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Die englische Freundin

Roman

(2)
Als die Sklavenfrage Amerika entzweite – ein großer Frauenroman von Bestsellerautorin Tracy Chevalier


Die junge Quäkerin Honor verlässt 1850 aus Liebeskummer ihre Heimat, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie von einer harten Realität eingeholt, die Frage der Sklaverei spaltet die Nation. Zu ihrer einzigen Vertrauten wird die temperamentvolle Hutmacherin Belle. Dass sich ausgerechnet der Sklavenjäger Donovan für Honor interessiert, bringt sie in eine schwierige Lage, und sie muss sich zwischen schönen Worten und mutigem Handeln entscheiden.


Rezension
"Tracy Chevalier verpackt in diesem Roman die Themen „Frauenrechte“ und „Menschenrechte“ in eine einfühlsame Auswanderergeschichte, die durchaus das Zeug zu einem Bestseller hat.“
Portrait
Tracy Chevalier, 1962 in Washington, D. C. geboren, zog 1984 nach England. Sie arbeitete zunächst als Lektorin, begann dann aber zu schreiben. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 368, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.10.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641127824
Verlag Albrecht Knaus Verlag
Verkaufsrang 28.064
eBook (ePUB)
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„Wunderbar stille Töne“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Und wieder hat Tracy Chevalier ein gleichzeitig so leises wie kraftvolles Buch geschrieben. Ein Meisterwerk der stillen Intensität. Eigentlich - wie auch schon in "Zwei bemerkenswerte Frauen" - erzählt Chevalier ein ganz normales Frauenleben Mitte des 19. Jahrhunderts irgendwo in Amerika. Aufbruch und der verzweifelte Versuch, Einigkeit Und wieder hat Tracy Chevalier ein gleichzeitig so leises wie kraftvolles Buch geschrieben. Ein Meisterwerk der stillen Intensität. Eigentlich - wie auch schon in "Zwei bemerkenswerte Frauen" - erzählt Chevalier ein ganz normales Frauenleben Mitte des 19. Jahrhunderts irgendwo in Amerika. Aufbruch und der verzweifelte Versuch, Einigkeit in das ewig zerstrittene Land zu bringen atmen aus jedem Satz.... dieses Buch muss man selber lesen, es ist unbeschreiblich. Einer der tollsten historischen Romane seit langem.

„Die englische Freundin“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

England Mitte des 19. Jahrhunderts: Die junge Quäkerin Honor hat sich nach einer gelösten Verlobung entschlossen mit ihrer Schwester Grace nach Amerika auszuwandern. Grace hat dort in einem kleinen Ort in Ohio einen Quäker- Verlobten, Adam, der schon früher nach Amerika ausgewandert ist, den sie heiraten will. Nach einer schwierigen England Mitte des 19. Jahrhunderts: Die junge Quäkerin Honor hat sich nach einer gelösten Verlobung entschlossen mit ihrer Schwester Grace nach Amerika auszuwandern. Grace hat dort in einem kleinen Ort in Ohio einen Quäker- Verlobten, Adam, der schon früher nach Amerika ausgewandert ist, den sie heiraten will. Nach einer schwierigen Überfahrt, bei der Honor die ganze Zeit nur an Seekrankheit litt, sind die beiden auf dem Weg zu Grace's Verlobten Adam, als Grace an Gelbfieber erkrankt und stirbt. Honor muß sich nun ganz alleine durchkämpfen bis sie in dem kleinen Ort ankommt. Was sie dort erwartet, lässt sie erstaunt und ratlos zurück. Ob Honor sich wirklich so ihr Leben in Amerika vorgestellt hat? Wieder ein sehr unterhaltsamer und mitreissender Roman der großartigen Erfolgsautorin Tracy Chevalier!

