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Die Frauen von La Principal

Roman

(29)
Maria weiß, die Entscheidung ist längst gefallen: Ihr Vater geht mit den vier Brüdern nach Barcelona, sie selbst muss bleiben. Als die einzige Tochter soll sie das verwalten, was nach dem Sommer 1893 vom Weingut La Principal übrig ist. Für sie die Enttäuschung ihres Lebens, für alle anderen im Dorf der Beginn einer neuen Zeit. Denn Maria findet überraschend einen Weg, mit viel Mut und noch mehr Eigensinn verwandelt sie La Principal in das Anwesen von damals und sich selbst in die mächtigste Frau ihrer Heimat, ein Leben lang bewundert, ein Leben lang beneidet. Doch als man am Vorabend des Spanischen Bürgerkriegs eine Leiche findet, wird Marias Vermächtnis an die Tochter zu einer gefährlichen Bürde …
Die Frauen von La Principal ist ein Roman über die Wärme und Kraft der eigenen Heimat. Lluís Llach erzählt darin eine Geschichte von Müttern, von Töchtern und Schwestern, von all denjenigen, die sich hingebungsvoll einer Aufgabe widmen und ihr Glück erkämpfen – ein Lebensglück, das so schillernd und flüchtig bleibt wie der Lichtschein an den Weinhängen ihres Dorfes.
Rezension
"Die wunderbare Geschichte dreier Frauen, die sich von den Zwängen ihrer Zeit befreien."
La Vanguardia
Portrait

Lluís Llach, geboren 1948, erlangte als Sänger der Nova cançó große Berühmtheit. Sein während der Franco-Diktatur im Pariser Exil entstandener Song L'Estaca gilt als die Hymne der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Llach lebt auf seinem Weingut im katalanischen Dorf Porrera. Die Frauen von La Principal ist sein erster Roman in deutscher Übersetzung.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 07.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17672-5
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 203/125/30 mm
Gewicht 423
Originaltitel Les dones de la Principal
Auflage 2
Verkaufsrang 11.758
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Katrin Höffler, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Generationen von starken Frauen auf einem katalanischen Weingut in den Wirren der Zeit und ein Ermittler, der sich fast darin verstrickt. Man mag am liebsten sofort hinfahren. Generationen von starken Frauen auf einem katalanischen Weingut in den Wirren der Zeit und ein Ermittler, der sich fast darin verstrickt. Man mag am liebsten sofort hinfahren.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Eindrucksvolle Familiengeschichte über starke Frauen, die ihr Leben sowohl im beginnenden 19. Jahrhundert als auch im Heute meistern. Facettenreich, einfühlsam, humorvoll, schön. Eindrucksvolle Familiengeschichte über starke Frauen, die ihr Leben sowohl im beginnenden 19. Jahrhundert als auch im Heute meistern. Facettenreich, einfühlsam, humorvoll, schön.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
29 Bewertungen
Übersicht
18
8
0
3
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katalanische Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 24.11.2016

»Maria, ich habe mich entschieden, dass du, die liebe Tochter, hier bleiben wirst. Ich weiß, du bist jung und hast wahrscheinlich von einem anderen Leben geträumt, fern von Pous und diesem Haus, aber du bleibst hier.« Der Roman ist ein spanischer Bestseller, eine Familiengeschichte, ein ein bisschen auch ein Krimi.... »Maria, ich habe mich entschieden, dass du, die liebe Tochter, hier bleiben wirst. Ich weiß, du bist jung und hast wahrscheinlich von einem anderen Leben geträumt, fern von Pous und diesem Haus, aber du bleibst hier.« Der Roman ist ein spanischer Bestseller, eine Familiengeschichte, ein ein bisschen auch ein Krimi. Der Autor, Luís Llach, ist ein sehr bekannter Musiker und Schriftsteller in Katalonien. La Principal ist ein Weingut in der Nähe von Barcelona. Maria Roderich erhält als Erbe die Principal, die Brüder Geld und Immobilien in Barcelona. Gleichzeitig bedroht europaweit die Reblaus Rebstöcke. Weinreben ganzer Regionen gehen kaputt. Auch die Gegend um Principal hat es erwischt. Das Gut ist wertlos. »Er hat mich mit lebendigem Leib begraben.« (Maria, die Alte) Aber Maria, man nennt sie mit 24 die Alte, lässt sich nicht unterkriegen, heiratet wohlhabend einen netten Kerl, der sich lieber mit Büchern beschäftigt als mit Geschäften und bekommt eine Tochter, Maria. Eine junge Frau hatte es damals schwer, sich durchzusetzen, insbesondere, wenn sie früh Witwe wurde, wie die Alte. Deshalb muss sie ein hartes Regiment führen und imposant sein. Es herrscht Bürgerkrieg. Maria wird dick, fett, lässt sich sonntags von Dörflern auf einer Sänfte zur höhergelegenen Kirche tragen. Dies beschriebene Schauspiel der ächzenden Träger erinnerte mich an spanische Prozessionen, bei denen junge Männer ein schweres Kreuz auf den Schultern den Berg hochrennen. Maria, die Mutter Gottes. Nebenbei, in Spanien hieß bis in die 80ger jede zweite Frau Maria. Politik wird in diesem Buch nur am Rande erwähnt, eher spielt die kirchliche Macht eine Rolle. Der Roman ist in mehrere Zeitebenen aufgeteilt, drei Marias sind Hauptprotagonisten und Úrsula, die Köchin und Haushälterin, die alle drei Frauen kennt. Die Zeit wechselt vom hier und jetzt in die Vergangenheit hin und her. Der Hauptstrang dreht sich um die mittlere Maria. Die Alte, ihre Mutter, hatte das Weingut wie-der auf Vordermann gebracht, ihrer Tochter übergeben, die auch in jungen Jahren Witwe wurde. Wir kommen in das Jahr 1940, den Hauptstrang, der Bürgerkrieg ist vorbei. Plötzlich taucht Inspektor Lluís Recader auf Principal auf. »Der Mörder hatte den Toten, nachdem er ihm den gesamten Unterleib zerfetzt hatte, der reichsten Familie des Dorfes vors Haus gelegt. Wahrlich ein Stoff für Liebhaber von Schauerromanen.« Während der Wirren des Bürgerkriegs gab es einen Mord auf Principal, der nie aufge-klärt wurde. Der gekündigte Verwalter wurde bestialisch ermordet. Hat das etwas mit den Leuten auf Principal zu tun? Was ist damals geschehen? Polizei und Franco-Regim waren eins. Der Inspektor verhört Úrsula und Maria. Sie müssen vorsichtig sein. Ein Katz- und Mausspiel beginnt. Andere Begebenheiten berichtet der Vater der jungen Maria, die in der heutigen Zeit lebt. Die aufgeklärte junge Frau erfährt Dinge über ihre Familie, die sie erröten lässt, die so gar nicht in ihr Weltbild der Generationen passen. Alle drei Frauen müssen sich in einer Männerdomäne durchsetzen, jede Generation hat eigene Schwierigkeiten, zeitgemäße, aber nicht minder leichtere. Ein wunderbares Buch über Emanzipation, die katholische Kirche und eine verrückte Familie, kraftvoll erzählt. Ein Krimi ist es nebenbei auch noch. Zusammen mit dem Inspektor blättert der Leser die Geschichte auf, erfährt von der harten Arbeit auf dem Weingut. Wir lesen mit Maria Magí, der Jungen, die Memoiren des Vaters. Amüsant, gesellschaftskritisch, ein wenig katalanische Geschichte, drei großartige Frauen, unkonventionell, in einer ungewöhnlichen Familie. Freundschaft, Feindschaft, Intrigen, ein wundervolles Buch.

