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Die Glücklichen

Roman

(7)
Ein großes Generationsporträt unserer Zeit
Isabell und Georg sind ein Paar. Ein glückliches. Wenn die Cellistin Isabell spätabends von ihren Auftritten mit dem Orchester nach Hause geht oder der Journalist Georg von seinem Dienst in der Redaktion auf dem Heimweg ist, schauen sie oft in die Fenster fremder Wohnungen, dringen mit ihren Blicken in die hellen Räume ein. Bei abendlichen Spaziergängen werden sie zu Voyeuren. Regalwände voller Bücher, stilvolle Deckenlampen, die bunten Vorhänge der Kinderzimmer. Signale gesicherter Existenzen, die ihnen ein wohliges Gefühl geben. Das eigene Leben in den fremden Wohnungen erkennen. Doch das Gefühl verliert sich.
Mit der Geburt ihres Sohnes wächst nicht nur ihr Glück, sondern auch der Druck und die Verunsicherung. Für Isabell erweist sich die Rückkehr in ihren Beruf als schwierig: Während des Solos zittern ihre Hände, nicht nur am ersten Abend, sondern auch an den folgenden. Gleichzeitig verdichten sich in Georgs Redaktion die Gerüchte, der Verlag würde die Zeitung verkaufen. Währenddessen wird ihr Haus saniert. Im Treppenhaus hängt jetzt ein Kronleuchter, im Briefkasten liegt eine Mieterhöhung. Für die jungen Eltern beginnt damit ein leiser sozialer Abstieg. Isabell und Georg beginnen mit einem Mal zu zweifeln, zu rechnen, zu vergleichen. Jeder für sich. Je schwieriger ihr Alltag wird, desto mehr verunsichert sie, was sie sehen. Die gesicherten Existenzen mit ihren geschmackvollen Wandfarben sagen jetzt: Wir können, ihr nicht. Was vertraut und selbstverständlich schien – die Cafés, Läden, der Park, die Spielplätze mit jungen Eltern –, wirkt auf einmal unzugänglich. Gegenseitig treiben sich Isabell und Georg immer mehr in die Enge, bis das Gefüge ihrer kleinen Familie zu zerbrechen droht.
Kristine Bilkau zeichnet in ihrem Debütroman 'Die Glücklichen' das präzise Bild einer nervösen Generation, überreizt von dem Anspruch, ein Leben ohne Niederlagen zu führen, die sich davor fürchtet, aus dem Paradies vertrieben zu werden.
Portrait
Kristine Bilkau, 1974 geboren, war 2008 Finalistin des Literaturwettbewerbs Open Mike in Berlin und 2009 Stipendiatin der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. 2010 erhielt sie das Stipendium des Künstlerdorfes Schöppingen und 2013 nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens des Literaturhauses München teil. Sie arbeitet als Journalistin und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Ihr erster Roman „Die Glücklichen“ wurde vom Feuilleton gefeiert und mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 16.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87453-1
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Maße (L/B/H) 221/141/37 mm
Gewicht 511
Verkaufsrang 78.135
Buch (gebundene Ausgabe)
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Das Glück scheint brüchig, als über Isabella und Georg der Alltag mit Kleinkind, wackeligen Jobs und drohendem Wohnungswechsel hereinbricht. Doch es geht noch tiefer, Isabella hält dem Druck nicht mehr stand - ihre Hände zittern, verpasstes Cellospiel und Arbeitslosigkeit sind die Folge. Georg träumt sich via Mouseklick in fremde Häuser Das Glück scheint brüchig, als über Isabella und Georg der Alltag mit Kleinkind, wackeligen Jobs und drohendem Wohnungswechsel hereinbricht. Doch es geht noch tiefer, Isabella hält dem Druck nicht mehr stand - ihre Hände zittern, verpasstes Cellospiel und Arbeitslosigkeit sind die Folge. Georg träumt sich via Mouseklick in fremde Häuser und denkt an Selbstversorgung und einfaches Leben ohne stressige Redaktionswelt. Erst als beide sich von vorgefertigten Mustern lösen, von dem Druck ein berufstätiges Elternpaar mit Kita , biologischer Nahrung und gesellschaftlichem Ansehen zu sein und nach eigenen Lebensmustern suchen, da löst sich die Anspannung und sie können ehrlich miteinander auf die Reise nach ihren Wünschen und Sehnsüchten gehen...ein spannender Balanceakt in einer sich ständig ändernden Welt !

