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Der Zug der Waisen

Roman

(1)
Ein bewegender Roman über ein vergessenes Kapitel der amerikanischen Geschichte


New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor ... Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.


Rezension
"Ein Juwel!"
Portrait
Christina Baker Kline wuchs in England und in den Vereinigten Staaten auf. Sie hat Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet und sich als Buchautorin und Herausgeberin von Anthologien einen Namen gemacht. Ihr Roman "Der Zug der Waisen" war in den USA ein großer Erfolg und hielt sich monatelang an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste. Mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen lebt die Autorin in Montclair, New Jersey.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 352, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.11.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783641130398
Verlag Goldmann
Verkaufsrang 1.467
eBook (ePUB)
8,99
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Alexandra Sand, Thalia-Buchhandlung Landau

Wunderschöner und berührender Roman bei dem sich mir sogar Tränen in die Augen geschlichen haben. Ich kann das Buch guten Gewissens jedem empfehlen. Wunderschöner und berührender Roman bei dem sich mir sogar Tränen in die Augen geschlichen haben. Ich kann das Buch guten Gewissens jedem empfehlen.

„Schicksale“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Christina Baker Kline hat Realität und Fiktion zu einer wunderbaren Geschichte verbunden. Durch die Geschichte von Vivian (die als Niamh mit ihren Eltern und Geschwistern aus Irland in die USA einwanderte) erfahren wir von den Zügen mit Waisen, die durch die USA fuhren, auf der Suche nach neuen Eltern für die Kinder. Das passiert auch Christina Baker Kline hat Realität und Fiktion zu einer wunderbaren Geschichte verbunden. Durch die Geschichte von Vivian (die als Niamh mit ihren Eltern und Geschwistern aus Irland in die USA einwanderte) erfahren wir von den Zügen mit Waisen, die durch die USA fuhren, auf der Suche nach neuen Eltern für die Kinder. Das passiert auch mit Vivian. Nach einigen negativen Erfahrungen kommt sie bei einer Familie unter, die sie wie eine Tochter aufnehmen. Jahre später rollt Vivian mit der jungen Schülerin Molly ihre Vergangenheit noch mal neu auf. Molly selber hat schon reichlich Erfahrung mit Pflegefamilien gesammelt. Sie hilft Vivian jetzt herauszufinden, was damals wirklich mit ihren Eltern und Geschwistern passiert ist. Sie stoßen dabei auf einigen Überraschungen.
Mir hat diese Geschichte sehr gefallen. Die Verbindung von Realität und Fiktion ist Kline sehr gut gelungen. Man wundert sich, wie es den vielen Kindern vergangen ist. Einige Kinder, sowie Vivian, werden Glück gehabt haben, aber sämtliche werden auch ganz bestimmt kein so gutes Schicksal getroffen haben. Sehr interessant!

„Bitte lesen!“

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

“Eine aufwühlende, dramatische, traurig machende und trotzdem Glück schenkende Leseerfahrung.“ Dieser Satz aus der Rezension von Alex Dengler sagt eigentlich alles über diesen spannenden, einfühlsamen Roman. Dieses Buch muss man lesen wenn man gerne Familiengeschichten mit geschichtlichem, wahren Hintergrund liest.
Auf jeden Fall empfehlenswert!
“Eine aufwühlende, dramatische, traurig machende und trotzdem Glück schenkende Leseerfahrung.“ Dieser Satz aus der Rezension von Alex Dengler sagt eigentlich alles über diesen spannenden, einfühlsamen Roman. Dieses Buch muss man lesen wenn man gerne Familiengeschichten mit geschichtlichem, wahren Hintergrund liest.
Auf jeden Fall empfehlenswert!

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Die Geschichte einer ungewöhnlichen generationsübergreifenden Freundschaft. Berührend und verständnisvoll erzählt. Die Geschichte einer ungewöhnlichen generationsübergreifenden Freundschaft. Berührend und verständnisvoll erzählt.

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Eine Geschichte zweier Frauen, die sich durch Zufall treffen und doch viel gemeinsam haben. Unbedingt lesen!! Eine Geschichte zweier Frauen, die sich durch Zufall treffen und doch viel gemeinsam haben. Unbedingt lesen!!

