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Die Geschichte des Sitting Bull

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Der zehnjährige David vom Stamm der Sicangu Lakota kennt Tatanka Iyotake, besser bekannt als Sitting Bull, nur als eine mythische Gestalt seines Volkes. Als er seinen Großvater besucht, erfährt er von ihm die wahre Geschichte des berühmten Häuptlings und Medizinmanns der Lakota. Am Lagerfeuer des alten Mannes taucht er ein in eine längst vergangene Zeit, in die faszinierende Welt des amerikanischen Westens – die spannende Lebensgeschichte Sitting Bulls.
In dieser großartig illustrierten, auf historischen Tatsachen beruhenden Erzählung für Jung und Alt wird die wechselvolle Geschichte des Jägers, Sonnentänzers, Kriegers, Geheimnismanns, Kriegshäuptlings und Showmanns Sitting Bull zu neuem Leben erweckt.
Portrait
Claudia Lieb , geboren 1976, studierte nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in den USA zunächst an der Freien Kunstschule Stuttgart. Nach ihrem Studium Illustration und Grafik Design an der FH Münster sowie Illustration und Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg lebt sie seit 2009 in München.
Claudia Lieb ist als freie Grafikerin und Illustratorin unter anderem tätig für Manager Magazi , Büro Hamburg, Geolino , Emotion , ADAC Reisemagazin , Artinvestor, Der Spiegel, Dogs, Gräfe und Unzer Verlag, Jugendorganisation Bund Naturschutz, Lufthansa Woman's World, Myself, Tchibo und Wirtschaftswoche.
Zusammen mit Anke Dörrzapf leitete Claudia Lieb die Kinderzeitschrift P.M. Willi wills wissen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 21.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-938305-95-9
Verlag Palisander Verlag
Maße (L/B/H) 249/180/27 mm
Gewicht 888
Abbildungen mit 63 Farbabbildungen
Auflage 1
Illustratoren Claudia Lieb
Verkaufsrang 55.004
Buch (gebundene Ausgabe)
22,90
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Ein bemerkenswerter Mann
von leseratte1310 am 24.07.2016

Ich lese sehr gerne Bücher über Indianer und daher hat mich dieses Buch gleich angesprochen. Die Aufmachung ist sehr hochwertig und die Illustrationen sind sehr schön und passend. Obwohl ich schon vieles über Sitting Bull gelesen habe, war es doch etwas ganz Besonderes, die Geschichte aus der Perspektive des Enkels... Ich lese sehr gerne Bücher über Indianer und daher hat mich dieses Buch gleich angesprochen. Die Aufmachung ist sehr hochwertig und die Illustrationen sind sehr schön und passend. Obwohl ich schon vieles über Sitting Bull gelesen habe, war es doch etwas ganz Besonderes, die Geschichte aus der Perspektive des Enkels erzählt zu bekommen. David erfährt die Geschichte aus erster Hand, als er mit seinem Großvater am Lagerfeuer sitzt. Natürlich wird die Geschichte aus Sicht der Indianer erzählt, aber Tatanka Iyotake, bekannt als Sitting Bull, ist einer weiser Anführer seines Volkes und sieht das, was geschehen ist, ziemlich realistisch. Er weiß auch um die Fehler, die sein Volk begangen hat. Der Schreibstil ist relativ sachlich, liest sich aber sehr flüssig. Das Buch ist auch für Leser interessant, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Man lernt viel über die Denkweise der Lakota, über ihr Leben und ihre Traditionen. Wie übel Die Bleichgesichter den Indianern mitgespielt hat, wissen wir, aber in dieser Geschichte erleben wir es noch einmal auf sehr erschütternde Weise. Man entzieht einem stolzen und freien Volk die Lebengrundlage, nimmt ihnen ihr Recht und zwängt sie in Reservate. Sittung Bull hat alles dies kommen sehen und dennoch für und mit seinem Volk gekämpft. Aber er war auch weitsichtig genug, um sich mit dem Weißen Mann zu einigen und Kompromisse zu schließen. Aber die Verträge wurden nicht eingehalten. Ein sehr schönes Buch über einen Mann, der zur Legende wurde.

