Thalia.de

Die Birken wissen's noch

Roman

(24)
Auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal wächst Edvard mit seinem wortkargen Großvater Sverre auf. An seine Mutter hat er nur eine vage Erinnerung – an einen Duft, ein Gefühl von Wärme, einen blauen Rock. Denn die Eltern sind ums Leben gekommen, als Edvard drei Jahre alt war. Um ihren Tod wird ein Geheimnis gemacht, und auch um den Ort, an dem sie starben. Zu diesem Geheimnis gehört auch das Schicksal Einars, des Bruders des Großvaters. Edvard weiß nur, dass er ein Meistertischler war und als junger Mann zur Ausbildung nach Paris ging. Dass er seine Werkstatt mitsamt dem Wald von Flammenbirken zurückließ. Dass für den Großvater ein Sarg geliefert wurde, lange vor dessen Tod – ein Stück Kunsttischlerei, wie es noch nie jemand gesehen hat –, und dass Einar womöglich gar nicht tot ist, wie es der Großvater behauptete. Als dieser gestorben ist, macht Edvard sich auf die Suche nach dem Geheimnis seiner Familie. Es wird eine lange Reise, an deren Ende er mehr als nur ein Geheimnis kennt. Die Geschichte einer verzweifelten Suche nach der Mutter, dem Vater, den eigenen Wurzeln – und einer Reise, die Edvard durch fremde Länder führt und dessen Familiengeschichte ein ganzes Jahrhundert umfasst: das Jahrhundert der großen Tragödien.
Rezension
"Eine tragische und überraschende Geschichte über die Liebe zum Holz, über Familiengeheimnisse und die Suche nach der eigenen Identität. Über Trauer, Verlust und Liebe ... Wenn 'Der Mann und das Holz' Lars Mytting nicht längst berühmt gemacht hat - dieser Roman wird dafür sorgen."
Dagbladet
Portrait

Lars Mytting, geboren 1968, stammt aus Fåvang im Guldbrandsdalen in Norwegen. Zuletzt erschien Der Mann und das Holz. Vom Fällen, Hacken und Feuermachen, eine kleine Kulturgeschichte des Holzes. Die Birken wissen¿s noch ist sein dritter Roman. Mytting ist selbst begeisterter Holzfäller und Kaminofenliebhaber und hat erst kürzlich seine ramponierte Motorsäge Partner 500 Professional in Pension geschickt und sich eine Husqvarna 353G angeschafft.

… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 516
Erscheinungsdatum 07.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17673-2
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 203/123/43 mm
Gewicht 575
Originaltitel Svøm med den som drukner
Auflage 2
Verkaufsrang 72.066
Buch (gebundene Ausgabe)
24,95
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 47543210
    Die Birken wissen's noch
    von Lars Mytting
    Buch
    12,00
  • 44191755
    Marlene
    von Hanni Münzer
    (9)
    Buch
    9,99
  • 44137830
    Die Schönheitskönigin von Jerusalem
    von Sarit Yishai-Levi
    (9)
    Buch
    22,95
  • 42473198
    Ein untadeliger Mann / Old Filth Trilogie Bd. 1
    von Jane Gardam
    (16)
    Buch
    22,90
  • 44232073
    Der Pfau
    von Isabel Bogdan
    (56)
    Buch
    18,99
  • 21235895
    Einfache Gewitter
    von William Boyd
    (8)
    Buch
    9,99
  • 45246076
    Die Ehefrau
    von Meg Wolitzer
    (1)
    Buch
    23,00
  • 45244044
    Die Unvollkommenheit der Liebe
    von Elizabeth Strout
    (4)
    Buch
    18,00
  • 37821834
    Der Distelfink
    von Donna Tartt
    (16)
    Buch
    24,99
  • 44194347
    Am Ende bleiben die Zedern
    von Pierre Jarawan
    (2)
    Buch
    22,00
  • 37439488
    Elsa ungeheuer
    von Astrid Rosenfeld
    (3)
    Buch
    10,90
  • 45300171
    Kokostee
    von Oliver Geissen
    Buch
    15,00
  • 6117634
    Ganz der Ihre
    von Connie Palmen
    (1)
    Buch
    13,00
  • 46160401
    Der Steinmetz und die Tochter des Bürgermeisters
    von Joachim Schmidt
    Buch
    12,99
  • 45254607
    Mischpoke!
    von Marcia Zuckermann
    (1)
    Buch
    24,00
  • 43961912
    Im Grunde ist alles ganz einfach
    von Dora Heldt
    (4)
    Buch
    9,95
  • 47366591
    Ein untadeliger Mann
    von Jane Gardam
    Buch
    12,90
  • 45243621
    Jetzt, Baby
    von Julia Engelmann
    (3)
    Buch
    7,00
  • 44198103
    Westlich des Sunset
    von Stewart O'Nan
    (2)
    Buch
    19,95
  • 45429472
    Und nebenan warten die Sterne
    von Lori Nelson Spielman
    (50)
    Buch
    14,99

Buchhändler-Empfehlungen

„Buch des Jahres.“

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Edvard wächst bei seinem Großvater auf einem abgelegenen Hof in Norwegen auf. Seine Eltern starben 1971 auf einer Reise in Frankreich, als Edvard ein kleiner Junge war. Jetzt ist er Anfang zwanzig und lebt ein recht zufriedenes Leben mit seinem Großvater auf dem Hof. Als dieser stirbt, beginnt er dem Tod seiner Eltern und der Vergangenheit Edvard wächst bei seinem Großvater auf einem abgelegenen Hof in Norwegen auf. Seine Eltern starben 1971 auf einer Reise in Frankreich, als Edvard ein kleiner Junge war. Jetzt ist er Anfang zwanzig und lebt ein recht zufriedenes Leben mit seinem Großvater auf dem Hof. Als dieser stirbt, beginnt er dem Tod seiner Eltern und der Vergangenheit der Familie nachzuforschen. Er entdeckt das der Großvater einen Bruder hatte, der als junger Mann in den 30erJahren nach Paris ging und später auf den Shetlands lebte. Lars Mytting ist ein großartiger Roman gelungen, der sofort "einfängt" mit der Schilderung von Landschaften und Charakteren. Edvard begegnet auf der Suche nach Antworten vielen Menschen, die nicht immer leicht zu durchschauen sind und ihre eigenen Geheimnisse hüten. Lange Rede kurzer Sinn: Lesen und sich begeistern lassen.

Nadja Schwarz, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Spannender Familienroman - auf der Suche nach der Herkunft. Spannender Familienroman - auf der Suche nach der Herkunft.

Unsere Buchhändler-Tipps

  • 37821834
    Der Distelfink
    von Donna Tartt
    (16)
    Buch
    24,99
  • 42473198
    Ein untadeliger Mann / Old Filth Trilogie Bd. 1
    von Jane Gardam
    (16)
    Buch
    22,90
  • 44232073
    Der Pfau
    von Isabel Bogdan
    (56)
    Buch
    18,99
  • 37619408
    Americanah
    von Chimamanda Ngozi Adichie
    (6)
    Buch
    24,99
  • 26175922
    Das Orchideenhaus
    von Lucinda Riley
    (118)
    Buch
    9,99
  • 42378976
    Warten auf Doggo
    von Mark B. Mills
    (1)
    Buch
    14,99
  • 44322064
    Eine treue Frau / Old Filth Trilogie Bd. 2
    von Jane Gardam
    (10)
    Buch
    21,90
  • 44381339
    Der letzte Sommer
    von Helen Simonson
    (4)
    Buch
    22,99

Kundenbewertungen


Durchschnitt
24 Bewertungen
Übersicht
18
4
1
1
0

spannendes, großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2016

Seit seine Eltern bei diesem mysteriösen Unfall in Frankreich ums Leben gekommen sind, lebt Edvard bei seinen Großeltern. Nach dem Tod der Großmutter wird Großvater ein wortkarger, eigenbrötlerischer, alter Mann. Weder erwähnt der Großvater seinen Bruder Einar, noch spricht er irgendwann über den Tod von Edvards Eltern. Um das... Seit seine Eltern bei diesem mysteriösen Unfall in Frankreich ums Leben gekommen sind, lebt Edvard bei seinen Großeltern. Nach dem Tod der Großmutter wird Großvater ein wortkarger, eigenbrötlerischer, alter Mann. Weder erwähnt der Großvater seinen Bruder Einar, noch spricht er irgendwann über den Tod von Edvards Eltern. Um das ganze Unglück wird ein großes Geheimnis gemacht. Als der Großvater stirbt, erfährt Edvard, dass seit Jahren ein kunstvoll geschnitzter Sarg für ihn bereit steht. Vermutlich geliefert von seinem Bruder Einar, einem herausragenden Kunsttischler. Edvard begibt sich auf die Suche nach seiner Familie. "Die Birken wissen's noch" von Lars Mytting ist spannendes, großes Lesevergnügen

