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Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel

Roman

(16)
Worpswas? – Worpswede! Moritz Rinke legt ein furioses Romandebüt vor. Stammt das angebissene Stück Butterkuchen im Tiefkühlschrank tatsächlich von Willy Brandt? Kann ein toter Onkel noch ein Kind zeugen? Wurde die schöne Kommunistin Marie von der Gestapo abgeholt oder von der eigenen Familie im Teufelsmoor vergraben? Und wie werden die Seelen der Menschen aufbewahrt?Ausgerechnet als Paul Wendland in Berlin mit seinem Leben und seinen kuriosen Kunstprojekten in die Zukunft starten will, holt ihn die Vergangenheit ein. In Worpswede drohen das geschichtsträchtige Haus seines Großvaters und sein Erbe im Moor zu versinken – samt lebensgroßen Bronzestatuen von Luther über Bismarck bis zu Max Schmeling und Ringo Starr. Die Reise zurück an den Ort der Kindheit zwischen mörderischem Teufelsmoor, norddeutschem Butterkuchen und traditionsumwitterter Künstlerkolonie nimmt eine verhängnisvolle Wendung. Vergessen geglaubte Familienfragen, aus dem Moor steigende historische Gestalten und die skurrile Begegnung mit einem mysteriösen Vergangenheitsforscher spülen ein ungeheuerliches Geflecht an Lügen und Geheimnissen aus einem ganzen Jahrhundert an die Oberfläche. Moritz Rinke rührt sanft, aber vollkommen anarchisch und mit einer umwerfenden Tragikomik an die Lebensmotive, die Geschlechter-, Generations- und Identitätskonflikte seiner Figuren und ihre seelischen Abgründe. Er erzählt vom Künstlerleben, von Ruhm, Verführung und Vergänglichkeit und von einem Dorf im Norden, das berühmt ist für seinen Himmel und das flache Land – und überzeugt als raffinierter Komponist einer überschäumenden, irrwitzigen Realität in diesem furiosen Romandebüt.
Rezension
"Das Buch wird für Furore sorgen, es hat viele Leser verdient, weil es deutsche Geschichten seriös heiter zu erzählen versteht." NDR Kultur
Portrait
Moritz Rinke, geboren 1967 in Worpswede, studierte »Drama, Theater, Medien« in Gießen. Seine Reportagen, Geschichten und Essays wurden mehrfach ausgezeichnet. Sein Stück Republik Vineta wurde 2001 zum besten deutschsprachigen Theaterstück gewählt und 2008 für das Kino verfilmt. Im Sommer 2002 kam bei den Fest spielen in Worms Rinkes Neudichtung der Nibelungen zur Uraufführung, die in den Folgejahren auf der Bühne und im Fernsehen ein Millionenpublikum fand. Sein Stück Café Umberto wurde bereits an zahlreichen Theatern gespielt und ist Bestandteil einiger Lehrpläne.2010 erschien sein Debütroman »Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel«, der zum Bestseller wurde. Zuletzt erschien Also sprach Metzelder zu Mertesacker . Sein neues Theaterstück Wir lieben und wissen nichts ist eines der erfolgreichsten Dramen der letzten Jahre und wird an über 30 Bühnen gespielt.Moritz Rinke lebt und arbeitet in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 481
Erscheinungsdatum 22.02.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04190-3
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 211/137/43 mm
Gewicht 592
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“

