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Der Ort, an dem die Reise endet

Roman

(21)
Kenia, 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie bereit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe – oder zumindest eine Verbindung – nimmt ihren Anfang.

›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ein großer Roman über eine versehrte Familie und ein zerrissenes Land. Mit einer Sprache, die einem den Atem raubt, voller Kraft und Intensität, erzählt Yvonne Adhiambo Owuor eine Geschichte von universeller Dringlichkeit – eine Geschichte von Macht und Täuschung, von unerwiderter Liebe und dem unbeirrbaren Willen zum Überleben.

»Dieser kraftvolle erste Roman wird Vergleiche mit William Boyd und sogar Graham Greene und Joseph Conrad evozieren … Eine wichtige Ergänzung der Literatur der afrikanischen Gegenwart.« BOOKLIST

»Owuor beweist auf diesen Seiten außergewöhnliches Talent und eine beachtliche Bandbreite. Ihr Stil ist im Wechsel impressionistisch und rau, beschwörend und drängend. Ein bemerkenswerter Roman.« THE WASHINGTON POST
Rezension
»Große Literatur«
Marie-Spohie Adeoso, FRANKFURTER RUNDSCHAU

»Kenia wurde von Ngũgĩ wa Thiong’o auf die literarische Weltkarte gesetzt, Yvonne Adhiambo Owuor schraffiert nun diese Karte neu, mit viel Mut zu prägnanten Sätzen, aufgeladenen Metaphern und einer schillernden Geheimnishaftigkeit, die ohne platte Erklärungen in ostafrikanische Geisteswelten hineinführt; ein zeitgeschichtliches Panorama […] von intimer Intensität.«
Ilija Trojanow, WELTEMPFÄNGER LITPROM-BESTENLISTE

»Eine moderne Nationalgeschichte, so politisch wie impressionistisch.«
Katrin Hillgruber, TAGESSPIEGEL

»poetisch, brutal und präzise«
Katja Nele Bode, BRIGITTE WOMAN

»Yvonne Owuor bündelt Wut und Trauer über das Scheitern Kenyas in einem packenden Roman […] Mit dem Roman wurde die 1968 geborene Yvonne Owuor zu einer der wichtigsten Stimmen Kenyas.«
Thekla Dannenberg, NZZ

»Ein großes Buch [...] atemberaubende, poetische Sprache.«
EMMA

»[...] alles verzehrende Liebe, ein mörderischer Unabhängigkeitskrieg, Heimat.«
Angela Wittmann, BRIGITTE

»BRUTAL & BRILLIANT«
Lara Gonschorowski, COSMOPOLITAN

»Yvonne Owuor erzählt ihre Geschichte mit einer narrativen Kraft, die auf sehr eigentümliche Art ästhetisch aufgeladen ist: Fast glaubt man beim Lesen Farben zu sehen, die Hitze zu spüren, beginnt den Sound der Großstadt Nairobi zu imaginieren. […] Yvonne Owuor hat mit ihrem ersten Roman ein Stück Weltliteratur geschrieben.«
Katharina Granzin, TAZ

»Owuor bildet in ihrem Roman den Vielvölkerstaat Kenia und seine Komplexität ab. […] In einer Sprache, so dicht, brutal und sinnlich, wie die Umgebung, in der die Handlung spielt. Menschheitsgeschichte aus Kenia - Literatur für die ganze Welt.«
Mareike Ilsemann, WDR 3

»Faszinierend, anschaulich und panoramatisch ausgefächertes Porträt einer kämpfenden, leidenden, aber nicht hoffnungslosen afrikanischen Gesellschaft.«
Sigrid Löffler, ORF

»Ein Debütroman und dann gleich so einer! […] [Es ist] Owuor absolut gelungen, kein politisches Pamphlet, sondern einen fesselnden Roman zu schreiben. […] Yvonne Adhiambo Owuor hat einen sehr eigenen Ton für ihre sehr eigene Geschichte gefunden. Wirklich erstaunlich – besonders für ein Debüt –, wie sie diesen Ton mehr als 500 Seiten lang durchhält. Manche Sätze raunen wie ein Märchen, andere geben im Telegrammstil bloß die Fakten wieder.«
Dina Netz, SWR2

»Unheimlich sicher tritt Owuor mit ›Der Ort an dem die Reise endet‹ neben Ngugi waThiong'o, den berühmten Erzähler der neueren Geschichte Kenias, als Größe eigener Art.«
Rainer Hartmann, KÖLNER STADT-ANZEIGER MAGAZIN

»Yvonne Adhiambo Owuor lehrt uns, was Sprache kann. Macht und Ohnmacht sind in diesem Roman die poetischen Parameter des Erzählens. Worte, feinsinnig und gewaltig, immer richtig gewählt bestimmen von Beginn an dieses ostafrikanische Epos.«
Lisa Ndokwu, AFRIKANET

»Yvonne Adhiambo Owuor verfügt über eine Sprache, die vor großen Worten nicht zurückschreckt […]. In ihren Worten entstehen die Landschaften Kenias, schrecklich und schön, voll von Gerüchen, die man als Europäer nicht kennt. [...] Owuor erzählt mit kühnen Temposchwankungen, nah an den rohen, unmittelbaren Gefühlen.«
Sieglinde Geisel, TELL

»Sie erzählt von all den Schrecknissen mit viel Phantasie – und mit Humor.«
Dina Netz, WDR 5 BÜCHER

»Voller poetischer Momente.«
Saskia Stöcker, FREUNDIN

»Yvonne Adhiambo Owuor hat mit diesem Debütroman ein großartiges kenianisches Epos geschaffen über die wechselvolle Geschichte dieses Landes und seiner Bewohner, die zwischen Hoffnung und Desillusionierung, in Schuld, Anpassung oder Stillschweigen verstrickt, den Glauben an eine bessere Zukunft nicht aufgeben.«
Patricia Brooks, BUCHKULTUR

»Owuor ist mit ihrem Roman ein moderner Epos gelungen.«
Uwe Dammann, WESER-KURIER AM SONNTAG

»Mitreißend und fesselnd.«
HÖRZU

»So dicht und physisch geschrieben, dass man zwischendurch nach Luft schnappen muss vor lauter Abgasen, fremden Parfums, Staub, Blut und Zaubersprüchen.«
Susanne Vohwinkel, L’OFFICIEL

Der Roman setzt ein »in einer atemlosen, rasanten sprachlichen Tour de Force, die die stilistische Eigenart von Yvonne Owuors Erzählstil deutlich macht. Es ist ein physischer, rauer, abgehackter Erzählstil in gehetztem Staccato. Diese Autorin macht Tempo, drängt vorwärts.«
Sigrid Löffler, SALZBURGER NACHRICHTEN

»Ein in seiner Bildsprache ungemein kraftvoller Roman, peilend zwischen poetisch zarten und drastischen Tönen, aus Rückblenden und Vorausverweisen kunstvoll gewoben, ein eminent politisches Buch.«
Hartmut Buchholz, BADISCHE ZEITUNG

»[Eine] Sprache, die voller Bilder und Metaphern steckt und einen schon nach wenigen Worten in ihren Bann zieht.«
Katrin Schmiedekampf, NIDO
Portrait
YVONNE ADHIAMBO OWUOR wurde 1968 in Kenia geboren. Ihre Kurzgeschichten erschienen in internationalen Literaturmagazinen. 2003 wurde sie mit dem Caine Prize for African Writing ausgezeichnet. ›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ihr erster Roman, der 2015 auf der Shortlist für den Folio Prize stand und für den sie den Jomo Kenyatte Prize for Literature erhielt. Yvonne Adhiambo Owuor lebt in Nairobi.
Simone Jakob übersetzt englische Literatur ins Deutsche, u. a. von Anne Tyler, David Nicholls, Karen Russell, Gregory Sherl und Shreyas Rajagopal.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 15.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9820-6
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 212/148/45 mm
Gewicht 683
Originaltitel Dust
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 86.112
Buch (gebundene Ausgabe)
22,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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    12,00

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Hitze und Staub
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 11.04.2016