„Auf der Suche nach einem Zuhause...“

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Dieser Roman spielt vorrangig In Amerika der 30iger Jahre. Niamh, neun Jahre alt, kommt mit ihrer Familie von der irischen Westküste in New York an. Der Vater hat in Irland nie genug für den Unterhalt seiner sechsköpfigen Familie verdient, in New York wird es nicht besser.
Bei einem Wohnungsbrand verliert Niamh ihre komplette Familie
Dieser Roman spielt vorrangig In Amerika der 30iger Jahre. Niamh, neun Jahre alt, kommt mit ihrer Familie von der irischen Westküste in New York an. Der Vater hat in Irland nie genug für den Unterhalt seiner sechsköpfigen Familie verdient, in New York wird es nicht besser.
Bei einem Wohnungsbrand verliert Niamh ihre komplette Familie und wird von einer wohltätigen Organisation mit dem Zug voller Waisenkinder in den mittleren Westen geschickt. Eine Reise ins Ungewisse. „Nach und nach habe ich einige Informationen zusammengetragen: Dass Babys immer zuerst ausgewählt werden, dann ältere Jungen, beliebt bei den Farmern wegen ihres robusten Körperbaus und ihrer kräftigen Muskeln. Die Letzten, die ausgesucht werden sind Mädchen wie ich, zu alt, um noch zu Damen erzogen zu werden, zu jung, um im Haushalt einen große Hilfe zu sein, und nicht besonders nützlich auf dem Feld.“
Niamh kommt zu den Byrnes, die sich immer eine Tochter, insgeheim schon „Dorothy“ genannt, gewünscht haben. Aus Niamh wird Dorothy, sie wird allerdings nicht wie einen Tochter behandelt, sondern verstärkt die Belegschaft der Näherinnen, die für die Byrnes arbeiten und darf nicht, wie eigentlich geplant, die Schule besuchen. Dorothy leistet zunächst Zuarbeiten, wird dann immer besser und wird von einer älteren Näherin, Fanny, unter ihre Fittiche genommen. Als die Byrnes durch Aktienfall mittellos werden, wird Niamh an eine weitere Pflegefamilie vermittelt….
Mir hat der Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht, sehr gut gefallen. Im Anhang des Buches finden sich Fotos und Hintergrundinformationen zu des sogenannten „Orphan Trains“. Die Rahmenhandlung, die in der heutigen Zeit spielt, tritt sehr in den Hintergrund, ist aber für einen „runden“ Schuss der Handlung notwendig.Toll, mein Weihnachtstipp!!!

„„…Sie hat sich mit dem zufrieden zu geben, was sie bekommt, und das ist selten das, was sie sich wünscht…““

Johanna Gramacho Narloch, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

"Der Zug der Waisen" erzählt ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte: die "Orphan Trains", mit denen Waisenkinder durch Amerika gefahren und verkauft wurden. Baker Kline schafft hier eine Aufarbeitung dieser Ereignisse in Verbindung mit der Gegenwart. Sie erzählt die Lebensgeschichte der 90jährigen Vivian, die zu ebenjenen "Der Zug der Waisen" erzählt ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte: die "Orphan Trains", mit denen Waisenkinder durch Amerika gefahren und verkauft wurden. Baker Kline schafft hier eine Aufarbeitung dieser Ereignisse in Verbindung mit der Gegenwart. Sie erzählt die Lebensgeschichte der 90jährigen Vivian, die zu ebenjenen Waisenkindern zählte und der 17jährigen Molly, einer aufsässigen Halbwaisen, die schon in verschiedenen Pflegefamilien leben musste. Es entwickelt sich eine einfühlsam erzählte Freundschaft zweier starker Frauen. Ein sehr bewegender Roman über Verlust, Mut und Freundschaft, der auch für Jugendliche empfehlenswert ist.

