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Die Gestirne

Roman. Deutsche Erstausgabe. Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2013

(27)
Die literarische Sensation des Jahres von der jüngsten Booker-Preisträgerin aller Zeiten!


In einer Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands gibt es ein Geheimnis. Und zwei Liebende, die einander umkreisen wie Sonne und Mond.


Als der Schotte Walter Moody im Jahr 1866 nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln. Und schon bald wird Moody hineingezogen in die rätselhaften Verstrickungen der kleinen Goldgräbergemeinde, in das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst.







Portrait
Eleanor Catton wurde 1985 in Kanada geboren und wuchs in Christchurch, Neuseeland, auf. Sie studierte Englisch an der University of Canterbury und Kreatives Schreiben an der Victoria University of Wellington. 2008 nahm sie am Iowa Writers’ Workshop teil. Bereits für ihren Debütroman "Anatomie des Erwachens" erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Für ihren gut 1000 Seiten starken zweiten Roman "Die Gestirne" wurde sie 2013 als jüngste Autorin aller Zeiten mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet. Eleanor Catton lebt in Auckland und unterrichtet Kreatives Schreiben am Manukau Institute of Technology.

Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde 1999 mit dem "Zuger Übersetzer-Stipendium", 2001 mit dem "Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis" und 2015 mit dem Übersetzerpreis der Stadt München ausgezeichnet. Sie ist die Übersetzerin von u. a. Antonia Byatt, John Cooper-Powys, Lawrence Norfolk.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 1040
Erscheinungsdatum 09.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-75479-3
Verlag btb
Maße (L/B/H) 224/149/69 mm
Gewicht 1138
Originaltitel The Luminaries
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Verkaufsrang 53.601
Buch (gebundene Ausgabe)
24,99
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Anette Dingeldein, Thalia-Buchhandlung Varel

Neuseeland im Jahr 1866 zur Zeit des Goldrausches: In der Hafenstadt Hokita häufen sich mysteriöse Vorkommnisse. Eine Gruppe von 12 höchst unschiedlichen Männern geht diesen nach und ein zunächst unbeteiligter Neuankömmling wird immer tiefer in die verwirrenden Vorgänge hineingezogen. Der ungewöhnliche Roman der bisher jüngsten Booker-Preisträgerin Neuseeland im Jahr 1866 zur Zeit des Goldrausches: In der Hafenstadt Hokita häufen sich mysteriöse Vorkommnisse. Eine Gruppe von 12 höchst unschiedlichen Männern geht diesen nach und ein zunächst unbeteiligter Neuankömmling wird immer tiefer in die verwirrenden Vorgänge hineingezogen. Der ungewöhnliche Roman der bisher jüngsten Booker-Preisträgerin ist nichts für ungeduldige LeserInnen, wer sich aber auf ihn einlässt, den erwartet ein faszinierendes literarisches Abenteuer.

„Bookerpreis für Mord,Goldrausch und die Liebe“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Dieser literarisch anspruchsvolle Wälzer von ca.1000 Seiten erfordert ihre möglichst ungeteilte Aufmerksamkeit, am besten lesen Sie ihn im Urlaub oder an Feiertagen hintereinanderweg,
dann kann er sein ganzes Potential entfalten ....
Das Goldgräberstädtchen Hokitika auf der Südinsel Neuseelands während des Goldrausches um 1866 ist
Dieser literarisch anspruchsvolle Wälzer von ca.1000 Seiten erfordert ihre möglichst ungeteilte Aufmerksamkeit, am besten lesen Sie ihn im Urlaub oder an Feiertagen hintereinanderweg,
dann kann er sein ganzes Potential entfalten ....
Das Goldgräberstädtchen Hokitika auf der Südinsel Neuseelands während des Goldrausches um 1866 ist die Ausgangsbasis des Romanes um ein Verbrechen, welches Einfluss nimmt auf das Leben etlicher seiner Bürger .
An einem bestimmten Tag sind mehrere rätselhafte Dinge passiert :ein toter Säufer plus eine riesige Menge Gold,eine verletzte,junge Hure und ein verschwundener,reicher Goldgräber Hokitikas stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Aber auch eine umherreisende Seekiste,ein leerer Tresor sowie ein wichtiges Dokument ohne Unterschrift sind mit im Spiel...
Als Wochen später ein junger Schotte, ebenfalls auf dem Weg zu den Goldfeldern, in seinem Hotel abends zufällig auf eine Versammlung unterschiedlichster Männer trifft, die alle mit den damaligen Ereignissen in Verbindung stehen,wird er als unparteiischer Zeuge hinzugebeten....
E.Catton teilt in ihrem preisgekrönten Roman die Protagonisten ein in Sterne und Planeten und die Gebäude,Ortschaften und Schiffe in die dazugehörigen Häuser sowie verwandte Einflüsse :
wer sich also mit Astrologie befasst,mag sich freuen,tatsächliches astrologisches Wissen ist aber nicht unbedingt vonnöten.
Wenn man sich jedenfalls auf diese atmosphärisch dicht erzählte, verschachtelte Kriminal-und Liebesgeschichte einläßt und das Buch möglichst wenig weglegt :-) ,dann könnten "Die Gestirne" durchaus DAS Buch des Jahres
(für Sie) werden !

Indra Fürstenberg, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein unglaublich wortgewandtes Buch mit einer besonderen Geschichte. Man merkt, dass die Autorin kreatives Schreiben studiert hat, jedoch nicht, dass sie unter 30 Jahre alt ist. Ein unglaublich wortgewandtes Buch mit einer besonderen Geschichte. Man merkt, dass die Autorin kreatives Schreiben studiert hat, jedoch nicht, dass sie unter 30 Jahre alt ist.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Dieses Buch ist mit nichts zu vergleichen - liest sich wie ein Klassiker, ist Abenteuerroman, Krimi, und Liebesgeschichte! Das ideale Buch für lange Winterabende - großes Kino! Dieses Buch ist mit nichts zu vergleichen - liest sich wie ein Klassiker, ist Abenteuerroman, Krimi, und Liebesgeschichte! Das ideale Buch für lange Winterabende - großes Kino!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Eine faszinierende Geschichte mit Anmut, voller Spannung und Leidenschaft, die den Leser mitreißt, ihn überrascht und auch etwas fordert. Eine faszinierende Geschichte mit Anmut, voller Spannung und Leidenschaft, die den Leser mitreißt, ihn überrascht und auch etwas fordert.

Herrlich opulenter Schmöker, der in Neuseeland zur Zeit des Goldrausches spielt. Perfekt für alle, die gerne Werke von Melville oder Dickens lesen. Herrlich opulenter Schmöker, der in Neuseeland zur Zeit des Goldrausches spielt. Perfekt für alle, die gerne Werke von Melville oder Dickens lesen.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

1000 Seiten, die beim Lesen dahin fliegen. Ein Buch, aus unterschiedlichsten Puzzlesteinen zusammengefügt, oft wechselt die Perspektive, Tierkreiszeichen sind Personen zugeordnet. 1000 Seiten, die beim Lesen dahin fliegen. Ein Buch, aus unterschiedlichsten Puzzlesteinen zusammengefügt, oft wechselt die Perspektive, Tierkreiszeichen sind Personen zugeordnet.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
13
11
2
1
0

Die Gestirne von Eleanor Catton
von einer Kundin/einem Kunden aus Schwarzenbek am 07.12.2015

Inhalt: Walter Moody kommt in einer Hafenstadt Neuseelands an. Checkt in einem Hotel ein und stört scheinbar eine Versammlung von 12 Männern. Als einer der Männer Walter Moody in ein Gespräch verwickeln kann, erfährt dieser von nicht gelösten Verbrechen. Ein reicher Mann ist verschwunden, ein Hure hat versucht sich das Leben... Inhalt: Walter Moody kommt in einer Hafenstadt Neuseelands an. Checkt in einem Hotel ein und stört scheinbar eine Versammlung von 12 Männern. Als einer der Männer Walter Moody in ein Gespräch verwickeln kann, erfährt dieser von nicht gelösten Verbrechen. Ein reicher Mann ist verschwunden, ein Hure hat versucht sich das Leben zu nehmen, ein Vermögen ist nicht mehr aufzufinden und ein Säufer ist gestorben. Meinung: In dem Moment als Walter Moody das Hotel betrifft, ist der Leser mittendrin in einem Geflecht aus Mord, Gier, Eifersucht und Habsucht. Das Ganze vor dem Hintergrund des Goldrausches in Neuseeland im 19. Jahrhundert. Undurchsichtige Charaktere die einen fassungslos zurücklassen, Schicksale die einem manche Träne ins Auge drücken und die dauernde Frage, was ist Walter Moody während seiner Überfahrt Schreckliches passiert. Die einzelnen Personen sind authentisch, greifbar, lebendig und unterschiedlich, so dass jeder Leser seine persönlichen Sympathieträger und/oder erklärten Unsympathen findet, mit denn er mitfühlt, mitfiebert, mitleidet und wenn er glaubt, das eine Geheimnis ist gelüftet tun sich die nächsten zwei als Folge wieder auf. Wunderschön ist der Schreibstil und wahnsinnig raffiniert die Einteilung in 12 Teile, Sternzeichen und Planeten, was "Die Gestirne" zu etwas ganz Besonderen machen. Es erfordert schon einige Konzentration die Zusammenhänge zwischen den Personen und den zugeordneten Sternzeichen und Planeten sind zu erfassen. Unterstützung hat der Leser dafür durch die "Überschriften", die ziemlich genau wiedergeben, wer in dem jeweiligen Kapitel beteiligt ist und was passieren wird. Fazit: Ein raffiniert und sehr intelligent ausgearbeiteter Roman, der an Spannung und Emotionen nichts offen lässt. Kein Buch zum einfach mal eben herunterlesen, aber zum eintauchen in einen Kriminalfall in einer anderen Zeit. "Die Gestirne" wird mit Sicherheit eines meiner Lieblingsbücher und bleibt auch nicht einmalig gelesen. und garantiert bleibt auch beim 2. oder 3. lesen der "Wow-Effekt" Grandios, fantastisch, einmalig !!!

