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Der Omega-Punkt

Roman

Erscheint weltweit gleichzeitig: der neue Roman von Don DeLillo, dem »aufregendsten Schriftsteller seiner Generation« Die Zeit
Ein junger Filmemacher sucht einen ehemaligen geheimen Kriegsberater der amerikanischen Regierung in dessen Haus irgendwo in der kalifornischen Wüste auf. Er hofft, ihn für eine Dokumentation gewinnen zu können. Als die Tochter des älteren Mannes auftaucht, nimmt die Geschichte einen verhängnisvollen Lauf.Im MoMa in New York betrachtet ein Mann eine Installation: Hitchcocks »Psycho«, verlangsamt auf eine Spielzeit von 24 Stunden. Und er betrachtet zwei Männer, einen älteren, einen jüngeren, die sich die Installation anschauen. Schnitt.Mitten in der Wüste, »südlich von Nirgendwo«, lebt der dreiundsiebzigjährige Richard Elster in einem einsam gelegenen Haus. Hierher hat er sich zurückgezogen, um über Raum und Zeit nachzudenken. Elster, ein Gelehrter, der sich jahrelang mit dem Thema Auslöschung in all seinen Varianten beschäftigt hat, diente der amerikanischen Regierung während des Irakkriegs zwei Jahre lang als geheimer Berater, er sollte ihre Kriegshandlungen mit einem intellektuellen Referenzrahmen versehen. Als seine Dienste nicht mehr gebraucht werden, zieht er sich in die Wüste zurück.Dort besucht ihn Jim Finley, ein junger Filmemacher, der Elster von seinem Filmprojekt überzeugen möchte: eine Dokumentation ganz ohne Schnitt, nur eine einzige Einstellung: ein Mann – Elster – vor einer Wand. Keine Fragen aus dem Off, keine Regieanweisung. Zwölf Tage schon diskutieren die beiden Männer, als Elsters Tochter Jessie auftaucht, eine junge Frau aus New York, die die Dynamik der ganzen Geschichte grundlegend verändert. Etwas Unfassbares geschieht, und alles Gesagte wird in Frage gestellt.Der Omega-Punkt ist ein tief verstörendes, brillantes Werk über Verlust und Verschwinden von einem der größten Schriftsteller der Gegenwart.Die deutsche Übersetzung erscheint zeitgleich mit der amerikanischen Originalausgabe.
Portrait
Don DeLillo wurde am 20. November 1936 in der New Yorker Bronx geboren. Seine Familie war italienisch katholisch und zuhause herrschte ein sprachlicher Mix aus Englisch und Italienisch. In seiner Kindheit und Jugend interessierte sich DeLillo wenig für Bücher, spielte stattdessen draußen auf der Straße. Erst als Teenager begann er zu lesen, als er bei einem Ferienjob als Parkwächter die Wartezeit überbrücken musste. Eigener Aussage zufolge prägte sich diese Leidenschaft besonders in seinen 20ern und frühen 30ern aus – mit Romanen von James Joyce, William Faulkner, Flannery O’Connor und Ernest Hemingway. In dieser Zeit begann er auch selbst zu schreiben. Nach dem Abschluss der Cardinal Hayes High School 1954 begann er ein Studium an der Fordham University, das er 1985 mit einem Bachelor in Communication Arts beendete. Ursprünglich wollte er in die Verlagsbranche, fand jedoch keinen Job und arbeitete bis 1964 als Werbetexter in der renommierten Agentur Ogilvy & Mather. 1978 bekam DeLillo das Guggenheim Stipendium und finanzierte damit eine Reise durch den Mittleren Osten. Später ließ er sich in Griechenland nieder, wo er an den Romanen Amazonas und Die Namen arbeitete. DeLillo lebt in Bronxville, New York.
WerkDon DeLillos Werk gehört gleichzeitig zur Moderne und Postmoderne. Einfluss auf sein Schaffen hatten neben Literatur Jazzmusik, namentlich Coltrane, Miles Davies u.a., sowie das Kino der Nachkriegszeit, hier u.a. Michelangelo Antonioni, Jean-Luc Godard und François Truffaut, Francis Ford Coppola und Martin Scorsese.In seinen Romanen behandelt DeLillo Themen wie Sport, Kriege, Politik, Wirtschaft, Terrorismus oder Massenmedien. 1964 veröffentlichte der Autor seine erste Kurzgeschichte – The River Jordan – und begann danach die Arbeit an seiner ersten Novelle Americana. Zwischen 1971 und 1978 sind insgesamt sechs Romane erschienen. Später bemerkte DeLillo, dass er möglicherweise in dieser Zeit bessere Werke verfasst hätte, wenn er bedachtsamer vorgegangen wäre und sich nicht so schnell in jedes neue Buch gestürzt hätte. Größere Berühmtheit (und kommerziellen Erfolg) erlangte DeLillo mit dem 1985 veröffentlichten Roman Weisses Rauschen. Auch der Nachfolger Libra wurde zu einem internationalen Bestseller. Die Kurzgeschichtensammlung Der Engel Esmeralda wählte die New York Times auf ihre Liste der »100 Notable Books of 2011«. Don DeLillos Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und zwei Mal für den Pulitzerpreis nominiert. 2004 hat das Harry Ransom Humanities Research Center der University of Texas in Austin Don Delillos Aufzeichnungen zur Verwaltung erworben. 2012 wurde der Roman Cosmopolis mit Robert Pattinson in der Hauptrolle verfilmt.
