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Der Nordseespuk / Theodor Storm Bd.2

Ein Theodor-Storm-Krimi

(6)
Die Stimmen der Toten rufen übers Meer – der zweite Nordseekrimi mit Dichter und Anwalt Theodor Storm und seinem Schreiber Peter Söt.Husum, 1843: Nachts am Hafenbecken sieht Peter Söt, der Schreiber und Freund des jungen Anwalts Theodor Storm, im Schlick einen goldenen Pokal aufglänzen. Als er Werkzeug holt, um ihn zu bergen, findet er keinen Kelch mehr – statt dessen liegt nun eine Leiche im Schlick. Der erste von mehreren Toten, die Husum in Angst versetzen. Alle Ermordeten hatten Kontakt zu einer Sekte, die vor über hundert Jahren auf der Insel Nordstrand ein Paradies auf Erden, einen Gottesstaat errichten wollte. Storm entdeckt, dass die Gemeinschaft im Verborgenen bis heute besteht. Nimmt sie jetzt späte Rache?Der zweite Fall für Theodor Storm und Peter Söt an der Nordseeküste: historisch präzise, düster spannend, nordisch klar.
Rezension
ein spannendes Buch mit vielen Wendungen und einem Täter, den sicherlich niemand auf der Liste der Verdächtigen hatte. Deutsches Handwerksblatt 20160714
Portrait
Tilman Spreckelsen (Jahrgang 1967) studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg und ist heute als Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er hat verschiedene Anthologien ediert und ist Herausgeber der ›Bücher mit dem blauen Band‹ bei Fischer. Für seinen ersten Kriminalroman ›Das Nordseegrab‹ wurde er mit dem Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum 2014 ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 25.05.2016
Serie Theodor Storm 2
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-03441-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 190/126/19 mm
Gewicht 230
Auflage 1
Verkaufsrang 18.566
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Solide historische Spannung“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Auch mit dem zweiten Teil legt Spreckelsen einen unterhaltsamen klassischen historischen Krimi vor. Kurzweilige Spannung mit viel norddeutschem Flair. Im Grunde könnte man seine Krimis als eine Mischung aus Boris Meyn und Sherlock Holmes bezeichnen. Macht Spaß. Auch mit dem zweiten Teil legt Spreckelsen einen unterhaltsamen klassischen historischen Krimi vor. Kurzweilige Spannung mit viel norddeutschem Flair. Im Grunde könnte man seine Krimis als eine Mischung aus Boris Meyn und Sherlock Holmes bezeichnen. Macht Spaß.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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historischer Regionalkrimi aus Husum
von janaka aus Rendsburg am 31.07.2016

*Inhalt* Husum 1843: Auf dem Rückweg von einem feuchtfröhlichen Abend entdeckt Peter Söt, seines Zeichens Schreiber des Anwalts und Dichters Theodor Storm, einen goldenen Pokal im Schlick des Hafens. Um beim Bergen dort nicht zu versacken, besorgt sich Peter eine Leiter. Bei seiner Rückkehr ist der Kelch verschwunden und an... *Inhalt* Husum 1843: Auf dem Rückweg von einem feuchtfröhlichen Abend entdeckt Peter Söt, seines Zeichens Schreiber des Anwalts und Dichters Theodor Storm, einen goldenen Pokal im Schlick des Hafens. Um beim Bergen dort nicht zu versacken, besorgt sich Peter eine Leiter. Bei seiner Rückkehr ist der Kelch verschwunden und an seiner Stelle liegt nun eine Leiche. Kurze Zeit später wird der Sohn des Toten vermisst und eine weitere Leiche taucht auf. Alle hatten Kontakt zu einer Sekte, die die Jungfrau Antoinette de Bourignon vor hunderten von Jahren gegründet hatte. Ihr schwebt vor, auf Nordstrand ein Paradies zu errichten. Was steckt hinter diesen Morden? Theodor Storm und Peter Söt nehmen ihre Ermittlungen auf. *Meine Meinung* "Der Nordseespuk" von Tilman Spreckelsen ist bereits der zweite Fall des sympathischen Ermittlerduos. Und auch wenn es mein erstes Buch des Autors ist, bin ich schnell und gut in die Geschichte gekommen. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, der Autor bringt die düstere Atmosphäre rund um Husum und den Morden gut rüber. Viele Szenen spielen am Nachmittag, in den Abendstunden oder in der Nacht, alles Tageszeiten die rund um Weihnachten ziemlich dunkel sind. Ich habe nicht viel Erfahrung mit historischen Krimis, aber diesen hier finde ich spannend und authentisch. Mir fehlte auch bei den Ermittlungen die moderne Technik nicht, sondern ich ließ mich einfach ins 19. Jahrhundert entführen. Die Beschreibungen von Husum und Umgebung ist sehr detailliert und anschaulich, mein Kopfkino lief gleich los. Dazu muss ich sagen, dass ich Krimis aus Husum und Umgebung echt liebe. Es ist nicht meine Heimatstadt, sondern sie liegt 60km westlich von mir, trotzdem strahlt sie eine gewisse Faszination für mich aus. Die Charaktere sind lebendig und werden regionaltypisch beschrieben. Besonders gut hat mit Constanze, Theodor Storms Cousine gefallen. Sie ist mir gleich an Herz gewachsen, sie glaubt an Peters Unschuld und bringt frischen Wind in die Ermittlungen. Peter Söt ist ein junger Mann, der dem Alkohol nicht ganz abgeneigt ist. Das macht ihn für mich am Anfang sehr unsympathisch. Im Laufe der Zeit wird sein Alkoholkonsum immer weniger, dadurch sammelt er ein paar Sympathiepunkte. Als Ich-Erzähler ist er nämlich sehr präsent. Die Rückblenden rund um die Sekte und der Begründerin Antoinette de Bourignon haben mir auch sehr gut gefallen und sie haben sich gut in die Geschichte eingefügt. Das Cover passt richtig gut zum Krimi, diese dunklen Wolken über ein Gehöft, welches typisch norddeutsch ist, spiegelt die düstere Atmosphäre wieder. Mir gefällt es richtig gut. *Fazit* Ein gut gelungener Regionalkrimi mit einer düsteren und geheimnisvollen Atmosphäre. Die geschichtlichen Geschehnisse sind gut recherchiert und beschrieben. Freue mich auf einen weiteren Fall des sympathischen Ermittlerteams.