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016

Lars Mytting? Das Gudbrandstal in Norwegen? Nie gehört! Ich kann nur raten: Unbedingt lesen. Denn was der Autor hier schafft befördert Lars Mytting in meinen ganz persönlichen Buch Olymp. Und wie so oft in der Literaturgeschichte muss der Protagonist raus aus der Provinz, weg von Birken und Kartoffelacker, um... Lars Mytting? Das Gudbrandstal in Norwegen? Nie gehört! Ich kann nur raten: Unbedingt lesen. Denn was der Autor hier schafft befördert Lars Mytting in meinen ganz persönlichen Buch Olymp. Und wie so oft in der Literaturgeschichte muss der Protagonist raus aus der Provinz, weg von Birken und Kartoffelacker, um sich den eigenen Dämonen und der Geschichte seiner Familie zu stellen. Edvard ist erschüttert vom Tode des Großvaters. Er ist verwundert über den Sarg, in dem der Tote zu seiner letzten Ruhe gebettet werden soll. Denn dieser wirkt wie ein Gruß aus ferner Zeit, eine künstlerisch aufwendige Arbeit, die eigentlich nur Einar zugeschrieben werden kann. Dem angeblichen toten Bruder des Verstorbenen. Und schon steht der Leser in einer der spannendsten Familiengeschichte, die ich seit langem gelesen habe. Auf den ersten siebzig, achtzig Seiten baut der Autor sehr geschickt und wie ich finde, sehr skandinavisch, also etwas spröde, sein Personal auf, diese Menschen sind nicht einfach nur verschwiegen, sie sind eigen, wahre Originale, so beschreibt Mytting die Einwohner. Dafür sind diese Menschen beseelt, ohne Frage, die ganze Story ist beseelt. Sehr emotional und gleichzeitig verdammt nüchtern, immer dicht an der Realität. Der Roman ist nur so gespickt mit winzig kleinen Details, deren Auflösung im Lauf der Geschichte eine ungeheure Wirkung entfalten. Ich frage mich immer noch, ob sich viele der Ereignisse auch so in der Vergangenheit zugetragen haben können. Es geht zurück in die Grausamkeiten des ersten und Zweiten Weltkriegs. Und dieses fürchterliche Erlebnis in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bedeutet nicht nur für Edvard eine Zäsur. Es geht auf die Shetland Inseln, England, nach Frankreich und Deutschland spielt keine zu unterschätzende Rolle, allerdings nur als Reich der Bösen. Die Geschichte ist gut durchdacht. Sehr gut erzählt und von einer Unberechenbarkeit die mich sprachlos gemacht hat. Ein ungeheuer facettenreicher Roman, voller abenteuerlicher Ausflüge und Rochaden. Eine Erkenntnisgeschichte, denn vom anfänglich so spröden Edvard platzen die Schalen der Erinnerung ab, bis nichts mehr als er selbst übrig ist und nichts als die Wahrheit übrig bleibt. Ich bin begeistert!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein Meisterwerk sorgt für richtigen Lesegenuss...
von Danion aus Jena am 14.06.2016

„Die Birken wissen’s noch“ ist ein Meisterwerk. Für diesen Roman kann es nicht genug Lob geben... Schon der erste Augenblick, als ich das Buch in die Hände nahm, war ein besonderer: Die Covergestaltung, die Struktur des Papiers hat mich sehr beeindruckt. Auf dem Bild sieht das Cover vielleicht nicht so... „Die Birken wissen’s noch“ ist ein Meisterwerk. Für diesen Roman kann es nicht genug Lob geben... Schon der erste Augenblick, als ich das Buch in die Hände nahm, war ein besonderer: Die Covergestaltung, die Struktur des Papiers hat mich sehr beeindruckt. Auf dem Bild sieht das Cover vielleicht nicht so interessant aus, aber wenn man das Buch in den Händen hält und das raue Papier fühlt, seine Struktur, seine Unebenheit, dann hat man schon den ersten Vorgeschmack, das etwas Besonderes auf einen kommt. Der Autor schreibt die Geschichte von der ersten Person. Edvard ist ein 23-jähriger Mann, der sich nach dem Tod des letzten Verwandten, seines Großvaters auf die Entdeckungsreise in die Vergangenheit begibt, um herauszufinden, was mit seinen Eltern passiert ist. Er weiß nur, dass sie bei einem geheimnisvollen Unfall ums Leben gekommen sind, als Edvard erst 3 Jahre alt war. Seitdem kümmerte sich der Großvater Sverre um ihn. Er sprach aber nie darüber, was damals, 1971 passiert war. Nun findet Edvard die ersten Hinweise, die ihm helfen sollen, und macht sich auf den Weg von einem norwegischen Dorf zu den Shetland-Inseln. Auf die Suche nach Antworten auf die Fragen, die ihn nun quälen: Warum starben seine Eltern? Was geschah tatsächlich mit ihm an dem Tag (laut Zeitungsberichten wurde er wohl entführt – aber von wem und warum)? Was ist aus seinem Großonkel geworden, der angeblich 1944 starb? Und was hat es an sich mit dem geheimnisvollen Erbe? Während der Reise gewinnt Edvard in kleinen Portionen immer wieder neue schockierende Erkenntnisse über seine Familie, Geschichten, von denen nie geredet wurde. Am Ende kehrt ein ganz anderer Mensch zurück nach Norwegen, einer, der nun in Ruhe leben kann... Die Geschichte hat mich von den ersten Seiten mitgenommen. Ich vergaß immer wieder Zeit und Raum, versetzte mich komplett in Edvards Rolle und folgte jedem seiner Schritte auf dieser Reise, erlebte die Erschütterungen, die er hatte, und quälte mich mit den gleichen Fragen, die er sich stellte. Das Wichtigste, was ich dabei erwähnen soll: Das ist das Spannendste, was ich seit langem gelesen habe! Die Art, wie die Spannung aufgebaut wird, kann ich nur mit einem Wort bezeichnen: MEISTERHAFT! Das Interessanteste wird wie nebenbei erwähnt. Der Autor schmeißt einfach einen Satz in den Text hinein und löst damit immer wieder neue Explosionen aus. Mein Herz fing mehrmals zu rasen, als nach mehreren Seiten der relativ ruhigen Geschichte so ein Satz kam, der plötzlich alles auf den Kopf stellte. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl! Der Roman fesselt den Leser und lässt ihn bis zur letzten Seite nicht aus seinem Bann! Ein absolut lesenswertes Buch!!!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Familiengeheimnisse
von einer Kundin/einem Kunden aus Teningen am 12.06.2016

