Thalia.de

Die Herrin der Kathedrale

Roman

(18)
Uta von Naumburg – die schönste Frau des Mittelalters
Generationen von Kunstinteressierten hat die Stifterfigur der Uta im Naumburger Dom Rätsel aufgegeben: Wer war diese Frau wirklich? In ihrem opulenten und klugen Roman erzählen Claudia und Nadja Beinert das Leben der Uta von Naumburg, wie es noch nie erzählt wurde: Die Ermordung ihrer Mutter weckte Utas Gerechtigkeitssinn. Mit aller Kraft setzte sie sich für den Bau der ersten Naumburger Kathedrale als kaiserlichen Gerichtssaal ein und kämpfte für die Vollendung dieses Wahrzeichens für Frieden und Glauben im Heiligen Römischen Reich.
»Wenn ich ein weibliches Geschöpf aus der Kulturgeschichte treffen wollte, dann Uta von Naumburg ...«
Umberto Eco
Gewinnerin des HOMER-Literaturpreises 2014!
Portrait

Claudia und Nadja Beinert wurden am 4. Mai 1978 in Staßfurt geboren. Beide studierten Internationales Management in Magdeburg. Claudia Beinert arbeitete lange Zeit in der Unternehmensberatung, hatte eine Professur für Finanzmanagement inne und veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und Fachbücher. Nadja Beinert ist seit vielen Jahren in der Filmbranche tätig. Nadja lebt und schreibt in Erfurt - Claudia in Erfurt und Würzburg.

… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 768
Erscheinungsdatum 01.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-51404-7
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 190/125/40 mm
Gewicht 487
Abbildungen 2 schwarz-weiße Fotos
Verkaufsrang 78.091
Buch (Paperback)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 44127618
    Der Sünderchor
    von Claudia Beinert
    Buch
    9,99
  • 32174339
    Die Kathedrale des Meeres
    von Ildefonso Falcones
    (2)
    Buch
    14,00
  • 39179695
    Flammen des Himmels
    von Iny Lorentz
    (1)
    Buch
    9,99
  • 16349507
    Riemenschneider
    von Tilman Röhrig
    (2)
    Buch
    12,00
  • 14224285
    Die Rache der Königin
    von Robert Merle
    Buch
    8,95
  • 5697856
    Der König der purpurnen Stadt
    von Rebecca Gablé
    (24)
    Buch
    9,99
  • 33710419
    Vom anderen Ende der Welt
    von Liv Winterberg
    (1)
    Buch
    8,95
  • 40779114
    Die Täuferin
    von Jeremiah Pearson
    (3)
    Buch
    19,99
  • 16378026
    Die Kathedrale des Meeres
    von Ildefonso Falcones
    (21)
    Buch
    12,95
  • 32017649
    Im Zeichen des Adlers
    von Simon Scarrow
    (3)
    Buch
    8,99
  • 45255203
    Cox
    von Christoph Ransmayr
    (6)
    Buch
    22,00
  • 41002740
    Outlander 1 - Feuer und Stein
    von Diana Gabaldon
    (8)
    Buch
    14,99
  • 44514335
    Outlander 3 - Ferne Ufer
    von Diana Gabaldon
    (2)
    Buch
    14,99
  • 42462679
    Outlander 2 - Die geliehene Zeit
    von Diana Gabaldon
    (4)
    Buch
    14,99
  • 45030409
    Augustus
    von John Williams
    (2)
    Buch
    24,00
  • 44455741
    Im Schatten unserer Wünsche
    von Jeffrey Archer
    (3)
    Buch
    9,99
  • 40977309
    Das Vermächtnis des Vaters
    von Jeffrey Archer
    (11)
    Buch
    9,99
  • 4595782
    Der Ruf der Trommel / Highland-Saga Bd.4
    von Diana Gabaldon
    (7)
    Buch
    13,00
  • 45255480
    Unsere wunderbaren Jahre
    von Peter Prange
    (3)
    Buch
    22,99
  • 40977267
    Erbe und Schicksal
    von Jeffrey Archer
    (10)
    Buch
    9,99

Buchhändler-Empfehlungen

„Wer war diese Frau wirklich?“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

