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Der Mädchensucher

Psychothriller

(1)
Lisa Kallisto, heillos überforderte Mutter dreier Kinder, ist verzweifelt: Lucinda, eine Freundin ihrer Tochter, ist spurlos verschwunden – dabei hätte sie in Lisas Obhut sein sollen, denn es war geplant, dass das Mädchen die Nacht bei den Kallistos verbringt. Da kurz zuvor bereits eine andere Schülerin entführt und vergewaltigt wurde, vermutet die Polizei, dass Lucinda demselben Täter in die Hände fiel. Um ihr Versagen wiedergutzumachen, begibt sich Lisa auf die verzweifelte Suche nach Lucinda. Ohne zu ahnen, welch gut gehüteten Geheimnissen ihrer englischen Kleinstadtidylle sie dabei auf die Spur kommt ... Der Roman erschien ursprünglich unter dem Titel "Die Schuld einer Mutter" als gebundenes Buch im Manhattan Verlag.



Rezension
"Die Engländerin Paula Daly hat mit ihrem Debütroman einen fein gestrickten Psychokrimi vorgelegt." Alex Dengler, denglers-buchkritik.de
Portrait
Paula Daly wurde in Lancashire geboren und lebt heute mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und Hund Skippy im englischen Lake District. Sie arbeitet freiberuflich als Physiotherapeutin, lebte für kurze Zeit in Frankreich, vermisste aber bald den gewohnten Trubel und kehrte nach Großbritannien zurück. Ihr Debütroman, "Der Mädchensucher" – in Deutschland zunächst unter dem Titel "Die Schuld einer Mutter" erschienen –, wurde von Presse und Lesern begeistert gefeiert. Er legte den Grundstein für Paula Dalys Karriere als Autorin brillanter psychologischer Spannungsromane.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 22.06.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-48271-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 188/128/31 mm
Gewicht 316
Originaltitel Just What Kind of Mother Are You?
Verkaufsrang 54.944
Buch (Klappenbroschur)
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Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Was tun, wenn die Schuld einen zu erdrücken scheint? Lucinda ist Schuld am Verschwinden der Tochter ihrer Freundin, also tut sie alles, um den Fall aufzuklären. Spannung pur. Was tun, wenn die Schuld einen zu erdrücken scheint? Lucinda ist Schuld am Verschwinden der Tochter ihrer Freundin, also tut sie alles, um den Fall aufzuklären. Spannung pur.

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Kundenbewertungen


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Bin ich eine schlechte Mutter?
von einer Kundin/einem Kunden am 16.12.2015

Die kleine Lucinda verschwindet eines Tages Spurlos. Sie sollte eigentlich in der Obhut von Lisa sein, doch diese ist mit ihren Kindern, Haushalt und Arbeit etwas übervordert und vergisst, dass die Freundin ihrer Tochter bei ihnen zu Besuch sein sollte. Lisa glaubt sie sei schuld an der ganzen Sache und... Die kleine Lucinda verschwindet eines Tages Spurlos. Sie sollte eigentlich in der Obhut von Lisa sein, doch diese ist mit ihren Kindern, Haushalt und Arbeit etwas übervordert und vergisst, dass die Freundin ihrer Tochter bei ihnen zu Besuch sein sollte. Lisa glaubt sie sei schuld an der ganzen Sache und bekommt es auch von allen Seiten zu spüren, außer von Lucindas Mutter. Was verheimlicht ihre Mutter und warum schläft Lucindas Vater nur mehr selten zu Hause. Immer mehr fängt die Fasade der Bilderbuchfamilie an zu bröckeln...... Doch vor Lucindas Verschwinden ist auch ein anderes Mädchen verschwunden welches halb nackt und orientlierungslos wieder auftaucht. Könnte das auch Lucinda passiert sein?

