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Die Eisläuferin

Roman

(5)

Pirouetten auf politischem Parkett
Während ihrer Urlaubsreise mit der Transsibirischen Eisenbahn kommt der Regierungschefin einer westlichen Industrienation das Gedächtnis abhanden. In Omsk fällt ihr ein Bahnhofsschild aufs Haupt und stiehlt ihr zwanzig Jahre ihres Lebens und jeden Tag aufs Neue ihre Erinnerungen. Mangels alternativer Kandidaten erfährt die Öffentlichkeit nichts davon. Tag für Tag wird die Chefin von ihrem engsten Mitarbeiterkreis neu »auf Schiene« gesetzt - allerdings mit einigen Nebenwirkungen: Sie regiert plötzlich, als gäbe es kein Morgen, spontan, unvoreingenommen, ja geradezu leidenschaftlich. Und auf der Suche nach ihrem Gedächtnis kennt sie kein Pardon ..

Portrait

Katharina Münk ist neben ihrer Autorentätigkeit Personal Coach für Fach- und Führungskräfte und lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Ihr erster Roman ›Die Insassen‹ (2009) wurde ein Bestseller. Ihr Name ist ein Pseudonym.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 01.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21415-5
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/118/22 mm
Gewicht 248
Verkaufsrang 73.193
Buch (Taschenbuch)
9,95
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Buchhändler-Empfehlungen

Daniela Nickaes, Thalia-Buchhandlung Cuxhaven

Katharina Münk entwirft ein Panoptikum aus eitlen Selbstdarstellern,feigen Ja-Sagern und überforderten Politschranzen,die man jederzeit beim Namen nennen könnte.Sehr amüsant Katharina Münk entwirft ein Panoptikum aus eitlen Selbstdarstellern,feigen Ja-Sagern und überforderten Politschranzen,die man jederzeit beim Namen nennen könnte.Sehr amüsant

Melanie Böhm, Thalia-Buchhandlung Hagen

Großartiger Lesespaß - doppelt lustig, wenn man Frau Merkel "vor dem geistigen Auge" hat. Schöne, leichte Sommerlektüre! Großartiger Lesespaß - doppelt lustig, wenn man Frau Merkel "vor dem geistigen Auge" hat. Schöne, leichte Sommerlektüre!

„Satire pur“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Der Roman von Katharina Münk läßt uns auf amüsante Weise am Leben einer europäischen Regierungschefin - Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind erwünscht - teilhaben. Während einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von einem Bahnhofsschild am Kopf getroffen, muss sie täglich - durch eine Amnesie bedingt - ihre „Rolle“ neu lernen. Der Roman von Katharina Münk läßt uns auf amüsante Weise am Leben einer europäischen Regierungschefin - Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind erwünscht - teilhaben. Während einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von einem Bahnhofsschild am Kopf getroffen, muss sie täglich - durch eine Amnesie bedingt - ihre „Rolle“ neu lernen. Immer mehr entwickelt die Kanzlerin ein Eigenleben und hält sich nicht an die ihr vorgegebenen Verhaltensmuster. So manch neue Sicht der Dinge führt zu einigen Verwicklungen auf dem politischen Parkett. Ein humorvoller Roman mit einem überraschenden Schluss. Kräftig Lachen erwünscht.

Kundenbewertungen


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Übersicht
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Die Eisläuferin
von Herbert Mangl aus Wien am 25.04.2016

