werk ist durch eine große Vielzahl an Charakteren geprägt, die so unfassbar psychologisch durchleuchtet werden, dass man als Leser einfach nur über die ungeheure Menschenkenntnis Dostojewskis staunen kann. Es scheint als würde der Autor über eine ganz besondere Anlage zur Empathie verfügen, mit der er seine Protagonisten so realistisch darzustellen vermag. Der Roman ist größtenteils durch sehr lange Dialoge geprägt, die gerne mal 150 Seiten lang sein können, dennoch schafft er es aber an manchen Stellen den Leser durch seine Erzählweise so zu fesseln, dass man sich als ein Teil des Dialoges fühlt und sich in das 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlt. Geniales Meisterwerk.

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Zeitlos
von Kerstin Tumer aus Wien am 18.07.2009

Dostojewskij entwirft mit unheimlichem Fingerspitzengefühl einen gewaltigen Personenkreis, vermengt Gesellschaftsschichten und Weltanschauungen zu einem Organismus,der in wechselnden Kulissen immer wieder neu arrangiert und neu entflammt wird. Er fängt zeitlose Fragen ein,spricht über Wirtschaftskrisen, Heimatverlust und seelische Entwurzelung, dem römischen Katholizismus als Ursache des Atheismus...tiefe Wesenszüge des Menschentums allgemein. Wer sich durch... Dostojewskij entwirft mit unheimlichem Fingerspitzengefühl einen gewaltigen Personenkreis, vermengt Gesellschaftsschichten und Weltanschauungen zu einem Organismus,der in wechselnden Kulissen immer wieder neu arrangiert und neu entflammt wird. Er fängt zeitlose Fragen ein,spricht über Wirtschaftskrisen, Heimatverlust und seelische Entwurzelung, dem römischen Katholizismus als Ursache des Atheismus...tiefe Wesenszüge des Menschentums allgemein. Wer sich durch die gewaltige Textmenge schlägt und mit den recht komplexen russischen Namen langsam vertraut macht, wird fürstlich belohnt.

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Viel Pathos
von einer Kundin/einem Kunden aus Straelen am 17.03.2011
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

...vermittelt Dostojewskij auch in diesem grandiosen Werk. Fürst Myschkin ist Dreh- und Angelpunkt dieses tragischen Romanes, in dem sich Arm und Reich gegenüber stehen. Er kommt von einem Klinikaufenthalt zurück nach Petersburg und stürzt sich sofort in eine zwielichtige, sowie kaum durchsichtige Gesellschaft. Unglückliche Liebe, Industrialisierung und Nihilismus des... ...vermittelt Dostojewskij auch in diesem grandiosen Werk. Fürst Myschkin ist Dreh- und Angelpunkt dieses tragischen Romanes, in dem sich Arm und Reich gegenüber stehen. Er kommt von einem Klinikaufenthalt zurück nach Petersburg und stürzt sich sofort in eine zwielichtige, sowie kaum durchsichtige Gesellschaft. Unglückliche Liebe, Industrialisierung und Nihilismus des 19. Jahrhunderts prägen dieses Buch stark. Protagonisten werden beinahe psychisch analysiert und die Handlungen sind oft von Naivität gezeichnet. Myschkin ist stets bestrebt, alles zum Guten zu wenden. Leider klappt das sehr oft nicht und er kommt immer wieder in missliche Situationen. Anfangs erscheint er als ein armes Mäuschen, was sich später aber zu einem allseits gemochten und teilweise bewunderten jungen Mann entwickelt. Seine Liebe zu den Menschen und seine Gutgläubigkeit lässt ihn aber sehr leicht ausnutzen. Der Fürst ist durch seine Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Liebenswürdigkeit und Einfühlungsvermögen so sympathisch, dass man diesen Roman einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Dostejewkij hat auf wunderbare Weise die Stimmung Russlands des 19. Jahrhunderts eingefangen, sodass man sich bereits nach wenigen Seiten mittendrin wähnt. Dieses Werk ist außerordentlich packend und aufregend. Der Schriftsteller versteht es, die Spannung wie den berühmten roten Faden durch die gesamte Geschichte zu ziehen. Alles in allem: ein Meisterwerk!

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Großer Roman, keine Frage...
von Zitronenblau am 22.10.2008
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

... doch für mich in persona schlichtweg uninteressant. Der Versuch und das Gelingen über einen schönen Menschen, der hierin scheitern muss in Anbetracht weltlicher Relationen mag durchweg hervorragend konstruiert worden sein, jedoch mangelte es mir an Entertainment - ein Don Quijote in der russischen Upper Class des 19. Jahrhunderts... ... doch für mich in persona schlichtweg uninteressant. Der Versuch und das Gelingen über einen schönen Menschen, der hierin scheitern muss in Anbetracht weltlicher Relationen mag durchweg hervorragend konstruiert worden sein, jedoch mangelte es mir an Entertainment - ein Don Quijote in der russischen Upper Class des 19. Jahrhunderts ist durchaus bedenkenswert, jedoch fehlte mir das Berauschende, der Sog, das Eintauchgefühl in die vielen, vielen Dialoge, bis ich endlich aufatmend dieses zweifelsohne große Meisterwerk D.'s, den ich by the way vergöttere!, zurückstellen konnte in das Regal. Empfehlen kann ich dieses Buch nur D.-Fans und auch anderen Interessierten - entscheidend bleibt die Schaffung dieses Fürsten als wahrscheinlich einzigartige Gestalt in der Weltliteratur und das macht es dann schon lesenswert, trotz aller Langatmigkeit und Langeweile...

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