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2 0
Ausgezeichnet mit dem Booker-Preis
von einer Kundin/einem Kunden am 05.02.2016

Nachdem Captain Carver die schwer in Seenot geratene Godspeed wohlbehalten in Hokitika anlandet, verlässt Walter Moody das Schiff. Noch weiß man nicht, ob die Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands das geplante Ziel des Schotten Moody ist. Möglicherweise hat es aber auch mit den unheimlichen Vorkommnissen auf dem Schiff... Nachdem Captain Carver die schwer in Seenot geratene Godspeed wohlbehalten in Hokitika anlandet, verlässt Walter Moody das Schiff. Noch weiß man nicht, ob die Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands das geplante Ziel des Schotten Moody ist. Möglicherweise hat es aber auch mit den unheimlichen Vorkommnissen auf dem Schiff zu tun. Quartiersuchend steuert Moody das nächstgelegene Hotel an. Mit einem Drink will er die grauenhaften Erlebnisse an Bord der Godspeed hinunterspülen. Er öffnet die Tür zum Rauchersalon und sieht sich 12 Herren gegenüber, die schon von der Kleidung her unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Gesprache verstummen allesamt, als Walter Moody den Raum betritt. "Die im Rauchzimmer des Crown Hotel versammelten zwölf Männer wirkten, als hätten sie sich dort zufällig eingefunden".........Aber dem ist nicht so. In dieser Geheimversammlung verhandelt man eine Serie ungelöster Verbrechen. Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht sich das Leben zu nehmen und im Haus eines stadtbekannten Trinkers wird eine ungeheure Summe Geld gefunden. Schneller als ihm lieb ist, findet sich Walter Moody hineingezogen, in ein mysteriöses, schicksalhaftes Netz voller Intrigen. Ein ungemein fesselndes Lesevergnügen.

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Wundervolle Literatur
von Andrea Karminrot aus Berlin am 02.01.2016

Ein junger Mann kommt in ein Raucherzimmer eines Hotels und die anwesenden 12 Männer verstummen im Gespräch. Der junge Mann fühlt sich nicht unwohl, lässt den Blick durch den Raum streifen und gibt seine Eindrücke in Gedanken haarklein wieder. Er gießt sich einen Brandy ein und setzt sich in... Ein junger Mann kommt in ein Raucherzimmer eines Hotels und die anwesenden 12 Männer verstummen im Gespräch. Der junge Mann fühlt sich nicht unwohl, lässt den Blick durch den Raum streifen und gibt seine Eindrücke in Gedanken haarklein wieder. Er gießt sich einen Brandy ein und setzt sich in einen freien Sessel… Einer der Männer beginnt ein Gespräch mit ihm, die Anderen hören sehr aufmerksam zu. Und langsam dämmert es, die Männer haben alle etwas Gemeinsames. Sie sind alle in einen Mord und in einen Betrug verwickelt. Wie es zu dem Mord kam und wer wie betrogen wurde, wollten sie im Geheimen, eben in diesem Zimmer besprechen. Moody, der junge Mann, ist Anwalt von Beruf und es hat ihn aus familiären Problemen heraus nach Neuseeland, eben in dieses Raucherzimmer verschlagen. Man schreibt das Jahr 1866 und es ist die Zeit des Goldrausches. Die Männer erzählen ihre Geschichten, die miteinander verwoben sind, so dass am Ende ein Ganzes daraus entsteht. Moody wird, wie auch der Leser, zum Zuhörer und wertet nicht, zieht aber seine Schlüsse.., Kurz bevor man die 1048 Seiten zu Ende gelesen hat, wird einem Einiges klar. So lange hält die Autorin Eleanor Catton den Spannungsbogen. Obwohl sie sehr kleinteilig erzählt, hat man nie das Gefühl zu viele Informationen zu erhalten. Die Geschichte ist wie ein Kinofilm im Kopf. Nichts muss man sich dazudenken, alles ist genau vorgegeben. Jeder der Charaktere, die in diesem Roman mitspielen, hat eine eigene Sicht auf die Dinge, was jedesmal ein neues Licht auf die Story wirft. Das Buch lehnt sich an die Sterne, an Sterndeutung und Horoskope an. Ist in 12 Kapitel eingeteilt und die Charaktere haben alle ein eigenes Sternbild. Jedes Sternbild hat seine Eigenschaften, die in der Geschichte auch zum tragen kommen. Da gibt es den, der um Aufmerksamkeit buhlt, der Andere ist der Verschlossene… Jedes Sternbild, mit seinen Eigenschaften spielt hier mit. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, hat hier bestimmt seinen Spaß. (Ich persönlich fand es mal recht lustig mein Horoskop, zur Zeit meiner Geburt, im Internet zu recherchieren.) Den großen Sinn hinter den Sternenkonstellationen blieb mir allerdings verborgen. Die Kapitel beginnen mit dem Sternbild, das zu der Zeit in dieser Stadt gerade zu sehen war. Eleanor Catton hat mich bezaubert. Ihre Art des Schreibens ist unglaublich. Sie hat, trotz der Kleinteiligkeit, einen spannenden Roman geschrieben, der nichts auslässt. Es gibt Mord und Totschlag, Intrigen, Historisches, Liebe und einen feinen Humor, einfach von allem etwas. Trotz der vielen Seiten, keine Langeweile. Ich war wirklich gefangen im Jahr 1866. Einzig, das Ende hat mich nicht überzeugt. Da wäre bestimmt mehr drin gewesen. Allerdings hätte der Roman dann noch mehr Seiten gehabt ? Als Ebook, kann ich dieses Werk nicht empfehlen. Ich habe oftmals zurück geblättert und noch einmal nachgelesen...

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Ein einzigartiger Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Paderborn am 26.12.2015

„Die Gestirne“ ist ein einzigartiger Roman. Etwas Ähnliches habe ich bisher noch nicht gelesen! Der Roman hat den Booker Prize gewonnen und darf sich in die Reihe großartiger Geschichten wie „Schiffbruch mit Tiger“ und „Der Gott der kleinen Dinge“ einreihen. Mit dem Preis sind zwei Rekorde verbunden: Mit 28... „Die Gestirne“ ist ein einzigartiger Roman. Etwas Ähnliches habe ich bisher noch nicht gelesen! Der Roman hat den Booker Prize gewonnen und darf sich in die Reihe großartiger Geschichten wie „Schiffbruch mit Tiger“ und „Der Gott der kleinen Dinge“ einreihen. Mit dem Preis sind zwei Rekorde verbunden: Mit 28 Jahren ist die Autorin Eleanor Catton die bisher jüngste weibliche Preisträgerin und mit knapp über 1000 Seiten (in der deutschen Übersetzung) ist der Roman auch der umfangreichste, der jemals mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde. Die Geschichte spielt in Neuseeland zu Zeiten des Goldrauschs. Walter Moody, der sein Glück als Goldgräber suchen möchte, kommt mit dem Schiff in Hokitika an und macht sich auf ins Hotel. In der dortigen Bar trifft er auf eine merkwürdige Mischung aus zwölf Männern, die zunächst angestrengt so tun, als seien sie zufällig dort, doch in Wirklichkeit zu einer geheimen Versammlung verabredet sind. Als Moody von seiner Schiffsreise berichtet, scheinen die Männer einen Hinweis darauf erhalten zu haben, dass Moody Licht ins Dunkel einiger seltsamer Vorkommnisse bringen könnte, die die unterschiedlichen Männer in irgendeiner Weise verbinden. Er wird in die Hintergründe ihrer Zusammenkunft eingeweiht, denn am 14. Januar des Jahres 1866 geschahen mehrere scheinbar zufällige Ereignisse: Ein kauziger Einsiedler wurde tot in seiner Hütte aufgefunden. War es Mord oder hat er sich zu Tode getrunken? Rätsel gibt eine Kiste Gold auf, die in der Hütte entdeckt wurde. Noch seltsamer ist, dass kurz nach dem Fund des Goldes eine Frau auftritt, die behauptet, die Witwe des Toten zu sein und dies auch noch belegen kann. Am selben Tag wurde eine im kleinen Städtchen sehr beliebte Hure, deren Opiumkonsum allzu bekannt war, halb tot aufgefunden. War es Selbstmord? Und wie kommt es, dass an eben diesem schicksalhaften Tag auch noch der junge, reiche Glückpilz unter den Goldgräbern spurlos verschwindet? Im ersten Drittel des Romans werden immer neue Puzzlestücke zu den Geschehnissen offenbart. Die zwölf Männer haben alle irgendetwas zu den Ereignissen beizutragen und Moody hat die Aufgabe, alle Vorkommnisse einzuordnen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im weiteren Verlauf wechseln sich Rückblenden und der Fortgang der Ereignisse ab. Eine kleine Liebesgeschichte fehlt auch nicht und diese ist genau passend eingearbeitet. Weder zu kurz noch zu lang, sehr intensiv, aber nicht kitschig. Der Roman ist absolut außergewöhnlich. Die Autorin hat einen unverwechselbaren Stil, ihre Geschichte zu erzählen, es stecken unerwartet viel Humor und Ironie zwischen den Zeilen, es gibt viele unterschiedliche Charaktere, über deren Hintergründe man im Verlauf Einiges in Erfahrung bringt, und man merkt in einem fort, dass rein gar nichts in diesem umfangreichen Werk dem Zufall überlassen oder nicht bis zuletzt durchdacht ist. Die Sprache ist sehr anspruchsvoll genau wie die Geschehnisse, die erzählt werden. Man kann den Roman nicht eben nebenbei lesen, sondern muss sich anstrengen, um alle Personen auseinanderzuhalten und die Erzählstränge zu verstehen. Dennoch wird bis zum Ende die Spannung so hoch gehalten, dass man vergleichsweise zügig vorankommt. Für mich hätte der Roman nicht kürzer sein dürfen. Alles, was erzählt wird, hat seine Berechtigung und hat am Ende einen Sinn. Beim Lesen hat man stets das Gefühl, dass mit jeder neuen Information wieder neue Fragen aufgeworfen werden und muss einfach weiterlesen, um zu erfahren, wie alles zusammenhängt. Es gibt unzählige kleine Details zu entdecken, die mit Astrologie (aber man muss sich da nicht auskennen) zu tun haben, von denen ich hier nur einige nennen möchte: Wie schon erwähnt, ist nichts dem Zufall überlassen. Der Roman ist in zwölf große Teile eingeteilt, eine bedeutsame Zahl in der Astrologie. Die Länge der einzelnen Teile nimmt immer genau um die Hälfte ab, sodass nach einem sehr lang scheinenden ersten Teil die weiteren Teile immer kürzer werden. In den zwölf Teilen sind wiederum Unterkapitel vorhanden. Jedem Kapitel sind in einem Satz jeweils kurze Inhaltsangaben als Teaser vorangestellt, die auch ganz nützlich sind, wenn man nochmal nachsehen möchte, was in den letzten Kapiteln passiert ist. Die jeweilige Überschrift verrät, wer in dem Kapitel eine größere Rolle spielt. Jeder Person wird im Personenverzeichnis ein Planet bzw. Tierkreiszeichen zugeordnet, von denen jeweils passende in der Überschrift genannt werden. Besondere Ereignisse finden zu besonderen Zeiten wie beispielsweise der Sommersonnenwende statt…und vieles mehr. Ich freue mich schon darauf, beim nächsten Lesen immer wieder neue Details zu entdecken. Gerade das finde ich an diesem Roman so toll: Es ist im Gegensatz zu vielen anderen kein Roman, den man nur einmal lesen möchte. Wenn man erst alle Zusammenhänge kennt, wird sicher auch das zweite Lesen ein schönes Erlebnis. Eine klare Leseempfehlung, für die man sich aber Zeit nehmen sollte.