„Fesselnd und spannend“

Magdalena van Teeffelen, Thalia-Buchhandlung Münster

Die junge englische Quäkerin Honor will mit ihrer Schwester Grace Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen. Ihnen ist ihre Heimat zu eng, zu kleinbürgerlich. Sie glauben, in Amerika die große Freiheit zu finden. Welch ein Irrtum!
Grace will in Amerika heiraten, stirbt jedoch bei ihrer Ankunft an Gelbfieber. Was soll nun aus
Die junge englische Quäkerin Honor will mit ihrer Schwester Grace Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen. Ihnen ist ihre Heimat zu eng, zu kleinbürgerlich. Sie glauben, in Amerika die große Freiheit zu finden. Welch ein Irrtum!
Grace will in Amerika heiraten, stirbt jedoch bei ihrer Ankunft an Gelbfieber. Was soll nun aus Honor werden? Sie muss einen Mann finden oder nach England zurückfahren; und als Quäkerin fühlt sie sich in der Sklavenfrage hin- und hergerissen.
Ein großartiger Roman, fesselnd und spannend! Ich bin froh, im Jahr 2015 zu leben.

Anette Dingeldein, Thalia-Buchhandlung Varel

Fernab vom üblichen Historienschmöker erzählt Tracy Chevalier unaufgeregt, aber packend von einer jungen englischen Quäckerin, die 1850 in Amerika ihren ganz eigenen Weg geht. Fernab vom üblichen Historienschmöker erzählt Tracy Chevalier unaufgeregt, aber packend von einer jungen englischen Quäckerin, die 1850 in Amerika ihren ganz eigenen Weg geht.

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Kundenbewertungen


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Von Quäkern und Sklaverei - Amerika im 19 Jahrhundert
von Carina O. aus Wehrheim am 17.11.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Beschreibung: Im Jahr 1850 zieht die junge englische Quäkerin Honor mit ihrer Schwester Grace ins ferne Amerika, da diese dort ihren Verlobten heiraten möchte. Doch Honor steht schon kurz nach der Überfahrt alleine dar. Ihr Schwester stirbt an Gelbsucht. Sie muss jetzt nicht nur ihren Platz in der völlig fremden... Beschreibung: Im Jahr 1850 zieht die junge englische Quäkerin Honor mit ihrer Schwester Grace ins ferne Amerika, da diese dort ihren Verlobten heiraten möchte. Doch Honor steht schon kurz nach der Überfahrt alleine dar. Ihr Schwester stirbt an Gelbsucht. Sie muss jetzt nicht nur ihren Platz in der völlig fremden Gesellschaft finden, mit dem ihr unbekannten Fast-Schwager und dessen Schwester klar kommen, sondern sich auch mit der Sklavenfrage auseinander setzen. Gerade letzteres beschäftigt sie sehr. Denn ihre neue Freundin, die Hutmacherin Belle bietet fliehenden Sklaven ihre Hilfe an und dabei ist ihr Bruder Donovan ein Sklavenfänger, zu dem sich Honor irgendwie hingezogen fühlt. Doch dann ist da auch noch der Milchbauer Jack... Meine Meinung: Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Die Felder und das Haus, sowie die entstehende Weite lassen einen direkt an das ländlich Leben denken. Auch die blaue Haube passt sehr gut, da diese auch noch im Buch eine Rolle spielen wird. Die Geschichte wird aus Honors Sicht beschrieben, die durch Briefe an ihre Familie unterstützt werden. Die Erläuterungen zu Quäkern und dem Quilten sind sehr gut in das Geschehen integriert worden, sodass nicht das Gefühl aufkam, genug darüber gelesen zu haben. Schon nach wenigen Seiten war man mitten im Geschehen drin. Der Schreibstil ist sehr flüssig, direkt und klar. Man fühlt sich direkt in die Zeit versetzt und hat ein Bild der Landschaft vor Augen. Die Protagonisten Honor wurde sehr gut herausgearbeitet und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Man kann sich die eher stille und schüchterne junge Frau sehr gut vorstellen und ihre Handlungen nachvollziehen. Schade fand ich es nur, dass es keinen Verweis zu den Anmerkungen am Ende des Buches gab. Es war zwar nicht notwendig, diese vorher zu lesen, hätte aber hier und da schon ein wenig geholfen. Fazit: Hierbei handelt es sich um einen sehr gelungenen Roman, in dem weder der geschichtliche Aspekt, noch die Liebe zu kurz kommt. Ich hatte schöne Stunden mit dem Buch, welches leider viel zu schnell endete.