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subtile Spannung bis zum überraschenden Ende
von robby lese gern aus Belm am 26.08.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses Buch hat mich zwei Tage meines Lebens gekostet, die ich aber keine Sekunde bereue. Ein Psychothriller, der einen von Anfang an gefangen nimmt, auf blutige Szenen verzichtet und doch so eine subtile Spannung aufbaut, dass es unmöglich ist das Buch vor seinem Ende zur Seite zu legen. Lisa Kallisto... Dieses Buch hat mich zwei Tage meines Lebens gekostet, die ich aber keine Sekunde bereue. Ein Psychothriller, der einen von Anfang an gefangen nimmt, auf blutige Szenen verzichtet und doch so eine subtile Spannung aufbaut, dass es unmöglich ist das Buch vor seinem Ende zur Seite zu legen. Lisa Kallisto ist dreifache Mutter und arbeitet, wie ihr Mann Joe, ganze Tage. Wer diese Situation kennt, weiß, dass dies aufreibt, dass man sich oft müde und überfordert fühlt und schon mal die eine oder andere Sache vergisst. So geht es auch Lisa, die die Freundin ihrer Tochter bei sich übernachten lassen will, damit sie zusammen ein Referat ausarbeiten. Die Übernachtung findet aber nicht statt, da Sally krank wird und gar nicht in die Schule geht .Da hört sie plötzlich, dass Lucinda, Sallys Freundin , vermisst wird. Es wird vermutet, dass sie das zweite Vergewaltigungsopfer eines Täters ist, der in der Gegend schon einmal zugeschlagen hat. Lisa macht sich fürchterliche Vorwürfe, da sie Lucindas Mutter Kate nicht davon erzählt hat, dass Lucinda gar nicht bei Ihnen übernachtet hat und sie sich in Sicherheit gewähnt hat, dass Lucinda bei ihnen ist. Wie kann sie dies je wieder gut machen. Lisa ist total verzweifelt. Lässt der Täter Lucinda wieder frei, wie er es beim ersten Opfer getan hat? Die Zeit vergeht, aber Lucinda taucht nicht wieder auf. Dieses Buch greift Themen auf, die so meines Wissens noch in keinem Thriller verarbeitet wurden. Die Kunst des Mutterseins Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen, sich einzugestehen nicht perfekt zu sein und dabei noch ein gutes Gewissen zu haben. Welche Belastungen dies mit sich bringt, wissen sicher viele. Dass dabei mal etwas vergessen wird, man auch mal eine Fertigpizza auf den Tisch stellt, weil man weder die Zeit hatte einzukaufen, noch Lust hat sich hinzustellen und alles frisch zuzubereiten, versteht jeder. Aber auch Fragen der Kinder werden manchmal einfach nur mit einem Mmm beantwortet und manches wird auch vergessen .So ergeht es auch Lisa in diesem Buch und sie macht sich gehörige Vorwürfe, weil die Mutter der vermissten Lucinda nämlich eine perfekte Mutter und zudem noch ihre Freundin ist. Sie vergisst allerdings dabei, dass Kate nicht arbeitet für ihren Lebensunterhalt, sondern in einer mehr als gut situierten Familie lebt. Denn das ist auch ein wunder Punkt bei Lisa, sie fühlt sich den meisten Anwohnern dieser guten Wohngegend unterlegen, was ihnen manche Leute auch sehr deutlich machen. Dass die Geschichte dann allerdings viele dieser ja so gut organisierten und überbehüteten Familien in Frage stellt, hat mir gut gefallen. Auch das hier bewusst auf brutale Szenen und Blutvergießen verzichtet wird, macht nicht nur das Besondere bei diesem Buch aus, sondern hat bei mir zu vielen Pluspunkten geführt, da die Kriminalität Kindern gegenüber eine sehr sensible Sache ist, auch beim Leser. Paula Daly aber zeigt, dass es trotzdem zu einem gelungenen Spannungsaufbau kommen kann, allein dadurch, dass man den Leser immer wieder auf falsche Fährten führt und Themen aufnimmt, die sich gut für einen Thriller eignen, wie Schuld und das Streben nach Perfektionismus. Mich hat das Buch dieser Autorin überzeugt, die Figuren agierten und reagierten nachvollziehbar. Es waren Figuren zum Anfassen und Gott sein Dank nicht perfekt.

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Wer ist schuld?
von einer Kundin/einem Kunden am 05.05.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Lisa Kallisto, Mutter dreier Kinder, ist heillos überfordert. Dann verschwindet die Freundin ihrer Tochter Sally spurlos. Lisa macht sich fürchterliche Vorwürfe, da Lucinda bei ihrer Tochter übernachten sollte. Ein Thriller der besonderen Art mit überraschendem Ausgang.