Yvonne Adhiambo Owuor ist eine junge kenianische Schriftstellerin, die hier ihren ersten Roman vorlegt. Das ist bemerkenswert, da die einheimische afrikanische Stimme auf dem europäischen Buchmarkt noch selten ist. Doch wer könnte die Geschichte eines Landes und ihrer Menschen besser erzählen, als ein Kind der Nation. Odidi Oganda, ein... Yvonne Adhiambo Owuor ist eine junge kenianische Schriftstellerin, die hier ihren ersten Roman vorlegt. Das ist bemerkenswert, da die einheimische afrikanische Stimme auf dem europäischen Buchmarkt noch selten ist. Doch wer könnte die Geschichte eines Landes und ihrer Menschen besser erzählen, als ein Kind der Nation. Odidi Oganda, ein hoffnungsvoller, begabter Student wird auf den Straßen Nairobis erschossen. Zur Beerdigung reist auch seine Schwester Ajani, die als Künstlerin in Brasilien lebt und Heimat und Familie den Rücken kehrte, zurück. Zusammen mit ihrem Vater will sie den Leichnam zur Bestattung auf die alte Familienfarm im Norden Kenias überführen. Dort brechen in der spannungsgeladenen, von Trauer und Hoffnungslosigkeit überschatteten Atmosphäre viele verdrängte Konflikte auf. Die Zerrissenheit der Familie ist ein Spiegel der Zerrissenheit des Landes, das nach dem Befreiungskampf gegen die Kolonialmacht nur kurze Zeit einen hoffnungsvollen Aufbruch erlebte, aber sich bald in Korruption, Machtkämpfen und Gewalt verlor. Als ein Engländer auftaucht, der nach der Geschichte seines Vaters sucht, wirkt er wie ein Katalysator. Owuors Erzählstil erinnert an die orale Tradition des afrikanischen Kontinents, sie schreibt genau, wie gesprochen wird. Die Geschichte wird immer wieder durch Abschweifungen und Rückblenden unterbrochen. Es ist keine stringente Erzählweise, es gibt keinen Handlungsstrang, der wie ein roter Faden durch die Geschichte führt. Es bleibt dem Leser überlassen, die Abschnitte einzuordnen, sich den Figuren zu nähern. Es ist nichts, wie es anfangs scheint. Die Sprache ist farbig, sie ist schnell. Sie erinnerte mich an die Kakaphonie auf einem afrikanischen Markt, man muss sich konzentrieren, die wichtige Erzählstimme zu finden. Wer sich darauf einlässt, wird durch einen außergewöhnlichen, kraftvollen Roman belohnt, der einen Eindruck des künstlerischen Potential eines Kontinents hinterlässt. Es ist mutig und innovativ, dass der Dumont Verlag die Autorin in Deutschland vorstellt und die kenianische Literatur einem breiteren Publikom vorstellt.

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Sprachgewaltig und überrollend, teils fast überfordernd
von StefanieFreigericht am 19.04.2016

„Ein kurzes Ratata. Odidis anderes Knie gibt nach. Er bricht zusammen. Atmet gurgelnd aus. Es heißt. Dass, wenn ein Mensch stirbt, er sein gesamtes Leben in einer raumlosen Zeit, einem zeitlosen Raum an sich vorbeiziehen sieht und alles erneut durchleben kann, was er je gefühlt hat, nur in rasender... „Ein kurzes Ratata. Odidis anderes Knie gibt nach. Er bricht zusammen. Atmet gurgelnd aus. Es heißt. Dass, wenn ein Mensch stirbt, er sein gesamtes Leben in einer raumlosen Zeit, einem zeitlosen Raum an sich vorbeiziehen sieht und alles erneut durchleben kann, was er je gefühlt hat, nur in rasender Geschwindigkeit und in eine sonnengleiches Licht getaucht.“ (S. 16) Die mir vorher völlig unbekannte Yvonne Adhiambo Owuor, die bisher „nur“ Kurzgeschichten veröffentlich hatte, empfinde ich sprachlich wirklich geradezu als genial, in ihrem Debütroman finde ich einen Gebrauch von Sätzen und selbst Zeilenumbrüchen, wie ich es vorher so noch nie gelesen habe, sie kann tatsächlich sogar Zeit so darstellen! Der Roman ist ein Parforceritt durch die Geschichte Kenias, aber auch der britischen Kolonialherren dort – ich benötigte zwischendurch Rückgriff auf die Wikipedia-Artikel zu Kenia und zur Geschichte Kenias (besonders Volksgruppen, Korruptions-Skandale, die Zeit ab dem Zweiten Weltkrieg – erschreckend, wie wenig ich wusste). Moses Ebewesit Odidi „Didi“ Oganda wird zu Beginn der Erzählung verfolgt und dann erschossen – seine Schwester Arabel Ajany „Jany“ Oganda kehrt (nicht nur) deshalb aus Brasilien zurück in ihre Heimat Kenia, zu den Eltern Aggrey Nyipir Oganda (Baba) und Akai Lokorijom „Akai-ma“. Keine, wirklich keine der vielen weiteren Personen im Buch ist nur bloße Randfigur, die meisten haben letztendlich mehrere Rollen, oft mehrere Namen. Owuor schafft es, die Geschichte Kenias anhand ihrer Personen aufzuspannen, und dabei noch voller Sprachzauber die jeweilige Atmosphäre zu vermitteln: sie berichtet über die Zeit des kenianischen Freiheitskampfes gegen die britischen Kolonialherren, mit Verhaftungen, Folter, Massenhinrichtungen, und kooperierender „Tribal Police“ aus Kenianern. Sie erzählt über die Beteiligung afrikanischer Soldaten (King’s African Rifles) in den Kriegen der Briten, über alte Seilschaften aus alten Zeiten. Sie vermittelt den Enthusiasmus der Unabhängigkeit, die Hoffnung aus den Bildungsinitiativen des Mboya-Kennedy-Airlifts – und die Ernüchterung durch Korruption, Uneinigkeit der verschiedenen Volksgruppen und wirtschaftliche Probleme. „Mboya? Argwings? J.M.? Pio? Ouko? Ward? Goldenberg? Anglo-Leasing? Dieser Artur-Abschaum?“ (S. 355) – das sind die Probleme. Die Lösung? „Meine Amnesie, deine Amnestie – oder umgekehrt.“ (S. 358), üblicherweise mit Gegenleistung. So wurden „Kenias offizielle Sprachen: Englisch, Swahili und Schweigen.“ (S. 372), so hüten alle Protagonisten ihre Geheimnisse, verharren in dem Schmerz über das, worüber sie nicht reden. Das alles ist nicht eine Sekunde langweilige trockene Geschichte, sondern mitreißend dargebracht. Ich wusste nie, ob ich gerade näher an der Hoffnung der Protagonisten war, die trotz allem immer weitermachten, oder an ihrer Hoffnungslosigkeit – es war teilweise einfach „sehr viel“ von diesem mir sehr fremden Land. Die Handlungen sind oft so weit außerhalb meiner Welt, dass ich sie häufiger nicht nachvollziehen kann. Dann wiederum folgen Szenen von Zartheit, Liebe, Verzweiflung, Loyalität, die universell sind. Täter wird Opfer wird Täter. Die Handlung springt sehr stark, zwischen mehreren Personen, die dazu noch an verschiedenen Orten beschrieben werden, und mit häufigen zeitlichen Rückgriffen, darüber hinaus werden häufig muttersprachliche Begriffe, Namen, Sätze, Textfetzen eingestreut, zwar jeweils übersetzt, aber doch als „Stolperstellen“ für das deutsche Lesen. Personen tauchen viele Seiten später wieder auf, Andeutungen werden klar, Handlungsstränge werden meisterhaft verwoben und weit verstreut weitergeführt. Nein, kein einfaches Buch – kein einfaches Thema. Ein Buch, bei dem es sich lohnt, dabei zu bleiben, auch wenn das zu Anfang des letzten Drittels schon anstrengend war, bis zur Erkenntnis: Auch der Tod, auch ein Ende kann ein Anfang sein.

