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Die Eismacher

Roman

(44)
Wenn Liebe auf der Zunge zergeht.
Im Norden Italiens, inmitten der malerischen Dolomiten, liegt das Tal der Eismacher, in dem sich die Einwohner auf die Herstellung von Speiseeis spezialisiert haben. Giuseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme wurde hier erfunden. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie während der Sommermonate ein kleines Eiscafé betreiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Lesen so sehr wie das Eis. Bis ihn eines Tages sein Bruder aufsucht: Luca, der das Eiscafé übernommen hat, ist inzwischen mit Sophia verheiratet, in die beide Brüder einst unsterblich verliebt waren. Und er hat eine ungewöhnliche Bitte …
Rezension
"Ernest van der Kwast erzählt von der Liebe zwischen Mann und Frau, von der Liebe zwischen zwei Brüdern und dem Moment, wenn beides verloren geht. Sinnlich, herzlich, köstlich schön." Brigitte, Heft 13/2016, Die 30 besten Bücher für den Sommer
Portrait
Ernest van der Kwast wurde 1981 in Bombay geboren und ist halb indischer, halb niederländischer Herkunft. Mit seinem ersten Buch, »Mama Tandoori«, schrieb er sofort einen Bestseller. Der autobiografische Roman verkaufte sich in den Niederlanden und in Italien mehr als 100.000 Mal und wurde als Theaterstück adaptiert. Auf Deutsch erschien bisher »Fünf Viertelstunden bis zum Meer«, der auch hierzulande zum in der Presse gefeierten Bestseller wurde. Mit "Die Eismacher" gelang Ernest van der Kwast schließlich der absolute Durchbruch. Er ist einer der meistverkauften Romane in den Niederlanden und entzückt Leserinnen und Leser weltweit. Van der Kwast lebt in Südtirol.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 09.05.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-75680-3
Verlag btb
Maße (L/B/H) 221/144/38 mm
Gewicht 620
Originaltitel De ijsmakers
Verkaufsrang 33.030
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eis fürs Leben“

C. Nickenig, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Eisherstellung ist eine Familientradition, so auch bei Familie Talamini. Das Frühjahr und den Sommer verbringt die Familie in ihrer Eisdiele in Rotterdam und im kalten Winter geht es wieder zurück in die Dolomiten. Aber der älteste Sohn Giovanni liebt die Literatur aber mehr als das Eis ... Ernest van der Kwast erzählt uns die wunderbare Eisherstellung ist eine Familientradition, so auch bei Familie Talamini. Das Frühjahr und den Sommer verbringt die Familie in ihrer Eisdiele in Rotterdam und im kalten Winter geht es wieder zurück in die Dolomiten. Aber der älteste Sohn Giovanni liebt die Literatur aber mehr als das Eis ... Ernest van der Kwast erzählt uns die wunderbare und herzerwärmende Geschichte zweier Welten. Der Leser taucht vollkommen in die Welt der Liebe und des Eises ein. Eine ganz besondere und beeindruckende Familiengeschichte.

„Wunderschön!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein sehr beeindruckender Familien-Roman über Norditalien, die Dolomiten, die Drei Zinnen, das Eismachen, das Pendeln zwischen zwei Welten, über Poesie und Literatur! Wunderbar und herzerwärmend erzählt! Ein sehr beeindruckender Familien-Roman über Norditalien, die Dolomiten, die Drei Zinnen, das Eismachen, das Pendeln zwischen zwei Welten, über Poesie und Literatur! Wunderbar und herzerwärmend erzählt!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
44 Bewertungen
Übersicht
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Ernest van der Kwast Die Eismacher
von Hotel aus Ostfriesland am 02.09.2016

Mir gefiel diese Mischung aus Familiengeschichte und Drama sehr gut, denn es wurde auf keiner Seite langweilig. Ein sehr gutes, Buch. Der Einstieg in die Handlung klappte sofort nach den ersten Seiten. Das Lesen ging flüssig und die Handlung ist gleichfesselnd. Der Schreibstill van der Kwasts ist sehr gut,... Mir gefiel diese Mischung aus Familiengeschichte und Drama sehr gut, denn es wurde auf keiner Seite langweilig. Ein sehr gutes, Buch. Der Einstieg in die Handlung klappte sofort nach den ersten Seiten. Das Lesen ging flüssig und die Handlung ist gleichfesselnd. Der Schreibstill van der Kwasts ist sehr gut, kurzweilig, spannend und nachvollziehbar und ermöglicht einem die Geschichte fast in einem durchzulesen. Rundum eine wirklich gelungene Geschichte, die aus dem Leben gegriffen ist, die auch über das Leben erzählt. Die große Kunst des Autors ist es, Dinge und Probleme im Leben von Menschen wie sie in der Welt zu Hauf vorkommen, einerseits so spannend zu verweben, und anderseits den Leser gefühlstechnisch so zu involvieren, um beim Ausbruch am Ende von der Intensität überrascht mitgetragen zu werden. In diesem Buch werden sehr einfühlsam die Generationenkonflikte und die verloren gegangenen Werte von Freundschaft, Heimat und Familie geschildert. Das Buch zeigt auf, dass man egal wie viele Steine man in seinen Weg gelegt bekommt, kämpfen muss, weitermachen und weitergehen muss. Es geht vorwiegend um die Eigenständigkeit und den Mut, gewohnte Wege zu verlassen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.. Veränderungen können Angst machen aber sie können auch wichtig und schön sein. Die Handlung ist exzellent beschrieben, sehr detailgetreu und die einzelnen Charaktere spiegeln das Thema und die Problematik sehr gut wieder. Der Leser lebt mit den Figuren und Charakteren. Viele Fäden verbinden sich und der Leser gewinnt Einblicke in die Strukturen der alten Traditionen in italienischen Familien. Und so gestaltet sich das Lesen dieses Buches quasi wie im Flug. Alle Charaktäre,mit ihren Stärken und Schwächen, konnten sich entwickeln, van der Kwast gibt ihnen den Raum und die Zeit im Roman. Dadurch schafft er es allen gerecht zu werden. Auch die eigentlich negativ besetzten haben ihren Stellenwert.

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Wunderschön!
von Bani am 10.08.2016

So ein wunderbares Buch! Lustig, poetisch und berührend zu gleich. Ein Lesevergnügen für Urlaubstage im Sommer. Ich hab das Buch in meinem Frankreichurlaub sehr genossen, kann nur empfehlen, nicht umsonst ein Bestseller.

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Ché bello!
von einer Kundin/einem Kunden aus Mönchengladbach am 28.07.2016

Das Buchcover ist ein Traum! Die ganze Farb-, Schrift- und Bildgestaltung ist wunderschön und auch die Papierwahl und Veredelung dazu (erhabene Stellen) sehr schön gewählt! Die Farben sind nicht zu knallig, ähnlich wie Pastellfarben und wirken dazu sehr harmonisch. Die Schriftmischung aus Autor und Buchtitel bildet einen schönen Kontrast.... Das Buchcover ist ein Traum! Die ganze Farb-, Schrift- und Bildgestaltung ist wunderschön und auch die Papierwahl und Veredelung dazu (erhabene Stellen) sehr schön gewählt! Die Farben sind nicht zu knallig, ähnlich wie Pastellfarben und wirken dazu sehr harmonisch. Die Schriftmischung aus Autor und Buchtitel bildet einen schönen Kontrast. Der Betrachter blickt direkt auf die erste Eiskugel ganz oben und im Hintergrund die helle Sonne mit strahlend blauem Himmel - das Cover hat einen ganz eigen Stil - wunderschön! "Die Eismacher" geschrieben von Ernest van der Kwast handelt und erzählt von der Geschichte der Familie Talamini - die Eismacher. Aber auch über die Geschichte der Eisherstellung. La Familia Talamini führt acht Monate im Jahr eine Eisdiele in den Niederlanden - Rotterdam, die restlichen vier Monate sind sie in den Bergen Italiens. Die Familientradition besagt das das älteste Kinde, in diesem Fall Giovanni, das Familienunternehmen übernehmen soll, doch Giovanni weigert sich und studiert stattdessen. Daraufhin übernimmt sein Bruder Luca das Geschäft. Dann ist da noch Sophia, wird von beiden Brüdern verehrt, heiratet aber Luca. Das Verhältnis der Brüder ist nicht immer einfach, aber wenn es Probleme gibt sind sie füreinander da. Man könnte noch so viel zum Inhalt schreiben, aber dieses Buch muss man einfach selber lesen! :-) Der Schreibstil war durchweg sehr angenehm. Es ist fesselnd, lecker, wunderschön, ausdrucksvoll, harmonisch, bezaubernd und romantisch. Sehr gefallen hat mir auch der italienische Bezug und natürlich auch das Eis. In Italien gibt es so unglaublich viele Eissorten, und es ist das leckerste! Da ich Halbitalienerin bin konnte ich manches aus dem Buch gut nachvollziehen ;-) Das Buch ist aufjedenfall zu empfehlen!

