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Der katholische Bulle / Sean Duffy Bd.1

Roman

(7)
Belfast befindet sich im Ausnahmezustand. Detective Sergeant Sean Duffy ist neu in der Stadt, und gleich bei seinem ersten Fall – der Suche nach einem Serienkiller – muss er sich ins Zentrum des Terrors begeben.
Sean Duffy ist wahrscheinlich der einzige katholische Bulle in ganz Nordirland, denn es ist 1981, und »katholisch sein« steht vor allem für eines: IRA. Die Paramilitärs haben der Polizei den Krieg erklärt, nehmen sie, wo es nur geht, unter Beschuss, jagen Polizeiautos in die Luft. Ihnen gilt Duffy als Verräter. Doch auch unter den Kollegen in Carrickfergus, einem Vorort von Belfast, wohin er nach seiner Beförderung gerade erst versetzt wurde, muss sich der junge Polizist sein Ansehen erkämpfen. Entlang der Frontlinien ermittelt Duffy in zwei Mordfällen, hinter denen ein Serienkiller zu stecken scheint. Eines der Opfer stand in Verbindung mit den höchsten IRA-Kreisen, wo Duffy auf eine Mauer des Schweigens trifft, da jeder, der den Mund aufmacht, mit dem Schlimmsten rechnen muss …
Rezension
"Rasant, raffiniert, ein Krimi durch und durch."
The Guardian
Portrait
Adrian McKinty, geboren 1968, wuchs in Carrickfergus in der Nähe von Belfast auf. An der Oxford University studierte er Philosophie, dann übersiedelte er nach New York. Sechs Jahre lebte und arbeitete er in Harlem, u. a. als Wachmann, Vertreter, Rugbytrainer, Buchhändler und Postbote. 2001 zog er nach Denver, seit 2008 wohnt er mit seiner Familie in Melbourne.
Peter Torberg, geboren 1958 in Dortmund. Er übersetzte u.a. Oscar Wilde, Mark Twain, Raymond Federman, Michael Ondaate, Rudyard Kipling und für DuMont James Coltrane und James Buchan.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 14.07.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46523-3
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 212/152/21 mm
Gewicht 391
Originaltitel The Cold Cold Ground
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 41.004
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Der katholische Bulle“

Sabrina Küpper, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

Was soll ich sagen, dass war definitiv einer der besten Krimis im Jahr 2014. Die tolle Mischung aus dem grimmigen Humor von Sean, dem katholischen Polizisten, der in einem protestantischen Viertel am Rand von Belfast lebt und plötzlich feststellt, dass die ja gar nicht so übel sind. Der geschichtliche Bezug, wie sich das Leben damals, Was soll ich sagen, dass war definitiv einer der besten Krimis im Jahr 2014. Die tolle Mischung aus dem grimmigen Humor von Sean, dem katholischen Polizisten, der in einem protestantischen Viertel am Rand von Belfast lebt und plötzlich feststellt, dass die ja gar nicht so übel sind. Der geschichtliche Bezug, wie sich das Leben damals, 1981, in Belfast abgespielt hat und ein brutaler Mord aus niedrigen Beweggründen. Das sind die perfekten Zutaten für große Literatur, die einen bis zur letzten Seite fesselt. Gerne mehr davon.

„Gefährliche Zeit für Bullen“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Schon bei der Hardcover-Ausgabe dieses Kriminalromans fragte ich mich, wer wohl in Belfast/Nordirland, 1981, damals gerne Bulle war und dann auch noch katholisch ; ein potentieller Verliererstatus sozusagen?! Der junge Sean Duffy hat an der Uni Psychologie studiert, besitzt ein preisgünstiges Häuschen in einem protestantischen Wohnviertel Schon bei der Hardcover-Ausgabe dieses Kriminalromans fragte ich mich, wer wohl in Belfast/Nordirland, 1981, damals gerne Bulle war und dann auch noch katholisch ; ein potentieller Verliererstatus sozusagen?! Der junge Sean Duffy hat an der Uni Psychologie studiert, besitzt ein preisgünstiges Häuschen in einem protestantischen Wohnviertel (!) und überlegt sich jeden Morgen vor Dienstantritt genau, ob er erst unter seinem geparkten Wagen nach einer Bombe sucht, bevor er einsteigt und losfährt....Als ein Toter mit abgetrennter Hand gefunden wird, sieht vordergründig alles nach Rache an einem Informanten aus, aber es gibt da noch die Hand eines anderen Toten ,der ehrgeizige junge Polizist bekommt schwulenfeindliche Hinweise, sein Chef will schnelle Ergebnisse, die politische Dauereskalation mit Bombendrohungen, Hungerstreiks in Gefängnissen und Strassenkämpfen schafft eine Atmosphäre der ständigen finsteren Bedrohung, die die kleine Truppe gestresster Polizisten nur mit viel Galgenhumor und teilweisem Wegsehen einigermaßen heile übersteht. Als Duffy einen Frauen-Selbstmord auf eigene Faust untersucht, gibt es richtig Ärger....Autor Adrian McKinty , selber aufgewachsen im Dublin der siebziger Jahre, weiss genau wovon er schreibt, man kann sein Irland der Gewalt und der Ohnmacht förmlich riechen, schmecken und fühlen.Sein ehrgeiziger junger Bulle Sean Duffy hat den richtigen Riecher, aber wird er seine Nachforschungen auch überleben ? Da dies der 1.Teil einer Trilogie ist, lieber Leser, sollten Sie da guter Hoffnung sein, aber ebenfalls auch froh, zu dieser Zeit in Nordirland nicht der katholische Bulle gewesen zu sein ! Insgesamt schon recht beeindruckend, Mr.McKinty, dann gönnen wir uns doch mal Tl.2 !?!

„ "Feige? Sicherlich. Lebendig? Aye." (Auch EBooks dürfen politisch interessant sein)“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss


Andere Zeiten, andere Sitten... Wann haben Sie das letzte Mal unter ihrem Auto nachgesehen, ob eine Bombe angebracht ist? Jeden Morgen, vor jeder Fahrt? Und das, obwohl Sie harte Krimis lesen..? Dies ist kein harter Krimi. Dies war gottverdammte Realität. In den 80ern.

McKinty zaubert eine Zeit aus dem literarischen Hut,

Andere Zeiten, andere Sitten... Wann haben Sie das letzte Mal unter ihrem Auto nachgesehen, ob eine Bombe angebracht ist? Jeden Morgen, vor jeder Fahrt? Und das, obwohl Sie harte Krimis lesen..? Dies ist kein harter Krimi. Dies war gottverdammte Realität. In den 80ern.

