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Der Kaffeedieb

Gekürzte Lesung

(1)
Wir schreiben das Jahr 1683. Ob Philosophen in London oder Dichter in Paris: Sie lieben es alle. Das neue Mode-Getränk in Europa heißt Kaffee. Er ist immens begehrt – und teuer, denn die Osmanen haben das Monopol darauf und wachen streng darüber. Wer es wagt, ihn außer Landes zu schmuggeln, wird mit dem Tod bestraft. Aber ein junger Engländer hat einen waghalsigen Plan: Mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten Ostindischen Compagnie stellt er eine Truppe internationaler Spezialisten zusammen, um den Türken den Kaffee zu klauen. Die spektakuläre Reise scheint zunächst zu gelingen, doch dann sind immer mehr Mächte hinter ihnen her …
Portrait
Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und ist heute Ressortleiter bei Spiegel Online. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum.
Hans Jürgen Stockerl ist neben seiner Theater- und Fernsehkarriere ein sehr gefragter Hörbuch- und Hörfunksprecher, der es meisterhaft versteht, seine Zuhörer in atemlose Spannung zu versetzen.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-CD
Sprecher Hans-Jürgen Stockerl
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 11.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783956390791
Genre Belletristik
Verlag Audio media GmbH
Auflage 1
Spieldauer 675 Minuten
Verkaufsrang 3.544
Hörbuch (MP3-CD)
15,99
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Kathleen Weiland, Thalia-Buchhandlung Bremen

Spannender Abenteuerroman über den Diebstahl von Kaffeepflanzen. Nicht unbedingt historisch korrekt, aber allemal unterhaltsam. Spannender Abenteuerroman über den Diebstahl von Kaffeepflanzen. Nicht unbedingt historisch korrekt, aber allemal unterhaltsam.

„Eine spannende Reise gegen Ende des 17. Jahrhunderts“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Oldenburg

Gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts schwappt der Kaffee nach Europa und jeder der etwas auf sich hält, verbringt von nun an seine Zeit in Kaffeehäusern. Der Nachteil an diesem Getränk ist jedoch sein Preis. Die Osmanen haben das Monopol und geben es nicht freiwillig auf. Wer den Kaffee aus der Stadt Mocha herausschmuggeln will, Gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts schwappt der Kaffee nach Europa und jeder der etwas auf sich hält, verbringt von nun an seine Zeit in Kaffeehäusern. Der Nachteil an diesem Getränk ist jedoch sein Preis. Die Osmanen haben das Monopol und geben es nicht freiwillig auf. Wer den Kaffee aus der Stadt Mocha herausschmuggeln will, wird mit dem Tode bestraft.
Obediah Chalon, seines Zeichens Spekulant, Händler, aber gelegentlich auch Betrüger und Fälscher versucht das Unmögliche. Nachdem er an der Börse Schiffbruch erlitten hat, kann ihn nur noch ein ganz großes Geschäft retten. Mit eigens für diese Operation rekrutierten Spezialisten und mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten Ostindischen Compagnie, begibt sich Chalon auf eine abenteuerliche Reise ins osmanische Reich...

Autor Tom Hillenbrand, bekannt durch seine kulinarischen Krimis mit Protagonist Xavier Kieffer und seinen Thriller „Drohnenland“, wandelt hier auf dem Pfad des historischen Romans. Er vermischt seine fiktive Handlung mit Historie und hat hierzu sehr gut recherchiert. Die Konflikte gegen Ende des 17. Jahrhunderts sind wunderbar in die Handlung eingearbeitet und er hat ein paar großartige Charaktere erschaffen, mit denen er seine Geschichte voran treibt. Die Sprache ist eine Mischung aus alt und modern, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Hier vereinen sich Abenteuer-, Spionage-, Wissenschafts- und Historienroman in einer sehr spannenden und unterhaltsamen Geschichte, die sich am Besten bei einer guten Tasse Kaffee genießen lässt!

Oliver Rosenland, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ein historisches Agenten-Abenteuer aus der Frühzeit der Globalisierung. Wahnsinnig gut geschrieben, spannend und sehr atmosphärisch. Lesen! Ein historisches Agenten-Abenteuer aus der Frühzeit der Globalisierung. Wahnsinnig gut geschrieben, spannend und sehr atmosphärisch. Lesen!

Friederike Gärtner, Thalia-Buchhandlung Wildau

Ein wunderbar spannender und gut geschriebener historischer Roman, der nicht nur Kaffeeliebhaber begeistern wird. Ein wunderbar spannender und gut geschriebener historischer Roman, der nicht nur Kaffeeliebhaber begeistern wird.

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Kundenbewertungen


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Tolles Hörbuch, das einen mit in die Welt von damals nimmt
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 26.03.2016

Tom Hillenbrand versetzt einen ins ausgehende 17. Jahrhundert. Die Männerwelt trifft sich in Kaffeehäusern um die neuesten Nachrichten auszutauschen und natürlich auch um das neue Modegetränk zu konsumieren. Einer davon ist der junge Obediah Chalon. Seinen Lebensstil finanziert er sich mit der einen oder anderen Schwindelei, doch leider geht... Tom Hillenbrand versetzt einen ins ausgehende 17. Jahrhundert. Die Männerwelt trifft sich in Kaffeehäusern um die neuesten Nachrichten auszutauschen und natürlich auch um das neue Modegetränk zu konsumieren. Einer davon ist der junge Obediah Chalon. Seinen Lebensstil finanziert er sich mit der einen oder anderen Schwindelei, doch leider geht zwar so gut wie nie, aber eben doch auch einmal etwas schief und er erleidet an der Londoner Börse Schiffbruch. So landet er als Gefangener in Amsterdam, wo ihm die Vereinigte Ostindische Compagnie ein Angebot macht, das er nicht ausschlagen kann, wenn er am Leben bleiben will. Er soll für die VOC eine Truppe internationaler Spezialisten zusammenstellen, um den Türken den Kaffee zu klauen. Ein gefährliches Unterfangen, denn die Türken haben das Monopol auf Kaffee und wer ihn aus dem jemenitischen Mocha herausschmuggeln will, wird mit dem Tod bestraft. Mir diesem Hörbuch darf man den jungen Obediah Chalon auf seinem Abenteuer, bei dem er den Türken den Kaffee stehlen soll, begleiten. Ich habe mich von Anfang an ins ausgehende 17. Jahrhundert hineinversetzt gefühlt. Die Atmosphäre in den Kaffeehäusern, die Ausdrucksweise und die Lebensart wird authentisch und lebendig dargestellt. Anfangs hatte ich einige Probleme damit mir die Namen zu merken, bin dann aber gut in die Geschichte hineingekommen. Zuerst darf man Obediah und auch seine Geschäftchen ausführlich kennenlernen, was mir gut gefallen hat. Erst als er sich in Amsterdam in Haft befindet, geht das eigentliche Abenteuer los. Schon die Rekrutierung seiner Mannschaft ist alles andere als einfach. So muss er z.B. den absoluten Meisterdieb erst einmal aus dem Kerker befreien. Bis es an Bord gehen kann, sind so einige Gefahren zu überwinden und auch die Exkursion in die Türkei ist natürlich von zahlreichen Bedrohungen und Komplikationen gesäumt. Und auch als das Ziel so nah vor Augen ist, ist die Sache noch lange nicht gerettet. Mir hat der Ausflug in die Geschichte richtig gut gefallen. Man lernt bei dieser Abenteuergeschichte das Leben, inklusive alltäglicher Begebenheiten, im Zeitalter des Handels und des Kolonialismus gut kennen. Ich habe die zahlreichen historischen Informationen wirklich verschlungen, wie z.B. dass die Temperaturmessungen in den Kinderschuhen stecken oder dass Kaffee früher gekocht, in Fässer abgefüllt und dann aufgewärmt serviert wurde. Dabei handelt es sich aber nicht um die langweilige Darstellung von schnödem Geschichtswissen, sondern das Ganze wird mit einer feinen Prise Humor serviert. So erfährt man z.B. auch, dass die Wiener besonders verweichlicht sind, man stelle sich vor, denn die trinken Kaffee mit Rohrzucker und noch viel schlimmer, sogar mit Sahne. So macht Geschichte Spaß. Die Abenteuergeschichte an sich, war mir persönlich nicht das Wichtigste. Diese braucht ein bisschen bis sie in die Gänge kommt, was ich nicht schlimm fand. Es gibt zahlreiche wirklich gefährliche Szenen, so dass man auch zittern darf. Toll fand ich, dass man trotz aller Gefahr immer wieder schmunzeln darf. So werden z.B. Schweinschinken zum Retter in der Not. Hauptperson ist der junge, auf Wissenschaften und Alchemie spezialisierte Obediah Chalon, der sich als Spekulant, Händler und mit diversen anderen Geschäften seinen gehobenen Lebensstil finanziert. Er ist im Gegensatz zu seinen englischen Landsleuten Katholik und bezeichnet sich selber als Virtuosi. Da von ihm gefälschte Wechsel in die Hände der VOC gelangt sind, bleibt ihm keine andere Wahl als den Auftrag anzunehmen. Mir war Obediah von Anfang an sympathisch, ein wirklich charmanter Mann, bei dem es mich nicht wundert, dass er seine Geschäftspartner recht leicht um die Finger wickeln konnte. Man muss diese freundliche, clevere und redegewandte Person einfach mögen. Auch alle anderen Charaktere sind toll dargestellt. Über Madame Luise, die hauptsächlich für die perfekte Verkleidung auf der Expedition zuständig ist, konnte ich z.B. viel schmunzeln. Sie verdreht der Männerwelt den Kopf, doch bei Obediah kann sie nicht so landen. Kapitän, Meisterdieb, Botanikfachmann und andere, deren Namen ich mir beim Zuhören nicht auf Anhieb immer gut merken konnte, erhalten nach und nach genügend Tiefe um werden lebendig ausgearbeitet. Mit Hans Jürgen Stockerl hat der Audio Media Verlag ein glückliches Händchen bei der Wahl des Sprechers bewiesen. Ich liebe diesen Sprecher, der mir durch sein Talent für Dialekte bereits zahlreiche gelungene Hörerlebnisse bereitet hat. Seiner angenehmen Stimme könnte ich stundenlang zuhören. Er verleiht den unterschiedlichen Personen mit einer individuellen Stimmlage ihren eigenen Charakter und nimmt einen hier so richtig mit auf die Reise.