Die Regierungschefin eines westlichen Staates entschlüpft während ihres Urlaubes ihrer Leibwache und reist mit ihrem Mann unerkannt mit der transibirischen Eisenbahn. Auf einem kleinen russischen Bahnhof fällt ihr ein altersschwaches Schild auf den Kopf – mit fatalen Folgen. Die mächtige Frau erleidet eine Amnäsie und verliert die Erinnerung an... Die Regierungschefin eines westlichen Staates entschlüpft während ihres Urlaubes ihrer Leibwache und reist mit ihrem Mann unerkannt mit der transibirischen Eisenbahn. Auf einem kleinen russischen Bahnhof fällt ihr ein altersschwaches Schild auf den Kopf – mit fatalen Folgen. Die mächtige Frau erleidet eine Amnäsie und verliert die Erinnerung an die letzten zwanzig Jahre ihres Lebens. Was für eine Privatperson schon tragisch genug ist, ist für eine erste Person eines Staates eine echte Tragödie. Allerdings mehr für die Umgebung als für sie selbst. Natürlich ist sie anfangs geschockt und verzweifelt, doch mit einiger Hilfe ihres Mannes und etlicher Assistenten findet sie sich leidlich zurecht in ihrer Umwelt. Dank ihrer Persönlichkeit und ihrer Klugheit meistert sie auch schwierige Situationen, ohne das Wissen aus der Vergangenheit und kann durch einige unkonventionelle Auftritte in der Öffentlichkeit sogar beim Volk punkten. Im Hintergrund schlägt jedoch die Stimmung um, und man denkt sogar daran, sie abzusetzen. Eine ziemlich amüsante Fiktion, bei der man sich allerdings fragen muss, ob es tatsächlich eine ist, oder ob es sich nicht tatsächlich so abspielen könnte. Es gibt ja schon einige Darstellungen von Staatsoberhäuptern, in denen selbige als austauschbare Schachfiguren dargestellt werden und die wahren „Macher“ die Leute dahinter sind. In jedem Fall eine empfehlenswerte Lektüre, kurzweilig, interessant und gut geschrieben.

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Die Eisläuferin
von Sylvia Mangl aus Wien am 17.02.2016

Die Regierungschefin einer westlichen Nation überlistet ihren Bewachungsstab, um mit ihrem Mann eine Reist mit der transsibirischen Eisenbahn zu unternehmen. Auf dem kleinen Bahnhof in Omsk fällt ihr ein Schild auf den Kopf mit fatalen Folgen. Sie verliert ihre Erinnerung an die letzten zwanzig Jahre und sie verliert ihre... Die Regierungschefin einer westlichen Nation überlistet ihren Bewachungsstab, um mit ihrem Mann eine Reist mit der transsibirischen Eisenbahn zu unternehmen. Auf dem kleinen Bahnhof in Omsk fällt ihr ein Schild auf den Kopf mit fatalen Folgen. Sie verliert ihre Erinnerung an die letzten zwanzig Jahre und sie verliert ihre Fähigkeit zu schreiben und zu lesen. Zuerst hofft man auf eine schnelle Rekonvaleszenz, doch der Urlaub reicht nicht aus, um die erste Frau im Staat wiederherzustellen. Eine perfekt organisierte Krisenmaschinerie wird angeworfen. Da auch das Kurzzeitgedächtnis der Patientin in Mitleidenschaft gezogen ist, muss sie jeden Tag aufs Neue auf den letzten Stand gebracht werden um zu funktionieren. Mit der Zeit findet sie einen Weg mit ihrem Handycap umzugehen und fühlt sich wieder fit genug, ihren Geschäften nachzugehen. Just in diesem Moment, will ihr Stab sie austauschen, obwohl sie beliebt ist wie nie zuvor, weil sie nicht nur funktioniert, sondern auch höchst menschlich agiert. Ich habe dieses Buch mit viel Vergnügen gelesen, weil es so eine nette „was wäre wenn“-Geschichte ist. Weil es sich tatsächlich so abspielen könnte. Zumindest würde ich es unbesehen glauben, wenn es mir jemand erzählte. Ich meine damit, die Fremdbestimmung in hohen Ämtern und ähnliche Dinge. Weil man, wenn man viele Jahre eine Funktion bekleidet vielleicht einen gewissen Tunnelblick bekommt und vergisst, weswegen man eigentlich begonnen hat. Das wurde hier deutlich gezeigt, durch die fehlenden zwanzig Jahre. Das Buch war leicht und angenehm zu lesen, was vielleicht ein wenig verschleiert hat, dass das Thema selbst gar nicht so unernst ist. In jedem Fall ist das Buch sehr zu empfehlen.