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Goldgräberromantik, Intrigen und Verstrickungen im Zeichen der Sterne
von Lesestunde mit Marie aus Düsseldorf am 23.12.2015

Die komplexe Geschichte spielt im Goldrausch Neuseelands, Mitte des 19.Jhd. Dachte ich zu Beginn, der frisch in der Goldgräberstadt Hokitika eingetroffene Mr Moody sei der Protagonist, lernte ich, dass der Erzähler ständig die Perspektive wechselt und uns indirekt aus Sicht von mehr als einem Dutzend Hauptfiguren die Geschehnisse darstellt.... Die komplexe Geschichte spielt im Goldrausch Neuseelands, Mitte des 19.Jhd. Dachte ich zu Beginn, der frisch in der Goldgräberstadt Hokitika eingetroffene Mr Moody sei der Protagonist, lernte ich, dass der Erzähler ständig die Perspektive wechselt und uns indirekt aus Sicht von mehr als einem Dutzend Hauptfiguren die Geschehnisse darstellt. Ins Auge fällt, Länge der Kapitel und Länge der 12 Buchteile nehmen mit fortschreitender Geschichte ab und stellen somit eine Referenz zum Mond her. Zudem werden ständig Bezüge zu Sonne-Mond-Planeten-Konstellationen gezogen. Besagter Mr Moody trifft zu Beginn auf eine Versammlung von 12 Männern, die verschiedener nicht sein könnten. Ob unehrlicher Magnat, investigativer Zeitungsherausgeber, chinesischer Opiumdealer, engagierter und unternehmungslustiger Geistlicher oder weiser Maori – alle haben eines gemein, sie sind in mysteriöse Geschehnisse verstrickt. Mehr oder weniger gemeinsam, gehen sie der Sache auf den Grund. Die anfänglichen ausgedehnte Szenen scheinen in keinem greifbaren Zusammenhang zu stehen. Doch immer wieder gibt es zentrale Verbindungspunkte über Personen, die nicht Teil der ausgehenden Versammlung sind. Zum einen lesen wir über einen offensichtlich heimtückischen Kapitän oder die begehrte, opiumsüchtige Hure. Des weiteren über den spurlos verschwundene Minenbesitzer, den alkoholkranken, verstorbenen Einsiedler, die Trickbetrügerin und den Politiker. Die Charaktere sind hierbei fein, teilweise auf eine ambivalent verstörende Art ausgearbeitet. Es gibt nicht nur schwarz-weiß. Denkt man einen Charakter erfasst zu haben, erkennt man später eine ganz andere Persönlichkeit. Die umfangreiche Lektüre erforderte volle Lesekonzentration. Der kunstvolle Schreibstil bereitete außerordentliche Lesefreude. Eleanor spielt mit zahlreichen Stilmitteln, die den Inhalt angenehm vertiefen. Trotz gehobenem Sprachniveau und komplexer Handlung liest es sich flüssig. An dieser Stelle großes Lob an die Übersetzerin. Auch wenn ich keinen direkten Vergleich mit dem Original ziehen kann, erkennt man doch ihre detaillierte Einarbeitung in Materie und Stilistik. Was mir sehr gut gefiel, dass schlussendlich nicht alles aufgeklärt wurde und der Fantasie des Lesers ein wenig Freiraum gelassen wird. Fazit: Ein Buch der Extraklasse, das mit seinem Umfang und seiner Komplexität einen hohen Leseanspruch hat. Die Referenzen in die Astrologie geben dem Buch eine ganz besondere Note. Für mich ein tolles Lese-Highlight zum Jahresende 2015.

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Goldgräberromantik, Intrigen und Verstrickungen im Zeichen der Sterne
von Lesestunde mit Marie aus Düsseldorf am 22.12.2015

Dieses hochgelobte Buch von Eleanor Catton machte die Autorin mit 28 Jahren zur bisher jüngsten Booker Prize-Trägerin. Die in Kanada geborene neuseeländische Autorin veröffentlichte das englischsprachige Original 2013 unter dem Titel The Luminaries. Die deutsche Übersetzung kam im November 2015 heraus. Die komplexe Geschichte spielt im Neuseeland, Mitte des... Dieses hochgelobte Buch von Eleanor Catton machte die Autorin mit 28 Jahren zur bisher jüngsten Booker Prize-Trägerin. Die in Kanada geborene neuseeländische Autorin veröffentlichte das englischsprachige Original 2013 unter dem Titel The Luminaries. Die deutsche Übersetzung kam im November 2015 heraus. Die komplexe Geschichte spielt im Neuseeland, Mitte des 19. Jahrhunderts, zu Zeiten des großen Goldrausches. Dachte ich zu Beginn noch, dass der frisch in der Goldgräberstadt Hokitika eingetroffene Mr Moody der Protagonist sein könnte, lernte ich nach und nach, dass der „Wir-Erzähler“ in seiner Erzählung ständig die Perspektive wechselt und uns hierbei indirekt aus Sicht und Wahrnehmung von mehr als einem Dutzend Hauptfiguren die Geschehnisse und nach und nach auch die Zusammenhänge darstellt. Ins Auge fällt, dass die Länge der Kapitel genau wie die Länge der 12 Buchteile mit fortschreitender Geschichte immer weiter abnehmen und somit eine Referenz zum abnehmenden Mond herstellen. Zudem werden ständig Bezüge zu Sonne, Mond und Planeten Konstellationen hergestellt. Jedes Kapitel hat unter der Überschrift eine kurze Zusammenfassung, die interessanterweise in den letzten Kapiteln überproportional zunehmen. Besagter Mr Moody trifft zu Beginn auf eine Versammlung von zwölf Männern, die verschiedener nicht sein könnten. Dies wird im Verlauf der Erzählung immer deutlicher. Ob der unehrliche Magnat Mannering, der investigative Journalist und Zeitungsherausgeber Löwenthal, ein chinesischer Opiumdealer, der engagierte und unternehmungslustige Geistliche Devlin oder der weise Maori Tauwhare – um nur einige zu nennen. Alle haben eines gemein, sie sind - ohne so recht zu wissen warum – in mysteriöse Geschehnisse rund um einen Komplott verstrickt. Mehr oder weniger gemeinsam, versuchen sie der Sache auf den Grund zu gehen. So präsentieren sich anfänglich ausgedehnte Szenen, die in keinem greifbaren Zusammenhang zu stehen scheinen. Doch immer wieder scheint es zentrale Verbindungspunkte über eine Hand voll Personen zu geben, die nicht Teil dieser ausgehenden Versammlung sind. Zum einen lesen wir immer wieder über einen offensichtlich verschlagenen und heimtückischen Frances Carver oder die begehrte, aber opiumsüchtige Hure Anna Wetherell. Des weiteren der scheinbar vom Glück beseelte, aber spurlos verschwundene Minenbesitzer Emery Staines, der alkoholkranke, verstorbene Einsiedler Crosbie Wells, die Trickbetrügern Lydia und der Politiker Lauderdall. Die Charaktere sind hierbei fein, aber teilweise auf eine ambivalent verstörende Art ausgearbeitet. Hier gibt es nicht nur Schwarz und Weiß. Oft denkt man einen Charakter erfasst zu haben, um später eine ganz andere Persönlichkeit zu erkennen. Wird dürfen in entbehrungsreiche Leben von Goldgräberpionieren schauen, bei denen das große Glück und der Absturz eng beieinander liegen, erhalten kleine Einblicke in die Gedankenwelt eines Maori sowie zweier emigrierter Chinesen. Wir begegnen einander (ent-)fremd(et)en Brüdern, nehmen Anteil an einer schicksalstiefen Liebe, sehen menschliche Machenschaft und Manipulationen, Lug und Betrug, Naivität und Berechnung. Die Gestirne erforderte vor allem zu Beginn meine volle Lesekonzentration. Mit stolzen 1.040 Seiten ist es zudem eine umfangreiche Lektüre. Der kunstvolle Schreibstil bereitete mir außerordentliche Lesefreude. Eleanor spielt hier mit zahlreichen Stilmitteln, die den Inhalt angenehm vertiefen. Trotz gehobenem Sprachniveau und komplexer Handlung lesen sich die Gestirne flüssig. An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Übersetzerin. Auch wenn ich keinen direkten Vergleich mit dem Original ziehen kann, so erkennt man doch ihre detaillierte Einarbeitung in Materie und Stilistik. Was mir sehr gut gefiel, aber sicher nicht jedermanns Sache ist, dass schlussendlich nicht alles aufgeklärt wurde und der Fantasie des Lesers ein wenig Freiraum gelassen wird. Fazit: Ein Buch der Extraklasse, das mit seinem Umfang und seiner Komplexität einen hohen Leseanspruch hat. Die Referenzen in die Astrologie geben dem Buch eine ganz besondere Note. Für mich ein tolles Lese-Highlight zum Jahresende 2015.

