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Der letzte Pilger

Kriminalroman

(7)
Ausgezeichnet als bester Krimi Skandinaviens
Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Während des Krieges stand er stets auf der richtigen Seite. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man in der Nordmarka drei Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen. Kommissar Tommy Bergmann, scharfsinnig, klug und ein Selbsthasser voller innerer Abgründe, sieht einen Zusammenhang: Die Toten stehen in Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des Widerstandes. Je mehr Tommy Bergmann über die schöne und hochintelligente Frau herausfindet, umso gefährlicher erscheint sie ihm.
„Gard Sveen beherrscht die Kunst des Krimischreibens. Beeindruckendes Debüt eines Autors, der gekommen ist, um zu bleiben. Lesen Sie dieses Buch!“ Anne Holt
Rezension
Achim Hoffmann, Literatur-Experte Thalia:
"Die Toten haben keine Geschichte." Norwegen, Mai 1945. Der Widerstandskämpfer Kaj Holt befragt den inhaftierten deutschen Gestapomann Peter Waldhorst. Er will herausfinden, ob es einen Verräter in den eigenen Reihen gab. Kurze Zeit später wird Holt tot aufgefunden. Norwegen, 2003. Der Osloer Kommissar Tommy Bergmann ermittelt wegen des Funds dreier menschlicher Skelette. Die Kriminaltechnik vermutet, dass die Leichen vor Jahrzehnten vergraben wurden. Kurz darauf wird der hochgeachtete ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh brutal ermordet aufgefunden. "Der letzte Pilger" ist nicht der übliche Skandinavien-Krimi, wie das Buchcover mit den unvermeidlichen roten Holzhäusern vermuten lässt. Und es ist auch kein reiner Ermittlungskrimi, in dem es um die Aufklärung eines jahrzehntealten Verbrechens gehen würde, was ja auch nicht immer wirklich spannend ist. Gard Sveen umschifft diese gefährliche Klippe sehr geschickt, da er eine zweite Handlungsebene einbaut, die zwischen 1939 und 1942 spielt. Diese längeren Passagen, die angefüllt sind mit einer norwegischen Mata Hari, Kollaborateuren und dem Kampf der Norweger gegen die deutsche Besatzung, haben mich unweigerlich an Ken Folletts "Die Nadel" erinnert - fast genauso spannend, nur unter umgekehrten Vorzeichen. Ein intelligent konstruierter, lesenswerter Krimierstling mit einem verblüffenden Ende.
Portrait
Gard Sveen, geboren 1969, ist Staatswissenschaftler und arbeitet als Seniorberater im norwegischen Verteidigungsministerium. DER LETZTE PILGER ist sein Debüt in der Serie um Tommy Bergmann und wurde mit dem Rivertonpreis 2013 und dem Glass Key Award 2014 ausgezeichnet, dem wichtigsten skandinavischen Krimipreis. Gard Sveen lebt in Ytre Enebakk, einem kleinen Ort in der Nähe von Oslo.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 544, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783843712569
Verlag Ullstein eBooks
Verkaufsrang 2.335
eBook (ePUB)
12,99
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Gerhard Scheibel, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Drei alte Skelette in der Nordmarka, eine erdolchte zentrale Figur des norwegischen Widerstands sowie ein hartnäckiger Kommissar und pathologischer Misshandler. Voilá, fertig ist ein ziemlich dickes Wespennest bzw. der beste Krimi Skandinaviens. Logik: Den Deutschen ist alles zuzutrauen. Schein: Frauen - je schöner und hochintelligenter, Drei alte Skelette in der Nordmarka, eine erdolchte zentrale Figur des norwegischen Widerstands sowie ein hartnäckiger Kommissar und pathologischer Misshandler. Voilá, fertig ist ein ziemlich dickes Wespennest bzw. der beste Krimi Skandinaviens. Logik: Den Deutschen ist alles zuzutrauen. Schein: Frauen - je schöner und hochintelligenter, umso gefährlicher.

Sophie Grübler, Thalia-Buchhandlung Bautzen

Ein ehemaliger Widerstandskämpfer wird ermordet. War er überhaupt der für den er sich ausgab? Spannend und mit vielen Rückblenden in das von Deutschen besetzte Norwegen! Ein ehemaliger Widerstandskämpfer wird ermordet. War er überhaupt der für den er sich ausgab? Spannend und mit vielen Rückblenden in das von Deutschen besetzte Norwegen!

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Wer tötet einen Mann, den alle bewundern ? Oder war der Widerstandskämpfer am Ende gar kein Held? Was geschah damals, was bis in die Gegenwart nachhallt? Finden Sie es heraus! Wer tötet einen Mann, den alle bewundern ? Oder war der Widerstandskämpfer am Ende gar kein Held? Was geschah damals, was bis in die Gegenwart nachhallt? Finden Sie es heraus!

„Packend und spannend“

Marko Rose, Thalia-Buchhandlung Bremerhaven

Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird ermordet aufgefunden. Neben ihm liegt noch die Tatwaffe. Ein Messer aus der Zeit des zweiten Weltkieges. Der Ermittler Tommy Bergmann begibt sich auf Suche nach dem Mörder und gerät dabei in unglaubliche Verstrickungen zwischen der Gegenwart und der Zeit der Besetzung Norwegens Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird ermordet aufgefunden. Neben ihm liegt noch die Tatwaffe. Ein Messer aus der Zeit des zweiten Weltkieges. Der Ermittler Tommy Bergmann begibt sich auf Suche nach dem Mörder und gerät dabei in unglaubliche Verstrickungen zwischen der Gegenwart und der Zeit der Besetzung Norwegens durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg.
Ein hevorragend geschriebener Krimi, der alle Facetten der damaligen Tragödien darstellt.

Thomas Canje, Thalia-Buchhandlung Langenfeld

Ebenso spannender wie unterhaltsamer Kriminalroman aus Norwegen. Nazis, Widerstandskämpfer und Rache sind zu einem packenden Mix verbunden worden. Aufregend bis zum furiosen Ende. Ebenso spannender wie unterhaltsamer Kriminalroman aus Norwegen. Nazis, Widerstandskämpfer und Rache sind zu einem packenden Mix verbunden worden. Aufregend bis zum furiosen Ende.

„Sensationell anders !!!“

Astrid Puthen, Thalia-Buchhandlung Coesfeld

Es ist Frühling als in Oslo Carl Oscar Krogh ermordet wird. Krogh war ein norwegischer Widerstandskämpfer und hat in seinem Land den Status eines Nationalhelden. Wer bringt also so einen Menschen um? Dann werden in der Nordmarka drei Skelette entdeckt, davon eines von einem kleinen Mädchen.Sollten diese beiden Fälle etwas miteinander Es ist Frühling als in Oslo Carl Oscar Krogh ermordet wird. Krogh war ein norwegischer Widerstandskämpfer und hat in seinem Land den Status eines Nationalhelden. Wer bringt also so einen Menschen um? Dann werden in der Nordmarka drei Skelette entdeckt, davon eines von einem kleinen Mädchen.Sollten diese beiden Fälle etwas miteinander zu tun haben? Auf die Spur begibt sich Tommy Bergmann, ein Kommissar, der eigentlich mit seiner eigenen Biographie und seinen brutalen Ausfällen genug zu tun hat.
Wie hängen diese beiden Kriminalfälle zusammen?
In zwei Erzählsträngen kommt der Leser der Lösung immer näher.
Der eine erzählt die Geschichte um Krogh zur Zeit des Krieges, der andere begleitet Tommy Bergmann bei der Aufkklärung im Hier und Jetzt.Sollte eine Frau die gesuchte Verbindung dieser Verbrechen sein? Hat man sich erstmal eingelassen auf dieses Buch, kann man es kaum aus der Hand legen, weil es auf eine spezielle Art spannend ist.
Der Preis als bester Krimi Skandinaviens zeichnet dieses Buch zu Recht aus.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bremen

Hochspannend !
Der Fund 3er Skelette im Jahr 2003 führt die Ermittler zurück in die Jahre 1939 bis 42. Norweger leisten Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Mord inbegriffen.
Hochspannend !
Der Fund 3er Skelette im Jahr 2003 führt die Ermittler zurück in die Jahre 1939 bis 42. Norweger leisten Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Mord inbegriffen.