In ihrem wirklich opulenten Roman erzählen Claudia und Nadja Beinert das spannende Leben der Markgräfin Uta von Naumburg.Seit der Ermordung ihrer Mutter kämpfte sie um Frieden und Glauben im heiligen Römischen Reich! Der Bau der Naumburger Kathedrale als kaiserlichen Gerichtssaal war ihr ein wichtiges Anliegen, für das sie sich mit In ihrem wirklich opulenten Roman erzählen Claudia und Nadja Beinert das spannende Leben der Markgräfin Uta von Naumburg.Seit der Ermordung ihrer Mutter kämpfte sie um Frieden und Glauben im heiligen Römischen Reich! Der Bau der Naumburger Kathedrale als kaiserlichen Gerichtssaal war ihr ein wichtiges Anliegen, für das sie sich mit aller Kraft einsetzte.Gut geschrieben und nah an historisch belegten Fakten ...

„Eine der ungewöhnlichsten Frauen des Mittelalters“

Kathleen Weiland, Thalia-Buchhandlung Bremen

Uta von Naumburg gilt als eine der schönsten Frauen des Mittelalters und als eine der ungewöhnlichsten. Sie konnte lesen und schreiben. Außerdem ist sie eine der Stifterinnen der bekannten Kathedrale von Naumburg.
In diesem Buch wird ihr Leben erzählt. Das Buch ist genau recherchiert und erfasst die Stimmung des Mittelalters sehr genau.
Uta von Naumburg gilt als eine der schönsten Frauen des Mittelalters und als eine der ungewöhnlichsten. Sie konnte lesen und schreiben. Außerdem ist sie eine der Stifterinnen der bekannten Kathedrale von Naumburg.
In diesem Buch wird ihr Leben erzählt. Das Buch ist genau recherchiert und erfasst die Stimmung des Mittelalters sehr genau. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann sich in sie und ihre Motive hineinversetzen.
Ein Buch für alle die Interesse am deutschen Mittelalter und starken Frauen haben.

„Zu Stein gewordene Schönheit“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Uta von Ballenstedt war eine der schönsten Frauen ihrer Zeit und dieser Roman erzählt ihr Leben. Ihre Mutter rettet ihre Tochter vor dem Zorn des Vaters in das Kloster Gernrode, wo sie neben der Heilkunde auch Lesen und Schreiben lernt. Bei einem Besuch im Kloster wird Kaiserin Gisela auf die intelligente junge Frau aufmerksam und nimmt Uta von Ballenstedt war eine der schönsten Frauen ihrer Zeit und dieser Roman erzählt ihr Leben. Ihre Mutter rettet ihre Tochter vor dem Zorn des Vaters in das Kloster Gernrode, wo sie neben der Heilkunde auch Lesen und Schreiben lernt. Bei einem Besuch im Kloster wird Kaiserin Gisela auf die intelligente junge Frau aufmerksam und nimmt sie als Hofdame in ihr Gefolge auf. Der Tod ihrer Mutter lässt sie glauben, das der unberechenbare und jähzornige Vater sie ermordet hat. Sie will ihn vor dem Kaiser anklagen und sucht Beweise für die Tat. Aber in dieser Zeit galten Frauen nichts - und auch Ute muss dieses erfahren. Immerhin hat die Kaiserin ihr mit dem Markgrafen Ekkehard von Meißen einen guten Ehemann ausgesucht, aber die Ehe bleibt kinderlos. Da gibt ihr das Schicksal die Chance am Bau des Domes zu Naumburg mitzuwirken - und sich damit vielleicht auch Gehör beim Kaiser zu verschaffen ......
Eine spannende Geschichte, die einen guten Einblick in das Leben der Frauen im frühen Mittelalter bietet.

„Eine starke Frau“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wer die weibliche Figur des Naumburger Doms kennt, die Markgräfin Uta, wird dieses Buch lesen müssen. Die Autorinnen versuchen, das Leben der Uta von Ballenstedt, der späteren Mit-Stifterin des Doms, nachzuempfinden. Das Buch ist etwas für all jene, die vor allem an dem vorherrschenden Geist jener Zeit interessiert sind. So wurde viel Wer die weibliche Figur des Naumburger Doms kennt, die Markgräfin Uta, wird dieses Buch lesen müssen. Die Autorinnen versuchen, das Leben der Uta von Ballenstedt, der späteren Mit-Stifterin des Doms, nachzuempfinden. Das Buch ist etwas für all jene, die vor allem an dem vorherrschenden Geist jener Zeit interessiert sind. So wurde viel Faktenmaterial verarbeitet und wo nicht möglich, der Zeit nachempfunden. Schade nur und auch nicht verständlich, warum einige Fakten aus dramaturgischen Gründen abgeändert wurden. Denn das ist die eigentliche Qualität dieses Buches: Bis ins kleinste Detail ermöglicht es, in die Welt der Uta von Ballenstedt einzutauchen.