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Die Tradition des Eismachens
von simi159 am 24.07.2016

Mit guten Büchern ist es wie mit der Eiszubereitung, es braucht seine Zeit. Und so braucht man auch als Leser ein bisschen, bis einem "Die Eismacher" von Ernest van der Kwast munden. Dann liest es sich locker leicht. Worum geht es: Es geht um Giovanni, den ältesten Sohn der Familie Talamini. Sie leben... Mit guten Büchern ist es wie mit der Eiszubereitung, es braucht seine Zeit. Und so braucht man auch als Leser ein bisschen, bis einem "Die Eismacher" von Ernest van der Kwast munden. Dann liest es sich locker leicht. Worum geht es: Es geht um Giovanni, den ältesten Sohn der Familie Talamini. Sie leben in den Dolomiten, im Tal der Eismacher. Und genau das soll er werden Eismacher, wie sein Vater Großvater und Urgroßvater zuvor. Doch Giovanni bricht mit der Familientradition, studiert Literatur und wird Lektor in einem Verlag. Denn er liebt den Gedichte und geht voll in der Welt der Lyriker auf. Und so muss sein kleiner Bruder Luca das Eismachen erlernen, im Sommer das Eiscafé in Rotterdam betreiben und die Tradition der Familie weiterführen. Und Sommer um Sommer für selbige opfern. Fazit: So bunt wie das Cover, mit den fröhlichen Eistüte, so ist auch die Geschichte der Eismacher von Ernest van der Kwast. Und genau diese bunte Mischung und vor allem die Bilder des Autors haben mir sehr viel Spaß beim Lesen gemacht. Egal ob es die karge, kalte Welt der italienischen Alpen, mit ihren kleinen Dörfern und die Entstehung der Eismacher Kunst ist, die bunte Welt um den Eissalon der Familie Talamini in Rotterdam oder die Welt der Literatur rund um Giovanni ist. Als Leser taucht man so tief ein, dass man meint den die Süße und Kälte des Eises zu schmecken. Zu der tollen Geschichte tragen neben den verschieden Welten auch die tollen Charaktere bei. Die ein wenig typisch italienisch sind, und doch so gut wie kein Klischee erfüllen. Sie sind gut beschrieben, lebensnah und authentisch. Giovanni, der die Lebensgeschichte seiner Familie erzählt, beim Urgroßvater angefangen, der das Eismachen erfand und dafür Eisblöcke aus den Berg geschlagen hat, über seinen Vater und sich und seinen Bruder. Wie sie beide Großwerden und um die Liebe einer Frau buhlen, wie er zur Literatur kommt und wie das so ist in eine Eismacherfamilie geboren worden zu sein und diese Tradition zu leben oder auch nicht. Das alles hat der Autor geschickt zusammengebastelt, in keinen chronologischen Ablauf, sondern man springt von Zeit zu Zeit hin und her. Mal in kürzeren Mal in längeren Abschnitten. Das gibt die Spannungen und so manch unerwartet Wendung überrascht. Die Mischung aus Lyrik, verrückten Eis Geschmacksrichtungen und dem ganz normalen Leben hat mir sehr gut gefallen. Genau solch ein Buch braucht es in einem Sommer wie diesem, und von daher gibt es von mir 5 Sterne.

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Verliebt in Eis
von KrimiElse am 18.07.2016

In das Buch "Die Eismacher" von Ernest van der Kwast kann man sich verlieben wie in zartschmelzendes sommerbuntes Eis, es verbindet eine tragikomische italienische Familiengeschichte mit den Traditionen der Eismacherei und der Liebe zur Poesie als höchste Kunst der Literatur, ist sprachgewaltig und voller überraschender, teils skurriler Anekdoten und... In das Buch "Die Eismacher" von Ernest van der Kwast kann man sich verlieben wie in zartschmelzendes sommerbuntes Eis, es verbindet eine tragikomische italienische Familiengeschichte mit den Traditionen der Eismacherei und der Liebe zur Poesie als höchste Kunst der Literatur, ist sprachgewaltig und voller überraschender, teils skurriler Anekdoten und lässt einen beim Lesen nicht mehr los. Inhalt -Klappentext: Im Norden Italiens, inmitten der malerischen Dolormiten, liegt das Tal der Eismacher, in dem sich die Einwohner auf die Herstellung von Speiseeis spezialisiert haben. Giuseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme wurde hier erfunden. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie ein kleines Eiscafé betreiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der älter Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Leben so sehr wie das Eis. Bis ihn eines Tages sein Bruder aufsucht: Luca, der das Eiscafé übernommen hat, ist inzwischen mit Sophia verheiratet, in die beide Brüder einst unsterblich verliebt waren. Und er hat eine ungewöhnliche Bitte... Der Erzähler Giovanni und sein Bruder Luca, die beiden Sprößlinge der Eismacherfamilie Talamini, haben ein inniges Verhältnis. Gekoppelt mit vielen Rückblicken bis hin zu ihrem Urgroßvater, dem ersten Eismacher im Tal, begleitet die Geschichte die beiden bis zur ersten großen Liebe völlig unzertrennlichen und eng vertrauten Brüder, die beide in der Kindheit das Handwerk der Eismacherei lernen und lieben. Mit dem Auftauchen von Sophia trennen sich die Wege, der jüngere Luca bekommt das schönste Mädchen des Dorfes und die elterliche Eisdiele, der ältere Bruder Giovanni wird zum Weltreisenden für die Poesie und Literatur. Lucas Liebe zum Eis nimmt im Roman genauso viel Raum ein wie die Giovannis Liebe zur Poesie und findet Verbindung in der Liebe der Brüder zu Sophia, die mit großem Feingefühl und dennoch voller Inbrunst beschrieben ist. Wie Planeten ein Gestirn umkreisen beide Jungen die Schöne Sophia, sobald sie im Tal der Eismacher auftaucht, nehmen zunächst gleichermaßen und ohne Eifersucht ihren Raum bei ihr ein. Sophia bleibt das Gestirn der Familie, die die Verbindung der Brüder zwischen neuen und schier unglaublichen Eiscreationen von Luca und wundervollen Poesie-Erlebnissen auf weltweiten Dichterfestivals von Giovanni ist. Man hat beim Lesen das Gefühl, die Familie rückt entweder näher zusammen oder droht zu zerbrechen, wenn Sophia unglücklich ist. Neben Geschichten über Marco Polo und ob dieser das Eis aus China mitbrachte oder über die Erfindung der ersten Eiswaffel auf der Weltausstellung in New York erfährt man beim Lesen Hochinteressantes zur Eisherstellung, zu den ersten Eismaschinen, die mit Schnee betrieben wurden, und zum Eistransport per Schiff durch einen findigen Geschäftsmann aus dem kalten Norden Amerikas nach Kalkutta, alles immer irgendwie verbandelt mit dem kleinen Dorf der Eismacher in den Dolormiten und den Einwohnern dort. Das Buch verknüpft so auf unglaublich schöne Weise die Erlebnisse der Eismacherfamilie Talamini mit interessanten und sehr gut recherchierten Hintergrundinformationen. Mit einem Augenzwinkern kann man die Erfindung des Speiseeises und dessen Zubehör den Eismachern aus den Dolormiten zuschreiben, was durch zahlreiche kleine teils witzig-skurrile, teils tragische Geschichten belegt wird. Ich habe selten ein so sommerliches und gleichzeitig so poetisches Buch gelesen, das eine Familiengeschichte auf derart sinnliche und lebensbejahende Weise erzählt, so dass ich am Ende traurig war, das Buch zuklappen zu müssen. Für dieses ganz besondere Lesevergnügen vergebe ich fünf Sterne und die Empfehlung, sich beim Lesen entweder in der Nähe einer guten italienischen Gelateria aufzuhalten oder ein köstliches Eis im heimischen Gefrierschrank bereit zu halten.

