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Die allgemeine Tauglichkeit

Roman

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Ferdinand und seine drei Freunde, allesamt Lebenskünstler und Gestrandete, hausen in einer Bruchbude am Stadtrand und träumen vom "echten" Leben. Bis Albert, der charismatische Erfolgstyp auftaucht, wild entschlossen, aus den vier Taugenichtsen "ordentliche Leute" zu machen. Gemeinsam erleben sie einen chaotischen Trip durch einen rauschhaften Sommer, an dessen Ende sich unverhofft eine Tür in ein anderes Leben öffnet ...
Akos Doma ist ein hinreißender Roman gelungen: eine rabenschwarze Gaunerkomödie, die Geschichte einer wahren Freundschaft und eine hintersinnige Parabel auf die Zumutungen unserer Gesellschaft.
Portrait
Akos Doma, geboren 1963 in Budapest, wuchs in Ungarn, Italien und England auf und kam mit 14 Jahren nach Deutschland. Sein Debütroman "Der Müßiggänger" erschien 2001 bei Rotbuch. Akos Doma ist Schriftsteller und Übersetzer, u.a. von László Földényi, Péter Nádas und Sándor Márai, und lebt mit seiner Familie in Eichstätt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 269
Erscheinungsdatum 15.02.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86789-124-0
Verlag Berliner Buchverlagsges.
Maße (L/B/H) 211/134/33 mm
Gewicht 423
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
18,95
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La dolce vita sieht anders aus
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 21.07.2011

Sie sind moderne Arbeitsverweigerer. Amir, Igor, Ludovik und Ferdinand schlagen sich durch, hausen in einem vergammelten Haus am Bahndamm und philosophieren über die produktive Energie des Nichtstuns. Sie trinken viel, damit sie besser über den Sinn und den Unsinn der Arbeit philosophieren können, außerdem "stromern" sie in einer nicht... Sie sind moderne Arbeitsverweigerer. Amir, Igor, Ludovik und Ferdinand schlagen sich durch, hausen in einem vergammelten Haus am Bahndamm und philosophieren über die produktive Energie des Nichtstuns. Sie trinken viel, damit sie besser über den Sinn und den Unsinn der Arbeit philosophieren können, außerdem "stromern" sie in einer nicht genau benannten kleineren Ortschaft herum und "fläzen" sich auf ihrer Lieblingsbank am Marktplatz. Die vier Tagediebe verüben kleinere und größere Einbrüche mit Glasschneider und Saugnapf, wittern überall "Wohlstandsmief" und Spirituosenvorräte. Für das Wort "Lebensqualität" empfinden sie nur Hohn und Spott: Der Autor legt seinen Gestrandeten - die meisten stammen aus Ländern des ehemaligen Ostblocks - das kleine Einmaleins der Konsumverachtung in die Münder. Er lässt sie in gestohlenen Autos durch abgelegene Landschaften brausen und bei einer menschenfreundlichen Nutte Einkehr halten. Akos Doma hat seine vier apokalyptischen Reiter sehr gerne, macht keine tragischen, sondern komische, manchmal auch kluge Typen aus ihnen, so dass man auf die Idee verfallen könnte, ein zurückgelehntes Schmarotzerleben sei das einzig Wahre und ein Einbruch bei einem reichen Urologen in alter Robin-Hood-Manier sei der rechte Weg. Akos Doma erzählt das alles in einem flotten Stil und durchgängigem Ton, mit vielen lockeren umgangsprachlichen Dialogen, durchsetzt mit mittleren und kleinen Lebensweisheiten. Es gebe, sagt Ludovik, der Misanthrop der Truppe, "kein höheres moralisches Ziel, als arbeitslos zu sein, alle guten Leute sein arbeitslos..." und, heißt es durchaus richtig, es sei "ökonomisch widersinnig, etwas zu schaffen, was nicht benötigt werde". Um das Ganze nicht im Gefängnis, der Entzugsanstalt oder auf dem Friedhof enden zu lassen, tritt Alfred auf, der gute Mann, der noch an die Segnungen der Arbeit für das Wohl des Menschen und dessen Selbstbewusstsein glaubt. Er feuert die Untauglichen zur Tauglichkeit an. Sie renovieren das Haus am Bahndamm und verwandeln es in eine Pension. Fünf gesicherte Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich? Akos Doma hat eine leichte, schön komische Farce über vier Modernitätsverweigerer geschrieben. Es steckt viel Wahrheit in dem flotten Text, jedoch noch viel mehr Sozialromantik.

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