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Das schwarze Gold
von Marion L. aus Tornesch am 16.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Der Kaffee, das außergewöhnliche Getränk und er wird nur in der Türkei angebaut. Das soll sich ändern und Obediah Chalon soll es richten. Ein spannender Historienroman, der jedes Detail beschreibt. Spannend und energiereich liest sich dieses Buch. Wie immer dürfen Neider, Mißgunst und Verrat auch hier nicht fehlen. Und... Der Kaffee, das außergewöhnliche Getränk und er wird nur in der Türkei angebaut. Das soll sich ändern und Obediah Chalon soll es richten. Ein spannender Historienroman, der jedes Detail beschreibt. Spannend und energiereich liest sich dieses Buch. Wie immer dürfen Neider, Mißgunst und Verrat auch hier nicht fehlen. Und es stellt sich die Frage, schafft es Obediah den Kaffee in den Westen zu holen. Am Ende des Buches werdet ihr es erfahren.

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Kein kalter Kaffee
von einer Kundin/einem Kunden aus Peine am 19.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Europa Ende des 17. Jahrhunderts. In Frankreich regiert der Sonnenkönig, Holland ist eine Weltwirtschaftsmacht und das neue Modegetränk Kaffee lässt die Kaffeehäuser in London wie Pilze aus dem Boden schießen. In ihnen treffen sich Kaufleute und Philosophen, um den neuesten Klatsch oder Kurswerte zu erfahren. Zu ihnen gehört auch... Europa Ende des 17. Jahrhunderts. In Frankreich regiert der Sonnenkönig, Holland ist eine Weltwirtschaftsmacht und das neue Modegetränk Kaffee lässt die Kaffeehäuser in London wie Pilze aus dem Boden schießen. In ihnen treffen sich Kaufleute und Philosophen, um den neuesten Klatsch oder Kurswerte zu erfahren. Zu ihnen gehört auch Virtuosi und Glücksritter Obediah Chalon. Als verarmter Adelsspross von der körperlichen Arbeit wenig haltend, versucht er sich mit diversen Betrügereien und Fälschungen über Wasser zu halten. Doch er fliegt auf, flüchtet nach Amsterdam und wird dort von den Holländern ins Zuchthaus gesteckt. Aber auch hier hat Chalon Glück im Unglück. Mächtige holländische Kaufleute machen ihm ein unmoralisches Angebot. Sie wollen Chalons Talente nutzen, um einen ganz besonderen Schatz in ihre Hände zu kriegen........Kaffeepflanzen. Denn leider wächst Kaffee nur in Arabien und zudem haben die Türken das alleinige Handelsmonopol. Chalon bekommt die Mittel bereitgestellt, um eine erfolgreiche Diebstahl-Expedition vorzubereiten. Er lässt seine Beziehungen spielen, sich verschiedene Apparaturen anfertigen und stellt sich eine exklusive Expeditionsmannschaft zusammen. Gemeinsam mit einem Freibeuter, einer Verwandlungskünstlerin, einem Botaniker, einem Hugenotten, einem Naturphilosophen und einem sonnenköniglichen Meisterdieb beginnt seine unterhaltsame und spannende Reise. Ich hab das Buch sehr genossen. Historisch interessant, amüsant geschrieben. Die Sprache der damaligen Zeit angepasst und ein teuflisch gut geplanter Raubzug. Wunderbare exzentrische Charaktere. Dazu zwei passende Landkarten, um die Reise zu verfolgen und auch der Schutzumschlag passt. Prüfung bestanden........5 Sterne !!!!

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Die wunderbarste Reise im Kopf seit langem!
von einer Kundin/einem Kunden aus Bürmoos am 20.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Tom Hillenbrand hat es mit seinem Werk geschafft, mich vollkommen in den Bann zu ziehen. Die Einordnung in die Gattung des historischen Romans scheint fast zu wenig für dieses überragende Werk. Der Roman fährt mit derart vielen Facetten auf, dass der Leser nie gelangweilt wird, andererseits aber auch nie... Tom Hillenbrand hat es mit seinem Werk geschafft, mich vollkommen in den Bann zu ziehen. Die Einordnung in die Gattung des historischen Romans scheint fast zu wenig für dieses überragende Werk. Der Roman fährt mit derart vielen Facetten auf, dass der Leser nie gelangweilt wird, andererseits aber auch nie den Faden verliert. „Der Kaffeedieb“ verdient es, öfter gelesen zu werden, denn abgesehen von historischen Grundlagen informiert das Buch über landes- und kulturkundliche Aspekte, Erfindungen, Verschwörungen und Geheimschriften, Börsenspekulanten und Trickbetrüger, botanische und meteorologische Überlegungen, ohne jemals sachlich zu belehren, sondern aufs Köstlichste zu unterhalten. Der zeitliche Vorsprung von mehr als 300 Jahren lässt den Leser über so manche Erkenntnis der Protagonisten schmunzeln. Dennoch ist man den Protagonisten niemals einen Schritt voraus – dafür hat der Autor mit unerwarteten Wendungen vorgesorgt, und die Spannung mit jedem Kapitel aufrechterhalten. Hillenbrands Schreibstil ist ansprechend und mitreißend, die historischen Passagen der Briefe mit ausschweifenden Formulierungen recht amüsant. Das Buch vereint Märchen und Wissenschaft, Abenteuer und Kulinarik, historische Wahrheit und Phantasie. Doch auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Schon lange nicht mehr hat mich ein Roman derart eingenommen, wie dieses großartige Buch! Eine Fortsetzung würde ich mir daher zwar wünschen, allerdings wäre es für den Autor relativ schwierig, an dieses Meisterwerk heranzukommen. Fünf Sterne zur Bewertung sind hier eindeutig zu wenig!