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Sie ist verschwunden. Und es ist deine Schuld.
von einer Kundin/einem Kunden am 31.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Was hat es auf sich mit der „Schuld einer Mutter“? Lassen Sie sich überraschen…… Ein raffinierter Krimi mit fesselnder Spannung von Beginn an.

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Spannend bis zum Schluss
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 12.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Lucinda sollte eigentlich nach der Schule gemeinsam mit ihrer Freundin Sally zu Lisa Kallisto nach Hause kommen und auch dort übernachten. Lisa, eine völlig überforderte Mutter, die in einem Tierheim arbeitet, vergisst diese Tatsache völlig, als Sally an genau diesem Tag zu Hause bleibt. Erst als sie am kommenden Schultag von... Lucinda sollte eigentlich nach der Schule gemeinsam mit ihrer Freundin Sally zu Lisa Kallisto nach Hause kommen und auch dort übernachten. Lisa, eine völlig überforderte Mutter, die in einem Tierheim arbeitet, vergisst diese Tatsache völlig, als Sally an genau diesem Tag zu Hause bleibt. Erst als sie am kommenden Schultag von ihrer Tochter angerufen wird und diese ihr mitteilt, dass Lucinda verschwunden ist, wird ihr das bewusst. Sie macht sich schwere Vorwürfe, zumal momentan auch noch ein Kinderschänder sein Unwesen treibt. Dieser hatte kürzlich ein Mädchen abgefangen und es anschließend nackt und verwirrt wieder ausgesetzt. Lisa wird von Lucindas Umfeld angeprangert, man kann ihr nicht verzeihen, dass sie mit Schuld an dem Verschwinden von Lucinda ist. Nur Kate, Lucindas Mutter zeigt trotz ihres Kummers ein wenig Mitgefühl, denn sie und Lisa sind Freundinnen und ihr ist bewusst, dass Lisa es nie absichtlich so weit hätte kommen lassen. Lisa gibt sich selbst ein Versprechen, sie wird Lucinda suchen und finden... Lisa ist Mutter von 3 Kindern, arbeitet in einem Tierheim und fühlt sich ständig überfordert. Sie bekommt ihre Termine nicht auf die Reihe, vergisst ständig etwas, egal ob es sich um Einkäufe oder ähnliches handelt. Als jetzt auch noch mit durch ihre Schuld Lucinda verschwindet und ihnen bewusst wird, dass diese bereits seit dem Vortag vermisst wird, ist ihr ihre Unzulänglichkeit nur zu bewusst. Sie macht sich unendlich viele Vorwürfe. Obwohl Lisa eine chaotische Protagonistin ist, wirkt sie sehr symphatisch. Durch die Ich-Erzählperspektive erfährt man als Leser viel über ihre Gedanken, Sorgen und Nöte. Nichts nimmt sie leicht hin, sie überlässt nichts dem Zufall. Der Thriller lebt aber nicht nur durch die Ich-Erzählerin Lisa Kallisto, sondern ebenso durch die Ich-Perspektiven der Detective Constable Joanne Aspinall, die in diesem Fall ermittelt, und der des Täters. Da der Täter der verschwundenen Mädchen nicht namentlich genannt wird, wurde seine Sicht mittels Kursivschrift dargestellt. Bereits mit Beginn des Buches machte ich mir Gedanken, was geschehen sein könnte. Ich habe Ideen entwickelt, wer der Täter sein könnte, musste diese dann aber nach kürzester Zeit wieder revidieren, weil die Umstände sich änderten. Neue Personen kamen ins Spiel, die auf eine Auflösung hoffen ließen und doch war alles bis zum Schluss offen. Die Spannung, die gleich von Beginn an aufgebaut wurde, hielt sich bis zum Schluss und überraschte mit dem Ende. Der vorliegende Thriller ist das Erstlingswerk der Autorin Paula Daly. Der Plot des Buches ist hervorragend ausgearbeitet und wurde sehr gut umgesetzt. Die Protagonisten sind glaubwürdig und die Story ist sehr gut nachvollziehbar. Es war mir ein Vergnügen, Lisa auf der Suche nach Lucinda begleiten zu dürfen und ebenfalls eine neue Autorin kennengelernt zu haben, von der man hoffentlich bald wieder etwas zu lesen bekommt.

