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Die Erfindung des Lebens

(gekürzte Lesung)

Autobiografische Romane Hanns-Josef Ortheil

Ein sehr persönlicher Text - vom Autor selbst interpretiert.
Als einziges überlebendes Kind seiner Eltern wächst Johannes Catt im Köln der Nachkriegszeit auf. Nach dem Verlust seiner vier Brüder ist die Mutter stumm geworden. Auch das Kind lernt nur zögernd sprechen und bleibt lange Zeit ein Außenseiter. Nur das Klavierspielen macht ihm Spaß. Doch seine Karriere als Pianist scheitert. Nach unglaublichen Höhen und tiefen Abstürzen findet Catt schließlich im Schreiben seinen Weg...

In seinem neuen, autobiographisch inspirierten Roman erzählt Hanns-Josef Ortheil die Geschichte eines jahrelang stummen Kindes, dessen Eltern im Krieg und in der Nachkriegszeit vier Söhne verloren haben. Zusammen mit der ebenfalls stummen Mutter wächst es in einer künstlichen Schutzzone auf, aus der es sich erst langsam durch das geliebte Klavierspiel und den unorthodoxen Sprachunterricht des Vaters befreien kann. Doch die Befreiung ist schmerzhaft. Sie führt den Jungen auf lange, einsame Reisen durch Deutschland und in einem letzten Befreiungsakt schließlich nach Rom. Dort wird er ein erfolgreicher Pianist, der Freundschaften schließt und sogar ein Liebesverhältnis eingeht. Diese Bindungen aber zerreißen, und auch die Pianistenkarriere muss aufgegeben werden. Nach der Rückkehr nach Deutschland macht ihm ein früherer Lehrer den faszinierenden Vorschlag, es mit dem Schreiben zu versuchen …
In Anlehnung an die großen Bildungsromane der deutschen Literatur entwirft dieser auch historisch weit ausholende Roman eine Biographie, die nach jedem Rückschlag wieder ganz neu erfunden werden muss. Entstanden ist dabei die ergreifende Geschichte von einem jungen Pianisten und späteren Schriftsteller, deren am Ende glücklicher Verlauf an ein Wunder grenzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-Download
Anzahl Dateien 66
Erscheinungsdatum 04.02.2010
Serie Autobiografische Romane Hanns-Josef Ortheil 1
Sprache Deutsch
EAN 9783837176667
Verlag Random House Audio
Spieldauer 475 Minuten
Format & Qualität MP3, 192 kbit/s, 474 Minuten, 366.58 MB
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„Von der Musik zur Sprache.“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Hier beschreibt Ortheil seine Kindheit im schönen Köln. Er ist zwar der fünfte Sohn der Familie, aber der einzige Überlebende. Vor lauter Trauer wurde seine Mutter stumm. Von klein an bildet er eine Symbiose mit ihr und mit drei Jahren stellt auch er das Sprechen ein. Seine Mutter und er fangen dann erst an, sich langsam zu öffnen als Hier beschreibt Ortheil seine Kindheit im schönen Köln. Er ist zwar der fünfte Sohn der Familie, aber der einzige Überlebende. Vor lauter Trauer wurde seine Mutter stumm. Von klein an bildet er eine Symbiose mit ihr und mit drei Jahren stellt auch er das Sprechen ein. Seine Mutter und er fangen dann erst an, sich langsam zu öffnen als ein Klavier Einzug in die Wohnung erhält. Er übt jeden Tag mehrere Stunden. Mit sechs kommt er in die Schule und wird gehänselt. Er kapselt sich noch mehr ab, bis sein Vater beschließt seine Ausbildung erst mal alleine in die Hand zu nehmen. Sie fahren aufs Land, machen lange Streifzüge durch die Natur und erfinden nach und nach das Leben, die Welt und die Sprache neu. Eine aufregende Zeit beginnt.
Ortheil schafft es eine wunderbare Familien- und Entwicklungsgeschichte zu schreiben. Er fesselt uns von der ersten Seite an. Wir leiden mit ihm und freuen uns über jeden Fortschritt im Dasein seiner Familie die, durch die Kraft seines Vaters, trotz Schicksalschläge nie die Hoffnung aufgibt.