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Sehr guter historischer Roman
von PMelittaM aus Köln am 09.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ende des 17. Jahrhunderts: In Europa wird Kaffeetrinken immer beliebter, aber leider liegt das Handelsmonopol bei den Osmanen. Die Vereinigte Ostindische Compagnie (VOC) will das nicht länger dulden und beauftragt Obediah Chalon damit, Kaffeesträucher direkt im Anbaugebiet zu stehlen. Klar ist, diese sind gut gesichert, Obediah benötigt also ein... Ende des 17. Jahrhunderts: In Europa wird Kaffeetrinken immer beliebter, aber leider liegt das Handelsmonopol bei den Osmanen. Die Vereinigte Ostindische Compagnie (VOC) will das nicht länger dulden und beauftragt Obediah Chalon damit, Kaffeesträucher direkt im Anbaugebiet zu stehlen. Klar ist, diese sind gut gesichert, Obediah benötigt also ein Team mit möglichst vielfältigen Fähigkeiten und einen guten Plan. Der Roman erfordert konzentriertes Lesen, denn er ist nicht ganz einfach zu lesen, wozu vor allem Begriffe beitragen, die dem Roman zwar Authentizität verleihen, die aber heutzutage nicht mehr verwendet werden. Dazu später noch etwas mehr. Der Roman ist aber auch recht komplex, denn Tom Hillenbrand erzählt seine Geschichte nicht immer linear, machmal werden kleine Umwege dazwischen geschoben, man erfährt z. B. etwas über die Saturnmonde, über Theorien der damaligen Zeit Leben auf anderen Sternen betreffend, über die Mühlensprache oder das binäre System. Auch das trägt zur Authentizität bei, lockert das Geschehen auf und bietet zusätzliche, immer interessante Informationen. Insgesamt zieht sich das Geschehen über mehrere Jahre, was mich zunächst erstaunt hat, was aber bei der großen Aufgabe einleuchtet. Die Charaktere gefallen mir allesamt wirklich gut, besonders Obediah, adeliger Abstammung, Spekulant, Fälscher, Naturphilosoph mit vielfältigen Interessen und Ideen. Er stellt sich eine illustere Mannschaft zusammen, jedes Mitglied für sich hat einen interessanten Hintergrund, und auch die Gegenspieler gefallen mir gut, jeder einzelne Charakter trägt zum Lesegenuss bei, auch wenn die meisten nicht sehr tiefgründig gezeichnet sind (das wäre im Rahmen dieses Romans auch zu viel), sind sie alle bemerkenswerte Typen. Sehr gut gefällt mir die Erzählweise, der Autor führt die Geschichte immer wieder durch Briefe fort, einmal wird die Handlung als eine Art Märchen erzählt, was ich ausgesprochen gelungen finde und gut in die Handlung passend. Gerade das „Märchen“ hat mich sehr überrascht und dann zum Schmunzeln gebracht. Chapeau! Übrigens sollte man nicht erwarten, hier nur etwas über den Diebstahl an sich zu lesen, viele Seiten sind der Vorbereitung gewidmet und der ein oder andere Leser könnte tatsächlich etwas ungeduldig werden. Dennoch lohnt sich jede einzelne Seite des Romans, denn er ist ausreichend spannend, oft überraschend und gleichzeitig anregend und lehrreich. „Der Kaffeedieb“ ist ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack, sehr gut recherchiert, mit einer spannenden Geschichte und interessanten Charakteren sowie vielen Zeit- und Hintergrundinformationen, auch Extras sind vorhanden, neben zwei farbigen Karten gibt es ein Glossar und ein Personenverzeichnis. Leider ist das Glossar nicht ganz ausreichend, gerade weil so viele Begriffe im Roman verwendet werden, die man heute in der Regel nicht mehr kennt, schaut man doch recht oft dort hinein und wird nicht immer fündig (bei mir waren es z. B. „antichambrieren“ und „Wolfspfirsich“), natürlich kann man die auch googeln, aber wenn schon ein Glossar, dann bitte auch vollständig. Dafür finden sich einige Begriffe darin, die auch durch den Text des Romans ausreichend erklärt werden (z. B. „Justaucorps“), die man sich im Glossar hätte sparen können, falls es eine Frage des Umfangs war. Weiterhin hätte ich mir ein Nachwort des Autors gewünscht, in dem er ein bisschen über Fakten und Fiktion referiert oder auch darüber, wie er recherchiert hat. Natürlich kann ich den Roman uneingeschränkt empfehlen, wer gerne Romane liest, in denen die historischen Hintergründe eine ebenso große Rolle spielen wie eine gute Geschichte und interessante Charaktere, sollte unbedingt zugreifen.

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Ein historischer Abenteuerroman mit einem Filou als Protagonist
von einer Kundin/einem Kunden am 29.03.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe einige der Luxemburg-Krimis und auch „Drohnenland“ von Tom Hillenbrand gelesen und so habe ich mich schon sehr auf diesen historischen Roman gefreut, weil ich den Schreibstil des Autoren mag und ich bin nicht enttäuscht worden. Ende des 17. Jahrhunderts, Obediah Chalon sitzt in einem Londoner Kaffeehaus... Ich habe einige der Luxemburg-Krimis und auch „Drohnenland“ von Tom Hillenbrand gelesen und so habe ich mich schon sehr auf diesen historischen Roman gefreut, weil ich den Schreibstil des Autoren mag und ich bin nicht enttäuscht worden. Ende des 17. Jahrhunderts, Obediah Chalon sitzt in einem Londoner Kaffeehaus und ist sicher, bald das Geschäft seines Lebens abzuschließen. Chalon ist ein begnadeter Fälscher, Naturphilosoph, Kaffeetrinker und liebenswerter Filou – und was sonst noch alles in ihm steckt, offenbart sich erst nach und nach. Natürlich führt das Geschäft nicht zu dem gewünschten Erfolg. Zeitsprung. Obediah Chalon befindet sich im Gefängnis, wird allerdings bald von VOC damit beauftragt, in Mocha Kaffeepflanzen zu stehlen, um das Monopol auf Kaffee zu beenden. Dafür heuert er eine Mannschaft mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten an und die Reise beginnt… Hillenbrand ist ein gewitzter, intelligenter, sympathischer, manchmal erschreckend naiver Protagonist gelungen, der mit vielen bekannten Leuten korrespondiert und durch diesen Kniff streut der Autor immer wieder historische, technische, naturphilosophische und weitere Erkenntnisse ein. Exkurse und Erkenntnisse zur Codierung und Dechiffrierung ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte neben einer kleinen Kaffeegeschichte. Wer sich ein wenig in der Geschichte auskennt, ist sicherlich im Vorteil; auch Fremdsprachenkenntnisse helfen. Mir hat dieser Stil sehr gut gefallen. Die Geschichte bleibt immer spannend und interessant, da sie gerne unerwartete Wendungen nimmt. Eine absolute Leseempfehlung!

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Ein großartiges und großes Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 12.03.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

"Der Kaffeedieb" entführt uns in das 17. Jahrhundert, wo die Männerwelt die neuesten Neuigkeiten in Kaffeehäusern, natürlich bei einer oder mehreren Schalen Kaffee, austauscht. Einer davon ist der liebenswerte, waghalsige und clevere Obediah Chalon, der nicht immer vom Glück verfolgt ist und sich deshalb auf die abenteuerliche Reise begeben... "Der Kaffeedieb" entführt uns in das 17. Jahrhundert, wo die Männerwelt die neuesten Neuigkeiten in Kaffeehäusern, natürlich bei einer oder mehreren Schalen Kaffee, austauscht. Einer davon ist der liebenswerte, waghalsige und clevere Obediah Chalon, der nicht immer vom Glück verfolgt ist und sich deshalb auf die abenteuerliche Reise begeben muss, den Kaffee aus Mocha zu klauen. Die Charaktere, allen voran Obediah, sind lebendig! Tom Hillenbrand hat ihnen nicht nur Charakter, sondern auch Leben eingehaucht. Ebenso den Schauplätzen, in denen "Der Kaffeedieb" spielt. Durch hervorragende Recherche veranschaulicht der Autor dem Leser das Leben, inklusive alltäglicher Begebenheiten, im Zeitalter des Handels und des Kolonialismus. Das geht natürlich einher mit sehr vielen Informationen, die das Buch zu einem gehaltvollen, großen Werk machen. Auch sprachlich versetzt Tom Hillenbrand den Leser in das 17. Jahrhundert, reichert das Ganze an mit feinem Humor, so dass es einfach nur Spaß macht, dieses Buch zu lesen!