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Genuss, Erotik, Komik - Lesevergnügen pur!
von einer Kundin/einem Kunden aus Brachbach am 14.07.2016

Um es gleich vorweg zu sagen: Die folgenden Zeilen werden eine Liebeserklärung an Ernest van der Kwasts Roman „Die Eismacher“. Er zergeht wie Eis auf der Zunge, ist ein sprachlicher, literarischer, erotischer, sinnenfroher, tragikomischer Genuss. Im Mittelpunkt steht die Familie Talamini, die in der fünften Generation die Kunst des... Um es gleich vorweg zu sagen: Die folgenden Zeilen werden eine Liebeserklärung an Ernest van der Kwasts Roman „Die Eismacher“. Er zergeht wie Eis auf der Zunge, ist ein sprachlicher, literarischer, erotischer, sinnenfroher, tragikomischer Genuss. Im Mittelpunkt steht die Familie Talamini, die in der fünften Generation die Kunst des Eismachens beherrscht, und eine Kunst ist es in der Tat. Während der Urgroßvater noch das Eis mühsam vom Gletscher der Berge holte, experimentiert die junge Generation mit allen nur denkbaren Zutaten (Wobei das Eis mit Blauschimmelkäse, Apfel und Birne noch zu probieren wäre!). Im Sommer betreibt man die Gelateria in Rotterdam, im Winter geht es in die heimatlichen Dolomiten. Luca, der jüngste Familienspross, übernimmt die Eisdiele von seinem Vater, während der zwei Jahre ältere Giovanni mit der Familientradition bricht und seine Passion für die Poesie lebt. Seine Welt ist nicht das Eismachen, ist nicht der chinesische Gast, der behauptet, ein Landsmann habe das Eis erfunden. Seine Welt ist die Literatur, sind die Kneipen seines Studienortes Amsterdam mit ihren Dichtern. Beide Brüder haben ein inniges Geschwisterverhältnis, gehen bis zur ersten Verliebtheit meist Hand in Hand durch die Straßen. Sie verlieben sich beide in Sophia, und van der Kwast erzählt diese erwachende Leidenschaft mit unglaublicher Behutsamkeit, Feingefühl und Empathie. Der Leser wird getragen zwischen kreativen Eisideen, traditionellen und modernen Familienbanden, zwischen leidenschaftlichen Momenten und inniger Liebe zur Poesie. Die Hinweise auf die zitierten Gedichte finden sich im Anhang, sodass man sich auf die Suche nach den lyrischen Texten begeben und sie parallel zum Roman genießen kann. Skurriles, Anekdotisches, feinste Beobachtungen und eine beneidenswerte Sprache machen „Die Eismacher“ zu einem besonderen Roman. Ich kann nur jedem empfehlen, sich in seiner Gelateria seinen Lieblingseisbecher zu bestellen, dazu das Buch zu lesen – das ist purer Genuss im eher trostlosen Sommer 2016. Für mich ist es bisher der Roman des Jahres!

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Sinnlicher Genuss zwischen Pflicht und Liebe, der bewegt, statt einfache Lösungen aufzutischen
von StefanieFreigericht am 13.07.2016

„Wir wollen so viel an die nächste Generation weitergeben. Eis, Poesie, Werkzeug. Eine bestimmte Lebensweise. Nichts will man verloren gehen lassen, weil man sich sonst selbst infrage stellen müsste.“ S. 349 Ernest van der Kwast schreibt vom Leben der Familie Talamini, aus dem Tal der Eismacher in der Region Venetien,... „Wir wollen so viel an die nächste Generation weitergeben. Eis, Poesie, Werkzeug. Eine bestimmte Lebensweise. Nichts will man verloren gehen lassen, weil man sich sonst selbst infrage stellen müsste.“ S. 349 Ernest van der Kwast schreibt vom Leben der Familie Talamini, aus dem Tal der Eismacher in der Region Venetien, Provinz Belluno, nord-westlich von Venedig. Er erzählt aus der Sicht des Ich-Erzählers Guiseppe über die Gegenwart der Familie, mit Rückblicken auf die Familiengeschichte ab dem Urgroßvater des Ich-Erzählers, der ebenfalls Guiseppe hieß. Dieser war der erste Talamini, der Speiseeis hergestellt hat. Mühselig musste er die Maschine dafür mit der Hand drehen („drehen, drehen, drehen“ ist eines der oft wiederholten Motive); das Eis zum Herunterkühlen der Zutaten hatte er selbst aus den Bergen geholt. Er war zuerst als Maronibräter nach Wien gegangen, bevor er seiner Faszination für die Eisherstellung nachgeben konnte. Seine Nachkommen folgen der Familientradition: der Vater des Ich-Erzählers, Beppi (natürlich auch ein Guiseppe), sah mit seinen zwei Söhnen die Nachfolge als gesichert an. Als Kinder sind die Brüder noch unzertrennlich, selbst, als sie sich beide in Sophia verlieben: „Luca und ich spielten beide eine absurde Variante des alten Ich-bin-nicht-verliebt-Spiels, und irgendwann konnte ein Dritter mit unserer Beute das Weite suchen. Doch dazu kam es nicht, es trat nie ein Dritter in Erscheinung.“ S. 134 Stammhalter Guiseppe entscheidet sich gegen die Familientradition: er liebt die Poesie, studiert, arbeitet im Verlag, für eine Lyrikzeitung, für Lyrikfestivals. So übernimmt der jüngere Sohn Luca das Familiengeschäft. „Er [der Bruder, Luca] arbeitete sechzehn Stunden am Tag, machte Eis, verkaufte Eis, reinigte die Maschinen und fiel am späten Abend wie ein Klotz ins Bett. Seine Welt war das Eiscafé, meine begann dort, wo die Terrasse aufhörte.“ S. 180 Es ist hart, das Leben der Eismacher, mit langen Arbeitstagen in der Fremde, Wochen ohne Wochenende oder Freizeit, auch ohne die Kinder, die der Schule wegen in Italien bleiben, im Internat oder bei Verwandten. In den Sommerferien besuchen die Kinder ihre Eltern dort, wo die ihre Cafés betreiben, in Rotterdam, wie im Buch, oder in Deutschland, Österreich oder sonst in Europa. Der Autor beschreibt viele Welten in seinem Buch: er berichtet von Lyrik-Liebhaber Guiseppe, der Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Hotels in der ganzen Welt kennt, aber sich sonst oft als Fremder fühlt, weil er soviel unterwegs ist; er erzählt die Geschichte der Eisherstellung, vom harten Leben in Norditalien gegen Ende des 18. Jahrhunderts; er redet vom Bruch in der Familie. Das Buch spricht von Liebe und Verzicht, vom Umsetzen von Träumen und von Pflicht, von Tradition und Moderne, von Hoffnungen und davon, dass nicht alles gut werden muss, wenn diese sich erfüllen. Es spricht aber auch viel davon, was ist, wenn Wünsche nicht erfüllt werden: „Ich sah, weshalb mein Bruder aus Olivenöl Eis zu machen versuchte, warum er Melone mit Minze mischte, warum er bis tief in die Nacht über Rezepten brütete. Ich sah, warum Sophia manchmal bis halb elf im Bett blieb und den ganzen Tag auf die Pfützen starrte, in denen kleine Kinder mit ihren Stiefeln herumplantschten.“ S. 220 Ich bin kein Poesie-Liebhaber (das Buch schreibt lange und viel über und von Poesie wie vom Eismachen), aber ich verstehe Faszination. Ich verstehe Genuss. Im Buch sagt der Vater über Sohn Luca: „Sein Vanilleeis ist so fest und unwiderstehlich wie der Hintern von Sophia Loren.“ Dazu antwortet sein Gast, jemand aus der Lyrik-Welt von Sohn Giovanni: „Jetzt weiß ich, von wem ihr Sohn seine Liebe zur Poesie hat.“ S. 190. Beides ist sinnlich, Kunst und Genuss – allerdings sieht das speziell der Vater nicht, sieht es Bruder Luca nicht – sieht es vielleicht nicht einmal Sohn Giovanni. Während ich im ersten Teil des Buches nur vom Erzählstil gefangen war und davon, in mehrere mir fremde Welten völlig einzutauchen, ließ mich der zweite Teil vieles überdenken. Wenn ich für die Selbstverwirklichung bin, kann das auch das Ende von Traditionen bedeuten, den Verlust von Kulturgut: viele Handwerker finden heute keine Nachfolger mehr. Wenn ich mich der Pflicht verschreibe, bin ich hingegen vielleicht irgendwann verbittert und hasse die, die sich freier entschieden oder um derentwillen ich diese Pflicht auf mich nehme. „Wir wollen so viel an die nächste Generation weitergeben. Eis, Poesie, Werkzeug. Eine bestimmte Lebensweise. Nichts will man verloren gehen lassen, weil man sich sonst selbst infrage stellen müsste.“ S. 349 Ein starkes Buch, das sich einfachen Lösungen verwehrt und lange nachhallt.