Edvard wächste bei seinem Großvater auf einem Bauernhof in einem kleinen Dorf in Norwegen auf. Das Leben dort wird von harter Arbeit bestimmt. Schon als kleiner Junge hat Edvard seine Eltern verloren, doch darüber gesprochen wird nie. Und dann stirbt der Großvater ganz plötzlich. Trotz seiner Trauer beginnt Edvard... Edvard wächste bei seinem Großvater auf einem Bauernhof in einem kleinen Dorf in Norwegen auf. Das Leben dort wird von harter Arbeit bestimmt. Schon als kleiner Junge hat Edvard seine Eltern verloren, doch darüber gesprochen wird nie. Und dann stirbt der Großvater ganz plötzlich. Trotz seiner Trauer beginnt Edvard die persönlichen Sachen seines Großvaters durchzusehen. Dabei erfährt er so Einiges, wovon er überhaupt keine Ahnung hatte. Hat er seinen Großvater überhaupt gekannt? Edvard beschließt, den Hof für einige Zeit allein zu lassen und macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Diese führt in zuerst auf die Shetlandinseln, wo die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg Opas Bruder gelebt hat. Bis vor ein paar Tagen dachte Edvard noch, dass Einar im Krieg gefallen ist. Hier lernt er Gwen kennen, eine merkwürdige junge Frau, zu der er sich auf geheimnisvolle Weise hingezogen fühlt. Auch sie, bzw. ihre Familie ist auf undurchsichtige Weise mit Edvards Vergangenheit verstrickt. Doch die Geschichte beginnt noch viel früher. Im Buch tauchen immer wieder die beiden Weltkriege auf. Nach und nach tauchen immer mehr Erinnerungsstücke auf. Dabei stehen im aber seine Gefühle zu Gwen im Weg. Obwohl er sich in sie verliebt hat, ist er auch sehr misstrauisch. Was weiß sie wirklich? Noch reisen sie gemeinsam nach Authille. Hier fand eine berühmte Schlacht statt. Doch für die Familien geht es eher um die 16 Walnussbäume, deren Holz Unsummen wert ist. Nach Kriegsende waren sie verschwunden. Was ist mit dem Holz passiert? Und was wusste seine Mutter darüber? Wieso waren sie ebenfalls in Authille und warum sind seine Eltern in diesem Wald umgekommen? Und wo war Edvard, als er damals für einige Tage verschwunden war? Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben. Jede der 514 Seiten ist absolut packend und spannend. Etwas ungewöhnlich ist, dass wir die Geschichte rückwärts erfahren. Dabei springt die Story aber zwischen den verschiedenen Zeiten hin und her. Ab und an musste ich kurz inne halten, um zu überlegen, über welche Personen ich da gerade lese. Manchmal war es ein bisschen schwierig, da das Buch in mehreren Zeiten spielt. Erschwerend kommt die ungewöhnliche Familienzusammensetzung hinzu, deren Entstehung mit Gefühl präsentiert wird. Neben der Familientragödie handelt es sich hier ebenfalls um einen historischen Roman. Normalerweise möchte ich nichts mehr über den zweiten Weltkrieg lesen. Doch hier wird uns die Geschichte auf eine ganz neue Weise näher gebracht. Es geht überhaupt nicht um die Politik, sondern um die Schicksale einzelner Personen und Familien. Grausam fand ich zu lesen, wie bei den Schlachten um Authille die Soldaten regelrecht verheizt wurden, nur um ein paar Meter Land zu gewinnen - abertausende von Toten. Obwohl die Birken eher am Rande etwas mit der Geschichte zu tun haben, ist der Titel absolut passend gewählt. Doch nicht nur die Birken, sondern auch die Walnussbäume spielen eine große Rolle. Dank der Rolle von Einar als Kunsttischler kann man sich gleichzeitig noch ein wenig im Hinblick auf diese beiden Holzarten bilden. Am Ende findet Edvard die Antworten, die er gesucht hat. Alle offenen Fragen klären sich, lose Fäden werden zusammengefügt. Er kehrt zurück auf seinen Hof und findet sein Glück. Nur mit wem, dass bleibt dem Leser überlassen. Das Cover ist recht einfach gehalten, zugleich aber sehr ansprechend und passend zum Buch. Die Verletzungen des Birkenstammes sollen nicht nur besonders schöne Muster erzeugen, sondern deuten für mich auch auf die Seelen und zwiespältigen Gefühle der einzelnen Personen hin. "Die Birken wissen´s noch" ist ein wunderbares Buch, welches ich Euch wärmstens empfehlen kann.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Menschen wissen´s nicht
von einer Kundin/einem Kunden aus Radeburg am 02.06.2016

Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht, die fesselnd, hochspannend und extrem interessant geschrieben ist! Nach dem Tod seines Großvaters bekommt Edvard mit, dass es in dessen Vergangenheit einige dunkle Punkte gibt, welche auch mit der Geschichte seiner Eltern in Verbindung stehen. Er geht auf eine Reise, um mehr... Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht, die fesselnd, hochspannend und extrem interessant geschrieben ist! Nach dem Tod seines Großvaters bekommt Edvard mit, dass es in dessen Vergangenheit einige dunkle Punkte gibt, welche auch mit der Geschichte seiner Eltern in Verbindung stehen. Er geht auf eine Reise, um mehr über seine Eltern, die er als kleines Kind verloren hat, zu erfahren. Die Reise führt ihn von Norwegen nach Schottland und Frankreich. Er erfährt das, was er sucht, und kann Lücken in seinen Erinnerungen füllen. Es ist meiner Meinung nach hervorragend gelungen, die Familiengeschichte mit der Geschichte Europas zu verbinden. Die "große" Geschichte erkennt man in den Schicksalen einzelner Personen, diese Adaption versteht der Autor meisterhaft. Dabei haben Personen in Nebenrollen ihren großen Auftritt, manchmal haben diese Personen mein Herz mehr erobert als die Hauptpersonen. Der gesamte Roman ist in einer einfachen, klaren Sprache geschrieben, Schnörkel fehlen hier ebenso wie lange Beschreibungen von Gedanken, Gefühlen oder Landschaften. Obwohl der Autor kurz und präzise zum Punkt kommt, fehlt hier nichts, keine Zeile. Im Gegenteil, Spannung wird ohne Umwege aufgebaut und zum Höhepunkt getrieben. Man kann sich ohne Probleme in die Figuren hineinversetzen, sie mögen oder nicht. Die Meinung des Autors kommt ernsthaft und ehrlich rüber. Die schon genannten geschichtlichen Fakten aus erstem und zweitem Weltkrieg sowie die Fakten zu Birken- und Nussholz entlassen den Leser mit dem guten Gefühl, neben sehr guter Unterhaltung auch noch einen Wissenszuwachs aus dem Buch mitgenommen zu haben.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Spannend und intensiv erzählt
von katze267 am 25.05.2016

Edvard wächst bei seinem Grossvater Sverre auf dem einsam gelegenen Hirifjell Hof in Norwegen auf, seine Eltern starben, als er 4 war, die Arbeit auf dem Hof bestimmt sein Leben, gereist ist er nie. Als er 23 ist, stirbt sein Grossvater. Da findet Edvard , zusammen mit seiner Jugendliebe... Edvard wächst bei seinem Grossvater Sverre auf dem einsam gelegenen Hirifjell Hof in Norwegen auf, seine Eltern starben, als er 4 war, die Arbeit auf dem Hof bestimmt sein Leben, gereist ist er nie. Als er 23 ist, stirbt sein Grossvater. Da findet Edvard , zusammen mit seiner Jugendliebe Hanne, Hinweise darauf, dass nicht alles so war, wie es ihm immer schien : Konzertkarten im Anzug des Grossvaters, rätselhafte Fotos, der Pfarrer hat alte Briefe für ihn und nicht zuletzt ist da ein Sarg aus Flammenbirke, getischlert von Einar, dem angeblich im 2. Weltkrieg vestorbenen Bruder des Grossvaters. Edvard entschliesst sich, seine klene Welt zu verlassen und den Rätseln auf die Spur zu gehen und taucht damit nicht nur tief in verborgene Familiengeheimnisse ein sondern erfährt auch etwas über sein bisher ungeklärtes , tagelanges Verschwinden beim Tod der Eltern. Durch Hanne und die geheimnisvolle Gwen kommt auch Romantik ins Spiel. Es ist beeindruckend wie der Autor trotz des eher gemächlichen Erzählstils immer mehr Spannung aufbaut. Die Natur spielt im Roman eine grosse Rolle, das Meer mit seinen Stimmungen, die karge Landschaft, die Landarbeit und ganz besonders das Holz., all das ist immer präsent. Doch verliert sich der Autor nicht in langatmigen Beschreibungen, er bezieht die Natur einfach mit ein.Gleichzeiitig lässt er uns durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive auch tief in Edvards Gefühlswelt blicken und an seinem inneren Entwicklungsprozess teilhaben. Ein faszinierender, den Leser gefangen nehmender Roman mit sukzessive aufgebauter Spannung, überraschenden Wendungen, Romantik , vielschichtigen Persönlichkeiten und beeindruckender Natur. Ein aussergewöhnliches Leseerlebnis.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Selten war das Thema Holz so spannend
von Vanessas Bücherecke am 06.05.2016