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Ein absolut unterhaltsames, spannendes Abenteuer
von Vanessas Bücherecke am 12.03.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt aus dem Klappentext: Wir schreiben das Jahr 1683. Europa befindet sich im Griff einer neuen Droge. Ihr Name ist Kahve. Sie ist immens begehrt – und teuer, denn die Osmanen haben das Monopol da-rauf. Und sie wachen streng darüber. Aber ein junger Engländer hat einen waghalsigen Plan: Er will... Inhalt aus dem Klappentext: Wir schreiben das Jahr 1683. Europa befindet sich im Griff einer neuen Droge. Ihr Name ist Kahve. Sie ist immens begehrt – und teuer, denn die Osmanen haben das Monopol da-rauf. Und sie wachen streng darüber. Aber ein junger Engländer hat einen waghalsigen Plan: Er will den Türken die Kaffeebohnen abluchsen … Lange haben die Europäer das Heidengebräu verschmäht und lieber Bier getrunken, aber am Ende des 17. Jahrhunderts verfällt Europa dem Kaffee. Philosophen in London, Gewürzhändler in Amsterdam und Dichter in Paris: Sie alle treffen sich in Kaffeehäusern und konsumieren das Getränk der Aufklärung. Aber Kaffee ist teuer. Und wer ihn aus dem jemenitischen Mokka herausschmuggeln will, wird mit dem Tod bestraft. Der Mann, der es trotzdem wagen will, ist der junge Obediah Chalon, Spekulant, Händler und Filou. Er hätte allen Grund sich umzubringen, nachdem er an der Londoner Börse Schiffbruch erlitten hat. Nur ein großes Geschäft, ein ganz großes, könnte ihn vor dem Ruin bewahren. Und so geht er aufs Ganze: Mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten Ostindischen Compagnie stellt er eine Truppe internationaler Spezialisten zusammen, um den Türken den Kaffee zu klauen. Die spektakuläre Reise scheint zunächst zu gelingen, doch dann sind immer mehr Mächte hinter ihnen her … Meinung: Liebt ihr es auch so, Verlagsvorschauen zu durchstöbern? Beim KiWi Verlag viel mir dieses Buch besonders ins Auge. Eigentlich sind historische Romane nicht mein bevorzugtes Genre, aber dieser Roman sprach mich direkt an. Als Kaffeeliebhaber hatte ich so richtig Lust auf dieses Buch und konnte kaum erwarten, los zu lesen. Und so begleitete ich Obediah Chalon auf seinem unglaublichen Abenteuer, als er den Türken den Kaffee stahl. Obediah hat sich als verbannter Adliger - denn er ist im Gegensatz zu seinen englischen Landsleuten Katholik - auf die Wissenschaften und Alchemie spezialisiert und bezeichnet sich selber als Virtuosi. Dass er die eine oder andere Schwindelei dabei einsetzt, um sich seinen Lebensstil zu finanzieren, ist für den cleveren Obediah beinah ein Kinderspiel. Leider hat er aber, bei all seiner Genialität, nicht immer das Glück auf seiner Seite. Und so landet er schließlich in Amsterdam, wo ihm die VOC ein Angebot macht, dass er nicht ausschlagen kann, wenn er an seinem Leben hängt. Er soll für die Holländer die streng geschützten Kaffeepflanzen stehlen. Obediah ist ein wirklich charmanter Charakter. Zwar hat er es faustdick hinter den Ohren, trotzdem mochte ich ihn auf Anhieb gerne. Er ist clever und intelligent, eloquent, freundlich und einfach jemand, den man mag und dem man schnell sein Vertrauen schenkt. Kein Wunder also, dass der Freigeist Obediah oft so erfolgreich mit seinen Betrügereien ist. Überhaupt sind die Figuren in diesem Buch sehr gut und lebendig ausgearbeitet, weisen genügend Tiefe auf und sind mal mehr, mal weniger sympathisch, aber immer authentisch. Tom Hillenbrand geht mit einer Brillanz an diesen Roman heran, die mich atemlos und begeistert zurück gelassen hat. Opulent und bildgewaltig zeichnet er ein klares Bild über die Epoche Obediahs, dem Ende des 17. Jahrhundert, als Louis XIV, auch bekannt als Sonnenkönig, auf Frankreichs Thron sitzt. Irrungen, Wirrungen, historische Fakten und geniale Abenteuer lassen einen in diesen Roman versinken. Sprachlich dem Zeitalter angemessen, ohne unmodern oder langweilig zu wirken, wird die Geschichte hauptsächlich in der dritten Person erzählt. Aber auch Briefwechsel lockern die Geschichte auf und man verfolgt gebannt, wie abstrus manch eine Vermutung oder Entdeckung gedeutet wird und deren Auflösung einen schmunzelnd zurück lässt. Überhaupt lockert der feine Humor diesen Abenteuerroman sehr schön auf. Stellenweise ist das Buch sehr dialoglastig, diese lassen sich aber gut verfolgen und ich hatte nicht den Eindruck, dass dadurch Längen in der Geschichte entstanden. Tom Hillenbrand beschränkt sich bei seinen Handlungssträngen auf das Wesentliche und schweift thematisch nicht ab, seine Szenen sind sehr gut skizziert und ausgearbeitet, so dass man eine klare Vorstellung des Settings erhält. Diesen Roman habe ich wirklich mit Genuss gelesen und habe mir Zeit gelassen, die einzelnen Szenen setzen zu lassen, denn ehrlich gesagt, wollte ich das Buch nicht zu schnell beenden, um so lange wie möglich in diesem Abenteuer verweilen zu können :) Fazit: Schon lange habe ich keinen so unterhaltsamen historischen Abenteuerroman gelesen. Wortgewaltig, opulent ausgestattet, gewitzt und spannend, der Roman lässt einen die Zeit vergessen. Historisch gut recherchiert und mit einem stimmigen Plot, wirft Tom Hillenbrand beim Leser das Kopfkino an. Wer gerne Abenteuerromane liest, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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Nicht nur für Kaffeeliebhaber
von einer Kundin/einem Kunden aus Zellertal am 29.02.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ich gebe 5 Sterne für diesen wundervollen historischen Roman. Es geht um Obediah Chalon, einen Virtuosen, der sein Leben der Wissenschaft geopfert hat, aber sich auch auf Betrügerei versteht. So gelangt er in den Dienst der VOC (der Vereinigten Ostindischen Compagnie), die ihn aus dem Gefängnis holen, und er... Ich gebe 5 Sterne für diesen wundervollen historischen Roman. Es geht um Obediah Chalon, einen Virtuosen, der sein Leben der Wissenschaft geopfert hat, aber sich auch auf Betrügerei versteht. So gelangt er in den Dienst der VOC (der Vereinigten Ostindischen Compagnie), die ihn aus dem Gefängnis holen, und er sieht sich auf einmal der Aufgabe gegenüber eine Kaffeepflanze aus den Tiefen Arabiens zu stehlen, dem damaligen Reich der Türken. So stellt er ein Team aus vielen aufregenden Charakteren zusammen, die alle sehr unterschiedlich sind und so viel Abwechslung in die Geschichte bringen, und macht sich auf die abenteuerliche Suche. Und auch ein mächtiger Gegenspieler fehlt nicht, der nochmal viel Trubel hinein bringt. Am Anfang war ich etwas skeptisch gegenüber der Hauptperson, sie kam mir zu alt und behäbig vor, aber das legt sich schnell und man lässt sich vollkommen auf die Geschichte ein. Sie hält eine Mischung aus Spannung (Diebstahl, spektakuläre Befreiungen, Schießereien), Liebe, Abenteuer und Romantik bereit, voll von schönen Beschreibungen. Es wird nie langweilig, man ist wie gebannt, auch der Schreibstil ist sehr gut und man kann wirklich kaum aufhören zu lesen. Mir gefällt besonders wenn man die „bekannten“ Schauplätze wie England und Holland verlässt und sich in die orientalische Richtung begibt. Sehr toll fand ich vor allem, dass man so viel aus dem Buch lernen kann. Über Kaffee, Wissenschaft, die historischen Begebenheiten und vieles vieles mehr. Sehr gut hat mir auch die Passage über den eigentlichen Diebstahl gefallen, die in Form einer Geschichte viele Jahr später immer noch erzählt wird. Wer einen neuen spannenden historischen Roman lesen will, hat mit „Der Kaffeedieb“ genau die richtige Wahl getroffen. Das Buch zeigt einem eine in den schönsten Farben beschriebenen Welt, die schon lange zurück liegt, aber so kann man ganz tief in sie eintauchen. Besonders gefällt mir am Ende auch, dass nicht das Geld zählt, sondern die Liebe.

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Der Kaffeedieb
von Rebekka Tammen aus Hannover am 22.02.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist 1683, als Conrad de Grebber, einer der Herren XVII, Obediah Chalon ein Angebot macht, das dieser nicht ablehnen kann. Obediah soll den Osmanen Kaffeepflanzen klauen. 1683 war Kaffee sehr wertvoll und die Osmanen bestimmten den Preis. Alle Versuche, aus den Bohnen in Holland die Pflanzen zu züchten,... Es ist 1683, als Conrad de Grebber, einer der Herren XVII, Obediah Chalon ein Angebot macht, das dieser nicht ablehnen kann. Obediah soll den Osmanen Kaffeepflanzen klauen. 1683 war Kaffee sehr wertvoll und die Osmanen bestimmten den Preis. Alle Versuche, aus den Bohnen in Holland die Pflanzen zu züchten, misslingen und die letzte Möglichkeit ist nun, Obediah mit allen Mitteln auszustatten, die er benötigt, um die Kaffepflanzen zu bekommen. Cover: Wie ein altes Gemälde. Es passt perfekt in die Zeit und hat mich neugierig gemacht. Schreibstil: Ich habe gemerkt, dass sich Tom Hillenbrand mit Geschichte auskennt; mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, weil es wirklich spannend und fesselnd geschrieben ist. Die Karten im Buch sind wunderschön und hilfreich, genauso wie das Glossar und der Anhang. Die Reisevorbereitungen von Obediah sind manchmal zu detailliert beschrieben, das muss man schon mögen, bei der Ankunft in Mocha geht es dann sehr schnell, fast zu schnell, aber spannend, weiter. Ich habe viel über die damalige Zeit gelernt und erfahren - vor allem die Naturwissenschaften und Forschungen haben es mir angetan. Der Kaffeedieb: ein Buch, welches ich nicht aus der Hand legen konnte, weil ich wissen musste, wie die Reise weiter geht. Von Erdbeben, bis zu Verletzungen durch Kämpfe, über "Fremdwörter" (Bostanci-basi, Aga..) bis zu Spionage, Schmuggel und die Machtkämpfe zwischen den vielen Königreichen, die frühen Anfänge der Börse und was damals einfach wertvoll war, wie Kaffee oder auch die Tulpe - in dem Buch gibt es einfach für jeden etwas!