„Die Glücklichen“

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Kristine Bilkau erzählt in einer klaren Sprache über ein gewohnt abgesichertes Leben eines jungen Paares und deren Veränderung. Kristine Bilkau erzählt in ihrem Debütroman über ein Ehepaar in der Krise.
Isabell ist Cellistin in einem Orchester und vor kurzem Mutter geworden. Sie fühlt sich wohl zu Hause mit ihrem kleinen Sohn. Doch

Kristine Bilkau erzählt in einer klaren Sprache über ein gewohnt abgesichertes Leben eines jungen Paares und deren Veränderung. Kristine Bilkau erzählt in ihrem Debütroman über ein Ehepaar in der Krise.
Isabell ist Cellistin in einem Orchester und vor kurzem Mutter geworden. Sie fühlt sich wohl zu Hause mit ihrem kleinen Sohn. Doch als sie ihre Arbeit wieder aufnimmt, bemerkt sie, wie ihre Hände zittern. Für eine Cellistin ist das ein Drama. Außerdem soll das Cello vom Orchester digitalisiert werden. Georg, 40 Jahre, Journalist – wird auf seiner Arbeit wegrationalisiert. Das Paar führte bis dahin ein abgesichertes Leben, das plötzlich zu scheitern gerät. Die schöne Altbauwohnung kann vielleicht nicht mehr bezahlt werden. Der sorglose Einkauf im Bioladen, die Cafés, der Park, die Läden – wirkt für sie nicht mehr zugänglich. Erst mal gibt es keine sichtbaren Einschränkungen. Aber die Ängste und Sorgen spielen sich in ihren Köpfen ab. Es ist die Angst der Mittelschicht vor dem Absturz.
Die behutsame Lektüre lässt ein hoffnungsvolles Ende offen.

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Isabell und Georg sind ein glückliches Paar. Isabell ist Musikerin, Georg arbeitet als Zeitungsredakteur. Als ihr Sohn Matti zur Welt kommt, scheint ihr Glück vollkommen. Doch hinter ihrer gutbürgerlichen Fassade beginnt es zu bröckeln. Innerhalb kurzer Zeit verlieren beide ihren Arbeitsplatz. Das hat gravierende Folgen für ihren Tagesablauf, Isabell und Georg sind ein glückliches Paar. Isabell ist Musikerin, Georg arbeitet als Zeitungsredakteur. Als ihr Sohn Matti zur Welt kommt, scheint ihr Glück vollkommen. Doch hinter ihrer gutbürgerlichen Fassade beginnt es zu bröckeln. Innerhalb kurzer Zeit verlieren beide ihren Arbeitsplatz. Das hat gravierende Folgen für ihren Tagesablauf, ihren Lebensstil, ihr Selbstverständnis und ihre Partnerschaft. Alles kommt auf den Prüfstand. Irgendwie entfernen sich Isabell und Georg immer weiter voneinander. Ihre Liebe scheint keine Perspektive mehr zu haben. Und dann nach einer langen Durststrecke gibt es doch den ersehnten Durchbruch. Gemeinsam entdecken sie, was wirklich wichtig in ihrem Leben ist und worauf sie eigentlich verzichten können.
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Anette Dingeldein, Thalia-Buchhandlung Varel

Ein wahrhaft zeitgenössischer Roman rund um die Abstiegsängste eines jungen Paares. Ausgezeichnet und spannungsgeladen erzählt. Unbedingt empfehlenswert! Ein wahrhaft zeitgenössischer Roman rund um die Abstiegsängste eines jungen Paares. Ausgezeichnet und spannungsgeladen erzählt. Unbedingt empfehlenswert!

Kristina Urban, Thalia-Buchhandlung Berlin

Hier wird ein beklemmend realistisches Bild einer Kleinfamilie beschrieben, wie sie tatsächlich gleich gegenüber wohnen könnte. Und doch gibt es auch einen Hoffnungsschimmer! Hier wird ein beklemmend realistisches Bild einer Kleinfamilie beschrieben, wie sie tatsächlich gleich gegenüber wohnen könnte. Und doch gibt es auch einen Hoffnungsschimmer!

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Glück - was ist das? Dieser sozialkritische Roman beschreibt die Generation 30+, er erzählt vom Scheitern, Kämpfen, Nichtaufgeben und Träumen. Doch wahres Glück ist anders. Glück - was ist das? Dieser sozialkritische Roman beschreibt die Generation 30+, er erzählt vom Scheitern, Kämpfen, Nichtaufgeben und Träumen. Doch wahres Glück ist anders.