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Eine großartige und stilvolle Familiensaga über drei Generationen. Lesegenuss pur!
von Liane Marth / LimaKatze am 19.07.2016

KLAPPENTEXT: Maria weiß, die Entscheidung ist längst gefallen: Ihr Vater geht mit den vier Brüdern nach Barcelona, sie selbst muss bleiben. Als einzige Tochter soll sie das verwalten, was vom Weingut La Principal übrig ist. Für sie die Enttäuschung ihres Lebens, für alle anderen im Dorf der Beginn einer... KLAPPENTEXT: Maria weiß, die Entscheidung ist längst gefallen: Ihr Vater geht mit den vier Brüdern nach Barcelona, sie selbst muss bleiben. Als einzige Tochter soll sie das verwalten, was vom Weingut La Principal übrig ist. Für sie die Enttäuschung ihres Lebens, für alle anderen im Dorf der Beginn einer neuen Zeit. ZUM INHALT: Im Jahr 1893 ist Maria Roderich noch nicht einmal zwanzig Jahre alt, als eine Katastrophe über die Familie hereinbricht. Das katalanische Weingut La Principal, der stolze Familienbesitz der Roderichs, wurde von der Reblaus befallen. Der Vater hatte das Unheil kommen sehen und bereits seit längerem entsprechende Vorkehrungen getroffen. Er selbst geht mit den vier Söhnen nach Barcelona. Dort haben sie viel mehr Optionen, als auf dem der Vernichtung preisgegebenen Weingut. Nur Maria soll zurückbleiben und sich um die verbleibenden geschäftlichen Angelegenheiten kümmern. Maria hasst ihren Vater dafür und kann nicht begreifen, wie er ihr das antun kann. Und dennoch, mit Durchsetzungsvermögen und eisernem Willen übernimmt Maria diese Aufgabe, und verschafft sich dabei Respekt und hohes Ansehen in der gesamten Umgebung. Ihre Macht und ihr Vermögen schüren allerdings auch Neid und Eifersucht in dieser von Männern dominierten Zeit. Viele Jahre später ist Marias Tochter die Herrin auf La Principal und ihre Lebensgeschichte ist mit Sicherheit nicht weniger aufregend als die der Mutter. Sie hat zwar die Willenskraft, aber nicht die Härte ihrer Mutter geerbt, und führt das Weingut mit etwas leichterer Hand zu weiterem Erfolg. Auch für Marias Tochter hat das Leben so manche Hürde vorgesehen. Und auch die Tochter muss manchmal Grenzen überschreiten, ganz besonders dann, wenn es das Herz befiehlt. Am Ende setzt sie für diese Liebe alles auf eine Karte, riskiert ihre eigene Zukunft und die von La Principal. Da hat es die Enkelin von Maria Roderich wesentlich leichter. Aufgewachsen in einer Zeit, in der sich die Frauen emanzipierten, eröffnen sich ihr von vornherein ganz andere Möglichkeiten. Sie führt sehr gerne das Leben einer modernen und erfolgreichen Geschäftsfrau, und genießt ihre Selbständigkeit ebenso wie ihre Freiheit. Bei Gesprächen mit dem inzwischen einundneunzigjährigen Vater taucht Marias Enkelin tief in die Vergangenheit ihrer Familie ein, und erfährt dabei Einzelheiten, die sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen lassen. Die letzten Geheimnisse werden gelüftet. ... MEIN FAZIT: Diese mitreißende Familiensaga hat mich mit ihrem ereignisreichen Inhalt und den spannenden Protagonisten schwer beeindruckt. Die drei zielorientierten und couragierten Frauen führen trotz aller Widerstände ein Leben abseits der gesellschaftlichen Regeln ihrer Zeit, selbstbestimmt und wenn nötig gegen alle geltenden Konventionen. Bei solch starken Frauen bekommt auch der Mann hier und da eine ungewohnte Rolle auf der Bühne des Lebens. Die der jeweiligen Zeit angepasste stilvolle Sprache ist während der Lektüre ein wahrer Genuss. Eine einfühlsame und intensive Erzählform lässt die angesprochenen Zeiten wieder aufleben und erzeugt Bilder im Kopf. Der Autor scheut sich zudem auch nicht, polarisierende Themen wie gleichgeschlechtliche Liebe und Bisexualität in seinem Roman unterzubringen. Ein ungeklärter Mord im Handlungsverlauf, an dem ein junger und sehr engagierter Polizeiinspektor arbeitet, ist dann noch das sogenannte i-Tüpfelchen auf das Ganze. Seine Ermittlungen sorgen für viel Wirbel und decken einen abscheulichen Skandal auf. „Die Frauen von La Principal“ steht für pure Lesefreude! Ein großartiges Werk mit überraschenden Elementen, welches aufgrund seiner Vielseitigkeit auch anspruchsvollen Lesern zusagen dürfte. Die facettenreiche und liebenswerte Romanfigur Llorenc Costa, der Vater der Enkelin, hat mir nebenbei bemerkt besonders gut gefallen. Das Buch ist übrigens der erste Roman von Lluís Llach in deutscher Übersetzung. Ein Autor, den man sich nach meiner Ansicht unbedingt merken sollte. Sehr gerne vergebe ich für diese herausragende Leseperle begeisterte fünf Sterne!

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großes, fesselndes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2016

Es ist das Jahr 1893. Die politischen Umbrüche sind allgegenwärtig. Es ist längst beschlossene Sache. Maria wird von ihrem Vater auf dem Familiensitz, dem heruntergewirtschafteten, maroden Weingut zurückgelassen. Andreu Roderich zieht mit seinen 4 Söhnen in eine feine, luxuriöse Umgebung nach Barcelona. Es ist wichtig, dass die Söhne studieren... Es ist das Jahr 1893. Die politischen Umbrüche sind allgegenwärtig. Es ist längst beschlossene Sache. Maria wird von ihrem Vater auf dem Familiensitz, dem heruntergewirtschafteten, maroden Weingut zurückgelassen. Andreu Roderich zieht mit seinen 4 Söhnen in eine feine, luxuriöse Umgebung nach Barcelona. Es ist wichtig, dass die Söhne studieren und dadurch zum Ansehen und Wohlhaben der Familie beitragen. Töchter laufen eher als Nebensache. Maria ist verzweifelt, verletzt und wütend. Als die Herren der Familie abreisen verschwindet Maria in ihrem Zimmer. Einzig Ursula, langjährige Haushälterin der Familie bleibt als Vertraute und Verbündete mit Maria auf dem Weingut zurück. Als Maria nach einigen Tagen des Wütens wieder erscheint, ist sie verändert. Sie hat Kraft, sie hat Mut, sie hat Eigensinn und sie hat Ideen. Mit ihren Angestellten und Getreuen beginnt sie das Weingut wieder aufzubauen . Ihr unbeugsamer Wille, ihr Fleiß und der stete Hintergrund ihrer illoyalen Familie beflügeln sie. Sie bringt das Weingut in die Höhe und macht sich zur mächtigsten und erfolgreichsten Frau ihrer Heimat. Maria übergibt ihrer Tochter ein gesundes Unternehmen. Das Weingut ist über die Grenzen bekannt und erfolgreich. Auch den Brüdern von Maria ist das nicht unverborgen geblieben. Es wird darüber nachgedacht, wie man, obwohl nicht beteiligt an der harten Arbeit dennoch Nutznießer der Ernte werden könnte. Als auch noch Inspector Lluis Recader auftaucht, um den immer noch ungeklärten Mord am ehemaligen Vorarbeiter Ricard Nebot zu lösen, müssen sich die Frauen von La Principal erneut wappnen........

