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Der Schieber

Kriminalroman

(3)
Kommissar Staves zweiter Fall
Hamburg 1947: Es ist das Jahr der Extreme. Nach dem bitterkalten Hungerwinter stöhnt die zerbombte Stadt schon im Frühling unter quälender Hitze. Und Oberinspektor Frank Stave wird mit einem neuen Fall konfrontiert. In den Ruinen einer Werft wird die Leiche eines Jungen gefunden. Zusammen mit Lieutenant MacDonald und Doktor Czrisini macht sich Stave auf die Suche nach dem Mörder, und die Ermittlungen führen sie in die Welt der »Wolfskinder« – jener elternlosen Kinder, die aus den besetzten Ostgebieten geflohen sind und sich nun zu Banden vereint als Kohlenklauer, Prostituierte und Schmuggler durchschlagen.
Doch nicht nur beruflich sieht Frank Stave sich vor Rätsel gestellt: Mitten in den Untersuchungen steht plötzlich sein Sohn vor der Tür, der aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. Ein schmerzhafter Weg der Annäherung liegt vor ihnen, während Stave zugleich um den Erhalt der Beziehung zu seiner Geliebten Anna kämpft.
Als zwei weitere Leichen entdeckt werden, gerät Stave zunehmend unter Druck. In einer dramatischen Nacht im Hafen soll sich schließlich entscheiden, ob Stave den Täter zu fassen bekommt …
Rezension
„Cay Rademacher, hauptberuflich Geo-Redakteur, zeichnet in „Der Schieber“ ein ebenso dichtes wie spannendes Bild des zweiten Nachkriegsjahres, einer Zeit im totalen Umbruch. Mit großer Tiefenschärfe der Figuren und einem präzisen Hamburg-Wissen nimmt er uns mit in eine Zeit, die eigentlich kein Thema für ein Krimi ist. Doch je tiefer man einsteigt, desto mehr nimmt sie einen gefangen. Denn zwischen den Ruinen blüht die Hochspannung.“
NEUE PRESSE
„Eindrucksvoll schildert Rademacher das Leben im Jahr 1947 mit allen Nöten und Hoffnungen. Ein Stück Geschichte wird lebendig und berührt den Leser ungemein.“
HAMBURGER MORGENPOST
„Das Faszinierende des Buches ist die Schilderung des zerstörten Hamburgs, für die der Autor offenbar viel recherchiert hat. Und ganz besonders widmet er sich in kleinen Beobachtungen und geschickt eingewebten Charakterstudien auch der Verfasstheit der Deutschen im Jahr zwei.“
WDR5 MORDSBERATUNG
„Wieder verbindet Rademacher eine spannende Krimihandlung mit einer genauen Beschreibung Hamburgs in der Nachkriegszeit. Die politische Lage wird ebenso behandelt wie die Probleme des Alltags in der zerstörten Stadt, die Schwierigkeiten der polizeilichen Ermittlungen unter erschwerten Bedingungen spielen eine große Rolle.“
AACHENER NACHRICHTEN
„Der Name Cay Rademacher bürgt für historische Kompetenz. (…) Neben dem spannenden Krimi-Plot bietet „Der Schieber“ auch eine lebendige Darstellung der bedrückenden Schwarzmarktlebensverhältnisse in den Nachkriegsjahren.“
GEISLINGER ZEITUNG / SÜDWEST PRESSE
„Das Buch wirft ein Schlaglicht auf eine aus den Fugen gegangene Welt. Der Autor vermeidet dabei strikt jedes Pathos, schreibt schnörkellos und temporeich. […] Ein Krimi mit Niveau und Tiefgang. Absolut empfehlenswert.“
BUCH-MAGAZIN
„Cay Rademachers Krimi „Der Schieber“ lebt von den authentischen Beschreibungen der Trümmerlandschaft, dem Leben darin und den täglichen Problemen. Das ist nicht nur anschaulicher Geschichtsunterricht mit großem Unterhaltungswert, „Der Schieber“ ist auch – wie es sich für einen guten Krimi gehört – eine nervenaufreibende Jagd nach dem Mörder.“
