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Der Schlüssel

Novelle

(2)
Eine absolute Neuentdeckung aus Irland, erstmals ins Deutsche übersetzt. Um was geht es? J., Papierbeauftragter im Verwaltungsdienst, wird versehentlich in seinem fensterlosen Büro eingeschlossen. Das Problem: Da es sich um einen nie dagewesenen Fall handelt, gibt es keine vorgeschriebene Vorgehensweise und so macht es die Bürokratie unmöglich, die Tür zu öffnen …
Eine äußerst schwarzhumorige Bürokratiesatire, quicklebendig, meisterhaft erzählt und, obwohl typisch irisch, nicht zu Unrecht als kafkaesk bezeichnet. Im gälischen Irland längst ein klassischer Text, der dabei so frisch und aktuell wirkt, als sei er gestern geschrieben worden. Wer hier nicht hineinliest, ist selbst schuld.
Portrait
Máirtín Ó Cadhain, in Irland selbst auf einer Stufe mit James Joyce, gilt als einer der wichtigsten Autoren in gälischer Sprache und als Erneuerer der gälischsprachigen Literatur. Er wurde 1906 westlich von Galway – in einer fast ausschließlich gälischsprachigen Gegend – geboren und starb 1970 in Dublin. Man sagt, bis zu seinem sechsten Lebensjahr habe er kein Wort Englisch gehört. Er war zunächst Lehrer, engagierte sich dann immer stärker in der Irisch-Republikanischen Armee und verlor 1936 seine Arbeit wegen Auseinandersetzungen mit dem örtlichen Pfarrer. Von 1940 bis 1944 war Ó Cadhain interniert und kehrte während dieser Zeit der IRA den Rücken; nach dem Krieg arbeitete er in Dublin als Übersetzer und Professor für Literatur. Kurz vor seinem Tod erhielt er einen Ruf an das Trinity College in Dublin, wo ein Lesesaal nach ihm benannt ist.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 100
Erscheinungsdatum 07.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-520-60001-1
Verlag Kroener Alfred GmbH + Co.
Maße (L/B/H) 200/118/15 mm
Gewicht 178
Auflage 1
Verkaufsrang 78.914
Buch (gebundene Ausgabe)
16,90
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Großartige Satire
von solveig am 26.03.2016

„Die Wege des Öffentlichen Dienstes sind unergründlich.“ Das bekommt der Papierbeauftragte J. , der ganz in seinem Leben im Dienst der Verwaltung aufgeht, am eigenen Leib zu spüren: sein Vorgesetzter S. hat ihn aus Versehen in seinem Büro eingeschlossen und ist nicht mehr erreichbar. Zwar verfügt J. über einen... „Die Wege des Öffentlichen Dienstes sind unergründlich.“ Das bekommt der Papierbeauftragte J. , der ganz in seinem Leben im Dienst der Verwaltung aufgeht, am eigenen Leib zu spüren: sein Vorgesetzter S. hat ihn aus Versehen in seinem Büro eingeschlossen und ist nicht mehr erreichbar. Zwar verfügt J. über einen Zweitschlüssel - doch bei dem Versuch, die Tür aufzuschließen, bricht der Schlüssel ab. Während J. versucht, sich aus eigenen Kräften zu befreien, bricht der Feierabend an und er muss die Nacht in seinem Büro verbringen. Am anderen Morgen kommt Hilfe. Doch bevor etwas geschieht, müssen erst Vorschriften und Zuständigkeiten geklärt werden… Das tragische Schicksal eines kleinen Büroangestellten, der, ohne es zu wollen, in die Mühlen der Bürokratie gerät, wird in großartiger Weise von dem irischen Schriftsteller Máirtín Ó Cadhain (1906-1970) erzählt. Lebendig und mit viel Sarkasmus schildert er, wie Verantwortung und Zuständigkeit hin und hergeschoben werden; die Presse bringt eine Reportage, die Politiker wittern eine Chance, sich ins rechte Licht zu setzen, sogar die Kirche ist vor Ort. In dieser bitterbösen Satire bringt Ó Cadhain, der schon seinen Zeitgenossen als unbequemer Mensch galt, eine gehörige Portion Gesellschaftskritik an den Leser. Mit spitzer Feder führt er das Wesen des Bürokratismus´ im Öffentlichen Dienst ad absurdum. Im Anhang des Buches findet der Leser Erklärungen zu speziellen irischen Begriffen, und eine Zeittafel bietet eine Art Kurzbiografie des Autors. Ó Cadhain veröffentlichte sein Buch im Jahre 1967 in gälischer Sprache, doch die Thematik „Mensch und Bürokratie“ ist sicher nicht auf die irische Nation beschränkt und hat keinesfalls an Aktualität verloren.

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Bürokratie über alles
von leseratte1310 am 01.05.2016

„Es gibt keinen Präzedenzfall“ Das ist das große Pech für J., den Papierbeauftragten im Verwaltungsdienst, der aus Versehen von seinem Vorgesetzen in einem fensterlosen Raum eingeschlossen wurde. J. hat zwar einen Zweitschlüssel, doch der bricht ab. Der Feierabend kommt und J. hat es noch nicht geschafft, sich zu befreien. Er... „Es gibt keinen Präzedenzfall“ Das ist das große Pech für J., den Papierbeauftragten im Verwaltungsdienst, der aus Versehen von seinem Vorgesetzen in einem fensterlosen Raum eingeschlossen wurde. J. hat zwar einen Zweitschlüssel, doch der bricht ab. Der Feierabend kommt und J. hat es noch nicht geschafft, sich zu befreien. Er muss also die Nacht in der Behörde verbringen. Am nächsten Morgen wird man zwar auf seine missliche Lage aufmerksam, doch was kann man tun? Es gibt keinen Präzedenzfall und somit ist eine Lösung nicht in Sicht. Im Laufe der Geschichte tummeln sich alle möglichen Leute vor seiner Türe, auch der örtliche Abgeordnete und der stellvertretende Staatssekretär. Die Presse ist genauso vertreten wie die Kirche. Alle bedauern ihn, suchen nach Lösungen, doch niemand will die Verantwortung tragen , also bleibt J. weiter in seinem Raum. Er begehrt nicht wirklich auf, denn er weiß, dass die Vorschriften wichtig sind und einzuhalten sind. Diese Geschichte ist sehr kurios und absolut grotesk. Das kleine Buch ist schnell zu lesen und doch sollte man konzentriert an die Geschichte herangehen. Einiges wird nur angedeutet und daher nur verstanden, wenn man Ire ist oder sich sehr gut auskennt in der Geschichte Irlands. Im Anhang gibt es dazu weitere Informationen. Es ist eine tragische Geschichte, die uns der irische Schriftsteller Máirtín Ó Cadhain erzählt, und die nichts desto trotz sehr unterhaltsam ist.

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