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Überzeugende psychologische Spannung
von Michael Lehmann-Pape am 01.04.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Lisa arbeitet im Tierheim, ihr Mann Joe ist Taxifahrer, beide stammen aus eher armen Verhältnissen (und beide wissen das, wobei Lisa sich deutlich mehr Gedanken darüber macht und wie sie wirkt, als Joe). Da passen die beiden eigentlich nicht unbedingt in diese doch gut situierte Nachbarschaft in der überschaubaren Ortschaft... Lisa arbeitet im Tierheim, ihr Mann Joe ist Taxifahrer, beide stammen aus eher armen Verhältnissen (und beide wissen das, wobei Lisa sich deutlich mehr Gedanken darüber macht und wie sie wirkt, als Joe). Da passen die beiden eigentlich nicht unbedingt in diese doch gut situierte Nachbarschaft in der überschaubaren Ortschaft Englands. Vor allem Kate und Alexa, Schwestern, die mit ihren beiden Männern Lisa und Joe einladen, sich näher bekannt machen, sind innerlich Welten entfernt von Lisa und Joe. Ein ums andere Mal tappt Lisa da in die vielfältigen Fettnäpfchen. Wobei Kates Tochter Lucinda und Lisas Tochter Sally beste Freundinnen sind. Und Lisa ihren Kindern alles andere bieten möchte und bereit ist, dafür auch weite Wege zu gehen, als sie selber in ihrer Kindheit als „Bastard“ erleben musste. So verwundert es nicht, dass Lucinda auch mal bei Sally übernachten möchte. Und ihre Mutter Kate davon ausgeht, dass dies auch so geschieht. Während Lisa im Stress des Alltages einfach manchmal Dinge übersieht. Was sich nun rächt. Denn sie hat Kate nicht Bescheid gegeben, dass Lucinda eben nicht bei ihr war. Und nun ist Lucinda verschwunden und Lisa weiß, dass sie die Schuld trägt. Das alles danebengeht. Dass sie den Hass der Leute auf sich zieht, dass sie alles tun muss, um das Mädchen wieder zu finden. Denn ein Vergewaltiger geht um im Umfeld, ein junges Mädchen wurde schon missbraucht aufgefunden und Lisa ahnt, dass auch Lucinda nicht einfach so wieder nach Hause kommen wird. In eher einfacher Sprache entfaltet Paula Daly in ihrem Thriller vor allem die innere Auflösung Lisas, erzählt deren Geschichte, zeigt auf, wie die Wunden der Kindheit in der erwachsenen Frau nachwirken, wie Schuld sie zerfrisst, wie gerade sie tief leidet unter den Blicken der Nachbarn und Bewohner des Ortes, wie sie Kate kaum in die Augen zu schauen vermag und auch, was Joe betrifft, nicht rückhaltlos sich fallen lassen kann. Denn auch ihm hat sie etwas Schlimmes verschwiegen. Mehr und mehr wie von Sinnen sucht Lisa und sucht, bis in ihr, ganz langsam, ein unerhörter Verdacht heranreift, der auch den Leser in dem, was an Motiv und Hintergrund für das Verschwinden des Mädchens wirklich zu finden ist, mit einem Paukenschlag am Ende des Buches überraschen wird. Spannend, ihre „Lisa“ innerlich hell ausleuchtend und den Leser Schritt für Schritt in die Verzweiflung dieser Frau mit hineinführend legt Paula Daly trotz der ein oder anderen Länge im Buch einen fesselnden Thriller vor, der gerade in der Schilderung der Entwicklung Lisas realistisch und überzeugend gestaltet ist. Auch wenn die überraschende Lösung ein wenig weit hergeholt erscheint, ihre Wirkung setzt sie doch gut.

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Schuld und Vergebung
von einer Kundin/einem Kunden am 26.05.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Lucinda, ein 13 jähriges Mädchen verschwindet eines Tages spurlos, obwohl sie eigentlich bei ihrer Freundin Sally sein hätte sollen. Sallys Mutter Lisa, voll berufstätig und ständig im Stress, macht sich dafür verantwortlich und begibt sich auf die Suche nach Lucinda. Dieser "Thriller" ist für mich definitiv kein Thriller. Es ist eher... Lucinda, ein 13 jähriges Mädchen verschwindet eines Tages spurlos, obwohl sie eigentlich bei ihrer Freundin Sally sein hätte sollen. Sallys Mutter Lisa, voll berufstätig und ständig im Stress, macht sich dafür verantwortlich und begibt sich auf die Suche nach Lucinda. Dieser "Thriller" ist für mich definitiv kein Thriller. Es ist eher eine manchmal zu langatmige Geschichte über Schuld und Vergebung. Das Thema wurde gut umgesetzt, es ist schnell zu lesen, hat einige unerwartete Wendungen und das Ende habe ich überhaupt nicht vorausgesehen.