Christiane Ludwig, Thalia-Buchhandlung Dresden

Was machen der gesellschaftliche Druck, die Angst vorm sozialen Abstieg mit uns? Wie wird man glücklich? Und vor allem wo?
Unglaublich bedrückend, aber fesselnd und unvergesslich.
Was machen der gesellschaftliche Druck, die Angst vorm sozialen Abstieg mit uns? Wie wird man glücklich? Und vor allem wo?
Unglaublich bedrückend, aber fesselnd und unvergesslich.

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Eine gut beobachtetes Gesellschaftsportrait in der gehobenen, jungen Mittelschicht, deren Fassade langsam zu bröckeln beginnt. Eine gut beobachtetes Gesellschaftsportrait in der gehobenen, jungen Mittelschicht, deren Fassade langsam zu bröckeln beginnt.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein stiller, intelligenter Roman über das Alltägliche Leben eines Paares, das um sein Glück ringt. Unbedingt lesen! Ein stiller, intelligenter Roman über das Alltägliche Leben eines Paares, das um sein Glück ringt. Unbedingt lesen!

Victoria Richter, Thalia-Buchhandlung Gotha

Was heißt Glück? Ab wann ist man glücklich? Familie, Wohnung, sicherer Job? Anhand von Isabell und Georgs Geschichte kann sich der Leser selbst ein Bild davon machen. Was heißt Glück? Ab wann ist man glücklich? Familie, Wohnung, sicherer Job? Anhand von Isabell und Georgs Geschichte kann sich der Leser selbst ein Bild davon machen.

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Die Generation wirkt hip, aber nur wenigen der heute über Dreißigjährigen scheint klar zu sein dass sie nur 12 Monate von Hartz 4 entfernt sind. Dies ist das Buch zum aufwachen... Die Generation wirkt hip, aber nur wenigen der heute über Dreißigjährigen scheint klar zu sein dass sie nur 12 Monate von Hartz 4 entfernt sind. Dies ist das Buch zum aufwachen...

Anka Ziegler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Center

Ein Blick in die bundesrepublikanische Gegenwart. Ängste, Zweifel und die Suche nach dem glücklichen Leben. Sehr schöne Sprache! Ein wichtiger Titel in der Gegenwartsliteratur!! Ein Blick in die bundesrepublikanische Gegenwart. Ängste, Zweifel und die Suche nach dem glücklichen Leben. Sehr schöne Sprache! Ein wichtiger Titel in der Gegenwartsliteratur!!

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Die Glücklichen
von leseratte1310 am 10.07.2015

Nach der Babypause hat Isabell Schwierigkeiten im Beruf. Sie ist Cellistin und ihre Hände funktionieren nicht mehr, wie sie sollen. Das steigert ihren Stress, den sie durch die Doppelbelastung Beruf und Haushalt sowieso schon hat. Auch ihre Therapien helfen nicht. Dann verliert Georg auch noch seinen Job als Journalist.... Nach der Babypause hat Isabell Schwierigkeiten im Beruf. Sie ist Cellistin und ihre Hände funktionieren nicht mehr, wie sie sollen. Das steigert ihren Stress, den sie durch die Doppelbelastung Beruf und Haushalt sowieso schon hat. Auch ihre Therapien helfen nicht. Dann verliert Georg auch noch seinen Job als Journalist. Damit wird das fragile Gebilde der nach außen perfekt wirkenden Familie rissig. Stattdessen kommen Zweifel und Ängste auf. Aber statt miteinander zu reden, macht jeder alles mit sich selbst aus. Dabei geht es Isabell und Georg besser als vielen anderen Menschen. Sie können sich eine schöne Wohnung in einem angesagten Stadtteil und die Unterhaltungsmöglichkeiten von Hamburg leisten und auch bei der Ernährung muss nicht gespart werden, denn Bio und spezielles Mineralwasser für den Babybrei gehören einfach dazu. Alles läuft perfekt. Umso mehr treffen sie die Widrigkeiten des Lebens. Anstatt zueinander zu stehen und gemeinsam die Phase zu meistern, kommt es zu einer Zerreißprobe für ihre Beziehung. Georg kann sich eine Reduzierung des Lebensstandards vorstellen, doch Isabell lehnt alles ab. Sie ignoriert einfach die Realität. In dieser Geschichte findet man vielen von sich selbst oder Menschen im näheren Umfeld wieder. Vor allem Frauen wollen alles perfekt machen und scheitern dann oft an den hohen Ansprüchen, die sie an sich selbst stellen. Es geht nun einmal nicht immer alles nach unseren Wünschen, sondern immer wieder sorgt das Schicksal für kleinere oder auch größere Stolpersteine. Dann sollte man überdenken, ob die Ideale, die man sich so vorstellt, das Leben nicht vielleicht sogar einengen. Wichtig ist doch letztendlich das Zusammenleben und Zusammenerleben mit den Menschen, die einem nahestehen. Glück kann man auch in kleinen Dingen finden. Kristine Bilkau hat in diesem Buch ein sehr realistisches Bild geschildert, dass zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt.