McKinty zaubert eine Zeit aus dem literarischen Hut, die längst vergessen scheint, passé, Geschichte. Ausgestanden ist es noch lange nicht, - nur weil das mediale Interesse sich andersweitig verlustiert... (vielleicht sollten wir uns darum mal Sorgen machen!?) GREAT Britain, mit Schlagknüppel und IRA Bomben in der Flagge, - wissen Sie noch?

Für alle anderen: dies ist ein brillanter, klassischer Polizeithriller, spannend, lakonisch, präzise. Auf einer Ebene mit jedem Rankin, McBride et.al. Perfekt aufgebaut. Schnodderig und chipsgetränkt auf den Punkt. Geraucht wurde damals noch in jeder Situation. Nachgedacht auch.

Sicherlich ist dieses einer der politisch interessantesten Krimis, die ich jemals gelesen habe, was aber auch daran liegt, dass ich in dieser Zeit politisch erwachsen wurde. Nichtsdestoweniger funktioniert das Buch aber auch so. Als guter Krimi. Jedenfalls passt dieses Buch perfekt zu Suhrkamp: Politik und Unterhaltung. Seitdem ich denken kann.

Cooler Ermittler, guter Plot, perfekte Auflösung...Intellektuelles Krimiherz, - was willst Du mehr?!

Kaufen, lesen, - zufrieden sein. Mehr ist die Welt nicht. Believe you me.

"Milebush Tower war einer dieser schissfarbenen viergeschossigen Betonblöcke, die in den Sechzigern und Siebzigern in den Sozialghettos von Ulster errichtet worden waren. Die Häuser waren feucht, kalt und anscheinend absichtlich lieblos. Wenn man sich den Schlüssel abholte, gab einem das Wohnungsbauamt wahrscheinlich auch gleich ein Informationsblatt über Selbstmord dazu."

McKinty leistet Großes; coolen Krimi mit coolem Ermittler und als Sahnehäubchen Zeitgeschichte pur.

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Belfast in den 80er Jahren dient als Schauplatz für eine gelungene Krimi-Serie. Ein katholischer Polizist, im protestantischen Umfeld per se verdächtig, löst einen brutalen Fall. Belfast in den 80er Jahren dient als Schauplatz für eine gelungene Krimi-Serie. Ein katholischer Polizist, im protestantischen Umfeld per se verdächtig, löst einen brutalen Fall.

Andrijana Prce, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Atmosphärischer Krimi aus der Vor-Internet-Zeit. Spannend aber unaufgeregt. Man spürt förmlich die Geschichte des Nordirlandkonflikts und den irischen Regen. Atmosphärischer Krimi aus der Vor-Internet-Zeit. Spannend aber unaufgeregt. Man spürt förmlich die Geschichte des Nordirlandkonflikts und den irischen Regen.

Laura Jung, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Sehr spannend, sehr irisch, neblig und regnerisch. Mit total coolem Ermittler, der immer einen klugen Spruch auf den Lippen hat. Sehr spannend, sehr irisch, neblig und regnerisch. Mit total coolem Ermittler, der immer einen klugen Spruch auf den Lippen hat.

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Sean Duffys erster Einsatz im Pulverfass Nordirland. McKinty lässt die 80er Jahre aufleben und erzählt dabei einen spannenden Krimi in realistischem Setting, mit Humor! Sean Duffys erster Einsatz im Pulverfass Nordirland. McKinty lässt die 80er Jahre aufleben und erzählt dabei einen spannenden Krimi in realistischem Setting, mit Humor!

Natascha Bauer, Thalia-Buchhandlung Ulm

Ein klasse Krimi der grade durch die Geschichte um die Konflikte im Irland der 80er nochmal mehr an Spannung gewinnt. Ein klasse Krimi der grade durch die Geschichte um die Konflikte im Irland der 80er nochmal mehr an Spannung gewinnt.

G. D., Thalia-Buchhandlung Hagen

Ein Krimi mit einem sehr sympathischen Protagonisten und geschichtlichem Hintergrund.
Gerne mehr davon!
Ein Krimi mit einem sehr sympathischen Protagonisten und geschichtlichem Hintergrund.
Gerne mehr davon!

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Kundenbewertungen


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Packend!
von Wencke Happ am 21.07.2014

Dieses Buch lässt sich nicht mehr aus der Hand legen. Sean Duffy ist ein katholischer Polizist in Nordirland Ende der siebziger Jahre. Als eine Leiche gefunden wird, sieht es oberflächlich wie ein Verrätermord der IRA aus. Doch es ist nichts, wie es scheint und die Ermittlungen laufen bald auf Hochtouren. McKinty... Dieses Buch lässt sich nicht mehr aus der Hand legen. Sean Duffy ist ein katholischer Polizist in Nordirland Ende der siebziger Jahre. Als eine Leiche gefunden wird, sieht es oberflächlich wie ein Verrätermord der IRA aus. Doch es ist nichts, wie es scheint und die Ermittlungen laufen bald auf Hochtouren. McKinty hat mit diesem Buch ein atmosphärisch dichtes Lesevergnügen geschaffen, das einen ab der ersten Seite in den Bann zieht.

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IRA, RUC, UVP, UDA, USW..
von einer Kundin/einem Kunden aus Osterwald am 31.05.2016

Sean Duffy ist Polizist im Belfast der 80er Jahre. Hier herrschen zu dieser Zeit bürgerkriegsähnliche Zustände, keine guten Voraussetzungen für eine Mordermittlung. Zudem ist Duffy noch Katholik, was von der IRA als Verrat angesehen wird, schließlich arbeitet die Polizei für die Briten. Sein erster Fall scheint ein Serienmörder zu... Sean Duffy ist Polizist im Belfast der 80er Jahre. Hier herrschen zu dieser Zeit bürgerkriegsähnliche Zustände, keine guten Voraussetzungen für eine Mordermittlung. Zudem ist Duffy noch Katholik, was von der IRA als Verrat angesehen wird, schließlich arbeitet die Polizei für die Briten. Sein erster Fall scheint ein Serienmörder zu sein, der Homosexuelle tötet. Doch auch der vermeintliche Selbstmord einer jungen Frau beschäftigt Duffy. Mit reichlich unkonventionellen Methoden und viel Herzblut versucht er diese Fälle trotz all der Steine, die ihm von verschiedenen Seiten in den Weg gelegt werden, zu lösen. Der Ermittler Duffy ist nicht immer der sympathische Gutmensch, wie man es aus einigen anderen Krimis kennt - er ist teilweise aggressiv, trinkt zuviel und nimmt Geschenke von Verbrechern an. Allerdings behält er immer das Ziel, die Wahrheit herauszufinden, im Blick. Für mich waren diese ganzen Abkürzungen und Namen der politischen Gruppen sehr verwirrend. Das hat meinen Lesefluss ein ums andere Mal gestört. Grundsätzlich finde ich die Idee aber gut, einen Krimi in diesem Milieu anzusiedeln, und so auch Einblick in die damaligen politischen Verwirrungen zu bekommen und auch in den Berufsalltag eines Polizisten zu der Zeit. Bis auf diese mir nicht immer bekannten Begriffe fand ich den Sprachfluss und den Schreibstil aber gut und flüssig und die Handlung recht spannend.