Anke Gordon, Thalia-Buchhandlung Rosenheim

Es ist ein schweres Los, Sohn zu sein und Paul Wendland ist zudem auch noch Enkel. Sein Großvater war der „Rodin des Nordens“ und wird nun zum „Künstler des Jahrhunderts“ vom Tourismusbüro Worpswede gekürt. Paul Wendland findet zum selben Zeitpunkt bei Sanierungsarbeiten seines Elternhauses In Worpswede die Bronzeskulptur einer ehemals Es ist ein schweres Los, Sohn zu sein und Paul Wendland ist zudem auch noch Enkel. Sein Großvater war der „Rodin des Nordens“ und wird nun zum „Künstler des Jahrhunderts“ vom Tourismusbüro Worpswede gekürt. Paul Wendland findet zum selben Zeitpunkt bei Sanierungsarbeiten seines Elternhauses In Worpswede die Bronzeskulptur einer ehemals hohen Nazigröße im moorigen Gartenboden vergraben. Eine unerfreuliche Hinterlassenschaft seines „Künstler-Großvaters“. Paul ist nicht amüsiert – der Leser schon. Die Leiden des Paul Wendland bereiten beim Lesen viel Vergnügen. Pauls Fragen an sein Leben sind sehr nachvollziehbar. Warum soll ausgerechnet er sich jetzt mit diesen „Altlasten“ herumschlagen. Seine Pläne waren andere, er lebt in Berlin, möchte dort Galerist sein und jetzt zwingt ihn sein Mutter zur Rettung des Elternhauses, das im Moor zu versinken droht und in der Mitte auseinanderbricht, in dieses öde Worpswede, das ihm eine verwirrende und manchmal lieblose Kindheit geschenkt hat. Viele große Namen (Rilke, Modersohn-Becker, Vogeler), aber Paul Wendland kennt aus eigener Anschauung und Erfahrung nur die Bilder der Großen, deren Kinder oder auch Stühle und Türklinken. Nicht sehr inspirierend. Worauf bildet sich seine Familie etwas ein? Sind sie genauso berühmt wie Rilke? Nein, seine Großmutter hat nur irgendwann einmal den Schnellkochtopf der Rilkes geschenkt bekommen. Daraufhin wurde Gästen immer fleißig Suppe gekocht und angeboten mit dem Verweis darauf, aus welchem erlaucht berühmten Topf sie stammt.
Moritz Rinke hat ein herrliches Kaleidoskop über das Künstlerleben im Allgemeinen und im besonderen Worpswede geschrieben. Es geht um ernüchternde Familienzusammenhänge, Ruhm und Ehre, Misserfolge, deutsche Geschichte und persönliches Glück . Es ist Rinkes erster Roman. Theatergängern ist er vielleicht als Dramatiker bekannt. Er hat u.a. für Worms die „Nibelungen“ neu gedichtet und 2001 wurde sein Stück „Republik Vineta“ zum „besten deutschsprachigen Theaterstück“ gewählt.

„Sehr lesenswert“

Monica Bödecker-Mertin, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Anfänglich etwas sperrig, aber dann konnte ich es nicht aus der Hand legen. Wunderbare, skurile Charaktere und die so bildhafte Darstellung Worpswedes haben mich richtig gefesselt. Eine echte Entdeckung. Anfänglich etwas sperrig, aber dann konnte ich es nicht aus der Hand legen. Wunderbare, skurile Charaktere und die so bildhafte Darstellung Worpswedes haben mich richtig gefesselt. Eine echte Entdeckung.

„einfach großartig“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Worpswede und das Teufelsmoor,da steigen sowieso schon die Bilder vor dem inneren Auge auf und dann noch eine höchst skurrile Familiengeschichte dazu...sehr anschaulich erzählt mit vielen kleinen Geschichten aus dem Künstlerdasein...ein beachtenswertes Romandebüt. Worpswede und das Teufelsmoor,da steigen sowieso schon die Bilder vor dem inneren Auge auf und dann noch eine höchst skurrile Familiengeschichte dazu...sehr anschaulich erzählt mit vielen kleinen Geschichten aus dem Künstlerdasein...ein beachtenswertes Romandebüt.