Sabrina Weihe, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Diese Schwesternpaar schafft es sehr gut die Geschichte in ihrem Buch lebendig zu machen. Diese Schwesternpaar schafft es sehr gut die Geschichte in ihrem Buch lebendig zu machen.

Anne-Sophie Bäder, Thalia-Buchhandlung Leuna

Ein wirklich spannender Roman um Uta vom Naumburger Dom! Die Liebesgeschichte, wenn auch erfunden, ist schön und unaufdringlich und es gibt viel zu erfahren über Zeit und Region! Ein wirklich spannender Roman um Uta vom Naumburger Dom! Die Liebesgeschichte, wenn auch erfunden, ist schön und unaufdringlich und es gibt viel zu erfahren über Zeit und Region!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Detaillierte Schilderung des frühen Mittelalters, gut recherchiert,sehr unterhaltsam, wissensvermittelnd. Detaillierte Schilderung des frühen Mittelalters, gut recherchiert,sehr unterhaltsam, wissensvermittelnd.

„Bau dir ein Gotteshaus, um zu siegen“

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein fesselnder historischer Schmöker um die erste deutsche "Baumeisterin" Uta von Naumburg.
Gespickt mit den spärlichen, bekannten Fakten haben die Autorinnen ein Lebenszeit umspannendes Szenario dieser besonderen Frau geschaffen, das mitfiebern lässt.
Politisches Kalkül, hochfliegende Träume und die Suche nach göttlicher Gerechtigkeit
Ein fesselnder historischer Schmöker um die erste deutsche "Baumeisterin" Uta von Naumburg.
Gespickt mit den spärlichen, bekannten Fakten haben die Autorinnen ein Lebenszeit umspannendes Szenario dieser besonderen Frau geschaffen, das mitfiebern lässt.
Politisches Kalkül, hochfliegende Träume und die Suche nach göttlicher Gerechtigkeit verweben sich, um das 11 Jahrhundert erlebbar zu machen.

Katrin Höffler, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Die Geschichte des Naumburger Doms, verwoben mit der Geschichte einer faszinierenden Frau. Viel wissen wir nicht über Uta von Ballenstedt, aber so könnte es gewesen sein ... Die Geschichte des Naumburger Doms, verwoben mit der Geschichte einer faszinierenden Frau. Viel wissen wir nicht über Uta von Ballenstedt, aber so könnte es gewesen sein ...

Unsere Buchhändler-Tipps

  • 2990567
    Die Säulen der Erde
    von Ken Follett
    (65)
    Buch
    12,99
  • 35146217
    Das Haupt der Welt
    von Rebecca Gablé
    (24)
    Buch
    26,00
  • 2902502
    Das Lächeln der Fortuna
    von Rebecca Gablé
    (33)
    Buch
    9,99
  • 39179570
    Die List der Wanderhure
    von Iny Lorentz
    (2)
    Buch
    19,99
  • 35058851
    Die Liebe der Baumeisterin
    von Heidi Rehn
    (7)
    Buch
    19,99
  • 4570467
    Die Wanderhure
    von Iny Lorentz
    (5)
    Buch
    19,99
  • 17563674
    Die Tore der Welt
    von Ken Follett
    (28)
    Buch
    12,99
  • 37478234
    Der Hexenschöffe
    von Petra Schier
    (10)
    Buch
    9,99
  • 3015035
    Die Pfeiler der Macht
    von Ken Follett
    (19)
    Buch
    9,99
  • 13851761
    Das Geheimnis der Hebamme
    von Sabine Ebert
    (32)
    Buch
    10,99
  • 32173024
    Die Vergolderin
    von Helga Glaesener
    (2)
    Buch
    9,99
  • 16378026
    Die Kathedrale des Meeres
    von Ildefonso Falcones
    (21)
    Buch
    12,95

