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Die Filzlaus - Classic Selection

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Ralph Milan hat einen Job, bei dem er unvorhergesehene Ereignisse wirklich nicht gebrauchen kann: Er ist Killer und plant die Ausführung seiner Aufträge sorgfältig im Voraus. Eine perfekte Planung und starke Nerven - das sind wohl die wichtigsten Voraussetzungen, um in diesem Job erfolgreich zu sein. Für seinen neuesten Auftrag hat er sich in einem Hotelzimmer in südfranzösischen Montpellier einquartiert; vom Fenster aus will er sein Opfer erledigen. Der als zuverlässig bekannte Profikiller soll dieses Mal einen - für gewisse Kreise - unangenehmen Kronzeugen auf dem Weg ins Gerichtsgebäude zum Schweigen bringen. Womit er nicht gerechnet hat: Hemdenvertreter François Pignon im Nebenzimmer. Dessen Frau Louise ist gerade mit dem Arzt Dr. Fuchs durchgebrannt - und in einem Leben ohne Louise kann Pignon beim besten Willen keinen Sinn mehr erkennen. Louise will nicht einmal mehr mit ihm sprechen! Während Milan sein Präzisionsgewehr zusammenschraubt, unternimmt der lebensmüde Pingon im grenzenden Hotelzimmer einen Selbstmordversuch nach dem anderen. Dabei stellt er sich aber so ungeschickt an, dass keine seiner Verzweiflungstaten zum Erfolg führt - aber jeder auf ihn aufmerksam wird. Und das ist verständlicherweise das allerletzte, was Milan in diesem Moment brauchen kann! Ein Toter im Nebenzimmer, das hieße unweigerlich Polizei, Presse und jede Menge Neugierige. Unter solchen Umständen ist ein sauberer Mord kaum möglich. Als Pignon bei dem Versuch, sich zu erhängen, lediglich die Wasserleitung zerstört, spitzt sich die Situation zu. Der aufgeregte Zimmerkellner Nino will die Polizei rufen, was Milan nur noch verhindern kann, indem er sich selbst um den Selbstmordkandidaten kümmert. Der Lebensmüde wird allerdings zur wahren Plage für Milan, der von nun an pausenlos damit beschäftig ist, seinen Zimmernachbarn vor weiteren Verzweiflungstaten zu bewahren. Der weinerliche Pignon hängt sich wie eine Klette an Milan und schafft es sogar, den coolen Killer an den Rande des Wahnsinns zu treiben. Eine groteske Situation, mit der Milan selbst am wenigsten gerechnet hätte - er, der Todesprofi als permanenter Lebensretter eines Lebensmüden!
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 10.05.2006
Regisseur Edouard Molinaro
Sprache Französisch, Deutsch (Untertitel: Keine)
EAN 4010324024718
Genre Kriminalfilm/Komödie
Studio Concorde Home Entertainment GmbH / Grünwald
Originaltitel L'emmerdeur
Spieldauer 82 Minuten
Bildformat 16:9 anamorph
Tonformat Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono, Französisch: Dolby Digital 1.0 Mono
Verkaufsrang 10.022
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Nur das DVD-Menü trübt die Wiedersehensfreude
von SPASSPREDIGER aus www.spassprediger.de am 28.07.2006

