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Der letzte Zeuge

Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter. Mit e. Vorw. v. Ralph Giordano

(8)
Er war abgestellt an die Front, bis sich ihm 1940 unerwartet die Gelegenheit bietet, bei Hitler als Kurier, Leibwächter, dann auch als Telefonist zu arbeiten. In Hitlers Wohnung in München geht Rochus Misch ebenso ein und aus wie am Berghof und in der"Wolfsschanze". Im Führerbunker absolvierte er auch noch seinen Dienst, als Hitler und Eva Braun sich umgebracht haben. Denn für Misch, der Hitler nur als Privatmann erlebte, galt das Gebot unbedingter Loyalität. Um deren fatale Seite es ihm geht, wenn er heute sein Leben erzählt: Nein, ich werfe dem Rochus Misch von damals nicht vor, dass er keinen Ärger machte. Dennoch dass mir das so selbstverständlich war, das macht mich nachdenklich.
Portrait
Rochus Misch, geboren 1917, der nie Mitglied der NSDAP war, wurde mit seinem Gardemaß von 1,85 m nach der Musterung für die Leibstandarte SS Adolf Hitler ausgewählt. Ab 1940 arbeitete er bis Kriegsende als Leibwächter, Kurier und Telefonist Hitlers. Nach Hitlers Tod geriet er für neun Jahre in russische Kriegsgefangenschaft. Rochus Misch ist verwitwet und hat eine Tochter.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 334
Erscheinungsdatum 01.12.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-25735-0
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 188/120/28 mm
Gewicht 292
Abbildungen mit 73 zum Teil farbigen Abbildungen, 2 Ausklapp-Taf. 19 cm
Auflage 16. Auflage
Verkaufsrang 27.612
Buch (Taschenbuch)
11,00
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Buchhändler-Empfehlungen

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Ein wichtiges Buch, dass zeigt, das es auch im Rückblick möglich ist eigene Fehler zu erkennen und darüber zu sprechen und nicht zu schweigen. Ein wichtiges Buch, dass zeigt, das es auch im Rückblick möglich ist eigene Fehler zu erkennen und darüber zu sprechen und nicht zu schweigen.

Ulrike Buehnemann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Erschreckend, berührend, faktenreich. Erzählt aus einer anderen Perspektive. Erschreckend, berührend, faktenreich. Erzählt aus einer anderen Perspektive.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Unbedingt lesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Bochum am 22.11.2013

Geschichte, wie sie war, geschrieben wurde und das mit einer persönlichen Note von Rochus Misch. Dies mit all ihren Facetten. Erschreckend, berührend, faktenreich. Erzählt aus einer anderen Perspektive.

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Der letzte Zeuge und sein kostbares Vermächtnis
von einer Kundin/einem Kunden am 08.11.2013

Ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich viele Bücher (immer auf Grundlage echter Tagebücher) über den 1. und 2. Weltkrieg gelesen habe und nun auch einmal etwas über Hitler ganz persönlich wissen wollte. Wie und wer war dieser Mann, dieses Mysterium "Adolf Hitler", dessen Name oft in einem... Ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich viele Bücher (immer auf Grundlage echter Tagebücher) über den 1. und 2. Weltkrieg gelesen habe und nun auch einmal etwas über Hitler ganz persönlich wissen wollte. Wie und wer war dieser Mann, dieses Mysterium "Adolf Hitler", dessen Name oft in einem Atemzug mit Mord und Kriegsverbrechen genannt wird? Dieses Buch empfehle ich jedem, den das gleiche Interesse wie mich beflügelt hat und mehr über ihn, aber auch über die Arbeit der Leute um ihn herum erfahren möchte. Wie war das Ende wirklich? Tatsächlich wird in diesem Buch mit vielen Vorurteilen und falschen Vorstellungen besonders hinsichtlich des Bunkerlebens (wie z. B. der Film "Der Untergang") aufgeräumt. Der Autor ist einer der glaubwürdigsten, den ich jemals gelesen habe. Wer dieses Buch kennt wird auch wissen warum. Man sollte neutral und nicht mit Abstand oder falschen Vorstellungen an das Buch herantreten. Das Vorwort des Rochus Misch sollte man sich besonders zu Herzen nehmen und das darauf völlig unpassende Vorwort des Giordanos ungelesen überspringen und erst zum Schluss lesen, da es dem Sinn des Buches gänzlich widerspricht und meiner Meinung nach in ein solches Buch nicht hineingehört. Ist aber sicher Geschmackssache. Das Buch empfand ich nicht als besonders spannend, aber vermittelnd. Es werden viele Details genannt, die man vorher nicht wusste und man erhält eine sehr genaue Vorstellung darüber, wie Hitler seine "Angestellten" und Freunde behandelte und vieles mehr noch. Meiner Meinung nach ein echtes "Muss" für 2.Weltkriegs-Geschichtsinteressierte.