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Ein bis zur letzten Seite gut recherchierter Spionagekrimi. Gute Charaktere, stimmiger Plot und ein guter Einblick in das Leben in Europa während der NS-Zeit. Ein bis zur letzten Seite gut recherchierter Spionagekrimi. Gute Charaktere, stimmiger Plot und ein guter Einblick in das Leben in Europa während der NS-Zeit.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Ein durchaus gelungenes Debüt. Nicht für jedermann und keinesfalls leichte Kost. Zusammenhänge von 1945-2003 zu einem intelligenten Krimi verstrickt. Anspruchsvoll und lesenswert! Ein durchaus gelungenes Debüt. Nicht für jedermann und keinesfalls leichte Kost. Zusammenhänge von 1945-2003 zu einem intelligenten Krimi verstrickt. Anspruchsvoll und lesenswert!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Sehr spannend, nur zu empfehlen
von einer Kundin/einem Kunden aus Reute am 17.03.2016

Der Mix aus ehemaligen Nazis, Widerstandskämpfer und Rache ist spannend bis zum Schluss. Meiner Meinung nach hat dieses Buch die Bezeichnung Kriminalroman und die Auszeichnung als bester Krimi Skandinaviens mehr als verdient. Auch wenn ich bei den Personen niemanden entdeckt habe, der mir besonders sympathisch gewesen ist, hat es der... Der Mix aus ehemaligen Nazis, Widerstandskämpfer und Rache ist spannend bis zum Schluss. Meiner Meinung nach hat dieses Buch die Bezeichnung Kriminalroman und die Auszeichnung als bester Krimi Skandinaviens mehr als verdient. Auch wenn ich bei den Personen niemanden entdeckt habe, der mir besonders sympathisch gewesen ist, hat es der Autor sehr gut geschafft mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Auch die einzelnen Personen und ihre jeweilige Lebensgeschichte werden so gut beschrieben, dass man sich jede einzelne Person sehr gut vorstellen kann. Das Buch spielt im Jahre 2003 und zu Zeiten des 2. Weltkrieges. Das permanente Springen zwischen den beiden Schauplätzen führt dazu, dass man das Buch noch schneller lesen möchte.

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Niemand ist frei von Schuld
von Susanne am 15.03.2016

„Der letzte Pilger“ startet mit einem gruseligen Prolog: Der einstige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wurde bestialisch in seinem Haus in Oslo ermordet. Ein später Racheakt? Danach führt uns der Roman in die Vergangenheit, nach Lillehammer in den Mai des Jahres 1945, zu Kaj Holt, der für die englische Militärpolizei tätig... „Der letzte Pilger“ startet mit einem gruseligen Prolog: Der einstige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wurde bestialisch in seinem Haus in Oslo ermordet. Ein später Racheakt? Danach führt uns der Roman in die Vergangenheit, nach Lillehammer in den Mai des Jahres 1945, zu Kaj Holt, der für die englische Militärpolizei tätig ist und Peter Waldhorst, einen deutschen Gestapo-Offizier, verhören will. Zwei Tage später ist Holt tot. Angeblich war es Selbstmord. Auch der schwedische Kriminalinspektor Gösta Persson, der den Fall untersucht, stirbt. Zurück in der Gegenwart, lernen wir den Osloer Kommissar Tommy Bergmann kennen. Er wird zu einem alten Knochenfund in die Nordmarka gerufen. Wo ist die Verbindung? Was war damals wirklich passiert? Und was hat die schöne Spionin Agnes Gerner mit alldem zu tun? Eine komplexe Handlung, ein Heer von Protagonisten und Rückblenden in die Vergangenheit gilt es zu verfolgen. Schauplätze sind Norwegen, Schweden, England und Deutschland. Gard Sveen erzählt die Geschichte der NS-Zeit in Norwegen rückwärts. Selbst wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird Spannung aufgebaut, die langsam gesteigert wird und nicht mehr nachlässt. Die Geschichte nimmt viele überraschende Wendungen, bis zum unerwarteten Ende. Nur schrittweise wird enthüllt, wohin das Ganze führen soll. Eine Geschichte, die zeigt, wie Liebe, Freundschaft, aber auch Hass und Verrat das menschliche Schicksal beeinflussen - mit überraschenden, dramatischen und manchmal auch brutalen Folgen. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Nichts ist wie es scheint, niemand ist, wer er zu sein scheint. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Tommy Bergmann hat zwar mit den Dämonen seiner Vergangenheit zu kämpfen, aber er ist klug und erkennt schließlich als Einziger die Lösung. Fazit: Eine zeitgeschichtliche Erkundung verpackt in einem spannenden Politkrimi. Ein starkes Debüt!

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Athmospärisch dichter, gehaltvoller und kluger Kriminalroman!
von einer Kundin/einem Kunden aus Greven am 29.02.2016