NDR HÖRFUNK
„Cay Rademacher beschreibt deutsche Geschichte, wie es spannender wohl kaum geht.“
FREUNDIN
Portrait
Cay Rademacher, geboren 1965, ist Redakteur bei GEO Epoche. Im DuMont Buchverlag erschienen seine Kriminalromane >Der Trümmermörder< (2011), >Der Schieber< (2012) und >Der Fälscher< (2013) sowie >Mörderischer Mistral< (2014), der erste Fall für Capitaine Roger Blanc. Cay Rademacher lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salon-de-Provence in Frankreich.
Zitat
"Rademacher versteht es, ein lebendiges Bild der Nachkriegszeit zu zeichnen. Er ermöglicht es seinen Lesern, sich in die Zeit einzufühlen ¿ ohne belehrenden Ton, sondern spannend verpackt in einem Krimi."
HESSISCHE ALLGEMEINE "Zeitgeschichte ganz nah. Und sehr berührend erzählt. Mit seiner Fortsetzung von ,Der Trümmermörder' ist Rademacher wieder ein fesselnder Blick in eine noch nicht so ferne Welt geglückt, in der jeder ums Überleben kämpft."
BRIGITTE "Hier zeigt Rademacher, dass er sich nicht nur auf leise Töne versteht."
OSTTHÜRINGER ZEITUNG "Rademacher gelingt es, Zeitgeschichte mit Spannung zu verknüpfen. Man kann sich in die Welt des Aufbaus Deutschlands vertiefen. Fesselndes Geschichtsbuch!"
NEUE PRESSE "Cay Rademacher, hauptberuflich Geo-Redakteur, zeichnet in "Der Schieber" ein ebenso dichtes wie spannendes Bild des zweiten Nachkriegsjahres, einer Zeit im totalen Umbruch. Mit großer Tiefenschärfe der Figuren und einem präzisen Hamburg-Wissen nimmt er uns mit in eine Zeit, die eigentlich kein Thema für ein Krimi ist. Doch je tiefer man einsteigt, desto mehr nimmt sie einen gefangen. Denn zwischen den Ruinen blüht die Hochspannung."
NEUE PRESSE "Eindrucksvoll schildert Rademacher das Leben im Jahr 1947 mit allen Nöten und Hoffnungen. Ein Stück Geschichte wird lebendig und berührt den Leser ungemein."
HAMBURGER MORGENPOST "Das Faszinierende des Buches ist die Schilderung des zerstörten Hamburgs, für die der Autor offenbar viel recherchiert hat. Und ganz besonders widmet er sich in kleinen Beobachtungen und geschickt eingewebten Charakterstudien auch der Verfasstheit der Deutschen im Jahr zwei."
WDR5 MORDSBERATUNG "Wieder verbindet Rademacher eine spannende Krimihandlung mit einer genauen Beschreibung Hamburgs in der Nachkriegszeit. Die politische Lage wird ebenso behandelt wie die Probleme des Alltags in der zerstörten Stadt, die Schwierigkeiten der polizeilichen Ermittlungen unter erschwerten Bedingungen spielen eine große Rolle."
AACHENER NACHRICHTEN
"Der Name Cay Rademacher bürgt für historische Kompetenz. (...) Neben dem spannenden Krimi-Plot bietet "Der Schieber" auch eine lebendige Darstellung der bedrückenden Schwarzmarktlebensverhältnisse in den Nachkriegsjahren."
GEISLINGER ZEITUNG / SÜDWEST PRESSE "Das Buch wirft ein Schlaglicht auf eine aus den Fugen gegangene Welt. Der Autor vermeidet dabei strikt jedes Pathos, schreibt schnörkellos und temporeich. [...] Ein Krimi mit Niveau und Tiefgang. Absolut empfehlenswert."
BUCH-MAGAZIN
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 352, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.08.2012
Serie Kommissar Staves 2
Sprache Deutsch
EAN 9783832186432
Verlag DUMONT Buchverlag
Verkaufsrang 2.026
eBook (ePUB)
7,99
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„Hamburg 1947“

