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Deutschsein für Anfänger

Integration ist meine Pflicht

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Integration ist kein Zuckerschlecken, aber machbar, wenn man es will. Emitis Pohl wollte es – und hat es geschafft. Heute ist die gebürtige Iranerin Inhaberin einer erfolgreichen Werbeagentur, verheiratet und Mutter von zwei Töchtern. «Die deutsche Grammatik ist immer noch mein Feind», lacht sie, «aber Deutschland ist meine zweite Heimat geworden.» (Emitis Pohl)
Allerdings: Die Silvesternacht in Köln, die Übergriffe auf Frauen durch Migranten – Emitis Pohl war mit ihren Töchtern und Familie hautnah mittendrin. Es hat sie entsetzt. Als Perserin sagt sie: «Wir brauchen mehr Druck auf Zuwanderer. Ohne klare Regeln geht es nicht!»
Portrait
https://emitispohl.de/
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 30.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-03848-104-1
Verlag Fontis- Brunnen Basel
Maße (L/B/H) 213/142/25 mm
Gewicht 409
Abbildungen mit 20-seitigem, farbigen m Bildteil
Auflage 1
Verkaufsrang 80.160
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Pflichtlektüre für gesetzgebende Politiker ebenso wie für Flüchtlinge
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2016

Wer weiß besser, was Integration bedeutet, als eine in Deutschland lebende Iranerin? Emitis hat als 13jährige ihr Elternhaus verlassen, weil sie nach Ruhollah Chomeinis Machtübernahme nicht mehr in der zuvor gewohnten Freiheit aufwachsen konnte. Allein kam sie zu ihrer bereits hier lebenden Oma nach Hamburg, ging zur Schule und... Wer weiß besser, was Integration bedeutet, als eine in Deutschland lebende Iranerin? Emitis hat als 13jährige ihr Elternhaus verlassen, weil sie nach Ruhollah Chomeinis Machtübernahme nicht mehr in der zuvor gewohnten Freiheit aufwachsen konnte. Allein kam sie zu ihrer bereits hier lebenden Oma nach Hamburg, ging zur Schule und studierte. In einer Mischung aus Autobiografie und Meinungsbuch bezieht sie klar Stellung für Integration. Der Wille dazu muss von denjenigen ausgehen, die nach Deutschland kommen. „Warum tun wir uns so schwer, unsere Regeln bei denen einzufordern, die sie offenbar noch nicht kennen oder nicht kennen wollen? Wir haben das Hausrecht, wir sind die Gastgeber“ (Seite 131). Ohne die Schwierigkeiten zu negieren, die auf die Menschen warten, die als Fremde in unser Land kommen, stellt sie gerechtfertigte Forderungen. „ ... wünscht sich die Möglichkeit, einfaches Alltagsdeutsch zu lernen, nicht die ganz große Literatur mit Akkusativ, Dativ und Genitiv. Das sollten wir mal überdenken“ (Seite 131) Nicht allein die Sprachkurse macht die Autorin zum Thema, sondern auch bürokratische Hürden: „Wir können uns nicht einerseits beschweren, dass die Flüchtlinge uns auf der Tasche liegen und den ganzen Tag nichts tun, gleichzeitig aber gesetzliche Hürden aufbauen, die ihnen die Arbeit unmöglich machen“. Statt das Selbstwertgefühl der Eingewanderten zu untergraben, plädiert sie dafür ihnen zu ermöglichen, sich selbst zu erhalten. Auch sie habe während ihrer Schul- und Ausbildungszeit durch diverse Aushilfsjobs die Lebensgrundlage aufgebessert, die ihr die Eltern aus dem Iran zukommen ließen. „Harte Arbeit und Zielstrebigkeit sind nötig, wenn man es schaffen will. Das ist es, was ich nicht nur meinen Töchtern, sondern auch den Flüchtlingen gerne weitergeben würde, denn sie werden diese Einstellung brauchen. Gleichzeitig brauchen wir aber auch eine Arbeitskultur in Deutschland, die leistungswilligen Einwanderern keine Steine in den Weg legt und Eigeninitiative nicht erstickt.“ (Seite 160) Um nicht in der Theorie zu verharren, kümmert sich Frau Pohl um einen minderjährigen Afghanen, der als einziger seiner Familie bis hierher gekommen ist. Nur mit menschlicher Nähe sei es möglich, ihm die deutsche Lebensweise nahe zu bringen. Dabei heiße Integration nicht, Wurzeln zu verleugnen, abzulegen und zu ersetzen, sondern sie mit den deutschen Werten zu füttern und aufzubessern. Auf manchen Gebieten deutscher als wir Deutschen, hat die Unternehmerin geschafft, was so manchem Einheimischen nicht gelingt. So hält sie dem Leser einen Spiegel vor, der mich als Leserin hin und wieder peinlich berührte. Sie sieht, was wir oft nicht sehen wollen. Vor allem in den letzten Kapiteln nimmt Emitis Pohl kein Blatt vor den Mund. Sie fordert, dass sich jeder an die Regeln des Zusammenlebens halten muss – und wenn nicht, das Land zu verlassen hat. „Integration ist dann erst gelungen, wenn Willkommenskultur nicht nur bedeutet, dass wir auf die Fremden zugehen, sondern sie auch auf uns zu Schritte tun“ (Seite 249) Mich hat nicht nur die frische, deutliche Schreibstil angesprochen, sondern auch die Aussage. Nach dieser gut zu lesenden Lektüre bleibt mir gar nichts anderes übrig, als das Buch mit fünf Sternen zu bewerten.

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