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Beeindruckend, das Flair der Goldgräberzeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Pfalzgrafenweiler am 21.12.2015

Neuseeland im Jahr 1866. Die Kleinstadt Hokitika entwickelt sich zu einer Metropole der Goldgräber. Das ganze soziale Leben ist durch dieses Handwerk geprägt, viele möchten den Traum vom schnellen Reichtum verwirklichen. An einem Tag im März geschehen gleichzeitig drei Ereignisse. Ein reicher junger Mann verschwindet, ein alkoholabhängiger Einsiedler wird mit... Neuseeland im Jahr 1866. Die Kleinstadt Hokitika entwickelt sich zu einer Metropole der Goldgräber. Das ganze soziale Leben ist durch dieses Handwerk geprägt, viele möchten den Traum vom schnellen Reichtum verwirklichen. An einem Tag im März geschehen gleichzeitig drei Ereignisse. Ein reicher junger Mann verschwindet, ein alkoholabhängiger Einsiedler wird mit viel Gold tot aufgefunden und eine opiumsüchtige Hure versucht sich das Leben zu nehmen. Bei einem Geheimtreffen in einem ortsansässigen Hotel finden 12 Männer heraus, dass jeder auf die eine oder andere Weise in diese Ereignisse verstrickt ist und seinen Teil dazu beigetragen hat. Gelingt es ihnen Licht in das Dunkel zu bringen? Kann man sich untereinander trauen? Und welche Rolle spielen der Neuauswanderer Moody, die Witwe Lydia, der Gefängnisdirektor, der Politiker Lauderback und der Kapitän Carver? Eleonor Catton ist ein wahres Meisterwerk gelungen. In diesem, über 1000-seitigen Werk, gibt es keine Hauptrollen, die sich besonders hervorheben und deren Geschichten speziell erzählt werden. Nein, alle oben genannten, sind ein Teil des Ganzen. Das macht es dem Leser mitunter etwas schwierig, am sprichwörtlichen Ball zu bleiben, da sehr viele Charaktere und Handlungen beteiligt sind. Mich hat der Roman fasziniert und ich ziehe meinen Hut vor der Autorin. Eine wahre Glanzleistung. Nach und nach fügen sich alle Puzzleteile zusammen und viele Zusammenhänge werden aufgelöst. Dennoch nicht alle. Einiges bleibt offen und der Leser kann seine Fantasie spielen lassen. Wenn man sich darauf einlässt, darf sogar etwas Übernatürliches eine Rolle spielen. Freunde der Astrologie und der Mondkonstellationen können sich freuen und den Roman unter diesem Aspekt lesen. Kenntnisse auf diesem Gebiet werden aber nicht benötigt. Der Roman führt abwechselnd in die Zukunft und schildert was nach Tag X passiert, um wenig später in der Vergangenheit zu graben und Details ans Licht zu bringen. So bleibt der Roman bis zum Ende spannend. Die 12 Kapitel werden nach und nach immer kürzer. Dies hat mir nicht so gut gefallen. Besonders die Schachtelsätze am Schluss, die mitunter eine halbe Buchseite lang waren, haben mich gestört. Die Sprache ist dieser Zeitepoche angepasst und besticht oft durch philosophische Wortzitate, die schwer zu verstehen sind. Trotzdem kann ich keinen einzigen Punkt abziehen, da es eines der besten Bücher ist, welches ich seit langem gelesen habe. Ich wurde förmlich hineingezogen in das Goldgräberflair des Jahres 1866. Ich gebe eine ganz klare Kaufempfehlung. Die Dicke des Romans sollte nicht abschrecken. Jede einzelne Seite hat sich gelohnt zu lesen.

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Beeindruckend, das Flair der Goldgräberzeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Pfalzgrafenweiler am 21.12.2015

Neuseeland im Jahr 1866. Die Kleinstadt Hokitika entwickelt sich zu einer Metropole der Goldgräber. Das ganze soziale Leben ist durch dieses Handwerk geprägt, viele möchten den Traum vom schnellen Reichtum verwirklichen. An einem Tag im März geschehen gleichzeitig drei Ereignisse. Ein reicher junger Mann verschwindet, ein alkoholabhängiger Einsiedler wird mit... Neuseeland im Jahr 1866. Die Kleinstadt Hokitika entwickelt sich zu einer Metropole der Goldgräber. Das ganze soziale Leben ist durch dieses Handwerk geprägt, viele möchten den Traum vom schnellen Reichtum verwirklichen. An einem Tag im März geschehen gleichzeitig drei Ereignisse. Ein reicher junger Mann verschwindet, ein alkoholabhängiger Einsiedler wird mit viel Gold tot aufgefunden und eine opiumsüchtige Hure versucht sich das Leben zu nehmen. Bei einem Geheimtreffen in einem ortsansässigen Hotel finden 12 Männer heraus, dass jeder auf die eine oder andere Weise in diese Ereignisse verstrickt ist und seinen Teil dazu beigetragen hat. Gelingt es ihnen Licht in das Dunkel zu bringen? Kann man sich untereinander trauen? Und welche Rolle spielen der Neuauswanderer Moody, die Witwe Lydia, der Gefängnisdirektor, der Politiker Lauderback und der Kapitän Carver? Eleonor Catton ist ein wahres Meisterwerk gelungen. In diesem, über 1000-seitigen Werk, gibt es keine Hauptrollen, die sich besonders hervorheben und deren Geschichten speziell erzählt werden. Nein, alle oben genannten, sind ein Teil des Ganzen. Das macht es dem Leser mitunter etwas schwierig, am sprichwörtlichen Ball zu bleiben, da sehr viele Charaktere und Handlungen beteiligt sind. Mich hat der Roman fasziniert und ich ziehe meinen Hut vor der Autorin. Eine wahre Glanzleistung. Nach und nach fügen sich alle Puzzleteile zusammen und viele Zusammenhänge werden aufgelöst. Dennoch nicht alle. Einiges bleibt offen und der Leser kann seine Fantasie spielen lassen. Wenn man sich darauf einlässt, darf sogar etwas Übernatürliches eine Rolle spielen. Freunde der Astrologie und der Mondkonstellationen können sich freuen und den Roman unter diesem Aspekt lesen. Kenntnisse auf diesem Gebiet werden aber nicht benötigt. Der Roman führt abwechselnd in die Zukunft und schildert was nach Tag X passiert, um wenig später in der Vergangenheit zu graben und Details ans Licht zu bringen. So bleibt der Roman bis zum Ende spannend. Die 12 Kapitel werden nach und nach immer kürzer. Dies hat mir nicht so gut gefallen. Besonders die Schachtelsätze am Schluss, die mitunter eine halbe Buchseite lang waren, haben mich gestört. Die Sprache ist dieser Zeitepoche angepasst und besticht oft durch philosophische Wortzitate, die schwer zu verstehen sind. Trotzdem kann ich keinen einzigen Punkt abziehen, da es eines der besten Bücher ist, welches ich seit langem gelesen habe. Ich wurde förmlich hineingezogen in das Goldgräberflair des Jahres 1866. Ich gebe eine ganz klare Kaufempfehlung. Die Dicke des Romans sollte nicht abschrecken. Jede einzelne Seite hat sich gelohnt zu lesen.

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Versunken im Goldrausch
von einer Kundin/einem Kunden am 18.12.2015