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Interessante Gedanken
von BuchEcke aus Ludwigshafen am 03.07.2016

Die italienische Familie Talamini stellt seit drei Generationen Eis her. Es ist so, dass jede weitere Generation in die Fußstapfen der vorigen tritt, die familiengehüteten Rezepte umsetzt und in der Zeit von Februar bis Oktober im niederländischen Rotterdam dein Eiscafé betreibt. In der restlichen Zeit von November bis Januar... Die italienische Familie Talamini stellt seit drei Generationen Eis her. Es ist so, dass jede weitere Generation in die Fußstapfen der vorigen tritt, die familiengehüteten Rezepte umsetzt und in der Zeit von Februar bis Oktober im niederländischen Rotterdam dein Eiscafé betreibt. In der restlichen Zeit von November bis Januar leben sie gemeinsam in ihrem Heimatort in den Dolomiten. Die nächste Generation mit den beiden Söhnen steht also in den Startlöchern. Nur, Giovanni hat sich für ein Studium in Literatur entschieden. Der Verlust einer Jugendliebe veranlasst ihn zu diesem Schritt. Er wird mit seiner Poesie erfolgreich und kommt in der ganzen Welt herum. Damit bleibt das Eismachen seinem Bruder Luca und den Eltern überlassen, die Giovanni diesen Schritt nicht verzeihen. In Luca jedoch steckt viel kreativer Geist. Er überlegt sich neue Eissorten und hat damit Erfolg. Der Roman ist leicht schwermütig und nicht nur eine so leichte Sommergeschichte wie es das Cover vermuten lässt. Ich war dennoch sehr interessiert an diesem Buch. Die Fantasie und Kreativität zur Herstellung für Eis kenne ich aus eigenem Bekanntenkreis und hatte gute Verlgeiche. Auch das Ausbrechen aus dem Familienbetrieb durch einen der Söhne war durch die detaillierte einfühlsame Beschreibung sehr gut nachvollziehbar. Es wird nunmal nicht jeder in einer Familientradition glücklich, nur weil er hinein geboren wird.

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Wenn Liebe auf der Zunge zergeht.
von Inge Weis aus Pirmasens am 02.07.2016

Lebe deinem Traum. In ihrer Kindheit spazieren die Brüder Guiseppe und Luca Hand in Hand durch ihr Bergdorf im Norden Italiens. Sie lieben dasselbe Mädchen und den Moment, wenn Eis auf ihrer Zunge schmilzt. Sie haben die gleichen Träume.... Lebe deinem Traum. In ihrer Kindheit spazieren die Brüder Guiseppe und Luca Hand in Hand durch ihr Bergdorf im Norden Italiens. Sie lieben dasselbe Mädchen und den Moment, wenn Eis auf ihrer Zunge schmilzt. Sie haben die gleichen Träume. Doch dann entscheidet Guiseppe, sein Leben der Poesie zu widmen und nicht, wie sein Vater, sein Großvater und sein Urgroßvater, dem Eismachen. Aberr wer gewinnt wirklich, wenn die Leidenschaft über die Tradition siegt? Der Autor Ernest van der Kwast erzählt dem Leser eine liebenswerte Dreiecksgeschichte mit "eisigen" Aromen. Skurril und empathisch, herzenswarm und sinnenfroh beschreibt er zwei Welten, zwischen denen die Familie Talamini hin und her pendelt. Seit fünf Generationen beherrschen die Talaminis die Kunst des Eismachens und betreiben im Sommer ein kleines Eiscafe in Rotterdam, hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade, während sie den Winter in den malerischen Dolomiten verbringen. Dass der ältere Sohn Giovanni mit der Familientradition bricht, hat einen guten Grund: Giovanni liebt die Poesie und will sich fortan der Literatur widmen. Luca der jüngere Bruder, hat die Eisdiele übernommen und die schöne Sophia geheiratet, für die einst beide Bruderherzen schlugen. Überraschend bittet Luca jetzt seinen Bruder um einen ungewöhnlichen Gefallen. Van der Kwast erzählt von der Liebe zwischen Mann und Frau, von der Liebe zwischen zwei Brüdern und dem Moment, wenn beides verloren geht. Sinnlich, herzlich, köstlich, schön, warmherzig und liebevoll. Die Kulisse und die sympathischen Charaktere sind reizvoll und wecken das Fernweh. Dieses Buch ist einfach zauberhaft, bitte lesen Sie selbst! Ein Roman mit den Erfolgszutaten der Sommerbücher: Am besten auf der Stelle genießen! Der perfekte, leichte Sommer- und Urlaubsschmöker.

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Die Geschichte einer italienischen Eismacherdynastie
von einer Kundin/einem Kunden aus Chemnitz am 01.07.2016