„wenig bekannt und historisch bedeutsam...“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Die Erzählung über die sogenannten Waisenzüge ist wahr und ein eher trauriges Kapitel der amerikanischen Geschichte. Zwischen 1854 und 1929 wurden mehr als 250 000 verwaiste, obdachlose oder verlassene Kinder von verschiedenen sozialen Organisationen in den mittleren Westen geschickt - um in Pflegefamilien ein neue Heimat zu finden. Die Erzählung über die sogenannten Waisenzüge ist wahr und ein eher trauriges Kapitel der amerikanischen Geschichte. Zwischen 1854 und 1929 wurden mehr als 250 000 verwaiste, obdachlose oder verlassene Kinder von verschiedenen sozialen Organisationen in den mittleren Westen geschickt - um in Pflegefamilien ein neue Heimat zu finden. Manche von ihnen wurden herzlich aufgenommen , viele wurden als billige Arbeitskräfte gehalten und andere wurden geschlagen und misshandelt. Ein schweres Trauma hatten allerdings alle : das Gefühl der Entwurzelung und das Fehlen der eigenen Identität in jeglicher Hinsicht. Dem Schicksal dieser Kinder gewidmet, ist dieses Buch schon fast ein Denkmal zu nennen... am Beispiel Vivian zeigt es, wie viel ein Mensch zu bewältigen vermag und wie viel ein junger rebellischer Mensch wie Molly daraus für das eigene Leben ziehen kann ..ein wunderbares, bewegendes Buch mit Schicksalen und tiefgehenden Freundschaften die einen sofort mitnehmen !

Gina Samuelsen, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Das Buch ist schön & traurig zugleich. Die Autorin lässt durch ihren Schreibstil in die Hauptpersonen einfühlen und durch unerwartete Wendungen ist es spannend. Ein absolutes muss! Das Buch ist schön & traurig zugleich. Die Autorin lässt durch ihren Schreibstil in die Hauptpersonen einfühlen und durch unerwartete Wendungen ist es spannend. Ein absolutes muss!

„Ein vernachlässigter Aspekt der amerikanischen Geschichte...“

Kathleen Weiland, Thalia-Buchhandlung Bremen

Vivian Daly wurde als Kind mit den Waisenzügen durch Amerika verschickt, unterwegs lernt sie viele Menschen kennen und erlebt sowohl schöne als auch schreckliche Dinge. Aber sie kann mit niemandem darüber reden bis sie eine junge Ausreißerin trifft...

Der Roman befasst sich mit einem vernachlässigtem Aspekt der amerikanischen Geschichte
Vivian Daly wurde als Kind mit den Waisenzügen durch Amerika verschickt, unterwegs lernt sie viele Menschen kennen und erlebt sowohl schöne als auch schreckliche Dinge. Aber sie kann mit niemandem darüber reden bis sie eine junge Ausreißerin trifft...

Der Roman befasst sich mit einem vernachlässigtem Aspekt der amerikanischen Geschichte und zwar mit dem Transport von New Yorker Waisen in den Westen USA als billige Arbeitskräfte.

Der Roman ist wunderschön geschrieben und die Charaktere sind glaubwürdig, aber, mir persönlich, kam das Ende etwas zu abrupt.

Ein Roman für alle die auf tragische Familiengeschichten stehen.

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Kundenbewertungen


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Ein absolutes Highlight.
von Petra Donatz aus Solingen am 06.04.2015

