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Der ungeklärte Todesfall Hitler

Die Totgesagten leben länger

Als Anfang Mai 1945 Suchtrupps sowjetischer Geheimdienste das Gelände der Reichskanzlei und insbesondere den Führerbunker betraten, hatten sie den Auftrag Stalins, Hitler und andere Größen des Dritten Reiches gefangen zu nehmen. Möglichst lebend, um sie vor das Kriegsverbrechertribunal zu stellen, und wenn das nicht gelingen sollte, eben tot.
Beides gelang ihnen und auch den Geheimdiensten der Westalliierten nicht. Das einzige, was die sowjetischen Ermittler nach einigen Tagen fanden, das waren zwei verkohlte Leichen, die als die Leichen von Hitler und seiner Frau durch die Geschichtsbücher geistern. Von diesen Leichen wissen wir heute, dass sie absolut nichts mit Hitler und Eva Braun zu tun hatten. Höchstens indirekt, insofern nämlich, als sie vermutlich als Köder dienen sollten, um von einer weiteren Suche abzuhalten.
Für unsere Beschäftigung mit diesem Thema sind die in die Legion gehenden Veröffentlichungen über eine Flucht Hitlers und seine Verortung nach 1945 in verschiedensten Teilen der Erde nicht entscheidend gewesen, wenngleich sie natürlich auf der Basis des ungeklärten Todesfalles Hitler entstanden sind.
Anstoß für unsere Forschungen gab uns dagegen die Tatsache, dass es von Anfang an Zeugen der Ereignisse am 30.04.1945 im Führerbunker gab, welche behaupteten, es könne keine Hitlerleiche geben, weil diese im Feuer mehrerer Benzinkanister verbrannt sei und ihre Reste durch Bombenabwurf und Granateinschläge restlos beseitigt seien. Damit könnte man sich zufrieden geben. Allerdings wird das forscherische Interesse geweckt dadurch, dass trotz der spurlosen Beseitigung irgendwelcher Körperteile Hitlers Zahnprothesen und Kiefer sichergestellt worden sein sollen, mit denen der Tod Hitlers angeblich unzweifelhaft nachgewiesen werden konnte. Und das Erstaunliche: Sie wurden bei genau den Leichen „von Hitler und Frau“, die es gar nicht geben dürfte, gefunden. Allein das war schon äußerst verdächtig.
Die Russen waren sich ebenfalls nicht sicher, ob es die Leichen von Adolf und Eva Hitler waren, sie konnten es auch nicht wirklich nachweisen, aber sie waren damals froh, überhaupt zwei Leichen gefunden zu haben, die als die von Hitler und seiner Frau anerkannt wurden, ohne dass sie jemals ein Angehöriger von Hitlers Hofstaat oder gar erst ein unabhängiger ausländischer Gutachter gesehen hatte.
Grundlage des wackeligen Beweisgebäudes für Hitlers Bunkertod war vor allem die Befragung von Zeugen aus Hitlers Umfeld. Es gab Zeugen, die angaben, dabei gewesen zu sein bzw. etwas gesehen zu haben, was auch von anderen Zeugen bestätigt wurde. Es gab aber auch Zeugen, die ihre echte Zeugenschaft für bestimmte Ereignisse am 30.04.1945 im Führerbunker leugneten. Und es gab angebliche Zeugen, die gern dabei gewesen wären bei dem, was geschah, und die, obwohl es eben nicht so war, dennoch gern darüber berichteten. Das Problem bei der Auswertung der Zeugenaussagen ist es, dass diese so unglaublich widersprüchlich waren.
Es hätte sich also aufgrund verwirrender und offensichtlich falscher Zeugenaussagen und fehlender Beweise für Hitlers Tod eine offensichtlich vertuschte Flucht aus dem Bunker den Untersuchungsorganen und den Autoren entsprechender Veröffentlichungen geradezu aufdrängen müssen.
Diese Tatsache veranlasste aber kaum einen der zahllosen Autoren die sich mit dem Thema befassten, an der Behauptung, Hitler habe einen Suizid begangen und seine Leiche sei verbrannt worden, in irgendeiner Weise zu zweifeln. Dagegen beharren auch heute, nachdem sich die wenigen angeblichen Beweise für Hitlers Tod Stück für Stück in Wohlgefallen aufgelöst haben, zahlreiche Historiker und Journalisten darauf, er sei am 30.04.1945 zusammen mit seiner frisch angetrauten Frau, von eigener Hand (oder durch erwünschte fremde Hilfe – Tötung auf Verlangen) aus dem Leben geschieden.
Es besteht nach wie vor und heute umso mehr, da selbst die ehemaligen Hauptbeweise für Hitlers Tod (Schädelbruchstück, Kiefer und Prothese) nicht mehr greifen begründeter Zweifel an der bekannten Darstellung vom Tode Hitlers am 30.04.1945 im Führerbunker der Reichskanzlei.
Das veranlasste uns, unparteiisch und kritisch zu recherchieren und zu versuchen, mehr Licht in das Dunkel des Falles zu bringen und mit diesem analytisch-synthetischen Informationsmittel auch Anregung für weitere Forschungen zu liefern.
Die Ermittlungsergebnisse wurden kritisch hinterfragt und die von den sowjetischen Untersuchungsführern und in ihrem Gefolge auch von zahlreichen Autoren angeführten angeblich begründeten Vermutungen, handfesten Indizien und unwiderlegbaren Beweise, wurden massiv erschüttert und mußten als falsch charakterisiert werden.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Alfred H. Mühlhäuser
Seitenzahl 204
Erscheinungsdatum 23.05.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-934594-63-0
Verlag ASUG Verlag
Maße (L/B/H) 211/152/17 mm
Gewicht 300
Auflage 2
Verkaufsrang 48.055
Buch (Taschenbuch)
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