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Der Zirkus der Stille

Wenn sich der Vorhang zum Leben öffnet. Roman

(14)

Thaïs Leblanc wächst nach dem Tod der Mutter bei ihrer Großmutter auf, der unvergleichlichen Victoria, wie sie auf Zirkusplakaten tituliert wird. Thaïs verabscheut das Zirkusleben und zieht, kaum volljährig, nach Paris; sie will nur eins: Normalität. Doch als die Großmutter stirbt, konfrontiert deren seltsames Testament sie mit ihrer Familiengeschichte, die sie zum wundersamen Cirque perdu und seinem Direktor Papó bringt. Dort lernt Thaïs, dass man sich seinen Ängsten stellen muss und für die wichtigsten Dinge im Leben keinen Applaus von anderen braucht.

Rezension
"Goldammer gelingt es, eine ganz besonders zarte Märchenatmosphäre zu erschaffen. Diese baut er nicht nur durch seine verspielte, poetische Sprache auf, auch die Handlung ist (im wahrsten Sinne des Wortes) zauberhaft." Freundin, 20.04.2016
Portrait

Peter Goldammer, 1957 in Hamburg geboren, ging als Werbetexter in die Schweiz, baute danach eine der größten deutschen Werbeagenturen auf und lebt als freier Autor in Hamburg. Der Zirkus der Stille ist sein erster Roman.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 16.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-60043-8
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 211/134/27 mm
Gewicht 393
Verkaufsrang 40.322
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Der Zirkus der Stille
von einer Kundin/einem Kunden aus Küsnacht am 28.06.2016

Ein sehr schönes, beruhigendes Buch. Allerdings eine ausserordentliche Geschichte, fast nicht mehr glaubbar!

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Poetisch. Großartig!
von Monika Schulte aus Hagen am 22.04.2016

Poetisch. Großartig! Thais Leblanc zieht nach Paris, kaum, dass sie volljährig ist. Sie hat das unstete Zirkusleben statt, das ihr ihre Großmutter, die unvergleichliche Victoria, bietet. Thais arbeitet als Verkäuferin in einem Brautmodeladen und lebt mit ihrem Freund Daniel zusammen. Dann jedoch stirbt ihre Großmutter. Thais wird mit dem merkwürdigen... Poetisch. Großartig! Thais Leblanc zieht nach Paris, kaum, dass sie volljährig ist. Sie hat das unstete Zirkusleben statt, das ihr ihre Großmutter, die unvergleichliche Victoria, bietet. Thais arbeitet als Verkäuferin in einem Brautmodeladen und lebt mit ihrem Freund Daniel zusammen. Dann jedoch stirbt ihre Großmutter. Thais wird mit dem merkwürdigen Testament ihrer Großmutter konfrontiert. Sie zieht vorübergehend in das Haus ihrer Großmutter, fest entschlossen, das Haus so schnell wie möglich zu verkaufen, doch vorher muss sie den Cirque perdu finden, den verlorenen Zirkus. "Der Zirkus der Stille" - was für eine faszinierende Geschichte! Ein Roman, ganz leise, ganz zart. Ein Roman, der aus der Masse heraussticht. Thais, die sich nach einem normalen Leben sehnt, die in Paris mit ihrem Freund zusammenlebt. Doch als ihre Großmutter stirbt und sie in ihr Haus zieht, kann der Leser miterleben, wie sich Thais ganz langsam verändert. Das Testament ihrer Großmutter schickt sie auf die Suche nach dem verlorenen Zirkus, dem Cirque Perdu. Thais kündigt ihren Job, sie trennt sich von ihrem Freund. Sie findet den Zirkus und lernt Direktor Papó kennen. Thais, die nie etwas mit dem Zirkusleben zu tun haben wollte, wird auf den Auftritt ihres Lebens vorbereitet. Sie lernt, Dinge zu überwinden. Sie lernt, über sich hinauszuwachsen. Was ist das für ein Zirkus, ohne echte Manege, ohne Tiere, ohne wirkliche Artisten? Wie kommt es, dass dieser verlorene Zirkus so einen Zauber ausübt? "Der Zirkus der Stille" - ein außergewöhnliches Buch, poetisch, großartig! Es berührt, es ist intelligent - Literatur vom Besten! Unbedingt lesen!

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Die andere Manege, hinter dem Spiegel.
von einer Kundin/einem Kunden aus Landshut am 22.04.2016