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Informativ
von einer Kundin/einem Kunden aus Worms am 16.12.2011

Rochus Misch beschreibt in glaubhafter, aufrichtiger Weise sein Leben als Zeitzeuge im Umfeld der führenden Personen des Naziregimes. Das Buch gibt keine objektive, tiefgründige Analyse und Bewertung des Regimes und seiner Protagonisten, es beschreibt die Lebensgeschichte eines untergeordneten Funktionsträgers - kein glühender Nazi, nicht fanatisch, scheinbar unpolitisch, ein Mitläufer, der... Rochus Misch beschreibt in glaubhafter, aufrichtiger Weise sein Leben als Zeitzeuge im Umfeld der führenden Personen des Naziregimes. Das Buch gibt keine objektive, tiefgründige Analyse und Bewertung des Regimes und seiner Protagonisten, es beschreibt die Lebensgeschichte eines untergeordneten Funktionsträgers - kein glühender Nazi, nicht fanatisch, scheinbar unpolitisch, ein Mitläufer, der es schafft, irgendwie durchzukommen, ohne das Schreckliche hinter der alltäglichen Normalität wahrzunehmen. Rochus Misch zeigt, wie sich viele von uns in der damaligen Zeit auch verhalten hätten und es wohl - unter ähnlichen Umständen - wieder tun würden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich finde es spannend und lesenswert und kann es nur empfehlen.

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Eine deutsche Biografie vom Feinsten ! Bestseller von Rochus Misch !
von einer Kundin/einem Kunden aus Deutschland am 30.12.2009

Für mich als wahrheitsliebenden Historiker, welcher sich eine anständige und objektive Darstellung der geschichtlichen Ereignisse des Zeitraums 1940 – 1945 bislang oft vergebens wünschte, ist das großartige Buch des letzten Zeitzeugen und Augenzeugen ROCHUS MISCH eine wertvolle, beeindruckende und lesenswerte Fundgrube. Rochus Misch berichtet das, was oft nur in Halbwahrheiten... Für mich als wahrheitsliebenden Historiker, welcher sich eine anständige und objektive Darstellung der geschichtlichen Ereignisse des Zeitraums 1940 – 1945 bislang oft vergebens wünschte, ist das großartige Buch des letzten Zeitzeugen und Augenzeugen ROCHUS MISCH eine wertvolle, beeindruckende und lesenswerte Fundgrube. Rochus Misch berichtet das, was oft nur in Halbwahrheiten oder verzerrt in Büchern und oder in den Medien geschrieben steht, aus erster Quelle und persönlicher Erinnung und in geradezu faszinierender Genauigkeit ! Rochus Misch befand sich als Leibwächter Adolf Hitlers 5 Jahre im Zentrum der Macht des Dritten Reiches und kann uns – so meine aufrichtige Meinung – objektiv und ohne Berührungsängste erzählen, was er selbst in der Berliner Reichskanzlei, auf dem Berghof, in den Führerhauptquartieren und in dem Sonderzug des Staatsoberhauptes aus nächster Nähe erlebte – bis zum bitteren Ende im Führerbunker der untergehenden Reichshauptstadt ! Rochus Misch´s Buch ist eine Offenbarung und ein Geschenk für den geschichts,- und wissenshungrigen Menschen und deshalb nun als günstiges Taschenbuch besonders auch für junge Menschen geeignet, welche Deutsche Geschichte lieber von einem aufrichtigen Zeitzeugen als von nachkriegsgeborenen Historikern a´ la Knopp, Fest und Co. erzählt bekommen möchte. Ebenso können junge Leser sich selbst ein Bild machen, wie es einem deutschen Kriegsgefangenen wie Rochus Misch schlimm in Rußland erging – Zwangsarbeit und Folter waren an der Tagesordnung! Ich bezeichne Herrn Misch´s Biografie als eines der besten und spannendsten Büchern des 21. Jahrhunderts. Es ist ein gutes, wichtiges und mutiges Buch eines charaktervollen, aufrichtigen Menschen. Es ist eine deutsche Biografie! Thomas Fritz