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wunderschön erzählt
von Marita Robker-Rahe aus Belm am 15.11.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Gerade habe ich das neue Buch von Tracy Chevalier " Die englische Freundin " geschlossen und bin mit meinen Gedanken noch bei der Protagonistin Honor, einer jungen Quäkerin, die den Weg in die " Neue Welt " gewagt hat und sich zur Zeit des Abolitionismus (Abschaffung der Sklaverei )ein... Gerade habe ich das neue Buch von Tracy Chevalier " Die englische Freundin " geschlossen und bin mit meinen Gedanken noch bei der Protagonistin Honor, einer jungen Quäkerin, die den Weg in die " Neue Welt " gewagt hat und sich zur Zeit des Abolitionismus (Abschaffung der Sklaverei )ein neues Leben aufbaut. Nachdem ihr Verlobter in England ihre Verlobung gelöst hat, sieht Honor keinen anderen Weg, als mit ihrer Schwester Grace die Überfahrt nach Amerika zu wagen. Ihre Schwester ist dort einem Mann versprochen, der in einer neu entstandenen Quäkergemeinde lebt und ein Tuchgeschäft führt. Doch ihre Schwester stirbt auf der Überfahrt an Gelbfieber und Honor kommt bei Belle, einer Hutmacherin, unter, die in ihrem Haus entflohene Sklaven versteckt. Gleichzeitig fühlt sie sich von Belles Bruder Donovan angezogen, der einer der schlimmsten Sklavenjäger der Gegend ist. Dies mit ihrem Quäkersein in Einklang zu bringen, gelingt ihr aber nicht. Sie heiratet, nachdem sie bei ihrem Schwager nur mit Unwillen aufgenommen wurde, Jack, der einen großen Bauernhof mit Milchvieh hat. Auch dort trifft sie auf Widerstand, was ihre Hilfsbereitschaft den Schwarzen gegenüber betrifft. Hin und hergerissen zwischen ihrer Familie und der Underground Railroad, einer Organisation, die Schwarzen bei der Flucht hilft, muss Honor eine Entscheidung treffen. Tracy Chevalier hat eine wunderschöne, ruhige Art zu erzählen. Die Beschreibung ihrer Protagonistin Honor, ist ihr wunderbar gelungen. Die Zerrissenheit ihrer Gefühle, zwischen der Überzeugung dem Unrecht entgegentreten zu müssen und ihrer Abhängigkeit der Familie gegenüber, wurden gut und nachvollziehbar beschrieben. Aber auch die Erkenntnis, dass sie sich bei ihren "Freunden" unverstanden fühlt, werden gut transportiert. Auch das harte Leben der Siedler, hier insbesondere der Quäker, die jedes Jahr wieder um ihre Existenz kämpfen und den Gegebenheiten der Natur ausgesetzt sind und dem Thema Quilten, widmet die Autorin viel Zeit. Für mich entstand beim Lesen des Buches ein Kopfkino und ich konnte mich wunderbar in die Mitte des 19. Jahrhundert in Amerika hineinversetzen. Am Ende des Buches ist noch eine Erklärung der verschiedenen Begrifflichkeiten angehängt, sodass einem Unverständlichkeiten nicht den Lesespaß verderben. Mir hat diese neue Buch von Tracy Chevalier wieder gut gefallen und freue mich auf weitere Bücher von ihr.