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Eine Entdeckung!
von einer Kundin/einem Kunden aus Radeburg am 04.06.2016

Dieses Buch hat mich begeistert beeindruckt, nachdenklich gemacht und beglückt. Schon die Idee für den Aufbau der Geschichte von 1893 bis 2001 finde ich genial. Verschiedene Zeiträume werden aus der Sicht unterschiedlicher Personen gezeigt. Ausgangspunkt ist die Arbeit eines Polizisten im Jahre 1949. Dinge, die von dort aus in... Dieses Buch hat mich begeistert beeindruckt, nachdenklich gemacht und beglückt. Schon die Idee für den Aufbau der Geschichte von 1893 bis 2001 finde ich genial. Verschiedene Zeiträume werden aus der Sicht unterschiedlicher Personen gezeigt. Ausgangspunkt ist die Arbeit eines Polizisten im Jahre 1949. Dinge, die von dort aus in der Vergangenheit liegen erfährt man durch die Erinnerungen der Amme Ursula. Die Erinnerungen eines alten Mannes im Jahre 2001 wiederum erhellen einige Punkte in der Geschichte von 1949. So wird gekonnt der Bogen einer großen Familiengeschichte über einen sehr langen Zeitraum gespannt. Drei Marias, die "Alte", die "Herrin" und deren Tochter bestimmen das Geschehen auf dem Weingut La Principal, immer wieder wird der Staffelstab der Hauptperson aber auch an eine andere Person weitergegeben. Das Handeln der einzelnen Personen in der Vergangenheit wird oftmals erst in der Zukunft beleuchtet, dabei schreibt der Autor wohltuend tolerant und nimmt seine Personen ernst. Alles ist so bildlich , mitreißend und ohne jegliche Längen geschrieben, dass ich ohne Probleme in das Geschehen eintauchen konnte. Dieser Autor ist für mich eine Entdeckung, der ich ganz sicher weiter auf der Spur bleiben werde. Teilen

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Zwischen Selbstbestimmung und Verantwortung
von Jenny Vogler am 02.06.2016

Erzählt wird hier die Lebensgeschichte dreier Frauen, die nicht nur den gleichen Vornamen tragen, sondern Großmutter – Mutter und Tochter sind und denen in erster Linie die Leitung eines angesehenen Weingutes obliegt. Während Maria (genannt „die Alte“) ihren Platz an erster Stelle hart erkämpfen muss, weil sie als einzige... Erzählt wird hier die Lebensgeschichte dreier Frauen, die nicht nur den gleichen Vornamen tragen, sondern Großmutter – Mutter und Tochter sind und denen in erster Linie die Leitung eines angesehenen Weingutes obliegt. Während Maria (genannt „die Alte“) ihren Platz an erster Stelle hart erkämpfen muss, weil sie als einzige Tochter ihrer Eltern in einer Zeit groß wird, in der die Männer das Sagen und die Macht haben und nur unter Protest davon abrücken, plagt sich ihre Tochter Maria (genannt „Senyora“) mit einem mittlerweile unrentablen Unternehmen herum und mit einem ominösen Tötungsdelikt direkt vor ihrer Haustür. Und schließlich muss die junge Maria (die Enkeltochter der ersten), die mittlerweile auch schon das 60igste Lebensjahr erreicht hat, erkennen das ihr Vater ein mörderisches Geheimnis in seinem Herzen trägt, dessen Erkundung sie weit in die Vergangenheit ihrer gut betuchten Familie führt. Ein grandioser Roman, der sich nicht nur einer wunderschönen, poetischen Sprache bedient, sondern ein wahres Feuerwerk der Erzählkunst ist. Lluís Llach kombiniert hier sehr verschiedene Themen zu einem intensiven, dichten Roman, der mühelos Zeitsprünge macht und Erzählperspektiven wechselt, ohne verwirrend zu sein. Manchmal ist es ein Familienroman, dann wieder ein schonungsloser, zeitkritischer Gesellschaftsroman, manchmal geht es um die Liebe, manchmal um den Mut von notwendigen Veränderungen, manchmal handelt es sich um einen Kriminalroman und manchmal um eine detaillierte Heimatstudie. Selten gelingt ein derart vielschichtiger Plot so perfekt, dass sich jeder Handlungsstrang klärt, dass es immer spannend bleibt und das man als Leser die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dreier Generationen so glaubwürdig vermittelt bekommt. Fazit: Ich vergebe volle Punktzahl für diesen abwechslungsreichen Roman, der eine besondere Stimmung erzeugt und sich mit dem wechselnden Frauenbild über Jahrzehnte beschäftigt. Der Emanzipation und Abhängigkeit ebenso miteinander vereint wie Optimismus und innere Zwänge. Eine Prosa die einen Kreis schließt, in dessen Zentrum innere Stärke, Selbstvertrauen und Zuversicht stehen und drei ganz besonders eigenwillige Frauen. Absolute Leseempfehlung!

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Starke Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Wangen am 01.06.2016

Erzählt wird eine Familiengeschichte, in deren Zentrum die Frauen stehen. Im Jahr 1940 sucht Inspektor Recader das Weingut La Principal auf, um einen alten Fall wieder aufzunehmen. Vier Jahre zuvor war dort eine in Säcke verschnürte Leiche aufgefunden worden, mit Messerstichen im Unterleib. Aufgrund der politischen Wirren des Spanischen Bürgerkriegs... Erzählt wird eine Familiengeschichte, in deren Zentrum die Frauen stehen. Im Jahr 1940 sucht Inspektor Recader das Weingut La Principal auf, um einen alten Fall wieder aufzunehmen. Vier Jahre zuvor war dort eine in Säcke verschnürte Leiche aufgefunden worden, mit Messerstichen im Unterleib. Aufgrund der politischen Wirren des Spanischen Bürgerkriegs verliefen die Untersuchungen aber im Sande. Der Inspektor befragt nun Úrsula, die seit Jahrzehnten als Dienstmädchen auf dem Weingut La Principal angestellt ist und Teil der Familie geworden ist. Ùrsulas Erinnerungen sind kursiv gesetzt und heben sich auch durch die etwas altmodisch angehauchte und blumige Sprache von der eigentlichen Handlung ab. Ihre erste Erinnerung führt den Leser zunächst weit in die Vergangenheit zurück und so erfährt man, wie Maria Roderich (die Alte) 1893 gezwungen ist, das Weingut La Principal zu übernehmen. Ihr Vater zieht mit den vier Brüdern nach Barcelona, da das Weingut durch den Befall der Reblaus kurz vor dem Ruin steht. Maria erhält die denkbar schlechteste und undankbarste Rolle. Sie soll La Principal aufrechterhalten, um die Wurzeln der Familie Roderich zu bewahren. Während die Brüder also ihren Studien nachgehen und das Stadtleben genießen können, soll Maria allein zurückbleiben. Maria ist zutiefst enttäuscht und fühlt sich wie bei lebendigem Leib begraben. Bald darauf stirbt der Vater und Maria wird mit noch nicht einmal 20 Jahren Alleinerbin des Weinguts. Dies führt zum Streit mit ihren Brüdern und zum Zerfall der Familie. Nach ihrem Tod führt ihre Tochter, Maria Magí, die Geschäfte des Weinguts weiter. Sie ist deutlich fröhlicher und lebenslustiger als ihre Mutter, doch auch sie führt La Principal mit entschiedener Hand. Aber auch in anderen Bereichen weiß sie genau, was sie will. Und so macht sie Llorenç, den Sohn der Köchin, der als Kind ihr Spielgefährte war und jetzt Arbeiter auf dem Weingut ist, zu ihrem Geliebten. Ein weiterer Sprung ins Jahr 2001 zeigt Maria Costa, die Tochter Maria Magís, die nun als unabhängige und erfolgreiche Geschäftsfrau das Weingut führt. Diese Kapitel sind zwar inhaltlich interessant, sind aber sprachlich nicht mehr so ansprechend. Zu Beginn sind die verschiedenen Zeitebenen etwas verwirrend. Zunehmend gewinnt dieser Wechsel aber an Reiz, da die Schicksale der Personen so geschickt miteinander verwoben werden, mit Vorausdeutungen und Rückblicken meisterhaft gespielt wird. Ein Generationenroman mit vielen Personen, ausschweifend, aber sehr poetisch und in einer melodischen Sprache erzählt. Etwas mühsam finde ich die sehr kleine Schriftgröße.