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Der Ort, an dem die Reise endet
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 02.04.2016

Die Autorin Yvonne Adhiambo Owuor hat mit diesem Debütroman „Der Ort; an dem die Reise endet“einen interessanten Roman.geschaffen. Der Anfang war für mich etwas verwirrend, aber es lohnt sich weiter zu lesen. Sie führt uns in die kenianische Kultur und Geschichte ein. Mich fasziniert es in diese einzutauchen. Die Sprache... Die Autorin Yvonne Adhiambo Owuor hat mit diesem Debütroman „Der Ort; an dem die Reise endet“einen interessanten Roman.geschaffen. Der Anfang war für mich etwas verwirrend, aber es lohnt sich weiter zu lesen. Sie führt uns in die kenianische Kultur und Geschichte ein. Mich fasziniert es in diese einzutauchen. Die Sprache ist nicht immer einfach, aber realistisch. Die afrikanische Menthalität unterscheidet sich doch. Die Politik hat sie geprägt. Da ist es schon erschreckend wenn jeder seine Kalaschnikow besitzt Dieses ist ein Familienroman über zwei Generationen. Die Romanfiguren erleben viel Trauer und Schmerz. 2007 wird Odidi Oganda wird in Nairobi erschossen. Sein Vater Nyipir und seine Schwester Ajani holen seinen Leichnam ab und wollen ihn auf der Farm beerdigen. Für Ajani war er nicht nur der große Bruder sondern auch ein Beschützer und Mutmacher. Die ganze Familie ist zerrissen vor Trauer. Ajani versucht die Hinteegründe des Mordes aufzudecken. Wir erfahren die Vergangenheit von vielen verschiedenen Personen. Nyipir Oganda hat noch in der Kolonialzeit gekämpft. Verwirrend waren die Namen der Personen, jeder hatte mindesten drei und sie wurden immer wieder mit einem von ihnen erwähnt. So kommt der Brite Isaiah Bolten nennt Odidi Moses. Er sucht nach seinem verschollen Vater, Odidi hatte Nachrichten für ihn, die er jetzt nicht mehr von ihm bekommt. Erschreckend ist die Korruption der Polizeibeamten, die immer auf ihren Vorteil bedacht sind Das hat wohl auch politische Gründe. Mir gefallen Romane aus fernen Ländern, die nicht romantisieren sondern das Leben so geschildert wird, wie es die Wirklichkeit ist. Das ist bei diesem der Fall. Ich habe ihn mit Begeisterung gelesen.

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Afrikanisches Leid
von leseratte1310 am 25.03.2016

Ajany kehrt aus Brasilien nach Kenia zurück. Anlass ist der Tod ihres Bruders Odidi, der in den Straßen Nairobis erschossen wurde. Mit Ihrem Vater zusammen will Ajany den Leichnam nach Hause bringen, nach Hause auf eine heruntergekommene Farm im Norden des Landes. Mit der Trauer kommen auch die Erinnerungen.... Ajany kehrt aus Brasilien nach Kenia zurück. Anlass ist der Tod ihres Bruders Odidi, der in den Straßen Nairobis erschossen wurde. Mit Ihrem Vater zusammen will Ajany den Leichnam nach Hause bringen, nach Hause auf eine heruntergekommene Farm im Norden des Landes. Mit der Trauer kommen auch die Erinnerungen. Dann taucht auch noch Brite Isaiah Bolton auf, der auf der Suche nach seinem Vater Hugh ist, den er nie kennengelernt hat. Auch er kommt zu spät um von Odidi noch etwas über seinen Vater zu erfahren. Odidis Familie ist in der Trauer gefangen und will sich nicht auch noch mit dem Fremden auseinander setzen. Ajanys Mutter entzieht sich dem allen durch Flucht in die Wildnis. Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Es gibt viele Rückblicke und die Zeiten wechseln häufig, auf den ersten Blick nicht immer erkennbar. Der Schreibstil wirkt zerrissen und ist mit fremder Sprache durchsetzt. Die Erklärung gibt es zwar im Anhang, aber ich blättere ungern ständig während des Lesens zurück. Es dauerte eine Weile bis ich mich auf die Geschichte einlassen konnte, doch dann sah ich in der Zerrissenheit der Sprache die Zerrissenheit der Gefühle. Die Sprache ist außerordentlich kraftvoll und voller Bilder und Metaphern. Es ist eine uns fremde Welt, die wir kennenlernen und auch wenn einem beim Lesen manches verständlicher wird, bleibt sie uns weiterhin fremd. Nichtsdestotrotz nimmt einen die Geschichte gefangen. In Ajanys Erinnerungen erfahren wir sehr viel darüber, wie die Geschwister aufgewachsen sind. Aber auch die Erinnerungen an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit haben die Familienmitglieder weiterhin im Griff. Es ist sicherlich hilfreich, wenn man schon ein wenig über die Geschichte Kenias weiß. Die Figuren sind alle ganz besondere Charaktere, die authentisch und interessant dargestellt sind. Sie sind versteinert in ihrer Trauer und verzweifelt. Ich kann das Buch nur empfehlen.

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Ein großer Roman über eine versehrte Familie und ein zerrissenes Land
von Inge Weis aus Pirmasens am 17.03.2016

Ein großer Roman über die Schönheit und Abgründe Afrikas und eine spannende Familiensaga aus Kenia. Yvonne Adhiambo Owuor beweist ihr erster Roman wird Vergleiche mit William Boyd und sogar Graham Greene und Joseph Conrad evozieren, er ist eine wichtige Ergänzung der Literatur der afrikanischen Gegenwart. Mit "Der Ort an... Ein großer Roman über die Schönheit und Abgründe Afrikas und eine spannende Familiensaga aus Kenia. Yvonne Adhiambo Owuor beweist ihr erster Roman wird Vergleiche mit William Boyd und sogar Graham Greene und Joseph Conrad evozieren, er ist eine wichtige Ergänzung der Literatur der afrikanischen Gegenwart. Mit "Der Ort an dem die Reise endet" vollendet die afrikanische Erzählerin den Roman über ihre Heimat Kenia. Der Roman zeichnet ein tief bewegendes und bestürzendes Bild einer versehrten Familie und eines zerrissenen Landes. Mit einer Sprache, die einem den Atem raubt, voller Kraft und Intensität, erzählt die Autorin eine Geschichte von universeller Dringlichkeit - eine Geschichte von Macht und Täuschung, von unerwiderter Liebe und dem unbeirrbaren Willen zum Überleben. Arabel Ajany Oganda kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater, Aggrey Nyipir Oganda, den Leichnam ihres Bruders, ein hochtalentierter Student, nach Hause zu überführen. Der junge Odidi Oganda wurde in den Straßen Nairobis erschossen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie bereit. Draußen auf dem Hof, bei der Silbereiche und dem fröhlichen Vogel, gerinnt das Leben zum Quietschen der Leichenwagentür, dem Anblick des Sargs durch das Heckfenster, den eindringlichen Blicken anderer Fremder und schlurfenden Schritten. Schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord an Moses Ebewesit Odidi Oganda heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Seine Schwester Ajany und seine Eltern sind von tiefer Trauer erfüllt. Es beginnt eine Suche nach der Wahrheit und nach der Antwort auf die eine, entscheidende Frage: Was bleibt? Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe – oder zumindest eine Verbindung – nimmt ihren Anfang. Eine spannende Geschichte über das Leben, Erziehung und Beziehung. Die Autorin beweist auf diesen Seiten außergewöhnliches Talent und eine beachtliche Bandbreite. Ihr Stil ist im Wechsel impressionistisch und rau, beschwörend und drängend und unheimlich sicher tritt Owuor mit "Der Ort an dem die Reise endet" neben Ngugu wa Thiono, den berühmten Erzähler der neueren Geschichte Kenias, als Größe eigener Art. Sie ist zugleich eine der differenziertesten Stimmen in der modernen Literatur fesselnd, zärtlich, schockierend und bisweilen komisch. Sprachlich hat mich "Der Ort an dem die Reise endet" sehr beeindruckt. Alles wirkte ganz natürlich, nichts gekünstelt. Ich hatte am Ende des Buches das Gefühl eine Familie zu verlassen, die ich schon seit langem kenne. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Kein Buch sondern ein Ereignis. Dieser lebendige und ausdrucksstarke Roman hilft die Probleme des schwarzen Kontinents besser zu verstehen. In diesem überwältigenden Roman finden Sie die gesamte Bandbreite menschlicher Erfahrungen -Tränen, Blutvergießen, Begierde, Liebe - in atemberaubender Fülle. Wunderschön, auf eine brutale Weise. Es knisternd vor Lebendigkeit, beladen von Vergänglichkeit, schwindelerregend sowohl im Stil als auch in der elementaren Kraft seiner Geschichte. Nur wenige Romane verdienen das Prädikat 'mythisch' – Yvonne Adhiambo Owuors 'Der Ort, an dem die Reise endet' gehört mit Sicherheit dazu. Jeder Satz versetzt einem einen präzisen, tief empfundenen Schlag. Besser geht es nicht. Diesen Namen muss man sich merken. Ein bemerkenswerter, spannender und sprachgewaltiger Debüt Roman!