„Unbedingt lesen!“

Silke Buckow, Thalia-Buchhandlung Bremen

Dieser Roman ist charmant, klug und tragikomisch - ein echtes Juwel unter den Debütromanen dieses Jahres! Wunderbar aufgebaut und erzählt, immer mit einem Hang zur Situationskomik. Paul, ein ziemlich erfolgloser Galeriebetreiber in Berlin, bekommt den telefonischen Auftrag seiner auf Ibiza lebenden Mutter, sofort nach Worpswede zu reisen, Dieser Roman ist charmant, klug und tragikomisch - ein echtes Juwel unter den Debütromanen dieses Jahres! Wunderbar aufgebaut und erzählt, immer mit einem Hang zur Situationskomik. Paul, ein ziemlich erfolgloser Galeriebetreiber in Berlin, bekommt den telefonischen Auftrag seiner auf Ibiza lebenden Mutter, sofort nach Worpswede zu reisen, da das Elternhaus und Familienerbe im Moor zu versinken droht. Er fährt in die Künstlerkolonie und wird dort nicht nur mit nassen Füssen, der dunklen Vergangenheit seiner Familie, sondern auch mit dem vor langer Zeit verschmähten Liebhaber seiner Mutter und nicht zuletzt mit seiner eigenen Existenz konfrontiert. Der Autor gibt einen erfrischenden modernen Blick auf ein Künstlerdorf, in dem sich herrlich skurrile Charaktere tummeln und auf eine Familiengeschichte, die trotz aller absurden Geschehnisse vielleicht genauso hätte passieren können. Bitte, Herr Rinke, schreiben Sie noch ein Buch!

„Teufelsmoor und Familiensumpf“

Ingo Roza, Thalia-Buchhandlung Velbert

Wie wird man einem solchen Romandebüt in wenigen Worten gerecht?
Ein wunderbarer Roman mit wunderbaren Figuren; ein aberwitiger Familienroman einer aberwitzigen Familie; und ein wunderlicher Jahrhundertroman über ein wunderliches Jahrhunderts.
Wie wird man einem solchen Romandebüt in wenigen Worten gerecht?
Ein wunderbarer Roman mit wunderbaren Figuren; ein aberwitiger Familienroman einer aberwitzigen Familie; und ein wunderlicher Jahrhundertroman über ein wunderliches Jahrhunderts.

„Familienfluch und Künstlerkolonie in Worpswede“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Moritz Rinkes Romandebüt, ein tragikomisches Buch mit literarischer Qualität, ist (bislang) ein Geheimtipp, der hoffentlich bald viele Leser überzeugt.
Der „Held“ des Romans Paul Wendland versucht ebenso verzweifelt wie erfolglos. seine Vergangenheit abzustreifen. Er hat genug von seiner Heimat Worpswede, dem Moor, den Künstlern
Moritz Rinkes Romandebüt, ein tragikomisches Buch mit literarischer Qualität, ist (bislang) ein Geheimtipp, der hoffentlich bald viele Leser überzeugt.
Der „Held“ des Romans Paul Wendland versucht ebenso verzweifelt wie erfolglos. seine Vergangenheit abzustreifen. Er hat genug von seiner Heimat Worpswede, dem Moor, den Künstlern und Möchtegernkünstlern seiner Familie. All die unsäglichen Anekdoten über Rilke, Benn und Modersohn-Becker. Leider ist sein Leben als Galerist in Berlin zu kostspielig. Als sein Erbe, das Haus des Großvaters buchstäblich im Moor zu versinken droht, wird auch Paul wieder in den Sumpf der Familie und ihrer Geheimnisse gezogen.

Absolut empfehlenswert.