Klappentext New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist... Klappentext New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor ... Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen. Über die Autorin Christina Baker Kline wuchs in England und in den Vereinigten Staaten auf. Sie hat Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet und sich als Buchautorin und Herausgeberin von Anthologien einen Namen gemacht. Ihr Roman "Der Zug der Waisen" war in den USA ein großer Erfolg und hielt sich monatelang an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste. Mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen lebt die Autorin in Montclair, New Jersey. Meine Meinung Story Dieses berührende Buch hat mich mit seinem Charme und seinen tollen Charakteren sofort in seinen Bann gezogen. Die Story hat an sich zwei Handlungsstränge, die einmal in der heutigen Zeit und ein anderer in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts handeln. In der heutigen Zeit lernen wir die Teenagerin Molly kennen. Eine Rebellin wie es im Buche steht. Die schon etliche Pflegefamilien durch hat, halt wegen ihres aufsässigen Charakters. Doch hinter der dunklen Fassade dieses Gothik Mädchens, mit ihren etlichen Piercings und zentnerweise Make up, verbirgt sich eine sensible und einfühlsame Person, die nur darauf wartet geliebt zu werden. Da sie in der Bücherei ein Buch gestohlen hat, muss sie Sozialstunden abarbeiten. Diese soll sie bei der 91. Jährige Vivian Daly abarbeiten. Molly soll deren den Dachboden ausmisten. Die beiden unterschiedlichen Frauen schließen schon bald Freundschaft und merken das sie eigentlich garnicht so unterschiedlich sind. Der zweite Handlungsstrang umfasst dann die Erzählungen von Vivian, was sie damals als Waisenkind erlebt hat. Es wird sehr schnell deutlich, dass beide Frauen so ziemlich das Gleiche durchgemacht haben, ja sogar auf der Suche nach dem Selbigen sind, nämlich Liebe, Geborgenheit und einem Zuhause. Beide Geschichten fließen zu einem großen Ganzen zusammen und bilden eine bewegende Geschichte, die dem Leser noch lange zu denken geben wird. Schreibstil Christina Baker Kline hat einen fesselnden Schreibstil, der einen sofort begeistert und für sich einnimmt. Sie beschreibt die Geschehnisse so realistisch, dass man meinen könnte sie selbst erlebt zu haben. Charaktere Die Protagonistinnen in diesem Buch sind mir schnell ans Herz gewachsen und sofort war Sympathie vorhanden. Sie sind authentisch und ihre Handlungen lassen sich gut nachvollziehen. Ich hatte selten ein Buch, bei dem mich die Charaktere so fesseln konnten wie hier bei diesem. Mein Fazit Ein absolutes Lesehighlight für mich. Eine tolle, faszinierende Handlung mit tollen Charakteren. Von mir eine klare Leseempfehlung und volle fünf von fünf Sternen, mit einem Plus dahinter.

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Großartig und berührend
von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Im Zug der Waisen behandelt die Autorin ein wahres und sehr dunkles Thema der amerikanischen Geschichte. Hunderttausende Waisenkinder wurden in den 20iger- und 30iger Jahren von New York aus in Züge, sogenannten "Orphantrains", gesetzt und durch das Land verschickt um diese als meist billige Arbeitskräfte auf Farmen und Fabriken... Im Zug der Waisen behandelt die Autorin ein wahres und sehr dunkles Thema der amerikanischen Geschichte. Hunderttausende Waisenkinder wurden in den 20iger- und 30iger Jahren von New York aus in Züge, sogenannten "Orphantrains", gesetzt und durch das Land verschickt um diese als meist billige Arbeitskräfte auf Farmen und Fabriken an adoptionswillige Eltern zu vermitteln. Die Kinder wurden wie auf Sklavenmärkten ausgestellt und die bereitwilligen Eltern hatten ein 90-tägiges Rückgaberecht. Die Kinder kamen meist von einem Elend in das nächste. Das Buch fängt im heutigen Amerika mit der Geschichte der 17-jährigen Halbwaisen Molly an. Molly wurde zu 50 Sozialstunden wegen eines geklauten Buches verdonnert. Diese soll sie bei der 91-jährigen Vivian abarbeiten. Die beiden verstehen sich auf Anhieb - haben sie doch viel Gemeinsamkeiten. Vivian erzählt Molly ihre unglaublich berührende Lebensgeschichte. Mit 9 Jahren verliert Vivian, Tochter irischer Einwanderer ihre Familie bei einem Hausbrand. Zusammen mit anderen Waisenkindern wird sie in einen Zug gesetzt und in den Westen verschickt. Sie kommt als Näherin zu einem lieblosen Paar, dass sie unter schrecklichen Bedingungen hält. Als man sie nicht mehr gebrauchen kann, wird für Vivian das Leben nur noch schlimmer, als man sie zu einer Familie bringt, die in völlig desolaten Verhältnissen lebt. Nach einem verhinderten Missbrauchsvorfall , schmeißt man sie kurzerhand bei Nacht und Eiseskälte hinaus. Sie sucht Zuflucht bei ihrer geliebten Lehrerin und endlich wendet sich Vivians Leben zum Besseren. Unglaublich spannend und fesselnd von der ersten Seite an. Großartig und berührend. Ein wirkliches Lesehighlight. Sehr empfehlenswert.