Auszeichnungen2015 National Book Award2014 Norman Mailer Prize für das Gesamtwerk2013 Library of Congress Prize for American Fiction 2012 PEN/Faulkner Award for Fiction für Der Engel Esmeralda2012 Carl Sandburg Literary Award2010 St. Louis Literary Award2010 PEN/Saul Bellow Award for Achievement in American Fiction2009 Common Wealth Award of Distinguished Service for achievements in literature2007 New York Times Notable Book of the Year (Fiction and Poetry) für Falling Man2007 Booklist Top of the List: A Best of Editors Choice für Falling Man2007 Nominee for Man Booker International Prize2006 New York Times: Best Work of American Fiction of the Last 25 Years (Runner-Up) für Underworld2000 William Dean Howells Medal für Unterwelt2000 »Riccardo Bacchelli« International Award für Unterwelt1999 Jerusalem Prize1998 American Book Award für Unterwelt1995 Lila Wallace-Reader’s Digest Award1992 PEN/Faulkner Award für Mao II1989 Irish Times, Aer Lingus International Fiction Prize für Libra1988 New York Times Best Books of the Year für Libra1985 National Book Award (Fiction) für Weisses Rauschen 1984 Award in Literature von American Academy and Institute of Arts and Letters1979 Guggenheim Fellowship2015 National Book Award für sein Lebenswerk
Publikationen
Romane & Kurzgeschichtensammlungen • Americana, Houghton Mifflin 1971.• End Zone, Houghton Mifflin 1972.• Great Jones Street, Houghton Mifflin 1973.• Ratner’s Star, Houghton Mifflin 1976.• Players, Alfred A. Knopf 1977. • Bluthunde, aus dem Amerikanischen von Matthias Müller, Kiepenheuer & Witsch 1999. (OT: Running Dog, Alfred A. Knopf 1978) • Amazons, Holt, Rinehart and Winston 1980, veröffentlicht unter dem Pseudonym Cleo Birdwell.• MAO II, aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz, Kiepenheuer & Witsch 1992. (OT: Mao II, Scribner 1991)• Unterwelt, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 1999. (OT: Underworld, Scribner 1997) • Die Namen, aus dem Amerikanischen von Matthias Müller, Kiepenheuer & Witsch 1994. (OT: The Names, Alfred A. Knopf 1982) • Weisses Rauschen, aus dem Amerikanischen von XY Kiepenheuer & Witsch 1987. (OT: White Noise, Viking Adult 1985) • Libra, aus dem Amerikanischen von Hans Herrmann, Kiepenheuer & Witsch 2003. (OT: Libra, Viking Press 1998), auch als Sieben Sekunden veröffentlicht. • Körperzeit, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 2001. (OT: The Body Artist, Scribner 2001)• Cosmopolis, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 2003. (OT: Cosmopolis, Scribner 2003) • Falling Man, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 2007. (OT: Falling Ma, Scribner 2007) • Der Omega-Punkt, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 2010. (OT: Point Omega, Scribner 2010) • Der Engel Esmeralda. Neun Erzählungen, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 2012. (OT: The Angel Esmeralda, Scribner 2011) • Null Grad Kelvin, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 2016. (OT: Zero K)
Kurzgeschichten• The River Jordan, in Epoch 1960• Take the »A« Train, in Epoch 1962• Spaghetti and Meatballs, in Epoch 1965. • Coming Sun.Mon.Tues., in Kenyon Review 1966.• Baghdad Towers West, in Epoch 1968.• The Uniforms, in Carolina Quarterly 1970.• In the Men’s Room of the Sixteenth Century, in Esquire 1971.• Total Lost Weekend, in Sports Illustrated 1972.• Creation, in Antaeus 1979.• The Sightings, in Weekend Magazine 1979.• Human Moments in World War III, in Esquire 1983.• The Ivory Acrobat, in Granta 1988.• The Runner, in Harper’s 1988.• The Ivory Acrobat, in Granta 1988.• Pafko at the Wall, in Harper’s 1992.• The Angel Esmeralda, in Esquire 1994.• Baader-Meinhof, in The New Yorker 2002.• Still Life, in New Yorker 2007.• Midnight in Dostoevsky, in The New Yorker 2009.• The Border of Fallen Bodies , in Esquire 2009.• Hammer and Sickle, in Harper’s 2010.• The Starveling, in Granta 2011.
Theaterstücke• The Engineer of Moonlight 1979.• The Day Room 1986.• Valparaiso, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 2000. (OT: Valparaiso 1999)• Gott der Träumer, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert, Kiepenheuer & Witsch 2007. (OT: Love-Lies-Bleeding. A Play 2005) • The Word for Snow, Karma and Glenn Horowitz 2007.
Essays• American Blood: A Journey through the Labyrinth of Dallas and JFK, in Rolling Stone 1983. • Salman Rushdie Defense, zusammen mit Paul Auster, 1994.• The Artist Naked in a Cage, in The New Yorker 1997.• The Power of History, New York Times Magazine 1997. • A History of the Writer Alone in a Room, 1999.• In den Ruinen der Zukunft. Gedanken über Terror, Verlust und Zeit im Schatten des 11. September, aus dem Amerikanischen von XY, Kiepenheuer & Witsch 2001. (OT: In the Ruins of the Future, in Harper’s magazine 2001.)
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 112, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.02.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783462305586
Verlag EBook by Kiepenheuer&Witsch
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„In der Kürze liegt die Würze“