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Die Frauen von La Principal
von einer Kundin/einem Kunden aus Mönchengladbach am 27.05.2016

Die Frauen von La Principal schildert die Familiengeschichte der Bewohner von La Pricipal eindrucksvoll. Die junge Maria wird von ihrem Vater gezwungen, auf dem Weingut zu bleiben, als dieser mit seinen Söhnen nach Barcelona umsiedelt, da durch die Reblaus das Weingut, die Existenz der Familie, bedroht ist und er... Die Frauen von La Principal schildert die Familiengeschichte der Bewohner von La Pricipal eindrucksvoll. Die junge Maria wird von ihrem Vater gezwungen, auf dem Weingut zu bleiben, als dieser mit seinen Söhnen nach Barcelona umsiedelt, da durch die Reblaus das Weingut, die Existenz der Familie, bedroht ist und er für seine Söhne und sich einen anderen Lebensweg wählt. Maria gelingt es, das Weingut zu retten, und auch die nächsten Generationen der Familie, allesamt Marias, zeigen eine beeindruckende Stärke. Dem Autor ist es hervorragend gelungen, den Leser auf das Weingut mitzunehmen und die Zeitsprünge, welche im Erzählstrang notwendig sind, werden geschickt durch verschiedene Schriftarten und verschiedene Erzähler eingeschoben, ohne den Erzählfluss zu unterbrechen. Die einzelnen Charaktere werden gründlich und einfühlsam gezeichnet, und im Laufe der Erzählung gelingt es dem Autor, sich diese charakterlich weiterentwickeln zu lassen. Die Handlung verfügt zusätzlich über eine Reihe überraschender Wendungen, welche der Autor geschickt schildert ohne dabei den Faden zu verlieren oder an Spannung einzubüßen. Der Verlag hat es zudem geschafft, einen Übersetzer zu finden, der dem Sprachstil des Autors gerecht wird und eine flüssige Übersetzung geschaffen hat, was bei Übersetzungen leider nicht immer der Fall ist. Selbst der Schluss des Romans ist versöhnlich, jedoch kommen noch überraschende Wendungen auf den Tisch. Insgesamt ein Roman, welcher den Leser von Beginn an in seinen Bann zieht und ihn nicht eher ruhen lässt, bis er das Ende erfahren hat. Schön wäre es nur noch gewesen, den Einband innen mit Illustrationen oder einer Landkarte der Region, in welcher die Handlung spielt, zu versehen und ein Lesebändchen einzufügen, da dieser Roman ein hervorragendes Geschenk für Leute abgibt, welche sich gerne mit guter Literatur beschäftigen. Das Cover ist hervorragend gelungen, und nach vollendeter Lektüre wird erst so richtig deutlich, wie sehr das Cover den Inhalt widerspiegelt. Insgesamt eines der besten Bücher, welche ich in den letzten Jahren gelesen habe.

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Eine begeisternde Chronik
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Eine faszinierend und spannend erzählte Familiensaga über drei Generationen. La Principal ist ein alter Weinberg und das Domizil der Familie Roderich. Als es scheinbar mit dem Weingut aufgrund einer Lausplage an den Weinstöcken zu Ende geht, vermacht das Familienoberhaupt das Areal seiner Tochter Maria, obwohl sie noch vier Brüder hat.... Eine faszinierend und spannend erzählte Familiensaga über drei Generationen. La Principal ist ein alter Weinberg und das Domizil der Familie Roderich. Als es scheinbar mit dem Weingut aufgrund einer Lausplage an den Weinstöcken zu Ende geht, vermacht das Familienoberhaupt das Areal seiner Tochter Maria, obwohl sie noch vier Brüder hat. Bei ihr ist das Anwesen in guten Händen, sie schafft die Wende und ihr gelingt es das Familienunternehmen zu retten und wieder Wohlstand aufzubauen. Allerdings wird im Jahre 1936 ein Toter vor dem Haus gefunden, er wurde brutal ermordet. Der Kommissar Recader nimmt den Fall erst vier Jahre später auf und muss sich mit der Vergangenheit der Familie auseinandersetzen um den Tod des Mannes aufklären zu können. Lluis Llach hat mit "Die Frauen von La Principal" eine tolle Familienchronik erzählt. Er besticht dabei mit einer sehr gut zu lesenden und gleichzeitig bildreichen Sprache. Schnell hat er mich als Leser an das Schicksal der Familie Roderich gefesselt. Die starken Charaktere der Familie liegen in den jeweiligen Frauen (in jeder Generation Maria). sie führen das Gut und wissen sich trotz ihres Geschlechts zur damaligen Zeit der Männerwelt zu behaupten. Angereichert wird die an sich schon spannende Familiengeschichte mit einem Todesfall der mit dem Gut in Verbindung steht. Die Aufklärung obliegt dem Kommissar Recarder, welcher sich auch als gerissener und schlauer Ermittler erweist und zum Lesevergnügen beitragen kann. Die Spannung wird über die Personen und deren Schicksale sehr gut aufgebaut und angereichert, die Zeitsprünge beleben durch immer wieder auftauchende Perspektivwechsel das Buch. Insgesamt ist "Die Frauen von La Principal" für mich eine sehr große, positive Überraschung gewesen und ich möchte es sehr gerne weiterempfehlen und mit voll verdienten 5 von 5 Sternen bewerten.

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Eine begeisternde Chronik
von einer Kundin/einem Kunden aus Borken am 29.04.2016

Eine faszinierend und spannend erzählte Familiensaga über drei Generationen. La Principal ist ein alter Weinberg und das Domizil der Familie Roderich. Als es scheinbar mit dem Weingut aufgrund einer Lausplage an den Weinstöcken zu Ende geht, vermacht das Familienoberhaupt das Areal seiner Tochter Maria, obwohl sie noch vier Brüder hat.... Eine faszinierend und spannend erzählte Familiensaga über drei Generationen. La Principal ist ein alter Weinberg und das Domizil der Familie Roderich. Als es scheinbar mit dem Weingut aufgrund einer Lausplage an den Weinstöcken zu Ende geht, vermacht das Familienoberhaupt das Areal seiner Tochter Maria, obwohl sie noch vier Brüder hat. Bei ihr ist das Anwesen in guten Händen, sie schafft die Wende und ihr gelingt es das Familienunternehmen zu retten und wieder Wohlstand aufzubauen. Allerdings wird im Jahre 1936 ein Toter vor dem Haus gefunden, er wurde brutal ermordet. Der Kommissar Recader nimmt den Fall erst vier Jahre später auf und muss sich mit der Vergangenheit der Familie auseinandersetzen um den Tod des Mannes aufklären zu können. Lluis Llach hat mit "Die Frauen von La Principal" eine tolle Familienchronik erzählt. Er besticht dabei mit einer sehr gut zu lesenden und gleichzeitig bildreichen Sprache. Schnell hat er mich als Leser an das Schicksal der Familie Roderich gefesselt. Die starken Charaktere der Familie liegen in den jeweiligen Frauen (in jeder Generation Maria). sie führen das Gut und wissen sich trotz ihres Geschlechts zur damaligen Zeit der Männerwelt zu behaupten. Angereichert wird die an sich schon spannende Familiengeschichte mit einem Todesfall der mit dem Gut in Verbindung steht. Die Aufklärung obliegt dem Kommissar Recarder, welcher sich auch als gerissener und schlauer Ermittler erweist und zum Lesevergnügen beitragen kann. Die Spannung wird über die Personen und deren Schicksale sehr gut aufgebaut und angereichert, die Zeitsprünge beleben durch immer wieder auftauchende Perspektivwechsel das Buch. Insgesamt ist "Die Frauen von La Principal" für mich eine sehr große, positive Überraschung gewesen und ich möchte es sehr gerne weiterempfehlen und mit voll verdienten 5 von 5 Sternen bewerten.