Francois Pignon (Jacques Brel) hat sich ja schon einiges gefallen lassen müssen. Als Filzlaus aber ist der Hemdenvertreter in seinem ganzen Leben noch nicht tituliert worden. Dass einem gewissen Monsieur Milan (Lino Ventura) schließlich der sprichwörtliche Kragen platzt, ist aber auch kein Wunder. Schließlich ist der Mann geschäftlich unterwegs und... Francois Pignon (Jacques Brel) hat sich ja schon einiges gefallen lassen müssen. Als Filzlaus aber ist der Hemdenvertreter in seinem ganzen Leben noch nicht tituliert worden. Dass einem gewissen Monsieur Milan (Lino Ventura) schließlich der sprichwörtliche Kragen platzt, ist aber auch kein Wunder. Schließlich ist der Mann geschäftlich unterwegs und hat einen Auftrag zu erledigen, bei dem es um Kopf und Kragen geht. Leider kommt ihm Pignon in die Quere. Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Der ist gerade von seiner Frau verlassen worden und trägt sich mit Selbstmordgedanken. Was nicht trägt, ist das Rohr, an dem Pignon sich aufzuhängen versucht. Und weil Pignons Hotelzimmer nur durch eine Zwischentür von dem des Monsieur Milan getrennt ist, bekommt auch Milan die Folgen des Pignonschen Selbstentleibungsversuchs zu spüren: Aus dem geborstenen Leitungsrohr fließt literweise Wasser unter der Schwelle der Trenntür hindurch in Milans Zimmer – und das ist wirklich nur der Anfang des Dramas. Sehr zum Leidwesen von Milan hat Pignon zu dem wortkargen, mürrisch wirkenden Zimmernachbarn nämlich auf Anhieb Vertrauen gefasst: Endlich ist da jemand, der Pignon versteht und dem gegenüber sich Pignon sein Herzeleid endlich mal so richtig von der Seele reden kann. Nur deshalb kann Pignon in dem eisig schweigenden, abweisenden Milan wohl auch einen guten Zuhörer sehen. „Ich mache in Hemden. Und Sie?“ Nicht einmal diese harmlose Frage Pignons beantwortet Milan. Und warum nicht? Ganz einfach: Milan ist ein Auftragskiller, und in dem Hotel in Montpellier, in das es die ungleichen Zwei verschlagen hat, hat er sich nur des guten Blicks auf das Gerichtsgebäude vis-à-vis wegen einquartiert. Dort soll nämlich ein Kronzeuge vernommen werden, dessen Aussage eine ganze Reihe namhafter Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft belasten würde. Die haben dagegen verständliche Einwände und deshalb Milan damit beauftragt, den lästigen Singvogel aus dem Weg zu räumen. Leider ist Milan bald vollauf damit beschäftigt, sich Pignon vom Hals zu halten, und leider bleiben seine Bemühungen weitgehend fruchtlos ... Die DVD, auf der Edouard Molinaros Krimikömodie aus dem Jahr 1973 jetzt endlich erschienen ist, punktet mit einem Bild, das angesichts des Alters des Films erstaunlich gut ist – hieran gibt’s nichts auszusetzen, am deutschen Ton auch nicht. Was hingegen ärgert, ist die Gestaltung des Menüs. So wenig Punkte das auch bieten mag, so unleserlich sind sie gestaltet. Hier durfte offenbar mal wieder ein Mediengestalter-Praktikant tief in die Photoshop-Effektkiste greifen und sich nach Herzenslust und frei von allen ergonomischen Erwägungen austoben – warum so etwas gewogen, für gut befunden und umgesetzt wird, ist mir vollkommen unverständlich.

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Original besser als der Synchron
von einer Kundin/einem Kunden am 12.06.2016

»Die Filzlaus« ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man einen guten Film mit Rainer Brandts »Schnoddersynchron« kaputtmachen kann. Während im Orignial die Rolle des Killers von Lino Ventura mit sparsamen Dialogen und eindrucksvollen schauspielerischen Mitteln dargestellt wird, gerät der Killer im deutschen Synchron zum sprücheklopfenden Schwätzer auch dann, wenn... »Die Filzlaus« ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man einen guten Film mit Rainer Brandts »Schnoddersynchron« kaputtmachen kann. Während im Orignial die Rolle des Killers von Lino Ventura mit sparsamen Dialogen und eindrucksvollen schauspielerischen Mitteln dargestellt wird, gerät der Killer im deutschen Synchron zum sprücheklopfenden Schwätzer auch dann, wenn er im Original nichts sagt. Auch ansonsten wurde bei den Dialogen fröhlich draufsynchronisiert, was die Protagonisten nicht sagten, und somit die deutsche Fassung in einen schwer erträglich albernen Film verwandelt. Seit ich auf dieser DVD das französische Original mit Untertiteln gesehen habe, sehe ich mir die deutsche Fassung nicht mehr an. Mein Fazit: Hervorragender Film, verdorben durch den deutschen Synchron.

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