Nicole Klages, Thalia-Buchhandlung Bremen

Die Feuilletons haben sich vor Begeisterung schier überschlagen und es wurde viel über diesen sehr kurzen Roman geschrieben. Ich muss gestehen, dass ich die Omega-Punkt-Theorie vorher nicht kannte und wahrscheinlich auch nicht wirklich alles verstanden habe, dennoch begeistert mich DeLillo stilistisch immer wieder. Vor allem die Rahmenhandlung Die Feuilletons haben sich vor Begeisterung schier überschlagen und es wurde viel über diesen sehr kurzen Roman geschrieben. Ich muss gestehen, dass ich die Omega-Punkt-Theorie vorher nicht kannte und wahrscheinlich auch nicht wirklich alles verstanden habe, dennoch begeistert mich DeLillo stilistisch immer wieder. Vor allem die Rahmenhandlung zeigt, wie ich finde, DeLillos Können, diese zeigt einen namenlosen Mann, der im MoMA in New York die Videoinstallation "24 Hour Psycho" besucht, täglich und stundenlang, völlig gefangen von diesem in Zeitlupe ablaufenden Film.
Die Haupthandlung ist aus der Sicht des Filmemachers Jim Finley geschrieben. Finley besucht den älteren Gelehrten Richard Elster in der Wüste "südlich von Nirgendwo", um ihn zur Teilnahme an einem Filmprojekt zu überreden. Die beiden reden und reden und das wochenlang. Dann kommt Elsters Tochter Jessie aus New York zu Besuch, sie ist ein wenig seltsam, Finley beginnt sich für sie zu interessieren, aber dann passiert etwas Unfassbares ...
DeLillos kurzer Roman stimmt nachdenklich, Rahmen- und Haupthandlung haben wichtige Berührungspunkte und es gibt ein paar grandiose Beschreibungen, Szenen und Gespräche. Mit diesem Buch hat DeLillo einmal mehr gezeigt, dass er ein "heißer" Anwärter auf den Literaturnobelpreis ist! Sehr zu empfehlen!

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