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Ein Weingut und Starke Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 24.04.2016

Drei Generationen von Frauen, die die Geschicke eines spanischen Weingutes lenken. Alle mit dem Namen Maria. Alle gehen in der Liebe eigene, unkonventionelle Wege. Und das Zeitgeschehen stellt sie vor viele Herausforderungen. Die Principal ist Ende des vorherigen Jahrhunderts ein alteingesessenes Weingut und ein eigener Kosmos mit Besitzerfamilie, Bediensteten und... Drei Generationen von Frauen, die die Geschicke eines spanischen Weingutes lenken. Alle mit dem Namen Maria. Alle gehen in der Liebe eigene, unkonventionelle Wege. Und das Zeitgeschehen stellt sie vor viele Herausforderungen. Die Principal ist Ende des vorherigen Jahrhunderts ein alteingesessenes Weingut und ein eigener Kosmos mit Besitzerfamilie, Bediensteten und den teilweise unstandesgemäßen, inoffiziellen Beziehungen zwischen diesen Gesellschaftsschichten. Es werden viele Geschichten erzählt von Haushälterinnen und deren illegitimen Kindern, von der Besitzerfamilie und ihren Zerwürfnissen, vom Verhältnis vom Dorf zum Gut. Eine patriarchalisch geprägte Gesellschaft. Dies ändert sich, als Maria die Principal erbt - jedoch nur, weil die Reblaus die Weinstöcke befallen hat und die Söhne der Familie und der Vater der Familie ihr Glück in Barcelona versuchen - und die Tochter mutterseelenallein auf dem Weingut zurücklassen. Aber die Tochter verzweifelt nicht sondern bringt das Gut zu alter Stärke zurück. Und leistet sich einen Ehemann, der feingeistig ist und Kultur auf die Principal bringt. Ihre gemeinsame Tochter Maria muss sich erst einmal aus dem Schatten ihrer Mutter lösen. Und hat außerdem eine heimliche Schwäche für den Sohn eines Dienstmädchens - und dann geschieht auch noch ein Mord..... In vielen Rückblenden, Verschachtelungen und kleinen Geschichten entsteht ein Kosmos, in den die jeweilige Zeitgeschichte immer wieder einbricht: Spanischer Bürgerkrieg, Franco-Regime, Polizeiliche Mordermittlungen..... Dies alles wird durch die Form der Geschichte sehr spannend erzählt. Ich habe angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Ein wenig habe ich mich gefühlt wie bei der Lektüre von "Die Stimmen des Flusses" - auch ein katalanischer Roman, auch mit einer Vielzahl von Charakteren bestückt, auch mit Geschichten, die weder schwarz noch weiß sind sondern die vielen Nuancen des Lebens und der Gerechtigkeit zeigen. Wer in einer Geschichte wirklich versinken möchte und keine Angst vor vielen Protagonisten und vielen Zeitsprüngen hat, dem sei die Lektüre sehr empfohlen. Ich habe das Buch jedenfalls sehr gerne gelesen.

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Die Frauen von La Principal
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 19.04.2016

Ein wahrhaft gelungenes Buch, von dem ich begeistert war. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts herrscht Principal Andreu auf seinem Weingut La Pricipal mit fester Hand. Seine Frau ist gestorben und so lebt er mit seinen 4 Söhnen und Tochter Maria gemeinsam auf dem Gut. Während seine Söhne vom Vater... Ein wahrhaft gelungenes Buch, von dem ich begeistert war. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts herrscht Principal Andreu auf seinem Weingut La Pricipal mit fester Hand. Seine Frau ist gestorben und so lebt er mit seinen 4 Söhnen und Tochter Maria gemeinsam auf dem Gut. Während seine Söhne vom Vater gefördert werden und allesamt ein Studium aufnehmen, ist für Maria in dieser Zeit eine Berufsausbildung nicht vorgesehen. Im Jahr 1893 ereilt das Weingut eine schlimme Naturkatastrophe. Die Weinstöcke werden von der Reblaus befallen und vernichtet. Der Vater sieht für sich und seine Söhne keine Zukunft mehr auf dem Weingut und läßt Maria mit der Zofe Ursula zurück und zieht mit seinen Söhnen nach Barcelona. Maria ist voller Zorn, macht sich aber daran, das Weingut zu retten und zu neuer Blüte zu bringen. Durch ihren Ehrgeiz und ihr unermüdliches Handeln wird sie bald hochgeschätzt und geachtet. Sie wird überall nur die Alte genannt. Auch in ihrem Privatleben geht Maria unbeirrt ihren Weg. Sie heiratet nicht etwa einen Weinbauern, sondern einen musisch begabten Mann, der ihr in die Geschäfte des Weingutes nicht hineinredet und sie bewundert ob ihrer Stärke. Die beiden führen eine harmonische Ehe, weil beide ihren eigenen Weg gehen können. Nach Maria der Alten wird deren Tochter Maria und danach auch wieder deren Tochter Maria das Weingut weiterführen. Dreimal Maria brachte immer mal wieder Verwirrung beim Lesen und ich mußte mich besinnen, um welche Maria es gerade ging. Aber bei allen drei Frauen handelte sich um starke Persönlichkeiten, wobei es die Alte wohl am schwersten hatte, sich zu ihrer Zeit als Frau durchzusetzen. Der Autor hat eine ganz wunderbare und spannungsgeladene Familiengeschichte über drei Generationen hinweg geschrieben. Es ist eine sehr abwechslungsreiche Geschichte um Familiensinn, Besitztum, Liebe, Eifersucht, Lüge und Betrug, krimineller Handlung, Vergebung und neuer Hoffnung. In einer wunderbaren Sprache eindringlich und spannend geschrieben, hat mich das Buch sehr beeindruckt. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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Packende katalanische Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Bürmoos am 04.04.2016

Lluis Llach gelingt mit diesem Roman ein wahres Meisterwerk. Anhand der Geschichte des Weinguts „La Principal“ beschreibt er das Leben von drei starken Frauen – der drei Marias, die das Weingut über mehr als hundert Jahre verwalten. Kein leichtes Unterfangen, vor allem für die älteste, die um 1900 bereits... Lluis Llach gelingt mit diesem Roman ein wahres Meisterwerk. Anhand der Geschichte des Weinguts „La Principal“ beschreibt er das Leben von drei starken Frauen – der drei Marias, die das Weingut über mehr als hundert Jahre verwalten. Kein leichtes Unterfangen, vor allem für die älteste, die um 1900 bereits im Alter von zwanzig Jahren über das Weingut bestimmen muss. Doch es gelingt ihr, sich durchzusetzen und überträgt ihr Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen auch auf ihre Tochter, sowie auf die Enkelin. Die Geschichte erzählt aber nicht nur die Vergangenheit des Hauses, sondern schneidet viele unterschiedliche Themen an, wie z.B. das Franco-Regime, die Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen, den Einfluss der Kirche auf die Politik oder Homosexualität. Als roter Faden dient außerdem ein Mordfall aus dem Jahr 1936, der erst nach und nach zur vollkommenen Aufklärung kommt. Die Geschichte wird aus der Perspektive verschiedener Protagonisten erzählt, und verläuft nicht chronologisch; durch Rückblenden springt er Autor in unterschiedliche zeitliche Ebenen. Es ist sicher kein Buch für zwischendurch, lässt sich durch den angenehmen Schreibstil aber flüssig lesen. An vielen Stellen kommt auch der Humor nicht zu kurz – das liegt nicht zuletzt an den authentisch gezeichneten Charakteren. Der Roman erhält meine absolute Leseempfehlung für alle, die mehr als seichte Unterhaltung erwarten.

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La Principal
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 06.03.2016

Die Frauen von La Principal von Lluis Llach. Das Cover und der Titel sind passend. Spanische Literatur ist für mich etwas schwer zu lesen, das ging mir hier erst auch so, aber nach kurzer Zeit war ich gefangen. Eine leidenschaftliche Familiensaga über drei Generation. Der Roman spielt in Katalanien. Die spanische Politik... Die Frauen von La Principal von Lluis Llach. Das Cover und der Titel sind passend. Spanische Literatur ist für mich etwas schwer zu lesen, das ging mir hier erst auch so, aber nach kurzer Zeit war ich gefangen. Eine leidenschaftliche Familiensaga über drei Generation. Der Roman spielt in Katalanien. Die spanische Politik kommt stark zum Tragen. Auf dem Weingut La Principal sind von 1893 bis 2001 macheinander drei starke Frauen, alle heißen Maria. Über jedem neuen Kapitel steht die Jahreszahl, so weiss man immer welche Maria gerade spricht. Andreu Roderich hat vier Söhne und eine Tochter. Die Söhne haben alle eine Beruf erhlernt, nur die Tochter Maria nicht, das war ihm nicht wichtig. Als dann die Reblaus das Weingut ruiniert zieht er mit den Söhnen in die Stadt. Mit zwanzig Jahren wird Maria Alleinerbin des Weingutes, angefeindet von den Brüdern. Zu der Zeit ja fast ein Unding. Sie bringt das Gut mit Mut und Härte wieder aufwärts. Sie wird später immer die Alte genannt. Eine besonder interessante Stellung hat die Amme Ursula. Im Jahre 1940 kommt ein Inspektor Lluis Recader, der einen früheren Mord aufklären will. Zu der Zeit fängt die Franco Ära an und die bemerkt man. Die meiste Zeit trifft er nur Ursula an. Sie ist ein Unikum, wie sie mit ihm umgeht, ist fast schon lustig. Als die dritte Maria ins Spiel kommt, werden von ihrem Vater erst alle Geschehnisse aufgeklärt. Der Autor kommt aus der Gegend und besitzt auch ein Weingut. Er kennt die Probleme dieses Landstrichs und kann das mit Gefühl und Wärme mir nahe bringen. Ein paar Geschehnisse sind zwar etwas unrealistisch, aber in früheren Zeiten gab es bei der Bevölkerung oft solche Aberglauben. So hat mich das nicht gestört. Der Roman ist für mich gute Literatur.