„Herr Lehmann goes Worpswede“

Hendrikje Adriani, Thalia-Buchhandlung Berlin, Eastgate

Dieses Buch macht wirklich von der ersten bis zur letzten Seite Spaß! Die Story klingt ja zunächst ganz unspektakulär: am Wohnhaus der Familie sind Sanierungsarbeiten notwendig und der erwachsene Sohn soll sich darum kümmern. Allerdings passieren dann die absurdesten Dinge, die weit in die Familiengeschichte zurückreichen - und diese Dieses Buch macht wirklich von der ersten bis zur letzten Seite Spaß! Die Story klingt ja zunächst ganz unspektakulär: am Wohnhaus der Familie sind Sanierungsarbeiten notwendig und der erwachsene Sohn soll sich darum kümmern. Allerdings passieren dann die absurdesten Dinge, die weit in die Familiengeschichte zurückreichen - und diese Familie hat es in sich: der Sohn ein vollkommen erfolgloser Galerist, die Mutter leitet ein "Bewusstseinsstudio", der Großvater ein berühmter Bildhauer... es wird nicht langweilig.
Wem Romane wie "Herr Lehmann" gefallen, der ist hier richtig!

„Gewitzte Familienkonstellation im moorigen Künstlerreich“

K.Hoppe, Thalia-Buchhandlung Solingen

Dieser Roman hat mich seit langem wieder richtig begeistert! Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Moritz Rinke überzeugt nicht nur durch seine literarisch gute Schreibe, sondern auch durch seine inhaltliche Geschichte. Wer Worpswede und seine Künstler mag, sollte keinen Schlenker Dieser Roman hat mich seit langem wieder richtig begeistert! Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Moritz Rinke überzeugt nicht nur durch seine literarisch gute Schreibe, sondern auch durch seine inhaltliche Geschichte. Wer Worpswede und seine Künstler mag, sollte keinen Schlenker um dieses Buch machen, sondern direkt zugreifen und lesen!!!

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Das Moor verschlingt die dunkle Vergangenheit. Starke Bilder. Lesen! Das Moor verschlingt die dunkle Vergangenheit. Starke Bilder. Lesen!

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Mit lakonischem Humor erzählte Famiiengeschichte. Wunderbare Figuren die, trotz all ihrer Tragik, immer menschlich sind und ans Herz wachsen. Schein und Sein in Worpswede. Mit lakonischem Humor erzählte Famiiengeschichte. Wunderbare Figuren die, trotz all ihrer Tragik, immer menschlich sind und ans Herz wachsen. Schein und Sein in Worpswede.

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Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
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Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel
von Kerstin Hirth aus Coesfeld am 29.07.2010

Paul Wendland wird von seiner Vergangenheit eingholt. Das Haus seines Großvaters, ein Familienerbe mit Bronzestatuen von Luther bis Bismarck, droht im Teufelsmoor in Worpswede zu versinken. Wendland reist nach Worpswede, den Kindheitserinnerungen entgegen. Dann lernt Wendland einen Vergangenheitsforscher kennen, der die Familiengeheimnisse der Vergangenheit ans Tageslicht befördert. Skurrile Charaktere,... Paul Wendland wird von seiner Vergangenheit eingholt. Das Haus seines Großvaters, ein Familienerbe mit Bronzestatuen von Luther bis Bismarck, droht im Teufelsmoor in Worpswede zu versinken. Wendland reist nach Worpswede, den Kindheitserinnerungen entgegen. Dann lernt Wendland einen Vergangenheitsforscher kennen, der die Familiengeheimnisse der Vergangenheit ans Tageslicht befördert. Skurrile Charaktere, eine tolle Beschreibung des Künstlerdorfes, Vergangenheitsbewältigung einer ganzen Familie. Ein rundum gelungener Roman!

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Eine skurrile Familiengeschichte
von Axel Korinth aus Erlangen am 23.09.2010

Paul Wendland, Sprössling einer Künstlerfamilie und Inhaber einer erfolglosen Gallerie in Berlin, kehrt in seine Heimat Worpswerde zurück. Er soll die Rettung des Familienanwesens, das im Moor zu versinken droht, beaufsichtigen. Dabei deckt er einige Familienskandale auf, die gleichermaßen skurril wie schrecklich sind. Ein schönes Lesevergnügen, das bisweilen an... Paul Wendland, Sprössling einer Künstlerfamilie und Inhaber einer erfolglosen Gallerie in Berlin, kehrt in seine Heimat Worpswerde zurück. Er soll die Rettung des Familienanwesens, das im Moor zu versinken droht, beaufsichtigen. Dabei deckt er einige Familienskandale auf, die gleichermaßen skurril wie schrecklich sind. Ein schönes Lesevergnügen, das bisweilen an Sven Regener erinnert.