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Ein Husarenstück!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wilhelmshaven am 19.02.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Husarenstück! Eine Räuberpistole! Oceans Eleven im 17. Jahrhundert! Die Zeit, in der "Der Kaffeedieb" spielt, ist schon ohne den Plot spannend. Die Niederländische VOC (Vereinigte Ostindische Kompanie) beherrscht einen Großteil des Welthandels, die Türken reißen sich auf der anderen Seite der Erde alles unter den Nagel, dazwischen ein Haufen... Ein Husarenstück! Eine Räuberpistole! Oceans Eleven im 17. Jahrhundert! Die Zeit, in der "Der Kaffeedieb" spielt, ist schon ohne den Plot spannend. Die Niederländische VOC (Vereinigte Ostindische Kompanie) beherrscht einen Großteil des Welthandels, die Türken reißen sich auf der anderen Seite der Erde alles unter den Nagel, dazwischen ein Haufen raffgieriger europäischer Herrscher, die nicht nur mit Krieg drohen, und natürlich ist es auch die Zeit der großen Glücksritter. Und dazu nun noch ein Wannsinns-Coup: der Diebstahl von Kaffeepflanzen im Auftrag der Niederländer, die nicht länger mit den Türken als Zwischenhändler leben wollen. Um dies zu erreichen stellt die VOC Obediah Chalon in ihre Dienste - einen genialer Organisator, gern auch auf Abwegen unterwegs, wenn es ihm nützt und nicht nur aus Verzweiflung für diesen Diebstahl zu haben. Obwohl die Sache an der Londoner Börse in doch ein wenig in Bedrängnis gebracht hat. Ausgestattet mit einem angenehmen Budget stellt der wiederum eine illustre Truppe zusammen, die es einmal um den halben Erdball zieht. Nicht nur einmal kommen sie nur knapp davon, denn wer glaubt, man würde die Bande einfach machen lassen, liegt vollkommen daneben! In meinen Augen ein absolut gelungenes Buch. Spannend, unterhaltsam und schnell erzählt, voller kleiner, wundervoller Details, die einem das 17. Jahrhundert ins Wohnzimmer holen. Das Ende kam überraschend und der Graf! Allen wegen Vermandois lohnt der Spaß! Zudem ist das Buch zwei wundervoll kolorierten Farben ausgestattet. Gern mehr davon!

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Der Kaffedieb
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 12.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Von virgiliaf Ein historischer Roman, der über die Abenteuer des Obediah Chalon berichtet, der sich auf den Raubzug von Kaffee begibt. Kaffee ist um 1683 gerade in Mode gekommen und die Osmanen haben ein Monopol darauf. Auch ist es bis dato unmöglich den Kaffee wegen des Klimas in nordischen... Von virgiliaf Ein historischer Roman, der über die Abenteuer des Obediah Chalon berichtet, der sich auf den Raubzug von Kaffee begibt. Kaffee ist um 1683 gerade in Mode gekommen und die Osmanen haben ein Monopol darauf. Auch ist es bis dato unmöglich den Kaffee wegen des Klimas in nordischen Ländern anzubauen. Obediah der Fälscher und Betrüger flieht vor einer Gefängnisstrafe von London in die Niederlande. Doch auch hier landet er im Zuchthaus, da er sich an der Börse durch den Kauf von Nelken die er mit ungedeckten Wechseln gekauft hat verspekuliert hat. Durch seine Notlage und um aus dem Gefängnis zu kommen, läßt er sich von der Ostindien-Kompanie anwerben, um mit ein paar anderen Abendteuern die Kaffepfanzen den Osmanen abzujagen. Ein nicht einfaches Unternehmen, da auch andere Machenschaften an Obediahs Plan Interesse haben und ihn verfolgen. Er gerät in einen Sog voller Schwierigkeiten um an die ersehnten Kaffeeplanzen zu kommen. Der Schreibstil was etwas gewöhnungsbedürftig und zu ausschweifend. Stellenweise wurde die Handlung dardurch auch sehr langatmig. Trotzdem eine interessante Geschichte um den Kaffee dem jedoch Spannung fehlte und der eigentliche Diebstahl zu kurz abgefasst wurde. Das Cover eine historische Hafenszene passt 100% in das Zeitalter dieser Story.

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Eintauchaen in die Welt der Schmuggler
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 12.06.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ein historischer Roman, der über die Abenteuer des Obediah Chalon berichtet, der sich auf den Raubzug von Kaffee begibt. Kaffee ist um 1683 gerade in Mode gekommen und die Osmanen haben ein Monopol darauf. Auch ist es bis dato unmöglich den Kaffee wegen des Klimas in nordischen Ländern anzubauen.... Ein historischer Roman, der über die Abenteuer des Obediah Chalon berichtet, der sich auf den Raubzug von Kaffee begibt. Kaffee ist um 1683 gerade in Mode gekommen und die Osmanen haben ein Monopol darauf. Auch ist es bis dato unmöglich den Kaffee wegen des Klimas in nordischen Ländern anzubauen. Obediah der Fälscher und Betrüger flieht vor einer Gefängnisstrafe von London in die Niederlande. Doch auch hier landet er im Zuchthaus, da er sich an der Börse durch den Kauf von Nelken die er mit ungedeckten Wechseln gekauft hat verspekuliert hat. Durch seine Notlage und um aus dem Gefängnis zu kommen, läßt er sich von der Ostindien-Kompanie anwerben, um mit ein paar anderen Abendteuern die Kaffepfanzen den Osmanen abzujagen. Ein nicht einfaches Unternehmen, da auch andere Machenschaften an Obediahs Plan Interesse haben und ihn verfolgen. Er gerät in einen Sog voller Schwierigkeiten um an die ersehnten Kaffeeplanzen zu kommen. Der Schreibstil was etwas gewöhnungsbedürftig und zu ausschweifend. Stellenweise wurde die Handlung dardurch auch sehr langatmig. Trotzdem eine interessante Geschichte um den Kaffee dem jedoch Spannung fehlte und der eigentliche Diebstahl zu kurz abgefasst wurde. Das Cover eine historische Hafenszene passt 100% in das Zeitalter dieser Story.