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Wa(h)re Geschichte
von Solon Kreta am 17.10.2013

Eine etwas andere Darstellung von dem, was man uns im Geschichtsunterricht beibringt. Aber Geschichte schreiben i. d. R. immer die Sieger, nicht die Verlierer.

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Überleben im Bunker
von Roswitha Spiessberger aus Linz am 22.07.2010

Rochus Misch war von 1940 bis zum Zusammenbruch des Dritten Reiches im Frühjahr 1945 Hitlers Leibwächter, Kurier und Telefonist. Er versah seinen Dienst in Hitlers Wohnung in München, am Berghof, der Wolfschanze und zuletzt im Führerbunker in Berlin. Misch hatte damit Einblick in das Leben Hitlers, der nationalsozialistischen Führung,... Rochus Misch war von 1940 bis zum Zusammenbruch des Dritten Reiches im Frühjahr 1945 Hitlers Leibwächter, Kurier und Telefonist. Er versah seinen Dienst in Hitlers Wohnung in München, am Berghof, der Wolfschanze und zuletzt im Führerbunker in Berlin. Misch hatte damit Einblick in das Leben Hitlers, der nationalsozialistischen Führung, der Generäle und auch Hitlers privatem Umfeld. Nach Hitlers Tod gelang ihm die Flucht aus dem Bunker, er geriet aber in russische Gefangenschaft, aus der er nach neun Jahren wieder nach Deutschland zurückkehrte. Misch berichtet seine Geschichte mit der beklemmenden Aufrichtigkeit, eines Menschen, der erkennen muß, dass er damals sein Tun für richtig hielt. „Ich erzähle meine Geschichte den jungen Leuten auch, damit sie es nicht versäumen, rechtzeitig die richtigen Fragen zu stellen. Und um dem auf die Spur zu kommen, warum das damals mir und so vielen anderen nicht gelang, berichte ich von den Dingen möglichst so, wie ich sie damals wahrnahm.“, so Rochus Misch im Vorwort seines Buches. Ein wichtiges Erinnerungsbuch von einem Zeitzeugen, der bis zur letzten Stunde dabei war. Lesenswert.

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Ein Buch über Hitler und uns Deutsche
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 13.07.2010