Inhalt aus dem Klappentext: Auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal wächst Edvard mit seinem wortkargen Großvater Sverre auf. An seine Mutter hat er nur eine vage Erinnerung – an einen Duft, ein Gefühl von Wärme, einen blauen Rock. Denn die Eltern sind ums Leben gekommen, als Edvard drei Jahre... Inhalt aus dem Klappentext: Auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal wächst Edvard mit seinem wortkargen Großvater Sverre auf. An seine Mutter hat er nur eine vage Erinnerung – an einen Duft, ein Gefühl von Wärme, einen blauen Rock. Denn die Eltern sind ums Leben gekommen, als Edvard drei Jahre alt war. Um ihren Tod wird ein Geheimnis gemacht, und auch um den Ort, an dem sie starben. Zu diesem Geheimnis gehört auch das Schicksal Einars, des Bruders des Großvaters. Edvard weiß nur, dass er ein Meistertischler war und als junger Mann zur Ausbildung nach Paris ging. Dass er seine Werkstatt mitsamt dem Wald von Flammenbirken zurückließ. Dass für den Großvater ein Sarg geliefert wurde, lange vor dessen Tod – ein Stück Kunsttischlerei, wie es noch nie jemand gesehen hat –, und dass Einar womöglich gar nicht tot ist, wie es der Großvater behauptete. Als dieser gestorben ist, macht Edvard sich auf die Suche nach dem Geheimnis seiner Familie. Es wird eine lange Reise, an deren Ende er mehr als nur ein Geheimnis kennt. Meinung: Auf dieses Buch bin ich erst durch eine Leseprobe aufmerksam geworden. Der Schreibstil sprach mich direkt an und die Inhaltsangabe klang reizvoll. Schnell war ich dann auch im eigentlichen Buch versunken und lernte Edvard kennen, der bei seinem Großvater auf einem abseitsgelegenen Hof aufwächst. Seine Eltern starben als er 3 Jahre alt war und über die Familie wurde eigentlich nie viel geredet. Doch als Edvard in seinen 20ern ist, stirbt sein Großvater und Edvard muss feststellen, dass es viele Geheimnisse über die Familie vor seinem Enkel hatte. Denn wie es scheint, ist sein Großonkel Einar, der Bruder seines Großvaters, nicht im 2. Weltkrieg gefallen, sondern lebte noch weiter. Und was hat Einar mit seinen Eltern und den Umständen um deren Tod zu tun? Edvard beschließt, den Hinweisen um seine Familiengeschichte nachzugehen und stößt dabei auf Entdeckungen, die alles in Frage stellen, was er bisher über sich und seine Familie zu wissen glaubte. Ich mochte Edvard sehr gerne. Er ist eine unheimlich komplexe Person, eigenbrötlerisch und leicht knurrig, aber auch fair und klug, der sich sehr gut an die Umstände und Begenheiten in Norwegen angepasst hat, aber trotzdem genug Mut entwickelt hat, aus seiner Blase herauszubrechen, als sich ihm die Gelegenheit bietet. Auch die Nebenfiguren sind interessant gestaltet und man kann sich nach und nach gut in diese hineinversetzen und deren Handlungsweisen nachvollziehen. Zwar habe ich diese nicht immer so ganz gut geheißen, trotzdem hat es viel Spannung in die Geschichte gebracht und die Figuren haben logisch und ihren Rollen entsprechend gehandelt. Lars Mytting hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, der mir schon in der Leseprobe zusagte und im Gesamtwerk seine ganze Kraft entfaltet. Gekonnt streut der Autor hier Hinweise auf Edvards Familiengeschichte, ohne zu schnell zu viel zu verraten, so dass man als Leser bereitwillig an der Geschichte bleibt und miträtselt, was genau wohl vorgefallen sein mag und wie die einzelnen Ereignisse miteinander in Verbindung stehen. Hinzu kommt, dass er sehr schön die Szenen ausbaut, so dass man sich in den jeweiligen Schauplätzen direkt zurechtfindet. Sei es in Norwegen im Birkenhain oder auf den Shetland-Inseln mitten im Sturm, immer hatte ich ein klares Bild vor Augen. Edvard erzählt uns die Geschichte in der Ich-Perspektive. Die Kapitel sind moderat lang gehalten, das Buch selber in mehrere Teile gegliedert. Dank des tollen, leicht melancholischen, aber sehr fesselnden Schreibstils konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen und habe jede einzelne Seite genossen und mitgefiebert. Neben der spannenden Geschichte hat der Autor es aber auch geschafft, viel interessantes Wissen informativ und unterhaltsam im Buch unterzubringen. Das man einen Roman mit dem zentralen Thema Holz schreiben kann, ohne den Leser zu langweilen ist schon beachtlich. Vielen Dank an den Insel Verlag / Suhrkamp Verlag für das Rezensionsexemplar. Fazit: Spannend, mysteriös, berührend und schockierend, Die Birken wissen's noch hat viele Emotionen bei mir ausgelöst und mich keine Sekunde bereuen lassen, diesen Roman zur Hand zu nehmen. Lars Mytting hat mich gekonnt eingefangen und mich sprachlos und betroffen, aber auch begeistert zurück gelassen. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Das Geheimnis des Holzes
von LinaLiestHalt am 22.04.2016

Auf einem abgelegenen Bauernhof leben Edvard und sein Großvater ein bescheidenes und einsames Leben, bis der Großvater eines Tages stirbt und ein mysteriöser Sarg für ihn bereit steht: Geschreinert von seinem Bruder Einar, einem Meister seines Fachs, der angeblich im zweiten Weltkrieg in Frankreich gefallen ist. Hinterlassen hat er... Auf einem abgelegenen Bauernhof leben Edvard und sein Großvater ein bescheidenes und einsames Leben, bis der Großvater eines Tages stirbt und ein mysteriöser Sarg für ihn bereit steht: Geschreinert von seinem Bruder Einar, einem Meister seines Fachs, der angeblich im zweiten Weltkrieg in Frankreich gefallen ist. Hinterlassen hat er nur einen Hang bepflanzt mit Flammbirken und eine fast nicht mehr nachzuvollziehende Spur, die Edvard auf die entlegenen Shetlands führt. Dieser Roman verbindet die Faszination und Geschichte des Naturstoffes Holz in meisterlicher Art mit dem Schrecken zweier Weltkriege. Die Lebenswege der Figuren treffen sich in schicksalhafter Weise, nur um auf’s Grausamste wieder auseinander gerissen zu werden – mittendrin der junge Kartoffelbauer Edvard, der die Wahrheit des Sommers 1971 in Frankreich aufdecken möchte und auf diesem Weg zu sich selbst findet. Edvard war mir von Anfang an sehr sympathisch und zugänglich. Er sieht einem Leben in der vertrauten Einsamkeit vor sich, die schon seinen Großvater hervorgebracht hat. Seine Eltern starben früh und nach dem Tod des letzten Angehörigen muss er seinen eigenen Weg finden. Dieser Roman ist also auch ein Entwicklungsroman. Die weiblichen Figuren bleiben mir etwas rätselhaft, aber ich war begeistert von den Landschaften, in die der Autor Edvard treibt. Die dunklen Wälder Skandinaviens, die wilden, vergessenem Frankreichs und als Kontrast baumlose schottische Eilande. Dadurch wird mir dieser Roman noch lange im Gedächtnis bleiben.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Alles in einem - Krimi, Historiengemälde, Familiengeschichte und Liebesroman
von Xirxe aus Hannover am 31.03.2016