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Ein Wahnsinnsroman
von zauberblume am 06.03.2016

Anders kann man den Debütroman „Die Frauen von La Principal“ von Lluis Llach nicht bezeichnen. Eine atemberaubende Geschichte mit interessanten und außergewöhnlichen Protagonisten. Der Inhalt: Maria, die Tochter eines mächtigen Weinbauers, wird von ihrem Vater auf das Gut La Principal regelrecht verbannt. Als sich eine Katastrophe anbahnt, zieht er mit... Anders kann man den Debütroman „Die Frauen von La Principal“ von Lluis Llach nicht bezeichnen. Eine atemberaubende Geschichte mit interessanten und außergewöhnlichen Protagonisten. Der Inhalt: Maria, die Tochter eines mächtigen Weinbauers, wird von ihrem Vater auf das Gut La Principal regelrecht verbannt. Als sich eine Katastrophe anbahnt, zieht er mit Marias Brüdern nach Barcelona und lässt sie als Verwalterin auf dem Gut zurück. Es ist der Sommer 1893, als Maria das Erbe ihres Vaters antritt und es scheint alles verloren. Die Familie ist zerstritten, das Dorf in Aufruhr und die Weinberge verwüstet. Doch Maria lässt sich nicht unterkriegen und mit viel Mut und Eigensinn verwandelt Maria La Principal wieder in das Anwesen, das es früher einmal war. Sie wird zur mächtigsten Frau ihrer Heimat, ein Leben lang bewundert, ein Leben lang beneidet. Doch als man am Vorabend des Spanischen Bürgerkriegs eine Leiche findet, wird Marias Vermächtnis an die Tochter zu einer gefährlichen Bürde. Der Autor hat einen für mich außergewöhnlichen Schreibstil. Man erkennt sofort die Liebe zu seiner Heimat. Und man befindet sich selbst inmitten der prachtvollen Weinberge, sieht im Herbst die fruchtbaren Reben und die goldenen Blätter. Die Geschichte lässt uns am Leben mehrerer Generationen teilhaben, die hier auf La Principal ihr Leben verbracht haben. Man sieht das Treiben, das hier auf dem Gut herrscht vor sich, taucht ein in das dortige Leben und die Schwierigkeiten, mit denen die Marias zu kämpfen hatten. Wir dürfen ja einige davon kennenlernen. Und jede hat auf ihre Art und Weise das Leben gemeistert. Gefallen hat mir auch der Zeitsprung von der Vergangenheit in die Gegenwart und hier hat sich zu guter Letzt ein Kreislauf geschlossen. Auch fand ich den Einblick in die damalige Geschichte Spaniens sehr interessant. Und der Leser kann sich die Geschichte weiterspinnen, was wird mit La Principal in Zukunft geschehen? Das Cover, da in schwarz-weiß gehalten ist, passt hervorragend zu dieser Zeitepoche. Um welches Paar es sich hier handelt? Der Leser darf selbst entscheiden. Selbstverständlich vergebe ich für diesen gelungenen Debütroman 5 Sterne und freue mich, wenn ich wieder mal von dem Autor Lluis Llach höre.

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Familiensaga
von POR am 03.03.2016

Der Besitz „La Principal“ genannt spielt die Hauptrolle in diesem von Frauen dominierten Roman. Der Ertrag der Weinberge, die Landwirtschaft und die Arbeit der Bewohner des Landstrichs sichern dem Haus Roderich Einkommen und Macht. Als 1893 die Reblaus die Weinstöcke befällt verändert sich das Leben der Tochter Maria. Der Vater... Der Besitz „La Principal“ genannt spielt die Hauptrolle in diesem von Frauen dominierten Roman. Der Ertrag der Weinberge, die Landwirtschaft und die Arbeit der Bewohner des Landstrichs sichern dem Haus Roderich Einkommen und Macht. Als 1893 die Reblaus die Weinstöcke befällt verändert sich das Leben der Tochter Maria. Der Vater Andreu übergibt ihr die Geschicke von La Principal und zieht mit Frau und Brüdern in die Hauptstadt. Ursula die Haushälterin erinnert sich bei ihren Ruhepausen an das Leben unter der „Alten“, wie Maria kurzerhand bei allen genannt wird. Sie erzählt und beantwortet auch die Fragen des Inspektor Lluís Recader der plötzlich das Anwesen besucht. So bekommt man langsam Einblick in das Leben im beschaulichen Landstrich Pous. Die Idee des Autors Llach in Rückblicken die Geschichte von Maria zu erzählen wirkt legitim, da die alte Frau sich ja gerne ihren Tagträumen hingibt. Diese Geschichte ist schon für sich interessant, zeigt sie doch, dass Frauen am Anfang des Jahrhunderts noch kaum Rechte hatten und wenn sie sich welche ausbedungen hatten meist als männlich verklärt wurden. Das Ganze aber noch mit einem Schuss Spannung zu versehen und eine Ermittlung einzubauen macht die Lektüre aber gleich noch interessanter.

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Starke Figuren
von LinaLiestHalt am 19.02.2016

Als Maria 1893 von ihrem Vater und ihren Brüdern auf der ehemals so einträglichen La Principal zurückgelassen wird, fühlt sie sich, als ob man sie bei lebendigem Leib dort begraben wollte. Doch ihr eiserner Wille und Geschick lassen das Weingut schon bald wieder in altem Glanz erstrahlen und sie... Als Maria 1893 von ihrem Vater und ihren Brüdern auf der ehemals so einträglichen La Principal zurückgelassen wird, fühlt sie sich, als ob man sie bei lebendigem Leib dort begraben wollte. Doch ihr eiserner Wille und Geschick lassen das Weingut schon bald wieder in altem Glanz erstrahlen und sie zur mächtigsten und gefürchtetsten Frau der Gegend werden. Ihre Macht erbt ihre Tochter, die sich am Vorabend des Spanischen Bürgerkrieges mit einer verstümmelten Leiche auf der Bank vor ihren Toren konfrontiert sieht. Die Ermittlungen werden schon bald zur Gefahr für ihre sich langsam entwickelnde Liebe und auch diese zweite Maria muss für ihr Glück kämpfen, dass so vergänglich scheint. Die ungewöhnliche Lebensgeschichte der älteren Maria wird in zahlreichen Rückblenden in die Geschichte eingeflochten. Ihre Tochter erlebt 1940 den Beginn ihrer eigenen Liebesgeschichte, gleichzeitig auch die Zeit der größten Gefahr. Die Figuren der Geschichte sind detailgenau und mit viel Liebe ausgestaltet. Besonders Ursula, die Amme der Familie, bildet eine unumstößliche Instanz, ohne die die Geschichte nicht erzählt werden könnte. Sprache und Bilder sind außergewöhnlich und entführen einen in die entbehrungsreiche Zeit Spaniens zu Beginn Francos Diktatur. Angst und Verfolgung sind bereits spürbar, auch die Ressentiments der gläubigen Landbevölkerung, die den Frauen von La Principal mit Argwohn und Misstrauen begegnen. „Die Frauen von La Principal“ ist eine Geschichte, so eigenbrötlerisch wie ihre Figuren, die fasziniert, erstaunt und demütig macht.