Marion Stein, Thalia-Buchhandlung Lingen (Ems)

Hamburg 1947. Der Krieg ist gerade vorbei, aber die Menschen leiden an den Folgen.
In den Ruinen einer Werft wird ein Junge tot aufgefunden. Ermordet.
Oberinspektor Frank Stave bearbeitet gemeinsam mit Lieutenant Mc Donald von den britischen Besatzern den Fall. Die Spur führt zu den "Wolfskindern", Kinder, die elternlos aus den
Hamburg 1947. Der Krieg ist gerade vorbei, aber die Menschen leiden an den Folgen.
In den Ruinen einer Werft wird ein Junge tot aufgefunden. Ermordet.
Oberinspektor Frank Stave bearbeitet gemeinsam mit Lieutenant Mc Donald von den britischen Besatzern den Fall. Die Spur führt zu den "Wolfskindern", Kinder, die elternlos aus den besetzten Ostgebieten geflohen sind und sich nun allein durchschlagen müssen.
Zu allem steht Staves Sohn plötzlich vor der Tür, nach Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft. Ihr Verhältnis zueinander war nie gut. Können sie sich annähern?
Ein ungewöhnlicher Krimischauplatz und doch taucht man schnell in das Geschehen ein und ist gefesselt.

Eva-Maria Brinks, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Steht seinem Vorgänger '' Der Trümmermörder'' in Punkto Spannung und Atmosphäre in nichts nach. Klasse! Steht seinem Vorgänger '' Der Trümmermörder'' in Punkto Spannung und Atmosphäre in nichts nach. Klasse!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Zweiter Teil des sehr atmosphärischen und spannenden Hamburg-Krimis. Spielt kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Atmet viel Lokalkolorit und Zeitgeschichte. Zweiter Teil des sehr atmosphärischen und spannenden Hamburg-Krimis. Spielt kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Atmet viel Lokalkolorit und Zeitgeschichte.

„Oberinspektor Stave ermittelt wieder...“

Melina Nußhag, Thalia-Buchhandlung Marburg

Wieder treibt ein Mörder sein Unwesen in Hamburg der Nachkriegszeit.
Oberinspektor Stave muss diesmal den Mord an einem Jungen im Hamburger Hafengebiet aufklären.
Cay Rademacher nimmt den Leser wieder mit zwischen die Trümmer Hamburgs 1947.
Der Oberinspektor muss versuchen, den Fall möglichst schnell zu lösen, da er von "oben" und
Wieder treibt ein Mörder sein Unwesen in Hamburg der Nachkriegszeit.
Oberinspektor Stave muss diesmal den Mord an einem Jungen im Hamburger Hafengebiet aufklären.
Cay Rademacher nimmt den Leser wieder mit zwischen die Trümmer Hamburgs 1947.
Der Oberinspektor muss versuchen, den Fall möglichst schnell zu lösen, da er von "oben" und aus den Reihen der Politik Druck bekommt, diesen unschönen Mord an diesem Knaben aufzudecken.
An seine Seite bekommt er erneut den englischen Offizier MacDonald gestellt, der ihm schon in Band 1 "Der Trümmermörder" geholfen hat.
Nicht nur ist es wieder ein spannender Fall, diesmal im Milieu der sogenannten Schieber und Schmuggler, sondern auch erlebte Geschichte.
Gerade für die Leser, die das zerstörte Deutschland nicht mehr selbst oder nur als Kleinkind erlebt haben, sind Rademachers Beschreibungen des damaligen Lebens sehr interessant!

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Auch der zweite Teil der Reihe weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Zeit wird authentisch überliefert und auch der Fall wird spannend beschrieben. Auch der zweite Teil der Reihe weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Zeit wird authentisch überliefert und auch der Fall wird spannend beschrieben.

„Blindgänger mit Leiche“

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Mord auf der Werft Blohm & Voss - und die bereits erhitzten Gemüter zwischen den Arbeitern und der britischen Besatzung bekommen somit neue züngelnde Nahrung...
Stave muss in diesem politisch brisanten Hexenkessel so vorsichtig wie möglich ermitteln; doch auch die Zeit rennt. Nur durch eine schnelle Auflösung des Falles kann er seinen
Mord auf der Werft Blohm & Voss - und die bereits erhitzten Gemüter zwischen den Arbeitern und der britischen Besatzung bekommen somit neue züngelnde Nahrung...
Stave muss in diesem politisch brisanten Hexenkessel so vorsichtig wie möglich ermitteln; doch auch die Zeit rennt. Nur durch eine schnelle Auflösung des Falles kann er seinen Freund MacDonald vor einer Strafversetzung nach Palästina retten.
Gleichzeitig steht dem Oberinspektor privat das Gefühlschaos bis zum Hals: sein Sohn kehrt aus Sibirien zurück; wie das zerrüttete Vater-Sohn-Geflecht entwirren; seine neue Liebe scheint sich von ihm zu entfernen, und er muss Stellung beziehen für seine Sekretärin, dem "Engländerliebchen".
Cay Rademacher nimmt sich das hitzegeschwächte Nachkriegs-Hamburg als Schauplatz, eine reale Schmugglergeschichte als Rahmenstory und würzt das ganze mit einem überaus sympathischen Ermittler, der uns ja schon aus "Der Trümmermörder" bekannt ist. Und ganz nebenbei bekommt man wieder eine kleine Stunde in deutscher Nachkriegsgeschichte.