Immer wieder fragt man sich, wie konnte ein Volk auf diesen Hitler herein fallen, der brüllte, posierte, lächerlich gespreizt und maniriert daher lief, dessen Reden vor Unwahrheiten und historischen Entstellungen trieften. Um dieses Rätsel zu lösen, braucht man Mischs Erinnerungen nicht zu lesen. Der war Leibwächter, Diener, SS-Mann, glücklich,... Immer wieder fragt man sich, wie konnte ein Volk auf diesen Hitler herein fallen, der brüllte, posierte, lächerlich gespreizt und maniriert daher lief, dessen Reden vor Unwahrheiten und historischen Entstellungen trieften. Um dieses Rätsel zu lösen, braucht man Mischs Erinnerungen nicht zu lesen. Der war Leibwächter, Diener, SS-Mann, glücklich, diesen Posten zu haben, der ihm über fünf Kriegsjahre einen sichern, gut versorgten Arbeitsplatz fern der Front garantierte. Misch ist ein braver Bürger, Kirchgänger, ohne Ehrgeiz und Verlangen nach Orden. Fünf Jahre lebte er in unmittelbarer Nähe Hitlers, war für den ein Nichts, der ihm nie die Hand gab. Begegnete Misch ihm, musste er zur Seite treten und durfte nicht einmal grüßen, als wäre er eben nicht da. Aber Misch sah den Menschen Hitler, freundlich zu Mitarbeitern, besorgt um sie wie Himmler und Heydrich und all die anderen Verbrecher auch. Unangenehm werden diese Erinnerungen nur dann, wenn Misch die Perspektive des Leibwächters verlässt, auf politische Fragen eingeht. Was er da von sich gibt über Hitlers angebliche Aussagen zur Atombombe, seiner Friedensbereitschaft England gegenüber und dem England Flug von Hess, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit historischer Unsinn. Etwas anderes macht das Buch interessant und wichtig. Am Ende schreibt die Mitautorin Zarrinbal, eine Vertreterin der Nachkriegsgeneration, die kaum diese unselige Zeit begreifen kann: „Was nun in Rochus Mischs Biographie zu lesen ist, gehört für mich zu dem Wissen, dem ich noch immer nachspüre. Nicht über Hitler ‚als Mensch‘, sondern über die, die ihm folgten.“ Misch steht für Millionen Deutsche, die im strengen Sinne keine ‚Nazis‘, aber irgendwie und immer wieder von Hitler fasziniert, von seinen Erfolgen beeindruckt waren. Und hier sollten wir nachdenklich werden. Man sieht zwar nach Saint Exupéry ‚nur mit dem Herzen gut‘, wenn es aber um Politiker und Politik geht, sollte man sich mit scharfem Verstand nicht mit der Sicht auf die freundliche Oberfläche begnügen, sondern in die Tiefe schauen, um das Gefährliche, Abwegige, vielleicht sogar Verbrecherische rechtzeitig zu erkennen.

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Erschreckend
von Inga Pokora aus Frankfurt am 24.11.2009

Muss nicht derjenige, der als Leibwächter, Telefonist und Mädchen für alles bei Hitler angestellt war, ein Monster oder zumindest ein tief überzeugter Nazi sein? Nein, muss er nicht. Und diese erschreckende Normalität, dieser Pragmatismus ist es, welcher die Biografie von Rochus Misch so beeindruckend macht. Misch entscheidet sich, zu... Muss nicht derjenige, der als Leibwächter, Telefonist und Mädchen für alles bei Hitler angestellt war, ein Monster oder zumindest ein tief überzeugter Nazi sein? Nein, muss er nicht. Und diese erschreckende Normalität, dieser Pragmatismus ist es, welcher die Biografie von Rochus Misch so beeindruckend macht. Misch entscheidet sich, zu SS zu gehen wegen der guten Aufstiegsmöglichkeiten und der karrierefördernden Uniform. Und dann landet er im Dienst direkt im Herz der Finsternis und freut sich, dass er nicht an die Front muss, schicke Uniformen tragen darf und bestens für ihn gesorgt wird bei leichter Arbeit. Merkt er denn nichts, fragt man sich immer wieder. Um dich herum werden Völkermorde verübt! Leute verschwinden! Nein, er merkt nichts. Und er macht dies so glaubhaft, dass man nicht anders kann, als ihm zu glauben. Naivität und Aufrichtigkeit sind die Pole, zwischen denen Mischs Geschichte oszilliert. Ralph Giordano schreibt in seinem Vorwort, dass er Misch trotz dieser Vergangenheit jederzeit die Hand geben würde. Diesem Statement kann man sich anschliessen und sich fragen, ob man nicht auch aus Bequemlichkeit und gutem Glauben versehentlich eine ähnliche Vergangeheit hätte haben können..

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