„Der letzte Pilger“ ist ein gut 500 Seiten starkes Krimidebüt aus Norwegen und brachte dem Autor Gard Sveen die Auszeichnung als bester Krimi Skandinaviens. Der Prolog präsentiert etwas unspektakulär und vorhersehbar den brutalen Mord an einem alten Mann, entdeckt von seiner Haushälterin. Danach stürzt man sofort in den Mai des... „Der letzte Pilger“ ist ein gut 500 Seiten starkes Krimidebüt aus Norwegen und brachte dem Autor Gard Sveen die Auszeichnung als bester Krimi Skandinaviens. Der Prolog präsentiert etwas unspektakulär und vorhersehbar den brutalen Mord an einem alten Mann, entdeckt von seiner Haushälterin. Danach stürzt man sofort in den Mai des Jahres 1945 und landet im Seelenleben eines Widerstandskämpfers, der nun die ersten verwirrenden Wochen der Friedenszeiten erlebt. Im Laufe des Buches nimmt uns dieser Handlungsstrang zurück in die Kriegszeiten ins Milieu der norwegischen Widerstandsbewegung. Im Jahre 2003 ist Tommy Bergmann Kommissar im Polizeipräsidium Oslo. Da er frisch getrennt ist von seiner Freundin Hege, schiebt er über Pfingsten Dienst. Und so fällt die Meldung, dass vier Medizinstudenten in einem Wald beim Zelten auf drei alte Skelette gestoßen sind, ihm zu. Und auch der frische Mordfall aus dem Prolog beschäftigt das ganze Kommissariat, denn bei dem Mordopfer handelt es sich um Carl Oscar Krogh, der zu seinen aktiven Zeiten nicht nur ein hochrangiger Politiker, sondern davor auch ein bedeutendes Mitglied der Widerstandsbewegung in Norwegen war. Gibt es da einen Zusammenhang zwischen dem aktuellen Mord und den drei Skeletten? Führt die Suche nach dem Mörder und dem Mordmotiv tief in die Vergangenheit? Gekonnt vereinigt Gard Sveen die beiden Handlungsstränge und Zeitebenen zu einem intelligenten und überaus spannenden Kriminalroman. Die dreißiger Jahre in Norwegen und die Widerstandbewegung machen einen großen Teil des Romans aus. Dieser Erzählstrang kommt als historischer Agententhriller daher, bei dem ich die Szenen beim Lesen fast in Schwarz-Weiß vor mir gesehen habe. Undercover-Aktionen, Einschleusen von Spioninnen in die innersten Nazi-Zirkel und Mord, aber auch eine tragische Liebesgeschichte und Verrat - diese Mischung verdichtet sich im Laufe des Buches zu einem spannungsgeladenen Finale, dessen Ende ich nicht vorhergesehen habe. Auf der anderen Seite der Zeit versucht Tommy Bergmann, den Mordfall Carl Oscar Krogh aufzuklären und kommt über den Verdacht nicht hinweg, dass die drei alten Skelette damit zu tun haben. Er gräbt in Kroghs Vergangenheit, aber er stößt bei den noch lebenden Zeitzeugen auf eine seltsame Mauer des Schweigens. Es braucht eine Menge hartnäckiger und engagierter Ermittlungsarbeit, in die sich Tommy stürzt und die so manches Mal Rätsel aufgibt. Nichts passt so richtig zusammen, aber der Sumpf, so scheint es, wird immer tiefer. Gard Sveen präsentiert keinen bluttriefenden Thriller, viel eher ist „Der letzte Pilger“ ein atmosphärisch dichter, gehaltvoller und kluger Kriminalroman, für den man auch ein bisschen Zeit mitbringen sollte. Und die lohnt sich – für mich gehört dieses Buch mit zu den besten Krimis, die ich lesen durfte!

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Sehr lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Ostermundigen am 12.06.2016

Tolles Buch, hat mir sehr gut gefallen, kann es nur weiterempfehlen!

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Der letzte Pilger
von Manu2106 aus Hamburg am 02.03.2016

"Der letzte Pilger" ist ein spannendes Buch, für welches man sich, vorallem zu Beginn wirklich Zeit nehmen muss, damit der Einstieg klappt, und dann liest und liest man... Ich brauchte eine Weile bis ich richtig drinne war, es war mir zu Beginn zu unübersichtlich, und ergab irgendwie kein wirklichen Sinn,... "Der letzte Pilger" ist ein spannendes Buch, für welches man sich, vorallem zu Beginn wirklich Zeit nehmen muss, damit der Einstieg klappt, und dann liest und liest man... Ich brauchte eine Weile bis ich richtig drinne war, es war mir zu Beginn zu unübersichtlich, und ergab irgendwie kein wirklichen Sinn, aber mit der Zeit hatte ich mich reingefuchst, und konnte es dann nur noch sehr schwer aus den Händen legen. Während Tommy im Jahre 2003 ermittelt, lesen wir zwischendurch was sich in den 40ern zugetragen hat, eine Kriegsgeschichte, mit viel Misstrauen, Verrat, Spionage und auch Liebe ist dabei. Vorallem diese Abschnitte fand ich sehr interessant, und eigentlich immer sehr schade das es wieder einen Zeitsprung gab, aber gerade das hat noch mehr Spannung erzeugt. Zum Ende hin treffen sich beide Erzählstränge, und das Finale steht an, dieses ist gelungen, auch wenn es keine wirkliche Überraschung mehr war, denn nach und nach konnt ich mir das schon so denken. Die Charaktere wurden alle sehr gut beschrieben, wir bekommen zu jedem ein gutes Bild, so das man sie sich gut vorstgellen kann. Tommy ist ein sehr guter Polizist, er hat sich in diesen Fall förmlich verbissen, ein Glück, sonst hätten wir nichts zu lesen gehabt ;) Privat muss ich sagen, war er mir nicht so sehr sympathisch gewesen. Mit Agnes Gerner musste man einfach mitfiebern, die Frau war mir sehr sympathisch gewesen. Fasziniert war ich von den Beschreibungen, diese sind wirklich sehr gut gelungen, Kopfkino anschalten und laufen lassen, ich hatte tgeilweise das Gefühl vor Ort zu sein. Den Schreib-und Erzählstil empfand ich als angenehm, das Buch lässt sich trotz der Zeitsprüngeflüssig und zügig lesen. Das Buch ist in Fünf Teile aufgeteilt, die Kapitel sind alle unterschiedlich lang, und sind zu Beginn immer mit dem jeweiligen Handlungsort und Zeit versehen. Mir hat "Der letzte Pilger" ein paar sehr spannende Lesestunden beschert, ich bin gespannt was Tommy als nächsten Fall hat :)

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Krimi mit geschichtlichem Hintergrund
von einer Kundin/einem Kunden aus Kasseburg am 10.04.2016

Ich hatte sehr auf das Buch "Der letzte Pilger" von Gard Sveen gehofft und wurde leider enttäuscht. Ich habe mich riesig gefreut, da ich einen langen Arbeitsweg habe und fast immer ein Hörbuch läuft. Der Sprecher ist ebenfalls die Synchronstimme von George Clooney, was schon einmal sehr schön und auch vertraut... Ich hatte sehr auf das Buch "Der letzte Pilger" von Gard Sveen gehofft und wurde leider enttäuscht. Ich habe mich riesig gefreut, da ich einen langen Arbeitsweg habe und fast immer ein Hörbuch läuft. Der Sprecher ist ebenfalls die Synchronstimme von George Clooney, was schon einmal sehr schön und auch vertraut ist. Die Sprache, den Ausdruck und die unterschiedlichen Stimmlagen des Sprechers haben mir sehr gut gefallen, da war ich anfangs skeptisch, ich dachte vor dem geistigen Auge sieht man immer nur George, aber dem war nicht so. Das Buch spielt in zwei unterschiedlichen Zeiten, einmal im 21. Jhd und einmal in der Nazizeit, bzw. 2. Weltkriegszeit. Das macht den Inhalt insgesamt spannend. Norweger, Schweden und Deutsche sind die Hauptprotagonisten. Und schnell wird klar, das ein aktuell geschehener Mord seine Wurzeln in der Kriegszeit hat. Kommissar Tommy Bergmann ist alleinstehend aber gerade dabei sich in die Mutter einer seiner Handballschülerinnen zu verlieben. Wie die Liebe langfristig verläuft bleibt jedoch bis zum Ende etwas fraglich, was schade war. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr kompliziert. Sie war sehr militärisch und es ging viel um unterschiedliche Ränge, Agenten, Doppelagenten und die unvermeidliche Liebe zwischen zwei der Hauptprotagonisten. Zentrale Figur - Agnes - die sich in ihrer Agentenrolle verliert und permanent den Tod fürchtet. Die Auflösung des Falles dann doch überaschend. Das Buch wurde in Norwegen gefeiert, ich muss sagen, dass ich nicht so gut in die Geschichte hineingekommen bin. Zahlreiche Menschen wechselten sich ab, mir war das auch zu militärisch. Ich kann mir aber vorstellen, dass ein Mann das Buch grandios findet.