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Lesevergnügen pur
von Wedma am 19.02.2016

„Die Frauen von La Principal“ von Lluís Llach ist es eine spannende, facettenreiche, atmosphärisch dicht erzählte Familiengeschichte aus Katalonien, die z.T. auch zum Krimi wird und eine gute Prise Gesellschaftskritik aufweist. Die Handlung entfaltet sich auf drei Zeitebenen. Die Haupthandlung fängt am 7 November 1940 auf La Principal an,... „Die Frauen von La Principal“ von Lluís Llach ist es eine spannende, facettenreiche, atmosphärisch dicht erzählte Familiengeschichte aus Katalonien, die z.T. auch zum Krimi wird und eine gute Prise Gesellschaftskritik aufweist. Die Handlung entfaltet sich auf drei Zeitebenen. Die Haupthandlung fängt am 7 November 1940 auf La Principal an, einem alten Anwesen in einem entlegenen, schwer erreichbaren Dorf in den Bergen hinter Barcelona, und endet am 25 November desselben Jahres. Ein grausiger Mord auf La Principal, der bereits im Sommer 1936 geschah, muss aufgeklärt werden, so die Auffassung des jungen Inspektors Lluís Recader, der mit den Krimis von Agatha Christi aufgewachsen war, und deren Methoden er sich auch hier zu bedienen gedenkt. In der Mitte der Kapitel wird der Leser oft in die Vergangenheit um 1893 und früher versetzt, um die jungen Jahre der ersten Maria vor Augen zu führen. Um 1940 ist die zweite Maria, 30, die Tochter der Ersten, die Herrin des Hauses. Ihre Liebesgeschichte bildet den Großteil der Handlung. Der dritte Erzählstrang fängt in etwa in der Mitte des Buches an, ist im Präsens verfasst, und spielt im Jahr 2001. Da trifft man die dritte Maria (60) und ihren Vater (92). Vater und Tochter reden miteinander über die alten Zeiten, denn der Vater hat Maria seine Memoiren übereicht und sie dazu ermutigt, diese auch zu lesen. So erfährt die Maria einige Geheimnisse ihrer Familie, die ihr bis dahin verborgen geblieben waren. Alle Figuren erscheinen wie dem wahren Leben entsprungen. Sie spielen nicht, sie leben einem ihre Geschichten vor. Die Marias stehen klar im Vordergrund, aber besonders umwerfend fand ich die Úrsula, die langjährige Dienerin des Hauses. Sie kannte ihre Herrschaften, ihre Stärken und Schwächen, wie alle anderen Bewohner und Gesinde des Hauses. Eine bessere Quelle könnte man kaum finden, wenn man über La Principal mehr erfahren wollte. Deshalb befragt sie auch der junge Inspektor. Toll fand ich, wie sie sich ihm gegenüber verhalten hat. Von ihrer leicht humorigen mütterlichen Art ist er förmlich dahin geschmolzen. Úrsula ist im 1940 eine Art Majordomus, die nach dem Rechten im Haus schaut, einiges in die Wege leitet und auch selbst noch vieles erledigt. Wenn sie mal freie Minute hat, setzt sie sich in den Schaukelstuhl vom verstorbenen Senyor Roderich, der zeitweise in den jungen Jahren auch ihr Geliebter war, und denkt an die alten Zeiten. So erfahren die Leser die Geschichte von La Principal und die ihrer Bewohner, u.a. die Geschichte der Familie der Roderichs und der ersten Maria, die als einziges Mädchen unter fünf Geschwistern auf die Welt kam und im zarten Alter im 1893 das Anwesen samt Weinanbaubetriebs übernahm. Es war recht ungewöhnlich zu den damaligen Zeiten, dass eine Frau das große Haus erbte und das Sagen haben sollte, aber wie und warum es dazu kam, weshalb auch Marias Brüder ihr das Erbe nicht streitig machten, das erfährt man nach und nach anhand von Úrsulas Erinnerungen, die im Text im Kursiv hervorgehoben worden sind. Ich muss sagen: Diese Rückblenden hatten auf mich eine Sogwirkung, und ich freute mich, wieder in die vergangenen Zeiten eintauchen zu können. Es wird aus der Perspektive mehrerer Figuren erzählt, was ich als Bereicherung empfand. Das „wie“ des Erzählens spielt hier eine große Rolle. Der Schreibstil hat wesentlich zum Lesevergnügen beigetragen: so poetisch, richtig süffig, wie ein guter katalonischer Rotwein, mal klang es auch recht modern. Abwechslung tat gut. Auch dank des bezaubernden Schreibstils fühlte ich mich in diese alten Zeiten auf La Principal versetzt und erlebte die Geschichten der drei Marias und ihrer Lieben: Ich sah diese damalige Welt mit den Augen dieser Figuren, und hatte auch keinerlei Schwierigkeiten, ihre Motive und Taten nachzuvollziehen. Bei einer ungewöhnlichen Liebeserklärung und erst recht beim Abschied von Úrsula zum Schluss war ich zutiefst gerührt. Toll fand ich auch, wie Lluís Llach über Frauen und ihre Stärke schreibt, und über die Männer, über ihre Schwäche und Arroganz. Besonders deutlich wurde es bei der Geschichte der ersten Maria. Da gibt es ihre beeindruckend Rede auf S. 112. Spätestens nach den ersten hundert Seiten war ich vollends verzaubert und las ich bewusst langsamer, damit das Vergnügen nicht so schnell vorbei wäre. Einige wesentliche Züge der katalanischen Geschichte um 1940 wurden in prägnanten Bildern vor Augen der Leser ausgebreitet. Scharfe Kritik an die Kleriker der kath. Kirche mit ihren Machtgelüsten und der Vorliebe zum Intrigenspinnen, auch die Kritik an Franco-Regime spielt eine bedeutende Rolle in der Handlung. Gekonnt in Szene gesetzt! Mit Hilfe von Úrsula und zum Schluss von Marias Vater ist eine humorig-philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Altwerden gelungen. Es gab auch mal weniger gelungene Stellen und einige Dialoge, die wie Infodump auf mich wirkten. Die Art der Stoffdarbietung, insb. im Jahr 2001, ist an manchen Stellen weniger kunstvoll ausgefallen. Es wurde auch einiges wiederholt. Und zum Schluss zu viel und bis ins letzte Detail erklärt. Die Idee, die Leben der drei Marias im 19, 20, und 21 Jh. in der Gegend um Barcelona aufleben zu lassen, fand ich prima. Nicht viele Geschichten dieser Art habe ich bisher genossen können. Wenn es ein Versuch war, einem Krimi literarischen Touch zu verleihen und/oder den Krimi mit einem Familienroman zu verknüpfen, so halte ich ihn für gelungen. Auch die Anspielungen auf Agatha Christi passten sehr gut. Fazit: „Die Frauen von La Principal“ ist es eine spannende, atmosphärisch dicht erzählte Familiengeschichte auf drei Zeitebenen, in der Frauen eine tragende Rolle spielen. Die Ermittlungen in einem Mordfall im Herbst 1940 fügen eine besondere Würze hinzu. Alles in allem: tolle, intelligente, poetische Geschichte, die bestens unterhält und zum Nachdenken anregt. Prima Lesestoff für verregnete Sonntage und/oder lange Winterabende. Gebundene Ausgabe: 311 Seiten (reiner Text), 21 Kapitel, Insel Verlag, 7 März 2016. Ich bedanke mich ganz herzlich beim Insel Verlag Berlin, dass diese Geschichte der Leserschaft hierzulande zugänglich gemacht wurde, auch dafür, dass ich den für mich neuen Autor Lluís Llach kennenlernen konnte. Gerne würde ich weitere Romane aus seiner Feder lesen. Und last but not least bedanke ich mich fürs Rezensionsexemplar.