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Die norddeutschen Holmes und Watson sind zurück!
von einer Kundin/einem Kunden aus Kassel am 13.06.2016

Das Cover lässt Dunkles erahnen. Vielleicht etwas übertrieben, aber durchaus stimmungsvoll. Tilman Spreckelsen hat hier wieder einen netten Detektiv-Krimi im Stil von Sherlock Holmes geschrieben. Auch wenn Peter Söt hier der eigentliche Hauptcharakter ist und Theodor Storm eher blass daherkommt (wie schon in Band 1), macht der Krimi von Anfang... Das Cover lässt Dunkles erahnen. Vielleicht etwas übertrieben, aber durchaus stimmungsvoll. Tilman Spreckelsen hat hier wieder einen netten Detektiv-Krimi im Stil von Sherlock Holmes geschrieben. Auch wenn Peter Söt hier der eigentliche Hauptcharakter ist und Theodor Storm eher blass daherkommt (wie schon in Band 1), macht der Krimi von Anfang an neugierig. Die Einschübe über die Geschichte der Antoinette de Bourignon waren für mich besonders interessant geschrieben und haben sich gut in die eigentliche Story hineingefunden. Mit den Figuren hatte ich lange Zeit meine Probleme. Theodor Storm zu blass, Peter Söt unsympathisch, Constanze eher ein nettes Anhängsel von Storm, Anna, Katharina und Lena nerviges Beiwerk. Aber dann entwickelten sich viele der Charaktere weiter und sogar der unsympathische Söt, hat mich am Ende doch noch für sich gewinnen können. Der rote Faden zieht sich gekonnt durch das Buch, die einzelnen Stränge lösen sich zum Schluss alle nach und nach, sodass kein loser Faden zurückbleibt. So ganz nebenbei erfährt man mehr über die Spaltung der Insel Nordstrand während der großen Flut im 17. Jh. Solche kleinen Nebeninfos mag ich persönlich sehr gerne. Das zeigt mir, dass der Autor sich mit der Geschichte des Handlungsorts auseinandergesetzt hat. Fazit: Auch wenn es hier und da kleine Längen gibt und der eigentliche Haupt-Protagonist eher blass daherkommt, macht dieser historische Krimi wirklich Freude. Er ist spannend und man erfährt mehr über die damaligen Bewohner von Husum und Nordstrand. Außerdem lernt man in diesem 2. Band Peter Söt, den heimlichen Hauptcharakter der Reihe, etwas besser kennen. Mir hat das Buch nette Lesestunden bereitet und ich kann es jedem Leser von historischen (Cosy-)Krimis durchaus empfehlen!