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Zug ins Ungewisse
von Everett am 21.02.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Anfang des 20. Jahrhunderts werden Waisenkinder in Zügen von der Ostküste in den mittleren Westen der USA gebracht und an neue Familien vermittelt. Die Kinder reisen ins Ungewisse und kommen oft nicht in ein neues, liebevolles Haus, sondern werden als billige Arbeitskräfte missbraucht. So ergeht es auch der erst neunjährigen... Anfang des 20. Jahrhunderts werden Waisenkinder in Zügen von der Ostküste in den mittleren Westen der USA gebracht und an neue Familien vermittelt. Die Kinder reisen ins Ungewisse und kommen oft nicht in ein neues, liebevolles Haus, sondern werden als billige Arbeitskräfte missbraucht. So ergeht es auch der erst neunjährigen Niamh, die mit ihren Eltern aus Irland einwandert und diese dann bei einem Wohnungsbrand verliert. Im Laufe ihrer Geschichte wird auch ihr Namen geändert und man lernt sie als Vivian kennen. Sie trifft als alte Frau auf die junge Molly und erzählt ihre Geschichte. Denn Molly wird in der heutigen Zeit von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht. Vivian und Molly erzählen ihre Geschichte in der Ich-Form, ohne gefühlsduselig zu sein. Gerade diese unsentimentale Art lässt einen als Leser voll in die Geschichte eintauchen, lässt einen mitfühlen und man kann sich die Situationen sehr gut vorstellen. Nachfühlen ist da schlechter, wie kann man sich auch nur annähernd so etwas vorstellen. Hier wird ein eher wenig bekannter, nicht sehr rühmlicher, Teil der jüngeren Geschichte der USA erzählt. Mir hat dieser Roman einfach nur sehr gut gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Schreibweise ist sehr ansprechend, schnörkellos und gut. Eine totale Leseempfeh-lung von mir.

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Bewegendes Zeitdokument
von mabuerele am 09.11.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

„…Sie hat sich mit dem zufrieden zu geben, was sie bekommt, und das ist selten das, was sie sich wünscht…“ Wir schreiben das Jahr 2011 in Spruce Harbor. Die 17jährige Molly lebt bei Pflegeeltern. Doch zwischen Molly und der Pflegemutter Dina gibt es Spannungen. Hinzu kommt, dass Molly in der... „…Sie hat sich mit dem zufrieden zu geben, was sie bekommt, und das ist selten das, was sie sich wünscht…“ Wir schreiben das Jahr 2011 in Spruce Harbor. Die 17jährige Molly lebt bei Pflegeeltern. Doch zwischen Molly und der Pflegemutter Dina gibt es Spannungen. Hinzu kommt, dass Molly in der Bibliothek ein Buch gestohlen hat. Nun hat sie die Wahl zwischen einer Jugendhaft oder 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Ihr Freund Jack vermittelt ihr eine Beschäftigung bei einer alten Dame. Molly soll Vivian beim Ausräumen des Bodens helfen. Die Geschichte wechselt in das Jahr 1929. Die 9jährige Niamh ist mit ihren Eltern und Geschwistern aus Irland nach New York gekommen. Der Traum von einem besseren Leben aber zerschlägt sich schnell. Bei einem Brand verliert Niamh ihre Familie. Zusammen mit anderen Waisenkindern wird sie in einen Zug gesetzt und in den Westen des Landes geschickt. Dort warten Pflegeeltern auf die Kinder. Das Buch arbeitet ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte auf und verbindet das geschickt mit der Gegenwart. Bei der Arbeit auf dem Boden erzählt Vivian, die einst Niamh hieß, Molly ihre Geschichte. Gleichzeitig vollzieht sich bei Molly eine Wandlung. Ihr Leben, das bisher auf Protest gesetzt hat, bekommt eine neue Aufgabe und eine Hoffnung für die Zukunft. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu beigetragen hat nicht nur die bittere Lebensgeschichte von Vivian, sondern auch die gewollt eingesetzten Parallelen zwischen Molly und Vivian. Beide haben in jungen Jahren die Eltern verloren, Lieblosigkeit kennengelernt und waren mehr geduldet als gewollt. In der Vergangenheit war die Arbeitskraft des Kindes der Grund für seine Aufnahme, heute das Pflegegeld. Der Schreibstil ist über weite Strecken sachlich. Dadurch wird insbesondere in der Vergangenheit das harte Leben der Kinder deutlich. Sie wirken traumatisiert und zu keiner Reaktion fähig. Anweisungen werden widerspruchslos ausgeführt. Nur wenige lehnen sich dagegen auf – und das bekommt ihnen nicht gut. In der Gegenwart stehen die Dialoge von Molly mit Dina, aber auch mit Jack für den eigenen Willen der jungen Frau, die sich nicht verbiegen lassen will. Die Handlungsorte werden ausführlich beschrieben. Dafür findet die Autorin treffende Metapher. Als die Hoffnung auf Besserung wächst, wird der Sprachstil emotionaler. Dass betrifft auch die abschließenden Kapitel der Gegenwart. Gut gefallen hat mir, dass wichtige historische Themen eingearbeitet wurden. Dazu gehören die Folgen der Weltwirtschaftskrise und des zweiten Weltkrieges, aber auch der Umgang mit den Indianern. Wichtig finde ich die kurze Darstellung der Geschichte der Züge der Waisen im Anhang und ihre Veranschaulichung durch konkrete Fotos. Das rundet das Buch ab, denn ein Roman erzählt immer nur wenige Einzelschicksale. Das in verschiedenen Grautönen gehalten Cover mit den Kindern, wobei die Schrift in Rot abgesetzt wirkt, finde ich gelungen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die abwechslungsreiche und vielschichtige Geschichte hat mich tief berührt.