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Überraschend gut
von Kunde am 13.02.2016

Im Sommer 1893 verwüstet eine Reblaus-Plage die Weinberge in der Gegend um La Principal. Marias Vater beschließt deshalb mit seinen Söhnen nach Barcelona zu ziehen. Nur Maria soll auf La Principal bleiben und das Gut verwalten. Sie ist einfach nur wütend und sehr einsam. Doch dann beginnt sie mit... Im Sommer 1893 verwüstet eine Reblaus-Plage die Weinberge in der Gegend um La Principal. Marias Vater beschließt deshalb mit seinen Söhnen nach Barcelona zu ziehen. Nur Maria soll auf La Principal bleiben und das Gut verwalten. Sie ist einfach nur wütend und sehr einsam. Doch dann beginnt sie mit eiserner Disziplin das Gut wieder aufzubauen, um es ihrer Tochter Maria in voller Blüte zu übergeben. Als vor den Toren von La Principal eine Leiche gefunden wird, scheint alles in Gefahr zu sein, denn durch gemeine Intrigen geraten die Bewohner unter Verdacht. Maria erkennt die Gefahr und tut alles, um ihre Leute zu schützen. Dieses Buch ist durch seine Sprache etwas anspruchsvoll. Man kann es nicht mal eben so weglesen. Das liegt wohl auch daran, daß alle Erbinnen des Weingutes Maria heißen. Da spricht mir die jüngste Maria auf Seite 216 aus der Seele. Sie beklagt sich bei ihrem Vater nämlich auch darüber. Trotzdem ist das Lesen dieser Geschichte immer ein Vergnügen. Man hat nie das Gefühl, daß man sich durch die Zeilen kämpfen muß. Ganz nebenbei bekommt der Leser einen Einblick in die Geschichte Spaniens. Es ist auffallend, daß die Frauen von La Principal alle sehr willensstarke Frauen sind, die eher schwache Männer wählen. Dies hat den Vorteil, daß sie in ihrer Freiheit nicht eingeschränkt werden. Ich finde es nur schade, daß es keine junge Maria gibt, die das Weingut in die Zukunft leiten wird. Somit ist die Geschichte der Familie mit Maria Costa wohl zu Ende. Ich muß zugeben, daß ich in dieses Buch keine großen Erwartungen gesetzt habe. Dann wurde ich mit jeder Seite eines Besseren belehrt. Zum Schluß wurde es geradezu genial!

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Die drei Marias auf La Principal
von Xirxe aus Hannover am 09.04.2016

Wer heutzutage nicht den Erwartungen der Gesellschaft entspricht, hat es meist schwerer als die vielen angepassten MitläuferInnen. Doch um wieviel schwieriger gestaltete sich das Leben erst für Frauen in einer Welt, die nicht nur im Alltag von Machos dominiert wurde, sondern auch in einem beruflichen Umfeld wie dem Weinbau?... Wer heutzutage nicht den Erwartungen der Gesellschaft entspricht, hat es meist schwerer als die vielen angepassten MitläuferInnen. Doch um wieviel schwieriger gestaltete sich das Leben erst für Frauen in einer Welt, die nicht nur im Alltag von Machos dominiert wurde, sondern auch in einem beruflichen Umfeld wie dem Weinbau? Und das Alles zudem vor mehr als 100 Jahren? Doch die drei Marias des großen und berühmten Weingutes La Principal wissen sich zu behaupten: die erste gegen ihre Brüder, die ihr ihr Erbe neiden. Die Zweite, ihre Tochter, gegen die Folgen der Revolution und der Missachtung der Wahl ihres Gatten. Und die Dritte schließlich gegen den ganz alltäglichen Chauvinismus in der heutigen Geschäfts- wie auch Wissenschaftswelt. Alle Drei bringen das Weingut zu großem Ruhm und leben IHRE Leben, die in diesem Roman erzählt werden. Es ist eine, nein, es sind mindestens zweieinhalb (die dritte Maria spielt eher eine Nebenrolle) mitreißende und spannende Geschichten, die mehr als ein ganzes Jahrhundert umfassen. Zudem gibt es noch einen Kriminalfall, der in der ersten Hälfte des Buches eher am Rande mitläuft, bis er gegen Ende dann doch in den Mittelpunkt rückt. Was meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen wäre, denn die Geschichte der drei Frauen und damit die des Weingutes ist auch so bereits interessant genug. Für meinen Geschmack hätten zudem die historischen Hintergründe gerne vertieft werden dürfen, aber man kann wohl nicht alles haben ;-) Bemerkenswert ist die Sprache des Autors (und damit auch der Übersetzerin). Trotz des eigentlich ernsten Themas klingt immer wieder sein Wortwitz hervor, der die Lektüre dadurch richtig amüsant werden lässt. Ein paar Beispiele: 'Sitzmöbel, die das Ungleichgewicht zur Tugend erhoben, waren mit Vorsicht zu genießen...' (S. 10, zum Schaukelstuhl). 'Er konnte sich fröhlich seinen Seitensprüngen widmen, und weil eine Gießkanne zwei Blumentöpfe begoss, hatten diese mehr Ruhe.' (S. 32). 'So sind die Reichen nun mal, erst kümmern sie sich um die Kiste mit dem Geld, dann um die Kiste für die Leiche'. (S.94). Lediglich das Ende, das beinahe alle Fragen klärte, empfand ich in dieser Form unnötig. Es passte so gar nicht zum bisherigen Erzählstil und wirkte auf mich, als ob unbedingt irgendwie die Antworten angefügt hätten werden müssen. Ich hätte darauf gerne verzichtet, auch wenn es bedeutet hätte, dass ich nie die ganze Wahrheit erfahren würde ;-)

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Interessante Familiensaga
von einer Kundin/einem Kunden aus Zellertal am 12.03.2016

„Die Frauen von La Principal“ hat mir gut gefallen, deswegen gebe ich vier Sterne, weil ein wirklich herausstechendes Merkmal für mich gefehlt hat. Es geht um die Geschichte von vier Generationen Frauen, die dem Vorsitz auf einem Weingut in Spanien haben. Dabei durchleben sie nicht nur persönliche Glückszeiten und... „Die Frauen von La Principal“ hat mir gut gefallen, deswegen gebe ich vier Sterne, weil ein wirklich herausstechendes Merkmal für mich gefehlt hat. Es geht um die Geschichte von vier Generationen Frauen, die dem Vorsitz auf einem Weingut in Spanien haben. Dabei durchleben sie nicht nur persönliche Glückszeiten und Krisen, sondern auch die des Landes und der Weinindustrie, zum Beispiel durch Kriege oder Schädlinge. Etwas verwirrend ist dabei manchmal, dass alle Frauen Maria heißen, aber irgendwann blickt man da anhand der Spitznamen durch. Alle diese Geschichten werden mit einem Kriminalfall gewürzt. Das Buch besticht in meinen Augen vor allem mit den unterschiedlichen Erzählperspektiven, das macht das Buch wahnsinnig interessant und kreiert viele neue Situationen. Sehr gut gefallen haben mir auch die Rückblicke in die frühere Zeit. Diese werden in kursiver Schrift geschrieben und haben immer einen Titel und eine Erzählweise, z. B. Märchen oder Träumerische Erinnerung. Hier hätte ich mir nur gewünscht, dass die Sprache vielleicht noch mehr variiert hätte, sodass man wirklich das Gefühl hat ein Märchen zu lesen. Die Figuren und die verschiedenen Geschichten sind alle sehr gut entwickelt. Man findet so viele verschiedene Charaktere, die sich aber auch ergänzen und ganz unterschiedlich miteinander verstrickt sind. So werden auch fast alle Stimmungen versammelt, die für ein Buch wichtig sind: Liebe, Hass, Intrigen, Mord, Reue, Lust, Vergnügen, Vertrauen, Traurigkeit, Spannung… Abschließend kann ich also nur sagen, dass die Familiensaga von La Principal ein Buch ist, das wirklich alle Emotionen eines menschlichen Lebens (oder um genauer zu sein mehrerer) vereint und sehr lebendig widergibt. Man fühlt sich dem Weingut zugehörig und wird direkt in die Geschichte hineingezogen. Der Kriminalfall bringt die nötige Spannung mit und auch die Auflösung am Ende des Buches fehlt nicht und ist sehr gelungen.

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