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der letzte pilger
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 05.07.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Der Kommissar Tommy Bergmann hat kurz nach dem Fund von schon lange im Wald verscharrte Knochen mit Schussverletzungen im Schädel mit einem weiteren - aktuellen - Mordfall zu tun. Der hoch angesehene Widerstandskämpfer im 3. Reich, Carl Oscar Krogh, wurde brutalst ermordet, die Augen wurden ausgestochen. Tommy vermutet einen... Der Kommissar Tommy Bergmann hat kurz nach dem Fund von schon lange im Wald verscharrte Knochen mit Schussverletzungen im Schädel mit einem weiteren - aktuellen - Mordfall zu tun. Der hoch angesehene Widerstandskämpfer im 3. Reich, Carl Oscar Krogh, wurde brutalst ermordet, die Augen wurden ausgestochen. Tommy vermutet einen Zusammenhang zwischen den Knochenfunden der zwei Erwachsenen und einem Kind und Krogh. Bei den Ermittlungen stößt er auf den Namen Agnes Gerner, die seit 1945 als vermisst gilt und ebenfalls im Widerstand tätig war. Der Krimi wechselt immer wieder die Zeiten und Handlungsstränge zwischen 1939 bis 1945 und 2003, so dass wir als Leser/ Hörer parallel die Ermittlungsarbeit verfolgen sowie aus dem Leben und dem Kampf von Agnes und Carl Oscar erfahren. Gard Sveen hat dieses sehr geschickt miteinander verwoben. Immer wieder treten neue Zusammenhänge auf, Verdächtige werden wieder zu Unverdächtigen, neue treten auf. Bis zum Ende ist es äußerst spannend und überraschend erzählt.

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sehr guter Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Unterhaching am 20.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Frühling in Oslo. Eine Haushälterin findet Ex-Minister Carl Oscar Krogh ermordet. Er wurde mit unzähligen Messerstichen niedergestreckt. Ein Mord voller Hass und Wut. Aber was hat der ehemalige Widerstandskämpfer getan, dass diese Tat rechtfertigt? Im ersten Fall von Kommissar Tommy Bergmann spielt ein Motiv eine Rolle, welches in der... Frühling in Oslo. Eine Haushälterin findet Ex-Minister Carl Oscar Krogh ermordet. Er wurde mit unzähligen Messerstichen niedergestreckt. Ein Mord voller Hass und Wut. Aber was hat der ehemalige Widerstandskämpfer getan, dass diese Tat rechtfertigt? Im ersten Fall von Kommissar Tommy Bergmann spielt ein Motiv eine Rolle, welches in der Vergangenheit des zweiten Weltkrieges begründet scheint. Zu dieser Erkenntnis kommt der Ermittler vor allem, nachdem er herausfindet, dass drei skelettierte Leichen auch mit dem aktuellen Mord zu tun haben könnten. Gard Sveen hat für seinen Erstling „Der letzte Pilger“ bereits einige Preise gewonnen. Sowas muss zwar nichts heißen, aber in diesem Fall, stimme ich mit den Juroren überein. Mir hat der Krimi ausnehmend gut gefallen. Der Autor macht alles richtig. Der Plot ist interessant und wird langsam und gründlich ausgearbeitet. Der Leser kann den Ermittlungen folgen und bekommt noch den Vorteil, dass die Geschehnisse in der Vergangenheit nach und nach erzählt werden. Die Charakter sind nicht schwarz oder weiß. Der Kommissar ist ein schwieriger Mensch, hat Probleme mit seinem Privatleben, aber er verbeißt sich trotzdem in den Fall und lässt nicht locker. Vor allem der Erzählstrang im Zweiten Weltkrieg war sehr spannend. Mir hat der Krimi sehr gut gefallen.

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Denn wir können nur hassen, was wir lieben
von Jenny Vogler am 10.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

In seinem ersten Fall ermittelt der Kommissar Tommy Bergmann gleich in mehreren Mordfällen, die allerdings einen Zusammenhang haben. Ein Leichenfund in der Nordmarka, mit drei ehemals Vermissten und die brutale Ermordung der politischen Größe Carl Oscar Krogh scheinen einen... In seinem ersten Fall ermittelt der Kommissar Tommy Bergmann gleich in mehreren Mordfällen, die allerdings einen Zusammenhang haben. Ein Leichenfund in der Nordmarka, mit drei ehemals Vermissten und die brutale Ermordung der politischen Größe Carl Oscar Krogh scheinen einen gemeinsamen Schnittpunkt zu haben. Bergmann verbeißt sich regelrecht in den Fall und ermittelt in alle Richtungen und manchmal auch gegen die Zeit, denn viele Zeugen von damals sind mittlerweile verstorben und nehmen ihre Geheimnisse mit ins Grab. Als er im Zuge seiner Recherchearbeit auf den Namen der ehemaligen Widerstandskämpferin Agnes Gerner stößt, offenbart sich ihm ein gruseliges Szenario, in dessen Zentrum nicht nur die damals junge, mutige Frau steht, sondern auch Krogh, dessen Lebenslauf plötzlich durch dunkle Geheimnisse überschattet wird. Und die verjährten Mordfälle häufen sich, denn die mächtigen Auftraggeber verfolgten ein ehrgeiziges Ziel … Dieser spannende Debütroman, der sich ganz klassisch in die typische Erzählweise skandinavischer Kriminalromane einreiht, konnte mich fesseln und begeistern. Besonders interessant ist der hier gewählte Schreibstil, der sich auf zwei Erzählebenen konzentriert. Zum einen den Handlungsstrang in der Vergangenheit, der den Leser in die Ereignisse des Jahres 1942 eintauchen lässt, zum anderen die aktuellen Entwicklungen in der Gegenwart, samt polizeilicher Ermittlungen im Mordfall Krogh. In sehr kurzen Leseabschnitten wechselt immer wieder die Zeitebene, so dass man unweigerlich weiterlesen muss, um den Fortgang der Geschichte aufzunehmen. Der Autor vermag es dabei sowohl eine düstere Stimmung zu erzeugen als auch ein intensives Geflecht persönlicher Verkettungen, welches nicht auf Anhieb zu durchschauen ist. Man muss also etwas rätseln und sehr konzentriert lesen, um die vielen historischen Berührungspunkte wahrzunehmen und die Zusammenhänge zwischen den genannten Personen herzustellen. Diese erzählerische Tiefe hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil dadurch die historische Komponente immer wieder in den Vordergrund rückte und damit auch sehr wichtige Themen der nationalsozialistischen Kriegsbelange wie die Organisation der Widerstandskämpfer oder auch die Durchführung von geplanten Liquidierungen. Allerdings immer mittels einer sehr neutralen, distanzierten Schreibweise – absolut wertungsfrei. Fazit: Ich vergebe 4,5 Lesesterne (aufgerundet 5) für einen komplexen, szenisch dichten Kriminalroman mit einer brisanten historischen Geschichte, verpackt in einem spannenden Mordfall mit zahlreichen Beteiligten. Eine klare Leseempfehlung für Liebhaber skandinavischer Literatur, die gerne intensive Romane lesen, bei denen nicht zwangsläufig die Sympathie für die Protagonisten im Mittelpunkt stehen muss, sondern die kriminalistische Handlung. Ich freue mich bereits auf den Nachfolgeroman.