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Faszinierender Indianerroman, der das Leben des Sitting Bull sehr gut beschreibt
von Viktoria K. am 17.07.2016

Zum Cover / die Illustrationen: Das Cover zeigt Sitting Bull selbst. Das Bild wurde sehr schön gezeichnet und trifft sein Aussehen sehr gut. Überhaupt sind die Bilder gut gezeichnet und geben die Welt der Indianer sehr gut wieder. Bei jeder Zeichnung erkennt man die Liebe zum Detail. Sie wurden auch passend... Zum Cover / die Illustrationen: Das Cover zeigt Sitting Bull selbst. Das Bild wurde sehr schön gezeichnet und trifft sein Aussehen sehr gut. Überhaupt sind die Bilder gut gezeichnet und geben die Welt der Indianer sehr gut wieder. Bei jeder Zeichnung erkennt man die Liebe zum Detail. Sie wurden auch passend zu jedem Abschnitt in das Buch eingefügt. Zum Inhalt: Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm. Das Buch liest sich wirklich wie ein Roman, es ist flüssig geschrieben und man erfährt immer mehr über die Indianer. Die Geschwindigkeit wie die Ereignisse hintereinander passieren und die Art und Weise wie jene beschrieben wurden sind auch passend. Mir gefällt es, dass die Geschichte mit dem kleinen David (ein Nachkomme) beginnt, der nun die Geschichte über seinen Vorfahren erzählt bekommt. Tatanka Iyotakes (Sitting Bull) Ansichten und seine Denkweise wurden gut beschreiben, sodass man sich in ihn hineinfühlen konnte. Die Umgebung in der er Aufwuchs wurde ebenso bildlich beschrieben, die Illustrationen von Claudia Lieb haben dies noch unterstrichen. In diesem Buch lernt man verschiedene Stämme der Indianer kennen. Jedem einzelnen Stamm wurde eine Identität gegeben. Sie wirken nicht anonym wie in manch anderen Büchern dieser Art. Ebenso gefällt es mir, dass das allltägliche Leben genauso beschrieben wurde, wie die Kämpfe mit anderen Indianern oder den Blauröcken. Jene wurden so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen konnte. Auch die Rituale und Visionen wurden beschrieben, manche Rituale haben mich schockiert (der Sonnentanz zum Beispiel). Die Kämpfe mit den Blauröcken, die Verfolgung und auch die Flucht in das Land der Großmutter sind sehr beeindruckend. Man erfährt detaliert wie das Ganze damals ablief und was die USA alles getan hat um Tatanka Iyotake endlich stellen zu können. Die Endung im Epilog mit David der sich nun zugehörig zu seinem Stamm fühlt hat mir nach dem traurigen Ende über Tatanka Iyotake ein Schmunzeln entlockt. Mein Fazit: Für mich hat sich hier einiges offenbart. Meine Weltsicht wurde ebenso verändert. Ich sehe einige Dinge nun anders. Wer mehr über die Welt der Indianer und die Unrechtigkeit bei der Eroberung ihres Landes erfahren möchte sollte diese Buch unbedingt lesen. Für mich gibt es eine klare Leseempfehlung mit 5 Sternen!

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Ein bemerkenswertes Buch
von Fantasy Books aus Wien am 07.07.2016