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Schicksalsschläge
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 29.02.2016

Der Roman "Der Ort, an dem die Reise endet" von Yvonne Adhiombo Owuor ist ein klasse Roman aus dem Hause Dumont, den ich kaum aus den Händen legen konnte und innerhalb ganz weniger Lesetage schon durch hatte. Worum gehts? Ajanys Bruder ist ein erfolgreicher Student, der ermordet wurde. Sie kommt... Der Roman "Der Ort, an dem die Reise endet" von Yvonne Adhiombo Owuor ist ein klasse Roman aus dem Hause Dumont, den ich kaum aus den Händen legen konnte und innerhalb ganz weniger Lesetage schon durch hatte. Worum gehts? Ajanys Bruder ist ein erfolgreicher Student, der ermordet wurde. Sie kommt in ihr Heimatland Nairobi zurück, um sich um alles zu kümmern, doch die Verhältnisse im Land und die Vergangenheit holen die junge Frau ein. Eine Geschichte voller Trauer, Spannung und auch Liebe. Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte auf dem afrikanischen Kontinent spielt, weil ich zu einem großen Teil Romane gelesen habe, die in Europa bzw. den USA ihren Lauf nehmen. Daher war dies schon geografisch gesehen eine Abwechslung. Die Autorin versteht es mit Sprache umzugehen und den Roman dadurch lebending werden zu lassen. Die Charaktere wirken dadurch lebendig und authentisch und der Leser kann sich dadurch gut auf die verschiedenen Personen einlassen. Insgesamt ein wirklich gelungener Roman, den in jederzeit weiterempfehlen würde. 5 Sterne von mir.

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Zerrissenes Land
von einer Kundin/einem Kunden aus Schneckengrün am 20.07.2016

Das Buch "Der Ort, an dem die Reise endet" der afrikanischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor ist ein atemberaubendes, brutales, sprachgewaltiges, wütendes, mutiges und moralisches Buch über eine höchst tragische Familiengeschichte im Rahmen der Machtkämpfe in einem zerrissenem Land, das sich dem Leser nicht leicht erschließt und hohe Konzentration beim... Das Buch "Der Ort, an dem die Reise endet" der afrikanischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor ist ein atemberaubendes, brutales, sprachgewaltiges, wütendes, mutiges und moralisches Buch über eine höchst tragische Familiengeschichte im Rahmen der Machtkämpfe in einem zerrissenem Land, das sich dem Leser nicht leicht erschließt und hohe Konzentration beim Lesen erfordert. Klappentext Kenia 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie breit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe - oder zumindest eine Verbindung - nimmt ihren Anfang. "Kenias offizielle Sprachen: Englisch, Swahili und Schweigen." Die kenianische Autorin nimmt den Leser mit auf eine atemlose Reise durch die jüngere Kenianische Geschichte vom zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2007, jagd vorbei am Mau-Mau-Krieg in den 50er Jahren bis zur Unabhängigkeit, bebildert brutal und eindringlich Massenverfolgung und Vertreibung ganzer ethnischer Gruppen nach Vertreibung der Kolonialmacht, malt Bilder von Korruption im ganz großen Stil ebenso wie wirtschaftliche Probleme, Betrügereien und alte Seilschaften mit den ehemaligen Kolonialherren. Die Protagonisten der Geschichte, die Mitglieder der Kenianischen Familie Oganda und die nach dem zweiten Weltkrieg nach Kenia ausgewanderten Briten der Familie Bolton balancieren auf dem schmalen Grat zwischen Hoffnung und völliger Niedergeschlagenheit. Sie alle umgeben sich mit unausgesprochenen Geheimnissen, an denen sie schwer zu tragen haben und fast zerbrechen. Owuor treibt die bruchstückhafte und durch viele Rückblicke und verschiedene Zeitebenen geprägte Geschichte in einem für mich völlig ungewöhnlichen, fast atemlosen Stil voran. Schneller Episodenwechsel, virtuose, bildhafte, eindringliche Sprache mit vielen poetischen und metaphorischen Andeutungen, kraftvolle Bilder der Verzweiflung, aber auch des Glückes schaffen einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Dies erfordert allerdings auch hohe Konzentration beim Lesen, sowohl in Bezug auf Verfolgung der Handlung als auch hinsichtlich des historischen Hintergrundes. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich während der Lektüre sehr oft Wikipedia hinsichtlich bestimmter Ereignisse bemüht habe. Für mich hat das Buch den erschreckenden Alltag des Lebens zwischen Gewalt, Korruption, Verzweiflung und Zerrissenheit sehr greifbar gemacht. Ich betrachte es als sehr moralisches und poetisches Buch, dem man nicht anmerkt, dass es ein Debütroman ist. Ich vergebe vier Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Zerrissenes Land
von KrimiElse am 20.07.2016

Das Buch "Der Ort, an dem die Reise endet" der afrikanischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor ist ein atemberaubendes, brutales, sprachgewaltiges, wütendes, mutiges und moralisches Buch über eine höchst tragische Familiengeschichte im Rahmen der Machtkämpfe in einem zerrissenem Land, das sich dem Leser nicht leicht erschließt und hohe Konzentration beim... Das Buch "Der Ort, an dem die Reise endet" der afrikanischen Schriftstellerin Yvonne Adhiambo Owuor ist ein atemberaubendes, brutales, sprachgewaltiges, wütendes, mutiges und moralisches Buch über eine höchst tragische Familiengeschichte im Rahmen der Machtkämpfe in einem zerrissenem Land, das sich dem Leser nicht leicht erschließt und hohe Konzentration beim Lesen erfordert. Klappentext Kenia 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie breit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe - oder zumindest eine Verbindung - nimmt ihren Anfang. "Kenias offizielle Sprachen: Englisch, Swahili und Schweigen." Die kenianische Autorin nimmt den Leser mit auf eine atemlose Reise durch die jüngere Kenianische Geschichte vom zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2007, jagd vorbei am Mau-Mau-Krieg in den 50er Jahren bis zur Unabhängigkeit, bebildert brutal und eindringlich Massenverfolgung und Vertreibung ganzer ethnischer Gruppen nach Vertreibung der Kolonialmacht, malt Bilder von Korruption im ganz großen Stil ebenso wie wirtschaftliche Probleme, Betrügereien und alte Seilschaften mit den ehemaligen Kolonialherren. Die Protagonisten der Geschichte, die Mitglieder der Kenianischen Familie Oganda und die nach dem zweiten Weltkrieg nach Kenia ausgewanderten Briten der Familie Bolton balancieren auf dem schmalen Grat zwischen Hoffnung und völliger Niedergeschlagenheit. Sie alle umgeben sich mit unausgesprochenen Geheimnissen, an denen sie schwer zu tragen haben und fast zerbrechen. Owuor treibt die bruchstückhafte und durch viele Rückblicke und verschiedene Zeitebenen geprägte Geschichte in einem für mich völlig ungewöhnlichen, fast atemlosen Stil voran. Schneller Episodenwechsel, virtuose, bildhafte, eindringliche Sprache mit vielen poetischen und metaphorischen Andeutungen, kraftvolle Bilder der Verzweiflung, aber auch des Glückes schaffen einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Dies erfordert allerdings auch hohe Konzentration beim Lesen, sowohl in Bezug auf Verfolgung der Handlung als auch hinsichtlich des historischen Hintergrundes. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich während der Lektüre sehr oft Wikipedia hinsichtlich bestimmter Ereignisse bemüht habe. Für mich hat das Buch den erschreckenden Alltag des Lebens zwischen Gewalt, Korruption, Verzweiflung und Zerrissenheit sehr greifbar gemacht. Ich betrachte es als sehr moralisches und poetisches Buch, dem man nicht anmerkt, dass es ein Debütroman ist. Ich vergebe vier Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Sprachgewaltig und gehaltvoll
von anushka aus Berlin am 15.06.2016