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Ein mehr als gelungenes Debüt
von einer Kundin/einem Kunden aus Mannheim am 08.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Tommy Bergmann ist Kommissar und lebt seit kurzem allein, während seine Ex-Freundin gerade mit ihrem ersten Kind von ihrem neuen Partner schwanger ist. Tommy ist hierfür selbst verantwortlich, dass er alleine ist und hasst sich vielleicht mehr wie jeder andere es nur tun könnte. Doch seine Arbeit als Kommissar... Tommy Bergmann ist Kommissar und lebt seit kurzem allein, während seine Ex-Freundin gerade mit ihrem ersten Kind von ihrem neuen Partner schwanger ist. Tommy ist hierfür selbst verantwortlich, dass er alleine ist und hasst sich vielleicht mehr wie jeder andere es nur tun könnte. Doch seine Arbeit als Kommissar lenkt ihn ab. Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wurde auf bestialische Art und Weise ermordet. Doch wer hat diese allgemein beliebten Mann und seinen Hund getötet und warum? Fast gleichzeitig werden in der Nordmarka 3 Leichen entdeckt. Diese Leichen stammen aus dem 2. Weltkrieg. Bei Tommy Bergmann werden alle Sinne geweckt. Gibt es einen Zusammenhang dieser 3 Leichen mit dem Mord an Carl Oscar Krogh? Meiner Meinung nach hat dieses Buch die Bezeichnung Kriminalroman und die Auszeichnung als bester Krimi Skandinaviens mehr als verdient. Auch wenn ich bei den Personen niemanden entdeckt habe, der mir besonders sympathisch gewesen ist, hat es der Autor sehr gut geschafft mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Auch die einzelnen Personen und ihre jeweilige Lebensgeschichte werden so gut beschrieben, dass man sich jede einzelne Person sehr gut vorstellen kann. Das Buch spielt im Jahre 2003 und zu Zeiten des 2. Weltkrieges. Das permanente Springen zwischen den beiden Schauplätzen führt dazu, dass man das Buch noch schneller lesen möchte. Ich konnte dieses Buch nur noch schwer aus den Händen legen, weil ich einfach immer wissen musste, wie es weitergeht. Die Auflösung der Geschichte ergibt sich nach und nach und trotzdem möchte ich an dieser Stelle schon einmal verraten, dass es noch eine Überraschung geben wird. Ich danke dem Autor für dieses mehr als gelungene Debüt und hoffe, dass es noch mehr Bücher von Gard Sveen geben wird. Auch an Tommy Bergmann kann man sich gewöhnen, auch wenn er nicht gerade die Traumvorstellung eines Polizisten darstellt. Aber macht es das nicht gerade auch lesenswert? Dass Polizisten auch Menschen sind, die Fehler machen und Makel haben wie jeder andere Mensch auch?

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Sehr starkes Krimidebut
von einer Kundin/einem Kunden aus Borken am 29.04.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Ein neuer Stern am skandinavischen Krimiautorenhimmel geht auf. Polizist Tommy Bergmann hat den Tod des ehemaligen Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh aufzuklären. Schnell führen ihn die Ermittlungen in die Vergangenheit des 2. Weltkrieges. Kurz vor dem Tod des Widerstandskämpfers wurden drei Skelette gefunden, deren Spur auch in die Zeit des... Ein neuer Stern am skandinavischen Krimiautorenhimmel geht auf. Polizist Tommy Bergmann hat den Tod des ehemaligen Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh aufzuklären. Schnell führen ihn die Ermittlungen in die Vergangenheit des 2. Weltkrieges. Kurz vor dem Tod des Widerstandskämpfers wurden drei Skelette gefunden, deren Spur auch in die Zeit des 2. Weltkrieges führt. Stehen diese zwei Geschehnisse miteinander in Verbindung. Carl Oscar Krogh recherchiert auf seine eigene Art und es warten einige Überraschungen auf ihn... Gard Sveen erzählt den Kriminalroman "Der letzte Pliger" in zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen, die in unterschiedlichen Zeiten spielen. Geschickt verbindet er aber diese beiden Stränge zu einem gesamten, da durch die Geschehnisse in der Vergangenheit immer wieder neue Anhaltspunkte für die Aufklärung gegeben werden. Somit hat der Leser immer wieder die Möglichkeit eigene Überlegungen bezüglich der Täterschaft und der Tathintergründe anzustellen, was dem Kriminalroman äußerst unterhaltsam und lebendig macht. Zudem legt Gard Sveen viel wert auf die Charakterisierung der agierenden Personen, was der Geschichte Authensität verleiht. Die notwendige Spannung für einen Kriminalroman ist auch jederzeit gegeben und wird vom Autor immer wieder neu angetrieben. Insgesamt hat mir "Der letzte Plger" sehr gut gefallen und die Betitelungen zum besten Krimi Skandinaviens kann ich durchaus nachvollziehen. Gerne möchte ich dieses Buch weiterempfehlen und bewerte es mit verdienten 5 von 5 Sternen!!!

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Sehr starkes Krimidebut!!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Borken am 29.04.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Ein neuer Stern am skandinavischen Krimiautorenhimmel geht auf. Polizist Tommy Bergmann hat den Tod des ehemaligen Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh aufzuklären. Schnell führen ihn die Ermittlungen in die Vergangenheit des 2. Weltkrieges. Kurz vor dem Tod des Widerstandskämpfers wurden drei Skelette gefunden, deren Spur auch in die Zeit des... Ein neuer Stern am skandinavischen Krimiautorenhimmel geht auf. Polizist Tommy Bergmann hat den Tod des ehemaligen Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh aufzuklären. Schnell führen ihn die Ermittlungen in die Vergangenheit des 2. Weltkrieges. Kurz vor dem Tod des Widerstandskämpfers wurden drei Skelette gefunden, deren Spur auch in die Zeit des 2. Weltkrieges führt. Stehen diese zwei Geschehnisse miteinander in Verbindung. Carl Oscar Krogh recherchiert auf seine eigene Art und es warten einige Überraschungen auf ihn... Gard Sveen erzählt den Kriminalroman "Der letzte Pliger" in zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen, die in unterschiedlichen Zeiten spielen. Geschickt verbindet er aber diese beiden Stränge zu einem gesamten, da durch die Geschehnisse in der Vergangenheit immer wieder neue Anhaltspunkte für die Aufklärung gegeben werden. Somit hat der Leser immer wieder die Möglichkeit eigene Überlegungen bezüglich der Täterschaft und der Tathintergründe anzustellen, was dem Kriminalroman äußerst unterhaltsam und lebendig macht. Zudem legt Gard Sveen viel wert auf die Charakterisierung der agierenden Personen, was der Geschichte Authensität verleiht. Die notwendige Spannung für einen Kriminalroman ist auch jederzeit gegeben und wird vom Autor immer wieder neu angetrieben. Insgesamt hat mir "Der letzte Plger" sehr gut gefallen und die Betitelungen zum besten Krimi Skandinaviens kann ich durchaus nachvollziehen. Gerne möchte ich dieses Buch weiterempfehlen und bewerte es mit verdienten 5 von 5 Sternen!!!