Kundenbewertungen


Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
5
10
3
0
0

Durchwachsenes Debut
von Rissa am 16.10.2014

Inhalt Ballenstedt, 1018: Mit zwölf Jahren wird Uta beinahe Opfer einer Vergewaltigung, woraufhin ihr despotischer Vater, der Graf von Ballenstedt, sie der Unzucht bezichtigt, sie verbannt und fast zu Tode prügelt. Als sie einige Tage später aus der Ohnmacht erwacht, wird sie auf Veranlassung der Mutter zum Kloster und Damenstift... Inhalt Ballenstedt, 1018: Mit zwölf Jahren wird Uta beinahe Opfer einer Vergewaltigung, woraufhin ihr despotischer Vater, der Graf von Ballenstedt, sie der Unzucht bezichtigt, sie verbannt und fast zu Tode prügelt. Als sie einige Tage später aus der Ohnmacht erwacht, wird sie auf Veranlassung der Mutter zum Kloster und Damenstift Gernrode gebracht, wo sie fern des väterlichen Zorns aufwachsen soll. Doch als die Mutter kurze Zeit später stirbt, verdächtigt Uta ihren Vater, etwas mit deren Tod zu tun zu haben, und schwört sich, für Gerechtigkeit zu sorgen. Im Kloster fühlt sie sich bald wohl, nicht zuletzt wegen der Arbeit in der Schreibstube. Einige Mitschwestern machen Uta jedoch das Leben schwer… Meine Meinung Bei diesem Buch handelt es sich um den Debutroman der Schwestern Claudia und Nadja Beinert. Leider merkt man es ihm an, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, denn er zeigt einige Schwächen. So leidet Uta in gewissen Situationen unter Stottern, was aber nicht konsequent umgesetzt wurde. So geschieht dies immer nur dann, wenn es für die Handlung gerade wichtig ist. Zudem besitzt Uta schon in sehr jungen Jahren ein fotografisches Gedächtnis, was Texte angeht, doch für die Handlung ist diese Fähigkeit fast völlig irrelevant. Die Autorinnen haben bewusst auf Begriffe wie Tee oder Monat verzichtet, stattdessen wird von Aufgüssen und Mondumdrehungen geredet, und auch auf das lateinische Wort Reliquie wird zugunsten des deutschen Wortes Überbleibsel verzichtet – diese Entscheidung wiederum kann ich nicht nachvollziehen, da das lateinische Wort eindeutig ist, die deutsche Übersetzung dagegen fremd wirkt und nicht zu passen scheint. Die verwendete Sprache, insbesondere in der wörtlichen Rede, erscheint recht altertümlich, so dass es eine Weile gedauert hat, bis ich mich daran gewöhnt hatte und richtig in das Buch eintauchen konnte. Interessant fand ich die Einbettung historischer Texte, die mit Fußnoten kenntlich gemacht wurden, in den Romantext, auch wenn ich manches Mal das Gefühl hatte, dass sie nicht ganz passen. Auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen, spielen doch zu viele missgünstige Personen mit hinein, und nicht immer sind alle Entscheidungen logisch. So wäre es schon zu Beginn ein Leichtes gewesen, dem Vater mitzuteilen, dass es für die Blutung eine Erklärung abseits des Beischlafes gibt, schließlich wurde Uta mehrere Tage lang gepflegt, da hätte dies irgend jemandem auffallen müssen. Und die Hildesheimer Schwestern scheinen ohne Grund einfach gemein zu sein. Uta dagegen ist mir zu naiv, immer wieder traut sie den Falschen, dabei sollte sie über die Jahre langsam dazugelernt haben. Da der Roman eine Handlung von etwa zwanzig Jahren umfasst, bleiben zeitliche Sprünge nicht aus. Leider werden diese nicht weiter kenntlich gemacht, so dass es abgesehen von den Jahreszahlen zu Beginn jedes Abschnitts kaum Hinweise auf die vergangene Zeit gibt. Und so habe ich mich manches Mal gewundert, dass weniger oder mehr Zeit vergangen ist, als ich angenommen hatte. Im Anhang befinden sich Informationen über die wenigen Details, die über die historische Uta von Ballenstedt und deren Geschwister bekannt sind sowie Hinweise darauf, wo die Autorinnen von den Fakten abgewichen sind und wo sie ihrer Phantasie freien Lauf gelassen haben. Während ich der Meinung bin, dass ein historischer Roman in erster Linie unterhalten und erst danach informieren soll, finde ich doch, dass sich Autoren, was ihre historischen Charaktere betrifft, so weit wie möglich an die Quellen halten sollten. Gegen Vereinfachungen oder kleinere Anpassungen aus dramaturgischen Gründen habe ich nichts, wohl aber gegen die Änderung der Lebensdaten von Personen, die für die Hauptperson wichtig sind, um mehrere Jahre. Fazit Der Roman ist durchaus unterhaltsam, sobald man sich einmal an die Sprache gewöhnt hat. Wer ihn als bloße Unterhaltung sieht, könnte seine Freude damit haben. Wer allerdings wie ich Wert darauf legt, dass Fakten nicht zu sehr zugunsten der eigenen Romanhandlung verdreht werden, könnte enttäuscht werden.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Ein Buch über den Naumburger Dom
von AddictedToBooks am 20.04.2015