Klappentext: Der zehnjährige David vom Stamm der Sicangu Lakota kennt Tatanka Iyotake, besser bekannt als Sitting Bull, nur al eine mythische Gestalt seines Volkes. Als er seinen Großvater besucht, erfährt er von ihm de wahre Geschichte des berühmten Häuptlings und Medizinmanns der Lakota. Am Lagerfeuer des alten Mannes taucht er... Klappentext: Der zehnjährige David vom Stamm der Sicangu Lakota kennt Tatanka Iyotake, besser bekannt als Sitting Bull, nur al eine mythische Gestalt seines Volkes. Als er seinen Großvater besucht, erfährt er von ihm de wahre Geschichte des berühmten Häuptlings und Medizinmanns der Lakota. Am Lagerfeuer des alten Mannes taucht er ein in eine längst vergangene Zeit, in die faszinierende Welt des amerikanischen Westens - die spannende Lebensgeschichte Sitting Bulls. In dieser großartig illustrierten, auf historischen Tatsachen beruhenden Erzählungen für Jung und Alt wird die wechselvolle Geschichte des Jägers, Sonnentänzers, Kriegers, Geheimnismanns, Kriegshäuptlings und Showmanns Sitting Bull zu neuem Leben. Inhalt: Der junge David bekommt von seinem Großvater eine fantastische Geschichte erzählt. Zur Zeit geht es ihm in der Schule nicht gut, er wird von anderen gehänselt und grämt sich. Doch sein Großvater weiß genau, wie er seinen Enkel wieder auf die richtige Bahn lenkt. Er erzählt ihm die Geschichte eines ganz besonderen Mannes, den man ebenfalls für Langsam hielt. Es ist eine Geschichte rund um Familie, Vertrauen, Weisheit, und vieles mehr. Eine Geschichte wie sie früher erzählt wurden, doch nun geraten sie immer mehr in Vergessenheit. Denn Sitting Bull war nicht irgendein Lakota Indianer, er war weit mehr als das. Die Geschichte erzählt von seinem Weg vom kleinen Jungen zum Weisen Mann. Meine Meinung: Sehr faszinierend! Das Buch ist eine Wucht. Die Aufmachung, die Illustrationen und die Geschichte selbst, einfach umwerfend. Heutzutage kommt es immer öfter vor, dass uns die Vergangenheit entgleitet.Im Unterreicht lernt man auch nicht mehr allzu viel über die Geschichte unserer Welt. Doch mit diesem Buch wird einem ein Stückchen Vergangenheit näher gebracht. Sitting Bull ist ein faszinierender Charakter. Welchen Weg er bestritten hat, um die seinen zu Schützen ist, ist ein Weg den viele nicht gegangen wären. Sehr interessant war auch das rund herum. Was haben die Menschen früher mit den Überresten der toten Tiere angestellt? Wie wurden Tipis gebaut? Wie haben sie gekämpft? Welche Werte haben sie verfolgt? Bücher wie diese lese ich nicht oft. Geschichte ist meist trocken und langweilig - aber hier kann ich das ganz deutlich verneinen. Es ist eine spannende Reise die man miterleben darf. Wer also gerne mal etwas anderes lesen möchte, oder gerne mehr über die Ureinwohner erfahren möchte, sollte sich dieses Buch auf jedenfall schnappen! Ich habe das Buch heute begonnen und musste es direkt durchlesen - die Art und Weise wie einem die Inhalte vermittelt werden, lässt einem alles miterleben. Einfach fantastisch!

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Sitting Bull: Ein bemerkenswerter Lebenslauf
von solveig am 07.07.2016