„Ortheil, Die Erfindung des Lebens“

Annette Faber, Thalia-Buchhandlung Bonn







Dieses Buch beschreibt die Geschichte eines stummen Kindes, das sein Leben erfinden muss, um sein Glück zu machen. Durch eine familiäre Tragödie wird die Mutter stumm, und der Sohn lebt stumm an ihrer Seite. Nach Jahren löst er sich aus der Umklammerung, nicht allein durch seinen Vater, der ihm nicht alltäglichen Sprachunterricht






Dieses Buch beschreibt die Geschichte eines stummen Kindes, das sein Leben erfinden muss, um sein Glück zu machen. Durch eine familiäre Tragödie wird die Mutter stumm, und der Sohn lebt stumm an ihrer Seite. Nach Jahren löst er sich aus der Umklammerung, nicht allein durch seinen Vater, der ihm nicht alltäglichen Sprachunterricht in und durch die Natur gibt, sondern auch durch das Klavierspiel.
Ein großer Bogen wird dabei von den 50er Jahren bis in die Gegenwart geschlagen, in der wir dem Erzähler in Rom begegnen. Dort hat er sich eine Wohnung gemietet um diesen Roman zu schreiben. Gegenwart und Vergangenheit gehen ineinander über und allmählich erhellt sich sein Leben.
Dieser Roman hat mich sehr berührt, denn Ortheil besticht durch seine klangvolle, sinnliche Sprache, aber auch durch seine Authentizität.



Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Für diesen wunderbaren Roman musste Ortheil gar nichts erfinden, er musste nur seine Lebensgeschichte erzählen. Lebendig,humorvoll, lebensklug,einfühlsam und berührend gelingt dies Für diesen wunderbaren Roman musste Ortheil gar nichts erfinden, er musste nur seine Lebensgeschichte erzählen. Lebendig,humorvoll, lebensklug,einfühlsam und berührend gelingt dies

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Kaum zu glauben, dass diese facettenreiche und reichhaltige Lebensgeschichte tatsächlich autobiographisch ist. Ist aber so. Unbedingt lesenswert! Kaum zu glauben, dass diese facettenreiche und reichhaltige Lebensgeschichte tatsächlich autobiographisch ist. Ist aber so. Unbedingt lesenswert!

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Die Erfindung des Lebens ist tief berührend. Eine Geschichte über die Schönheit der Sprache und der Musik. Die Geschichte eines beeindruckenden Lebens. Die Erfindung des Lebens ist tief berührend. Eine Geschichte über die Schönheit der Sprache und der Musik. Die Geschichte eines beeindruckenden Lebens.

Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Ortheil - so gut wie selten. In einem ganz großen Wurf erzählt er mit autobiografischen Zügen in diesem Entwicklungsroman auch seine Lebensgeschichte. Famos - sofort lesen!!! Ortheil - so gut wie selten. In einem ganz großen Wurf erzählt er mit autobiografischen Zügen in diesem Entwicklungsroman auch seine Lebensgeschichte. Famos - sofort lesen!!!

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein nachhaltiger,autobiographischer, musikalischer Roman für alle u.a Musikinteressierte Leser, geschrieben in einer sehr prägsamen Sprache Ein nachhaltiger,autobiographischer, musikalischer Roman für alle u.a Musikinteressierte Leser, geschrieben in einer sehr prägsamen Sprache

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein wahnsinnig intensiver, sprachlich gekonnter Roman über eine ebenso intensive wie auf bestimmten Ebenen problematischen Mutter-Kind-Beziehung. Gnadenlos toll. Ein wahnsinnig intensiver, sprachlich gekonnter Roman über eine ebenso intensive wie auf bestimmten Ebenen problematischen Mutter-Kind-Beziehung. Gnadenlos toll.