Die Geschichte hat mich so tief beeindruckt, dass es mir schwerfällt, einen vernünftigen Einstieg für meine Rezension zu finden. „Die Eismacher“ – das war wieder einmal ein Buch, eine Geschichte so ganz nach meinem Geschmack. Ernest van der Kwast gelingt mit diesem Roman die realistische Darstellung einer Eismacherfamilie über mehrere Generationen.... Die Geschichte hat mich so tief beeindruckt, dass es mir schwerfällt, einen vernünftigen Einstieg für meine Rezension zu finden. „Die Eismacher“ – das war wieder einmal ein Buch, eine Geschichte so ganz nach meinem Geschmack. Ernest van der Kwast gelingt mit diesem Roman die realistische Darstellung einer Eismacherfamilie über mehrere Generationen. Es ist ein atmosphärisch dichter, phantastisch gut geschriebener Roman! Die Schicksale sind fassbar, nachvollziehbar, sinnlich und emotional geschildert. Locker und leicht kommt der Schreibstil des Autors daher. Man fühlt sich durch seine humorvolle, einfühlsame Erzählweise gleich mittendrin im Geschehen. Ansprechend, unterhaltsam und wissenswert wird das Ganze, weil der Autor die Historie, die Hintergründe einfließen lässt. Lehrreich und bildend. Die Handlung: Die Talaminis sind eine italienische Eismacherfamilie, deren Tradition der Urgroßvater Giuseppe 1891 mit der „Entdeckung des Eises“ begründete. Alles begann mit der „Schneeernte“ in den Bergen! Seit mittlerweile fünf Generationen leben sie in Venas di Cadore in den Dolomiten, im Tal der Eismacher. Jedoch nur in den Wintermonaten! „Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam, wo sie während der Sommermonate ein kleines Eiscafé betreiben.“(s. Klappentext) Das ist das Zentrum der ganzen Familie. Giovanni bricht als Erster mit der Eismachertradition, geht seine eigenen Wege.Jedoch immer verbindet ihn eine tiefe Liebe zu jedem einzelnen seiner Familie, zu seiner Heimat Italien, seinem italienischen Heimatdorf. Seine Welt dreht sich nicht ums Eis, sondern um die Poesie. Daraus entwickeln sich zwangsmäßig Differenzen im Familienverband. Sein Vater Giuseppe, sein Bruder Luca kommen damit nicht klar. Obwohl die Brüder seit der Kindheit innig verbunden sind, sprechen sie jahrelang nicht miteinander. Erst eine ungewöhnliche, bizarre Bitte Luca`s bringt sie einander wieder näher... Ein sehr interessanter Charakter ist Giuseppe Talamini, der Vater der beiden Brüder. Er wollte nie Eismacher werden oder sein. Im Alter haßt er Eis. Beppi versuchte auszubrechen, zunächst mit seiner Sammelwut, dann mit dem Halten eines Singvogels und im Alter mit der platonischen Liebe zur deutschen Hammerwerferin. Er fühlt sich eingeengt in seinem Leben. S. 264 „Aus dem Singvogel ist eine Hammerwerferin geworden.“ Luca ist der absolut kreative Kopf. Er lebt unabwendbar nach dem Motto „Innovation aus Tradition“. „Das Wichtigste ist ein gutes Rezept“ wurde schon seinem Urgroßvater mit auf dem Weg gegeben. So kreiert Luca ständig neue Eissorten... Am Ende schließt sich der Kreis mit dem jüngsten Sproß der Talaminis, auch ein Giuseppe. Es bleibt offen, ob er die Tradition des Eismachens fortsetzt. Für mich war es sehr spannend zu lesen, wie diese italienische Familie ihr Leben meistert. „Wir wollen so viel an die nächste Generation weitergeben. Eis, Poesie, Werkzeug.“ (Gedanken von Giovanni) Mein Fazit: Ernest van der Kwast ist ein bemerkenswertes Werk gelungen. Er hat es verstanden Zusammenhänge interessant zu beschreiben. Somit habe ich nicht nur eine Familiengeschichte gelesen, sondern auch vieles Wissenswertes dazugelernt. Danke für die intensive Recherche! Von mir gibt es fünf Sterne.

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Erfrischende Geschichte rund um Familie und Eis
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkrath am 30.06.2016

Ernest van der Kwast schreibt in seinem Roman „Die Eismacher“ über die Familientradition und die Kunst des Eismacherhandwerks welche innerhalb der Familie Talaminis von Generation zu Generation übergeben wird. Im Frühling geht es für acht Monate nach Rotterdam in Holland, in den vier Wintermonaten lebt die Familie in den... Ernest van der Kwast schreibt in seinem Roman „Die Eismacher“ über die Familientradition und die Kunst des Eismacherhandwerks welche innerhalb der Familie Talaminis von Generation zu Generation übergeben wird. Im Frühling geht es für acht Monate nach Rotterdam in Holland, in den vier Wintermonaten lebt die Familie in den italienischen Bergen. Jedoch hatte der älteste Sohn Giovanni beschlossen mit dieser Tradition zu brechen denn er wollte sein Leben der Literatur und Poesie widmen. Daher entschied er für sich ein Anglistik Studium in Amsterdam. Somit war klar dass sein Bruder Luca das Eiscafé in Rotterdam übernehmen musste. Luca ist zwischenzeitlich mit Sophia verheiratet in die aber auch Giovanni früher unendlich verliebt war (oder noch immer verliebt ist??). Doch dann kommt Luca mit einer außergewöhnlichen Bitte zu seinem Bruder….. Dem Leser wird hier nicht nur eine Familiengeschichte über fünf Generationen hinweg geboten, er bekommt hier auch sehr viele Informationen über die kunstvolle und früher auch sehr harte Arbeit des Eismachens mit all seinen Besonderheiten. Diese Besonderheiten wie zum Beispiel das Zugeben von frischen Früchten und vielen anderen Produkten sorgen übrigens während des Lesens auch auf große Lust diese Eiscreme Sorten zu schlecken… Das Cover ist zu diesem Buch sehr gut gelungen, eine Eistüte mit Eiskugeln die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lässt! Ein sehr gut gelungener Sommerroman mit einem leichten Schreibstil den ich in kürzester Zeit regelrecht verschlungen habe! Aus meiner Sicht sehr empfehlenswert.

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Erfrischende Geschichte rund um Familie und Eis
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkrath am 30.06.2016

Ernest van der Kwast schreibt in seinem Roman „Die Eismacher“ über die Familientradition und die Kunst des Eismacherhandwerks welche innerhalb der Familie Talaminis von Generation zu Generation übergeben wird. Im Frühling geht es für acht Monate nach Rotterdam in Holland, in den vier Wintermonaten lebt die Familie in den... Ernest van der Kwast schreibt in seinem Roman „Die Eismacher“ über die Familientradition und die Kunst des Eismacherhandwerks welche innerhalb der Familie Talaminis von Generation zu Generation übergeben wird. Im Frühling geht es für acht Monate nach Rotterdam in Holland, in den vier Wintermonaten lebt die Familie in den italienischen Bergen. Jedoch hatte der älteste Sohn Giovanni beschlossen mit dieser Tradition zu brechen denn er wollte sein Leben der Literatur und Poesie widmen. Daher entschied er für sich ein Anglistik Studium in Amsterdam. Somit war klar dass sein Bruder Luca das Eiscafé in Rotterdam übernehmen musste. Luca ist zwischenzeitlich mit Sophia verheiratet in die aber auch Giovanni früher unendlich verliebt war (oder noch immer verliebt ist??). Doch dann kommt Luca mit einer außergewöhnlichen Bitte zu seinem Bruder….. Dem Leser wird hier nicht nur eine Familiengeschichte über fünf Generationen hinweg geboten, er bekommt hier auch sehr viele Informationen über die kunstvolle und früher auch sehr harte Arbeit des Eismachens mit all seinen Besonderheiten. Diese Besonderheiten wie zum Beispiel das Zugeben von frischen Früchten und vielen anderen Produkten sorgen übrigens während des Lesens auch auf große Lust diese Eiscreme Sorten zu schlecken… Das Cover ist zu diesem Buch sehr gut gelungen, eine Eistüte mit Eiskugeln die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lässt! Ein sehr gut gelungener Sommerroman mit einem leichten Schreibstil den ich in kürzester Zeit regelrecht verschlungen habe! Aus meiner Sicht sehr empfehlenswert.

