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Der lange Gang über die Stationen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Jürgen-Ponto-Preis

(3)
»Meine Frau war zu mir gezogen. Sie kam nicht aus der Gegend, sondern von weiter her, und diese Umgebung hier war ihr noch recht neu und unbekannt. Und da, ganz am Anfang, war alles noch so einfach.«
Diese Sätze leiten den ersten Roman des jungen österreichischen Autors Reinhard Kaiser-Mühlecker ein. Scheinbar nüchtern berichtet ein Mann von sich. Er ist noch nicht lange verheiratet mit einer Frau aus der Stadt, lebt mit ihr und seinen beiden Eltern auf dem Hof der Familie, den er übernommen hat und bewirtschaftet. Diese Geschichte erzählt von zwei Menschen, die sich sehr nahe sind, zwischen denen aber immer mehr Fragen auftauchen, die unbeantwortet bleiben. Immer weniger versteht der Mann, was passiert, immer mehr hat er das Gefühl, dass die Entwicklungen ihm entgleiten. Eigentümlich ergreifend ist dieser Bericht, der ohne jede Interpretation auskommt, nichts erklärt, einfach nur beschreibt.
Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung
Portrait
Reinhard Kaiser-Mühlecker wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs auf dem elterlichen Hof in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung in Wien. Er war Stipendiat des Herrenhauses Edenkoben.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 157
Erscheinungsdatum Februar 2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-40104-2
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 211/134/20 mm
Gewicht 279
Buch (Kunststoff-Einband)
16,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


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Ein ganz außergewöhnliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2009

Ein Erstlingswerk von hoher literarischer Qualität. Eine Sprache, die ohne Schnörksel auskommt und trotzdem, oder gerade deshalb, so besticht. "Der lange Weg über die Stationen" spielt in den 50iger Jahren in einem kleinen oberösterreichischen Dorf. Theodor, der Ich - Erzähler, heiratet eine Frau aus der Stadt. Er liebt seine Frau, nur... Ein Erstlingswerk von hoher literarischer Qualität. Eine Sprache, die ohne Schnörksel auskommt und trotzdem, oder gerade deshalb, so besticht. "Der lange Weg über die Stationen" spielt in den 50iger Jahren in einem kleinen oberösterreichischen Dorf. Theodor, der Ich - Erzähler, heiratet eine Frau aus der Stadt. Er liebt seine Frau, nur sagen kann er es ihr nicht, kann seine Gefühle nicht zeigen. Er merkt, dass er sich immer mehr von seiner Frau entfremdet, doch alle Versuche, aus seiner Haut auszubrechen, scheitern kläglich. Der erste Roman des jungen Oberösterreichers ist somit die Geschichte der langsamen Entfremdung zwischen zwei Menschen, die sich zunächst sehr nahe sind. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den 2. Roman "Magdalenaberg", der im August erscheint.

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Kleines Buch mit großer Faszination!
von r. appl aus Munderfing am 16.11.2016

Ein schönes Büchlein ist es geworden - mit geradezu hypnotischer Wirkung: Die Geschichte zweier guter Menschen aus unterschiedlichen Erfahrungswelten, die füreinander tiefe Liebe empfinden. - Aber immer mehr entgleitet sie ihnen... Reinhard Kaiser-Mühlecker kennt das bedächtige Bauern- und das Dorfleben. Er vertritt mutig seinen Standpunkt, beobachtet genau, beschreibt präzise:... Ein schönes Büchlein ist es geworden - mit geradezu hypnotischer Wirkung: Die Geschichte zweier guter Menschen aus unterschiedlichen Erfahrungswelten, die füreinander tiefe Liebe empfinden. - Aber immer mehr entgleitet sie ihnen... Reinhard Kaiser-Mühlecker kennt das bedächtige Bauern- und das Dorfleben. Er vertritt mutig seinen Standpunkt, beobachtet genau, beschreibt präzise: Kein Wort ist zu viel! Spannend wie ein Krimi! - Ich habe mit dem Protagonisten mitgelitten, mitgefiebert...

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Der lange Gang über die Stationen
von Stephanie Hofmann am 28.03.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Landwirt Theodor ist noch nicht sehr lange mit seiner jungen Frau aus der Stadt verheiratet, als ihm sein Leben aus den Fugen gerät. Die Eheleute leben auf einem abgeschieden Hof mit seinen kranken Eltern zusammen. Die Bewirtschaftung von Haus und Gut wird zunehmend schwieriger. Die Wintermonate sind lang, die Medikamente... Der Landwirt Theodor ist noch nicht sehr lange mit seiner jungen Frau aus der Stadt verheiratet, als ihm sein Leben aus den Fugen gerät. Die Eheleute leben auf einem abgeschieden Hof mit seinen kranken Eltern zusammen. Die Bewirtschaftung von Haus und Gut wird zunehmend schwieriger. Die Wintermonate sind lang, die Medikamente für den Vater zu teuer. Theodor muss schließlich ein Darlehen aufnehmen. Seiner Frau teilt er sich niemals mit. Die bevorstehende Pleite des Hofs erahnt sie langsam. Die Leute im Dorf reden über sie… Die Ereignisse überschlagen sich von dort an. Theodor kann seinen kreisenden Gedanken nicht Herr werden, geschweige denn sie in Worte fassen. Die Ehe, welche eigentlich hoffnungsvoll begann, bleibt an zu vielen unausgesprochenen Fragen hängen und steuert unausweichlich auf das Ende zu. Eine sehr tragische, aber unglaublich einfühlsam erzählte Geschichte, die noch lange nachklingt.

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