„Sinfonische Dichtung“

Gabi Küsgen, Thalia-Buchhandlung Köln

Im Köln der 50er Jahre wächst Johannes in symbiotischer Verbindung mit seiner stummen Mutter auf und spricht aus Solidarität ebenfalls nicht. Nach einer längeren gemeinsamen Reise mit dem Vater, der die Gefahr für die Entwicklung des Sohnes sieht und ihn von der Mutter weg "entführt" entdeckt der Junge die Sprache für sich und als zusätzliche Im Köln der 50er Jahre wächst Johannes in symbiotischer Verbindung mit seiner stummen Mutter auf und spricht aus Solidarität ebenfalls nicht. Nach einer längeren gemeinsamen Reise mit dem Vater, der die Gefahr für die Entwicklung des Sohnes sieht und ihn von der Mutter weg "entführt" entdeckt der Junge die Sprache für sich und als zusätzliche Ausdrucksform das Klavier-Spiel. Das Musik-Studium in Rom soll eigentlich in einer Pianisten-Karriere münden, doch das Schicksal hat anderes mit dem jungen Mann vor. Ein großartiger Roman für Musik- und Literatur-Liebhaber, eines meiner Lieblingsbücher!

„Die Erfindung des Lebens“

Tina Dammer, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Johannes Catt, der Protagonist,erzählt seine ungewöhnliche Lebensgeschichte selbst, sodass wir sie aus der Innensicht, also vollkommen authentisch miterleben können. Die Ereignisse des Romans sind in den wesentlichen Teilen autobiographisch inspiriert. Zu Beginn erleben wir, wie der fünfjährige stumme Johannes mit seiner ebenfalls stummen Johannes Catt, der Protagonist,erzählt seine ungewöhnliche Lebensgeschichte selbst, sodass wir sie aus der Innensicht, also vollkommen authentisch miterleben können. Die Ereignisse des Romans sind in den wesentlichen Teilen autobiographisch inspiriert. Zu Beginn erleben wir, wie der fünfjährige stumme Johannes mit seiner ebenfalls stummen Mutter in einer von der Außenwelt vollkommen isolierten, symbiotischen Beziehung lebt. Nur der Vater bringt am Abend ein Stück Sprache ins Haus. Die Athmosphäre ändert sich erst, als ein Klavier ins Haus kommt. Johannes ist von dem Klavier nicht mehr zu trennen. Es naht die Einschulung, eine Herausforderung für das Kind, der er sich aber verweigert, er will nicht aus seinen Kokon heraus. Der Vater spürt instinktiv was dem Sohn gut tut. Er sieht sich gezwungen Johannes wieder von der Schule zu nehmen und unterrichtet ihn auf ungewöhnliche Weise selbst. Er wandert mit ihm durch die Natur, erklärt ihm die Steine, Pflanzen und die Landschaft. Johannes begreift alles sofort. So zählt er alles auf, was er gelernt hat. Der Bann ist gebrochen. Auch die Mutter kann zur Sprache zurückfinden. Jahre später, als bekannter Schriftsteller zieht Johannes (alias Hanns-Josef Ortheil) sich nach Rom zurück, um erinnernd die Wege aufzuschreiben, die er gegangen ist. Dieses bewegende Buch sollten sie lesen!

„Ein Buch voller Poesie und Musik“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Falls Sie wie ich noch nie ein Buch des sehr anerkannten deutschen Autoren Hanns-Josef Ortheil gelesen haben, ist dieses ein guter Einstieg. Es heißt, dieses Buch sei eines seiner persönlichsten. Ich empfehle Ihnen allerdings – bringen Sie viel Zeit mit! Hanns-Josef Ortheil versteht es, mit der Sprache umzugehen. Dementsprechend ist Falls Sie wie ich noch nie ein Buch des sehr anerkannten deutschen Autoren Hanns-Josef Ortheil gelesen haben, ist dieses ein guter Einstieg. Es heißt, dieses Buch sei eines seiner persönlichsten. Ich empfehle Ihnen allerdings – bringen Sie viel Zeit mit! Hanns-Josef Ortheil versteht es, mit der Sprache umzugehen. Dementsprechend ist es kein Buch zum Schnelllesen!