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unbedingt lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 29.08.2010

"Der Mann der durchs Jahrhundert fiel" ist eine hinreißend erzählte Geschichte über eine Künstlerfamilie in Worpswede. Paul Wendland - beruflich bescheiden erfolgreicher Galerist soll sein Familienerbe retten.Dieses droht im Worpsweder Moor zu versinken. Unwillig, aber hilflos gegen den Druck seiner Mutter macht er sich auf den Weg nach Worpswede. Nach und... "Der Mann der durchs Jahrhundert fiel" ist eine hinreißend erzählte Geschichte über eine Künstlerfamilie in Worpswede. Paul Wendland - beruflich bescheiden erfolgreicher Galerist soll sein Familienerbe retten.Dieses droht im Worpsweder Moor zu versinken. Unwillig, aber hilflos gegen den Druck seiner Mutter macht er sich auf den Weg nach Worpswede. Nach und nach lernen wir sie kennen - die berühmte Künstlerfamilie Kück,deren Freunde und Nachbarn. ........wenn Paul als Kind gefragt wurde, woher er denn komme, sagte er klar und deutlich "Aus Worpswede!" und sah Menschen prüfend an. Er unterschied wie sein Großvater Dummköpfe und Nichtdummköpfe nur dadurch, ob sie Worpswede kannten. "WORPSWAS?" erkundigten sich die Dummköpfe........."Ah,aus Worpswede riefen die Nichtdummköpfe........

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Furios
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 02.07.2010

Vorsichtig tastet man sich an dieses Erstlingswerk heran. Und siehe da.Eine nur vordergründig harmlose Familiengeschichte entwickelt sich kurios zu einem Roadmovie im Teufelsmoor.Ein tolles Buch,daß Lust auf mehr macht.

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Worpswede und seine Künstler
von Ulrike Seine aus Rheine am 21.02.2010

Worpswede, das Teufelsmoor und die Künstlerkolonie. An diesen Ort seiner Kindheit kehrt der erfolglose Berliner Galerist Paul Kück zurück um sein Erbe, das Haus seines Großvaters vor dem Versinken im Moor zu retten. Dabei wird er nicht nur mit der Familiengeschichte des letzten Jahrhunderts konfrontiert, sondern auch mit den... Worpswede, das Teufelsmoor und die Künstlerkolonie. An diesen Ort seiner Kindheit kehrt der erfolglose Berliner Galerist Paul Kück zurück um sein Erbe, das Haus seines Großvaters vor dem Versinken im Moor zu retten. Dabei wird er nicht nur mit der Familiengeschichte des letzten Jahrhunderts konfrontiert, sondern auch mit den skurilen Gestalten der Gegenwart und den Kunstobjekten seines Großvaters in Form von Bronzestatuen. Plötzlich verselbständigen sich die Ereignisse, aber das weiß er bei seiner Ankunft glücklicherweise noch nicht. Ich habe dieses Buch mit viel Freude gelesen und vor allem Situationskomik und überzogenen Zeitgeist genossen.