Ajany kehrt aus Brasilien nach Kenia zurück, um gemeinsam mit ihrem Vater die Leiche ihres Bruders zu ihrer Farm zurückzuführen. Odidi wurde in den Straßen Nairobis erschossen. Nun bewegt sich Ajany auf den Spuren ihres Bruders, während die Mutter vor Kummer in die Wildnis geflohen ist. Zeitgleich taucht der... Ajany kehrt aus Brasilien nach Kenia zurück, um gemeinsam mit ihrem Vater die Leiche ihres Bruders zu ihrer Farm zurückzuführen. Odidi wurde in den Straßen Nairobis erschossen. Nun bewegt sich Ajany auf den Spuren ihres Bruders, während die Mutter vor Kummer in die Wildnis geflohen ist. Zeitgleich taucht der Brite Isaiah auf, der auf der Suche nach seinem eigenen Vater auf der verfallenen Farm von Ajanys Familie landet. Alte Wunden reißen auf, die auch mit der Geschichte Kenias zusammenhängen, während langsam aber auch eine zarte Hoffnung entsteht. "Der Ort, an dem die Reise endet" ist ein ziemlich sprachgewaltiges Buch, das leider auch die Gefahr birgt, den Leser zu überfluten. Während einige Passagen eher direkt und zielstrebig der Handlung folgen, sind andere verschachtelt, verwinkelt, voller Andeutungen und sprachlichen Bildern, die nicht immer von der Handlung klar zu trennen sind. Die Figuren schweifen in ihren Betrachtungen immer wieder ab und zwischen den Lebensabschnitten hin und her. Und generell ist das Buch nicht leicht zu lesen. Gerade die Abschnitte mit und über Ajany sind sehr poetisch und metaphorisch. Das Buch ist stark durchdrungen von Mystik und Aberglauben, gemischt mit politischen Entwicklungen. Die Handlung ist mitunter sehr bruchstückhaft und sprunghaft geschildert. Leicht weglesen lässt sich dieses Buch sicherlich nicht. Es gibt viel Unausgesprochenes, das hineininterpretiert werden will und muss. Dennoch ist das Buch beeindruckend. Denn es gibt einen interessanten Einblick in eine völlig andere Welt und bringt einem ein Stück afrikanische Geschichte nahe, die man nicht unbedingt als Allgemeinwissen hat. Es zeigt auf, welch ein Pulverfass ein Land mit verschiedenen Völkern und Stämmen sein kann und welche Narben eine Kolonialherrschaft hinterlässt. Dazu kommt die alles durchdringende Korruption. Verschiedene Bedeutungsebenen öffnen sich nach und nach, selbst noch nach Beendigung des Buches. Nicht alles allerdings erschließt sich auch komplett. Leider ist der Klappentext irreführend, da ich lange Zeit davon ausging, dass es sich bei Ajany und Odidi um recht junge Leute in den 20ern handelt. Eine Todesanzeige Ajanys für ihren Bruder bescheinigt diesem jedoch ein Alter von über 40, was auch mit der Zeitschiene der Handlung besser passt, da der Vater bereits in den 1950ern und 60ern aktiv war. Diese Verwirrung fand ich unnötig und hat mich beim Lesen gestört. Außerdem nicht ganz überzeugend war die Tatsache, dass sich der Brite Isaiah direkt in die Mystik und Mythologie fügt und dass seine Gedankengänge in den gleichen Bahnen verlaufen, obwohl er aus einem komplett anderen Kulturkreis kommt. Nach einer Leseprobe des Buches stand ich dem Roman eher skeptisch gegenüber, da ein Auszug des Buches ohne Kontext sehr verwirrt und die Komplexität der Sprache sehr abgeschreckt hat. Vor diesem Exzerpt steht jedoch ein Prolog, der die Geschichte von Anfang an verständlicher machen konnte. Letztlich hat das Buch eine gewisse, dunkle Magie entfalten können und hat einen Alltag zwischen Korruption, Gewalt und Wildnis greifbar gemacht. So konnte mich das Buch in weiten Teilen, abgesehen von den oben genannten Kritikpunkten, überzeugen.

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Der Ort, an dem die Reise endet
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 03.06.2016

In Nairobi im Jahr 2007 wurde mitten auf der Straße Odidi Oganda erschossen, ein junger Mann, der sich für Gerechtigkeit und gegen Korruption einsetzte. Seine Schwester Ajany ist aus Brasilien zurückgekehrt um mit ihrem Vater Nyipir den Toten nach Hause, nach Wuoth Ogik, zurück zu bringen. Der Tot wirft... In Nairobi im Jahr 2007 wurde mitten auf der Straße Odidi Oganda erschossen, ein junger Mann, der sich für Gerechtigkeit und gegen Korruption einsetzte. Seine Schwester Ajany ist aus Brasilien zurückgekehrt um mit ihrem Vater Nyipir den Toten nach Hause, nach Wuoth Ogik, zurück zu bringen. Der Tot wirft bereits viele Fragen auf, doch auch die Familiengeschichte ist voller Brüche und Seltsamkeiten. Ajany erinnert sich an die Zeiten die sie mit ihrem Bruder verbracht hat, daran, dass der nur 4 Jahre ältere sich um sie gekümmert hat und nicht ihre Mutter. Daran, wie sie in einer - verbotenen - Höhle gespielt haben und dort Schreckliches erlebt haben. Ihre Zeit im Schulinternat war auch alles andere als glücklich. Ihr Zuhause, Wuoth Ogik, liegt im trockenen Norden Kenias, weit weg von der Zivilisation, und dieses haben sie zu spüren bekommen. Auch Nyipir erinnert sich an vergangene Zeiten, wie er als Kind versuchte Geld zu verdienen um nach Burma reisen zu können zu seinem Vater und Bruder, die als Soldaten dort hingeschickt wurden und nicht zurückkamen. Daran, wie er selbst zu den Soldaten kam, Folter und Leid ertrug und einen Weg aus dem Elend fand. Die Beerdigung Odidis verzögert sich, ihre Mutter Akai flüchtet aus Verzweiflung über den Tod des geliebten Sohnes. Ajany entdeckt in Haus ein Nacktbild ihrer schwangerer Mutter, gemalt von einem Hugh Bolton. Wer ist dieser Mann, was hat er mit der Familie zu tun? Kurz darauf erscheint Hughs Sohn Isaiah, der im regen Briefkontakt mit Odidi war, um mehr über seinen Vater und dessen Verbleib zu erfahren. Yvonne Adhiambo Owuor schreibt einen sehr umfangreichen Roman über das Leben und die Lebensart Kenias. Politik, Familie, Zusammengehörigkeitsgefühl, Religion und Übersinnliches nehmen einen großen Raum ein, auch die Natur, die Landschaft und Tierwelt und die Eigenheiten des Klimas, der Dürre werden thematisiert. Man erfährt viel über ein doch recht fremde Welt. Immer wieder springt die Geschichte in verschiedene Zeiten, werden Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Ein interessanter Roman, der eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Lesen erfordert. Die Sprünge sind mir an manchen Stellen zu radikal, zu schwer nachzuvollziehen. Im Anhang hätte ich mir eine kurze Abhandlung über die politische Geschichte Kenias gewünscht.

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Verloren in Kenias Staub
von einer Kundin/einem Kunden aus Bochum am 01.05.2016

„Er springt über zwei flammend rote Blüten auf dem nackten, rissigen Gehsteig. Aufgeschreckt entfalten sie sich zu festlich orange-schwarzen Schmetterlingen, die sich in den violetten Schatten eines smogverkrusteten Jacarandabaums flüchten.“ Er, das ist Odidi, in den letzten Minuten seines Lebens, kurz bevor er erschossen wird. Sein Tod führt seine... „Er springt über zwei flammend rote Blüten auf dem nackten, rissigen Gehsteig. Aufgeschreckt entfalten sie sich zu festlich orange-schwarzen Schmetterlingen, die sich in den violetten Schatten eines smogverkrusteten Jacarandabaums flüchten.“ Er, das ist Odidi, in den letzten Minuten seines Lebens, kurz bevor er erschossen wird. Sein Tod führt seine Schwester Ajany, eine Künstlerin, von Brasilien zurück nach Kenia. Dort trifft sie Isaiah Bolton, einen jungen Engländer, der sich von Odidi Auskunft über den Verbleib seines Vaters erhoffte. Unterdessen zerbröckelt durch Odidis Tod der Rest von der Ehe seiner Eltern und noch andere leiden unter dem Verlust. Ihre Trauer, zwischen Verzweiflung, Versteinerung und wildem Aktionismus ist das Hauptmotiv des Buches. Jeder für sich versucht, kaum durch familiären oder freundschaftlichen Rückhalt gestärkt, Odidis Tod zu verwinden. Die jungen Leute sind dabei Opfer der Geschichte ihrer Eltern und der Vergangenheit Kenias, die von allen bislang eher verdrängt wurde und nun wieder ans Tageslicht drängt. Meine Kenntnisse über die Vergangenheit Kenias und die Geschehnisse dort im Zuge und seit der Unabhängigkeit sind bestenfalls rudimentär, so dass ich bei den Rückblicken in die 1960er Jahre meist das Gefühl hatte, dass mir die Ursache für das beschriebene Geschehen, insbesondere die Differenzen zwischen den Parteien und Volksgruppen fehlen würde, mit mehr Vorkenntnissen wäre mein Eindruck sicher mehr in die Tiefe gegangen. Aber auch so war es unübersehbar, dass Gewalt, Folter und Tod regierten und es dominiert der Eindruck einer wirklich schrecklichen Zeit, deren Folgen bis in die Gegenwart hineinreichen. Am Ende bietet Owuor ihren Figuren die Hoffnung, die Vergangenheit zu überwinden und Unrecht zu vergeben und ich vermute, dass das auch die einzige Hoffnung ist, die Kenia bleibt, wenn es eine Zukunft haben will. Obwohl mir das Buch gut gefiel, habe ich für meine Verhältnisse sehr lange daran gelesen. Es erforderte relativ viel Konzentration und Ruhe, zum Einen um bei den Zeit- und Perspektivwechseln nicht den Überblick zu verlieren, aber auch, weil ich nur so die sehr bildhafte und blumige Sprache genießen konnte (sofern man bei den dargestellten Schrecken davon sprechen kann) und ich letztlich dann so manches Mal vollständig und ziemlich atemlos in der Erzählung abtauchte.