Hanns-Josef Ortheil erzählt die Geschichte von Johannes in der Ich-Form. Während der Ich-Erzähler seine Geschichte erzählt, ist er ein erwachsener Mann und erfolgreicher Autor, der sich nach Rom zurückgezogen hat, um diese seine Geschichte zu erzählen. Er beginnt mit seiner Kindheit im Alter von fünf Jahren. Das besondere dieser Geschichte ist, dass Johannes zu Beginn des Buches ebenso wie seine Mutter stumm ist. Warum dies so ist, kommt erst im Laufe des Buches heraus. Allerdings wissen wir bereits auch am Anfang des Buches, dass dieser Zustand der Sprachlosigkeit offensichtlich nicht von Dauer ist. Sehr behutsam aber auch sehr ausführlich beschreibt er seine extrem enge Bindung an seine Mutter und seinen Schock, als er von ihr getrennt wird, da er in eine ganz normale Schule eingeschult wird. Dank der sehr ungewöhnlichen Hilfe seines Vaters und der eher zufällig entdeckten Liebe zur Musik wird Johannes langsam geheilt und wächst zu einem eigenständigen Menschen heran. Es dauert allerdings seine Zeit, bis er sich von der extrem einengenden Liebe seiner Eltern befreien kann. Die Musik hilft ihm hier, aber auch sie wird zu einer Belastung. Der Autor wechselt zwischen seinen Erinnerungen und Selbstreflexionen hin und her.

Hanns-Josef Ortheil beschreibt eine sehr außergewöhnliche Kindheits- und Jugendgeschichte. Der Ich-Erzähler braucht lange, bis er endlich seine eigene unabhängige Identität gefunden hat. Es ist schon erstaunlich, dass er diesen Weg geschafft hat, denn im Laufe des Buches wird auch deutlich, dass das deutsche Schulsystem mit traumatisierten Menschen nach dem 2. Weltkrieg gar nicht umzugehen wusste. Der Autor und der Ich-Erzähler wären fast sicher auch Opfer dieser Situation geworden, wie sie die Autorin Sabine Bode in ihrem Buch „Die vergessene Generation“ (Piper Taschenbuch) beschrieben hat. Viele Menschen dieser Generation blieben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, da diese nicht erkannt und gefördert wurden. Johannes hatte das Glück, dass sein Vater hierzu die Möglichkeit und auch die finanziellen Mittel hatte, um seinem Sohn den Weg ins Leben zu ebnen.

Es ist ein sehr berührendes Buch mit viel Lebensweisheit. Auch unbedingt für Freunde der klassischen Musik geeignet.

„Ein ganz persönlicher Ortheil“

Gisela Beuthner, Thalia-Buchhandlung Wittmund

Der kleine Johannes spricht nicht. Jahrelang stumm wächst er mit einer Mutter auf, die aufgrund traumatischer Verluste ihrer vier weiteren Kinder ebenfalls das Sprechen eingestellt hat. Einzig der Vater des Jungen hat außerhalb dieses "Mikrokosmos Familie" Kontakt zur Aussenwelt. Als Johannes schulpflichtig wird, wird die Unfähigkeit Der kleine Johannes spricht nicht. Jahrelang stumm wächst er mit einer Mutter auf, die aufgrund traumatischer Verluste ihrer vier weiteren Kinder ebenfalls das Sprechen eingestellt hat. Einzig der Vater des Jungen hat außerhalb dieses "Mikrokosmos Familie" Kontakt zur Aussenwelt. Als Johannes schulpflichtig wird, wird die Unfähigkeit sprechen zu können zum Problem. Dem unermüdlichen Einsatz des Vaters und einer eher zufälligen, unerwarteten Liebe zum Klavierspiel ist es zu verdanken, dass Johannes doch noch den Weg zur Sprache findet und er seine Mutter auf diesem mitnehmen kann.
Viele Jahre später lebt Johannes, unfreiwillig gescheiterter Pianist, als Schriftsteller in Rom und bringt die Geschichte der Erfindung seines Lebens zu Papier.
Die Parallelen zur Biografie Hanns-Josef Ortheils sind unübersehbar und sorgen ganz sicher dafür, dass dieser Roman unglaublich eindringlich und authentisch gelungen ist.
Ein wunderbares, leises und sehr musikalisches Buch, dessen Lektüre auch Lust auf Chopin macht!