Dieses Buch war eine kleine Herausforderung. 1040 Seiten in einer Zeit und einer Welt von der ich vorher so gut wie gar nichts wusste. Ich fand mich plötzlich im Jahre 1866, in Hokitika, Neuseeland ,im Zeitalter des Goldrausches wieder. In einem Jahrhundert, in dem die Seefahrt noch von großer Bedeutung war, man... Dieses Buch war eine kleine Herausforderung. 1040 Seiten in einer Zeit und einer Welt von der ich vorher so gut wie gar nichts wusste. Ich fand mich plötzlich im Jahre 1866, in Hokitika, Neuseeland ,im Zeitalter des Goldrausches wieder. In einem Jahrhundert, in dem die Seefahrt noch von großer Bedeutung war, man mit Goldnuggets zahlen konnte und der Beruf Goldgräber einem mit etwas Glück ein angenehmes Leben ermöglichte. Die Autorin hat mit – Die Gestirne – eine wahre Glanzleistung vollbracht. Mir ist immer noch völlig schleierhaft, wie sie es geschafft hat bei 1040 Seiten den Überblick zu behalten. Ich habe einiges mitgeschrieben, einfach nur damit ich nicht durcheinander komme und teilweise trotzdem manchmal den Faden ein wenig verloren. Im Nachhinein denke ich aber, das eine gewisse Verwirrungstaktik durchaus von der Autorin gewollt war. Für mich war es in jedem Falle so sehr spannend. Bis kurz vor Ende war immer noch nicht ganz klar, was wirklich passiert ist und wer, wie in die Vorfälle verwickelt war. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang ein wenig zu kämpfen hatte. Für mich war diese Art der Erzählung Neuland und es hat ein wenig gedauert , bis ich mich eingefunden habe. Letztendlich bin ich sehr froh, durchgehalten zu haben, denn ab einem gewissen Punkt bin ich dann ganz schnell vorangekommen. Plötzlich war ich mitten in der Geschichte, habe alles hautnah miterlebt und mich auch in Zeit und Land gut zurecht finden können. Nachdem alle Charaktäre vorgestellt waren, wusste ich um welche Personen es geht und habe die Zusammenhänge (meistens :-) ) verstanden. Es war auf einmal so spannend, dass ich nur noch ganz schnell zuende lesen wollte. Durchhalten lohnt sich also manchmal wirklich. Worum geht es denn also eigentlich? Viel verraten darf ich im Prinzip nicht, aber einen kleinen Einblick geben kann ich bestimmt: Die Hauptperson ist ein gewisser Herr Walther Moody, der mit dem Schiff in Hokitika ankommt. Er scheint auf seiner Reise einiges erlebt zu haben und beschliesst erst einmal im Crown Hotel einzukehren. Nichtsahnend platzt er in eine Art geheime Versammlung von 12 Männern hinein und wird so völlig ahnungslos und ungefragt in eine sehr sonderbare Geschichte hineingezogen in der jeder Einzelne seine ganz spezielle Rolle zu haben scheint. Zunächst unterhält er sich nur mit einem der Männer, doch es stellt sich schnell heraus, dass dies keine normale Unterhaltung werden soll. Anscheinend gilt es für die 12 Männer einige merkwürdige Vorfälle & Verbrechen zu klären. Walther Moody beginnt nach und nach durch Gespräche mit den Herren Puzzleteile zusammenzufügen. Jede Unterhaltung ergibt neue Hinweise, doch es scheint nicht leicht, diese in der richtigen Reihenfolge zusammenzusetzen. Sobald ein Rätsel gelöst ist, ergibt sich ein weiteres. Als Leser werden einem auf diese Art und Weise nach und nach immer mehr Personen vorgestellt und eine Ansammlung von Schicksalsschlägen, Bestimmungen, Aneinaderreihungen, Pech oder Glück ergeben letzten Endes ein Ganzes, indem sich jeder mit seiner eigenen Aufgabe beteiligt. Neben der Hauptgeschichte und den unzähligen Kleinen Nebengeschichten, die aber allesamt von großer Bedeutung sind, werden viele Parallelen zu den Planeten,Tierkreiszeichen, Sternen und Horsokopen gezogen. Als Laie in Sachen Astrologie,muss ich sagen, habe ich vermutlich den ein oder anderen Hinweis unter Umständen nicht richtig wahrnehmen können, jedoch wird man insbesondere durch die Kapitelüberschriften immer wieder daran erinnert, dass mehr hinter all dem steckt. Es gab einige ganz wunderbare Stellen im Buch, die mich berührt haben und, die ich hier gerne als Zitat vorstellen möchte: Seite 502 ” Ich habe gehört, im Glauben der Eingeborenen von Neuseeland werde die Seele nach dem Tod zu einem Stern” Seite 835 “In diesem Land fängt jeder noch einmal von vorne an” Seite 901 ” Wenn die Heimat nicht dort ist, wo man herkommt, dann ist sie dort wohin man aufbricht” Seite 926 ” Nichts bildet so sehr wie das Reisen in fremde Länder” Mein Fazit: Ich schwanke zwischen 4 und 5 Sternen,tendiere aber trotz einiger, kleiner Kritikpunkte zu 5 Sternen. Der Anfang war ein wenig schwierig, beim Ende hätte ich mir etwas mehr Ausführlichkeit und noch mehr Aufklärung aller Situationen gewünscht. Dennoch ist dieses Buch für mich ein wahres Meisterwerk, da es mich völlig in seinen Bann gezogen hat und ich am liebsten sofort alles aufgeklärt hätte und mir ein wenig wie ein Privatdetektiv vorkam. Spannend bis zur letzten Seite und das diesmal in einem für mich völlig anderen Genres. Dabei ist eigentlich nicht ganz klar, ob es nun ein historischer Roman ist, ein Jugendbuch oder ein Krimi…..für mich ist es im Prinzip alles in einem. Was mir nun noch bleibt ist zusagen: UNBEDINGT LESEN !!! …aber mit viel Ruhe und Zeit

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Spannender Goldrauschroman
von Fabienne R. am 15.12.2015

Neuseeland 1866, es ist die Zeit des Goldrausches. Viele Menschen begeben sich zu der Insel um dort ihr Glück zu versuchen und das schnelle Geld bzw. Gold zu machen und so einen Neuanfang zu starten. Hierzu gehört auch Mr. Moody. Nach einer aufreibenden und gefährlichen Schiffsfahrt zu seinem Ziel,... Neuseeland 1866, es ist die Zeit des Goldrausches. Viele Menschen begeben sich zu der Insel um dort ihr Glück zu versuchen und das schnelle Geld bzw. Gold zu machen und so einen Neuanfang zu starten. Hierzu gehört auch Mr. Moody. Nach einer aufreibenden und gefährlichen Schiffsfahrt zu seinem Ziel, ersucht er Ruhe im Raucherzimmer seines Hotels und macht die Bekanntschaft vieler skurriler Personen, die im weiteren Verlauf eine wichtige Rolle für die Geschichte spielen. Nach und nach decken sich die Geheimnisse und Intrigen auf. Hochspannung pur. Das Buch erzählt aus vielen verschiedenen Perspektiven. Nach und nach wird die Geschichte von unterschiedlichen Charakteren erzählt und unterfüttert. Die Rätsel lichten sich langsam. Es geht um Liebe, Drogen, Mord und die geheimnisvolle Verflechtung der Personen untereinander. Mit dem über 1000 Seiten langen Roman wird dem Leser ein großartiges Werk angeboten. Der Sprachstil ist hervorragend gewählt und die langen, verschachtelten Sätze passen perfekt zu der Zeit in der das Buch spielt. Ich muss zugeben, man braucht einige Seiten um sich daran zu gewöhnen, denn dies ist alles andere als leichte Lektüre, die man eben kurz in der Bahn liest. Man muss sich konzentrieren, damit man die Einzelheiten nicht überliest. Meine absolute Empfehlung. Ein tolles Buch und definitiv lesenswert deswegen ganz klar volle 5 Sterne hierfür!

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Die Gestirne
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 27.11.2015

2013 wird Eleanor Catton im Alter von 28 Jahren für ihren zweiten Roman „The Luminaries“ mit dem Booker Prize ausgezeichnet. Sie ist damit die jüngste Booker Prize-Trägerin aller Zeiten. In der deutschen Übersetzung hat Melanie Walz den Zauber des Buches unter dem Titel „Die Gestirne“ eingefangen. Neuseeland, Hokitika, im Jahr... 2013 wird Eleanor Catton im Alter von 28 Jahren für ihren zweiten Roman „The Luminaries“ mit dem Booker Prize ausgezeichnet. Sie ist damit die jüngste Booker Prize-Trägerin aller Zeiten. In der deutschen Übersetzung hat Melanie Walz den Zauber des Buches unter dem Titel „Die Gestirne“ eingefangen. Neuseeland, Hokitika, im Jahr 1866, der 27jährige Walter Moody hat sich im Crown Hotel einquartiert. Er will sich einen Brandy und ein bisschen Ruhe gönnen und platzt unversehens im Rauchzimmer des Hotels in eine Geheimversammlung. Einer der zwölf Männer, der Schiffsspediteur Thomas Balfour, verwickelt Walter Moody in ein Gespräch. Die Anderen verfallen in ein befremdliches Schweigen, täuschen Aktivitäten vor. Moody geht auf Balfours seltsame Fragen ein. Kann er die Situation entschärfen? Was planen die Männer? Sternenbilder und Planeteneinstellungen, das Verzeichnis der handelnden Personen in „Sterne“ und „Verwandte Häuser“ eingeteilt, schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass es sich bei „Die Gestirne“ um ein ungewöhnliches Buch handelt. Eine sehr bildhafte, einzigartige Sprache entführt den Leser ins Jahr 1866 zur Goldgräberzeit in Neuseeland. Der direkte Einstieg mit Walter Moodys Hineinplatzen in eine Geheimversammlung sorgt sofort für Spannung. Wird sich die Situation zuspitzen? Erzählt Walter Moody zu viel? Die verzwickte Lage der Hauptfigur reißt mit. Erst nach und nach wird deutlich um welche Männer es sich in dem Rauchzimmer handelt. Was hat Walter auf seiner schrecklichen Reise erlebt? Im Gegenzug zu Walter Moody plaudert auch Schiffsspediteur Thomas Balfour aus dem Nähkästchen. Hinweise und Andeutungen, ein toter Einsiedler und eine bewusstlose Hure steigern die Spannung. Schicksalhafte Begegnungen, Berechnung, Intrigen, Verrat, Lügen, jeder einzelne Charakter spielt in dieser Geschichte eine wichtige Rolle. Die Verwicklungen sind anfangs undurchsichtig. Es türmen sich gleich mehrere Rätsel auf und im Laufe der Geschichte kommen weitere dazu. Warum hat Walter Moody beim Auslaufen der „Godspeed“ acht, später auf der Reise aber neun Passagiere an Bord festgestellt? Was ist der Grund für die Geheimversammlung? Nicht nur Walter Moody tappt im Dunkeln. Die zwölf Männer im Rauchzimmer können nicht unterschiedlicher sein. Lange Zeit bleibt die Kulisse die gleiche. Berichte und Erzählungen geben erste Anhaltspunkte. Autorin Eleanor Catton fesselt den Leser mit einem raffinierten Plot. Nur wenig lässt sich vorhersehen. Die Geschichte hat viele Überraschungen parat. Bewundernswert menschlich sind ihr die Charaktere gelungen. Jeder hat mit seinen Abgründen zu kämpfen. Es gibt eine große Menge an Hauptfiguren und nur sehr wenige Randfiguren. Die kantonesische Sprache, das Goldgräberleben, Druckarbeiten bei der Zeitung, Schmerzmittel, Waffen, Kleidung, Gewohnheiten, für die Details war viel Recherche notwendig. Die astrologischen Aspekte werden zur Herausforderung. „Die Gestirne“ bietet gleich mehrere Abenteuer in Einem. Schnell entwickelt sich das Buch zum Pageturner. Humor fließt mit ein. Der ein oder andere Schlagabtausch und sprachliche Missverständnisse steigern den Unterhaltungswert. Auch die Spannung findet immer wieder Höhepunkte. Im letzten Drittel des Buches bringen die Auflösungen den Leser zum Staunen. Nicht ganz so gelungen und teils überflüssig sind die kurzen Kapitel zum Schluss. Der Ausklang dagegen setzt einen würdigen Schlusspunkt. Das Cover mit dem Frauengesicht im Mond wirkt mysteriös. Es verrät nichts bis auf das Außergewöhnliche des Buches. Das sandfarbene Beige und der goldenen Titel passen gut zum Inhalt. Mit 1038 Seiten ist „Die Gestirne“ ein echter Wälzer. Es lohnt sich, diese fesselnde Lektüre in Angriff zu nehmen. Der Roman hat Stil und eine besondere Klasse. Er überrascht mit allen seinen Facetten und einem kniffeligen Plot.