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Eine Geschichte voll sinnlicher Genüsse und Poesie
von einer Kundin/einem Kunden am 29.06.2016

Meine Meinung zum Autor: E ist mein erster Roman von dem Autor Ernest van Kwast. Ich war schon von der ersten Seite an hingerissen, allein schon die vielen schönen poetische Einwürfe, eine Geschichte voller Poesie. Ein Fest für die Sinne und den Gaumen. Seinen Schreibstil fand ich sehr poetisch und fesselnd.... Meine Meinung zum Autor: E ist mein erster Roman von dem Autor Ernest van Kwast. Ich war schon von der ersten Seite an hingerissen, allein schon die vielen schönen poetische Einwürfe, eine Geschichte voller Poesie. Ein Fest für die Sinne und den Gaumen. Seinen Schreibstil fand ich sehr poetisch und fesselnd. Die Protagonisten und ihre einzelnen Charaktere kamen sehr real und lebendig herüber, ebenso ihre Emotionen , Gefühle und Eigenheiten. Sehr schön ist die Herstellung des Speiseeises beschrieben, beim Lesen lief einem das Wasser im Munde zusammen, man hatte das Gefühl es zu schmecken und zu riechen. Überhaupt bedient er sich einer sehr Bildhaften Sprache, ein Buch das einem Verzaubert und mitreißt. Meine Zusammenfassung zum Inhalt: Am Anfang der Geschichte, landen wir in Norditalien hoch oben in den Dolomiten und lerne die 5 Generationen der Familie Talamini kennen , und begleiten sie auf all ihren Wegen und erfahren wie es zur Herstellung des Speiseeises kam. Es war schon eine mehr als sehr mühselige Arbeit damals. In der späteren Generation, lernen wir Giuseppe den Vater von Giovanni und Luca kennen. Eine Liebeswerten oft sehr eigenwilligen Kautz mit all seine Ecken und Kanten kennen. Seine Frau hat seine Liebe Mühe mit ihm, sie ist die Seele der Familie. Giovanni der älteste und Luca sein jüngerer Bruder Umschwärmen von Kindheit an die hübsche Nachbarstochter Sophia . Auch Sophia ist sehr lebendig beschrieben, man sieht sie mit den zwei Jungen im Winter herum tollen im Schnee und wie sie geschickt mit ihrer Zunge die Schneeflocken auffängt. Die Talamini gehen im Sommer immer nach Holland, wo sie in Amsterdam ein kleine aber feines Eiscafé betreiben, dies all ist so lebendig beschrieben, das man das Gefühl hat bei der Herstellung des Eises dabei zu sein, es zu kosten und zu schmecken. Die Kinder wachsen heran, aber es läuft nicht so wie Vater Giuseppe es sich vorgestellt hat, Giovanni der älteste hat kein Interesse Eismacher zu werden, er hat sich der Poesie verschrieben, was dem Vater ein Dorn im Auge ist. Also bleibt Luca nichts anderes übrig als in die Fußstapfen des Vaters zutreten, ich muss sagen er tut es mit Leib und Seele und verschreibt sich ganz der Herstellung des Speiseeises. Dafür hat er aber Sophias Herz gewonnen und er heiratet sie. Aber die Jahre gehen dahin, Giuseppe wird immer eigenartiger, die Mutter ist verzweifelt über seine Macken. Auch Luca liegt etwas schwer auf der Seele und bedrückt ihn, in seiner Verzweiflung bittet er seiner Bruder Giovanni mit einer sehr ungewöhnlichen und großen Bitte ihm zu helfen, er ist seine Letzte Rettung. Lassen wir uns überraschen, was noch so alles in dieser so außergewöhnlichen Familiengeschichte passiert und begleiten Giovanni auf seinen Reisen rund um den Globus und schauen Luca bei der Herstellung seines Eises zu. Eine Geschichte voller sinnlicher Genüsse und Poesie Sehr schön fand ich den Spruch auf der Rückseite des Covers er passt hervorragend zum Buch „ ein Liebeserklärung an das Leben und all seine sinnlichen Genüsse „

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Die Eismacher
von einer Kundin/einem Kunden aus Mönchengladbach am 28.06.2016

Ernest van der Kwast zeichnet in seinem Roman die Familiengeschichte der Famile Talamini nach, welche nur eine von vielen italienischen Familien ist, welche ihre Berufung als Eismacher sehen und die Sommer in den Niederlanden und die Winter in ihrem Heimatdorf in Italien verbringen. Da ich noch die Zeiten kenne,... Ernest van der Kwast zeichnet in seinem Roman die Familiengeschichte der Famile Talamini nach, welche nur eine von vielen italienischen Familien ist, welche ihre Berufung als Eismacher sehen und die Sommer in den Niederlanden und die Winter in ihrem Heimatdorf in Italien verbringen. Da ich noch die Zeiten kenne, in welchen die Eiscafes im Winter geschlossen waren und die Betreiber in ihre Heimat gingen, fand ich diesen Roman höchst aufschlussreich, da die Niederlande handlungsmässig problemlos ausgetauscht werden könnten. Der Roman beginnt mit einer kuriosen Szene, in welcher sich der Großvater des Protagonisten, aus wessen Sicht die Handlung beschrieben wird, in eine Kugelstosserin im Fernsehen verliebt und für seine Frau, welche ihr ganzes Leben ihrem Mann und dem Eisvafe gewidmet hat, eine Welt einstürzt. Durch diese ungewöhnliche Eheszene wird der Leser sofort in den Bann des Romans gezogen und bekommt eine Ahnung, das es sich nicht um eine langweilige Familie handelt. Im Läufe der Erzählung wird deutlich, das nicht alle Familienmitglieder für sich das Eismachen als Lebensziel sehen, jedoch im Familie betrieb nicht anders können als diesen Beruf zu ergreifen. Der Erzähler selber hat mit der Tradition gebrochen und Studiert, hat mit seiner Entscheidung gegen das Eiscafe jedoch seinen jüngeren Bruder um die Freiheit der freien Berufswahl gebracht und diesen somit gezwungen, den Familienbetrieb weiterzuführen. Das verhältnis der Brüder ist dadurch jahrelang sehr schwierig, bevor eine ungewöhnliche Bitte von Luca an seinen Bruder Giovanni für eine engere Bindung sorgen wird. Der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil und charakterisiert seine Figuren sehr gründlich und sympathisch, ohne allzu ausschweifend zu werden. Auch die Handlungssträngen sind logisch aufgebaut und mit seinem ungewöhnlichen Schlusskapitel schafft er es, die Erzählung rund zu machen ohne ein Ende der Familiengeschichte zu erzählen. Beim Lesen der Geschichte meint man, dem Eismacher Luca bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, so schön schildert der Autor das Handwerk, und auch das Cover verführt zum reinschlüpfen in das Buch. Ein rundum gelungener fiktiver Roman, der ein Denkmal für viele traditionelle Eismacherfamilin sein kann.

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Interessante Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 26.06.2016

Von Ernest van der Kwast habe ich noch nichts gelesen. Er wurde 1981 in Bombay halb indischer, halb niederländischer Herkunft geboren. Die Eismacher ist ein Generationsroman über fünf Generationen Eismacher.Das Cover mit der Eiswaffel auf türkisem Untergrund ist ansprechend. Giovanni und Luca Talamini sind zwei Brüder aus der fünften Generation. Sie haben... Von Ernest van der Kwast habe ich noch nichts gelesen. Er wurde 1981 in Bombay halb indischer, halb niederländischer Herkunft geboren. Die Eismacher ist ein Generationsroman über fünf Generationen Eismacher.Das Cover mit der Eiswaffel auf türkisem Untergrund ist ansprechend. Giovanni und Luca Talamini sind zwei Brüder aus der fünften Generation. Sie haben ihre Eisdiele in Amsterdam. Dern älteren, Giovanni zieht es zur Lyrik und so muss Luca die Tradition weiter führen. Er ist der geborene Eismacher. Aus Giovannis Sicht wird dieser Roman erzählt. Interessant ist, wie der erste Eismacher mit seiner Arbeit begann. Es werden immer wieder neue Varianten hergestellt. Als Kinder verlieben sich beide in Sophia. Die Charaktere der Beiden sind grundverschieden. Luca ist ein Schweiger. So werden sie zu Rivalen. Wenn ich an Lucas leckere Eiscreationen denke, möchte ich sie gleich probieren. Von Giovanni erlebe ich den Umgang mit Lyrikern und Verlegern kennen. Er hat es zum Lektor gebracht. So werden viele verschiedene bekannte Personen erwähnt. Besonders haben mich die Poetryfestivals interessiert. Zu denen gehe ich auch sehr gerne. Der Autor versteht es gut , diesem Roman eine poetische Note zu geben. Die Eltern und die Brüder werden mir sympatisch. Die Macken des Vaters, da habe ich mit der Mutter gelitten, als er den singenden Vogel im Schlafzimmer hält, oder sich in eine Hammerwerferin verliebt. Das liest sich ja ganz lustig, aber wenn ich denke ich müsste damit leben, ganz schön krass.. Das Leben der Familie hat seine guten und weniger guten Zeiten. Ich liebe ja Familiengeschichten, da bin ich hier richtig, fünf Generationen Eismacher, was will ich mehr. Der Roman ist lesenswert, eine gute Lektüre. Er hat mich gut unterhalten und ich kann ihn weiter empfehlen.