„Berührend und Mut machend“

Claudia Bremer, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ein autobiographischer Roman, der den Leser nicht loslässt.
Der Ich-Erzähler Johannes gibt uns in einem Wechsel aus Gegenwartsperspektive und Rückblick in die Kindheit einen Einblick in sein Leben. wie unter einem Mikroskop sehen wir die Entwicklung eines Lebensweges zum Positiven, der eigentlich eher zum Scheitern verurteilt war.
Johannes
Ein autobiographischer Roman, der den Leser nicht loslässt.
Der Ich-Erzähler Johannes gibt uns in einem Wechsel aus Gegenwartsperspektive und Rückblick in die Kindheit einen Einblick in sein Leben. wie unter einem Mikroskop sehen wir die Entwicklung eines Lebensweges zum Positiven, der eigentlich eher zum Scheitern verurteilt war.
Johannes ist der einzige überlebende Sohn einer Familie. Vier Geschwister sind gestorben - die Mutter ist darüber aus Kummer stumm geworden. Johannes spricht ebenfalls nicht: er lebt in einer engen Beziehung zu seiner Mutter, versucht sie zu schützen und isoliert sich von der Außenwelt. Erst in der Musik findet er eine Sprache, um sich auszudrücken. Mit Hilfe seines Vaters lernt er dann auch sprechen. Johannes geht nach Rom und macht eine Karriere als Pianist. Aber diesen Lebensentwurf muss er noch einmal ändern und sein Leben neu "erfinden".
Ein Buch, das dem Leser zu sagen scheint: "Sieh nach, ob es nicht doch einen Weg gibt".

„Eine ungewöhnliche Geschichte“

Katrin Schönmüller, Thalia-Buchhandlung Dresden

In diesem beeindruckenden Roman erzählt H.J.Ortheil die Geschichte eines jahrelang stummen Jungen, der mit seiner ebenfalls stummen Mutter und seinem Vater in den 50er Jahren in Köln in fast völliger Isolation aufwächst. Erst durch das Klavierspiel und den ungewöhnlichen Sprachunterricht seines Vaters kann der Junge sich aus seiner In diesem beeindruckenden Roman erzählt H.J.Ortheil die Geschichte eines jahrelang stummen Jungen, der mit seiner ebenfalls stummen Mutter und seinem Vater in den 50er Jahren in Köln in fast völliger Isolation aufwächst. Erst durch das Klavierspiel und den ungewöhnlichen Sprachunterricht seines Vaters kann der Junge sich aus seiner Situation befreien. Rückblickend erfährt man die bedrückende Familiengeschichte und sieht die Abhängigkeit, die das Kind und den späteren jungen Mann prägen.
Dieses wunderbare, stark autobiografisch geprägte Buch zeigt eindrucksvoll die innere Entwicklung des Jungen und die seiner Familie.