Zum Inhalt Unter einem Zirkus der Stille konnte ich mir erst mal nichts vorstellen, da ein Zirkus doch niemals still ist. Das wunderschöne Cover und der Klappentext haben mich dennoch neugierig gemacht. Thaís Leblanc Eltern sind verstorben. Den Vater hat sie nie kennengelernt. Sie wächst bei ihrer Großmutter auf. "Die unvergleichliche... Zum Inhalt Unter einem Zirkus der Stille konnte ich mir erst mal nichts vorstellen, da ein Zirkus doch niemals still ist. Das wunderschöne Cover und der Klappentext haben mich dennoch neugierig gemacht. Thaís Leblanc Eltern sind verstorben. Den Vater hat sie nie kennengelernt. Sie wächst bei ihrer Großmutter auf. "Die unvergleichliche Madame Victoria" nennt man sie. Diesen Titel ziert jedes Zirkusplakat. Richtig glücklich ist Thaís nicht; kann sie doch mit dem Zirkusleben so gar nichts anfangen. Ihre Großmutter hat ein eigenartiges Wesen und braucht vor jeder Vorführung einen guten Schluck aus dem Flachmann. Erst dann kommt sie mit ihrem Pferd und dem Affen Mister Kismet in Schwung. Thaís hat vor Kismet richtig Angst. Als er einmal auf ihrer Schulter sitzt, sie kreischend umher läuft, denkt Madame Victoria, ihre Enkelin jauchzt vor Spaß und Freude. Thaís wird 18 Jahre alt und zieht nach Paris. Weit weg vom Zirkusmief beginnt sie eine Lehre, in einem angesagten Brautmodengeschäft. Da erhält sie die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter. Madame Victoria hinterlässt ein Testament, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Manege frei, für den letzten Auftritt der "Unvergleichlichen Madame Victoria"! Meine Meinung Wenn mir jemand vor zwei Tagen erzählt hätte, dass ich über die Organisation einer Beerdigung lachen würde, hätte ich es nicht geglaubt. Mit ihrem rostigen Cabriolet fuhr Thaís zum Beerdigungsinstitut Luban in Arles. Zu spät erschien sie in der Rue Ernest zu ihrem Termin. Jean-Baptiste ging mit ihr alle Formalitäten durch und erzählte ihr, von dem großen Auftritt, den Madame Victoria in seinem Institut hingelegt hatte. Er musste Madame mit Reitgerte und Kostüm fotografieren, da dieses ihr Leichengewand werden sollte. Besonders speziell fand ich das Testament, welches der Leichenbestatter Thaíd zeigen musste. Thaís und Jean-Baptiste haben mir Lachtränen in die Augen gezaubert. Ihre Gespräche über die Verstorbene waren einfach zu köstlich. Birnenschnaps und ein hartgekochtes Ei, erhöhten Thaís Wohlfühlfaktor! Nicht mehr ganz nüchtern fährt Thaís mit dem Taxi zu der Freundin ihrer Großmutter, um den Schlüssel für deren Haus zu holen. Madame Raphaels herzliche Art machte die Situation für Thaís etwas leichter. Zusammen fuhren sie zu Victorias Haus, mit dem großen Garten. Thaís musste sich ihrer Vergangenheit stellen. Nach und nach kampierten im Garten Wohnwägen. Thaís machte Bekanntschaft mit Cirque perdu. Ein Zirkus ohne Zelt und Tiere! Ein schäbiger Zirkus mit ungewöhnlichen Menschen. Ein Zirkus, der Hinweise auf ihre Familengeschichte barg. Ein Zirkus, der sie auf die Probe stellte. Ein Zirkus der Stille! Ein Zirkus, der sie richtig trauern lehrte! Fazit Die warmherzige Geschichte verfügt über eine Magie, die ich noch nie bei einem Zirkus erlebt habe. Die abenteuerlichen Reisen, die Thaís unternimmt, um ihre Familiengeschichte zu ergründen, sind spannend und humorvoll. Die Menschen, denen sie begegnet, muten schäbig und ohne Manieren an. Trotzdem verfügen sie über ein Wissen, welches Thaís ruhelos macht. Sie möchte erfahren, was diese sonderbaren Menschen mit ihrer Familiengeschichte zu tun haben. Sie möchte wissen, warum all diese Spurensuchen sie mit den eigenartigsten Menschen und Orten zusammenbringt. Thaís spürt viele Dinge, bevor sie passieren. Diese Fähigkeit war ihr lange Zeit verloren gegangen. Ich habe mich in dieser Zirkusgeschichte richtig wohlgefühlt. Sie hat alles, was man für pures Lesevergnügen braucht. Eine Familiengeschichte, eine Reise in die Provence, eine Reise in die Vergangenheit, das Spüren der Gegenwart und die Begegnung mit seinem inneren Kind. Wie haben alle unser inneres Kind. Es ist immer präsent. Wir beachten es nur nicht. Ich habe Thaís sehr gerne begleitet, ihr wahres Ich zu ergründen. Mir haben die schäbigen Menschen gefallen. Sie verfügen über einen Reichtum, den man nicht mit Geld erlangen kann. Der Schreibstil ist einfach nur magisch. In Zukunft wird ein Zirkusbesuch für mich sehr schwierig werden. Ich will kein Trapez! Ich will keine wilden Tiere. Ich will keine Clowns! Ich will keine Jongleure! Ich will einen Hauch Esoterik! ICH.WILL.EINEN.ZIRKUS.DER.STILLE! Ich will die andere Manege, hinter dem Spiegel. Ob mir das Ende gefallen hat? Klar, wem gefällt Magie nicht? Madame Victorias Geheimnisse konnten mich überraschen. Danke Peter Goldhammer. Ich habe jedes Wort genossen. Ach, und eh ich es vergesse: Kismet bedeutet Schicksal! Mein Dank geht an den Atlantik-Verlag !