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"Schweben wie in einer Seifenblase"...
von Goldtime aus München am 30.06.2015

Isabell und Georg haben es geschafft: sie haben ihre Träume beruflich verwirklicht; Isabell ist eine erfolgreiche Cellistin, Georg ein ambitionierter Journalist. Sie wohnen in einem angesagten Viertel in einer der begehrtesten deutschen Großstädte. Sie haben ein gesundes Kind, das sich prächtig entwickelt. Doch das Glück der kleinen Familie steht... Isabell und Georg haben es geschafft: sie haben ihre Träume beruflich verwirklicht; Isabell ist eine erfolgreiche Cellistin, Georg ein ambitionierter Journalist. Sie wohnen in einem angesagten Viertel in einer der begehrtesten deutschen Großstädte. Sie haben ein gesundes Kind, das sich prächtig entwickelt. Doch das Glück der kleinen Familie steht auf tönernen Füßen… Als der kleine Matti nicht mehr durchschläft, bekommt Isabell auf einmal Panikattacken während ihrer Auftritte – ihre Bogenhand beginnt, unkontrolliert zu zittern und macht das Spielen unmöglich. Verschiedene Therapien bleiben erfolglos, und die Engagements brechen rasch weg. Gleichzeitig büßt Georgs Zeitung an Lesern ein und baut gnadenlos Stellen ab – Georg wird arbeitslos. Die Krise spitzt sich zu, als das Geld knapp wird, und die teure Stadtwohnung unbezahlbar wird. Eine Krise bedeutet auch einen Neuanfang – doch die Lebensentwürfe, Träume und Pläne der beiden driften immer mehr auseinander. Wie sollen sie weiterleben – die Wohnung aufgeben und aufs Land ziehen? Den abgetakelten Elektroladen von Georgs Mutter übernehmen? Welche Zukunft können die jungen Eltern ihrem kleinen Sohn bieten? Auf beklemmend realistische Weise zeichnet Kristine Bilkau in ihrem Debut-Roman ein Bild der deutschen Mittelschicht und ihrer aktuellen Lebenssituation: der Arbeitsmarkt wird immer härter, die Mieten steigen exorbitant, die Ansprüche sind hoch, Bio-Kost und Fernreisen zählen zur Normalität – wer nicht mehr finanziell mithalten kann, wird ganz schnell ausgegrenzt, verliert jegliches Selbstbewusstsein und steuert einer echten psychischen Krise entgegen. Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite an total gepackt und berührt . Die minutiösen Beobachtungen der Gedanken und Gefühle von Isabell und Georg sind für mich absolut nachvollziehbar, ihre Träume und Ängste ähneln den unsrigen, ihr Seiltanz über dem Abgrund ist uns nur allzu bekannt. Das Buch ist aber keine trübselige Selbstbespiegelung, sondern zeigt kleine, unvorhersehbare Entwicklungsmöglichkeiten, die sich aus der Krise ergeben, Humor und Optimismus schwingen immer mit. Fazit: ein richtig beeindruckendes, tiefgründiges, poetisches Buch und ein hervorragendes Debut – ich freue mich schon sehr auf weitere Romane dieser tollen Autorin!