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Die Suche nach der Wahrheit
von Alex am 24.04.2016

Dieser Debütroman von Yvonne Adhiambo Owuor hat mich von Anfang an gefesselt und ich fand sofort einen Bezug zum Buch und zur Handlung. Der Schreibstil hat mir gefallen, obwohl es eine hohe Konzentration beim Lesen erfordert, da oft zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt wird. Die Autorin beschreibt... Dieser Debütroman von Yvonne Adhiambo Owuor hat mich von Anfang an gefesselt und ich fand sofort einen Bezug zum Buch und zur Handlung. Der Schreibstil hat mir gefallen, obwohl es eine hohe Konzentration beim Lesen erfordert, da oft zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt wird. Die Autorin beschreibt in packender Sprache über die Schwierigkeiten in ihrem Land und über die zerrissene Familie. Die Autorin beschreibt in ihrem Debütroman die wahre Geschichte Afrikas und gibt tiefe Einblicke in die Gepflogenheiten, Sitten und Bräuche des Landes. Man erfährt in diesem Buch viel über die Lebensumstände und die landestypischen Besonderheiten. Ich konnte mir das zum Teil sehr schlichte und schwierige Leben auf den Dörfern sehr gut vorstellen und konnte mich in viele Situationen die beschrieben waren gut hineinversetzen. Die Kenianerin Ajany lebt in Brasilien, kehrt aber nach Kenia zurück, als ihr Bruder Odidi in den Straßen Nairobis erschossen wird. Ajany begibt sich auf die Spuren des Lebens von Odidi und versucht die Wahrheit herauszufinden. Trotz der zum Teil schwierigen Sprache und auch der zum Teil nicht zu Ende erzählten Gedanken fand ich es einen gelungenen Debütroman und bin sehr gespannt, ob es von der Autorin noch weitere Bücher geben wird. Ein durchaus lesenswertes Buch, das jedoch eine hohe Konzentration beim Lesen erfordert und keine leichte Lektüre ist.

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Erinnerungen sind Geister
von einer Kundin/einem Kunden aus Altenmarkt am 20.04.2016

er Roman beginnt gleich mit der Verfolgung und dem Tod des Studenten Odidi Ogandas ziemlich dramatisch. Seine Schwester Ajany und ihr Vater holen den Leichnam aus Nairobi, um ihn auf ihre Familienfarm zu überführen und dort zu bestatten. Von Trauer überwältigt, fehlen ihnen die Worte und beide hängen ihren... er Roman beginnt gleich mit der Verfolgung und dem Tod des Studenten Odidi Ogandas ziemlich dramatisch. Seine Schwester Ajany und ihr Vater holen den Leichnam aus Nairobi, um ihn auf ihre Familienfarm zu überführen und dort zu bestatten. Von Trauer überwältigt, fehlen ihnen die Worte und beide hängen ihren Erinnerungen und Gedanken nach. Auch ihr Zuhause kann von Odidis Tod nicht ablenken. Während die Mutter in die Wildnis flüchtet, versucht Ajany eine Erklärung zu finden, sucht nach einer Antwort auf ihre vielen Fragen. Zeitgleich taucht der Brite Isaiah Bolton auf der Oganda-Farm auf, in Wuoth Ogik hofft er auf Spuren seines Vater Hugh Bolton zu treffen. Doch Odidis Familie ist verzweifelt und trauert, die Fragen Isaiahs interessieren sie nicht, obwohl man merkt, dass Hugh Bolton allgegenwärtig auf Wuoth Ogik ist. In Rückblenden und Erinnerungen erfährt der Leser vieles über die Familie Oganda, über die Zerrissenheit Kenias, über die brutale Gewaltherrschaft, Machtkämpfe, die Unterstützung der weißen Siedler nach dem zweiten Weltkrieg und deren zunehmendem Einfluss. Über Viehdiebstähle, Verdreibung, Krieg, … Die Autorin Yvonne Adhiambo Owuor schreibt in ihrem Debüt rasant, von Metaphern geprägt über eine konfliktbehaftete Gesellschaft in einem Land, in dem es ständig brodelt und doch die Hoffnung immer wieder neu aufflammt. Das Buch ist sehr schwierig zu lesen, der Schreibstil erfordert höchste Konzentration und die vielen Bilder fordern ein Lesen zwischen Zeilen und Wörtern. Zwischendurch ein wenig Information aus dem Internet hilft beim Verstehen der politischen Zusammenhänge. Als schwierig und oftmals etwas störend empfand ich die vielen afrikanischen Wörter/Redewendungen. Im Anhang findet man diese zwar beschrieben, doch blättere ich nicht gerne während des Lesens. Der Autorin gelingt es ein Bild Kenias zu schaffen, das uns einlädt ein Land kennenzulernen, welches geprägt von Gewalt, Korruption und Verzweiflung doch einen Zauber bereithält. Sie lässt uns eintauchen in eine wunderbare Landschaft, in eine Kultur, die vom Aberglauben geprägt wird – in ein für uns fremdes Land. Man muss sich darauf einlassen, um die Intensität des Romans zu spüren.

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Der Ort, an dem die Reise endet
von MarTina am 18.04.2016

Odidi Oganda wird in Nairobi erschossen. Sein Vater Nyipir und seine Schwester Ajany holen seinen Leichnam nach Hause. Er soll seine letzte Ruhestätte auf der Farm der Familie bekommen. Das ist das Einzige, das sie noch für ihn tun können. Durch Odidis Tod werden auch die dunklen Erinnerungen der... Odidi Oganda wird in Nairobi erschossen. Sein Vater Nyipir und seine Schwester Ajany holen seinen Leichnam nach Hause. Er soll seine letzte Ruhestätte auf der Farm der Familie bekommen. Das ist das Einzige, das sie noch für ihn tun können. Durch Odidis Tod werden auch die dunklen Erinnerungen der Familie aufgewirbelt. Jeder versucht, so gut es geht, mit dieser Situation fertig zu werden. Letzten Endes merken sie, dass man das Schweigen brechen muss um Frieden zu finden ... Meine Meinung: Durch Odidis Tod kommen in der Familie Oganda viele unausgesprochene Erinnerungen und Fragen ans Licht. Jeder der Familie hat seinen ganz eigenen "Dämon", den er bekämpfen muss. Alle zerbrechen fast an Odidis Tod und gehen erst einmal ganz unterschiedlich damit um. Die Mutter Akai verschwindet in die Wildnis, seine Schwester Ajany will Odidis Leben in Nairobi finden und der Vater versucht, die Geister der Vergangenheit fernzuhalten. Vor allem das Schweigen trennt sie voneinander. Sie können einander nicht trösten, da sie nicht wissen, was den anderen umtreibt. Die Gefühle und Gedanken der Personen werden durch den ganz eigenen Erzählstil richtig eindrücklich und greifbar. Es werden Gedanken in den Raum geworfen, Fragen gestellt, die niemand beantworten kann. Sätze abgebrochen. Dieser Schreibstil ist nicht immer leicht zu lesen, aber faszinierend, so dass man in der Geschichte gefangen ist. Man taucht tief in Kenias Geschichte ein. Dann taucht auch noch der Engländer Isaiah Bolton auf, der auf der Suche nach seinem Vater ist. Durch ihn werden die Erinnerungen endgültig aufgewirbelt und die Geister erwachen zum Leben. Niemand kann sich ihnen nun noch entgegenstellen. Doch es dauert lange, bis alle Antworten auf ihre Fragen bekommen. Die Vergangenheit der verschiedenen Charaktere ist miteinander verwoben. Vor allem die Zeit der kolonialen Gewaltherrschaft und der blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit Kenias hat die Personen geprägt. Sie tragen nun schwer an ihrer Vergangenheit und ihren Taten. Die Geister der Toten verfolgen sie und sie hoffen auf Vergebung. Erst, als sie bereit sind, über das Geschehene zu reden, wird auch diese Last leichter. Fazit: Eine Geschichte voller Gewalt, Trauer und verlorener Träume. Am Ende bleibt aber ein Funke Hoffnung, dass sich die Dinge nun ändern. Lesenswert!