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Das Schicksal von Thais Leblanc
von einer Kundin/einem Kunden aus Euskirchen am 20.04.2016

„Der Zirkus der Stille“ ist ein Roman von Peter Goldammer, erschienen 2016. Inhalt: Thais Leblanc wächst bei ihrer Großmutter beim Zirkus auf. Ihr gefällt das Leben nicht und mit der Volljährigkeit kehrt sie dem Zirkus den Rücken und zieht nach Paris. Als ihre Großmutter stirbt, stirbt auch ihre einzige Verwandte. Das... „Der Zirkus der Stille“ ist ein Roman von Peter Goldammer, erschienen 2016. Inhalt: Thais Leblanc wächst bei ihrer Großmutter beim Zirkus auf. Ihr gefällt das Leben nicht und mit der Volljährigkeit kehrt sie dem Zirkus den Rücken und zieht nach Paris. Als ihre Großmutter stirbt, stirbt auch ihre einzige Verwandte. Das Testament konfrontiert Thais mit ihrer Familiengeschichte. Sie stößt auf den Cirque Perdu, einen etwas anderen Zirkus, der einige wundersame Überraschungen für Thais bereithält. Meine Meinung: Beim „Zirkus der Stille“ steht nicht das Zirkusleben im Mittelpunkt, sondern Thais Familiengeschichte. Es ist ein faszinierendes und nachdenkliches Buch. Der „verlorene Zirkus“ ist einzigartig, ohne Manege, ohne Tiere. Es zeigt, dass immer mehr die schönen Dinge des Lebens verloren gehen. Es geht verloren zu Staunen und sich über die Einfachheiten und Kleinigkeiten des Lebens freuen zu können. Der Zirkus zeigt, welche Dinge im Leben wichtig sind und das man sich, wie Thais, seinen Ängsten stellen kann. Bei diesem Roman handelt es sich um das Debutbuch von Peter Goldammer. Sein Schreibstil gefällt mir. Flüssig zu lesen, wichtige Passagen und Zitate werden wiederholt und prägen sich ein. Es hat was philosophisches. Die Charaktere sind besonders detailreich beschrieben und man kann sich in Thais Situation gut hineindenken. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, ich gebe dafür 5 Sterne.

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Vorhang auf für eine Geschichte voller Magie!
von LottiLiest aus Koblenz am 17.04.2016

In der Manege ist die Vorstellung schon in vollem Gange, als der Leser Eintritt in die Zirkuswelt erhält und Thaïs – unsere Hauptfigur – mittendrin. Ein Intro voller Glanz, Magie und Zauber, das jäh unterbrochen wird von etwas, das nicht gegensätzlicher sein könnte. Denn nun begleitet der Leser Thaïs... In der Manege ist die Vorstellung schon in vollem Gange, als der Leser Eintritt in die Zirkuswelt erhält und Thaïs – unsere Hauptfigur – mittendrin. Ein Intro voller Glanz, Magie und Zauber, das jäh unterbrochen wird von etwas, das nicht gegensätzlicher sein könnte. Denn nun begleitet der Leser Thaïs auf einen der schwersten Wege. Nach dem Tod ihrer Großmutter, muss sie sich um die Beerdigung und die Hausauflösung kümmern. Schnell wird klar, dass hinter der Fassade der glanzvollen Victoria, wie die meisten Menschen Thaïs Oma kennenlernen durften, Abgründe liegen. Alkohol und Tabletten vernebeln Thaïs Kindheit, ihre Großmutter scheinbar überfordert mit der Erziehung der Enkelin. „Leben ist, wenn etwas dazwischen kommt.“ Die möchte eigentlich alles so schnell wie möglich hinter sich bringen und zurück in ihr altes Leben kehren. Wenn da nicht das ungewöhnliche Testament auftauchen würde und mit diesem der Cirque Perdu, der sein Lager auf einmal im Garten der Großmutter aufschlägt. Zirkusdirektor Papó und seine Jungs bringen Thaïs Leben durcheinander, bringen sie dazu, ihr Leben ordentlich umzukrempeln und stellen sie vor eine große Entscheidung. Peter Goldammer nimmt den Leser mit in eine Welt voller Zauber, Magie und Geheimnisse. Genauso wie Thaïs auf einmal erkennt, dass sie und ihre Großmutter doch nicht so verschieden waren, erkennt der Leser, dass ein klein bisschen Aberglauben und ein paar Rituale das Leben erleichtern und sogar verzaubern können. Der Autor wartet auf mit einer Schubkarre voller Kuriositäten und Traditionen, angeschoben von spannenden, ungewöhnlichen, aber liebenswerten Figuren. Und über ihnen ein Zirkuszelt aus Erinnerungen, Vergebung und Neuanfang. Der Zirkus der Stille steckt voller unerwarteter Ereignisse, voller tiefgehender Zitate und Weisheiten und zeigt uns die Welt des Cirque Perdu, deren Mitglieder es schaffen, den Alltag zu verzaubern und ein Gefühl, nicht nur bei Thaïs, hervorzurufen, das einen die Magie des Lebens spüren lässt und den Leser dazu bringt, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Vorhang auf für Thaïs, Papó und den Cirque Perdu!