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Gib die Hoffnung nie auf!
von Monika Schulte aus Hagen am 01.11.2014
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, verliert bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Als Waisenkind wird sie mit vielen anderen Kindern in den Westen der USA geschickt. Sie fährt mit dem so genannten "Ophan Train". In den Bahnhöfen ist angeschlagen, wann die Züge einfahren. Menschen warten dort, um die Kinder... Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, verliert bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Als Waisenkind wird sie mit vielen anderen Kindern in den Westen der USA geschickt. Sie fährt mit dem so genannten "Ophan Train". In den Bahnhöfen ist angeschlagen, wann die Züge einfahren. Menschen warten dort, um die Kinder zu betrachten. Zu betrachten wie Vieh. Die Jüngsten finden am schnellsten ein neues Zuhause. Kein neues Zuhause, wo sie liebevoll behandelt werden. Sie werden als Arbeitskräfte benötigt - auf den Feldern, in den Nähereien. Kein Lohn, keine Liebe. Wie Sklaven werden die Waisenkinder ausgebeutet. Vivian wird von einem kinderlosen Ehepaar aufgenommen und muss in der hauseigenen Näherei mitarbeiten. Sie erfährt Neid und Missgunst der anderen, die um ihre Arbeit fürchten, doch Vivian kämpft sich durch. Während der großen Wirtschaftskrise muss die Näherei schließlich alle Arbeiterinnen entlassen und schließen. Vivian wird zurück gegeben an die Organisation, die sich um die elternlosen Kinder kümmert. Anstatt endlich von einer liebevollen Familie aufgenommen zu werden, trifft es Vivian noch härter. Sie kommt in eine Familie, die von der eigenen Armut gebeutelt ist. Als der Mann der Familie sich an Vivian vergreifen will, gelingt ihr die Flucht. Sie flieht zu ihrer Lehrerin, die sie zwar nicht aufnehmen kann, sich aber um sie kümmert. Endlich erfährt das Mädchen Zuneigung und so etwas wie Liebe. Ihre Lehrerin kümmert sich auch darum, dass Vivian an ein Ehepaar vermittelt wird, bei denen sie es wirklich gut hat. Viele, viele Jahre später, Vivian ist inzwischen 91 Jahre alt, lernt sie die erst 17jährige Molly kennen. Molly, auch so ein ungeliebtes Menschenkind. Der Vater tot, die Mutter im Gefängnis. Molly hat schon mehrere Pflegestellen hinter sich. Sie hat es nicht leicht, fühlt sich ungeliebt und unverstanden. Als sie ein Buch aus der Bücherei stiehlt und erwischt wird, muss sie als Strafe mehrere Stunden Sozialdienst ableisten. Sie kommt zu Vivian, der sie helfen soll, ihren Dachboden zu entrümpeln. Doch anstatt sich von den unzähligen Dingen zu trennen, erkennt Vivian in den alten Sachen Erinnerungsstücke, gute, wie schlechte. Und schließlich erzählt sie Molly ihre Geschichte. "Der Zug der Waisen" - als ich von dem Buch erfahren habe, war mir sofort klar, dass ich es lesen muss und meine Erwartungen wurden übertroffen. Dieser Roman vermittelt auf tiefsinnige und doch unterhaltsame Weise ein Stück amerikanischer Geschichte, die mir bisher völlig unbekannt war. "Der Zug der Waisen" ist eine Geschichte, doch es ist die Geschichte vieler verwaister, verlassener und heimatloser Kinder hauptsächlich irisch-katholischer Einwanderer der ersten Generation, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat. Kinder, die traumatische Erlebnisse hatten, die voller Hoffnung waren und doch nur wieder ausgenutzt wurden.