Tapferkeit, Geschick und Schnelligkeit, aber auch Klugheit und Weitsicht zeichnen den wohl berühmtesten aller Indianer aus: Tatanka Iyotake, dessen englischer Name „Sitting Bull“ lautet. Auf warmherzige und doch sachliche Weise erzählt Erik Lorenz hier vom Leben des großen Anführers der Lakota (1831 – 1890). In seiner gut strukturierten „Geschichte... Tapferkeit, Geschick und Schnelligkeit, aber auch Klugheit und Weitsicht zeichnen den wohl berühmtesten aller Indianer aus: Tatanka Iyotake, dessen englischer Name „Sitting Bull“ lautet. Auf warmherzige und doch sachliche Weise erzählt Erik Lorenz hier vom Leben des großen Anführers der Lakota (1831 – 1890). In seiner gut strukturierten „Geschichte des Sitting Bull“ schildert er sehr lebendig das Aufwachsen des Häuptlingssohnes in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, einer Zeit, in der die Indianer noch in den Weiten der Prärie jagten. Ein weiteres Kapitel widmet er den Veränderungen, die mit dem Treck weißer Siedler nach Westen und skrupellosen Goldsuchern in den Heiligen Bergen der Indianer die Lebensbedingungen der Ureinwohner Nordamerikas stark beeinträchtigen und erläutert schließlich den Niedergang, die erbitterten Kämpfe, Massaker und die Verdrängung in Reservate, die ihrem freien Leben ein Ende setzen. Es entsteht das eindrucksvolle Porträt eines ungewöhnlichen Mannes, der zeit seines Lebens gegen die Unterdrückung durch die Weißen kämpft, der versucht, annehmbare Kompromisse mit den eindringenden Bleichgesichtern zu schließen, aber bald erkennen muss, dass Verträge von ihrer Seite nicht eingehalten werden: Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen … Die Liebe zum Besitz ist bei ihnen wie eine Krankheit. Diese Leute haben viele Gebote erlassen, welche von den Reichen gebrochen werden dürfen, von den Armen jedoch nicht. (Tatanka Iyotake) Die wunderschönen großzügigen Illustrationen von Claudia Lieb machen „Die Geschichte des Sitting Bull“ zu einem kleinen Kunstwerk. Sensibel und in zurückhaltender Farbigkeit setzt sie Lorenz´ Text bildlich um. Sie zeigt die Indianer und ihre Bräuche im Einklang mit der Natur und zaubert eine ganz eigene Atmosphäre, die bei dem Leser einen stimmungsvollen Eindruck von Land und Menschen hinterlässt und seine Fantasie anregt. „Die Geschichte des Sitting Bull“ ist viel mehr als eine interessant erzählte und wunderschön illustrierte Biografie für Liebhaber der Indianerliteratur; denn sie erinnert an das Unrecht, das dem roten Mann widerfahren ist. Mir gefällt es sehr gut, dass der Leser zu einer kritischen Wahrnehmung der selbstgerechten Art von „Heilsbringern“ moderner Zivilisation und Kultur inspiriert wird - auf eine ganz leise, unaufdringliche Art.

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Beeindruckendes Buch
von mabuerele am 03.07.2016

„...Sie haben uns besiegt, aber sie konnten uns nicht vernichten...“ David besucht seinen Großvater im Reservat. Der Junge ist bedrückt, weil er in der Schule in Sport zu langsam ist. Daraufhin erzählt ihm der Großvater die Geschichte von Tatanka Iyotake, in die Geschichte eingegangen als Sitting Bull. Als Kind wurde... „...Sie haben uns besiegt, aber sie konnten uns nicht vernichten...“ David besucht seinen Großvater im Reservat. Der Junge ist bedrückt, weil er in der Schule in Sport zu langsam ist. Daraufhin erzählt ihm der Großvater die Geschichte von Tatanka Iyotake, in die Geschichte eingegangen als Sitting Bull. Als Kind wurde er Hunkeshni genannt, das heißt „Langsam“. Der Autor hat eine beeindruckende Biografie über Totanka Iyotake geschrieben. Das Buch besteht aus drei Teilen. Der erste Teil endet kurz nach der Todeszeremonie für Springender Büffel, Tatankas Vater. Der zweite Teil zeigt die Welt im Wandel und beginnt 1864. Darin beschreibt der Autor den Kampf der Lakota um ihre Selbstständigkeit und Freiheit. Abschluss bildet die letzte siegreiche Schlacht am Little Bighorn. Der dritte Teil beginnt mit der Flucht nach Kanada und beschreibt die letzten Jahre des Häuptlings bis zu seinem Tod. Am Ende greift der Autor nochmals die Rahmenhandlung auf. David begreift, dass in ihn das Blut der Lakota fließt und das dies kein Widerspruch zu seiner aktuellen Interessen in der digitalen Welt ist. Er möchte vom Großvater das Spielen der Flöte lernen. Es gilt, die Tradition nicht zu vergessen. Obiges Zitat fällt in diesem Abschnitt. Der Schriftstil des Buches weist etliche Feinheiten auf. Die Geschichte wird lebendig und spannend erzählt. Es sind wichtige Episoden aus dem Leben von Tatanka, die mir als Leser nahegebracht werden. Die Freude über den ersten geschossenen Büffel, die Trauer über den Tod des Vaters, die Achtung, die ihm als Häuptling entgegengebracht wird, seine Großzügigkeit und Freigiebigkeit sind nur einige der Themen, die berührt werden. Gleichzeitig werden die Lebensverhältnisse der Lakota ausführlich dargestellt, sei es der Inhalt eines Tipis, die vielfältige Verwendung der erlegten Büffel, der Sonnentanz, Aufbau und Funktionsweise einer Schwitzhütte und vieles mehr. Eingebettet in die Handlung sind Sagen und Mythen der Lakota. Besonderer Wert wird auf die Wiedergabe der wesentlichen Visionen von Tatanka gelegt. Die weißen Amerikaner werden durch ihr Tun charakterisiert. Zusätzlich äußern die Lakota ihre Meinung zu den neuen Mitbewohnern. Die eigentliche Erzählung ist aber nur ein Teil des Buches. In gelber Schrift sind zusätzliche Informationen in Randkästchen enthalten. Ich als Leser kann also entscheiden, wann ich die lese. Gleiches gilt für Zitate, die fett an der Seite eingefügt wurden. Lieder und Gedichte der Lakota werden in gelber Schrift im Text gekennzeichnet. Neben dem Text besticht das Buch durch die vielfältigen und anschaulich wiedergegebenen Zeichnungen. Es ist erstaunlich, wie gut die Bilder Stimmungen wiedergeben. Einige gehen über eine Doppelseite, sind in einer Grundfarbe gestaltet, die nur in geringfügig im Farbton variiert. Eine Büffeljagd und Kriegsgeschehen werden so dargestellt. Andere Illustrationen sprühen vor Farbe und zeigen selbst minimale Details. Das gilt auch für die malerische Darstellung der Personen. Meine Lieblingsbilder sind der Blick ins Gebirge auf den Seiten 100/101 und der Vogel auf Seite 90. Das Buch wird ergänzt durch den Stammbaum von Tatanka, eine Karte des den Lakota per Vertrag zugesicherten Landes und des Territoriums, was ihnen bis heute blieb, Zitate über Tatanka und eine Bibliografie. Das Cover zeigt Tatanka mit seinem Federschmuck während seiner Reise mit Buffalo Bill über den Heiligen Bergen der Lakota. Es passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich habe nicht nur die Biografie einer Persönlichkeit gelesen, sondern gleichzeitig den Untergang eines Volkes gedanklich miterleben müssen. Das Recht des Stärkeren hat für Leid und Trauer gesorgt. Die Folgen sind bis heute spürbar. Es geht aber auch um Freundschaft und gegenseitige Achtung, um Verrat und Gier.