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Die Eisläuferin von Katharina Münk
von Sanderein am 30.05.2015

Eine Regierungschefin, die durch einen kleinen Unfall im Urlaub ihr Gedächtnis verliert. Ausgerechnet ihr fällt ein Bahnhofsschild auf den Kopf und nun hat sie die letzten 20 Jahre ihres Lebens vergessen. Jeden Tag aufs Neue erfährt sie, dass sie die Regierungschefin eines Landes ist und jede Nacht vergisst sie... Eine Regierungschefin, die durch einen kleinen Unfall im Urlaub ihr Gedächtnis verliert. Ausgerechnet ihr fällt ein Bahnhofsschild auf den Kopf und nun hat sie die letzten 20 Jahre ihres Lebens vergessen. Jeden Tag aufs Neue erfährt sie, dass sie die Regierungschefin eines Landes ist und jede Nacht vergisst sie es wieder. Das Buch ist flüssig geschrieben. Die Kapitel sind weder zu lang noch zu kurz und lassen sich dadurch gut lesen. Frau Münks Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich fand die Idee sehr spannend, dass ausgerechnet eine Regierungschefin ihr Gedächtnis verliert und ebenso spannend wurde die Story verpackt. Ihr Stab versucht die Macht an sich zu nehmen und sie als Marionette zu verwenden. Ihr Therapeut verrät sie. Und ihrem Gatten geht das ganze Theater auf die Nerven. Ihr Gedächtnisverlust hat allerdings nicht nur schlechte Seiten. Einerseits hilft er ihre Ehe wieder zu kitten, andererseits ist sie wohl die authentischste Regierungschefin seit Jahrzehnten. Ich fand, dass die Grundidee gut umgesetzt wurde. Die Ironie wurde gut verpackt und die Geschichte war trotz dieses Schicksalsschlages immer wieder urkomisch. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es jedem, der mal wieder ein gutes Buch lesen möchte.

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Ein Spaß fürs Kopfkino
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 16.01.2015