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Zirkus als Leben
von Jennifer aus Stadtroda am 11.04.2016

INHALT Thaïs Leblancs Großmutter, die bekannte Zirkusdresseurin Madame Victoria, ist gestorben und hinterlässt ihrer 24-jährigen Enkelin ein abstruses Testament. Ihre Großmutter hat sie lang nicht mehr gesehen, denn mit 18 hatte Thaïs das Haus in Arles verlassen, um ein normales Leben fernab des Zirkus‘ in Paris zu führen. Doch Victorias... INHALT Thaïs Leblancs Großmutter, die bekannte Zirkusdresseurin Madame Victoria, ist gestorben und hinterlässt ihrer 24-jährigen Enkelin ein abstruses Testament. Ihre Großmutter hat sie lang nicht mehr gesehen, denn mit 18 hatte Thaïs das Haus in Arles verlassen, um ein normales Leben fernab des Zirkus‘ in Paris zu führen. Doch Victorias Erbe bringt sie zum Nachdenken und dazu, den in Vergessenheit geratenen Cirque perdu mit seinen ungewöhnlichen Künstlern in ihr Leben zu lassen. Eine Entscheidung, die ihr bisheriges Leben bereichern wird. MEINUNG Peter Goldammers Debütroman „Der Zirkus der Stille“ erinnert in seiner Anlage stark an Paulo Coelhos Bestseller „Der Alchimist“ . Wie Coelho vermag es Goldammer, den Leser in eine märchenhafte, längst vergessene Welt, die einige Gleichnisse und Lebensweisheiten bereithält, zu entführen. Goldammers Zirkuswelt ist im dem Sinne ungewöhnlich, weil sie keine großen Artisten, Dompteure oder Clowns benötigt. Der Cirque perdu steht symbolhaft für die aussterbende Zirkuszunft und dafür, dass viele Menschen es verlernt haben, noch zu staunen und den Moment trotz aller Ängste zu leben/zu genießen. Im Fall von Thaïs geht es auch darum, ein eigenes Leben ohne Altlasten zu führen. Das Schöne an Goldammers einnehmenden und flüssigen Erzählstil ist dabei, dass er nicht versucht den Leser vorrangig zu missionieren, sondern ihn wohldosiert dorthin führt, wo es sich nachzudenken lohnt. Psychologie und Philosophie kommen also gleichermaßen zum Zug. Inhaltlich hat es mir sehr gefallen, dass Protagonistin Thaïs durch den Cirque perdu zu ihren eigenen Wurzeln zurückfindet und einfach charakterlich durch diese am Rand der Gesellschaft stehenden Personen reift. Goldammer geht dabei auch auf das angespannte Verhältnis von Frankreich und den Sinti und Romas ein. Denn der Cirque perdu bzw. die im Buch vorkommenden Schwarzkünstler gehören wie auch heute vielerorts noch zum sog. „fahrenden Volk“. Fremdenangst und –hass werden realistisch in die Handlung eingebunden. Mit der Figurengestaltung hat sich Goldammer viel Mühe gegeben. Denn Thaïs oder die seltsame Zirkusgruppe könnten unterschiedlicher nicht sein. Man könnte gerade Letztere speziell nennen, weil sie etwas nebulös und weltfern daherkommen, aber das ist doch gerade das Besondere an ihnen. FAZIT Ein modernes, philosophisches Märchen, das gleichermaßen von alten Zeiten und Neuanfängen erzählt. Ein Roman zum Staunen, Nachdenken und Träumen.

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poetisch und romantisch
von einer Kundin/einem Kunden am 11.04.2016

Generell muss ich sagen, mag ich Bücher, die sich um das Zirkusgeschehen drehen sehr gerne... Wobei es hier schon gewaltige Unterschiede gibt. Von diesem Buch war ich sehr begeistert. Ein wunderschöner Roman... Poetisch, romantisch und dramatisch! Anders als bei anderen Zirkusgeschichten handelt es sich hier aber nicht um einen typischen... Generell muss ich sagen, mag ich Bücher, die sich um das Zirkusgeschehen drehen sehr gerne... Wobei es hier schon gewaltige Unterschiede gibt. Von diesem Buch war ich sehr begeistert. Ein wunderschöner Roman... Poetisch, romantisch und dramatisch! Anders als bei anderen Zirkusgeschichten handelt es sich hier aber nicht um einen typischen Zirkusroman, vielmehr um eine Familiengeschichte, der Zirkus steht doch weitestgehend im Hintergrund! Das Buch wird aus der Sicht von Thais erzählt. Diese ist bei ihrer Großmutter, der Artistin Viktoria aufgewachsen, doch kaum ist sie volljährig, verlässt sie das Zirkusleben. Durch den Tod ihrer Großmutter muss sie sich jedoch wieder mit ihrer Zirkusvergangenheit auseinandersetzen! Die Geschichte ist poetisch und einfühlsam geschrieben, durch die wenigen Seiten hatte ich das Buch schnell durchgelesen... Trotz der wenigen Seiten bleibt am Ende nichts offen und die Geschichte ist abgeschlossen und stimmig! Die Charaktere im Buch sind sympathisch und interessant, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen musste um zu Erfahren, welche Geheimnisse so alle ans Licht kommen!!!