„Geschichte einer Selbstfindung“

Ulrich Kienast, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Der Roman ist autobiographisch inspiriert, ähnliches hat der Autor in seiner Kindheit selbst erlebt: ein junger Mensch befreit sich aus einem ihn bedrückenden und einengenden familiären Hintergrund und erfindet sich mit Hilfe der Kunst, hier der Musik, genauer gesagt dem Klavierspiel, gewissermaßen selbst neu. Daher der Titel „Erfindung Der Roman ist autobiographisch inspiriert, ähnliches hat der Autor in seiner Kindheit selbst erlebt: ein junger Mensch befreit sich aus einem ihn bedrückenden und einengenden familiären Hintergrund und erfindet sich mit Hilfe der Kunst, hier der Musik, genauer gesagt dem Klavierspiel, gewissermaßen selbst neu. Daher der Titel „Erfindung des Lebens“.
Der Ich-Erzähler Johannes befindet sich zum Zeitpunkt des Erzählens in Rom und blickt auf seine Kindheit und Jugend zurück. Seinen Eltern ist großes Leid wiederfahren: in der Endphase des Zweiten Weltkrieges haben sie zwei Kinder bei Bombenangriffen verloren, danach erlitt die Mutter zwei Fehlgeburten, Johannes ist das einzige überlebende Kind. Diese Erlebnisse haben die Mutter traumatisiert, das Leid hat sie verstummen lassen und auch der Junge spricht zunächst nicht, ist ebenso verstummt. Die Eltern haben sich völlig zurückgezogen, und so wächst Johannes isoliert und einsam als Außenseiter auf, nur durch seinen Vater hat er ab und zu Kontakt zur Außenwelt. Doch liebt er seine Eltern über alles und die Schilderung seines besonderen Verhältnisses zu ihnen ist dem Autor Ortheil großartig gelungen. Als ein Onkel der Familie ein Klavier schenkt, entdeckt der Junge seine Liebe zur Musik und zum Klavierspiel und findet eine Möglichkeit, sich auszudrücken. Die Musik ist für ihn wie eine Befreiung und jetzt erst erlernt er mit Hilfe seines Vaters das Sprechen. Die Geschichte geht auf gewisse Weise gut aus, denn Johannes wird ein erfolgreicher Pianist, später Schriftsteller (wie Ortheil selbst), auch die Mutter überwindet ihr Trauma und findet die Sprache wieder. Doch bleibt das Bewusstsein, wie schwer das Lebensglück zu erringen und wie zerbrechlich es jederzeit ist, beim Ich-Erzähler immer präsent. Also kein wirkliches Happy-End. Hans-Josef Ortheil lehnt sich an die Tradition des deutschen Bildungsromans an, geht aber stilistisch eigene Wege. Er konzentriert sich ganz auf das innere Erleben und die Erinnerung seiner Hauptfigur, die Außenwelt der Nachkriegszeit spielt eine untergeordnete Rolle. Das ist die Stärke des Buches, denn so entsteht eine große Intimität und Intensität und als Leser nimmt man großen Anteil an dieser „Erfindung“ eines Lebens.

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Hanns-Josef Ortheil zeichnet in seinem stark autobiographischen Roman die Entwicklung von Johannes von dessen Kindheit bis zum frühen Erwachsenenalter nach. Eine Lebensgeschichte, die unter die Haut geht und den Leser tief berührt! Die Hauptfigur spricht kein Wort bis zu seinem 6. Lebensjahr und wird von einer Mutter großgezogen, die Hanns-Josef Ortheil zeichnet in seinem stark autobiographischen Roman die Entwicklung von Johannes von dessen Kindheit bis zum frühen Erwachsenenalter nach. Eine Lebensgeschichte, die unter die Haut geht und den Leser tief berührt! Die Hauptfigur spricht kein Wort bis zu seinem 6. Lebensjahr und wird von einer Mutter großgezogen, die nach schweren Schicksalsschlägen ihre Sprache verloren hat. Johannes wächst in Köln sehr isoliert auf, er muss für sich das wahre Leben erst "erfinden". Allein das Klavierspielen, bei dem er sich als sehr begabt erweist, reißt ihn aus seinem Kokon. Sich wahrhaft lebendig und integriert zu fühlen gelingt ihm erst in Rom, wo er am Konservatorium zum Pianisten ausgebildet werden soll - aber wird er diese Karriere schaffen? 30 Jahre später reist Johannes zurück in die Stadt seiner Träume und geht seinen alten Spuren nach.

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