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Quäker, Sklaven und Auswanderung
von Michael Lehmann-Pape am 06.12.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ihre eigenen Kindheits- und Jugenderfahrungen im „Quäker Camp“ lässt Tracy Chevalier erkennbar mit einfließen in diesen neuen, historischen Roman. So ergibt sich für den Leser der ein oder andere fundierte und interessante Einblick in diese Glaubensgemeinschaft und deren Entwicklung in Amerika, der durchaus mit neuen Erkenntnissen versehen zu lesen... Ihre eigenen Kindheits- und Jugenderfahrungen im „Quäker Camp“ lässt Tracy Chevalier erkennbar mit einfließen in diesen neuen, historischen Roman. So ergibt sich für den Leser der ein oder andere fundierte und interessante Einblick in diese Glaubensgemeinschaft und deren Entwicklung in Amerika, der durchaus mit neuen Erkenntnissen versehen zu lesen ist. Wobei Chevalier zudem eine innere „Glaubensspannung“ zwischen Liebe und religiöser Überzeugung aufbaut, in dem sie ihre Protagonistin Honor sich hingezogen fühlen lässt gerade zu einem „Sklavenjäger“, somit also zur „bösen Seite“ jener, die Menschen wie Vieh behandeln. Was wiederum mit der Haltung der Quäker nicht zu vereinbaren lässt. Eine Spannung, die allerdings nicht bis ins letzte Drama hinein im Buch vertieft wird, dazu ist dieses Buch dann doch zu sehr auch ein klassischer Liebesroman (wenn auch unter widrigen Umständen für längere Zeit). Warum nun allerdings Honor mir nichts dir nichts sich mit ihrer Schwester auf ein Schiff schwingt, um von Britannien aus nach Amerika auszuwandern, das steht doch auf leicht tönernen Füßen direkt zu Beginn des Romans. Liebeskummer, das mag durchaus eine treibende Kraft sein, aber für jemanden, der sich überhaut nicht vorstellen kann, in Holzhäusern zu leben (als Bild für ihre doch enge Heimatverbundenheit) und ebenso als jemand, die noch nie auf einem größeren Schiff war, einen Heidenrespekt vor der Reise hat und umgehend und durchgehend seekrank wird, all das lässt doch Fragen nach der Motivation der jungen Frau offen. Sich einem eigentlich unbekannten Mann als baldigem Schwager im fremden Ohio anzuvertrauen, all das überzeugt zunächst als Rahmenhandlung wenig. Übrigens auch nicht in Bezug auf Honors Schwester, der treibenden Kraft der Auswanderung, die aus reiner „Unternehmungslust“ alles hinter sich lässt für einen „langweiligen, älteren Ehemann“, den sie erst einmal gesehen hat. Dennoch, mit ihrem flüssigen Stil und ihren prägnanten Beschreibungen von Land, Leuten und herrschender Atmosphäre gelingt es Chevalier auf Dauer dann doch, den Leser mit hinein zu nehmen in diese Geschichte eines Neuanfangs, des „Leidens in der Fremde“ und unter den dortigen harten Bedingungen. Die innere Entwicklung Honors lässt sich dabei im Buch gut an den Briefen ablesen, welche die junge Frau in die Heimat sendet. Eine Frau, die zunächst zurückhaltend agiert, die ihre starke Persönlichkeit aber im Lauf der Ereignisse entwickelt und mehr und mehr auch zur Geltung bringt, durchaus mit Gefahren für sich selbst. Insgesamt ein flüssiger und die Atmosphäre der Zeit (und der Quäker jener Zeit) gut treffender Roman, der allerdings nicht unbedingt in die Tiefen der Reibungen geht. Am Ende geht doch alles zu glatt, um wirklich zu fesseln. Dennoch bietet Die Geschichte um Liebe, Glaube und das Fuß fassen in Amerika zu jener Zeit eine solide Unterhaltung, wenn auch nicht mehr.