Martin Knebel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Spannender Krimi !! Spannender Krimi !!

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Hamburg 1947. Der Krieg ist vorbei, das Verbrechen nicht. Toller Lokalkrimi. Mehr davon! Hamburg 1947. Der Krieg ist vorbei, das Verbrechen nicht. Toller Lokalkrimi. Mehr davon!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Cay Rademacher, ein hervorragender Erzähler
von einer Kundin/einem Kunden aus Dormagen am 06.09.2016

Dicht geschrieben, sehr authentische Beschreibung der damaligen Zustände/Gegebenheiten, zumindest vom Eindruck her, da man nicht in dieser Zeit lebte. Gleichmäßige Spannung, auch bei Nebensituationen, bzw. Beschreibung der persönlichen Umstände. Werde alle verfügbaren Bücher von Cay Rademacher kaufen/lesen.

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Solider Nachkriegskrimi
von NiWa aus Euratsfeld am 25.09.2015

Hamburg in der Nachkriegszeit. Die Leiche eines Jungen wird auf einer Bombe drapiert in den Ruinen einer Werft gefunden. Es ist Oberinspektors Staves zweiter Fall im zerbombten Hamburg während der Besatzungszeit, bei dem er nun versucht, einen Kindermörder zu fassen. Die Krimihandlung selbst ist an und für sich nicht herausragend.... Hamburg in der Nachkriegszeit. Die Leiche eines Jungen wird auf einer Bombe drapiert in den Ruinen einer Werft gefunden. Es ist Oberinspektors Staves zweiter Fall im zerbombten Hamburg während der Besatzungszeit, bei dem er nun versucht, einen Kindermörder zu fassen. Die Krimihandlung selbst ist an und für sich nicht herausragend. Bis auf den ungewöhnlichen Fundort der Leiche - welcher lebensmüde Mörder legt eine Leiche auf einem Blindgänger der Alliierten ab? - ist es ein Kriminalfall der solide nach dem gängigen Schema abgearbeitet wird. Frank Stave macht sich auf Mördersuche, wobei auch noch weitere Leichen seinen Ermittlungsweg pflastern und er nach und nach Mordverdächtigen und dem Motiv auf die Schliche kommt. Allerdings zeichnet sich dieser Krimi durch seinen historischen Rahmen aus. Nicht nur, dass der Grundstein der Handlung auf wahren Umständen basiert, Cay Rademacher hat ein besonderes Gespür dafür, den Leser das zerbombte Hamburg der Nachkriegszeit vor Augen zu führen: die Zuteilung der Wohnstätten, die großen und kleinen Probleme des Lebensalltags, leise Hoffnung sowie laute Verzweiflung und die Schwerfälligkeit polizeilicher Ermittlungen, hervorgerufen durch die Wirren, die der Krieg in der Regel nach sich zieht. Davon wird ein anschauliches Bild vermittelt, das unglaublich authentisch wirkt. Außerdem ist Kommissar Frank Stave ein sympathischer und glaubwürdiger Charakter, an dessen Seite man weitere Tatsachen über die Zeit nach dem Krieg erfährt. So steht Karls Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft bevor und der Kommissar weiß nicht so recht, ob er sich über die Rückkehr des Sohnes freuen oder davor fürchten soll. Denn der Sohn wurde als begeisterter Nazi in den Krieg gesandt und hat nun die Schrecken der Schlacht am eigenen Leib erfahren. In welche Richtung hat ihn das verändert? Mit welchen Erinnerungen er wohl nachhause kommt und ob ihn Albträume plagen? Aber nicht nur die Befürchtungen eines besorgten Vaters werden thematisiert, sondern weitere Begleiterscheinungen des Krieges erhalten ihren Raum: die Wolfskinder, die ihre Kindheit in den Kriegsjahren gelassen und im Rudel zB durch Kohlenklau selbst für ihr Überleben sorgten. Zudem tragen neckische Dialoge zwischen Kommissar Stave und seinem alliierten Vertrauten Lieutenant MacDonald zum Unterhaltungswert bei, was diesen Roman neben der soliden Krimihandlung zu einem guten, historischen Leseerlebnis vereint. Die Komissar-Frank-Stave-Reihe: 1) Der Trümmermörder 2) Der Schieber 3) Der Fälscher