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Nicht drin, was draufsteht.
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 10.06.2016

»Als ich wieder dort ankam, wo ich den Kelch gesehen hatte, ließ ich die Leiter vorsichtig in den Schlick gleiten, bis sie flach darauf lag. Ich kletterte herunter und blieb auf der Leiter liegen. Was immer die Leute in den Hafen geschmissen hatten, faulte hier vor sich hin. Weil... »Als ich wieder dort ankam, wo ich den Kelch gesehen hatte, ließ ich die Leiter vorsichtig in den Schlick gleiten, bis sie flach darauf lag. Ich kletterte herunter und blieb auf der Leiter liegen. Was immer die Leute in den Hafen geschmissen hatten, faulte hier vor sich hin. Weil ich im Dunkeln nur Umrisse sah, musste ich nach dem Kelch tasten. Ich fasste in verrottendes Gemüse, Scherben, Tierknochen und Federn, meine Hände waren nach kurzer Zeit schleimig und stanken schlimm. Einmal schnitt ich mir an einer Muschelschale den Daumen auf. Irgendwann war da Stoff unter meinen Fingern, grob gewebt, trocken und einigermaßen steif. Und unter dem Stoff etwas Festes. Der Kelch war das nicht, der war verschwunden. Ich musste zweimal hinsehen, um zu erkennen, was an seiner Stelle lag: der ausgestreckte Körper eines Mannes, halbnackt, reglos, das Gesicht in den Boden gedrückt.« Husum, kurz vor Weihnachten 1843. Während die übrigen Bewohner der Stadt in ihren Betten schlummern, hat Peter Söt, Schreiber bei Rechtsanwalt Theodor Storm den Abend wie üblich verbracht, nämlich in Gesellschaft von reichlichen Mengen Branntwein. Daher gibt es auch niemanden, der bezeugen könnte, dass Söt im Hafenbecken zunächst einen goldenen Kelch und anschließend einen Toten gefunden hat und dass er vor allem nichts mit dessen Tod zu schaffen hat. Selbsthilfe ist also angesagt, zumal Söts Situation nach dem Auffinden einer weiteren Leiche noch prekärer wird. Gemeinsam mit Storm und dessen Cousine Constanze versucht er herauszufinden, wer für die Morde verantwortlich ist, was es mit dem goldenen (und nun verschwundenen) Kelch auf sich hat und wie eine mysteriöse Sekte, deren Mitglieder sich als Anhänger der Jungfrau Antoinette Bourignon bezeichnen, ins Bild passt… Ich mag historische Krimis sehr, habe mich aber über diesen hier mehrfach geärgert. Der Grund ist einfach: Es ist nicht drin, was draufsteht. Das erste, das fehlt, ist der „Spuk“. Gut, die Sekte hatte ein paar ungewöhnliche Rituale und die Jungfrau pausenlos Visionen, außerdem war ein Kelch in einem Moment noch da und im nächsten verschwunden. Als „Spuk“ finde ich das aber reichlich dünn. Das zweite, vielleicht noch gravierendere, ist der „Theodor-Storm-Krimi“. Dieses Buch ist ein Krimi, einverstanden. Und es taucht eine Person namens Theodor Storm auf, die auch den historischen Vorgaben entspricht, also zur richtigen Zeit in Husum lebt und als Anwalt arbeitet. Aber das war es dann leider auch. Der Storm im Buch tritt als Ermittler fast nicht in Erscheinung, erscheint nicht mal sonderlich intelligent und schon gar nicht lässt er in irgendeiner Weise erahnen, dass er nicht nur Jurist, sondern auch ein bedeutender Schriftsteller war. Da ich davon ausging, hier einen Dichter als Ermittler erleben zu können, war ich wirklich enttäuscht und fühlte mich getäuscht. Gleich „Peter-Söt-Krimi“, „Historischer Nordseekrimi“ oder ähnliches zu schreiben wäre ehrlicher gewesen. Dann hätte ich mich beim Lesen auch nicht ärgern müssen, sondern ich hätte mich entspannt um den eigentlichen Krimi kümmern können. Diesen würde ich zwar nicht als umwerfend, aber als solide bezeichnen. Man darf als Leser aber keine großartigen Leistungen im Bereich der Deduktion erwarten (auch wenn sich einem dieser Gedanke durch die Konstellation „Schreiber berichtet aus seiner Erzählperspektive über die (angeblichen) Ermittlungstätigkeiten seines Chefs/Kollegen/Freundes“ gelegentlich aufdrängt). Die Atmosphäre der Stadt wird sehr schön deutlich und durch den ruhigen Stils des Buchs noch unterstrichen. Durchaus gelungen ist, wie die Geschichte der Antoinette Bourignon in die Handlung eingeflochten wird. Was ihren historischen Hintergrund angeht, scheint der Autor auch ordentlich recherchiert zu haben und ich fand diesen Teil, sowie alles, was es über die Sektenmitglieder, ihre Ansichten und Rituale zu lesen gab – zwar nicht gruselig – aber sehr interessant. Fazit: Solider Krimi, aber leider ist nicht drin, was draufsteht.