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Ein aussergewöhnlicher Roman mit viel Raffinesse
von einer Kundin/einem Kunden aus Kempten am 30.12.2015

Inhalt: 1866 - Der Schotte Walter Moody macht sich auf den langen und beschwerlichen Weg nach Neuseeland, um dort ein neues Leben zu beginnen. Angesteckt vom dortigen Goldrausch möchte er sein Glück finden. Nach seiner Ankunft in der kleine Hafenstadt Hokitika, begiebt er sich zu seinem Hotel und gerät... Inhalt: 1866 - Der Schotte Walter Moody macht sich auf den langen und beschwerlichen Weg nach Neuseeland, um dort ein neues Leben zu beginnen. Angesteckt vom dortigen Goldrausch möchte er sein Glück finden. Nach seiner Ankunft in der kleine Hafenstadt Hokitika, begiebt er sich zu seinem Hotel und gerät dort unversehens in eine geheime Versammlung, die viele Überraschungen bereithält. Nach und nach erfährt er von den 12 anwesenden Männern den Grund für das Treffen und das stillschweigen darüber. Es gibt einige Geschehnisse in der Stadt die den Herren Kopfzerbrechen bereiten. Ein versuchter Selbstmord einer opiumsüchtigen Hure, ein plötzlich verschwundener reicher Goldsucher, ein toter Einsiedler mit einem Haufen Gold. Wie passt das alles zusammen und wer weiss mehr über die Ereignisse als er zugibt? Meinung: Mit "Die Gestirne" schafft Eleanor Catton ein aussergewöhnliches Buch. In über 1000 Seiten erzählt die junge Autorin eine komplexe Geschichte die sehr vieles vereint. Die Suche nach dem Glück, nach Liebe und Frieden, die Gedanken an Rache, Tod und Einsamkeit, Neubeginn und Vergangenheit. Ein wirklich umfangreicher Plot mit sehr vielen Figuren und einzelnen kleinen Geschichten die alle Teil der Großen werden. Die vielen Figuren des Romans und ihre Schicksale verwirren anfangs etwas, werden aber im Laufe der Geschichte greifbarer und authentischer. Besonders Moody als Erzähler weckte Sympathien. Der Aufbau des Buches ist speziell und reizvoll. Einleitende Kapitelüberschriften beschreiben, womit es der Leser im jeweiligen Abschnitt zu tun bekommt. Eine Wir-Erzählweise schafft Bindung und das Thema Sternbilder zieht sich als Gerüst durch das komplette Buch. Besondere Betonung verdient aber der Schreibstil. Dem Jahrhundert der Spielzeit sehr gut angepasst schreibt die Autorin klangvoll, bildhaft, aber nicht kitschig oder umständlich. Es macht Spaß zu lesen, erfordert aber Konzentration. Kein Buch für nebenbei. Negativ fällt vor allem das Ende auf. Es wirkt etwas hastig, manche wichtige Figur geht unter, manches ist überflüssig. Generell gibt es zwischendurch ab und an Passagen die sich ziehen und damit den Lesefluss ein wenig einschränken. Nichtsdestotrotz muss man den Hut vor der Autorin ziehen für diesen Roman. In dem Alter ein derartiges Buch zu schreiben wurde zu Recht mit dem Bookerpreis belohnt. Fazit: Eine Leseempfehlung für alle, die sich auch gerne mal an komplexere Geschichten heranwagen möchten und mit einem aussergewöhnlichen Buch belohnt werden wollen.

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Ein Meisterwerk!
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 29.12.2015

Ein Meisterwerk! „Die Gestirne“ spielt in Neuseeland zur Goldgräberzeit im 19. Jahrhundert. In Hokitika stößt Moody auf eine Versammlung von 12 Personen. Thema sind ungelöste Kriminalfälle, zu denen jeder eine eigene Sichtweise hat. Vieles kommt dabei ans Licht und Moody steht vor der schwierigen Aufgabe, aus den vielen Erzählvarianten die... Ein Meisterwerk! „Die Gestirne“ spielt in Neuseeland zur Goldgräberzeit im 19. Jahrhundert. In Hokitika stößt Moody auf eine Versammlung von 12 Personen. Thema sind ungelöste Kriminalfälle, zu denen jeder eine eigene Sichtweise hat. Vieles kommt dabei ans Licht und Moody steht vor der schwierigen Aufgabe, aus den vielen Erzählvarianten die Wahrheit herauszudestillieren. Eleanor Catton hat diesen Roman meisterhaft komponiert. Der Roman besteht aus 12 Teilen. Diese nehmen Bezug auf Planeten und Sternen, die am Nachthimmel von Neuseeland zu sehen sind und die als Vorlage für die Einteilung und Charakterisierung der Personen im Roman dienen. Sie entsprechen den 12 astrologischen Häusern der Tierkreiszeichen. Die Logik dahinter ist bestechend, wenn auch nicht immer leicht zu erkennen. Der Roman ist sehr anspruchsvoll und nicht leicht zu lesen. Moody und der Leser werden mit zahlreichen Detailinformationen gefüttert. Rund 1000 Seiten hat das Werk und doch wird es auf keiner davon langweilig. Die Geschichte war spannend und hat mich bis zum Schluss gefesselt, auch wenn ich die Logik der Autorin nicht immer vollständig erschließen konnte. Mich hat fasziniert, wie die einzelnen Puzzleteile zusammengetragen werden und am Ende eine stringente Auflösung ergeben. Als Buch für zwischendurch ist es nicht zu empfehlen, wohl aber allen, die anspruchsvollen, spannenden Lesestoff suchen.

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Eine unglaubliche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Kiel am 23.12.2015

Eleanor Cattons "Die Gestirne" ist kein Buch, dass man mal eben an einem Abend liest. Auch in zwei Tagen wird man das Buch sicher nicht beenden. Dies liegt zum einen an seinem Umfang (über 1000 Seiten), zum anderen aber and er Geschichte: die ist nämlich verstrickt und verzwickt und... Eleanor Cattons "Die Gestirne" ist kein Buch, dass man mal eben an einem Abend liest. Auch in zwei Tagen wird man das Buch sicher nicht beenden. Dies liegt zum einen an seinem Umfang (über 1000 Seiten), zum anderen aber and er Geschichte: die ist nämlich verstrickt und verzwickt und trotzdem anders, originell und fesselnd. Anfangs hatte ich den Eindruck, es würde um Walter Moody gehen, der gerade eben in Hokitika, Neuseeland, an Land gegangen ist und in einem Gasthaus auf 12 Männer trifft, die sich merkwürdig verhalten. Doch dann sind es eben diese Männer, die zu den Protagonisten werden, zumindest für einen Großteil des Buches, denn sie sind alle in die Ereignisse verwickelt, die sich in der kleinen Stadt zugetragen haben. Und diese Ereignisse sind ganz und ganz nicht logisch und schon gar nicht strukturiert. Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt. Die Zeit, der Ort und natürlich die Charaktere haben mich beeindruckt und immer wieder überrascht, sodass auch nach 1000 Seiten noch neue Aspekte ans Licht kamen und sich mein Blick auf die einzelnen Figuren und deren Taten stetig verändert hat. Deswegen ist es für mich auch schwer, eine Figur als meinen Lieblingscharakter zu benennen, da so viele von ihnen hinter ihrer äußeren Fassade etwas versteckt halten, für das sie eigentlich bewundert werden sollen oder das ihnen zumindest eine gewisse Position einräumen sollte. Da wären Crosbie Wells mit seinem Wunsch nach Familienzugehörigkeit, Anna Wetherell, der eine Familie ebenfalls verwehrt bleibt, dann noch Emery Staines der Verschwundene und Lydia die Wiederaufgetauchte, Francis Carver der Kapitän, und Alistair Lauderback der Politiker, um nur einige zu nennen. Catton hat ihre Geschichte auf einem wichtigen Aspekt aufgebaut, den ich sicherlich nicht ganz verstanden habe, der mich jedoch trotzdem in seinen Bann gezogen und meine Interesse an der Astrologie und deren Deutung geweckt hat: den Gestirnen. Sie durchziehen das Geschehen und stehen quasi über den Ereignissen, sind vielleicht sogar Auslöser für diese und geben ihre Richtung an. Nichts ist hier dem Zufall überlassen, alles ist vorherbestimmt und konstruiert, wirkt aber so natürlich wie das Leben selbst. Ich habe anfangs erwähnt, dass mich das Buch gefesselt und beeindruckt hat und das möchte ich auch nicht widerrufen. Trotzdem haben sich in der Länge der Geschichte einige langatmige Passagen herausgebildet, die mir das Lesen teilweise erschwert haben und die ich mir dynamischer gewünscht hätte. Ein wenig Schwung hätte einigen Stellen sicherlich gut getan. "Die Gestirne" ist trotzdem ein sehr interessantes, originelles und vor allem besonderes Buch, dass den Booker Prize 2013 zurecht verliehen bekommen hat

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Ein besonderes Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 19.12.2015