Was für ein wundervolles Buch! Spannend wie ein Krimi, gefühlvoll wie ein Liebesroman und nicht zuletzt auch lehrreich was die Geschichte des letzten Jahrhunderts betrifft. Das Alles kommt in einer schönen, leicht zu lesenden Sprache daher, sodass die Lektüre ein einziger Genuss ist. Irgendein Manko? Nein, mir fällt nichts... Was für ein wundervolles Buch! Spannend wie ein Krimi, gefühlvoll wie ein Liebesroman und nicht zuletzt auch lehrreich was die Geschichte des letzten Jahrhunderts betrifft. Das Alles kommt in einer schönen, leicht zu lesenden Sprache daher, sodass die Lektüre ein einziger Genuss ist. Irgendein Manko? Nein, mir fällt nichts ein (Und nein, ich wurde nicht vom Verlag für diese Rezension bezahlt ;-)). Der 23jährige Edvard ist nach dem mysteriösen Tod seiner Eltern bei seinen Großeltern auf einem Hof in Norwegen aufgewachsen, die ihn liebevoll umsorgten, jedoch nie über den Rest der Familie sprachen. Nach beider Tod entdeckt Edvard im Nachlass seines Großvaters Unterlagen, die ihn beginnen lassen, Nachforschungen anzustellen: Wer war seine Mutter? Was ist mit Großvaters Bruder Einar? Weshalb dieses Schweigen? Was geschah tatsächlich, als seine Eltern starben? Schritt für Schritt arbeitet er sich in die Geschichte der Familie hinein, die nach und nach so spannend wird wie ein Kriminalfall und ihn zuerst auf die Shetlandinseln führt, wo er Gwen begegnet, einer jungen selbstsicheren undurchdringlichen Frau, die vielleicht mehr weiß als sie zugibt. Gemeinsam gehen sie den Hinweisen nach, die sie beide immer weiter in die Vergangenheit zurückführt, denn auch Gwen ist auf der Suche. Was sich nun nach einer der typischen ‚Schmonzetten‘ anhören mag, ist alles andere als das. Zugegeben, es ist auch eine Liebesgeschichte, doch weder dominiert sie die Handlung noch artet sie in Kitsch aus. Wie selbstverständlich fügt sie sich in die Geschichte ein und stellt den Ich-Erzähler Edvard als das dar, was er ist: ein junger Mann, der neue Erfahrungen macht, die ihn erst verunsichern und dann jedoch stärken. Auf seiner Reise zu seinen Wurzeln (im wahrsten Sinne des Wortes) lernt er nicht nur die Vergangenheit seiner Familie, sondern ebenso sich selbst kennen und begreift, was für ihn wichtig ist. Was für mich die Stärke dieses Buches ausmacht, ist die völlig überzeugende Erzählweise des Autors. Nichts wirkte übertrieben oder belehrend, kitschig oder gekünstelt – nein, Edvard erzählte seine spannende Geschichte und ich hörte ihm gebannt zu. Einfach toll!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Von Bäumen, die Geschichten erzählen
von LottiLiest aus Koblenz am 31.03.2016

Alles was Edvard weiß, verdankt er seinem Großvater Sverre. Wann welche Kartoffeln gepflanzt und geerntet, wann die Schafe aus den Bergen geholt werden müssen und wie er den Hirifjell-Hof in Schuss hält. Und er weiß auch, wie er den Menschen im Ort begegnen muss. Wenn sie seinen Großvater als... Alles was Edvard weiß, verdankt er seinem Großvater Sverre. Wann welche Kartoffeln gepflanzt und geerntet, wann die Schafe aus den Bergen geholt werden müssen und wie er den Hirifjell-Hof in Schuss hält. Und er weiß auch, wie er den Menschen im Ort begegnen muss. Wenn sie seinen Großvater als einen „Verräter“ betitelten und ihn mit durchbohrenden Blicken straften. Als das scheint doch auf einen Schlag unwichtig, als er diesen Fels in der Brandung verliert. Als sein Großvater stirbt, muss Edvard sich eine neue Welt begreifbar machen. Eine Welt, die erstand, noch bevor er überhaupt denken konnte, bevor er seine Eltern verlor, bevor zwei Kriege eine Geschichte schrieben, die nun zu Edvards wird. Denn auf einmal steht für seinen Großvater ein Sarg bereit, von dessen Bruder, der doch eigentlich schon längst tot sein sollte. Auf einmal tauchen Fotos und Briefe auf, Schlüssel ohne das passende Schloss gelangen in seine Hände und Edvard beschließt, einen Weg einzuschlagen, der ihn zu seinen Wurzeln und noch viel weiter führt. Und vor allem führt er ihn weg aus Norwegen. Allerdings von einer Einöde in die nächste, nur liegt diese auf einer kleinen Schäre der Shetland-Inseln. Doch dass sein Weg noch weitergehen, ihn über Schottland nach Frankreich führen wird, wird Edvard erst klar, nachdem er dem Geheimnis seiner Familie auf die Spur kommt und plötzlich vor der Frage steht, ob an manchen Fragen wirklich gerüttelt werden sollte. "Ich bin es, der das hätte erzählen sollen, meine Familiengeschichte war es. Aber mein Leben war wie durchlöchert von Fragen, die ich nie gestellt habe." Die Birken wissen’s noch ist eine Liebeserklärung an die Natur – an Wasser, Wind und Gezeiten, an Bäume, Holz und Erde. Von den Flammbirken in Norwegen bis zu den Nussbäumen nach Frankreich – Lars Mytting weckt eine Sehnsucht nach Ursprünglichen und erzählt dabei eine durch und durch sagenhafte Geschichte, die wie ein Baum, ihre Äste und Wurzeln in alle Richtungen ausstreckt. Hier ein Zweig einer Liebesgeschichte, dort eine Knospe erwachsen aus Schuldgefühlen und ein Stamm, dessen Inneres kaum zu fassen, kaum zu begreifen ist.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Großartig!
von einer Kundin/einem Kunden aus Eichwalde am 30.03.2016

Lars Mytting hat eine besondere Stimme, er erzählt irgendwie spröde und gleichzeitig so gefühlstief und melancholisch und trotzdem hat sein Text etwas Lichtes. Seine Naturbeschreibungen sind von betörender Schönheit. Überhaupt ist dieser Roman ein Ode an bodenständige Tätigkeiten. Wenn er über Gwens Geschicklichkeit beim Manövrieren eines Bootes oder Einars... Lars Mytting hat eine besondere Stimme, er erzählt irgendwie spröde und gleichzeitig so gefühlstief und melancholisch und trotzdem hat sein Text etwas Lichtes. Seine Naturbeschreibungen sind von betörender Schönheit. Überhaupt ist dieser Roman ein Ode an bodenständige Tätigkeiten. Wenn er über Gwens Geschicklichkeit beim Manövrieren eines Bootes oder Einars tiefe Liebe und Kunstfertigkeit bei der Holzbearbeitung spricht, oder Edvards Verbundenheit zum Kartoffelacker und den Schafen, dann möchte ich das alles auch beherrschen, soviel Leidenschaft steckt da drin. Edvards Leben beginnt mit einem harten Schicksalsschlag, beide Eltern kommen ums Leben, als er vier Jahre alt ist. Er wächst mit seinem Großvater Sverre auf dem Bauernhof der Familie in Norwegen auf. Er lernt alles über das Landleben und das Leben als Bauer. Aber sein Großvater ist nicht nur Landwirt, er hat eine Passion für Musik. Das Künstlerische liegt in der Familie. Nach seinem Tod beginnen sich die Geheimnisse der Familie zu entfalten. Edvard, inzwischen Anfang zwanzig, macht sich auf die Reise und lernt Erstaunliches über seine Familie und letztlich über sich selbst. Mit jedem Quentchen Wahrheit das ans Licht tritt, streift er ein Stück Jungenhaftigkeit ab und verwandelt sich in einen Mann. Dieser Roman ist einfach wunderbar. Kaum zu glauben, dass der Autor erst am Anfang seiner Karriere steht. Unbedingte Leseempfehlung!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Edvards Suche nach seinen Wurzeln
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 30.03.2016