Schon nach den ersten Seiten war ich richtig in die Geschichte vertieft und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Schreibweise der Autoren ist wirklich wunderbar, weshalb das Buch ganz flüssig gelesen werden kann. Die Schicksalsschläge, die Uta während ihres Lebens immer wieder hinnehmen muss, geben... Schon nach den ersten Seiten war ich richtig in die Geschichte vertieft und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Schreibweise der Autoren ist wirklich wunderbar, weshalb das Buch ganz flüssig gelesen werden kann. Die Schicksalsschläge, die Uta während ihres Lebens immer wieder hinnehmen muss, geben dem Leser Mut und machen noch klarer, was Uta geleistet hat, und das vor allem in einer Zeit, in der Frauen nicht sehr viel zu sagen hatten. Das Nachwort und das Register zu Ende des Buches machen das Ende noch perfekt und geben zusätzliche Informationen, die das Wissen, das man sich während des Lesens aneignet, vervollständigen. Wer gerne historische Romane liest und außerdem an der deutschen Kultur interessiert ist, sollte sich diesen tollen Roman nicht entgehen lassen. Ich habe jede Seite genossen und kann mit voller Überzeugung sagen, dass die beiden Autorinnen einen neuen Fan gewonnen haben. Das Buch erhält von mir deshalb 5 Sterne.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Lebendige Geschichte
von Monika Schulte aus Hagen am 19.01.2014