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Klasse!
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 12.12.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Kommissar Stave erlebt,wie viele Menschen nach einem tödlichen Winter nun einen Glutsommer.Und das Verbrechen schläft in der Hansestadt auch im Jahre 1947 nicht.Ein toter Junge,der scheinbar nicht wirklich vermisst wird,Wolfskinder,Kriegsheimkehrer und die englischen Besatzer mit ihren Problemen sind um einen spannenden Fall plaziert.Mir gefällt die gut geschriebene Handlung und... Kommissar Stave erlebt,wie viele Menschen nach einem tödlichen Winter nun einen Glutsommer.Und das Verbrechen schläft in der Hansestadt auch im Jahre 1947 nicht.Ein toter Junge,der scheinbar nicht wirklich vermisst wird,Wolfskinder,Kriegsheimkehrer und die englischen Besatzer mit ihren Problemen sind um einen spannenden Fall plaziert.Mir gefällt die gut geschriebene Handlung und die genaue Beschreibung der Wirren in der Nachkriegszeit mit Mangel und untergetauchten Nazis.Gut recheriert und hervorragend erzählt.

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Verlorene Kinder
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 23.01.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

»Bis Mai 1947 registrierte der Suchdienst des Roten Kreuzes und der beiden großen Kirchen in Hamburg etwa 40.000 elternlose Kinder: Waisen, die im Bombenhagel oder durch andere Kampfhandlungen Mütter und Väter verloren hatten. Für 21.000 Mädchen und Jungen machten die Helfer keinen einzigen Verwandten ausfindig, bei dem diese unterschlüpfen... »Bis Mai 1947 registrierte der Suchdienst des Roten Kreuzes und der beiden großen Kirchen in Hamburg etwa 40.000 elternlose Kinder: Waisen, die im Bombenhagel oder durch andere Kampfhandlungen Mütter und Väter verloren hatten. Für 21.000 Mädchen und Jungen machten die Helfer keinen einzigen Verwandten ausfindig, bei dem diese unterschlüpfen konnten. Mehr als 1.000 dieser verwaisten Kinder lebten nicht in Heimen, sondern schlugen sich, allein oder in Banden, in der verwüsteten Stadt durch. Sie hausten in selbstgebauten Unterkünften, in Nissenhütten oder Hochbunkern. Sie verdingten sich als Handlanger des Schwarzmarktes, als Kohlenklauer, Diebe oder Prostituierte.« Eines dieser elternlosen Kinder ist es scheinbar, das Oberinspektor Frank Stave an diesem heißen Maitag des Nachkriegsjahres 1947 findet. Ermordet und liegend auf einem Blindgänger, mitten in den Ruinen einer Hamburger Werft. Wie kam der Junge dorthin – ins Sperrgebiet? Wer hat ihn brutal ermordet und wieso liegt die Leiche auf einer englischen 500-Pfund-Bombe? Stave nimmt die Ermittlungen auf und hat schon bald einen alten Bekannten an seiner Seite: Lieutenant James C. MacDonald von den britischen Besatzungstruppen. »Ich soll meinem eigenen Vorgesetzten nicht sagen, dass ein englischer Offizier bei den Ermittlungen mitmischt?« »Schön, dass wir uns so gut verstehen«, erwidert MacDonald fröhlich. »Die Dinge sind schon kompliziert genug.« Dieser Krimi bietet dem Leser gute Unterhaltung plus einer reichlichen Portion Zeitgeschichte. Da gibt es detaillierte Beschreibungen des zerbombten Hamburg und seiner zerstörten Hafenanlagen. Die englischen Besatzungstruppen sind ein weiteres großes Thema und die von ihnen erzwungene Demontage der Werft von Blohm + Voss. Ferner geht es um das normale Leben des Durchschnittsbürgers, das sich um Verlust, vermisste Personen, Kriegsgefangenschaft, traumatische Kriegserlebnisse, Lebensmittelkarten, Schwarzmarkt und Neuanfänge dreht. Und es geht um das Leben der vielen Kinder, die durch den Verlust ihrer Eltern plötzlich gezwungen waren, sich irgendwie allein durchzuschlagen. Wobei es sogar da noch Unterschiede gab, denn es gab die „normalen“ Waisen und es gab die sogenannten Wolfskinder. »Wolfskinder – so nennen sich die Mädchen und Jungen aus dem Osten. Die Waisen, die in den Kämpfen oder bei der Flucht aus Ostpreußen und Schlesien ihre Eltern verloren haben. Erschossener Vater, zu Tode vergewaltigte Mutter, verbrannter Hof. Trecks über Eis und Schnee. Kinder, die wie Wilde aus der Vorzeit in Wäldern und Mooren überleben, die betteln, stehlen, essen, was ihnen vor die Hände kommt. Manche kennen nicht einmal ihren Namen. Hausen in abgebrannten Scheunen und zertrümmerten Häusern. Schlagen sich irgendwann durch bis in die Westzonen. Ein paar Hundert sollen in Hamburgs Ruinen hausen.