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Ein Abenteuer mit kleinen Längen
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 24.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Obediah Chalon, ein junger Engländer hat die falsche Religion für das Land. Das kostete ihn seine Familie und seinen gesamten Besitz. Seine Wege, wieder zu Reichtum zu kommen, sind gewitzt, aber nicht immer im Sinne der Obrigkeit. Er ist ein Spieler, den das Risiko reizt. Deshalb nimmt er... Obediah Chalon, ein junger Engländer hat die falsche Religion für das Land. Das kostete ihn seine Familie und seinen gesamten Besitz. Seine Wege, wieder zu Reichtum zu kommen, sind gewitzt, aber nicht immer im Sinne der Obrigkeit. Er ist ein Spieler, den das Risiko reizt. Deshalb nimmt er ein Angebot der Ostindien Kompagnie an, dass ihn aus dem Schuldhaus bringt und ein Abenteuer verspricht. Er ist ein Kind der grade beginnenden Aufklärung, wissbegierig, interessiert an all den neuen Wissenschaften und ihren Entdeckungen. Er wechselt Briefe quer durch Europa, für ihn ist dies das soziale Netzwerk seiner Zeit. Die Kompagnie möchte das Monopol der Osmanen auf Kaffee brechen, deshalb wollen sie aus dem gut geschützten Gebiet Kaffeepflanzen stehlen lassen und Obediah scheint der geeignete Mann. Mit fast unerschöpflichen Mitteln ausgestattet, schart er eine illustre Schar von Spezialisten um sich, - die jeder auf seinem Gebiet- zum Gelingen beitragen sollen. Nur ein sprichwörtlicher Meisterdieb fehlt noch in der Runde und es ist die erste große Hürde, die die Truppe meistern muss, um Louis de Bourbon, ein Sohn linkerhand des Sonnenkönigs, aus schwer bewachter Festungshaft zu befreien. Doch als das Treiben bleibt nicht unbemerkt. Absolutistische Herrscher haben immer panische Angst vor Umstürzen und ihr Spitzelnetz überzieht das ganze Land, so auch in Frankreich, wo Obediah und sein Trupp von Polignac, einem Geheimagenten des Königs, bald minutiös ausspioniert wird. Es ist ein Witz, dass Polignac vieles erkennt, aber total falsche Schlüsse daraus zieht. Die Briefe, die er mit dem Sonnenkönig und mit Roussignol, einem Dechiffrierspezialisten wechselt, haben einen ganz eigenen unverwechselbaren Ton. Diese ganzen Vorbereitungen, die ganzen Planungen, die alle Bereiche der Wissenschaften abdecken, ob Mechanik, Optik oder physikalische Experimente, nehmen einen breiten Teil ein. Der Autor hat dabei wunderbare Recherchearbeit geleistet und lässt uns, die Leser an seinen Erkenntnissen teilhaben. Es gibt kaum einen Abschnitt ohne wissenschaftliche, geschichtliche oder kulturgeschichtliche Einschübe. Auch viele versteckte Zitate sind witzig. Allerdings, das traf zumindest für mich zu, beginnt diese ausgebreitete Gelehrsamkeit manchmal zu ermüden. Vielleicht ist Tom Hillenbrand der Versuchung erlegen, jedes historische Detail seiner Recherchen noch in seinen Roman zu packen. Manchmal ist weniger eben mehr! Auch das Tempo lässt in Laufe der Handlung nach, es gelingt dem Autor nicht immer, die Spannung über die ganzen Kapitel hochzuhalten. Aber das ist wohl Jammern auf hohem Niveau, denn mehr finde ich wirklich nicht anzumerken. Die Sprache ist gelungen, der Wechsel zum Tonfall der einzelnen Protagonisten ebenso. Mit seinen Personal deckt Hillenbrand auch alle Bereiche ab, den Wissenschaftler, den alten Militär, den Spitzbuben, die kokette Kokotte usw. Das Buch ist ein historischer Abenteuerroman, der wunderbar das „Mantel-und-Degen“ Genre abwandelt, es ist auf höchstem Niveau unterhaltsam. Und ganz zum Schluss, darf es auch noch ein romantisch-blumiges Ende geben, ohne das zu viel dechiffriert wird.

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Der Kaffeedieb
von einer Kundin/einem Kunden aus Kasseburg am 10.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe das erste Mal ein Buch von Tom Hillebrand gelesen. Wäre ich bei vorablesen nicht auf diesen Titel gestoßen, hätte das Buch vermutlich kein Interesse in mir geweckt. Jedoch ist der Einband sehr schön gestaltet, wie ein Gemälde. Innen kann man sich eine Landkarte aus dem 17. Jahrhundert... Ich habe das erste Mal ein Buch von Tom Hillebrand gelesen. Wäre ich bei vorablesen nicht auf diesen Titel gestoßen, hätte das Buch vermutlich kein Interesse in mir geweckt. Jedoch ist der Einband sehr schön gestaltet, wie ein Gemälde. Innen kann man sich eine Landkarte aus dem 17. Jahrhundert ansehen. Das macht die gesamte Thematik anschaulicher und regt die Fantasie an. Das Buch handelt von dem Engländer Obediah, welcher zwar adlig aber sehr arm ist und sich mit reichlich illegalem über Wasser hält. Er ist ein Fälscher. Als er erwischt wird, muss er fliehen, kann aber seinen Häschern nicht entkommen und bekommt den Auftrag Kaffeeplanzen zu stehlen als Gegenleistung für seine Freiheit. Hierfür wird er mit Geld und Reisematerial ausgestattet. Kaffee war damals im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Die Pflanzen brachten Reichtum und wurden mit Argusaugen bewacht. Keine leichte Aufgabe also. Das klang schon einmal sehr spannend und machte neugierig auf mehr. Obediah reist also ins osmanische Reich. Auch wenn Obediah kein rechtschaffener Mensch ist, mag man ihn irgendwie, er ist klug, sehr wendig in seinen Gedanken und überlebensfähig in schwierigen Zeiten, jedoch auf seine Art und Weise. Leider lebt dieses Buch, trotz großartiger Charaktäre und spannenden Ideen, wie zum Beispiel Geheimschriften, von langatmigen und ermüdenden Erzählungen und die eigentliche Geschichte tritt oftmals in den Hintergrund. Leider habe ich irgendwann über einige Passagen hinweggelesen, da ich gelangweilt war. Vielleicht habe ich mir hierdurch die eine oder andere Bereicherung genommen. Da ich grundsätzlich Geheimes und die Lösung dazu mag, wurde ich aber auch belohnt und habe vieles in diesem Buch auch genossen. Zudem mochte ich den Hauptdarsteller. Insgesamt hat mir aber die Würze gefehlt, so dass es nicht zu 5 Sternen gereicht hat. Dennoch, für Geschichtsfans sicher ein lesenswerter Roman.

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Der Kaffeedieb
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 24.03.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch ist sehr schön gestaltet, man vermutet gleich beim Einband einen historischen Roman. Auch innen sind alte Karten abgebildet, sodass man sich auch im 17.Jahrhundert zurecht finden kann. Denn in dieser Zeit spielt der Roman. Kaffee kommt gerade groß in Mode und auch die ersten Kaffeehäuser wurden gegründet. Obediah... Das Buch ist sehr schön gestaltet, man vermutet gleich beim Einband einen historischen Roman. Auch innen sind alte Karten abgebildet, sodass man sich auch im 17.Jahrhundert zurecht finden kann. Denn in dieser Zeit spielt der Roman. Kaffee kommt gerade groß in Mode und auch die ersten Kaffeehäuser wurden gegründet. Obediah Chalon, ein verarmter englischer Adliger, ist einer der Kaffeehaussitzer. Er verbringt dort sehr viel Zeit, um seine zahlreiche Korrespondenz zu erledigen. Er unterhält viele Brieffreundschaften bis in den vorderen Orient. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er mit Gaunereien und Betrug. Gefälschte, geplatzte Wechsel werden ihm zum Verhängnis. Jahre später wird er aus einem Gefängnis in Holland entlassen, unter der Bedingung, dass er für die VOC Kaffeepflanzen aus dem Jemen stiehlt. Dies ist eine schwierige, fast unmögliche Aufgabe, aber Obediah stellt sich ihr. Er hat fast unbeschränkte finanzielle Unterstützung und sucht sich so eine komplette Mannschaft zusammen. Einen Kapitän, einen Botaniker und noch andere 'nützliche' Personen. Zum Schluß braucht er noch einen Meisterdieb. Empfohlen wird ihm der Sohn des franz. Königs. Nur dieser sitzt gerade in einem Hochsicherheitsgefängnis. Nach der Befreiung sticht die ganze Mannschaft in See: auf zur Türkei, nach Smyrna. So beginnt ein großes Abenteuer, welches zum großen Teil im arabischen Raum spielt. Die Kaffeepflanzen werden mit Geschick und noch viel mehr Glück nach Europa gebracht..... Die Idee für den ganzen Roman finde ich super, leider hat mir die Umsetzung nicht ganz so toll gefallen. Der Schreibstil lag mir nicht besonders. Lag es an den vielen alten Ausdrücken? Nicht alle waren im Anhang erklärt und ich mußte sie woanders nachschlagen. Auch der Anhang war manchmal störend, da hätte vielleicht ein Sternchen mit Erklärung auf der gleichen Seite, den Lesevorgang nicht so doll unterbrochen. Am Anfang wurde viel von der Korrespondenz abgebildet, das fand ich sehr ermüdend zu lesen. Und innerhalb des Roman, hatte ich oft den Eindruck, es wäre nicht alles von einer Persn geschrieben worden. Die Handlungen runs um Obediah waren flüssig und spannend. Die anderen Handlungen, in der Türkei, in Frankreich usw. wurden immer sehr unrund erzählt. Insgesamt würde ich für dieses Buch 3,5* geben.