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Eine Geschichte über eine Familie, das Eis und doch so viel mehr
von Ju am 17.09.2016

Erwartet man durch Titel, Buchcover und Klappentext eine leichte Sommerlektüre über Eis, Eismacher, Traditionen und eine Eismacher-Familie, wandelt sich dieser Roman nach den ersten Kapiteln doch zu einer etwas anderen Geschichte. Ernest van der Kwast zeichnet hier ein gelungenes Familienportrait, das viele Stimmungen und Emotionen vereint. Ist in den... Erwartet man durch Titel, Buchcover und Klappentext eine leichte Sommerlektüre über Eis, Eismacher, Traditionen und eine Eismacher-Familie, wandelt sich dieser Roman nach den ersten Kapiteln doch zu einer etwas anderen Geschichte. Ernest van der Kwast zeichnet hier ein gelungenes Familienportrait, das viele Stimmungen und Emotionen vereint. Ist in den ersten Kapiteln noch viel Witz vorhanden, haben wir es im weiteren Verlauf auch mit viel Leid, Kummer, Verletzung, Schmerz, verlorenen Träumen, verpassten Chancen und Enttäuschung zu tun. Ein sehr umfassendes Bild wird von der Familie Talamini gezeichnet. Angefangen mit dem Urgroßvater, der auf die Berge der Dolomiten stieg, um Eis aus dem Gletscher zu schlagen, um damit köstliches Speiseeis herzustellen. Der größte Teil des Romans widmet sich aber der Generation um Giovanni Talamini, dem Ich-Erzähler, seinen Eltern, seinem Bruder Luca, dessen Frau Sophia und seinem Neffen Giuseppe. Giovanni bricht mit der Tradition und steigt aus dem Geschäft der Eismacher aus. Luca übernimmt den Familienbetrieb und überzeugt durch seine neuen kreativen Geschmacksrichtungen. Giovanni liebt und lebt für die Literatur und bereist die ganze Welt. Die Erzählweise hat mir gut gefallen. Sie passt sich sensibel den doch sehr unterschiedlichen Stimmungen des Romans an. Die lustigen Stellen sind sehr leicht und verbreiten Heiterkeit. Die ernsten Teile der Geschichte transportieren Tragik und auch hin und wieder eine gewisse Schwere. Der Roman liest sich immer flüssig und man gerät nicht ins Stocken. Die zitierten Gedichtfragmente verleihen dem ganzen einen poetischen Funken. Die einzelnen Charaktere der Familie Talamini sind mir schnell ans Herz gewachsen, so hat doch jeder seinen ganz besonderen Charme, weckt Sympathie und Verständnis für die jeweilige, meist tragische, Situation. Bei allen Höhen und Tiefen, die beschrieben werden, wird jedoch nie das Eis aus den Augen verloren. Leckere Eiscreme in vielen, auch ungewöhnlichen, Geschmacksrichtungen, die man alle nur zu gerne kosten möchte. Das Buchcover ist gut gestaltet und stimmig mit Titel und Inhalt. In pastelligen Farbtönen sieht man eine Waffel mit einigen bunten Kugeln Eis.

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Wirklich lecker, aber nicht leicht!
von einer Kundin/einem Kunden aus Gotha am 26.08.2016

Auf dieses Buch musste ich so lange warten, meine Erwartungen waren hoch. Das Cover mit Eistüte im typisch italienischen Pastellton ist echt gelungen und suggeriert dem Leser eine nette Sommerlektüre; ein Buch für den Strand oder den Liegestuhl. Übrigens fasst sich das Buch gut an, ich liebe Bücher, die... Auf dieses Buch musste ich so lange warten, meine Erwartungen waren hoch. Das Cover mit Eistüte im typisch italienischen Pastellton ist echt gelungen und suggeriert dem Leser eine nette Sommerlektüre; ein Buch für den Strand oder den Liegestuhl. Übrigens fasst sich das Buch gut an, ich liebe Bücher, die einen nicht nur optisch, sondern auch tastbar ansprechen. Probiert mal! Kurz vor Erhalt des Buches habe ich übrigens in der Zeitung gelesen, woher das Wort „Eisdiele“ stammt; "Der Name Eisdiele rührt daher, dass das erste Eis in Italien, direkt aus dem Fenster verkauft wurde. Da die Kunden (natürlich auch viele Kinder) nicht groß genug waren, um bequem an das Eisfenster zu gelangen, wurde ein Tritt(Diele) vor dem Fenster angebracht.“ Zurück zum Inhalt des Buches, der in mehreren Ebenen erzählt wird. Es gibt einiges zur Historie der Eisherstellung; „…Entdeckung des Eises durch meinen Urgroßvater im Jahr 1891“. , aber vor allem eine Art Familiensaga einer Eismacherfamilie- die Talaminis haben sich seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Der Autor Ernest van der Kwast bedient sich dabei sehr unterschiedlicher Stimmungen und Emotionen. Da ist viel Humor, aber auch zunehmend Trauer, enttäusche Träume, vergebene Chancen und Schuldzuweisungen. Der umfangreichste Teil des Romans erzählt von Giovanni , der beschließt mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Lesen ebenso sehr wie das Eis. Und er wird der bekannte Leiter des World Poetry-Festivals ,reist um den ganzen Erdball. Deshalb auch die eingeworfenen Gedichtteile , die meinen Lesefluss nicht störten. Giovannis Bruder Luca spricht zwölf Jahre lang nicht mit ihm, weil er mit der Familientradition gebrochen hat. Und auch Giuseppe, der einzige und jüngstem Spross der Familie und Nachfolger Lucas, muss sich entscheiden , auch ihm scheint die Übernahme des Eisgeschäfts eher eine Bürde zu ein. Das Buch wirft die Problematik eines Familienbetriebes auf: was passiert, wenn ein Familienmitglied aus dem Betrieb ausbricht und etwas ganz anderes macht. Die einzelnen Charaktere der Protagonisten sind detailliert gezeichnet und wecken Sympathie und Verständnis . Das Eis bleibt immer in unserem Blickpunkt und zieht sich als roter Faden durch das Werk. Meine Erwartungen waren hoch, sie sind nicht ganz erfüllt worden ; deshalb 4 Sterne.

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Speiseeis und Familientradition
von einer Kundin/einem Kunden aus berlin am 26.08.2016

Die Eismacher von Ernest van der Kwast erschienen 2016 im btb Verlag Im Norden Italiens liegt das Tal der Eismacher. Hier wurde das Speiseeis erfunden. Behauptet jedenfalls Guiseppe Talamini. Er muss es Wissen denn seit 5 Generationen betreiben die Familie Talamini diese Handwerkskunst. In den Sommermonaten betreiben die Talaminis in Rotterdam ein Eiscafé. Seit Generationen ist es... Die Eismacher von Ernest van der Kwast erschienen 2016 im btb Verlag Im Norden Italiens liegt das Tal der Eismacher. Hier wurde das Speiseeis erfunden. Behauptet jedenfalls Guiseppe Talamini. Er muss es Wissen denn seit 5 Generationen betreiben die Familie Talamini diese Handwerkskunst. In den Sommermonaten betreiben die Talaminis in Rotterdam ein Eiscafé. Seit Generationen ist es üblich das die Söhne auch Eismacher werden, wenn es mehrere Söhne in der Familie gibt dann helfen sie sich untereinander. Jeder Sohn soll seine eigene Eisdiele haben. Diese wird dann zusammen mit der Familie betrieben. Als der älteste Sohn Giovanni beschließt die lange Tradition zu brechen, um sein Leben dem Literaturstudium zu widmen, bleibt seinem jüngeren Bruder Luca nichts anderes übrig als die Familientradition weiter zu führen. Ob er will oder nicht. Der Eismacher ist ein schöner Roman der uns die Eis-Tradition der Italiener nahe bringt. Alles was diese doch schwierige Arbeit mit sich bringt und das die ganze Familie mitmachen muss. Fällt einer aus dann müssen die anderen ihn ersetzen. Es macht Spaß diese Familie Talamini zu begleiten. Durch alle Höhen und Tiefen ihres Lebens. So ganz nebenbei erfährt man eine menge über die Entstehung und Herstellung von Speiseeis.