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Ein Märchen
von einer Kundin/einem Kunden am 02.07.2016

Eintauchen in das Milieu des Zirkus und die Auseinandersetzung mit einer Familiengeschichte wird in diesem Buch angenehm erzählt. Für mich war die Geschichte sehr märchenhaft.

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Ein ruhiges, berührendes Debüt
von Vanessas Bücherecke am 06.05.2016

Inhalt aus dem Klappentext: Thaïs Leblanc wächst nach dem Tod der Mutter bei ihrer Großmutter auf, der unvergleichlichen Victoria, wie sie auf Zirkusplakaten tituliert wird. Thaïs verabscheut das Zirkusleben und zieht, kaum volljährig, nach Paris; sie will nur eins: Normalität. Doch als die Großmutter stirbt, konfrontiert deren seltsames Testament sie... Inhalt aus dem Klappentext: Thaïs Leblanc wächst nach dem Tod der Mutter bei ihrer Großmutter auf, der unvergleichlichen Victoria, wie sie auf Zirkusplakaten tituliert wird. Thaïs verabscheut das Zirkusleben und zieht, kaum volljährig, nach Paris; sie will nur eins: Normalität. Doch als die Großmutter stirbt, konfrontiert deren seltsames Testament sie mit ihrer Familiengeschichte, die sie zum wundersamen Cirque perdu und seinem Direktor Papó bringt. Dort lernt Thaïs, dass man sich seinen Ängsten stellen muss und für die wichtigsten Dinge im Leben keinen Applaus von anderen braucht. Meinung: Findet ihr das Thema Zirkus auch so faszinierend? Als ich das Cover in der Verlagsvorschau sah, hatte ich sofort ein Bild von Schaustellern und alten, antiken Zirkuswagen im Kopf. Ich mag dieses Bild unheimlich gerne und war gespannt, ob es mir in diesem Roman begegnen würde... Die Geschichte startet Ende der 70er Jahre. Thaïs kehrt zur Beerdigung ihrer Großmutter in die Provence zurück. Ihre Mutter ist bereits früh verstorben und ihre Großmutter war alles, was ihr noch an Familie geblieben ist. Früher war ihre Großmutter selber eine große Pferdedresseurin im Zirkus, über die Jahre aber ist sie mehr und mehr dem Alkohol verfallen. Nun hinterlässt sie Thaïs die Hälfte des Hauses, die andere Hälfte geht aber an eine Person namens Papó. Rechtliche Relevanz scheint diese Verfügung zwar nicht zu haben, trotzdem ist Thaïs gewillt, den Zirkusleuten eine Chance zu geben. So trifft sie also bei der Beerdigung den geheimnisvollen Papó, der den "Cirque perdu", den Verlorenen Zirkus, führt. Papó leitet Thaïs an, an ihrer Trauer und ihren Gefühlen zu arbeiten, so dass Thaïs letztendlich vor der Frage steht, was sie für ihr Leben eigentlich möchte. Ich mochte Thaïs sehr gerne. Sie ist eine ruhige, junge Frau, die schon einige Verluste in ihrem jungen Leben hinnehmen musste. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt, die Mutter ist früh gestorben und der Alkohol hat ihr nach und nach auch ihre Großmutter genommen. Das Zirkusleben wollte Thaïs eigentlich nie für sich haben, lieber wählte sie den Weg einer Ausbildung zur Verkäuferin und einem Leben in Paris. Doch wirklich glücklich scheint sie dort nicht geworden zu sein. Der Tod ihrer Großmutter und die Begegnung mit Papó lassen Thaïs sich mit sich und ihrem Leben, und besonders mit ihren Gefühlen auseinandersetzten. Peter Goldammer hat eine wirklich sehr schöne Bildsprache und es geschafft, den klassischen Zirkus vor meinen Augen auferstehen zu lassen, mit den tollen Zirkuswagen, Zigeunern und einer freien Manege - geheimnisvoll und mysteriös. Wer z. B. den Film Chocolat kennt, wird bestimmt wissen, wovon ich rede. Das Buch ist ruhig erzählt, sehr einfühlsam und manchmal auch ein wenig schwermütig, was aber sehr schön zu der Thematik passt. Einzig Thaïs Figurenentwicklung ging mir stellenweise ein wenig zu schnell voran, bzw. ihre Gedankengänge und -überlegungen hätten vielleicht noch ein wenig mehr ausgearbeitet werden können, um runder zu wirken. Auch etwas mehr Tiefe über bzgl. ihrer Vergangenheit habe ich vermisst, denn es kam nicht deutlich genug rüber, warum Thaïs so eine Aversion gegen den Zirkus hat. Ansonsten aber bin ich von diesem Debüt sehr beeindruckt. Viele Denkanstöße sorgen dafür, dass das Buch einem in Erinnerung bleibt und man sich auch über die Lektüre hinaus damit auseinander setzt. Erzählt wird in der ersten Person aus Thaïs Sicht, die Kapitel sind moderat lang, manchmal etwas kürzer, manchmal länger und schön aufgegliedert, so dass das Buch kurzweilig und einnehmend zu lesen ist. Vielen Dank an den Atlantik Verlag für das Rezensionsexemplar. Fazit: Ein schönes, ruhiges und nachdenklich stimmendes Debüt. Der Zirkus der Stille hat mich berührt und zum Nachdenken angeregt. Peter Goldammer hat einen sehr schönen, bildhaften Erzählstil und ich hoffe, dass man künftig noch mehr von diesem Autor zu lesen bekommt. Mir hat die Reise mit Thaïs und ihrem Cirque Perdu gut gefallen. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten

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Herrlich zum Staunen und Träumen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Herrenberg am 03.05.2016

In ?Zirkus der Stille? tauchen wir ein in die Welt von Thais. Sie stammt aus einer Zirkusfamilie, hat aber außer ihrer Großmutter keine Verwandten mehr, denkt sie. Als ihre Großmutter stirbt, wird sie mit ihrem letzten Wunsch überrumpelt. Sie soll das Haus mit einem Mann teilen, den sie nicht kennt. Wie der... In ?Zirkus der Stille? tauchen wir ein in die Welt von Thais. Sie stammt aus einer Zirkusfamilie, hat aber außer ihrer Großmutter keine Verwandten mehr, denkt sie. Als ihre Großmutter stirbt, wird sie mit ihrem letzten Wunsch überrumpelt. Sie soll das Haus mit einem Mann teilen, den sie nicht kennt. Wie der Mann und Thais zueinander gehören und auf welche Probe er sie stellt, das kann man in dem tollen Buch von Peter Goldammer nachlesen. Meine Meinung: Das Buch fesselt den Leser von der ersten Seite an. Die Protagonistin ist sehr sympathisch beschrieben und man fühlt mit ihr. Alle Entscheidungen die sie trifft sind logisch aufgebaut, man hat nicht das Gefühl, dass sie völlig abgedreht ist. Die Traditionen der Roma und Sinti sind in ?Zirkus der Stille? wunderschön eingebettet und beschrieben. Ich denke hier kann jeder etwas für sich mitnehmen. Weiterhin finde ich gut, dass das Buch nicht in der heutigen Zeit, sondern vor ein paar Jahrzehnten spielt. Denn Smartphone und co. Hätten die tolle Atmosphäre des Buches und auch seinen Zauber total zerstört. Da ich mit dem Ende persönlich ein wenig unzufrieden bin, bleibt ?Zirkus der Stille? für mich ein sehr gutes 4-Sterne Buch. Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Peter Goldammer!

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Das Leben ist ein Zirkus ...
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 24.04.2016