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Ruhiger Krimi mit vielen zufälligen Zufällen, ohne Ermittlertätigkeiten, irgendwie ohne Storm und blassen Protas - hätte mir mehr erwartet.
von Ambermoon aus Wien am 26.06.2016

Husum, 1843: Nachts am Hafenbecken sieht Peter Söt, der Schreiber und Freund des jungen Anwalts Theodor Storm, im Schlick einen goldenen Pokal aufglänzen. Als er Werkzeug holt, um ihn zu bergen, findet er keinen Kelch mehr - stattdessen liegt nun eine Leiche im Schlick. Söt, der den Fund meldet,... Husum, 1843: Nachts am Hafenbecken sieht Peter Söt, der Schreiber und Freund des jungen Anwalts Theodor Storm, im Schlick einen goldenen Pokal aufglänzen. Als er Werkzeug holt, um ihn zu bergen, findet er keinen Kelch mehr - stattdessen liegt nun eine Leiche im Schlick. Söt, der den Fund meldet, merkt sofort, daß er selbst als verdächtig angesehen wird. Und dann taucht ein weiterer Toter auf. Während die Angst in der Stadt umgeht, versuchen Storm und Söt mehr über die Verbindung zwischen den Toten herauszufinden. Die Spur führt auf die Insel Nordstrand. Offenbar hatten die Ermordeten alle Kontakt zu einer Sekte, die vor über hundert Jahren auf Nordstrand ein Paradies auf Erden, einen Gottestaat errichten wollte. Die Gemeinschaft besteht im Verborgenen bis heute. Steckt sie hinter den Taten? Verfolgt sie einen Racheplan, der womöglich alle Inselbewohner und auch ganz Husum bedroht?...(Klappentext) -------------------------------------------------- Aufgrund des Klappentextes erwartet man einen spannenden Krimi mit mystischen Elementen und interessanten Ermittlungen mit Theodor Storm höchstpersönlich. Doch weder das eine noch das andere findet man hier. Das es an Spannung fehlt muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, haben doch auch ruhige Krimis einen gewissen Flair. Doch leider plätschert es hier manchmal schon sehr dahin. Ich wartete immerzu auf etwas Mystik und Spuk, welche einem vom Titel her versprochen wird, doch auch hier wartet man vergebens. Das muss bei einem Krimi aber auch nicht unbedingt sein, um ihn interessant und lesenswert zu machen. Was mich jedoch völlig irritierte war, daß der Krimi als Theodor Storm-Krimi angepriesen wird. Denn erstens wird aus der Perspektive seines Schreibers Söt erzählt, Storm bleibt im Hintergrund und zweitens wird hier schon mal sowas von nicht ermittelt. Söt wird verdächtigt, beschuldigt und verletzt, doch trotzdem kommt Storm einfach nicht in die Puschen. Es werden Menschen ermordet und vermisst, aber der Herr Anwalt Storm scheint sich immerzu zu denken: "Ach scheiß auf's Ermitteln, es ist Weihnachten und das muss gefeiert werden."...ergo wird auch nicht ermittelt. Und falls ermittelt wird sieht das dann so aus, daß ihnen die Infos in den Schoß fallen oder ihnen der Zufall zu Hilfe kommt. Sie stolpern quasi von einem Puzzleteil über das nächste. Auch als Leser hat man nicht den Hauch einer Chance mitzurätseln, da einem Informationen und Tatsachen vor die Füße geworfen werden. Der Schreibstil wiederrum ist flüssig und angenehm. Vor allem von der Beschreibung des Settings war ich begeistert - düster und drückend, passend zur Handlung. Ich bin jedoch des Öfteren über die Aneinanderreihung mancher Geschehnisse gestolpert, welche eher unzusammenhängend wirken und man danach irgendwie das Gefühl hat, man hätte etwas überlesen. Manchmal wird, z.B., vorausgesetzt, daß ein Dialog geführt wurde, welcher dem Leser paar Seiten zuvor als innerer Monolog beschrieben wurde. Der Leser muss sich also manche Dialoge selbst zusammenreimen. Hier darf man also doch in gewisser Weise miträtseln, wenn schon nicht bei den nicht vorhandenen Ermittlungen. Des Weiteren bleiben die Protagonisten durchwegs blass. Allen voran Theodor Storm, obwohl es eigentlich "sein" Krimi ist. Er dümpelt im Hintergrund herum, äußert manchmal gescheite Sprüche und ansonst ist er einfach nur auf Weihnachten fixiert. Dies sind übrigens mehrere Protagonisten und von Beunruhigung in der Bevölkerung ist so gar nix zu bemerken. Einzig Söt, aus dessen Perspektive ja erzählt wird, kommt dem Leser nahe. Am Ende hat man das Gefühl, daß manche Protagonisten noch schnell aus dem Ärmel geschüttelt werden, um ein schlüssiges Ende herbeizuführen. Der Plot hätte durchwegs Potenzial, wenn etwas mehr auf gewisse Dinge eingegangen und nicht so viel dem Zufall überlassen worden wäre. Am Ende wird versucht manche Zufälle zu erklären, jedoch - zu spät, zu wenig. Fazit: Ich habe mir definitiv mehr erwartet. Wie erwähnt hat mich die fehlende Spannung gar nicht mal so gestört, da ich auch ruhige Krimis zu schätzen weiß. Aber die vielen Zufälle, die fehlenden Ermittlungen, die blassen Protagonisten und der Erzählstil, welcher dem Leser des Öfteren das Gefühl gibt etwas überlesen zu haben, störten mich ungemein. Des Weiteren hätte ich den "Hauptprotagonisten" Storm quer durch die Geschichte schütteln mögen. Sympathiepunkte erhält der also definitiv nicht von mir. Mit dem flüssigen und atmosphärischen Schreibstil und dem Plot hätte man viel machen können, aber hier wurde sehr viel Potenzial verschenkt. Somit ist es für mich leider nur ein durchschnittliches Irgendwas und kann von meiner Seite her nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen.