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Lecker bis zum Schluss
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 08.08.2016

Der Sommer ist da und Ernest van der Kwast hat mit „Die Eismacher“ den passenden Roman für die wärmste Jahreszeit geschrieben. Mir lief jedenfalls schon beim Betrachten des Buchcovers das Wasser im Munde zusammen. Überhaupt brennt der Autor ein sinnenfrohes und emotional aufgeladenes Feuerwerk ab, dass bisweilen sehr witzig... Der Sommer ist da und Ernest van der Kwast hat mit „Die Eismacher“ den passenden Roman für die wärmste Jahreszeit geschrieben. Mir lief jedenfalls schon beim Betrachten des Buchcovers das Wasser im Munde zusammen. Überhaupt brennt der Autor ein sinnenfrohes und emotional aufgeladenes Feuerwerk ab, dass bisweilen sehr witzig und im Abgang weise rüberkommt. Wie sich im ersten Abschnitt der Vater des „Ich“-Erzählers vor dem Fernseher in eine deutsche Hammerwerferin verliebt, die gerade an den Olympischen Spielen teilnimmt, das hat etwas von großer Komik. Und das alte Lied vom verlorenen Sohn und dem Daheimgebliebenen bringt bei mir was zum klingen. Giovanni, der „Ich“Erzähler, bricht mit der Familientradition. Er ist das schwarze Schaf, der unverstandene Sohn, der sich statt etwas anständiges zu lernen, wie dem Eismachen, sonderbaren Lyrikern und der Literatur an sich widmet. Im Gegensatz dazu pendelt sein Bruder zwischen Rotterdam und Südtirol hin und her, um die Eisdielen zu betreiben. Luca ist kleinbürgerlich spießig auf der einen Seite, auf der anderen Seite kreativ und innovativ, was seine Eiskreationen angeht. Es ist schon bald klar, dass die Sprachlosigkeit zwischen den Brüdern einen Grund haben muss, der ausnahmsweise nichts mit der Eisdiele zu tun hat, die das eigentliche Familienzentrum ist. Es fällt nicht schwer zu erraten, woher die dezente Abneigung rührt. Natürlich ist eine Frau Schuld. Ernest van der Kwast kennt ohne Frage die Rezeptur zum Bestseller schreiben. Er beherrscht sein Handwerk, erweckt Weltbürger und Menschen vom Lande glaubhaft zum Leben und breitet eine interessante Geschichte vor dem Leser aus. Schwierig fand ich allenfalls die nicht lineare Erzählweise. Der Autor springt gelegentlich quer durch die Familien-und Zeitgeschichte und seine Lyrikfixierung teilen sicherlich auch nicht alle Leser. Ich habe hier manches Gedicht einfach übersprungen, weil es mir schlicht zu viel wurde. Aber das sind Kleinigkeiten, die dem Lesevergnügen keinen Abbruch tun. Zu gut ist die erzählte Geschichte. Zu gut der sehr erwachsene Schreibstil, da ist so eine gesunde Distanz, eine moderne Sprödigkeit, des Weitgereisten, die den Leser in seinen Bann zieht. Insgesamt ein absolut lesenswerter Roman. Außerdem konnte ich noch keinem guten Eis widerstehen.

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Die Bürde jahrelanger Tradition
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberschöna am 04.08.2016

Die beiden Söhne der traditionsreichen Eismacherfamilie Talamini könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der ältere Giovanni sein Herz der Poesie und Dichtkunst geschenkt hat, opfert sich der jüngere Luca im elterlichen Eiscafé auf, um immer wieder neue, schmackhafte Eiskreationen herzustellen und damit das Geschäft rentabel zu halten. Doch gerade diese... Die beiden Söhne der traditionsreichen Eismacherfamilie Talamini könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der ältere Giovanni sein Herz der Poesie und Dichtkunst geschenkt hat, opfert sich der jüngere Luca im elterlichen Eiscafé auf, um immer wieder neue, schmackhafte Eiskreationen herzustellen und damit das Geschäft rentabel zu halten. Doch gerade diese gegensätzlichen Lebensentwürfe treiben nicht nur einen emotionalen Keil zwischen die beiden Brüder, sondern spalten die gesamte Familie. Gebunden an die jahrelange Verpflichtung, die im Erbe inbegriffen scheint, engagieren sich die Söhne der Familie normalerweise in der Eisherstellung und als es der erste Talamini-Nachfahre wagt, neue Wege zu beschreiten, wird er zum schwarzen Schaf. Doch eines Tages ergibt sich für Giovanni die Möglichkeit, seine Verfehlungen zu minimieren, indem er seinem jüngeren Bruder hilft, den Stammbaum weiterzuführen. Meinung Dies war mein erster Roman von Ernest van der Kwast, der mich in weiten Teilen absolut überzeugen konnte, weil er sehr gekonnt und umfassend die verschiedenen Belange und Wünsche von diversen Familienmitglieder einfängt, von ihren Interaktionen miteinander oder auch dem Fehlen eines echten Gesprächspartners. Familie wirkt hier wie ein lebendiges Gebilde, welches Stärken und Schwächen des Einzelnen auffangen kann oder erst vermag sie zu offenbaren. Der Autor verwendet eine poetische Sprache, die dennoch recht schnörkellos aufgenommen werden kann. Auch den großen Rahmen den er schafft, begonnen mit der Errungenschaft des Urgroßvaters bis hin zum derzeitigen Eismacher konnte mich begeistern. Weil die Sichtweise des Einzelnen voll und ganz zur Geltung kommt, weil es Söhne gibt, die mit Herzblut bei der Sache sind und solche, die sich für ihr Leben etwas Anderes vorstellen können und der ständigen zeitlichen und räumlichen Gebundenheit, die die Eisherstellung erfordert, am liebsten entrinnen möchten. Ein weiteres Plus des Buches: Es handelt sich nicht um eine einfache Familiengeschichte, sondern auch über die Frage danach, was braucht man um glücklich zu sein, wie wirkt sich die persönliche Lebensweise auf eine Familie aus, welche Verfehlungen sind entschuldbar und welche Dinge rückt auch die Zeit nicht mehr ins rechte Lot. Gerade diese umfassende Betrachtungsweise hat mir sehr gut gefallen, weil sie lebensecht und stets präsent scheint. Meine Kritikpunkte fallen hier kaum ins Gewicht, denn mich haben lediglich die längeren Ausflüge Giovannis in sein Leben zwischen Künstlern, Hotels und poetischen Dichtern gelangweilt, die sich doch häufen, ohne jemals ein Ende zu finden. Giovanni als Mann von Welt, der an die wahre Liebe glaubt und dessen Herz die Talaminis nie verlässt, obwohl er diese zeitweise aus seinem Leben ausschließt. Auch die eingeflochtenen Verse und Gedichtfetzen empfand ich überflüssig und habe an entsprechenden Stellen quergelesen. Fazit Ich vergebe 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung für diesen gelungenen, zeitlosen Roman, der geprägt von Liebe und Verantwortung diverse Lebenswege und Entwürfe thematisiert und ein umfassendes, stilles, unprätentiöses Familienportrait schafft, welches Platz für Wünsche, Geheimnisse, Sehnsüchte und Kompromisse der Beteiligten lässt. Ehrlich, beständig und realitätsnah – die Kernaussage des Buches ist wie aus dem Leben gegriffen.

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