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unterhaltsam und fesselnd
von MarTina am 18.04.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Carl Oscar Krogh wird ermordet. Er war der frühere Handelsminister Norwegens und war dazu ein ehemaliger Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg. Kurz davor wurden in der Nordmarka drei Leichen gefunden. Kommissar Tommy Bergmann vermutet bald, dass es zwischen den beiden Fällen eine Verbindung gibt. Doch diese nachzuweisen gestaltet sich als... Carl Oscar Krogh wird ermordet. Er war der frühere Handelsminister Norwegens und war dazu ein ehemaliger Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg. Kurz davor wurden in der Nordmarka drei Leichen gefunden. Kommissar Tommy Bergmann vermutet bald, dass es zwischen den beiden Fällen eine Verbindung gibt. Doch diese nachzuweisen gestaltet sich als schwierig. Aber er gibt nicht auf und begibt sich auf eine schwierige Spurensuche ... Meine Meinung: In der Geschichte werden abwechselnd zwei Handlungsstränge erzählt. Der eine spielt im Jahr 2003 und beinhaltet die Ermordung von Krogh, den Fund der drei Leichen und Tommy Bergmanns Ermittlungen. Der andere in der Zeit 1939 - 45. Hier erfährt man einiges über das Leben der norwegischen Widerstandkämpfer. Eine von ihnen ist die Agentin Agnes Gerner. Über ihren Werdegang wird zum größten Teil berichtet. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Vor allem die Ereignisse in den Kriegszeiten fand ich sehr interessant und spannend. Das Leben der Agenten, ihre Handlungen und Gefühle wurden sehr eindrücklich beschrieben. Wie schlimm die permanente Anspannung, nicht aufzufliegen, daneben niemandem zu vertrauen und trotzdem wichtige Informationen zu sammeln für die Personen war, wurde richtig spürbar. Daneben wurde klar, dass sie auch Entscheidungen treffen müssen, bei denen Mitleid und Zögern fehl am Platz sind. Es gibt keine Möglichkeit und auch meist keine Zeit, um erhaltene Aufgaben zu überdenken. Auch die Ermittlungen von Tommy Bergmann sind interessant. Sie erweisen sich als sehr schwierig, weil die wenigen Zeitzeugen, die er noch findet, nicht wirklich viel erzählen wollen. Er muss sie also erst einmal überzeugen, was nicht leicht ist. Dann sprechen sie in Rätseln oder geben keine weiteren Erklärungen und lassen ihn somit immer nur mit Bruchstücken zurück. Diese nehmen also auch erst langsam Gestalt an. Erst am Ende laufen die beiden Handlungsstränge zusammen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt. Das Ende war für mich dann auch eine Überraschung. Fazit: Eine unterhaltsame und fesselnde Geschichte. Empfehlenswert!

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Verrat und Rache? Ein Krimi mit Blockbuster-Qualität!
von Kasin am 06.04.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Diese Art der Kriminalromane fesselt mich immer. Skandinavisch, mit Einblicke in die Zeit des 2. Weltkrieges und den Folgen für die Gegenwart. Widerstandskämpfer, Soldaten, Agenten und dazwischen die Menschen die eben irgendwie dazwischen geraten sind. "Der letzte Pilger", von Autor Gard Sveen, erschienen bei List, einem Verlag der Ullstein Buchverlage, ist... Diese Art der Kriminalromane fesselt mich immer. Skandinavisch, mit Einblicke in die Zeit des 2. Weltkrieges und den Folgen für die Gegenwart. Widerstandskämpfer, Soldaten, Agenten und dazwischen die Menschen die eben irgendwie dazwischen geraten sind. "Der letzte Pilger", von Autor Gard Sveen, erschienen bei List, einem Verlag der Ullstein Buchverlage, ist mit seinen 539 Seiten ein komplexes Werk um Verrat und Rache. 4 Teile umfasst das Buch, jeder davon in einzelnen, wechselnden Kapiteln unterteilt, in denen man als LeserIn zwischen den Jahren 1942-1945 und 2003 eine Geheimnis auf die Spur kommt, das gleichermaßen fasziniert wie erschüttert. Aber erst einmal kurz zur Story Das Jahr 2003: Die Überreste von 3 skeletierten Menschen werden durch Zufall in der Nordmarka/Norwegen gefunden. Fast zeitgleich wird ein alter Mann, ehemaliger Widerstandskäpfer und Politiker wie in einem Wahn niedergemetzelt. Tommy Bergmann beginnt in beiden Fällen zu ermitteln, ahnt er doch das alles irgendwie zusammenhängt. Die Jahre 1942-1945: Eine Zelle des Widerstands in Schweden agiert im geheimen und schleust eine Frau in die Kreise der gehobenen Gesellschaft um so an Informationen zu kommen. Agnes Gerner ist sich der enormen Gefahr in die sie sich begibt klar und doch kann sie gar nicht anders. Mir gefielen diese Protagonisten, die vielleicht auch gerade wegen ihrer Schwächen so normal und gleichzeitig so stark wirken. Sie geben der Geschichte ihre Gesichter. Der Ermittler Thommy Bergmann ist aufgrund der Tatsache das 1 Kind unter den gefundenen Toten ist, sofort mit Herz und Seele dabei. Er will den 3 Unbekannten einen Namen, ein Gesicht, eine Geschichte geben. Dabei erfährt man auch viel über ihn selbst, seine privaten Probleme, denen er sich durchaus bewusst ist. Man lernt einen verbissenen, gut überlegenden und agierenden Mann kennen, der tief gräbt, die richtigen Hinweise erkennt und so die Geschichte der 3 Toten Stück für Stück offenbart. Die Agentin Agnes Gerner, eine junge Frau inmitten der Kriegswirren kämpft ebenfalls gegen ihre Schwäche, die - wie sollte es anders sein- Liebe. Tagtäglich in Gefahr enttarnt zu werden erlebt man ihre Ängste und Emotionen und nähert sich Seite um Seite der Gegenwart. Der Autor hat viele Protagonisten geschaffen, die gerade zu Beginn des Buches, in wichtigen und ausschlaggebenden Rollen platziert sind und mich direkt in die Geschichten der Geschichte hineingezogen haben. Was ist wichtig, wer ist wichtig? Wie hängt dieser fast 60 Jahre zurückliegenden Fall mit dem der Gegenwart zusammen? Wer hat solch einen Hass verspürt? Der Schreibstil war sehr angenehm, hier und da Belanglosigleiten aus dem Leben Bergmanns. Ein paar Bier hier und da weniger hätten es auch getan, aber er passte einfach zu gut da hinein. Die Stimmung im Buch ist eine gelungene Mischung aus Spannung, Mitgefühl, Furcht um oder wegen dem ein oder anderen Protagonisten und einer stellenweise sehr bedrückenden und beklemmenden Stimmung, da man dachte 'dass kann nicht gut ausgehen'. Eine Vorlage zum Blockbuster! Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten und zu Rückschlüssen und eigenen Überlegungen animiert. Erst ab Seite 500 hatte ich diesen Aha-Effekt, als ich dachte 'jetzt weiß ich es'. Das gelingt bei weitem nicht jedem Autor. So lange habe ich mit Bergmann gerätselt und als es alles klar war, hat es mich doch so ein bisschen umgehauen. Ein Buch das ich beende und mir dann trotzdem noch lange nachgeht hat 5 von 5 Sternen verdient.