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Nordseespuk ohne Gruselfaktor
von FrauSchafski am 13.06.2016

Der Klappentext scheint zunächst einmal vielversprechend: Ein Krimi im 19. Jahrhundert, in dem der berühmte Schriftsteller Theodor Storm ermittelt, da werden die Erwartungen des Lesers direkt hoch gesteckt. Und so begibt er sich ohne Umwege nach Husum. Die Handlung startet unvermittelt, keine große Einführung oder Erklärung. Stattdessen erscheinen sofort... Der Klappentext scheint zunächst einmal vielversprechend: Ein Krimi im 19. Jahrhundert, in dem der berühmte Schriftsteller Theodor Storm ermittelt, da werden die Erwartungen des Lesers direkt hoch gesteckt. Und so begibt er sich ohne Umwege nach Husum. Die Handlung startet unvermittelt, keine große Einführung oder Erklärung. Stattdessen erscheinen sofort diverse Figuren, Orte und historische Begebenheiten, was aufgrund der großen Fülle erst einmal etwas beschwerlich ist. Auch wenn die historisch präzise getätigten Beschreibungen der Örtlichkeiten durchweg düster, grau und verregnet sind, gelingt es dem Autor nicht, eine einem Krimi würdige Atmosphäre zu schaffen. Das Ermittlerteam, bestehend aus Storm, seinem Schreiber Söt und seiner Cousine Constanze, bleibt über den gesamten Roman hinweg sehr farblos. Auch arbeiten sie nur bedingt aktiv an der Lösung des Falls, sondern profitieren eher von einer Aneinanderreihung von Zufällen, die letztlich den Weg zur Enträtselung weisen. Um den Leser damit nicht zu überfordern, bekommt er in regelmäßigen Häppchen nicht nur die richtigen Fragen von den Figuren vorgegeben, sondern zusätzlich kurze, prägnante Zusammenfassungen der bisherigen Erkenntnisse. Auf diese Weise sieht sich der Leser lediglich noch in der Position des Beobachters, wird aber nicht aktiv in die Handlung einbezogen, was letztlich auf Kosten der Spannung geht. Gewürzt wird die Handlung mit allerlei historischen Anekdoten, die aber meist völlig losgelöst von der eigentlichen Handlung sind. Noch dazu ist Weihnachten, und an Weihnachten jagt man keine Verbrecher - es sei denn, eine Mini-Katastrophe droht. Leider fehlen dem Roman darüber hinaus neue Ideen oder eine unvorhersehbare Wendung, sodass er, einmal zuendegelesen, schnell wieder in Vergessenheit gerät. Immerhin muss dem Autor zugute gehalten werden, dass seine intensive Recherche des historischen Hintergrunds absolut überzeugen kann. Insofern werden sich Fans von Historienromanen daran vielleicht erfreuen, für Krimifans fehlt dem "Nordseespuk" letztlich der Grusel- und Spannungsfaktor.

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