»Er war es so leid. Jeden Morgen dieselbe enttäuschte Hoffnung, dass sich ein kleines, verheißungsvolles Erinnerungsfenster aufgetan haben könnte, das ihre Reaktionen weniger drastisch ausfallen ließ … Also nahm er wieder ihre beiden Hände, legte sie in ihren Schoß und seine darauf: »Du musst jetzt stark sein, Liebes.« »Die Stasi! Der... »Er war es so leid. Jeden Morgen dieselbe enttäuschte Hoffnung, dass sich ein kleines, verheißungsvolles Erinnerungsfenster aufgetan haben könnte, das ihre Reaktionen weniger drastisch ausfallen ließ … Also nahm er wieder ihre beiden Hände, legte sie in ihren Schoß und seine darauf: »Du musst jetzt stark sein, Liebes.« »Die Stasi! Der KGB?« »Nein, Omsk.« Er hatte sich angewöhnt, schnell zu sprechen, um möglichst viele Informationen in eine Sprechphase zu legen. Der Tag war kurz. Sie wusste nicht, was er meinte, fragte, ob ihm nicht wohl sei, und er fuhr schnell fort: »Du hattest vor einigen Tagen einen Unfall während unseres Urlaubs in Sibirien. Dort ist dir ein altes Bahnhofsschild auf den Kopf gefallen, in Omsk eben, und seitdem hast du dein Gedächtnis verloren. Ansonsten bist du kerngesund, du kannst dich bloß nicht an die letzten zwanzig Jahre erinnern. Aber das kriegen wir hin.« Während einer privaten Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn hat die Regierungschefin einer bekannten westlichen Industrienation einen Unfall: Auf einem Bahnhof fällt ihr ein altes Schild auf den Kopf. Als sie wieder zu sich kommt, erkennt sie zwar ihren langangetrauten Ehemann, wähnt sich aber im Jahr 1991. Gerade erst hat sie ein Mandat bekommen und muss schnellstens in ihren Wahlkreis. Ihr Mann erklärt ihr die Wahrheit und spricht mit Ärzten, nur um am nächsten Morgen zu erkennen, dass alle Mühe vom Vortag vergebens war. Denn nach jedem Aufwachen ist es wieder 1991. Was schon für den normalen Menschen eine Tragödie wäre, versetzt ihr Parteiumfeld nun in Panik. Schließlich ist sie eine öffentliche Person, ein geeigneter Vertreter nicht in Sichtweite und die Opposition lauert nur auf jede Schwachstelle. Also erhält die Chefin nun Tag für Tag strikt durchorganisierte und perfekt geplante Arbeitsablaufbeschreibungen, die mit einer morgendlichen Filmvorführung (20 Jahre im Schnelldurchgang) beginnen. Zusätzlich erschwert wird die Situation dadurch, dass die Chefin nicht nur die letzten 20 Jahre, sondern auch die Fähigkeit des Lesens und Schreibens vergessen hat. Und ein Tag reicht leider nicht aus, um etwas Neues zu lernen, wenn man am nächsten Tag nicht darauf aufbauen kann. Als ich mir dieses Buch raussuchte war mir aufgefallen, dass es diverse schlechte bis mittelprächtige Bewertungen dazu gibt. Darüber habe ich mich schon nach den ersten Seiten gewundert. Das Kernproblem erahnt man eigentlich schon vor dem Unfall. Die Regierungschefin beschließt gemeinsam mit ihrem Mann, einen richtig privaten Urlaub zu machen. Einmal wollen sie allein unterwegs sein, ohne Sicherheitsbeamte. Sie wollen in der Menge mitschwimmen, statt nur über rote Teppiche zu laufen. Schon an diesem Eingangskapitel hatte ich großen Spaß, denn langjährige Verhaltensweisen lassen sich so einfach nicht abstellen. Da muss der Mann eingreifen, um seine Frau – die doch unerkannt bleiben will – von einer Gruppe Mütter und Kinder loszureißen, auf die sie sich ganz automatisch zubewegt hatte, um „Nähe zu demonstrieren“. Und wenn es dann klappt, und man nicht erkannt wird, ist das irgendwie auch nicht schön. »Ich fasse es nicht.« »Was ist denn?« Ihr Mann bewegte sich mit traumwandlerischer Sicherheit durch die Touristenströme. »Der hat mich nicht erkannt. Der kennt meinen Namen nicht. Der ist noch nicht einmal ins Grübeln gekommen, nicht einmal für einen kleinen Moment!« »Na, Gott sei Dank. Wo um Himmels willen liegt das Problem?« »Adenauer wäre das nicht so ergangen.« Der Urlaub nimmt ja dann ein abruptes Ende, aber während die Chefin Tag für Tag im Jahr 1991 aufwacht, wird ihr mehr und mehr bewusst, dass sie diese Frau, die sie bei den morgendlichen Filmvorführungen zu sehen bekommt, nicht mit ihren neuen Empfindungen in Einklang bringen kann. Sie kommt ihr unlebendig vor, gar nicht echt, eine traurige Gestalt – und das liegt nicht nur an den heruntergezogenen Mundwinkeln. Zum Entsetzen ihres Stabes fängt sie an, sich anders zu benehmen, als man es von ihr gewohnt war. Ganz anders. Dieser Teil ist pure Satire auf die hohe Welt der Politik. Schnell wird dem Leser klar, dass es Regierungssprecher und Co. im Grunde nicht um die Genesung der Chefin geht. Einzig, dass sie funktioniert und ihre Rolle ausfüllt, ist von Bedeutung. Und so perfekt, wie die täglichen Vorbereitungen für Reden und Auftritte laufen, kann man sich leicht vorstellen, dass so auch die Routine bei Spitzenpolitikern abläuft, die nicht unter Gedächtnisschwund leiden. Und dazu die Sprache! Herrlich! Die Chefin ist es dermaßen gewohnt, schwammige Unkonkretheiten von sich zu geben, dass sie selbst im privaten Umfeld nicht mehr anders sprechen kann. Aber solche Aussagen passen einfach immer, das weiß auch ihr Stab und nutzt es für die Tagesplanung… »Denken Sie an das Wording, wir sind das heute Vormittag im Film doch alles durchgegangen, ja? Sagen Sie einfach genau das, was Sie vor Ihrem Urlaub auch gesagt haben, ja? Die Fragen müssen Sie nicht kennen, nur die Antworten, die Sie zu geben haben.« Der Rest der Geschichte ist vorhersehbar. Die Chefin ist klarer Sympathieträger und muss folglich zu einem guten Ende geführt werden. Den Weg dahin fand ich aber sehr amüsant. Überhaupt: „Die Chefin“. Ich besitze noch ein älteres Buch mit einer neutralen weiblichen Person auf dem Titelbild. Das neue Cover ist auch wirklich nicht nötig, denn wirklich jeder sieht schon nach den ersten Seiten eine wohlbekannte Person vor seinem geistigen Auge. Das Kopfkino springt an – und bleibt auch an, das gesamte Buch über. Es gibt unzählige bekannte Dinge, Kleidung, Frisur, die heruntergezogenen Mundwinkel oder die „Tai-Chi-Übung“ mit den vor dem Körper zusammengeführten Fingerspitzen, die die „neue“ Chefin übrigens trotz Übens einfach nicht hinbekommt. Auch andere Personen sind so treffend beschrieben, dass kein Zweifel über ihr reales Vorbild bleibt. Besonders gefiel mir hier das leicht extrovertiert dargestellte französische Staatsoberhaupt ;-) Ein paar Dinge wollten mir aber nicht in den Kopf. Wenn ich versuche mir vorzustellen, dass ich an jedem neuen Tag den alten komplett vergessen habe, dann glaube ich nicht, dass ich – gleich nach erhaltener Info durch meinen Ehemann – versuchen würde, mich umzubringen. Ich glaube auch nicht, dass innerhalb eines einzigen Tages ein so hoher Frustlevel entstehen kann, wie dargestellt. Aber nun gut, mit allzu viel Logik sollte man hier ohnehin nicht rangehen.