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Anschauliche, großartig bebilderte Beschreibung des Lebensweges des Indianerhäuplings Sitting Bull
von ech am 29.07.2016

Jedem, der sich für Western im Allgemeinen und die Welt der Indianer im Besonderen interessiert, ist der Name von Tatanka Iyotake, besser bekannt unter dem Namen Sitting Bull, ein Begriff. In diesem Buch zeichnet der deutsche Autor Erik Lorenz den Lebensweg des großen Häuptlings der Lakota (Sioux) auf anschauliche... Jedem, der sich für Western im Allgemeinen und die Welt der Indianer im Besonderen interessiert, ist der Name von Tatanka Iyotake, besser bekannt unter dem Namen Sitting Bull, ein Begriff. In diesem Buch zeichnet der deutsche Autor Erik Lorenz den Lebensweg des großen Häuptlings der Lakota (Sioux) auf anschauliche Art und Weise nach. Das Buch überzeugt dabei neben einem flüssigen Schreibstil vor allem durch seine großartigen Innenillustrationen, die die sehr bildhaften Beschreibungen des Autoren hervorragend unterstützen, so das sich ein insgesamt stimmiges Gesamtbild ergibt. Da sich das Buch in erster Linie auf Quellen bzw. historischen Tatsachen und somit auf Informationen von Dritten stützt, packt einen beim Lesen allerdings in erster Linie die Geschichte von Sitting Bull und seinem Stamm, und weniger die einzelnen Personen selbst, deren Innenleben größtenteils im Dunkeln bleibt, bzw. im Dunkeln bleiben muss. Dieser Umstand trübt den Lesegenuss und Informationsgehalt des Buches aber nur wenig und so bleibt ein interessantes und äußerst lesenswertes Buch, das ich jedem, der sich für die Welt und die Geschichte der Indianer interessiert, nur wärmstens empfehlen kann.

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