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Grandioses Debüt!
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 19.02.2010

Als Paul Wendland-Kück erfährt, dass er sein ruhiges Galeristen-Leben in Berlin unterbrechen muss, um die Sanierung der maroden Familienvilla in Worpswede, die im Moor zu versinken droht, zu überwachen, zeigt er sich wenig begeistert. Durch seine Rückkehr – und das nicht nur sprichwörtliche Graben in der Vergangenheit – kommen... Als Paul Wendland-Kück erfährt, dass er sein ruhiges Galeristen-Leben in Berlin unterbrechen muss, um die Sanierung der maroden Familienvilla in Worpswede, die im Moor zu versinken droht, zu überwachen, zeigt er sich wenig begeistert. Durch seine Rückkehr – und das nicht nur sprichwörtliche Graben in der Vergangenheit – kommen die kuriosen, aber auch die dunklen Seiten der Künstlerfamilie Kück, die fest mit der Künstlerkolonie Worpswede verwoben sind, zu Tage. Und obwohl Paul sich gerne von der Vergangenheit lösen möchte, reichen die vergangenen Ereignisse bis in die unmittelbare Gegenwart und in Pauls Leben hinein... Moritz Rinke gelingt mit seinem grandiosen Debütroman ein literarischer und zugleich unterhaltsamer Familienroman, der vor allem durch feinsinnige Charaktere, eine spannende Dramaturgie und nicht zuletzt durch ironische Finesse besticht. Diesen Roman kann man gar nicht nachdrücklich genug empfehlen. Für mich ein Highlight im Bücherfrühling 2010!

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umwerfende tragikomische Familiengeschichte
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Eine erfolglose Galerie in Berlin, von der Freundin für ein Praktikum in Barcelona verlassen. Pauls Leben läuft gerade nicht so gut und dann droht auch noch sein geschichtsträchtiges Familienhaus in der Künstlerkolonie Worpswede im Teufelsmoor zu versinken. Von der Mutter telefonisch beauftragt und immer wieder angetrieben, versuchen Paul und sein... Eine erfolglose Galerie in Berlin, von der Freundin für ein Praktikum in Barcelona verlassen. Pauls Leben läuft gerade nicht so gut und dann droht auch noch sein geschichtsträchtiges Familienhaus in der Künstlerkolonie Worpswede im Teufelsmoor zu versinken. Von der Mutter telefonisch beauftragt und immer wieder angetrieben, versuchen Paul und sein Neffe „Nullkück“ das Haus zu retten. Am Ort seiner Kindheit versucht er die Familienehre zu retten, stößt dabei auf noch mehr Familiengeheimnisse und seine eigene Familiengeschichte. Der „Rilke-Topf“, Willy Brands Butterkuchen, ein Bordell für Parkinson-Patienten, die angebliche Nazi-Vergangenheit, die lebensgroßen Bronzestatuen (Ringo Starr, Luther, die Großmutter uvm.), die Bauarbeiter oder der seltsame Vergangenheitsforscher, alles hat eine umwerfende Tragikomik. sr

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Es könnte alles so schön sein
von Susan Nebel-Chmel aus Plauen am 11.10.2010

Seine Kindheit, das hatte die Baufirma auch gar nicht mehr zu beschönigen versucht, würde in der Mitte auseinanderbrechen, eher früher als später, in zwei Teile. In Worpswede drohen das Haus seines Großvaters samt seinem Erbe im Moor zu versinken. Und das ausgerechnet jetzt, als Paul Wendland in Berlin als Künstler... Seine Kindheit, das hatte die Baufirma auch gar nicht mehr zu beschönigen versucht, würde in der Mitte auseinanderbrechen, eher früher als später, in zwei Teile. In Worpswede drohen das Haus seines Großvaters samt seinem Erbe im Moor zu versinken. Und das ausgerechnet jetzt, als Paul Wendland in Berlin als Künstler sich einen Namen schaffen will. Doch nun holt ihn die Vergangenheit ein und er reist zurück an den Ort seiner Kindheit, zwischen Teufelsmoor, norddeutschen Butterkuchen und traditionsumwitterten Künstlerkolonien......und zu Tage kommen ein Geflecht an Lügen und Geheimnissen. Ein wunderbarer Geschlechter- und Generationsroman, nicht nur für Künstler oder die es werden wollen.

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