Edvard ist bei seinen Großeltern aufgewachsen auf einem entlegenen Bauernhof in Norwegen. Seine Eltern starben bei einem Unfall, als er noch ein kleines Kind war. Nach dem Tod der Großmutter hat er lange Jahre mit dem Großvater den Hof bewirtschaftet. Es schien, als brauche er nichts anderes in seinem... Edvard ist bei seinen Großeltern aufgewachsen auf einem entlegenen Bauernhof in Norwegen. Seine Eltern starben bei einem Unfall, als er noch ein kleines Kind war. Nach dem Tod der Großmutter hat er lange Jahre mit dem Großvater den Hof bewirtschaftet. Es schien, als brauche er nichts anderes in seinem Leben. Doch dann stirbt der Großvater, und mit einem Mal bricht die Vergangenheit über ihn herein. Warum hat Großvaters Bruder Einar, der schon lange tot sein soll, bereits vor Jahren einen Sarg für den Großvater gezimmert? Stimmen die Erzählungen über seinen Tod gar nicht? Was überhaupt stimmt an dem, was Edvard über seine Familie weiß? Edvard, den bisher nichts außerhalb seines Hofes reizte, macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Dafür fährt er erst mal nach Schottland auf die entlegenen Shetland-Inseln, wo Einar zuletzt gewohnt haben soll. Es ist eine Reise auf’s Geratewohl, denn Edvard hat nur wenig Informationen über seine Familie. Doch es gelingt ihm, seine Vergangenheit neu zu entdecken. Nach und nach findet er seine eigene Geschichte wieder. Eine Geschichte, die ein ganzes Jahrhundert umfasst. Lars Mytting entwirft mit diesem Roman eine sehr komplexe Familiengeschichte, die Norwegens Vergangenheit aufgreift, mit Nazi-Gegnern und Kollaborateuren, die sehr lange einen Einfluss auf die Dorfgemeinschaft hatte, in der Edvard aufgewachsen ist. Durch die Reisen von Edvards Ahnen führt die Erzählung aber auch nach Schottland und nach Frankreich, wobei auch hier die Verknüpfung zwischen den lokalen Gegebenheiten und den geschichtlichen Ereignissen gut gelungen ist. Für den Leser ist es äußerst interessant, sich mit Edvard auf die Suche nach seiner Vergangenheit zu machen und seine Familiengeheimnisse aufzudecken. Wie auch Edvard ahnt der Leser anfangs nicht, wie komplex das Geheimnis ist und wie sehr es Edvard verändert. Und auch wenn sowohl Edvard wie auch der Leser ahnen, dass das Geheimnis zum Schluss nicht ganz einfach anzunehmen sein wird, so wenig können beide aufhören, sich weiter da hineinzuvertiefen. Sehr auffällig und gefällig anzufassen ist der Schutzumschlag des Buches mit der scheinbar holzigen Struktur, die sich äußerst angenehm anfühlt. Der Sprachstil des Autors ist gut zu lesen, er schafft es immer wieder, durch neue Wendungen die Spannung anzuheben, so dass die Geschichte äußerst fesselnd gerät. Und doch ist es eine eher ruhige Geschichte, die aus den Landschaftsbeschreibungen und dem historischen Hintergrund lebt, aus dem der Autor diese Geschichte entwickelt. Lars Myttings Buch war bereits eine Woche nach Erscheinen auf den norwegischen Bestsellerlisten, und das ganz zu Recht. Auch von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und die gesamten 5 Sterne.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein Buch mit Wow-Effekt
von Kunde am 27.03.2016

Dies ist die Geschichte von Edvard und Gwen. Die jungen Leute leben weit voneinander entfernt in total unterschiedlichen Welten. Dennoch verbindet sie ein Ereignis, das vor vielen Jahren geschah. Edvard bewirtschaftet mit seinem Großvater einen abgelegenen Bauernhof in Norwegen. Seine Eltern sind bei einem grauenvollen Unfall in Frankreich ums Leben... Dies ist die Geschichte von Edvard und Gwen. Die jungen Leute leben weit voneinander entfernt in total unterschiedlichen Welten. Dennoch verbindet sie ein Ereignis, das vor vielen Jahren geschah. Edvard bewirtschaftet mit seinem Großvater einen abgelegenen Bauernhof in Norwegen. Seine Eltern sind bei einem grauenvollen Unfall in Frankreich ums Leben gekommen. Obwohl Edvard dabei war, kann er sich nicht daran erinnern, denn er war nur drei Jahre alt. Nch dem Tod des Großvaters beschließt Edvard, den verschollenen Bruder des Großvaters zu suchen. Der scheint über den geheimnisvollen Unfall seiner Eltern mehr zu wissen, als man Edvard jemals erzählt hat. Die Spur führt ihn auf die Shetland Inseln. Dort begegnet er Gwen. Sie stammt aus einer reichen Familie, die ihr Geld mit Holzhandel gemacht hat. Auch Gwen hatte ein gutes Verhältnis zu ihrem Großvater, obwohl sie immer das Gefühl hatte, daß der alte Mann ein düsteres Geheimnis mit sich trägt. Schon bald stellen sie fest, daß die Geschichten beider Familien miteinander verbunden sind. Trotz der Unterschiede ihrer Herkunft verlieben sich die beiden, aber es schwingt immer auch Mißtrauen und Skepsis in ihrer Beziehung mit. Als Edvard und Gwen nach Frankreich fahren um den Ort des Unfalls zu suchen, erinnert sich Edvard plötzlich an Bruchstücke aus der Vergangenheit. Die Erkenntnis ist schwer zu verkraften, denn sie stellt alles auf den Kopf. Dieses Buch ist außergewöhnlich gut. Die Geschichte ist gefühlvoll geschrieben und spannend wie ein Krimi. Sie bringt dem Leser beide Weltkriege so nah, wie es kein Geschichtsbuch mit trockenen Zahlen jemals schafft. Bei den Beschreibungen des Grauens läuft es einem eiskalt den Rücken runter. Gleichszeitig spürt man genau die Unsicherheit von Edvard, die aber im Laufe des Buches immer weniger wird. Man kann miterleben, wie aus einem unreifen Jungen ein selbstbewußter Mann wird. Der Leser lernt nebenbei noch viel über Holz. Der Autor muß sich intensiv damit beschäftigt haben. Diese enormen Kenntnisse kann eigentlich nur ein Fachmann haben. Auch das muß man hoch loben. Ich hoffe sehr, bald mehr von Lars Mytting zu hören bzw. zu lesen. Diese Klasse erreicht nicht jedern.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Edvards Familientragödie.
von einer Kundin/einem Kunden aus Königswinter am 21.03.2016

Lars Myttings neuester Roman „Die Birken wissen's noch“ führt uns in einen entlegenen Ort nach Norwegen, wo Edvard mit seinem Großvater, von den Nachbarn als Sonderlinge betrachtet, auf einem einsam stehenden Bauernhof lebt und arbeitet. Die Geschichte selbst spielt in den 90iger Jahren, doch führt uns bis zurück in... Lars Myttings neuester Roman „Die Birken wissen's noch“ führt uns in einen entlegenen Ort nach Norwegen, wo Edvard mit seinem Großvater, von den Nachbarn als Sonderlinge betrachtet, auf einem einsam stehenden Bauernhof lebt und arbeitet. Die Geschichte selbst spielt in den 90iger Jahren, doch führt uns bis zurück in den ersten und zweiten Weltkrieg, wo der Grundstein für die Tragödien seiner Familie gelegt wird. Edvard verliert bereits als Dreijähriger 1971 seine Eltern bei einem Unfall auf einer vermeintlichen Urlaubsreise nach Frankreich in Authuille. Seitdem lebt er bei seinen Großeltern in Norwegen auf dem Hirifjell Hof, mit Großvater Sverre als die wesentlichste Bezugsperson. Mit den Details des Todes seiner Eltern wird er im Grundschulalter erstmals konfrontiert, als er zufällig auf einen Zeitungsausschnitt über den Tod seiner Eltern stolpert. Denn was er bisher nicht wusste, er war bei dem Unfall irgendwie dabei, hat aber überlebt und wurde vier Tage später in einem 120 km entfernten Ort aufgefunden. Was in diesen vier Tagen passiert ist, hat Edvard verdrängt oder vielleicht will er sich auch gar nicht erinnern. Nach dem Tod seiner Großvaters im Sommer 1991, stöbert Edvard mit seiner Freundin Hanne in den Sachen seines Großvaters und stößt auf ungewöhnliche Dinge, die weitere Fragen aufwerfen. Was ist mit seinem Onkel Einar passiert? Wo kommt der Flammbirkensarg für den Großvater her, der seit 12 Jahren beim ortsansässigen Bestattungsunternehmen steht? Wer war seine Mutter? Edvard begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, um die Geschichte und Geschehnisse in seiner Familien zu verstehen und sein damit verbundenes Schicksal. Jede Familie hat ihre Geheimnisse, über die aus den verschiedensten Beweggründen nicht gesprochen wird. Oft bedarf es den Weggang oder Tod eines Angehörigen, dass die verbleibenden Familienmitglieder beim durchsehen des Besitzes auf ungewöhnliche Informationen und Geheimnisse stoßen. Lars Mytting hat ein wunderbares Buch geschrieben. Es war eine wirklich Freude darin abzutauchen und Edvard auf seiner Reise zu begleiten. Das Buch ist so intensiv und grandios geschrieben, dass ich es gar nicht mehr weglegen wollte. Es hat mich in die Geschichte einer Familie geführt, die viel aushalten musste, in der es unglaublich viele Geheimnisse und unversöhnliche Standpunkte gab. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen der gern spannende Geschichten mit bewegende Schicksalen, außergewöhnlichen Ereignissen und dramatischen Familiengeheimnissen liest.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Edvards Familientragödie
von steinsi aus Bonn am 21.03.2016