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Genussvolles imposantes Abenteuer ...
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 11.03.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Obediah Chalon ist ein verarmter Adeliger, der sich aber trotzdem, wie jeden Morgen einen Kaffee im Londoner Kaffeehaus gönnt. So auch am 21. September 1683, wo er seinen Gedanken nachhängt und sich über seinen neusten Clou der Fälscherei freut, bis ihn die Politik alles zunichtemacht. Er gerät immer mehr... Obediah Chalon ist ein verarmter Adeliger, der sich aber trotzdem, wie jeden Morgen einen Kaffee im Londoner Kaffeehaus gönnt. So auch am 21. September 1683, wo er seinen Gedanken nachhängt und sich über seinen neusten Clou der Fälscherei freut, bis ihn die Politik alles zunichtemacht. Er gerät immer mehr in die Abwärtsspirale, bis man ihm ein lukratives Angebot macht. Da der Kaffee in osmanischer Hand ist und jeder, der nur daran denke, an eine Kaffeepflanze zu kommen mit dem Tod bestraft wird, will man ihn trotzdem, das Unmögliche wagen lassen. Obediah soll mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten Ostindischen Compagnie eine Truppe zusammenstellen und das Abenteuer angehen. Wird diese Reise ein Erfolg werden? Kann Obediah überhaupt solch ein Unternehmen leiten? Und ist ihm überhaupt bewusst, welche Mächtigen er dadurch auf dem Plan ruft? Europa brodelt und das Abenteuer beginnt. Ein neuer Roman von Tom Hillenbrand, da spitze ich die Ohren, da kribbelt es in meinen Fingern und da schaute ich echt nicht schlecht. Eine historische Geschichte? Aus seiner Feder? Obwohl er uns doch immer mit kulinarischen Krimis versorgt, oder mit einem Blick in die Zukunft. Egal, ich muss es lesen und es geht ja um Kaffee, der Droge schlechthin. Außerdem habe ich schon lange nichts mehr historisches gelesen gehabt, also ist das doch der perfekte Zeitpunkt. So dachte ich und bin über die ersten Seiten eingeschlafen. Daran ist gar nicht mal das Buch Schuld, aber man sollte sich für so einen Roman Zeit nehmen. Für mich war der Einstieg recht hart zu lesen, nach dem ganzen anstrengenden Bürotag, dann mich ins 17. Jahrhundert zu denken und Obediah zu folgen, war für mich am Anfang ein bisschen schwer, denn seien wir mal ehrlich, so eine Geschichte muss sich erst mal aufbauen. Der Leser muss sich zuerst in die Zeit einfinden, den Hauptprotagonisten kennenlernen und dann seiner Misere und deren Konsequenzen folgen wollen. Dafür hat sich der Autor genug Zeit genommen und damit ein Rund um Bild des Europas jener Zeit geschaffen. Wir haben Kriege, Intrigen, Religionsfragen, Handelskomplotte, Arm und Reich sehr nah beieinander und überhaupt einen bunten Mix aus Kostümen und Sprachgestaltung. Odediah Chalon ist eine Figur seiner Zeit, eigentlich besitzt er nichts und möchte trotzdem zu den Großen gehören. Er ist intelligent, stolz und liebt es seinen Verstand zu gebrauchen, knifflige Probleme zu lösen, Clous auszuhecken und sorgt so für einige Schmunzler, weil er mit Menschen nicht unbedingt so viel anfangen kann. Er ist ein Virtuoso, ein Möchtegern Forscher, der sich für alles interessiert, aber nicht wirklich, was schafft, der gern mitredet und seine Meinung unter seinesgleichen vertritt, ein Briefeschreiber. Zu Beginn fand ich ihn recht gewöhnungsbedürftig und ein bisschen fade, aber er entwickelt sich und wird mit Seite um Seite interessanter und sympathischer. Überhaupt hat sich der Autor hier ganz individuelle Figuren einfallen lassen. Ich möchte hier gar nicht auf jeden Einzelnen eingehen, aber sie sind so unterschiedlich, richtige Persönlichkeiten und das Beste, beim Lesen hat man ein Gesicht im Kopf und kann alle problemlos voneinander unterscheiden. Tom Hillenbrand hat hier wirklich ganz tolle exzentrische, wunderbare Figuren geschaffen und sie sehr mit Leben gefüllt. Nachdem ich also den Anfang überstanden hatte, war ich drin. Ich steckte mitten im Abenteuer, bin in einer Verfolgungsjagd geraten, habe die Gischt von Kanonenkugeln, die ins Wasser klatschen, im Gesicht gespürt, habe wild mit gefochten und habe der Audienz beim Sonnenkönig beigewohnt. Diese ganze Reise ist so aufregend, spannend und man ist voll dabei, und als ob das nicht schon großartig genug wäre, spinnen sich auch noch um unsere Kaffeebande politische Intrigen zusammen. Es ist wie ein richtiger Klassiker zu lesen und machte mir genauso Spaß. Je tiefer man in der Geschichte ist, umso schlechter kann man aufhören, es ist, als ob einem die Zeit mit abläuft. Tom Hillenbrand spinnt hier ein wahres Netz aus Zeit, Geschichte, Figuren und lässt es sehr harmonisch zusammenwirken und ich muss gestehen, ich fühlte mich so wohl, wie in einem Musketier Abenteuer. Bis auf die kleinen Längen am Anfang ist dies ein wirklich farbenprächtiges Kopfkino der feinsten Güte gewesen.

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Der Kaffeedieb
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 10.03.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Der Kaffeedieb von Tom Hillenbrand ist der erste Roman, den ich von dem Autor lese. Das Buch macht einen guten Eindruck, das Bild auf dem Einband mit den alten Segelschiffen gefällt mir sehr gut. Innen gibt es eine Landkarte des 17. Jahrhundert, zeigt schön wo man gerade ist. Der Engländer Obediah... Der Kaffeedieb von Tom Hillenbrand ist der erste Roman, den ich von dem Autor lese. Das Buch macht einen guten Eindruck, das Bild auf dem Einband mit den alten Segelschiffen gefällt mir sehr gut. Innen gibt es eine Landkarte des 17. Jahrhundert, zeigt schön wo man gerade ist. Der Engländer Obediah Chalon, ist ein katholischer armer Adliger, Sein Vater wurde hingerichtet und das Gut wurde enteignet. Er schlägt sich mit Fälschungen von Wechseln durch. Als er auffliegt flieht er nach Holland, aber da kommt er schnell in den Kerker. Da bekommt er das Angebot, Kaffeepflanzen aus dem osmanischen Reich zu stehlen und in die Niederlande zu bringen. Entweder das oder er bleibt im Kerker. Ziemlich viel wird von der Vorbereitung zu diesem lebensgfährlichen Cup erzählt. Die Pflanzen werden gut bewacht. Daneben erfährt man noch einiges von dem Weltgeschehen Europas. Die ganze Art und Weise dieses Romans, kann mich nicht richtig überzeugen. Das liegt wohl hauptsächlich an mir, ich hatte mir etwas anderes vorgestellt. Obediah Chalon gefällt mir als Typ gar nicht und die anderen Personen kommen bei mir auch nicht an. Der Schreibstil ist flüssig und wer sich wirklich für dieses Genre interessiert, dem gefällt der Roman bestimmt

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der Kaffeedieb
von einer Kundin/einem Kunden aus Pirna am 27.02.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die frühe Neuzeit, Zeit zahlreicher Veränderungen und Neuerungen. Die Schwelle zwischen Ende einer alten Ära und dem Beginn einer Neuen, besonders des frühen Kapitalismus. Neue Waren erobern die europäische Welt, viele davon Waren aus den zahlreichen Kolonien. Kaffee und Tee werden zum Symbol von Mode, dann schließlich Leistung, Zucker... Die frühe Neuzeit, Zeit zahlreicher Veränderungen und Neuerungen. Die Schwelle zwischen Ende einer alten Ära und dem Beginn einer Neuen, besonders des frühen Kapitalismus. Neue Waren erobern die europäische Welt, viele davon Waren aus den zahlreichen Kolonien. Kaffee und Tee werden zum Symbol von Mode, dann schließlich Leistung, Zucker ersetzt Honig, Kartoffeln ernähren eine immer stärker wachsende Bevölkerung. Es gilt, sich entweder zu behaupten und zu schwimmen, oder kläglich zu ertrinken. Tom Hillebrand beschäftigt sich mit dieser Periode der Umbrüche (1683). Obwohl gerade die gehobene Gesellschaft immer mehr dazu neigt, Kaffee zu trinken, ist es dennoch schwer, an die begehrte Ware zu kommen. Die Osmanen wachen mit Adlerauge über die Beibehaltung ihres Kaffeemonopols. Geradezu waghalsig erscheint da der Plan Obediahs, der den Kaffee unter der Hand aus dem arabischen Mokka in die europäischen Gefilde schmuggeln will. Der junge Händler Obediah lässt sich von seinen ruinösen Verlusten an der Londoner Börse nicht schrecken, sondern wagt das Unmögliche und überzeugt sogar die Vereinigte Ostindische Compagnie, ihm finanzielle Unterstützung für die Zusammenstellung eines Expertenteams zu geben. Obwohl das Vorhaben zunächst unter einem guten Stern zu stehen scheint, wird schließlich eine zunehmend schwierige Odyssee daraus, die sowohl Unterstützer als auch unerwünschte Aufmerksamkeit von gegnerischer Seite findet. Durchaus realistisch wird das Buch trotz des Vorhabens durch einen lebendigen Erzählstil, der in der erlebten Rede verfasst ist. Das Werk ist durchaus charaktergezogen: Obediah ist vielschichtig und als Hauptperson interessant zu begleiten. Man fragt sich unwillkürlich, was auf der nächsten Seite erzählt wird. Geschichtsbegeisterung ist beim Lesen besonders förderlich, da der Leser Einblick in viele gut recherchierte Hintergründe erhält. Meine Schlussfolgerung: Gutes Buch, spannend zu lesen.