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Ein leiser Erstlingsroman, der in die Tiefe geht
von Isabel Koob aus Mannheim, Planken am 23.04.2016

In diesem Roman geht es um eine kleine Familie in Hamburg, Isabell, Georg und deren Sohn Matti, die einem langsam sich entwickelnden sozialen Abstieg entgegengehen. Die Gefühle der Personen, die Kristine Bilkau kreiert hat, treffen das Lebensgefühl eines Teils unserer heutigen Generation. Sie schreibt dieser Generation aus dem Herzen... In diesem Roman geht es um eine kleine Familie in Hamburg, Isabell, Georg und deren Sohn Matti, die einem langsam sich entwickelnden sozialen Abstieg entgegengehen. Die Gefühle der Personen, die Kristine Bilkau kreiert hat, treffen das Lebensgefühl eines Teils unserer heutigen Generation. Sie schreibt dieser Generation aus dem Herzen und bringt das Lebensgefühl auf den Punkt. Deshalb ist dieses Buch ein sehr glaubwürdiges Portrait eines Teils unserer heutigen Generation. Das ist auch der Grund, was dieses Buch so interessant macht.

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LIterarische Gesellschaftsanalyse
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 12.07.2015

Dieser Roman ist relevant - gesellschaftspolitisch gesehen - als Portrait der gebildeten deutschen Mittelschicht in der heutigen Zeit. So treffend wird die Situation der Generation zwischen 30 und 50 sonst nur in Dokumentationen beschrieben. Die Unsicherheit der Jobs, die Angst vor dem sozialen Abstieg (der inzwischen auch die... Dieser Roman ist relevant - gesellschaftspolitisch gesehen - als Portrait der gebildeten deutschen Mittelschicht in der heutigen Zeit. So treffend wird die Situation der Generation zwischen 30 und 50 sonst nur in Dokumentationen beschrieben. Die Unsicherheit der Jobs, die Angst vor dem sozialen Abstieg (der inzwischen auch die gebildeten Schichten erfasst), die Fragilität der gesamten wirtschaftlichen Situation der Menschen heute. Und falls sich das jetzt zu trocken anhört: Dieser Roman ist relevant - literarisch gesehen. Selten wurde die Situation von Paaren und jungen Eltern, gut ausgebildet, Mittelschicht, in so einer klaren. präzisen, sprachlich ausgefeilten Weise erzählt. Und die verwendeten sprachlichen Bilder sind wunderbar gestaltet und unterstützen die Geschichte. Und ganz besonders gut sind - bei allen geschilderten Problemen - die Beschreibungen des Familienglück gelungen. Diese kleinen Augenblicke des Glücks, die es im Leben als Familie und im Leben mit Kindern so oft gibt - die gehen wirklich ins Herz. Und werden so schön beschrieben. Und werden viele Eltern an schöne und besondere Augenblicke mit ihren Kindern erinnern. Und allen anderen hoffentlich zeigen, dass Kinder auch Glück und nicht nur Stress bedeuten. Es geht im Roman um eine Paar Mitte Dreißig/Anfang Vierzig. Um ein eigentlich glückliches Paar. Sie kommen aus eher kleinbürgerlichen Verhältnissen, haben aber beide studiert und arbeiten im künstlerisch-kreativen Bereich, sie als Musikerin, er als Journalist. Sie wohnen - passend - in einer schönen Altbauwohnung in einem Großstadtviertel, das immer beliebter und teurer wird. Die kleinen einfachen Läden werden durch Manufakturen und Bioläden abgelöst, es gibt Cafes und Bistros und viele Eltern, die sich sehr viel Mühe mit der Erziehung der Kinder geben. Und als das Paar ein Kind bekommt, geraten sie auch in diesen Perfektionierungswahn Gleichzeitig wird das bisher funktionierende Alltagsleben schwieriger und anstrengender. Ihr fällt die Rückkehr in den Beruf schwer, sein Job wird unsicher in Folge des Zeitungssterbens. Aber das Leben in einem teuren Viertel kostet Geld. Und plötzlich sind die Bio-Lebensmittel zu teuer, der ganze bisherige Lebensentwurf steht vor dem Scheitern. Sie verweigert sich den Veränderungen, er denkt über Ausstieg und Leben auf dem Lande nach. Und als die Situation sich verschärft steht der komplette Lebensentwurf auf der Kippe... Der gesamte Roman ist sprachlich perfekt gestaltet, es fühlt sich an, als hätte die Autorin so lange herumgefeilt, bis wirklich alles perfekt ist. Es ist kaum zu glauben, dass es sich um ein Debüt handelt. Wenn jemand in 50 oder 100 Jahren wissen möchte, wie die Menschen Anfang des Jahrtausends in den Großstädten in Deutschland gelebt haben - dann sollte er diesen Roman lesen. Aber am besten: Jetzt schon lesen!