Lars Myttings neuester Roman „Die Birken wissen's noch“ führt uns in einen entlegenen Ort nach Norwegen, wo Edvard mit seinem Großvater, von den Nachbarn als Sonderlinge betrachtet, auf einem einsam stehenden Bauernhof lebt und arbeitet. Die Geschichte selbst spielt in den 90iger Jahren, doch führt uns bis zurück in... Lars Myttings neuester Roman „Die Birken wissen's noch“ führt uns in einen entlegenen Ort nach Norwegen, wo Edvard mit seinem Großvater, von den Nachbarn als Sonderlinge betrachtet, auf einem einsam stehenden Bauernhof lebt und arbeitet. Die Geschichte selbst spielt in den 90iger Jahren, doch führt uns bis zurück in den ersten und zweiten Weltkrieg, wo der Grundstein für die Tragödien seiner Familie gelegt wird. Edvard verliert bereits als Dreijähriger 1971 seine Eltern bei einem Unfall auf einer vermeintlichen Urlaubsreise nach Frankreich in Authuille. Seitdem lebt er bei seinen Großeltern in Norwegen auf dem Hirifjell Hof, mit Großvater Sverre als die wesentlichste Bezugsperson. Mit den Details des Todes seiner Eltern wird er im Grundschulalter erstmals konfrontiert, als er zufällig auf einen Zeitungsausschnitt über den Tod seiner Eltern stolpert. Denn was er bisher nicht wusste, er war bei dem Unfall irgendwie dabei, hat aber überlebt und wurde vier Tage später in einem 120 km entfernten Ort aufgefunden. Was in diesen vier Tagen passiert ist, hat Edvard verdrängt oder vielleicht will er sich auch gar nicht erinnern. Nach dem Tod seiner Großvaters im Sommer 1991, stöbert Edvard mit seiner Freundin Hanne in den Sachen seines Großvaters und stößt auf ungewöhnliche Dinge, die weitere Fragen aufwerfen. Was ist mit seinem Onkel Einar passiert? Wo kommt der Flammbirkensarg für den Großvater her, der seit 12 Jahren beim ortsansässigen Bestattungsunternehmen steht? Wer war seine Mutter? Edvard begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, um die Geschichte und Geschehnisse in seiner Familien zu verstehen und sein damit verbundenes Schicksal. Jede Familie hat ihre Geheimnisse, über die aus den verschiedensten Beweggründen nicht gesprochen wird. Oft bedarf es den Weggang oder Tod eines Angehörigen, dass die verbleibenden Familienmitglieder beim durchsehen des Besitzes auf ungewöhnliche Informationen und Geheimnisse stoßen. Lars Mytting hat ein wunderbares Buch geschrieben. Es war eine wirklich Freude darin abzutauchen und Edvard auf seiner Reise zu begleiten. Das Buch ist so intensiv und grandios geschrieben, dass ich es gar nicht mehr weglegen wollte. Es hat mich in die Geschichte einer Familie geführt, die viel aushalten musste, in der es unglaublich viele Geheimnisse und unversöhnliche Standpunkte gab. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen der gern spannende Geschichten mit bewegende Schicksalen, außergewöhnlichen Ereignissen und dramatischen Familiengeheimnissen liest.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Sehr zu empfehlen für alle, die gern auf Spurensuche in Familiengeheimnissen gehen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 16.03.2016

„Die Birken wissens noch“ – ein Titel, der für alle Leser, die gern an der stückchenhaften Aufklärung einer undurchsichtigen Familiengeschichte teilhaben wollen, eine herzliche Einladung ist, sich auf Spurensuche mit dem Protagonisten Edvards zu begeben. Edvard hat als kleiner Junge seine Eltern während eines Frankreichurlaubs verloren. Danach galt er vier... „Die Birken wissens noch“ – ein Titel, der für alle Leser, die gern an der stückchenhaften Aufklärung einer undurchsichtigen Familiengeschichte teilhaben wollen, eine herzliche Einladung ist, sich auf Spurensuche mit dem Protagonisten Edvards zu begeben. Edvard hat als kleiner Junge seine Eltern während eines Frankreichurlaubs verloren. Danach galt er vier Tage lang als verschwunden, bis er in einer Arztpraxis weit weg von der Unfallstelle aufgefunden wird. In den nächsten Jahren wird er von seinen Großeltern groß gezogen. Nachdem auch sein Großvater stirbt und Edvard den Hof erbt, entdeckt er immer mehr Ungereimtheiten in den Unterlagen und persönlichen Gegenständen seines Großvaters, die in Edvard den Wunsch wecken, sich auf Erkundungstour zu begeben und herauszufinden, wie es damals zu dem Unfall gekommen ist und welche Rolle Einar, der Bruder vom Großvater, in der Handlung spielt. Edvard macht sich auf, um den Spuren seiner Familie in die Vergangenheit zu folgen. Normalerweise finde ich Bücher von skandinavischen Schriftstellern immer sehr distanziert und unpersönlich geschrieben. Doch Lars Mytting ist es gelungen, durch die Kombination aus Ich-Erzähler und dieser gewissen Distanz, die so typisch scheint für diese Region, ein anregendes und auf seine Art und Weise fesselndes Spannungskonstrukt aufzubauen. Er würzt die Handlung sowohl mit detailreichen Erklärungen der beschriebenen Situationen als auch mit einem schrittweisen Heranführen an das Gesamtbild der Geschichte. Man lernt immer mehr Facetten kennen und fiebert am Ende mit Edvard mit, endlich das letzte Detail in diesem Puzzle zu entdecken. Man kann durchaus sagen, dass die Birken in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielen und wesentlicher Bestandteil der Geschehnisse sind. Am Ende geben die Birken ihr Wissen preis und der Kreis schließt sich. Auch wieder typisch ist das halboffene Ende. Die Handlung ist abgeschlossen, alle Fragen sind beantwortet und man erhält einen Ausblick in das zukünftige Familienleben Edvards. Doch eine Frage kann jeder Leser selbst beantworten. Lest es und findet es selbst heraus! Rundum ein gelungener Roman mit „Nicht-mehr-aus-der-Hand-leg“-Garantie

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Birken
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 10.03.2016