Thais erreichte eine schlechte Nachricht, ihre Großmutter ist verstorben und sie als einzige Erbin muss aufs Land und in die Vergangenheit reisen. Eigentlich wollte Thais das alles hinter sich lassen, ihre furchtbare Kindheit, das Zirkusleben und ihre trinkende Großmutter und jetzt steht sie da, vor einem Testament, was es... Thais erreichte eine schlechte Nachricht, ihre Großmutter ist verstorben und sie als einzige Erbin muss aufs Land und in die Vergangenheit reisen. Eigentlich wollte Thais das alles hinter sich lassen, ihre furchtbare Kindheit, das Zirkusleben und ihre trinkende Großmutter und jetzt steht sie da, vor einem Testament, was es ihr nicht leicht macht und sie vor einige Rätsel stellt. Ihre Großmutter war nicht nur zu Lebzeiten eine beeindruckende Frau, sondern auch die unvergleichliche Madame Victoria aus dem Zirkus und auch am Ende macht sie ihren Namen alle Ehre und offenbart ihrer Enkelin ein Geheimnis, aber natürlich bleiben mehr Fragen für Thais offen, als das sie eine geklärt bekommt. Welches Geheimnis hat Victoria immer verborgen? Was wird Thais erfahren? Und kann sie mit der Vergangenheit abschließen? Wohin wird sie das alles führen? Ich bin ja ehrlich gesagt kein Freund von Zirkusgeschichten und auch nicht vom Zirkus. Für mich ist dieses Leben so fremd und ganz schwer vorstellbar. Außerdem mag ich den Geruch oft nicht und allein der Gedanke immer eine gute Show machen zu müssen, mit einem Lächeln, schrecklich. Ganz ehrlich, diese Faszination erschließt sich mir nicht, aber natürlich, gibt es auch bei mir Ausnahmen, denn bei Akrobatik schau ich schon gern zu. Aber hier sprach mich einfach die Hauptfigur an, eine junge Frau, die damit aufwächst und auch nichts damit anfangen kann, da wollte ich natürlich mehr darüber wissen und so musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Thais ist also im Zirkus bei der Großmutter aufgewachsen und hatte sehnlichst den Wunsch, diesen sofort zu verlassen, wenn sie volljährig ist. Was sie auch tut und alles hinter sich lässt, ich fand es total verständlich, denn ihre Großmutter trank, hatte kein Verständnis für ihre Enkelin und nahm sie mehr auf den Arm, als ihr Liebe und Zuneigung zu geben. Außerdem hat Thais nie erfahren, wer ihr Vater war und ihre Mutter ist früh gestorben. Man fragte sich bei den ersten Seiten immer, warum die Großmutter ihr es nicht verraten hat, wer war ihr Vater, was ist damals passiert und warum benimmt sie sich ihrer Enkelin so unnahbar gegenüber. Dieses große Geheimnis schwebt förmlich greifbar über allen und doch entflieht es beim Lesen immer. So muss sich Thais also mit ihrem Erbe und Victorias Geheimniskrämereien auseinandersetzten und findet Stück für Stück ein bisschen mehr ihr eigenes Leben zurück. Thais denkt über ihre Vergangenheit nach, über ihre Gegenwart, und wie das alles zusammenspielt und natürlich die große Aufgabe, die ihre Großmutter zurückgelassen hat, nämlich die Reise zu ihren Wurzeln. In dieser Geschichte sorgt der Zirkus nur für den Rahmen und macht Platz für Peter Goldammers Familiengeschichte. Er erzählt leichtfüßig, ruhig und doch fesselnd über die ungewöhnliche Zusammenstellung dieser Zirkusfamilie und lässt seine Hauptfigur eine Reise zu sich selbst antreten. Alles was immer im Dunklen lag, öffnet sich und langsam erwacht das Verständnis und der eigene Wille, was Thais im Leben überhaupt möchte, ob es wirklich immer Normalität war. Mir hat diese Entdeckung unheimlich gut gefallen und viele Stellen waren einfach unglaublich toll und ich empfand das in der Geschichte, soviel noch mehr steckte. Allein das Zusammenspiel der vielen Kulturen fand ich ganz stark in Worte dargestellt und ist aktueller denn je. So fand ich die Geschichte gut gewählt, mit vielen kleinen Weisheiten und Lebenserkenntnissen bestückt und doch hat mich das Ende was unschlüssig zurückgelassen. Ich muss gestehen, ohne was verraten zu wollen, das mir diese Mischung teils aus Fiktion und Realität immer etwas schwer fällt zu verstehen, die Grundaussage verstehe ich schon, aber der Rest schwebt immer ein bisschen in der Luft und so war es für mich leider auch hier, was aber immer Geschmacksache ist. Ein starkes Debüt, mit einer tollen Sprache und wunderbaren Ansätzen, der einen manchmal zum Lachen bringt, oder auch melancholisch stimmt. Dieser Besuch in der Manege hat sich auf jeden Fall gelohnt und zeigt wieder mal, dass das Leben wie ein Zirkus ist.

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Der Zirkus der Stille
von Sabine aus Aachen am 24.04.2016

Es war vor allem das wunderschöne Cover, das mich magisch angezogen und neugierig auf die Geschichte gemacht hat – und auch wenn das Buch ganz anders war als erwartet, hat es mir dennoch sehr gut gefallen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Thaïs, die nach dem Tod der Eltern... Es war vor allem das wunderschöne Cover, das mich magisch angezogen und neugierig auf die Geschichte gemacht hat – und auch wenn das Buch ganz anders war als erwartet, hat es mir dennoch sehr gut gefallen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Thaïs, die nach dem Tod der Eltern bei ihrer Großmutter Madame Victoria aufgewachsen ist. Doch mit dem Zirkusleben kann sie nichts anfangen und sehnt sich nach Normalität – und verlässt sobald möglich den Zirkus. Doch als ihre Großmutter stirbt, holt sie die Vergangenheit ein und mit ihr der wundersame Cirque perdu, der ihr die Augen öffnet und sie vor eine schwierige Entscheidung stellt. Mich hat das Buch gleich von der ersten Seite an gepackt, und ich wurde entführt in eine andere Welt. Dabei darf man jetzt aber nicht denken, dass es in dieser Geschichte rein um das Zirkusleben geht, mit Clowns, Dompteuren und Zauberern – nein, es ist mehr eine Suche nach sich selbst, nach dem Respekt vor dem Leben und nach der Chance auf das Staunen, das die Welt bedeutet. Ich könnte gar nicht sagen, in welches Genre ich die Geschichte einordnen sollte, dafür bietet sie einfach zu viel. Es gibt witzige Passagen, bei denen ich schmunzeln musste, ernste, die mich haben innehalten und nachdenken lassen sowie abenteuerliche, in denen man Thais auf ihrer wunderbaren Suche nach dem Cirque perdu begleitet. Immer aber habe ich die Geschichte als magisch empfunden, sie hat mich berührt und mich auch über das eigene Handeln nachdenken lassen. Ich habe mich in der Geschichte sehr wohl gefühlt, wohl auch des angenehmen und einfühlsamen Schreibstils wegen. Er ist dicht und atmosphärisch, an anderen Stellen aber auch leichtfüßig und locker – so schafft er immer genau die Stimmung und Atmosphäre, die die jeweilige Situation braucht. Die Charaktere sind alles andere als stereotyp und haben mir gut gefallen. Zwar konnte ich Thaïs in vielen Dingen nicht verstehen, trotzdem aber fand ich sie sympathisch, vor allem, weil sie sich einlässt auf die Suche nach sich selbst, sie bereit ist, dafür auch Opfer zu bringen und ihr Ziel nicht aus den Augen verlässt. Auch die Zirkusleute sind mir sofort ans Herz gewachsen – egal, ob es der brummelige Rumäne war, der liebenswert Bajou oder der stolze Papó – sie haben mir alle gefallen und so eigentümlich sie auch waren, haben sie ihr Herz am rechten Fleck und stellen sich dem Leben – mit all seinen Höhen und Tiefen. Gerade das erste und letzte Drittel des Buches haben mir sehr gut gefallen, da habe ich die Magie und den Zauber der Geschichte in jedem Satz spüren können. Im Mittelteil dagegen hat sich das für mich ein wenig verloren – damit meine ich die Abschnitte mit Daniel und auch die an eine Schnitzeljagd erinnernde Suche nach dem Cirque perdu. Zwar waren auch diese Passagen nicht schlecht und haben mich gut unterhalten, sie waren aber einfach nicht so magisch und zauberhaft wie Anfang und Ende der Geschichte. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt überzeugt – einfach weil es eine besondere Geschichte ist, die einen ganz eigenen Zauber hat, der mich oft hat innehalten lassen. Und am Ende habe ich das Buch mit einem guten Gefühl im Bauch zugeschlagen – daher gebe ich gerne 4 von 5 Sternen. Mein Fazit Zauberhaft und magisch würde ich diese Geschichte bezeichnen, bei der man die sympathische Protagonistin auf ihrer Reise zu sich selbst begleitet. Ein wunderschöner Schreibstil, der Atmosphäre schafft, und Charaktere, die alles andere als stereotyp sind, machen die Lektüre zu einem Genuss und gerade das erste und letzte Drittel haben mich sehr berührt. Da mir im Mittelteil der Zauber etwas gefehlt hat, gebe ich 4 von 5 Sternen, empfehle das Buch aber dennoch allen, die sich auf eine wundersame Reise einlassen möchten.