« Stave geht das Schicksal dieser Kinder sehr nahe. Zumal es nicht bei diesem einen toten Jungen bleibt. Private Sorgen hat er außerdem, denn sein Sohn befindet sich noch immer in russischer Kriegsgefangenschaft. Und nachts plagen ihn Alpträume, in denen er wieder und wieder erlebt, wie seine Frau bei einem Fliegerangriff ums Leben kam. Im Grunde könnte man also meinen, dass man es als Leser hier mit einem Buch zu tun hat, das einem aufgrund des ernsten Themas zusetzt. Tatsächlich gibt es aber immer zwischendurch Passagen, in denen ich lachen musste – und das liegt an Staves „Partner“, Lieutenant MacDonald. Die beiden haben sich bei einem früheren Fall Staves kennengelernt und zum beiderseitigen Erstaunen angefreundet. Und während Stave die personifizierte Ernsthaftigkeit ist, ist MacDonald – nun ja – eher das Gegenteil. Als Folge daraus gibt es herrliche Wortgefechte zwischen den beiden, da wird gefrotzelt und mit sarkastischen Bemerkungen geglänzt. »Ich mache mir keine Sorgen, ich stelle Fragen. Zum Beispiel: Weiß Ihr Colonel, dass wir uns seine Yacht ausleihen?« »Selbstverständlich nicht.« »Patrouillieren nachts auf der Elbe englische Boote?« »Selbstverständlich ja. Wir müssen vorsichtig sein. Und spät losfahren.« »Und wenn uns doch jemand erwischt?« »Zücken wir unsere Ausweise und erfinden irgendeine Geschichte.« »Welche?« »Noch ist mir keine eingefallen. Ich denke darüber nach, wenn ich den Suchscheinwerfer eines Patrouillenbootes aufleuchten sehe.« »Schön, dass wir so gut vorbereitet sind.« Nach dem „Trümmermörder“ muss Frank Stave hier seinen zweiten Fall lösen. Erneut schafft es der Autor, aus dem zeitgeschichtlichen Hintergrund eine passende Kriminalhandlung zu entwickeln. Auch Staves Seelenleben wird sehr schön skizziert, ich stellte für mich fest, dass ich gleichermaßen an seinen privaten Problemen wie an der Auflösung des Falls interessiert war. Es ist nicht notwendig, den „Trümmermörder“ zu kennen, obwohl ich dieses Buch auch sehr empfehlen kann ;-) Fazit: Intelligente Krimihandlung mit viel Zeitgeschichte, Stoff zum Nachdenken und einigen sehr unterhaltsamen Dialogen. »Verlorene Kinder, verlorene Familien. Das haben wir ihnen angetan, denkt er, wir Älteren. Wir machen sie zu Waisen, wir zertrümmern ihre Welt, wir stoßen sie herum, wir kümmern uns einen Dreck um sie. Werden wir am Ende wenigstens ihre Mörder bestrafen?«

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Der Schieber
von Antje Pollmann aus Aurich am 21.08.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Nach einem bitterkalten Winter, bringt der Sommer 1947 den Menschen quälende Hitze und Kommissar Frank Stave seinen zweiten Fall. Wieder hat mich der authentische Stil des Autors beeindruckt. Es gelingt ihm in zahlreichen Facetten darzustellen wie sehr elementare Erfahrungen, z.B. Hunger und Durst und vor allem die psychischen Folgen... Nach einem bitterkalten Winter, bringt der Sommer 1947 den Menschen quälende Hitze und Kommissar Frank Stave seinen zweiten Fall. Wieder hat mich der authentische Stil des Autors beeindruckt. Es gelingt ihm in zahlreichen Facetten darzustellen wie sehr elementare Erfahrungen, z.B. Hunger und Durst und vor allem die psychischen Folgen von Entwurzelung und Entfremdung den Alltag der Menschen dieses Nachkriegssommers bestimmten. Besonders das Schicksal der sogenannten Wolfskinder hat mich noch lange nach Ende des Romans beschäftigt.

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