Das Buch spielt im Neuseeland der Goldgräberzeit und es handelt von Mord, Gold, ein bisschen Liebe, Opium und vielen Intrigen. Es ist so aufgebaut wie man es aus Episodenfilmen kennt: viele verschiedene Charaktere deren Geschichten man erst einzeln kennenlernt, die sich dann aber nach und nach zu einer großen... Das Buch spielt im Neuseeland der Goldgräberzeit und es handelt von Mord, Gold, ein bisschen Liebe, Opium und vielen Intrigen. Es ist so aufgebaut wie man es aus Episodenfilmen kennt: viele verschiedene Charaktere deren Geschichten man erst einzeln kennenlernt, die sich dann aber nach und nach zu einer großen Geschichte verflechten. Was ich bei Filmen liebe, empfinde ich bei Büchern meistens als anstrengend. Auch hier hatte ich am Anfang Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen, weil es so viele verschiedene Charaktere sind und ich mir gar nicht alle Einzelheiten merken konnte. Unter normalen Umständen hätte ich das Buch (vor allem auch wegen der ausschweifenden Sprache) wohl gar nicht zu ende gelesen, weil ich es am Anfang nicht besonders spannend, dafür aber mit den ganzen Schachtelsätzen und unwichtigen Details sehr anstrengend fand. Da ich das Buch aber im Rahmen einer Lesechallenge gelesen habe, musste ich es komplett lesen und ich habe es nicht bereut. Das Buch wird zur Mitte hin immer spannender und es ist wirklich beeindruckend, wie sich alle Geschichten langsam zu einem großen Ganzen zusammenfinden. Die Autorin hat da wirklich ein ganz besonderes Werk erschaffen. Gerade in der Mitte wird deutlich, dass sie nichts dem Zufall überlassen hat und alles, was sie schreibt, auch wirklich später eine Bedeutung hat. Das Ende des Buches hat mich dagegen leider etwas enttäuscht, da es wie "eben schnell" geschrieben wirkt. Während sie am Anfang des Buches (für meinen Geschmack) zu ausschweifend schreibt, fehlen mir dagegen am Ende die Details. Es werden auch nicht alle Fragen am Ende geklärt. Das war für mich unbefriedigend. Trotzdem kann man nicht abstreiten, dass dieses Buch etwas ganz besonderes ist. Deswegen gebe ich trotzdem 4 von 5 Punkten, obwohl mir der Anfang und das Ende nicht so gut gefallen haben. Weiterempfehlen würde ich es dennoch nur eingeschränkt, da man sich darüber bewusst sein muss, dass dieses Buch über 1000 Seiten hat und gerade am Anfang sehr mühsam zu lesen ist. Wenn man es aber durchhält und es komplett liest, dann wird man dafür mit wirklich besonderer Literatur belohnt.

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Ein lesenswertes, sehr beeindruckendes Buch
von Anne-Marie Seifert aus Neuried am 18.12.2015

Das Buch spielt während des Goldrausches in Neuseeland Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Januar des Jahres 1866 trifft Mr. Moody in einem Raucherzimmer eines Hotels in Hokitika auf eine Versammlung von 12 Männern. Diese Männer, so unterschiedlich sie erscheinen sind alle in irgendeiner Weise mit mysteriösen Geschehnisse des vergangenen... Das Buch spielt während des Goldrausches in Neuseeland Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Januar des Jahres 1866 trifft Mr. Moody in einem Raucherzimmer eines Hotels in Hokitika auf eine Versammlung von 12 Männern. Diese Männer, so unterschiedlich sie erscheinen sind alle in irgendeiner Weise mit mysteriösen Geschehnisse des vergangenen halben Jahres verbunden. Ihre Erzählungen sind zu Anfang sehr verwirrend und die Zusammenhänge sind erst nicht zu begreifen. Da ist der Tod eines vermeindlich armen, ledigen Einsiedlers und das auffinden eines sehr hohen Geldbetrages in seiner Behausung. Das plötzliche auftauchen der Witwe eben dieses Einsiedlers. Eine mysteriöse Schenkungsurkunde über einen nicht unbedeutenden Geldbetrag an eine Hure. Der Zusammenbruch mitten in der Nacht und auf offener Straße eben dieser Hure. Das spurlose verschwinden des reichsten Mannes Hokitikas. Und zuguterletzt ein gewalttätiger Schiffskapitän namens Carver der mit all diesen Vorfällen in Verbindung stehen soll. Die Gestirne ist ein Buch, dass einen von Anfang an in seinen Bann zieht. Die unterschiedlichen Charaktere sind so detailliert beschrieben dass man meint sie zu kennen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und nicht alltäglich dennoch liest es sich flüssig. Die Verstrickungen machen das Buch spannend bis zum Schluss und immer wenn man meint man kommt hinter das Geheimnis, muss man kurz darauf feststellen dass man doch wieder auf dem Holzweg war. Leider wird zum Schluss etwas an den Details gespart und einige Fragen bleiben ungeklärt. Fazit: Ein Buch das einen mitreißt und durch den besonderen Schreibstil so ganz anders ist als andere. Es ist spannend bis zum Schluss und die Autorin schafft es durch die wirklich genialen Verstrickungen für so manche Verwirrung und Verwunderung zu sorgen. Obwohl ich für die für mich bleibenden offenen Fragen einen Stern abziehen muss ist und bleibt es für mich eines der Besten Bücher die ich gelesen habe!

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Ein Buch, das durch seine Details lebt
von einer Kundin/einem Kunden aus Marl am 17.12.2015

Ich will gar nicht so viel über den Inhalt verraten, aber das Buch nimmt uns mit in die Goldgräberwelt von Hokitika. Man sollte hier aufgrund des Klappentexts keine romantische Liebesgeschichte erwarten - das war nämlich damals mein erster Gedanke. So viel Liebe und Gefühl erreicht uns in dieser Geschichte... Ich will gar nicht so viel über den Inhalt verraten, aber das Buch nimmt uns mit in die Goldgräberwelt von Hokitika. Man sollte hier aufgrund des Klappentexts keine romantische Liebesgeschichte erwarten - das war nämlich damals mein erster Gedanke. So viel Liebe und Gefühl erreicht uns in dieser Geschichte nämlich nicht so wie man vielleicht denkt. Ich finde es nicht schlimm, aber ich hatte dennoch etwas mehr Emotion erwartet. Aber wenn man das weiß, dann kann man anders an die Geschichte herangehen, denke ich. Direkt zu Beginn bemerkt man den unglaublich mitreißenden Schreibstil der Autorin. Es handelt sich hier definitiv nicht um ein Buch, welches man mal eben so nebenbei liest. Die zahlreichen Schachtelsätze und Fremdwörter verlangen ein sehr konzentriertes Lesen, aber das Buch wird dadurch auf gar keinen Fall anstrengend. Jeder Charakter ist in sich schlüssig erklärt. Jeder Charakter hat Eigenheiten und Makel und zwar bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Ich habe noch nie ein Buch erlebt, in dem es so viele Charaktere gab, die im Detail so klar voneinander abgegrenzt werden können. Das finde ich wirklich bewundernswert. Die Geschichte zeigt uns dann die ganzen Verstrickungen und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren. Man kann miträtseln, man kann mitfiebern, aber man darf nicht den Faden verlieren ;) Mich hat der Inhalt absolut mitgerissen und ich bin einfach begeistert, was die Autorin sich da alles einfallen lassen hat. Am Ende muss ich leider einen Stern abziehen, da ich finde, dass das Potential zum Ende hin nachgelassen hat. Man hat das Gefühl, dass die Autorin am Anfang alles im Detail erklären wollte und am Ende aber leider keinen Platz mehr für den Rest hatte. Das Ende und insbesondere 1-2 Szenen hätte ich gerne richtig im Detail erlebt. Das bleibt leider verwehrt. Das führt bei mir dazu, dass einige Fragen offen bleiben und ich leicht enttäuscht zurück gelassen werde. Insgesamt kann man aber sagen, dass wir hier eine besondere Geschichte erleben, die einem insbesondere zeigt, wie das Leben manchmal so spielt. Viele Menschen im Leben sind mit kleinen Zusammenhängen miteinander verbunden. Wenn wir eine Abzweigung nehmen, kann es passieren, dass wir eine andere verpassen oder einen Menschen verpassen, der auf der Suche nach uns war. Oder wir geraten in eine Sackgasse, aus der wir nicht so leicht entfliehen können. Irgendwie geht es um Schicksal, aber auch Zufall. Diese inhaltliche Thematik hat mich wirklich berührt. Fazit: Eine besondere Geschichte, die insbesondere durch den Schreibstil der jungen Autorin fasziniert. Das Buch lebt durch die ausgeklügelten Charaktere, ihre Verstrickungen und die detaillierten Beschreibungen. Zum Ende hin lässt meiner Meinung nach das Potential nach, da an Details gespart wird. Da auf diese Weise Fragen für mich offen bleiben, muss ich schweren Herzens einen Stern abziehen und vergebe 4 Sterne. Dennoch ist es eins der besten Bücher des Jahres 2015!

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Sperrig, witzig, fordernd und wunderschön
von Sursulapitschi am 14.12.2015