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Welches Leben will ich ich leben?
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 21.02.2016

Thais steht vor der Frage - oder wird sie dazu gezwungen - diese zu stellen und zu beantworten? Welches Leben will ich leben, eine radikale Alternative zwischen der Normalität und dem Weg in die Unsicherheit, Unangepasstheit, Fremdheit? Reicht die Belohnung , das Staunen zu lernen aus, um diesen... Thais steht vor der Frage - oder wird sie dazu gezwungen - diese zu stellen und zu beantworten? Welches Leben will ich leben, eine radikale Alternative zwischen der Normalität und dem Weg in die Unsicherheit, Unangepasstheit, Fremdheit? Reicht die Belohnung , das Staunen zu lernen aus, um diesen Weg zu gehen? Etwas märchenhafter Plot , aber zumindest eine spannende Frage an das eigene Leben, befinden wir uns auf dem für uns vom "Kismet" vorgezeichneten Weg, wollen wir den finden oder in der Bequemlichkeit aushalten. Viel Freude beim Nachdenken - mal eine originelle Geschichte.

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Der Zirkus der Stille
von leseratte1310 am 11.05.2016

Thaïs Leblanc wächst nach dem Tod der Mutter bei ihrer egozentrischen Großmutter auf, die bekannte Madame Victoria. Als Thaïs volljährig ist, verlässt sie den Zirkus, um ein „normales“ Leben zu führen. Doch nach einigen Jahren stirb die Großmutter und hinterlässt ein merkwürdiges Testament. Das veranlasst Thaïs, mehr über die... Thaïs Leblanc wächst nach dem Tod der Mutter bei ihrer egozentrischen Großmutter auf, die bekannte Madame Victoria. Als Thaïs volljährig ist, verlässt sie den Zirkus, um ein „normales“ Leben zu führen. Doch nach einigen Jahren stirb die Großmutter und hinterlässt ein merkwürdiges Testament. Das veranlasst Thaïs, mehr über die Familie erfahren zu wollen. Sie gerät an den Cirque perdu und seinen Direktor Papó. Es gefällt ihr dort. Doch schon bald verabschiedet sich die Truppe und der Direktor fordert von ihr, dass sie den Cirque perdu mit seinen Leuten finden muss, wenn sie ein Wiedersehen will. Die Geschichte ist sehr poetisch und aus der Sicht von Thaïs erzählt. Sie wird durch den Tod ihrer Großmutter gezwungen, sich mit ihrer Geschichte und der Geschichte ihrer Familie auseinander zu setzen. Dieser kleine Zirkus hat nicht die großen Attraktionen, die uns mit offenem Mund staunen lassen. Hier sind es die kleinen Momente, die man mit allen Sinnen erleben kann. Hier gelingt es Thaïs herauszufinden, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Figuren sind sehr unterschiedlich. Auch wenn sie mir nicht nahekommen sind, so sind es doch sehr interessante Persönlichkeiten. Es ist eine etwas verrückte und auch märchenhafte Geschichte, die mich aber nicht so wirklich gepackt hat. Auch das Ende konnte ich nicht richtig nachvollziehen, für mich bleiben viele Fragen offen.

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