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Mörderisches Nordirland
von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2015

Das Buch läßt mich einigermaßen zwiegespalten zurück. Der Protagonist Sean Duffy wurde sehr gut beschrieben und wirkte trotz einiger Schwächen sympathisch. Im protestantisch geprägten Nordirland hatte er einen schweren Stand.Die Ermittlungen in zwei Mordfällen und einem angeblichen Selbstmord liefen zähflüssig. Im Jahre 1981 hatte die Polizei noch nicht die Unterstützung durch moderne... Das Buch läßt mich einigermaßen zwiegespalten zurück. Der Protagonist Sean Duffy wurde sehr gut beschrieben und wirkte trotz einiger Schwächen sympathisch. Im protestantisch geprägten Nordirland hatte er einen schweren Stand.Die Ermittlungen in zwei Mordfällen und einem angeblichen Selbstmord liefen zähflüssig. Im Jahre 1981 hatte die Polizei noch nicht die Unterstützung durch moderne Technik wie heute. Sehr gelungen fand ich die Einbindung der politischen Geschehnisse der damaligen Zeit in die Geschichte. Der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen.Durch den ständigen Wechsel zwischen Mordermittlung,politischer Lage,Geplänkel mit den Nachbarn,Beziehungsanbahnung,war die Lektüre sehr anstrengend. Buchtitel: Der katholische Bulle

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Nichts wie es scheint
von einer Kundin/einem Kunden am 18.04.2015

Mai 1981. Sean Duffy ist neu in der Stadt. Der frisch beförderte Detective Sergeant ist einer der wenigen katholischen Polizisten in Nordirland und jeder in der Stadt scheint es zu wissen. Duffy arbeitet nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums der Psychiologie an der Queen's University für das Carrickfergus RUC und... Mai 1981. Sean Duffy ist neu in der Stadt. Der frisch beförderte Detective Sergeant ist einer der wenigen katholischen Polizisten in Nordirland und jeder in der Stadt scheint es zu wissen. Duffy arbeitet nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums der Psychiologie an der Queen's University für das Carrickfergus RUC und ist mit seinem ersten Fall befasst. Mitten in den Unruhen des Nordirlandkonfliktes wird ein Mann um die Dreißig tot aufgefunden. Sein Hinterkopf wurde weggeschossen, sein Gesicht halb eingefallen, die rechte Hand abgetrennt. Zunächst sieht alles nach einer „gewöhnlichen“ Exekutierung eines Informanten aus. Doch die Hand, die bei der Leiche gefunden wird, gehört einem anderen, und zwar Andrew Young, bekannter Homosexueller, der wenig später ebenfalls tot aufgefunden wird. Der Tote Nr. 1, Tommy Little, ist wesentlich bedeutender, als zunächst angenommen. Er ist Kopf der FRU. Ein Serienmörder bringt Homosexuelle um. Zumindest hat es den Anschein. Duffy erhält anonyme Schreiben, in denen der Mörder weitere Taten ankündigt, sofern die Vorfälle nicht öffentlich gemacht werden. Die Ressourcen der Polizei sind erschöpft, da wird Lucy Moore, Exfrau eines Hungerstreikenden, die kurz vor Weihnachten spurlos verschwunden ist, erhängt im Wald aufgefunden. Nach Aussage der Familie wollte sie nach Belfast; Freunde besuchen. Was die Familie bisher nicht wusste, Lucy war schwanger. Statt nach Belfast, war sie tatsächlich auf dem Weg nach Glasgow, um abzutreiben. Doch dazu kam es jedoch nicht. Nur zwei Tage nachdem sie Kind zur Welt gebracht hat, begeht offensichtlich sie Selbstmord begangen. Lucy wird erhängt im Woodburn Forest aufgefunden. Keiner stellt einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen her. Nur Duffy hat ein ungutes Gefühl, wie sollte es auch anders sein. Weder glaubt er daran, dass ein Serienmörder Nordirland heimsuchen könnte, noch dass Lucy Selbstmord begangen hat. Er beginnt zu ermitteln, verrennt sich und muss schließlich die „Schwulenmorde“ abgeben. (Mangels öffentlichem Interesse wurde in Lucys Fall die Akte längst geschlossen.) Duffy behält Recht und es kommt zu einem dramatischen Show-down, bei dem der tragische Held schwer verletzt wird. Er überlebt wie durch ein Wunder. Des Rätsels Lösung serviert der Täter, der neue Chef der FRU und gleichzeitiger Spitzel der IRA, Freddie Scavanni, Duffy schließlich auf dem Silbertablett, er erläutert ihm die großen Zusammenhänge und gesteht bei der Gelegenheit noch einen weiteren Mord. Das Buch liest sich spannend, schließlich ist der Weg das Ziel. Die Buchstabensuppe der irischen Organisationen ist jedoch äußerst verwirrend, insbesondere wenn man mit den nordirischen „Troubles“ nur ansatzweise vertraut ist. Durchaus ein Roman, denn man weiterempfehlen kann.

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andere Zeiten
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 18.12.2014

So lange ist es ja gar nicht her, die Zeit, in der dieser Krimi spielt. Und in den 80-gern war damals bereits ein Teenager - aber dennoch war es richtig exotisch für mich, in diesem Buch nochmal zu lesen, was es alles gab und was nicht. Damit meine ich... So lange ist es ja gar nicht her, die Zeit, in der dieser Krimi spielt. Und in den 80-gern war damals bereits ein Teenager - aber dennoch war es richtig exotisch für mich, in diesem Buch nochmal zu lesen, was es alles gab und was nicht. Damit meine ich nicht nur technische Errungenschaften und forensische Mittel sondern auch Leute und Geschehnisse - Papstattentat, Dianas Hochzeit etc. - die mich ständig innehalten und in der Vergangenheit schwelgen ließen. Dazu kommt noch die hochexplosive Stimmung von Bombenattentaten und IRA-Kämpfen, die mir damals wie heute erschreckend für ein westliches ja europäisches Land anmuten. Diesen Teil der Geschichte fand ich besonders gut beschrieben. Die Atmosphäre kam gut rüber, auch die Ambivalenzen gegen Sean als katholischen Bullen in seinem neuen Wohnviertel und bei der Arbeit. Dennoch hatte ich leichte Schwierigkeiten mich für Sean zu erwärmen und er bleib mir trotz allem eher fremd und und undurchschaubar. Geschätzt habe ich an ihm seine sture irische Ader, die ihn hartnäckig nach den wahren Schuldigen suchen lässt. Nie verliert er das Ziel aus den Augen, wirkt integer in einer Welt des Chaos und der Umstrukturierung. Der Kriminalfall ist verwickelt und lässt den Leser zappeln, bevor man der Lösung näher kommt. Mir war der Schreibstil oft etwas zu knapp und abgehackt. Zeitweise hastet die Handlung etwas dahin und ich hätte mir etwas mehr Tiefgang und Genauigkeit gewünscht. Alles in allem war es spannend und auf Grund des interessanten Settings habe ich das Buch sehr schnell durchgelesen und einiges über Zeit und Ort erfahren, was mir an Büchern immer sehr gefällt. Es ist noch Raum nach oben zur Verbesserung.