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Emotionen auf Sparflamme
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 26.11.2013
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Manchmal erweckt ein Klappentext Erwartungen, die das Buch dann einfach nicht erfüllen kann. So ist es mir mit diesem Buch ergangen. Schon der erste Abschnitt ließ mich den Kopf schütteln. Er begann mit: „Es gab kein Zurück“ und wenig später dachte Honor: „Ich kann jederzeit zurück“. An diesen beiden... Manchmal erweckt ein Klappentext Erwartungen, die das Buch dann einfach nicht erfüllen kann. So ist es mir mit diesem Buch ergangen. Schon der erste Abschnitt ließ mich den Kopf schütteln. Er begann mit: „Es gab kein Zurück“ und wenig später dachte Honor: „Ich kann jederzeit zurück“. An diesen beiden Sätzen erkennt man Honors Unentschlossenheit und ihre Naivität. Für mich zog sich das durch die ganze Geschichte. Es wird ein Zeitraum von knapp zwei Jahren beschrieben. In dieser Zeit passiert viel und ein wenig hat Honor sich in dieser Zeit auch weiter entwickelt. Aber … trotz aller Widrigkeiten, die sie aushalten musste, bin ich mit ihr einfach nicht warm geworden. Das lag zum großen Teil an dem distanzierten und nüchternen Schreibstil, den Tracy Chevalier nur in den Briefen, die jeweils zwei Kapitel miteinander verbinden, etwas emotionaler werden ließ. Diese Briefe, die Honor an ihre Eltern und an ihre daheim gebliebene Freundin schrieb, ließen mich einen kurzen Blick in ihre Seele werfen. Hier gibt sie etwas mehr von sich und ihren Emotionen preis, aber auch nicht viel mehr als nötig. Ich bin kein großer Fan vom Stilmittel Brief, aber hier fand ich ihn als Bindeglied passend. Auch wenn sich einiges wiederholte, habe ich einige – teilweise auch sehr wichtige Dinge – nur durch die Briefe erfahren. Das war mir manchmal zu wenig, da habe ich mir ausführlichere Schilderungen gewünscht. Sehr ausführlich dagegen wurden die Gewohnheiten und Vorlieben von Honor beschrieben. Ich hatte mich vorher noch nie mit dem Quäkertum befasst und habe hier einige interessante Dinge erfahren. Auch Honors große Leidenschaft, das Quilten, war mir ziemlich fremd. Diesem Thema hat sich Tracy Chevalier sehr eingehend gewidmet. Für Freunde der Nadel sicher sehr interessant, für mich wurde es nach einiger Zeit sehr langweilig, denn das Quilten zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Selbst in den meisten Briefen war es dominierend. In der zweiten Hälfte wird es dann etwas „spannender“, eigentlich immer dann, wenn Sklavenjäger Donovan auftaucht. Er und seine kranke Schwester Belle, mit der Honor sich anfreundet, bringen wenigstens ein bisschen Farbe und Pepp in die Geschichte. Aber auch da hatte ich einfach viel mehr erwartet, mehr Spannung, mehr Leidenschaft, die ich dann bei einer Gelegenheit miterleben durfte, bei der es sehr überraschend war und ich es ziemlich … übertrieben fand. Die Sklavenfrage wurde auch erst in der zweiten Hälfte wirklich thematisiert. Hier hatte ich wirklich mit etwas mehr Dramatik gerechnet, aber Tracy Chevalier blieb ihrem sachlichen und unterkühlten Schreibstil treu, für den ich mich nicht begeistern kann. Aber trotz all meiner Kritikpunkte … das Buch ist absolut rund, der Schreibstil passt zum Thema und vor allem zu Honor, der englischen Freundin. Und deshalb kann ich es nicht schlecht bewerten, auch wenn ich kein weiteres Buch der Autorin lesen möchte.

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