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Im Widerstand
von leseratte1310 am 25.03.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

In der Nordmarka werden drei Leichen gefunden, darunter ein kleines Mädchen. Die Gerichtsmedizin bestimmt den Todeszeitpunkt auf Anfang der 40er Jahre. Dann wird der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh von seiner Haushälterin tot aufgefunden; er wurde brutal ermordet. Der zuständige Kommissar ist Tommy Bergmann. Er sieht einen Zusammenhang zwischen diesen... In der Nordmarka werden drei Leichen gefunden, darunter ein kleines Mädchen. Die Gerichtsmedizin bestimmt den Todeszeitpunkt auf Anfang der 40er Jahre. Dann wird der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh von seiner Haushälterin tot aufgefunden; er wurde brutal ermordet. Der zuständige Kommissar ist Tommy Bergmann. Er sieht einen Zusammenhang zwischen diesen Fällen. Wir erleben diese Geschichte wechselnd zwischen zwei Zeitebenen, einmal in den 40er Jahren und mal in der Gegenwart, die sich zum Ende treffen. Dieses Buch liest man nicht mal einfach so runter, es erfordert Aufmerksamkeit. Bergmann ist ein guter Polizist. Er verbeißt sich in seine Fälle und gibt nicht auf. Aber auch er hat Schwächen. Manchmal wird er urplötzlich aggressiv. Das bekam auch seine Freundin Hege zu spüren und daher kam es zur Trennung. Bergmann , der einen Zusammenhang zwischen den Fällen vermutet, macht diesen Fall zu seinem ganz besonderen Fall. Er gibt nicht auf, auch wenn er auf eine Mauer des Schweigens stößt. Doch dank seiner Hartnäckigkeit ergibt sich mit der Zeit ein Bild. Die Vergangenheit während des Krieges brachte Verrat und Misstrauen, aber auch eine tragische Liebesgeschichte. Die Widerstandskämpferin Agnes Gerner ist eine interessante Persönlichkeit. Sie war mir sympathisch. Aber auch die anderen Figuren sind gut und glaubhaft geschildert. Ich ahnte schon relativ früh, worauf es hinauslaufen würde. Dennoch tat das der Spannung keinen Abbruch, denn der historische Aspekt hat mich besonders interessiert. Ich kann das Buch nur empfehlen.

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Tolle Krimiunterhaltung
von Fredhel am 24.03.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

"Der letzte Pilger" ist das Krimidebüt von Gard Sveen. Der Beisatz: "Ein Fall für Tommy Bergmann" lässt darauf hoffen, dass noch weitere ebenso spannende Mordfälle folgen werden. Der Autor lässt sein Buch mit einem Paukenschlag beginnen. Carl Oscar Krogh, ein alter Mann, der in fast schon paranoider Zurückgezogenheit lebte, und... "Der letzte Pilger" ist das Krimidebüt von Gard Sveen. Der Beisatz: "Ein Fall für Tommy Bergmann" lässt darauf hoffen, dass noch weitere ebenso spannende Mordfälle folgen werden. Der Autor lässt sein Buch mit einem Paukenschlag beginnen. Carl Oscar Krogh, ein alter Mann, der in fast schon paranoider Zurückgezogenheit lebte, und der während des Krieges für den Widerstand gearbeitet hatte, wird grausam ermordet aufgefunden. Fast zeitgleich wird Kommissar Tommy Bergmann zu einer Grabstelle mitten im Wald gerufen. Hier liegen die stark verwesten Leichen von zwei Erwachsenen und einem Kind. Circa 40 Jahre blieben sie dort unentdeckt. So splittet sich die Handlung auch in zwei Zeitebenen. Aktuell ermittelt Bergmann im Jahr 2003, aber auch die Umstände rund um einen Mord im Jahr 1945 werden erzählt. Der Autor versteht sich darauf, den Spannungsbogen nie abreissen zu lassen. Er lässt seine Akteure vor den Augen des Lesers lebendig werden. Diese großartige Geschichte um Liebe und Verrat hat mich in ihren Bann gezogen und ich freue mich schon auf weitere Bücher von Gard Sveen mit seinem Kommissar Bergmann, der zum Schluss all die komplizierten Informationssplitter zu einem großen Ganzen zusammenfügen konnte.

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Überzeugendes Debüt
von Michael Lehmann-Pape am 04.03.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Auf den Anfang der 40 Jahre des letzten Jahrhunderts datiert die Gerichtsmedizin jene drei skelletierten Leichen, die eher zufällig in diesem Waldstück am Rande von Oslo gefunden werten. Und Thomas Bergmann ist einer der Ermittler. Ermordete Menschen, zwei Erwachsene und ein Kind, die unter Umständen, so sagt es Bergmanns Bauch, in... Auf den Anfang der 40 Jahre des letzten Jahrhunderts datiert die Gerichtsmedizin jene drei skelletierten Leichen, die eher zufällig in diesem Waldstück am Rande von Oslo gefunden werten. Und Thomas Bergmann ist einer der Ermittler. Ermordete Menschen, zwei Erwachsene und ein Kind, die unter Umständen, so sagt es Bergmanns Bauch, in Verbindung stehen könnten mit dem äußerst grausamen Mord an einem von Norwegens „Kriegshelden“. Carl Oscar Krogh wird, wie besinnungslos zerfleischt, in seinem Wohnzimmer tot aufgefunden. Auf zwei Zeitebenen, 1942 und 2003 (die Gegenwart des Romans) verfolgt Sveen die Spuren und Hintergründe der Morde und dringt dabei tief ein in die Zeiten von Krieg und Widerstand („Im Krieg gibt es nur eins, überleben“), in Spionage und Gegenspionage. Und andererseits, und das mit hoher Qualität, dringt Sveen ebenso tief und profund ein in die Psyche seiner Personen. Intensiv und mit Hingabe, manchmal mit einigen wenigen beschreibenden Stichworten, da, wo es nötig ist mit ausführlicheren Betrachtungen, lässt er die inneren Motive, die Lust an der Macht, die Naivität des Industriellen, die Zerrissenheit jener, die lieben will und anders liebt, als sie es zu leben hat, vor den Augen des Lesers Realität werden. Ebenso, wie sein „Thomas Bergmann“ beileibe kein einfacher „Held“ ist. Anders, als so manch andere gebrochene Ermittlergestalten der jüngeren Vergangenheit, deren Alkohol oder Drogen oder Einsamkeitsprobleme fast noch sympathische Faktoren darstellen, ist dieser Thomas Bergmann einer, der sich wenig unter Kontrolle hat. Dessen Aggressionen auch zur Unzeit hervorbrechen, der seine Freundin verprügelt hat. Und, schlimmer noch, nicht dafür garantieren könnte, dass das nicht mehr vorkommen würde. Was die konkrete Freundin an sich bereits nicht mehr interessiert, diese hat ihn verlassen. Aber, es könnte sich ja etwas neues, frisches, Unverbrauchtes anbahnen. Doch trotz seiner inneren Belastung und Zerrissenheit, dieser Fall hier, der wird zu einem persönlichen Fall für ihn. Dieses tote Kind im Grab, die Verwicklungen mit Menschen, die damals wichtig waren und dann aus dem Leben verschwanden, Nazis und Widerstandskämpfer, das lässt ihn nicht mehr los. In schnellen Perspektivwechseln, oft kapitelweise innerhalb nur weniger Seiten, lässt Sveen dabei die Ereignisse von damals und heute ineinander zusammenlaufen bis hin zum überraschenden, in dieser Form wenig vorweg zu ahnenden Ende. Spannend, knisternd, voller Leidenschaft, Dramatik, geschickter Selbstinszenierung und verzweifeltem Kampf um das eigene Leben (und nicht nur um dieses). Eine sehr empfehlenswerte, packende Lektüre.