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Ein gehaltvoller Kriminalroman aus dem Nordirland der 80er Jahre
von Vera Pestel am 15.07.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Belfast. Bomben. Terror. IRA. Katholiken und Protestanten. Und dazwischen Sergeant Sean Duffy, der katholische Bulle. Gerade erst hat er seinen Dienst in Carrickfergus angetreten, ein Haus in einer protestantischen Siedlung gekauft. Schon wird ein Mann erschossen in einem Auto aufgefunden. Ihm fehlt eine Hand. Sie wurde abgeschnitten und liegt... Belfast. Bomben. Terror. IRA. Katholiken und Protestanten. Und dazwischen Sergeant Sean Duffy, der katholische Bulle. Gerade erst hat er seinen Dienst in Carrickfergus angetreten, ein Haus in einer protestantischen Siedlung gekauft. Schon wird ein Mann erschossen in einem Auto aufgefunden. Ihm fehlt eine Hand. Sie wurde abgeschnitten und liegt neben ihm. Die Arbeit der Polizei und der Spurensicherung wirkt dilettantisch, ein Urteil ist schnell gefällt. Es war ein sogenannter Judasmord, ausgeführt von der IRA, um zu zeigen, was mit Verrätern passiert. Doch Sergeant Duffy glaubt nicht daran. Die obligatorischen Münzen fehlen. Außerdem findet die Pathologin ein Notenblatt beim Toten. Die Zeiten sind hart und voller Gewalt. Straßenschlachten und Anschläge bestimmen diese Zeit. Die Lage ist angespannt. Jeden Morgen kontrolliert Duffy seinen Wagen. Es könnte eine Bombe versteckt sein. Schließlich hat die IRA ein Kopfgeld auf katholische Bullen ausgesetzt. Nach einem abendlichen Einsatz, es gibt Unruhen wegen des Hungerstreiks von IRA-Leuten, wird er noch einmal gerufen. Ein weiterer Mann wird erschossen in seinem Haus gefunden. Auch ihm fehlt eine Hand, wieder fehlen die Münzen und ein Notenblatt wurde dem Toten in die Hand gelegt. Nach Zufall sieht das nicht aus. Homosexuell waren beiden. Ist das das Motiv? Homosexualität war damals in Nordirland verboten. Für noch mehr Verwirrung sorgt eine weitere Tote, die erhängt in einem Waldstück gefunden wird. Es sieht nach Selbstmord aus. Oder gibt es einen Serienmörder? Hat die Ermordetet etwas mit den beiden Männern zu tun? Sergeant Duffy ermittelt in alle Richtungen, was nicht unbedingt gerne gesehen wird. Zu klar scheinen anfangs die Fakten. Zu schwierig sind die Ermittlungen in einem vom Terror gebeutelten Land. Außerdem setzt sich Duffy gerne über Anweisungen hinweg. Hat zwischendurch hier und da ein Techtelmechtel, oder spült seinen Ärger mit Alkohol runter, kifft und wirkt zerbrechlich. Und welche Rolle spielen der Stadtrat und ein Mitglied der Partei Sinn-Fein? Der Alltag ist unsicher. Polizeieinsätze gefährlich. Oft regiert die blanke Angst. Auch im Mannschaftsbus. Manchmal kann man sich in der eigenen Straße nicht sicher sein. Straßensperren überall. Und überall Mitglieder der IRA, die man nicht erkennt, es könnte auch der Nachbar sein. Das war Irland im Jahre 1981. Ohne Handy. Ohne Computer und E-Mails. Eine DNA Analyse war noch nicht möglich. Adrian McKinty lässt seinen Bullen in dieser aufgeladenen Atmosphäre leben. Es ist auch seine Zeit, denn er selbst wurde 1968 in Belfast geboren. Mir hat er diese Zeit noch einmal nahe gebracht und ich möchte Sean Duffy besser kennenlernen, noch weiter in diese Zeit schauen, die oft besungen wurde, und freue mich auf den nächsten Roman aus Belfast. Videobesprechung: https://www.youtube.com/watch?v=SBCSquQjvyY