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Mit einer wunderschönen Sprache mitten aus dem Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Landshut am 19.03.2016
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Zum Inhalt Kristine Bilkau hat einen Roman geschaffen, in dem ich mich das eine oder andere Mal wieder gefunden habe. Auch ich spaziere mit meinem Mann abends und schaue für mein Leben gerne in die Fenster von anderen Leuten. Wenn ich dann auch noch Regalwände sehe, vollgepackt mit Bücher, dann... Zum Inhalt Kristine Bilkau hat einen Roman geschaffen, in dem ich mich das eine oder andere Mal wieder gefunden habe. Auch ich spaziere mit meinem Mann abends und schaue für mein Leben gerne in die Fenster von anderen Leuten. Wenn ich dann auch noch Regalwände sehe, vollgepackt mit Bücher, dann sind mir diese Menschen, obwohl ich sie nicht kenne, sympathisch. Isabell und Georg führen ein Leben, wie es in unserer Zeit nicht ungewöhnlich ist. Existenzangst ist für viele Menschen kein Fremdwort; zumal sie oft nicht unbegründet ist. Zitternde Hände machen der Cellistin Isabell das Leben schwer. Sie traut sich mit niemanden darüber reden. Frisst ihre Ängste in sich hinein, was das Ganze noch schlimmer macht. Denkt, ihr Problem rührt von einem schmerzenden Arm. Denkt ihre Schulter ist schuld. Nur ja nicht das Kind beim Namen nennen! Nachdem Georg seinen Job verloren hat, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Georg versucht mit der Situation positiv umzugehen. Bringt seinen Sohn Matti in den Kindergarten, während Isabell zur Rhea geht. Während Georg sich gut vorstellen kann, mit weniger Geld auf dem Land ein neues Leben zu beginnen, klammert Isabell an alten Gewohnheiten. Sie will nicht akzeptieren, dass ihnen nicht mehr so viel Geld zur Verfügung steht. Differenzen sind vorprogrammiert. Meine Meinung Isabell fand ich oftmals ziemlich zickig und verwöhnt. Ich hatte das Gefühl, sie schob Georg gerne den schwarzen Peter zu. Das Thema Geld schob sie auf die Seite und gab mehr aus, als der momentanen Situation zuträglich war. Sie hatten einfach zu wenig miteinander geredet. Ihre Gefühle für sich behalten. Man kann ja verstehen, dass Jobverlust ein Drama ist. Beide konnten sich jedoch nicht damit abfinden, eventuell einen anderen Job anzunehmen. Vor allem Georg wollte nicht unter Wert arbeiten. In der heutigen Zeit nicht unbedingt die richtige Einstellung. Gut fand ich, dass Georg sehr bemüht war, dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen; eventuell einen gänzlich neuen Anfang zu wagen. Georg fiel auch der Verlust von Luxusartikel nicht so schwer. Ihrem Sohn ließen sie sehr viel Liebe und Zuwendung zukommen. Die Ängste von Isabell und Georg waren für mich nachvollziehbar. Vor einem sozialen Abstieg haben Millionen Menschen Angst. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, und bringt die Problematik unserer Zeit nüchtern auf den Punkt. Bei einer Situation konnte ich zu 100% mitfühlen! ACHTUNG!!!!SPOILER!!!! Georg musste die Wohnung seiner Mutter ausräumen. Er brachte es nicht übers Herz, Möbel usw. in einen Container zu schmeißen. Diese Situation ist mir nicht unbekannt und hat mich beim Lesen voll gepackt. Auch Georg wollte lieber sehen, wenn die Besitztümer seiner Mutter auf andere Menschen übergingen. SPOILER ENDE!!! Fazit Das Buch "Die Glücklichen" ist mitten aus dem Leben gegriffen. Isabells und Georgs Fühlen und Denken spielt sich in Millionen von Köpfen ab. Jeder Mensch kann sich in diesem Buch wiederfinden. Dazu muss man nicht arbeitslos sein. Die Autorin greift mehrere Alltagsprobleme auf. Vom lästigen Verwandschaftsbesuch bis zur Renovierung des Hauses ist so ziemlich alles dabei. In dieser Geschichte werden eigene Emotionen wachgerüttelt. Ob mir das Ende gefallen hat? JA! Meine Gedanken als ich das Buch beendet hatte: >> Glück ist, wenn ich es trotz Krisen immer noch verspüre." Der Schreibstil der Autorin hat Erkennungswert. Ich gratuliere Kristine Bilkau zu ihrem Debüt. Danke für die tollen Lesestunden. 5 Sterne

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