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Was ich getan habe.
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 23.05.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Alles okay?“, lese ich von den Lippen der Frau ab. … Ich nicke. „Sicher?“, hakt sie nach. … Ich nicke wieder, entschlossener diesmal, denn was mir durch den Kopf geht, kann ich keiner Menschenseele erzählen. Noch nicht. Sie entfernt sich, nicht ohne mir einen letzten, eindringlichen Kontrollblick zuzuwerfen – geht... „Alles okay?“, lese ich von den Lippen der Frau ab. … Ich nicke. „Sicher?“, hakt sie nach. … Ich nicke wieder, entschlossener diesmal, denn was mir durch den Kopf geht, kann ich keiner Menschenseele erzählen. Noch nicht. Sie entfernt sich, nicht ohne mir einen letzten, eindringlichen Kontrollblick zuzuwerfen – geht es mir tatsächlich gut? So sind Mütter nun einmal. Sie kontrollieren. Doppelt, wenn es sein muss. Um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Alle Mütter, nur ich nicht. … Ich muss von hier verschwinden, ich sollte nicht hier vor der Schule rumstehen. Die Leute fangen an, sich umzudrehen. Noch weiß es keiner. Noch weiß keiner, was ich getan habe. (S. 36/37) Lisa ist eine typische voll berufstätige Mutter. Immer im Stress, immer unausgeschlafen, chronisch überarbeitet. Leider schafft sie es auch nicht, ihren Alltag vernünftig zu organisieren. Das führt dazu, dass sie so manches vergisst… Termine, Besorgungen für die Schule und eines Tages, dass sie die 13jährige Tochter ihrer Freundin nach der Schule betreuen sollte. So fällt erst spät auf, dass das Mädchen (Lucinda) an diesem Nachmittag verschwindet. Und erst kürzlich wurde in der gleichen Gegend ein Mädchen entführt und vergewaltigt… Die Hauptthemen dieses Buchs sind Schuld, Vergebung und Verantwortung. Lisa gibt sich die Schuld am Verschwinden Lucindas und sie leidet enorm darunter. Auch von anderer Seite werden ihr Vorwürfe gemacht – war dies doch nicht das erste Mal, dass sie sich etwas hat „zuschulden“ kommen lassen. Kann Lucinda noch gerettet werden? Wird Lisa es schaffen, Vergebung zu erlangen? Und sind die „anderen“ Mütter wirklich bessere Mütter und bessere Menschen? Das Buch wirft einen Blick hinter die Kulissen der gehobenen Gesellschaftsschichten, wartet mit einigen sehr interessanten Themen auf und beschäftigt sich intensiv mit der psychischen Belastung Lisas. Aber wo steckt der Thriller? Der Thriller, das muss ich leider sagen, war eigentlich nicht vorhanden. Ich finde so etwas immer problematisch, denn wenn man sich ein Buch heraussucht, auf dem „Thriller“ steht, will man für gewöhnlich auch etwas Spannendes lesen. Die Spannung kommt in diesem Buch aber zu kurz. Gut, es gibt einige interessante Kapitel, in denen es um den Täter geht, in denen seine Gedankengänge beschrieben werden. Diese Kapitel sind wirklich gut geschrieben und machen neugierig auf den Täter. Aber sie sind alle nur sehr kurz und machen daher nur einen geringen Anteil des Buches aus. Und abgesehen davon geht es nur um die oben aufgeführten Themen (Schuld, Vergebung…) Ich würde das Buch daher eher als Drama bezeichnen und als solches ist es auch gar nicht schlecht. Allerdings gibt es im Mittelteil für mein Empfinden ein paar Längen und am Schluss – als es zur Auflösung geht – ein paar Zufälle zu viel, das wirkt nicht mehr realistisch. Fazit: Ein interessantes Drama, gut und schnell zu lesen. Aber eindeutig kein Thriller.

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