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Solider Abenteuerroman vor historischer Kulisse
von Wedma am 27.01.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

21 September 1683. London. Ein Kaffeehaus in dem Obediah Chalon seinen morgendlichen Kaffee genießt (wie Engländer ihren Kaffee damals tranken, ist ein Thema für sich, wird später auch erläutert). Obediah ist ein ungewöhnlicher Held, keineswegs makellos und in jeder Hinsicht moralisch überlegen. Er ist ein Naturphilosoph, ein Virtuoso von... 21 September 1683. London. Ein Kaffeehaus in dem Obediah Chalon seinen morgendlichen Kaffee genießt (wie Engländer ihren Kaffee damals tranken, ist ein Thema für sich, wird später auch erläutert). Obediah ist ein ungewöhnlicher Held, keineswegs makellos und in jeder Hinsicht moralisch überlegen. Er ist ein Naturphilosoph, ein Virtuoso von etwa 27 Jahren, von dicklicher Statur, da er eher mit dem Kopf als mit den Händen zu arbeiten gewohnt ist. Das Lesen naturphilosophischer Traktate und das Experimentieren ist alles, wofür er sich interessiert. So manches, vor allem die Geschichte seiner Familie, die viele Katholiken in der englischen Provinz zu diesen Zeiten geteilt haben, hat ihn u.a. dazu getrieben, in London auf der Börse zu spekulieren (wie dies damals funktionierte wird auch eingängig dargestellt) und die gefälschten Wertpapiere als Sicherheit zu hinterlegen. Als eine Wette platzt, muss er aus London fliehen und sich in Amsterdam einen sichereren Unterschlupf suchen. Bloß da kommt er vom Regen in die Taufe. Vom mächtigen wie skrupellosen Konsortium VOC wird er auserkoren, Diebstahl von etwas unermesslich Kostbarem zu organisieren und durchzuführen. Die finanziellen Mittel werden gestellt. Etwa die Hälfte des Buches beschreibt die Vorbereitungen und der Rest ist eine Reise voller Abenteuer in die Türkei, Hafen von Smyrna, von dort aus ins Landesinnere zum Berg, wo der Schatz Tag und Nacht bewacht wird, mit kurzem Zwischenaufenthalt in Neapel zu Karneval, und zurück nach Holland. Besonders in der zweiten Hälfte wird es spannend. Konflikt auf Schritt und Tritt gibt es im gesamten Verlauf zw. allen Figuren, aber auf der Reise sind die Konflikte ergreifender, es geht um mehr: um den Erfolg der ganzen Expedition und oft ums Leben und Tod. Die Figuren sind schon sehr unterschiedlich. Dies betrifft sowohl Obediahs Mannschaft, die recht vielfältig und international ausfällt: eine junge, schöne Italienerin als Schauspielerin und Verwandlungskünstlerin, ein italienischer General reifen Alters, der in der Türkei einige Zeit verbracht hat und sowohl der Sprache als auch der Mentalität und der Kultur mächtig ist, als Pendant zu ihm ein französischer Jüngling. Dazu kommen der französische Meisterdieb des königlichen Geblüts, den man erst aus dem Knast befreien muss, ein dänischer Schiffskapitän und der kleinadelige Engländer Obediah, der Kopf der Unternehmung. Es gibt später auch Wandler, i.e. jemand, der anders ist, als er zu sein scheint. Zum Schluss trifft man auch den französischen König Louis XIV und seine Höflinge, wohnt dem Bäckeraufstand in Paris bei, usw. Für die Figuren konnte ich mich absolut begeistern. Sie kamen mir so lebendig und zum Greifen nah vor: jede hatte seine Vorgeschichte, eigenen Charakter, eigene Ziele. Sie agierten so authentisch, dass ich sie auch Tage nach dem Ende des Romans vor meinem geistigen Auge herumwandern sah. Abenteuer, die sich in mehreren Ländern abspielen, bereiten besonders den Fans von historischen Romanen einige vergnügte Lesestunden. Fundierte Geschichtskenntnisse, sowohl vom Orient als auch vom Okzident, waren erforderlich, um diese beachtliche Menge an Details, die das Leben in Europa und in der Türkei von 1683-1686 vor Augen der Leser lebendig werden lassen. Die Atmosphäre mit den Realien der damaligen Zeit kommt gut zur Geltung, und erst recht die politische Lage mit all den Interessenvertretern und deren Intrigen. Es gibt auch einige Überraschungen zum Schluss. Was mich weniger begeistern konnte: Vieles ist zwar clever eingefädelt: Man sieht, dass der Autor sich um bessere Darbietung Gedanken gemacht hat. Dennoch ist mir manches zu konstruiert vorgekommen. Z.B. In der Geschichte tauchen oft die Briefe auf, insb. die an „Durchlauchtigste und allerchristlichste Majestät“ Louis XIV von seinem Experten fürs Entziffern chiffrierter Briefe Rossignol. Anfang ist im Februar 1686, als Obediah durch seine Vorbereitungsaktivitäten für Geheimdienst interessant wird, und im Roman auf S. 63. Oft fassen diese Berichte die politische Lage zusammen und interpretieren das Agieren Obediahs und seinen Weggefährten auf eigene, manchmal sehr abenteuerliche Art und Weise. Der Stil der Briefe ist schon authentisch, aber recht anstrengend. Diese Briefberichte, die über die gesamte Länge des Romans auftauchen, wie die darin enthaltenen Zusammenfassungen der vorherigen Ereignisse, ließen mich die Infoversorgung doch etwas eleganter wünschen. Die Spannung flachte für mich ab. Im letzten Brief von Februar 1689 wird alles nochmals zusammengefasst. Die Vorbereitungen in der ersten Hälfte waren mir stellenweise zu breit erzählt. Manche Themen, wie die Astrologie, wie sie zu den Zeiten in der naturphilosophischen Diskussion stand, hatten doch wenig mit dem Hauptthema zu tun. Auch von der europäischen Politik in Frankreich, England, Holland, Österreich, Spanien, Deutschland zu diesen Zeiten erfährt man jede Menge, denn Obediah landet zwischen all den Fronten. Die Darbietung war mir doch eine Spur zu klobig. Manches kam mir unnötig dramatisiert vor. Auch dass die Kernschlüsse und Zusammenhänge unbedingt dem Leser auf die Nase gebunden werden mussten, hat bei mir auf wenig Begeisterung gestoßen. Der Widersacher Obediahs hatte mir zu wenig Biss. Zum Schluss wurde damit etwas besser. Die Darstellung des eigentlichen Diebstahls kam mir etwas unlogisch vor, obwohl es eine ganz gute Idee insgesamt war. Für die o.g. „Vergehen“ ziehe ich einen Stern ab. Obwohl es auch um die Liebe geht und es Liebesszenen, nicht unbedingt im gewöhnlichen Sinne der Romanzen gibt, sowie Aussagen zum Thema Liebe, ist es gewiss kein Liebesroman, eher ein Abenteuer vor historisch-politischer Kulisse. Gut möglich, dass bestimmter Grad persönlicher Reife erforderlich ist, um in vollen Genuss der Geschichte zu kommen. Aber es ist alles eingehend erklärt worden. Fazit: Ein guter Roman, auf jeden Fall solide Arbeit, eine enorme intellektuelle Leistung, die mir einige erfüllte Lesestunden bereitet hat. Ich vergebe gerne vier Sterne und eine Leseempfehlung für Fans historischer Abenteurerromane.

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