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Die Eisläuferin
von einer Kundin/einem Kunden am 01.09.2015

Die Leseprobe dieses Buches fand ich interessant,das Buch hat mich enttäuscht. Eine Regierungschefin macht mit ihrem Mann inkognito Urlaub.Bei einer Fahrt mit der transsibirischen Eisenbahn fiel ihr ein Ortsschild auf den Kopf,wodurch sie ins Koma fällt.Beim Erwachen fehlen ihr die letzten zwanzig Jahre ihres Lebens ,sowie ihr Kurzzeitgedächtnis.Diese Tatsache... Die Leseprobe dieses Buches fand ich interessant,das Buch hat mich enttäuscht. Eine Regierungschefin macht mit ihrem Mann inkognito Urlaub.Bei einer Fahrt mit der transsibirischen Eisenbahn fiel ihr ein Ortsschild auf den Kopf,wodurch sie ins Koma fällt.Beim Erwachen fehlen ihr die letzten zwanzig Jahre ihres Lebens ,sowie ihr Kurzzeitgedächtnis.Diese Tatsache darf der Öffentlichkeit nicht bekannt werden.Ihr Mann und ihr Mitarbeiterstab bringen sie jeden Tag wieder auf den neuesten Stand,damit sie ihre Regierungstätigkeit weiter ausüben kann.Sie verändert sich ,trifft mehr spontane und emotionale Entscheidungen. Ich fand das Buch sehr zähflüssig und ohne besondere Spannung.Ich denke ,die Geschichte hätte mehr hergegeben.

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