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Keine leichte Lektüre, aber gut
von einer Kundin/einem Kunden aus Zellertal am 24.03.2016

„Der Ort, an dem die Reise endet“ ist wirklich kein einfaches Buch. Die Autorin wählt eine sehr poetische Ausdrucksweise, oft sind die Sätze lange und verschachtelt, es wird wahllos zwischen den verschiedenen Erzählstrangen hin und her gesprungen. Trotzdem hat das Buch, die Geschichte die erzählt wird, es geschafft mich... „Der Ort, an dem die Reise endet“ ist wirklich kein einfaches Buch. Die Autorin wählt eine sehr poetische Ausdrucksweise, oft sind die Sätze lange und verschachtelt, es wird wahllos zwischen den verschiedenen Erzählstrangen hin und her gesprungen. Trotzdem hat das Buch, die Geschichte die erzählt wird, es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Odidi wird von der Polizei auf der Straße erschossen. Seine Schwester Ajany kommt deswegen zurück aus Brasilien und muss sich nicht nur dem Tod ihres Bruders stellen, sondern auch der Konfrontation mit ihrer Familie und der Vergangenheit. Denn als Isaiah Bolton nach Wuoth Ogik, dem Haus der Familie Oganda, kommt wird die verrückte Situation noch schlimmer. Wir begeben uns mit den verschiedenen Charakteren auf die Reise, wo jeder nach sich selbst sucht, nach dem Sinn. Denn jeder wird durch den Tod von Odidi auf eine andere Weise mit der Wahrheit konfrontiert und muss lernen damit umzugehen. Auch wenn es manchmal ein bisschen schwierig war den Handlungen und Gedankensprüngen der Autorin zu folgen, war ich doch beeindruckt, wie sie es schafft, so viel und in so schöner Sprache in die Geschichte miteinzuflechten. Man kann viel aus diesen verschiedenen Geschichten lernen und ich denke jeder Charakter spiegelt sich in einer von den beschriebenen Personen wieder. Nach der Lektüre dieses Buches hat man wirklich den Eindruck tief in ein Land eingetaucht zu sein. In die Geschichte, in Bräuche, in eine so andere Form von Leben, als wir es uns in Europa vorstellen können: Wo Geister und Schatten eine unheilvolle Andeutung sind, wo die Machtstrukturen immer aus dem Ruder laufen, wo andere Werte und Traditionen herrschen. Ich gebe 4 Sterne für dieses Buch. Für diese bildgewaltige Geschichte über Kenia, die einen einlädt ein neues Land kennenzulernen. Für ein Buch, das eine Familiengeschichte erzählt und diese mit der Geschichte Kenias verknüpft, in einer nicht einfachen, aber trotzdem zu bewältigenden Sprache.

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Auf der Suche nach der Antwort
von einer Kundin/einem Kunden am 08.03.2016

Beim Lesen dieses überwältigen Debüt Romans „Der Ort, an dem die Reise endet, der Kenianischen Autorin Yvonne Adhiambo Owour, hatte ich das Gefühl, dass ein neuer Autoren Stern am Afrikanischen Himmel aufzugehen scheint. Sie schreibt mit einer sehr großen gewaltigen, mutigen und Kraftvollen Sprache, über eine zerrissene Familie, ihr... Beim Lesen dieses überwältigen Debüt Romans „Der Ort, an dem die Reise endet, der Kenianischen Autorin Yvonne Adhiambo Owour, hatte ich das Gefühl, dass ein neuer Autoren Stern am Afrikanischen Himmel aufzugehen scheint. Sie schreibt mit einer sehr großen gewaltigen, mutigen und Kraftvollen Sprache, über eine zerrissene Familie, ihr Land und dessen Vergangenheit. Über die Mau Mau Bewegung, Korruption, Erpressung, Mord, Schmerz, Trauer, Wut und Liebe. Eine Geschichte die einem beim Lesen sehr fordert, oft springt sie in ihren Sätzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, hin und her. Daher ist große Konzentration angesagt, eine Roman für Anspruchsvolle Leser. Stellenweise klingt er sehr poetisch, man spürt wie viel Herzblut sie in diese Geschichte über ihre Heimat Kenia einfließen ließ. Sie erlaubt uns tiefe Einblicke ins dunkle Herz von Afrika, ob Geisterbeschwörung, Aberglaube, Ängste und Träume alles ist Bildhaft beschrieben. Ihr Schreibstil ist Klar, flüssig und voller dunkler Geheimnisse, über Menschen auf der Suche nach der Wahrheit. Sie zeigt uns Afrikas wahres Gesicht. Sie hat ein sehr großes Porträt über ihr Land , dessen Bedrohung ,Kämpfe, Ängste und über die Menschen geschaffen. Das Leben in den Städten oder in den Dörfern des Landes, kommt sehr gut herüber. Meine Meinung zum Inhalt: Sehr einfühlsam erzählt sie von dem jungen Studenten Oddi Oganda denn man auf offener Straße, in Nairobi am helllichten Tag erschießt. Man spürt die Trauer und Wut,von Ajany seiner Schwester die von Brasilien aus anreiste, wo sie als Künstlerin lebt. Sie will Oddi nach Hause holen, in ihr Dorf wo sie geboren wurden. Auch diese Trauer der Eltern, ihre Mutter die aus Verzweiflung in die Wüste flieht. Wir versinken mit der Familie in ihre Träume, tauchen ab in deren Vergangenheit. Machen uns mit ihnen auf , auf die Suche nach der Wahrheit. Ebenso wie Oddis , englischen Freund Isaiah Bolton, der nach seinem Vater sucht und der Wahrheit über dessen verschwinden sucht. Wir durchstreifen nach der Suche, Nairobi, bekommen tiefe Einblicke in das Leben dieser Stadt, den Nachtclubs,der Prostitution, Korruption, Erpressung, Mord , und den Machenschaften der Polizei und Behörden. Wir lernen das Land und die Wüste beim durchwandern auf der Suche kennen, ebenso Geisterbeschwörung, Diebstahl, erleben, ihre Ängste, Träume und Hoffnungen... Und hoffen das wir am Ende der Reise mit ihnen wahre die Wahrheit und Hintergründe entdecken.... „ Ein sehr gewaltiger und außergewöhnlicher und facettenreicher Roman „

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Afrikanisches Familienepos
von TochterAlice aus Köln am 16.07.2016

Ein afrikanisches Buddenbrooks? Oder gemahnt es doch eher an "Korrekturen", den (fast) zeitgenössischen großen Roman von Jonathan Franzen? Nichts von beidem, finde ich: es ist eine weitere eindringliche Familiengeschichte, eine sehr spezielle. Eine aus einer absolut fremden, fernen Welt, eine, die mich zunächst neugierig werden ließ. Doch aufgrund des... Ein afrikanisches Buddenbrooks? Oder gemahnt es doch eher an "Korrekturen", den (fast) zeitgenössischen großen Roman von Jonathan Franzen? Nichts von beidem, finde ich: es ist eine weitere eindringliche Familiengeschichte, eine sehr spezielle. Eine aus einer absolut fremden, fernen Welt, eine, die mich zunächst neugierig werden ließ. Doch aufgrund des fahrigen, nicht stringenten Erzählstils war für mich der Zauber rasch verflogen, als mühselig empfand ich es, mir diese Geschichte von einem fernen Kontinent, einem mir gänzlich unbekannten Land, zu erarbeiten, mich auf die Charaktere und ihre Schicksale einzulassen. Die Geschichte, in deren Mittelpunkt zwei Generationen und zwei Familien, nein: eigentlich eine Familie in der Hauptrolle, eine in der Nebenrolle und eine Freundschaft, die aber auch beide Familien über beide Generationen berührt, stehen, ist sehr fahrig und - man möge es mir verzeihen - aus meiner Sicht wirr erzählt, immer wieder wird die Zeit und das Setting gewechselt. Und es kommen - eigentlich überaus interessant und spannend - eine Menge kenianische Persönlichkeiten (und auch solche aus den Nachbarstaaten) vor. Eigentlich mag ich so etwas, im vorliegenden Kontext empfand ich es einfach nur als verwirrend. Es ist eine tragische Geschichte, in die ich mich aber nicht so einfinden konnte, dass sie mich tiefer berührt, in mir das Interesse an weiteren Nachforschungen zu Kenia geweckt hat. Der Stil ist anspruchsvoll, eindringlich, dabei nicht unanstrengend, nicht zuletzt aufgrund der vielen fremdartigen Namen von Personen und Ortschaften, die eine Rolle spielen oder auch nur erwähnt werden, denn auch das passiert ständig. Wobei diejenigen, die sich darauf einlassen, durchaus Unterstützung erfahren, nämlich in Form eines ausführlichen Glossars am Ende des Buches. Die Autorin Yvonne Adhiambo Owuor ist sicher eine gewaltige Stimme ihres Landes, aber leider eine, die mich nicht so ganz erreichen konnte!