So ein Buch habe ich noch nie gelesen. Es ist ein echtes Phänomen. Hier spielt eine Autorin über 1000 Seiten lang mit dem Leser und führt ihn an einer ganz langen Leine an der Nase herum. 1866 in Neuseeland, in der Goldgräberstadt Hokitika passieren merkwürdige Dinge. Ein Einsiedler wird... So ein Buch habe ich noch nie gelesen. Es ist ein echtes Phänomen. Hier spielt eine Autorin über 1000 Seiten lang mit dem Leser und führt ihn an einer ganz langen Leine an der Nase herum. 1866 in Neuseeland, in der Goldgräberstadt Hokitika passieren merkwürdige Dinge. Ein Einsiedler wird ermordet aufgefunden, eine Hure bricht auf der Straße zusammen und ein reicher Mann verschwindet spurlos, alles an einem Tag. Außerdem wird im Haus des Ermordeten eine große Menge Gold gefunden. Hier beginnt das Rätseln. Haben diese Vorfälle etwas miteinander zu tun? Wie kommt der Tote zu so viel Gold und wem gehört das Vermögen jetzt? Plötzlich taucht eine Ehefrau auf, von der keiner je gehört hat. Zwölf Männer treffen sich heimlich, um Lichts ins Dunkel zu bringen. Jeder hat ein wenig zur Klärung der Vorfälle beizutragen, aber die Informationen passen nicht zusammen. Je mehr man erfährt, desto verworrener wird das Bild. In Rückblenden wird das Geschehen aus satten 20 Perspektiven immer wieder ergänzt, Puzzlestein über Puzzlestein, aber nichts passt so recht. Irgendwann weiß man gar nicht mehr, was ist Fakt, was ist Lüge, was ist subjektive Wahrnehmung, wer sind hier eigentlich die Guten? Zwischendurch traut man keinem mehr über den Weg und fängt an, über Zauberei nachzudenken. Das ist faszinierend aber auch anstrengend. Hier muss man hoch konzentriert bei der Stange bleiben. Auch wenn objektiv betrachtet nicht viel passiert, weil man eigentlich nur immer wieder die gleichen Ereignisse aus anderer Sicht überdenkt, macht das Lesen großen Spaß. Das liegt zum einen an der ausgefeilten Sprache, die mit viel Humor und Ironie sehr plastische Bilder und eine altertümliche Atmosphäre schafft. „In Aussehen und Auftreten war Lauderback nicht unbedingt bezaubernd, aber imposant…Er war sehr groß, von konischer Figur, was ihn noch größer wirken ließ. Er redete laut und tat seine Absichten mit einer Offenheit kund, die man für überheblich halten konnte (wenn man skeptisch war) oder für kühn (wenn man es nicht war).“ Zusätzlich bietet das Buch auch noch eine ganz spezielle Schnitzeljagd für astrologisch Interessierte. Die Hauptprotagonisten sind bestimmten Planeten zugeordnet. Mit Hilfe der Kapitelüberschriften (z.B. „Merkur im Schützen“) und verschiedenen Graphiken, kann man tatsächlich noch zusätzliche Hinweise bis hin zu konkreten Koordinaten der Schauplätze entschlüsseln. Dieses Buch ist ausgefeilt bis ins letzte Detail. Man erschauert vor Ehrfurcht vor so einem vielschichtigen und umfangreichen Werk. Deshalb enttäuscht das Ende umso mehr. Es bleibt nahezu alles offen, dabei hatte man eigentlich fest damit gerechnet, dass bei solch akribischer Planung irgendwann die Fäden zusammenlaufen. „Die Gestirne“ ist ein besonderes Buch, sperrig, witzig, fordernd und wunderschön. Leider fehlt am Ende dem 10.000 Teile Puzzle ein paar Teile.

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Sehr überlegt
von einer Kundin/einem Kunden am 14.12.2015

Meine Meinung: Dieses Buch ist etwas Besonders. Man merkt gleich auf den ersten Seiten wie viel Herzblut die Autorin in dieses über 1000 Seiten lange Werk gesteckt hat. Es ist alles sehr stark durchdacht und bis ins Kleinste konstruiert und verstrickt. Für einen Debutroman ist das sehr bemerkenswert. Das Buch... Meine Meinung: Dieses Buch ist etwas Besonders. Man merkt gleich auf den ersten Seiten wie viel Herzblut die Autorin in dieses über 1000 Seiten lange Werk gesteckt hat. Es ist alles sehr stark durchdacht und bis ins Kleinste konstruiert und verstrickt. Für einen Debutroman ist das sehr bemerkenswert. Das Buch beinhaltet wesentlich mehr Charaktere als es so üblich ist. Außerdem wird es aus mehreren Perspektiven erzählt. Das ist auch ein Kritikpunkt den ich habe: Man darf nicht den Überblick verlieren und muss sich sehr konzentrieren jeden Handlungsstrang vollkommen nachvollziehen zu können, sobald man etwas vertauscht oder nicht so recht einordnen kann, können Verständnisschwierigkeiten auftreten. Nichtsdestotrotz ist es interessant ein so durchdachtes Buch zu lesen. Man weiß nie so recht was man glauben soll und verfolgt die Geschichte sehr nachdenklich. Leider gab es auf diesen 1000+ einige Längen. Auch wenn es meistens spannend geschrieben ist, kann es in seiner Gesamtheit in dieser Hinsicht nicht überzeugen. Gerade, wenn man als Autor ein derart umfangreiches Buch schreibt, sollte man den Leser nicht über weite Teile mit ausschweifenden und nicht weiterbringenden Gesprächen sowie zu ausführlichen Beschreibungen konfrontieren. Der Text ist stellenweise sehr schleppend lesbar. Flüssig ist die Sprache meiner Ansicht nach nicht. Die Autorin ist bemüht kunstvoll zu formulieren und altertümlich sowie bildungssprachlich zu schreiben, was oft zu umständlichen Schachtelsätzen sowie zu vielen (altertümlichen) Fremdwörtern und Redewendungen führt. Jedoch finde ich, dass gerade diese Herangehensweise die Authentizität eines historischen Romans unterstreicht. Die Charaktere sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und aussagekräftig sowie vielschichtig. Das Ende hat mich etwas enttäuscht. Ich habe mit einer umfangreicheren Auflösung gerechnet. So sind leider noch viele Fragen offen geblieben. Es hätte auch besser zum Umfang des gesamten Textes gepasst. Leider habe ich das Gefühl, dass sie sich am Ende etwas kürzer fassen musste, wodurch das Potential, welches die Autorin durch den intensiven und detailreichen Anfang aufgebaut hat, am Ende leider nicht gänzlich ausgenutzt wird. Insgesamt hat mir die Geschichte des Buches sehr gefallen. Sie war einfallsreich und äußerst strukturiert. Der Schreibstil ist kunstvoll. Ein nachhaltig sehr nachdenklich stimmendes Buch.

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Interessant und besonders
von Vanessas Bücherecke am 04.12.2015

Inhalt aus dem Klappentext: In einer Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands gibt es ein Geheimnis. Und zwei Liebende, die einander umkreisen wie Sonne und Mond. Als der Schotte Walter Moody im Jahr 1866 nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf... Inhalt aus dem Klappentext: In einer Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands gibt es ein Geheimnis. Und zwei Liebende, die einander umkreisen wie Sonne und Mond. Als der Schotte Walter Moody im Jahr 1866 nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln. Und schon bald wird Moody hineingezogen in die rätselhaften Verstrickungen der kleinen Goldgräbergemeinde, in das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst. Meinung: Eleanor Catton ist die bisher jüngste Booker-Preisträgerin und geht mit diesem Roman ein besonderes Experiment ein. Die Handlung richtet sich nach Planetenbewegungen und orientiert sich an den sich daraus resultierenden Horoskopen. Allein diese Herangehensweise hat mich schon neugierig auf den Roman gemacht, und natürlich ebenso die Handlung. Denn diese liest sich wie ein Krimi, bei dem sich nach und nach die Ereignisse verknüpfen und zu einem großen Gesamtbild reifen. Der ehemalige Goldschürfer Crosbie Wells wird Tod aufgefunden, die Hure Anna Wetherell ohnmächtig aufgefunden und der junge Emery Staines verschwindet. In Wells Hütte findet man viel Gold, auf das kurze Zeit die angebliche Witwe des Verstorbenen Anspruch erhebt. Aber wo kommt das Gold her? Und wie hängen die Ereignisse zusammen? Was geschah wirklich in der verhängnisvollen Nacht des 14. Januar 1866? Kann der erst kürzlich eingereiste Anwalt Moody helfen, die Geschehnisse aufzuklären? Man merkt schon, es stellen sich viele Fragen in diesem Roman ein. Eleanor Catton hat ihre Figuren sehr gut ausgearbeitet, die Protagonisten sind vielschichtig, weisen Makel und Kanten auf und sind mal mehr, mal weniger sympathisch. Dabei schafft es die Autorin, die Neugier auf die Charaktere hoch zu halten und man rätselt bis zur letzten Seite, welche Beweggründe die einzelnen Personen antreiben. Manchmal fiel es mir schwer, die Personen einzuschätzen und ihr habe mich über deren Verhaltensweisen gewundert. Aber insgesamt hat Catton doch alles zu einem runden Abschluss gebracht und letztendlich durch diese Herangehensweise meine Neugier aufrechtgehalten. Es ist faszinierend, wenn man weiß, was für eine Arbeit die Autorin hier hineingesteckt hat. Das Buch ist komplex, vielschichtig und spannend. Leider aber auch langatmig auf den ersten paar hundert Seiten, denn dort werden die Ereignisse des 14. Januars aus verschiedensten Sichten erzählt. Dabei kommt es zu etlichen Wiederholungen, bei denen man aber immer wieder neue Details erfährt,. So erschließen sich einem nach und nach die Ereignisse und man durchschaut immer besser, was hier vor sich geht. Ein wenig zäh hat das Anfangsgeschehen auch die Dialoglastigkeit gemacht, die in einer der damaligen Zeit angemessenen Sprache durchgeführt wird. Somit hat es ein wenig Einlesezeit bedurft. Dafür hat mir der Sprachstil aber unheimlich gut gefallen. Die Geschichte ist ausführlich, aber einnehmend erzählt. Eleanor Catton legt viel Wert auf Einzelheiten und Ausschmückungen, kann diese aber unterhaltsam einbringen und sorgt somit für einen doch insgesamt flüssigen Lesefluss, sieht man mal vom ersten Teil des Buches ab. Ich konnte mir das damalige Neuseeland ziemlich gut vorstellen kann. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass jedes Kapitel mit einer Zusammenfassung dieses beginnt, deren Sinn sich aber erst im Verlauf des Kapitels ergibt. Oft kam es vor, dass ich nach dem Kapitelende einfach nochmal zurückblätterte und die Einleitung durchlas, um dann zustimmend zu nicken. Erzählt wird der Roman in der dritten Person, die Sichtweise wechselt dabei zwischen sämtlichen im Buch vorkommenden Charakteren. Das Buch ist in 12 Teile unterteilt, die im Verlauf des Buches immer kürzer werden, ganz wie ein abnehmender Mond. Die jeweiligen Unterkapitel sind unterschiedlich lang, werden aber immer mit einem Verweis zum vorherrschenden Horoskop eingeleitet. Vielen Dank an den btb-Verlag für das Rezensionsexemplar. Fazit: Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Autorin (und der Übersetzerin), die hier mit viel Liebe zu den Details einen wirklich spannenden Roman um zwei Liebende und den Goldrausch im Neuseeland der 1860er Jahre erschaffen und alles in Zusammenhang mit Sternenkarten und Horoskopen gesetzt hat. Wer sich von dem Erzählstil mit den Wiederholungen im Geschehen und dem Umfang des Buchs nicht abschrecken lässt, wird hier einen wirklich besonderes Buch vorfinden. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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