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guter Erstling
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 15.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Gard Sveen greift in seinem kriminalistischen Erstling ein gern genommenes Thema der Norweger auf. Eine der zwei Zeitebenen spielt ab 1939 und es geht natürlich um die Nazis und ihr Regime im zweiten Weltkrieg in Norwegen. Hier ist es aber auch eine Agentenstory, denn Agnes wurde von den Britin... Gard Sveen greift in seinem kriminalistischen Erstling ein gern genommenes Thema der Norweger auf. Eine der zwei Zeitebenen spielt ab 1939 und es geht natürlich um die Nazis und ihr Regime im zweiten Weltkrieg in Norwegen. Hier ist es aber auch eine Agentenstory, denn Agnes wurde von den Britin eingeschleust, um mehr über die Deutschen Besatzer herauszufinden. Im Jahr 2003 wird der ehemalige Widerstandskämpfer und pensionierte Minister Carl Oscar Krogh brutal in seinem Haus erstochen. Kurz davor wurde die sterblichen Überreste von drei anderen Leichen gefunden, deren Todeszeitpunkt in den 1940-Jahren sein könnte. Kommissar Bergmann vermutet bald schon einen direkten Zusammenhang zwischen den Taten und ermittelt hartnäckig und ausdauernd. Ein norwegischer Krimiautor muss sich natürlich immer den Vergleich mit dem besten dieses Landes gefallen lassen, mit Joe Nesbo, der auch in seinen ersten Büchern über ein ähnliches Thema geschrieben hat. Auch Gard Sveen’s Held ist ein schwieriger Charakter. Er hat vor allem an seiner kaputten Beziehung zu knabbern, die er auf ziemlich rüde Weise zerstört hat. Tommy Bergmann ist noch sperriger als Harry Hole und es fiel mir etwas schwer ihn sympathisch zu finden. Allerdings ist das für die Geschichte nicht unbedingt notwendig. Es gibt andere Charakter, die diese Lücke füllen können. Vor allem die Agentin Agnes und ihre gefährliche Mission habe ich gespannt verfolgt. Das Tempo ist im Vergleich zu Nesbo langsamer und leider fehlt dem Plot auch ein richtig überraschender Kniff, eine Volte oder Ähnliches. So was kann Nesbo definitiv besser. Aber dennoch habe ich mich über weite Strecken durchaus gut unterhalten gefühlt in dem „letzten Pilger“ und fand die Story logisch und nachvollziehbar. Vor allem, dass man sehr lange nur Vermutungen anstellen kann, wie alles zusammenhängt und erst die Auflösung ganz am Schluss alle Fragen klärt hat mir gut gefallen. Ein guter Erstling mit Luft nach oben.

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guter Erstling
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 15.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Gard Sveen greift in seinem kriminalistischen Erstling ein gern genommenes Thema der Norweger auf. Eine der zwei Zeitebenen spielt ab 1939 und es geht natürlich um die Nazis und ihr Regime im zweiten Weltkrieg in Norwegen. Hier ist es aber auch eine Agentenstory, denn Agnes wurde von den Britin... Gard Sveen greift in seinem kriminalistischen Erstling ein gern genommenes Thema der Norweger auf. Eine der zwei Zeitebenen spielt ab 1939 und es geht natürlich um die Nazis und ihr Regime im zweiten Weltkrieg in Norwegen. Hier ist es aber auch eine Agentenstory, denn Agnes wurde von den Britin eingeschleust, um mehr über die Deutschen Besatzer herauszufinden. Im Jahr 2003 wird der ehemalige Widerstandskämpfer und pensionierte Minister Carl Oscar Krogh brutal in seinem Haus erstochen. Kurz davor wurde die sterblichen Überreste von drei anderen Leichen gefunden, deren Todeszeitpunkt in den 1940-Jahren sein könnte. Kommissar Bergmann vermutet bald schon einen direkten Zusammenhang zwischen den Taten und ermittelt hartnäckig und ausdauernd. Ein norwegischer Krimiautor muss sich natürlich immer den Vergleich mit dem besten dieses Landes gefallen lassen, mit Joe Nesbo, der auch in seinen ersten Büchern über ein ähnliches Thema geschrieben hat. Auch Gard Sveen’s Held ist ein schwieriger Charakter. Er hat vor allem an seiner kaputten Beziehung zu knabbern, die er auf ziemlich rüde Weise zerstört hat. Tommy Bergmann ist noch sperriger als Harry Hole und es fiel mir etwas schwer ihn sympathisch zu finden. Allerdings ist das für die Geschichte nicht unbedingt notwendig. Es gibt andere Charakter, die diese Lücke füllen können. Vor allem die Agentin Agnes und ihre gefährliche Mission habe ich gespannt verfolgt. Das Tempo ist im Vergleich zu Nesbo langsamer und leider fehlt dem Plot auch ein richtig überraschender Kniff, eine Volte oder Ähnliches. So was kann Nesbo definitiv besser. Aber dennoch habe ich mich über weite Strecken durchaus gut unterhalten gefühlt in dem „letzten Pilger“ und fand die Story logisch und nachvollziehbar. Vor allem, dass man sehr lange nur Vermutungen anstellen kann, wie alles zusammenhängt und erst die Auflösung ganz am Schluss alle Fragen klärt hat mir gut gefallen. Ein guter Erstling mit Luft nach oben.

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guter Erstling
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 15.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Gard Sveen greift in seinem kriminalistischen Erstling ein gern genommenes Thema der Norweger auf. Eine der zwei Zeitebenen spielt ab 1939 und es geht natürlich um die Nazis und ihr Regime im zweiten Weltkrieg in Norwegen. Hier ist es aber auch eine Agentenstory, denn Agnes wurde von den Britin... Gard Sveen greift in seinem kriminalistischen Erstling ein gern genommenes Thema der Norweger auf. Eine der zwei Zeitebenen spielt ab 1939 und es geht natürlich um die Nazis und ihr Regime im zweiten Weltkrieg in Norwegen. Hier ist es aber auch eine Agentenstory, denn Agnes wurde von den Britin eingeschleust, um mehr über die Deutschen Besatzer herauszufinden. Im Jahr 2003 wird der ehemalige Widerstandskämpfer und pensionierte Minister Carl Oscar Krogh brutal in seinem Haus erstochen. Kurz davor wurde die sterblichen Überreste von drei anderen Leichen gefunden, deren Todeszeitpunkt in den 1940-Jahren sein könnte. Kommissar Bergmann vermutet bald schon einen direkten Zusammenhang zwischen den Taten und ermittelt hartnäckig und ausdauernd. Ein norwegischer Krimiautor muss sich natürlich immer den Vergleich mit dem besten dieses Landes gefallen lassen, mit Joe Nesbo, der auch in seinen ersten Büchern über ein ähnliches Thema geschrieben hat. Auch Gard Sveen’s Held ist ein schwieriger Charakter. Er hat vor allem an seiner kaputten Beziehung zu knabbern, die er auf ziemlich rüde Weise zerstört hat. Tommy Bergmann ist noch sperriger als Harry Hole und es fiel mir etwas schwer ihn sympathisch zu finden. Allerdings ist das für die Geschichte nicht unbedingt notwendig. Es gibt andere Charakter, die diese Lücke füllen können. Vor allem die Agentin Agnes und ihre gefährliche Mission habe ich gespannt verfolgt. Das Tempo ist im Vergleich zu Nesbo langsamer und leider fehlt dem Plot auch ein richtig überraschender Kniff, eine Volte oder Ähnliches. So was kann Nesbo definitiv besser. Aber dennoch habe ich mich über weite Strecken durchaus gut unterhalten gefühlt in dem „letzten Pilger“ und fand die Story logisch und nachvollziehbar. Vor allem, dass man sehr lange nur Vermutungen anstellen kann, wie alles zusammenhängt und erst die Auflösung ganz am Schluss alle Fragen klärt hat mir gut gefallen. Ein guter Erstling mit Luft nach oben.

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