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Sprachgewaltiges Keniaepos
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 01.07.2016

Als ein Freund von Afrikaromanen habe ich dieses Werk sehr gespannt in die Hand genommen. Geschildert wird die Geschichte einer Familie und ihrer Verstrickung in den Unabhängkeitskampf Kenias in den fünfziger und sechziger Jahren. Nach der Ermordung ihres Bruders Odidi in Nairobi durch Polizisten kehrt seine Schwester Ajany aus... Als ein Freund von Afrikaromanen habe ich dieses Werk sehr gespannt in die Hand genommen. Geschildert wird die Geschichte einer Familie und ihrer Verstrickung in den Unabhängkeitskampf Kenias in den fünfziger und sechziger Jahren. Nach der Ermordung ihres Bruders Odidi in Nairobi durch Polizisten kehrt seine Schwester Ajany aus Brasilien in ihre Heimat zurück. Ihre Eltern sind in ihrer Trauer sprachlos und zornig. Dann taucht ein Fremder aus England aus, der nach seinem verschwundenen Vater Hugh Bolton sucht. Was hat die Farm der Familie mit dem Briten zu tun und welche mysteriöse Rolle spielte die Mutter der Geschwister im Leben von Bolton? In Nairobi sucht Ajany eine Antwort. Eigentlich ist das Werk sehr gut, Sprachlich sehr ungewöhnlich in seinem Wechsel aus poetischen Schilderungen der afrikanischen Welt und verstörenden, knapp dahingeworfenen Sätzen schildert die Autorin ungeschminkt die Geschichte Kenias vom zweiten Weltkrieg bis heute. Der meist assoziative Erzählstil erfordert viel Konzentration vom Leser. Das Problem dabei ist, dass die Autorin das Hintergrundwissen zur Geschichte voraussetzt, der Roman also mehr ein Insiderroman für kenianische Leser ist. Und weil der Text sehr vieles mehr andeutet und in Metaphern kleidet als realistisch zu erläutern, fand ich die Lektüre teilweise sehr anstrengend und manche Details kaum verständlich. Für europäische Leser auf jeden Fall eine Herausforderung. Mich hat der Roman nicht restlos überzeugt.

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Eine Herausforderung
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 22.04.2016

Für dieses Buch fällt es mir besonders schwer eine Rezension zu schreiben, denn bis zum Schluss bekam ich keinen richtigen Zugang zur Geschichte. Das lag nicht am Thema, denn gerade die Geschichte Ostafrikas interessiere ich mich sehr und habe auch einige Vorkenntnisse. Erzählt wird die Geschichte der Familie Oganda.... Für dieses Buch fällt es mir besonders schwer eine Rezension zu schreiben, denn bis zum Schluss bekam ich keinen richtigen Zugang zur Geschichte. Das lag nicht am Thema, denn gerade die Geschichte Ostafrikas interessiere ich mich sehr und habe auch einige Vorkenntnisse. Erzählt wird die Geschichte der Familie Oganda. Der Sohn der Familie Odidi Oganda, Student in Nairobi wird erschossen. Seine Schwester Ajani kehrt zu seiner Beerdigung aus Brasilien zurück. Die Familie hält aber nicht zusammen und fängt sich gegenseitig auf. Der Tod von Odidi zeigt eigentlich wie zerrissen die Familie ist. Die Mutter flüchtet in die Wildnis, der Vater verzweifelt an Trauer und Schuld. Durch die Ankunft von Isaiah Bolton, einem Briten, der den Spuren seines Vaters folgt, werden alte Wunden aufgerissen. Durch die Geschichte der Familie erfährt der Leser einiges über die Entwicklung Kenias nach dem zweiten Weltkrieg, über Gewalt, Korruption und Krieg. Es ein trauriges und grausames, aber auch realistisches Bild welches die Autorin zeichnet. Als große Stärke ihres Erzählstil empfand ich die Landschaftsbeschreibungen. Der Norden Kenias ist ein trockenes karges Land. Yvonne Adhiambo Owuor beschreibt es so, dass man die Verbundenheit sofort fühlt und ich mir, obwohl es soweit entfernt schien, direkt vorstellen konnte. Aber insgesamt kam ich mit ihrem Erzählstil nicht so gut klar, ich schleppte mich regelrecht durch das Buch. Ich fand einfach keinen Zugang zu den Charakteren. Es sind harte Schicksale, die sie zum Teil erleiden mussten, dennoch konnte ich kaum Gefühle zu ihnen aufbauen. Es ist kein schlechtes Buch und ich denke jeder findet seinen eigenen Zugang oder eben nicht. Es ist kein einfacher Roman und fordert einen heraus. Ich bin gescheitert, es ist einfach kein Roman für mich.

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Auf der Suche nach der Antwort
von einer Kundin/einem Kunden aus Traben-Trarbach am 08.03.2016

Beim Lesen dieses überwältigen Debüt Romans „Der Ort, an dem die Reise endet, der Kenianischen Autorin Yvonne Adhiambo Owour, hatte ich das Gefühl, dass ein neuer Autoren Stern am Afrikanischen Himmel aufzugehen scheint. Sie schreibt mit einer sehr großen gewaltigen, mutigen und Kraftvollen Sprache, über eine zerrissene Familie, ihr... Beim Lesen dieses überwältigen Debüt Romans „Der Ort, an dem die Reise endet, der Kenianischen Autorin Yvonne Adhiambo Owour, hatte ich das Gefühl, dass ein neuer Autoren Stern am Afrikanischen Himmel aufzugehen scheint. Sie schreibt mit einer sehr großen gewaltigen, mutigen und Kraftvollen Sprache, über eine zerrissene Familie, ihr Land und dessen Vergangenheit. Über die Mau Mau Bewegung, Korruption, Erpressung, Mord, Schmerz, Trauer, Wut und Liebe. Eine Geschichte die einem beim Lesen sehr fordert, oft springt sie in ihren Sätzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, hin und her. Daher ist große Konzentration angesagt, eine Roman für Anspruchsvolle Leser. Stellenweise klingt er sehr poetisch, man spürt wie viel Herzblut sie in diese Geschichte über ihre Heimat Kenia einfließen ließ. Sie erlaubt uns tiefe Einblicke ins dunkle Herz von Afrika, ob Geisterbeschwörung, Aberglaube, Ängste und Träume alles ist Bildhaft beschrieben. Ihr Schreibstil ist Klar, flüssig und voller dunkler Geheimnisse, über Menschen auf der Suche nach der Wahrheit. Sie zeigt uns Afrikas wahres Gesicht. Sie hat ein sehr großes Porträt über ihr Land , dessen Bedrohung ,Kämpfe, Ängste und über die Menschen geschaffen. Das Leben in den Städten oder in den Dörfern des Landes, kommt sehr gut herüber. Meine Meinung zum Inhalt: Sehr einfühlsam erzählt sie von dem jungen Studenten Oddi Oganda denn man auf offener Straße, in Nairobi am helllichten Tag erschießt. Man spürt die Trauer und Wut,von Ajany seiner Schwester die von Brasilien aus anreiste, wo sie als Künstlerin lebt. Sie will Oddi nach Hause holen, in ihr Dorf wo sie geboren wurden. Auch diese Trauer der Eltern, ihre Mutter die aus Verzweiflung in die Wüste flieht. Wir versinken mit der Familie in ihre Träume, tauchen ab in deren Vergangenheit. Machen uns mit ihnen auf , auf die Suche nach der Wahrheit. Ebenso wie Oddis , englischen Freund Isaiah Bolton, der nach seinem Vater sucht und der Wahrheit über dessen verschwinden sucht. Wir durchstreifen nach der Suche, Nairobi, bekommen tiefe Einblicke in das Leben dieser Stadt, den Nachtclubs,der Prostitution, Korruption, Erpressung, Mord , und den Machenschaften der Polizei und Behörden. Wir lernen das Land und die Wüste beim durchwandern auf der Suche kennen, ebenso Geisterbeschwörung, Diebstahl, erleben, ihre Ängste, Träume und Hoffnungen... Und hoffen das wir am Ende der Reise mit ihnen wahre die Wahrheit und Hintergründe entdecken.... „ Ein sehr gewaltiger und außergewöhnlicher und facettenreicher Roman „

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