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Für einen Vater, dessen Kind stirbt, stirbt die Zukunft. Für ein Kind, dessen Eltern sterben, stirbt die Vergangenheit.
von Xirxe aus Hannover am 19.11.2014
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Was Berthold Auerbach schon vor vielen Jahren niederschrieb, wird in diesem Buch an den beiden Protagonistinnen Vivian und Molly überdeutlich, von denen die eine einen ziemlich unrühmlichen Teil der Vergangenheit der USA miterleben musste. Vivian, die als Niamh mit ihrer Familie aus Irland nach New York kam, verliert mit neun... Was Berthold Auerbach schon vor vielen Jahren niederschrieb, wird in diesem Buch an den beiden Protagonistinnen Vivian und Molly überdeutlich, von denen die eine einen ziemlich unrühmlichen Teil der Vergangenheit der USA miterleben musste. Vivian, die als Niamh mit ihrer Familie aus Irland nach New York kam, verliert mit neun Jahren bei einem Brand ihre gesamte Familie. Sie wird, wie damals üblich, mit vielen anderen elternlosen Kindern in einen Zug verfrachtet, der sie in den Mittleren Westen der USA bringt. Dort sollen sie ein neues Zuhause finden, was aber zumeist bedeutet, dass sie als billige Arbeitskräfte ein erbärmliches Dasein fristen müssen. Auch Niamh bildet hier keine Ausnahme und so folgen wir dem Schicksal des kleinen Mädchens von einem Unglück ins nächste, bis sie zu der Vivian wurde, die Molly kennenlernt. Auch Molly wächst ohne ihre Eltern auf: Mit 17 Jahren hat sie bereits diverse Pflegeeltern kennengelernt. Und auch wenn ihr die materielle Not unbekannt ist, die Vivian durchleben musste, verbindet die beiden vieles: das Gefühl nicht geliebt zu werden, behandelt zu werden wie ein Gegenstand, ständige Unsicherheit über das Morgen und das Empfinden einer völligen Einsamkeit. Doch zum Leidwesen ihrer Pflegeeltern lässt sie sich nicht mehr alles gefallen, was zu ständigen Streitereien führt. Im Rahmen einer Sozialarbeit lernt sie Vivian kennen und die beiden freunden sich an. Das zentrale Thema dieses Buches sind die Erinnerungen Vivians, während Mollys Geschichte eher eine Art Rahmenhandlung darstellt, die Vivians Vergangenheit in die Gegenwart zurückbringt. Erzählt wird in einer recht schlichten Sprache, was ich jedoch nicht als Nachteil empfand, da die Zeit der Waisenzüge aus der Sicht einer Neunjährigen geschildert wird. Ein anspruchsvollerer Schreibstil wäre mir unglaubwürdig vorgekommen. Auch wenn zwischen dem Erleben als Kind bzw. als Jugendliche zwischen den beiden Hauptpersonen viele Jahrzehnte liegen, zeigt sich eines überdeutlich: Mindestens ebenso schlimm wie die materielle Not ist die seelische. Geliebt, akzeptiert und respektiert zu werden, zu wissen wo man hingehört - so lässt sich auch materielle Not ertragen.

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