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Pulverfaß Belfast
von Klara am 10.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Sean Duffy, der ? als die Troubles 1969 ausbrachen - ein Psychologiestudium begann und später einen erstklassigen Abschluss gemacht hat, hat sich später zum Kriminalbeamten fortgebildet und wird als frisch beförderter Detective Sergeant dem relativ sicheren RUC-Revier (Royal Ulster Constabulary) ? das Polizeigebäude ist von einer Mauer und einem... Sean Duffy, der ? als die Troubles 1969 ausbrachen - ein Psychologiestudium begann und später einen erstklassigen Abschluss gemacht hat, hat sich später zum Kriminalbeamten fortgebildet und wird als frisch beförderter Detective Sergeant dem relativ sicheren RUC-Revier (Royal Ulster Constabulary) ? das Polizeigebäude ist von einer Mauer und einem hohen Zaun umgeben ? in Carrickfergus zugeteilt. Er ist ?Der katholische Bulle? in einer protestantischen Gegend und lebt gefährlich. Die IRA (Irish Republican Army, kämpft für die Wiedervereinigung mit der irischen Republik, dem katholischen Süden) hat ein Kopfgeld auf katholische Polizisten ausgesetzt, die sie als Verräter betrachtet. Es ist Frühling 1981, die Hochzeit von Prinz Charles mit Lady Diana steht kurz bevor und im Maze-Gefängnis sterben zwei IRA-Mitglieder, was Unruhen in Nordirland auslöst. Wenige Stunden später wird ein Attentat auf den Papst verübt. Es ist auch der Tag, an dem Sergeant Duffy zu seinem ersten Tatort gerufen wird. In einem ausgebrannten Wagen wird die Leiche eines achtundzwanzig Jahre alten Mannes gefunden. Ihm wurde erst in die Brust, dann in den Hinterkopf geschossen und die rechte Hand war abgetrennt. Ein Anzeichen dafür, dass es sich um einen Informanten gehandelt haben muss. In seinem Anus steckt ein Stück Papier mit den ersten zwölf Takten eines Notenblattes. Wenige Stunden später wird die Leiche eines sechzig Jahre alten Musiklehrers gefunden, auch ihm wurde die rechte Hand abgetrennt. Beide Opfer waren homosexuell. Homosexualität war in Nordirland verboten, das bedeutete nicht, dass es keine gab (S. 90). Bald meldet sich ein Bekenner bei Duffy: ?ich hasse sie nicht, ich bedaure sie. meine aufgabe besteht lediglich darin, sie von dieser welt zu erlösen und sie ihrem gerechten urteil vor dem herrn zuzuführen.? (S.94) Handelt es sich um den ersten Serienmörder Irlands? Ist alles wirklich so, wie es scheint? Duffy wird der Fall der Schwulenmorde von Chief Inspector Brennan entzogen, er soll sich um den Selbstmord von Lucy Moore kümmern. Ihre Leiche wird im Woodburn Forest gefunden. Sie stammte aus einer wohlhabenden katholischen Familie, ihr Ehemann sitzt im Maze-Gefängnis und gehört der IRA an. Sie wurde seit Monaten vermisst. Duffy hat das Gefühl, dass die drei Fälle irgendwie zusammengehören und ermittelt auf eigene Faust. Schon bald wird klar, der erste Tote war Chef der FRU, der Innenrevision der IRA, die Spione aufspürt. ?Der katholische Bulle? von Adrian McKinty - ist der Auftakt zu einer neuen Serie ? und ein rasanter, stimmungsvoller, actionreicher Thriller mit einer brillanten Darstellung Belfasts auf der Höhe der Troubles. Hier mischen Katholiken und Protestanten, die IRA und ihre Splittergruppen und die Extremisten auf der Gegenseite mit, außerdem Militär, Polizei und der britische Geheimdienst. Dass McKintys Roman nicht leicht zu lesen ist, beweist folgendes Zitat: ?All das hier, der neue Job, das neue Büro, und die DUP ein Stockwerk tiefer. Seawright ist von der UVF, richtig? Seawright ist UVF, Billy White ist UDA, und Sie sie sind der neue Kopf der FRU und neuer Verbindungsmann zwischen den loyalistischen Paras und der IRA?, ?(S. 242) Der Leser sollte einiges an Vorwissen mitbringen. Dann bekommt er einen erstklassigen, auf hohem Niveau angelegten Thriller geliefert.

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Am Rand des Abgrunds
von Susanne am 02.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Um es gleich vorwegzunehmen, ich liebe die Romane von Adrian McKinty und so war ich sehr gespannt, auf den Beginn dieser neuen Serie. Schauplatz ist Belfast, Nordirland, Anfang der 1980er Jahre. Es ist die Zeit der Unruhen, der IRA und die Ära von Maggie Thatcher. Wer katholisch ist, lebt... Um es gleich vorwegzunehmen, ich liebe die Romane von Adrian McKinty und so war ich sehr gespannt, auf den Beginn dieser neuen Serie. Schauplatz ist Belfast, Nordirland, Anfang der 1980er Jahre. Es ist die Zeit der Unruhen, der IRA und die Ära von Maggie Thatcher. Wer katholisch ist, lebt gefährlich. Detective Sergeant Sean Duffy ist katholisch, noch dazu ein Bulle. Der 13. Mai 1981 ist nicht nur der Tag des Attentats auf Papst Johannes Paul II in Rom, sondern auch der Tag, an dem Sean Duffy zu einem Tatort gerufen wird: in einem ausgebrannten Wagen wurde eine Leiche gefunden. Dem Mann wurde der Hinterkopf weggeschossen, es handelt sich also um Mord. Als ein zweiter Toter mit demselben Modus Operandi gefunden wird, sieht es so aus, als ob es ein Serienkiller auf Schwule abgesehen hat. Denn Homosexualität war seinerzeit in Nordirland verboten. Doch wie passt das Verschwinden einer jungen Frau in dieses Bild? Sean trifft bei seinen Untersuchungen auf eine Mauer des Schweigens. Beharrlich ermittelt er dennoch weiter, um die einzelnen Puzzle-Teilchen zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Alles läuft bestens: Karriere, Musik, neue Liebe. Bis jemand versucht, ihn umzubringen... Straßenkampf in Nordirland. Wer könnte das besser beschreiben als Adrian McKinty, der selbst in Carrickfergus, einem Vorort von Belfast aufgewachsen ist? Wer sonst könnte eine Szenerie aus brennenden Autos und Molotowcocktails so poetisch umschreiben wie ein Ballett? Adrian McKinty ist ein großartiger Erzähler und ein guter Beobachter. Er schafft es auf wunderbare Weise, den Leser in die damalige Zeit zurückzuversetzen, als Videorecorder und Walkman gerade erst erfunden waren. Wer erinnert sich nicht an den 29. Juli 1981, als Lady Di ihren Prinz Charles geheiratet hat? "Der katholische Bulle" und seine Reise ins dunkle Ulster haben mich auf hohem Niveau bestens unterhalten. Und so habe ich den sympathischen Ermittler sofort ins Herz geschlossen. Obendrein entspricht Seans Musikgeschmack in etwa meinem zu jener Zeit. Ich freue mich schon heute auf den zweiten Teil dieser spannenden Trilogie. Fazit: Mein erstes Highlight dieses Sommers: 5 von 5*!

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von Antje Winkler aus Dresden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein guter Krimi, der im Belfast von 1980 spielt und einen Einblick in den Nordirland-Konflikt gibt mit einem sympathischen Protagonisten und lakonischen Dialogen.

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Wer nichts weiß, muss alles glauben
von einer Kundin/einem Kunden am 30.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Belfast im Jahre 1981. Ein Hot Spot. Brennende Busse, und sonst so alles, was die IRA und die ULD aufbringen können. Tote fallen eigentlich gar nicht mehr auf. Doch die Zwei die da gefunden wurden lassen Sergeant Duffy nachdenklich werden. Da sind andere, als Glaubensgründe an dem Ableben der... Belfast im Jahre 1981. Ein Hot Spot. Brennende Busse, und sonst so alles, was die IRA und die ULD aufbringen können. Tote fallen eigentlich gar nicht mehr auf. Doch die Zwei die da gefunden wurden lassen Sergeant Duffy nachdenklich werden. Da sind andere, als Glaubensgründe an dem Ableben der Beiden schuld. Nur leicht hat es Duffy nicht, als einziger Katholik in seiner protestantischen Kollegengruppe. McKinty beschreibt den ganzen Wahnsinn eines europäischen Bürgerkrieges. Nicht nur packend, sondern auch verstörend, denn Krieg ist nun einmal nichts Schönes.

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Nordirland zu Zeiten der IRA
von Sabine Stauffer am 12.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Sean Duffy ist nicht nur der einzige katholische Bulle in Nordirland in vergangenen IRA-Zeiten, sondern er ist als einer der Wenigen auch psychologisch ausgebildet. Als Tüpfelchen auf dem I ist er auch noch gutaussehend und gnadenlos sarkastisch. Dazu legt er ein besonderes Augenmerk auf Forensik, obwohl in den damaligen... Sean Duffy ist nicht nur der einzige katholische Bulle in Nordirland in vergangenen IRA-Zeiten, sondern er ist als einer der Wenigen auch psychologisch ausgebildet. Als Tüpfelchen auf dem I ist er auch noch gutaussehend und gnadenlos sarkastisch. Dazu legt er ein besonderes Augenmerk auf Forensik, obwohl in den damaligen Jahren die Spurensicherung noch in den Kinderschuhen steckte und quasi kaum existierte. Inmitten aller durch die IRA verursachten Unruhen und Kämpfe, Bombenattentate, Hungerstreiks und schlagzeilenträchtiges Attentat auf den Papst wird Duffy zu einem Mordfall gerufen. Der mutmassliche Kleinkriminelle und Informant wurde regelrecht hingerichtet und verstümmelt. Schon bald deuten jedoch alle Zeichen auf einen Schwulenmord durch einen Serientäter hin. Unterstützt wird Duffy von seinen Kollegen Crabbie und Matty, die ihr Bestes geben und zusammen ein tolles Team ergeben. Eine weitere aufgefundene Leiche gibt bald neue Rätsel auf, und Duffy sucht nach Verbindungen zwischen den beiden Ereignissen. Tatkräftige Unterstützung bekommt er auch von Seiten der sympathischen Pathologin Laura, von der einfach nicht die Finger lassen kann obwohl er durch einen provozierten männlichen Kuss ziemlich verwirrt wird. Spannend und undurchsichtig bleibt der Fall bis zum Schluss, und gerne würde ich ein weiteres Buch über den katholischen Bullen lesen. Denn das lesen des Buches war fast wie eine Zeitreise in vergangene Tage: Magnum im TV, Schallplatten, Alkohol während der Dienstzeit und keine Handys.

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Nass und kalt
von POR am 03.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Adrian McKinty beschreibt den Alltag der nordirischen Polizei im Kampf gegen die IRA in den 80igern des vergangenen Jahrhunderts. DS Duffy steht als katholischer Polizist sowohl intern als auch nach außen sehr exponiert auf seinem Posten. McKinty schildert das Zusammentreffen von Rebellen und Polizei wie ein Zusammentreffen im Amphitheater. Er... Adrian McKinty beschreibt den Alltag der nordirischen Polizei im Kampf gegen die IRA in den 80igern des vergangenen Jahrhunderts. DS Duffy steht als katholischer Polizist sowohl intern als auch nach außen sehr exponiert auf seinem Posten. McKinty schildert das Zusammentreffen von Rebellen und Polizei wie ein Zusammentreffen im Amphitheater. Er breitet vor dem Leser ein düsteres Spektakel aus, welches das Leben aller Bewohner Nordirlands in ihrem Bann hält. Neben den politischen Aktivitäten treibt auch ein Serientäter, der Homosexuelle rituell ermordet, sein Unwesen in der irischen Provinz. Duffy und sein Team kämpfen gegen die Vorurteile, die gegenüber Schwulen und Polizisten herrschen, einen aussichtslosen Kampf. Letztlich will man ihm den Fall entziehen und in der Schublade verrotten lassen. Der einsame Bulle gibt aber nicht auf und macht sich zur Zielscheibe um den Fall abzuschließen. MCKinty beschreibt das Irland der 80iger wie einen Zwilling von Batman’s Gotham City. Düster, regnerisch und gefährlich. Niemand ist sicher, am allerwenigsten ein katholischer Polizist in einem protestantischen Umfeld. Duffy eckt an, er hat Kanten und Charisma, trotzdem darf er den Fall nicht lösen. Zuviel Politik und Kalkül der Mächtigen gegen einen Kämpfer. Die Welt in der er lebt hat unendlich viele Regeln und er verstößt beinahe gegen alle. Das kostet ihn fast sein Leben. Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es hat mich nicht mehr losgelassen. Die Figuren sind gut beschrieben, die Geschichte spannend und nicht vorhersehbar erzählt. Ein tolles Buch!

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Spannender Fall: wie gemacht für Irland- und Krimifans
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 02.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Sergeant Duffy ist gerade in diesem kleinem Vorort von Belfast angekommen und es brennt schon an allen Ecken: Nicht nur die Unruhen in Belfast halten die Bevölkerung und ihn in Atem; zwei in Verbindung stehende Morde deuten auf einen Serienkiller hin. Ein Novum für die Kriminalgeschichte Irlands. Seine Ermittlungen... Sergeant Duffy ist gerade in diesem kleinem Vorort von Belfast angekommen und es brennt schon an allen Ecken: Nicht nur die Unruhen in Belfast halten die Bevölkerung und ihn in Atem; zwei in Verbindung stehende Morde deuten auf einen Serienkiller hin. Ein Novum für die Kriminalgeschichte Irlands. Seine Ermittlungen beginnen schleppend und schon bald befindet er sich mit seinen Kollegen in einer Sackgasse, denn die zwei Ermordeten scheinen Mitglieder der IRA zu sein und die Befragungen von möglichen Zeugen oder Bekannten der Opfer werden oft behindert und bringen das Ermittlerteam nicht weiter. Duffy offenbart sich vielmehr nach und nach ein Netz von kriminellen Machenschaften, in das er durch die Ermittlungen hineingezogen wird und das ihm nicht selten fast das Leben kostet. Und dann passiert ihm auch noch das, was wohl das Grauen eines jeden Polizisten ist: Durch die ergebnislose Suche nach dem potenziellen Serienmörder und den zunehmenden öffentlichen Druck wird ihm der Fall entzogen. Nun ist er auf sich gestellt und ermittelt auf eigene Faust... . Sean Duffy ist wohl der Kommissar, wie er im Buche steht: cool bis hin zu arrogant, Frauenversteher und -checker, sarkastisch, schlagfertig und intelligent mit dem Hang zum Genial-Verrückten.Er ist ein Polizist, der die Regeln nicht immer so ernst nimmt: Einbrechen ohne Durchsuchungsbefehl oder das Verprügeln von möglichen Mördern gehört für ihn zum Ermitteln dazu. Er verliert sich sehr schnell in dem Fall und den vielen kleinen Einzelheiten, sodass er sehr lange nicht vorankommt. Sein Hauptverdacht bestätigt sich jedoch am Ende. So werden schlussendlich ihm -und dem Leser- die komplexen Zusammenhänge vom Mörder höchstpersönlich offenbart und veranlassen ihm zu einem erneuten Regelbruch... . Das Buch habe ich in wenigen Tagen durchgelesen und fande es sehr spannend. Nicht nur der Fall an sich, sondern vorallem das historische Setting und die Integration von historischen Ereignissen (die Todesfälle der Hungerstreikenden, der parallele Prozess von Jack the Ripper, der Besuch vom Margret Thatcher) ist sehr gelungen und brachte mir diese Zeit und vorallem das Leben der Menschen auf eine andere Art und Weise näher. Neben den beschriebenen Unruhen kam der Fall jedoch nie zu kurz. Dieser wurde mit viel Spannung und auf rätselhafte, aber immer nachvollziehbare Art und Weise geschildert. Ich finde zwar persönlich, dass der Krimi stark beginnt und auch bis zu Beginn des letzten Drittel sehr stark im Spannungsaufbau ist, dann zum Schluss jedoch etwas darin verliert. Das Ende soll geheimnisvoll und offen wirken, hat mich jedoch nicht vollkommen in meinem Lesegenuss befriedigt. Zudem waren einige wenige Sätze auffällig, die wohl durch die Übersetzung vom Englischen ins Deutsche nicht gelungen sind und damit für mich schwer bis gar nicht verständlich waren. Alles in allem ist "Der katholische Bulle" für mich ein Leseabenteuer gewesen und für irlandliebende Krimiliebhaber wie mich ist dieses Buch ein must-have.

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Ausnahmezustand in Belfast
von einer Kundin/einem Kunden aus Geldern am 24.06.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Roman von Adrian McKinty spielt in Belfast im Jahr 1981. Protagonist ist Detective Sergant Sean Duffy. Er ist neu in der Stadt und Katholik, ein Umstand, der im Nordirland dieser Zeit nicht unproblematisch ist. Aber er ist jung, engagiert, kommt gut mit seinen neuen Kollegen klar und findet... Der Roman von Adrian McKinty spielt in Belfast im Jahr 1981. Protagonist ist Detective Sergant Sean Duffy. Er ist neu in der Stadt und Katholik, ein Umstand, der im Nordirland dieser Zeit nicht unproblematisch ist. Aber er ist jung, engagiert, kommt gut mit seinen neuen Kollegen klar und findet seinen Weg in diesem Konflikt der Konfessionen. Die Figur ist dem Autor gut gelungen - ein Typ, den man mag. Er wählt nicht immer den Weg des geringsten Widerstandes, was der Handlung sehr zugute kommt. Die Handlung selbst, die Suche nach dem Killer, ist spannend und gestaltet sich, aufgrund des in Belfast herrschenden Ausnahmezustandes, als hindernisreich. Duffy und sein Team haben es mit 3 Toten zu tun: zwei Schwulen und einer Frau, die sich scheinbar erhängt hat. Die Ermittler finden lange keine Spuren und stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Es werden falsche Fährten gelegt und die Polizisten verheddern sich in Kleinigkeiten. Hat es der Täter genau so gewollt? Schließlich werden Duffy und seinem Team die Fälle auch noch, mangels Ergebnis, entzogen - aber so schnell gibt Duffy nicht auf! Zum Teil verliert sich die Schilderung des Autors, über die IRA und andere Gruppierungen, leider sehr im Detail, was den Lesefluss hemmt. Dennoch versteht es McKinty, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Die Auflösung der Fälle ist bis zum Ende offen und schließlich schlüssig gelöst. Der Schreibstil ist flüssig, zum Teil witzig und somit angenehm zu lesen. Die Schilderung der Orte und Situationen sind so gut, dass sich der Leser selbst ins Belfast des Jahres 1981 zurückversetzt fühlt. Er fiebert mit, wenn Duffy morgens routinemäßig unter seinem Wagen nach einer Bombe sucht oder nachts durch seine Straße läuft und sich beobachtet fühlt, da dort nur Protestanten wohnen, die ihm nicht alle wohl gesonnen sind. Ein empfehlenswertes Buch, welches von mir nur Abzug für die teils ermüdenden und sehr detaillierten Schilderungen des konfessionellen und politischen Ausnahmezustandes in dieser Zeit erhält.

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spannender Krimi mit kurzem Ende
von FlipFlopLady007 aus Hannover am 30.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

In "Der katholische Bulle" von Adrian McKinty geht es um den Polizisten Sean Duffy, der in Belfast versucht einen Mord aufzuklären. Der Roman spielt in den 80er Jahren in Belfast. Es tobt gerade ein Bürgerkrieg, da sich viele Gefangene eines Gefängnisses aus politischen Gründen im Hungerstreik befinden. Zu dieser... In "Der katholische Bulle" von Adrian McKinty geht es um den Polizisten Sean Duffy, der in Belfast versucht einen Mord aufzuklären. Der Roman spielt in den 80er Jahren in Belfast. Es tobt gerade ein Bürgerkrieg, da sich viele Gefangene eines Gefängnisses aus politischen Gründen im Hungerstreik befinden. Zu dieser ohnehin schon turbulenten Zeit taucht plötzlich eine Leiche auf, der ein Arm abgesägt wurde. Zunächst gehen alle von einem Informanden-Mord aus, jedoch findet Sean Duffy heraus, dass es sich um mehr als nur das handelt. Er gerät in einen politischen Konflikt zwischen den Katholiken und den Protestanten. Etwa zur selben Zeit wird auch eine junge Frau aufgefunden, die sich in einem Waldstück an einem Baum erhängt hat. Zumindest sieht zunächst alles danach aus. Doch Sean Duffy glaubt nicht an den Selbstmord der jungen Frau und beginnt auch hier Nachforschungen anzustellen. Ich finde der Roman ist sehr spannend geschrieben. Er lässt sich gut und flüssig lesen und baut an den geforderten Stellen die gewünschte Spannung auf. Ich fand es interesant, dass auch der politische Hintergrund mit den Hungerstreikenden und den Problemen der Regierung unter Magret Thatcher thematisiert wurden. Die Person Sean Duffy hat mir sehr gut gefallen, da er eine sehr interessante Persönlichkeit besitzt. Er ist katholisch und lebt in einer protestantischen Gegend. Das Maschinengewehr, das er zu seinem eigenen Schutz bekommen hat, lässt er getrost zu Hause, da er scheinbar blind darauf vertraut, dass ihm nichts passiert. Des öfteren vergisst er auch unter seinem Auto nachzusehen, ob dort eine Bombe versteckt ist. Er nimmt sein Leben scheinbar sehr locker, betrinkt sich gerne und flirtet auch gerne. Ich finde auch die Lebenart der Iren (wenn sie denn wirklich so sind) wird hier sehr gut vermittelt. Das einzige, was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war das Ende. Ich fand es ist irgendwie zu kurz gewesen. Die überraschende Wendung fand ich gut, jedoch fand ich kam es sehr plötzlich und war auch schneller zu Ende als gedacht. Insgesamt finde ich das Buch jedoch auf jeden Fall lesenswert. Bis auf das schnelle Ende ist der Krimi wirklich spannend und die Hintergrundgeschichte interessant.

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Der katholische Bulle
von raschke64 aus Dresden am 11.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Belfast 1981: Sean ist jung und Detektiv bei der Polizei und er ist katholisch und damit so ziemlich für alle ein rotes Tuch, weil er nirgends richtig hineinpasst. Er bekommt einen Mordfall auf den Tisch – zwei Homosexuelle wurden ermordet und ihnen die Hand abgeschnitten. Doch die Ermittlungen bringen... Belfast 1981: Sean ist jung und Detektiv bei der Polizei und er ist katholisch und damit so ziemlich für alle ein rotes Tuch, weil er nirgends richtig hineinpasst. Er bekommt einen Mordfall auf den Tisch – zwei Homosexuelle wurden ermordet und ihnen die Hand abgeschnitten. Doch die Ermittlungen bringen eigentlich nichts zu Tage und enden dann doch überraschend. Wer in dem Buch einen Krimi erwartet, wird schwer enttäuscht werden. Natürlich gibt es Täter und Opfer und auch Ermittlungen. Aber das ist eher eine Randerscheinung. In erster Linie geht es um die Situation zu dieser Zeit in Nordirland, um die verschiedenen Gruppierungen auf irischer und englischer Seite, um die unerträgliche Situation in der Stadt. Auch um die furchtbare Gewalt und deren Sinnlosigkeit, um das normale Leben der Menschen. Das Ganze ist ziemlich düster und das wird auch gut rübergebracht. Trotzdem hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Es fehlte irgendwie jegliche Spannung und keiner der Personen war für mich sympathisch. Insgesamt gut und flüssig zu lesen, aber irgendwie flach und ohne Gefühle auszulösen.

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spannender Krimi mit kurzem Ende
von FlipFlopLady007 aus Hannover am 30.06.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In "Der katholische Bulle" von Adrian McKinty geht es um den Polizisten Sean Duffy, der in Belfast versucht einen Mord aufzuklären. Der Roman spielt in den 80er Jahren in Belfast. Es tobt gerade ein Bürgerkrieg, da sich viele Gefangene eines Gefängnisses aus politischen Gründen im Hungerstreik befinden. Zu dieser... In "Der katholische Bulle" von Adrian McKinty geht es um den Polizisten Sean Duffy, der in Belfast versucht einen Mord aufzuklären. Der Roman spielt in den 80er Jahren in Belfast. Es tobt gerade ein Bürgerkrieg, da sich viele Gefangene eines Gefängnisses aus politischen Gründen im Hungerstreik befinden. Zu dieser ohnehin schon turbulenten Zeit taucht plötzlich eine Leiche auf, der ein Arm abgesägt wurde. Zunächst gehen alle von einem Informanden-Mord aus, jedoch findet Sean Duffy heraus, dass es sich um mehr als nur das handelt. Er gerät in einen politischen Konflikt zwischen den Katholiken und den Protestanten. Etwa zur selben Zeit wird auch eine junge Frau aufgefunden, die sich in einem Waldstück an einem Baum erhängt hat. Zumindest sieht zunächst alles danach aus. Doch Sean Duffy glaubt nicht an den Selbstmord der jungen Frau und beginnt auch hier Nachforschungen anzustellen. Ich finde der Roman ist sehr spannend geschrieben. Er lässt sich gut und flüssig lesen und baut an den geforderten Stellen die gewünschte Spannung auf. Ich fand es interesant, dass auch der politische Hintergrund mit den Hungerstreikenden und den Problemen der Regierung unter Magret Thatcher thematisiert wurden. Die Person Sean Duffy hat mir sehr gut gefallen, da er eine sehr interessante Persönlichkeit besitzt. Er ist katholisch und lebt in einer protestantischen Gegend. Das Maschinengewehr, das er zu seinem eigenen Schutz bekommen hat, lässt er getrost zu Hause, da er scheinbar blind darauf vertraut, dass ihm nichts passiert. Des öfteren vergisst er auch unter seinem Auto nachzusehen, ob dort eine Bombe versteckt ist. Er nimmt sein Leben scheinbar sehr locker, betrinkt sich gerne und flirtet auch gerne. Ich finde auch die Lebenart der Iren (wenn sie denn wirklich so sind) wird hier sehr gut vermittelt. Das einzige, was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war das Ende. Ich fand es ist irgendwie zu kurz gewesen. Die überraschende Wendung fand ich gut, jedoch fand ich kam es sehr plötzlich und war auch schneller zu Ende als gedacht. Insgesamt finde ich das Buch jedoch auf jeden Fall lesenswert. Bis auf das schnelle Ende ist der Krimi wirklich spannend und die Hintergrundgeschichte interessant.

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Serienkiller zwischen den Fronten
von mac tíre súl am 21.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Detective Sergeant Sean Duffy ist ein katholischer Bulle im protestantischen Nordirland. Er hat eine neue Stelle angenommen – genau im „Auge des Sturms“ – in Belfast. Im Jahr 1981, in der Hochphase des Terrors zwischen Nordirland und der Republik Irlands, beginnt seine neue Tätigkeit direkt mit einem kniffligen Fall.... Detective Sergeant Sean Duffy ist ein katholischer Bulle im protestantischen Nordirland. Er hat eine neue Stelle angenommen – genau im „Auge des Sturms“ – in Belfast. Im Jahr 1981, in der Hochphase des Terrors zwischen Nordirland und der Republik Irlands, beginnt seine neue Tätigkeit direkt mit einem kniffligen Fall. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen und hat es auf Homosexuelle abgesehen. Schon allein die Tatsache, als katholischer Bulle in Nordirland zu ermitteln ist schwierig, aber einer der Toten war kein Unbekannter in Kreisen der Untergrundbewegungen. Einfach ist es nicht die verschiedenen Gruppierungen auseinander zu halten – ich habe es auch nach einiger Zeit einfach ignoriert beim Lesen. Als Leser bekommt man die Situation ganz genau zu spüren, doch Sean Duffy setzt unbeirrt der Schwierigkeiten, die sich ihm in den Weg stellen, seine Arbeit fort. Eins haben aber alle Iren gemeinsam – die Trinkfestigkeit! Das Buch schildert gut die Stimmung und Situation zu dieser Zeit – und im Moment vermehren sich die Unruhen ja auch wieder, doch für einen Krimi ist es mir etwas zu langatmig und hat zu wenig Spannung. Der Protagonist ist sehr sympathisch, aber die Geschichte lässt zu Wünschen übrig.

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