Von Lars Mytting habe ich bis jetzt noch nichts gelesen. Die Birken wissen´s noch ist sein dritter Roman. Der Autor hat ein Faible zu Holz. Witzig fand ich die Autorenbeschreibung mit dem Satz „Vor Kurzem hat seine ramponierte Motorsäge Partner 500 Professional in Pension geschickt und stattdessen eine Husqvarna... Von Lars Mytting habe ich bis jetzt noch nichts gelesen. Die Birken wissen´s noch ist sein dritter Roman. Der Autor hat ein Faible zu Holz. Witzig fand ich die Autorenbeschreibung mit dem Satz „Vor Kurzem hat seine ramponierte Motorsäge Partner 500 Professional in Pension geschickt und stattdessen eine Husqvarna 353G erstanden „ das sagt doch alles. Der Einband ist schön gestaltet, fühlt sich gut an und der Birkenstamm passt zum Roman. Dieser Roman ist eine Familiengeschichte über drei Generationen mit Geheimnissen. Edvard wächst auf einem Bergbauernhof in Norwegen bei seinen Großeltern auf. Seit er drei Jahre alt ist lebt er bein ihnen, da sind seine Eltern gestorben. Der Großvater Sverre ist ein wortkarger Mann. Edvard hat viele Fragen, aber die werden nicht beantwortet. Als der Großvater stirbt entdeckt Edvard einige Anhaltspunkte und der alte Pfarrer erzählt ihm einiges. Sverre und sein Bruder Einar hatten sich entzweit. Einar war ein begnadeter Kunsttischler. Edvard findet Briefe Einars an seine Mutter, da stellen sich wieder Fragen ein. Er versucht mehr über Einar und seine Eltern zu erfahren und sucht auf den Shetland Inseln und in Frankreich nach Hinweisen. Das ist eine tragische Geschichte. Langsam erinnert er sich an kleine Einzelheiten, viel ist es nicht, er war damals doch zu jung, aber er geht allem nach und entdeckt vieles. Seine Suche ist ein großes Abenteuer und es gibt viele Geheimnisse zu entdecken. Die Geschehnisse vom ersten bis zum zweiten Weltkrieg ziehen durch den Roman und sind schicksalshaft mit der Familie verbunden. Ein wirklich interessanter fesselnder Roman. Lars Mytting schreibt ruhig und spannend und einfühlsam. Man taucht in die Geschichte ein und empfindet alles fast mit, sogar das Wetter auf den Shetlandinseln, konnte ich fühlen. Ich kann den Roman empfehlen, eine gute Lektüre.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Birken wissens noch
von Herbert Mangl aus Wien am 19.05.2016

Edvard Hirifjell lebt alleine mit seinem Großvater Sverre auf einem abgelegenen Bergbauernhof. Seine Eltern sind gestroben als er sieben Jahre alt war, seine Großmutter ist ebenfalls tot. Die beiden bauen Kartoffeln an und leben sehr zurückgezogen. Edvard trifft gelegentlich seine alte Freundin Hanne, die sich schon als seine Ehefrau... Edvard Hirifjell lebt alleine mit seinem Großvater Sverre auf einem abgelegenen Bergbauernhof. Seine Eltern sind gestroben als er sieben Jahre alt war, seine Großmutter ist ebenfalls tot. Die beiden bauen Kartoffeln an und leben sehr zurückgezogen. Edvard trifft gelegentlich seine alte Freundin Hanne, die sich schon als seine Ehefrau sieht. Als Großvater Sverre stirbt entdeckt Edvard, dass einige Dinge nicht ganz so waren, wie sein Sverre immer behauptet hat. Er beginnt zu forschen und entdeckt, dass sein Großonkel Einar, der im 2. Weltkrieg hingerichtet wurde, Anfang der Siebziger Jahre noch in Hirifjell gewesen sein soll. Edvard beginnt auch den Tod seiner Eltern zu hinterfragen und begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, die ihm überraschende Erkenntnisse bringt und ein vollkommen neues Licht auf seine Familie wirft. Nun, es war nicht ganz einfach dieser Geschichte zu folgen weil sie ziemlich gespickt war mit Diskursen über Holzverarbeitung, Waffenbau, englische Bekleidungsvorschriften und die entsprechenden Benimmregeln, alles sehr akribisch ausgeführt. Das hat die Lektüre recht mühsam und langatmig gemacht und es war nicht das reine Vergnügen hier bis zum Ende zu kommen. Wenn die Fachthemen ein wenig straffer gehalten worden wären, wäre es sicher spannender und interessanter zu lesen gewesen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Schwerer Einstieg, aber tolle Geschichte
von jiskett am 17.03.2016

Der Einstieg in "Die Birken wissen's noch" ist mir schwer gefallen. Dies lag weniger an der Geschichte, die von Anfang an viel Potential hatte, sondern am Schreibstil. Er kam mir irgendwie "sperrig" vor und war stellenweise schwer zu lesen. Ich habe mich gefragt, ob dies vielleicht an der Übersetzung... Der Einstieg in "Die Birken wissen's noch" ist mir schwer gefallen. Dies lag weniger an der Geschichte, die von Anfang an viel Potential hatte, sondern am Schreibstil. Er kam mir irgendwie "sperrig" vor und war stellenweise schwer zu lesen. Ich habe mich gefragt, ob dies vielleicht an der Übersetzung liegt, aber ich glaube, dass ich mich einfach an die doch sehr ungewöhnliche Erzählart des Autors gewöhnen musste... nach einer Weile hatte ich nämlich keine Probleme mehr, der Geschichte zu folgen und sie ließ sich leicht lesen. Besonders gut gefallen haben mir die bildhaften Darstellungen der Landschaft und die detailreichen Schilderungen der Ereignisse. Ich brauchte zwar einige Zeit, um mit dem Schreibstil warm zu werden, aber danach hat er mir doch sehr zugesagt und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der Protagonist und Ich-Erzähler, Edvard, ist mir ebenfalls ans Herz gewachsen. Zu Beginn hatte ich keine Verbindung zu ihm oder den anderen Figuren, aber je mehr wir über die Vergangenheit seiner Familie erfahren und seiner Suche folgen, desto mehr konnte ich mit ihm mitfühlen. Er hat nie aufgegeben, auch wenn die Lage aussichtslos zu sein schien und wenn er sich sicher war, dass ihm nicht gefallen würde, was er zum Vorschein bringen würde und das ist bewundernswert. Die Suche selbst fand ich sehr interessant. Meiner Meinung nach war sie recht realistisch geschildert; er kam dem Geheimnis um seine Familiengeschichte nur sehr langsam näher, Stück für Stück, und mit jeder Entdeckung eröffneten sich neue Spuren. Dabei habe ich selbst verschiedene Theorien angestellt, was damals passiert sein könnte... und teilweise lag ich dabei gar nicht so weit daneben. Die Auflösung ist sehr vielschichtig, aber absolut überzeugend und alle Puzzleteilchen passen gut zusammen. Insgesamt hat mir das Buch gefallen. Es war spannend und voller Wendungen und hat eine ungewöhnliche, komplexe Geschichte, der man nach einer gewissen Eingewöhnungszeit aber gut folgen kann.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Birken wissen’s noch
von raschke64 aus Dresden am 09.03.2016

Edvard lebt zusammen mit seinem Großvater Sverre hoch in Norwegen auf einem einsamen Hof in der Nähe eines kleinen Ortes. Sie sind eher Außenseiter im Ort, denn der Großvater hat während des II. Weltkrieges auf Seiten der Deutschen gekämpft und das haben die Menschen nicht vergessen. Die Eltern von... Edvard lebt zusammen mit seinem Großvater Sverre hoch in Norwegen auf einem einsamen Hof in der Nähe eines kleinen Ortes. Sie sind eher Außenseiter im Ort, denn der Großvater hat während des II. Weltkrieges auf Seiten der Deutschen gekämpft und das haben die Menschen nicht vergessen. Die Eltern von Edvard starben, als er 3 Jahre alt war. Er hat fast keine Erinnerungen mehr an sie und der Großvater hat kaum darüber gesprochen. Und den Tod wurde ein großes Geheimnis gemacht. Als der Großvater stirbt, entdeckt Edvard, dass der Großvater noch einen Bruder Einar hatte, der angeblich auch schon im Krieg gestorben ist. Statt dessen lebte er aber noch weiter und wurde nie erwähnt. Immer mehr Geheimnisse entdeckt Edvard und so macht er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und entdeckt viel überraschendes. Das Buch hat mir gut gefallen. Zuerst einmal hat es ein wunderbares und sehr hochwertiges Cover, das gut zum Inhalt passt. Die ersten 100 Seiten habe ich mich ein bißchen gequält. Der Autor beschreibt alle Details sehr sehr ausführlich und ich kam in die Geschichte schwer rein. Doch dann wurde es von Seite zu Seite immer besser und die Familiengeschichte vermischt sich mit den Geschehnissen im I. und II. Weltkrieg. Die Figur von Edvard ist sehr widersprüchlich und das kommt gut rüber. Mit ihm zusammen entdeckt man die ganze Geschichte, die erst einfach zu sein scheint, aber immer mehr und mehr vielschichtiger wird und am Ende eine Überraschung birgt. Eine ganz tolle Geschichte.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Die Birken wissen's noch

Die Birken wissen's noch

von Lars Mytting

(24)
Buch
24,95
+
=
Pfaueninsel

Pfaueninsel

von Thomas Hettche

(1)
Buch
19,99
+
=

für

44,94

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen