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Der Krieg im Garten des Königs der Toten

Roman

(2)
Ausgezeichnet mit dem Silberschweinpreis 2016

Was tun, wenn man siebzehn ist und die Eltern über Nacht spurlos verschwinden, ohne eine Nachricht zu hinterlassen? Man übernimmt selbst den Abschluss seiner Erziehung – mithilfe der miesen Horrorfilme, die man vom »schönen Hans« im Dorfladen geschenkt bekommt. Bruno Hidalgo hat jedoch noch ganz andere Probleme. Denn er lebt nicht nur in einem Provinznest, sondern auf einem riesenhaften Eiland, das infolge von Atomtests aus dem Ozean aufgestiegen ist. Die glanzvollen Gründerjahre sind vorbei, nun liegt die Inselgesellschaft am Boden. Rebellen marodieren, ausländische NGOs versuchen, die Bewohner mit dem Nötigsten zu versorgen, Antilopen weiden in der Savanne zwischen den Müllbergen einer zerbrochenen Utopie.

Sascha Macht schickt seinen jungen Helden auf eine Reise durch diese schillernde, kühn erträumte Welt, die doch bedrohlich nah an unserer Realität gebaut ist. Er erzählt eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die langen Schatten der großen Ideologien und die heilsame Kraft des Horrorfilms: sprachmächtig, klug und irre witzig.

»Wie hier einer mit der Eleganz des Motorsägenspezialisten aus dem Weltgeäst wilde, wilde, anarchische Literatur entastet, wie frei hier einer in das Realistische reinsägt, in das Symbolische, in das Absurde und Fantastische, ohne dass die Kette geölt werden müsste, ohne Rückschlag und auch ohne selbst die Bodenhaftung zu verlieren – das ist grandios, das ist doch grandios!« Saša Staniš
Rezension
»Wer der jungen deutschen Literatur die Erfindungsgabe abspricht, kann allein mit diesem Buch widerlegt werden.«
Tilman Strasser, TAGESSPIEGEL

»Machts Roman ist eine Art Parodie auf gängige Coming-of-Age-Stories, ein Roadmovie auf einem endlosen Highway zur Hölle und eine Meta-Horrorerzählung.«
Richard Kämmerlings, LITERARISCHE WELT

»Sascha Macht ist ein irrwitziges Debüt zwischen Symbolhaftem, Absurdem und Fantastischem gelungen […] sein Sprachwitz und Einfallsreichtum machen diesen Roman zu einem besonderen Leseerlebnis.«
Simone Schlosser, WDR 5 BÜCHER

»Obwohl in diesem literarischen Roadmovie von allen Seiten Gefahren lauern […], entfaltet sich in der Mischung aus feinem Humor und derber Komik eine hoffnungsvolle Geschichte […] Diktatorenwahn meets Pop.«
Christine Badke, KÖLNER STADT-ANZEIGER

»Ein fantastisch geschriebenes, fantastisch phantasievolles Debüt […] selbstbewusst und detailverliebt, kraftvoll und bildreich.«
Philipp Hartmann, LEIPZIG ALMANACH

»Eine Mischung aus Politsatire und Horror-Science-Fiction hat der 1986 geborene Sascha Macht da brillant.«
KÖLNISCHE RUNDSCHAU

»Man saugt diese Geschichte mit leichtem Schauer, großem Genuss und doch auch mit grüblerischer Stirn auf.«
Uwe Stiehler, MÄRKISCHE ODERZEITUNG

»Sprachmächtig, klug und irre witzig.«
NEUES DEUTSCHLAND

»Sascha Macht ist ein kluger Roman gelungen«
Maja-Maira Becker, FIXPOETRY

»Eindrücklich inszeniert«
Moritz Müller-Schwefe, TAZ
Portrait
Sascha Macht, 1986 in Frankfurt (Oder) geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er veröffentlichte in diversen Anthologien und Zeitschriften und war u. a. Stipendiat des Künstlerhauses Lukas Ahrenshoop, der Stiftung Brückner-Kühner in Kassel und der LCB-Autorenwerkstatt Prosa 2015. Ebenfalls 2015 belegte er den ersten Platz des Literaturwettbewerbs New German Fiction. Mit seinem Debütroman »Der Krieg im Garten des Königs der Toten« wurde Sascha Macht 2016 mit dem Silberschweinpreis ausgezeichnet. Er lebt in Leipzig.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 15.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9827-5
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 213/143/27 mm
Gewicht 440
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„definitiv nicht mein Buch!“

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Meine goldene Regel, ein Buch nach ca. 70 Seiten aus der Hand zu legen, wenn es mich nicht "wuppt", habe ich hier bereits nach 35 Seiten umgesetzt - zu diffus erschien mir die Geschichte, zu wenig richtungsgebend das Sein der Story, keine gefühlsmäßigen ANKER-Typen vorhanden, denen man weiter folgen möchte. Anarchie? Ich habe nur Nihilismus Meine goldene Regel, ein Buch nach ca. 70 Seiten aus der Hand zu legen, wenn es mich nicht "wuppt", habe ich hier bereits nach 35 Seiten umgesetzt - zu diffus erschien mir die Geschichte, zu wenig richtungsgebend das Sein der Story, keine gefühlsmäßigen ANKER-Typen vorhanden, denen man weiter folgen möchte. Anarchie? Ich habe nur Nihilismus durch die ersten 35 Seiten tropfen sehen.

Kundenbewertungen


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2 Bewertungen
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Rausgeworfenes Geld
von Jennifer aus Stadtroda am 29.02.2016

Ich habe schon viele Bücher aus verschiedenen Genres gelesen. Doch Sascha Machts Fiction-Werk "Der Krieg im Garten des Königs der Toten" hat alles Bisherige in den Schatten gestellt; leider nicht im positiven Sinne. Das ausgesprochen interessant gestaltete Cover, das stark eine Landkarte erinnert, hat mich ehrlich gesagt dazu verführt,... Ich habe schon viele Bücher aus verschiedenen Genres gelesen. Doch Sascha Machts Fiction-Werk "Der Krieg im Garten des Königs der Toten" hat alles Bisherige in den Schatten gestellt; leider nicht im positiven Sinne. Das ausgesprochen interessant gestaltete Cover, das stark eine Landkarte erinnert, hat mich ehrlich gesagt dazu verführt, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Die Geschichte des 17-jährigen Bruno Hidalgo, der eines Tages von seinen Eltern im südafrikanischen Dorf Kajagoogoo zurückgelassen wird, ist mehr als merkwürdig, um nicht zu sagen, ungemein obskur. Er flüchtet sich in die Welt der Horrorfilme, als seine Ersparnisse aufgebraucht sind, beginnt er nicht zu arbeiten, sondern reist in die Stadt und gabelt einen schwer verwundeten preußischen Soldaten auf, der ihn dann finanziell über Wasser hält. Weder Nachbarn noch der revolutionäre Staat helfen Bruno, der später mit einer irischen Familie in einen Wohnwagen steigt, um zum Filmfestival in der Großstadt zu gelangen. Doch vorher begegnet er einem einsilbigen Mexikaner, der ihn aus dem städtischen Kriegsherd befreit und mit ihm durch die Lande zieht... Mehr als einmal habe ich mir während der Lektüre ungläubig die Augen gerieben und mich zwingen müssen, das Buch nicht abzubrechen. Der Hauptprotagonist und Ich-Erzähler Bruno agierte mir insgesamt zu passiv und zu kindisch. Seine Sucht nach Horrorfilmen, die sich durch den gesamten Plot zieht, konnte ich nicht nachvollziehen und diese ödete mich regelrecht an. Alles gipfelte in dem Aha-Erlebnis in der Großstadt, als auf dem Filmfestival Brunos Film gezeigt wurde, für den bisher nur Skizzen entworfen wurden, den Bruno also gar nicht selbst gedreht haben kann - hä? War alles nur ein Traum? Bei Fiction-Texten kann man dies nicht immer so genau sagen. Den roten Faden habe ich bis zum Schluss vermisst. Zu vieles geriet durcheinander bzw. wiederholte sich. Wenn dieses Werk als Persiflage auf die Horrorfilmszene verstanden werden sollte, so kann ich mit dieser leider nicht anfangen. Sprachlich konnte ich dem Buch leider auch nichts abgewinnen. Der Stil war mir zu unpersönlich und zu verwaschen, also nicht wirklich greifbar. Die Dialoge waren lahm bis nichtssagend. FAZIT Ein Buch, mit dem ich bis zum Ende kämpfen musste und das sich mir trotzdem nicht erschlossen hat. Mehr noch, ich bin verwirrt zurückgeblieben und kann daher keine Leseempfehlung aussprechen. Das hätte ich von einem preisgekrönten Autor nicht erwartet.

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