Ballenstedt im 11. Jahrhundert. Gäste werden empfangen. Unter den Gästen weilt auch Volkard aus dem Hardagau. Volkard und Uta haben einst eine Schneerose im Wald gepflanzt. Er überredet die junge Uta, nach der Pflanze zu suchen. Eigentlich soll Utas Dienerin und Freundin Erna mitkommnen, doch Erna ist nirgends... Ballenstedt im 11. Jahrhundert. Gäste werden empfangen. Unter den Gästen weilt auch Volkard aus dem Hardagau. Volkard und Uta haben einst eine Schneerose im Wald gepflanzt. Er überredet die junge Uta, nach der Pflanze zu suchen. Eigentlich soll Utas Dienerin und Freundin Erna mitkommnen, doch Erna ist nirgends zu finden. Die beiden brechen alleine auf in den Wald. Uta muss schnell erkennen, dass es ihrem angeblichen Freund aus Kindertagen gar nicht um die Schneerose geht. Er überlistet Uta, zwingt sie zu Boden und will sie vergewaltigen. In dem Moment wird Volkard von der Jagdgesellschaft des Grafen überrascht. Uta hat Glück gehabt. Der Schändung konnte sie entgehen, doch niemand glaubt ihr, dass sie unschuldig ist. Der eigene Vater will sie verstoßen. Einzig und allein ihre Mutter Hidda steht ihr dabei. Sie sorgt dafür, dass Uta in aller Heimlichkeit zum Kloster Gernrode gebracht wird. Kurze Zeit später muss das junge Mädchen erfahren, dass ihre Mutter ermordet wurde. War es wirklich der Vater, wie sie es Jahre lang glaubt? Uta verlebt eine gute Zeit im Kloster Gernrode. Eines Tages erscheint Kaiserin Gisela im Kloster. Sie ist angetan von Uta und nimmt sie mit als eine ihrer Hofdamen. Uta wird erwachsen und in ihr wächst immer mehr der Wunsch, den Tod ihrer Mutter zu rächen. Sie bittet ihren Bruder Esiko um Hilfe, doch der lacht sie nur aus. Mit ihrer jüngeren Schwester Hazecha, die inzwischen auch in Gernrode lebt, verbindet sie noch immer ein zartes Band. Die beiden schreiben sich regelmäßig, doch plötzlich kommen keine Briefe mehr aus Gernrode. Was ist passiert? Als Uta im heiratsfähigen Alter ist, wird sie mit Ekkhard von Naumburg verheiratet, doch ihre ganze Liebe gehört dessen Bruder Hermann. Hermann verschreibt sich ganz dem Bau einer Kathedrale für Naumburg und lässt Uta an seinen Plänen teilhaben. Uta, die sich immer noch für die Aufklärung des Mordes an ihrer Mutter einsetzt, ist mit Feuereifer bei der Sache. Wie es damals üblich war, ist es ihr größter Wunsch, dass die Kathedrale als kaiserlicher Gerichtssaal genutzt wird. Wird ihr Traum in Erfüllung gehen? Und wird man den wahren Mörder ihrer Mutter finden? Mit "Die Herrin der Kathedrale" ist den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert ein fesselnder historischer Roman gelungen. Es ist eine packende Geschichte mit vielen historischen Personen, die tatsächlich gelebt und gewirkt haben. Uta von Naumburg, eine starke Frau, die sich in einer Zeit durchgesetzt hat, in der eine Frau wie Ware behandelt wurde. Eine Frau hatte nichts zu sagen. Sie hatte ihrem Vater und ihrem Mann zu gehorchen und musste möglichst viele Nachkommen gebären. Doch Uta von Naumburg konnte lesen und schreiben. Claudia und Nadja Beinert machen Geschichte lebendig. Auch wenn kaum etwas aus dem wirklichen Leben der Uta von Naumburg bekannt ist, so könnte es gewesen sein. Durch diesen wunderbaren Roman nimmt man teil an Utas Leben. "Die Herrin der Kathedrale" ist abolut guter Lesestoff und so spannend, dass man es kaum erwarten kann, zur nächsten Seite umzublättern.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Spannender historischer Roman
von mabuerele am 03.12.2013

Wir befinden uns im 11. Jahrhundert. Auf Burg Ballenstedt wird der Markgraf Ekkehard von Meißen empfangen. An seiner Seite ist Volkard aus dem Hardagau. Vor zwei Wintern hat er mit Uta, der 12jährige Tochter des Grafen Adalbert von Ballenstedt, eine Schneerose vergraben. Uta reitet mit ihm, um die Pflanze... Wir befinden uns im 11. Jahrhundert. Auf Burg Ballenstedt wird der Markgraf Ekkehard von Meißen empfangen. An seiner Seite ist Volkard aus dem Hardagau. Vor zwei Wintern hat er mit Uta, der 12jährige Tochter des Grafen Adalbert von Ballenstedt, eine Schneerose vergraben. Uta reitet mit ihm, um die Pflanze auszugraben. Eigentlich sollte Erna, die Dienerin Utas, beide begleiten. Doch sie ist nicht zur Hand. Im Wald versucht Volkard Uta zu vergewaltigen. Plötzlich erscheint die Gesellschaft mit Graf Adalbert. Er gibt seiner Tochter die Schuld und verlangt den Reinigungseid. Uta stottert und gilt damit als schuldig. Ihre Mutter bringt sie im Kloster Gernrode in Sicherheit. Wenige Tage später ist die Mutter tot. Uta von Ballenstedt – wer war die Stifterfigur im Naumburger Dom? Die beiden Autorinnen versuchen darauf eine Antwort zu geben. Am Anfang lerne ich Uta als lebensfrohes junges Mädchen kennen. Sie kann Lesen und Schreiben und reitet fast so gut wie ihr 5 Jahre älterer Bruder Esiko. Ihr Vater aber hält nichts von den Rechten der Frau. Sie haben sich unterzuordnen. Anderenfalls schlägt er zu. Esiko ist das Ebenbild seines Vaters. Er fühlt sich als zukünftiger Herr des Hauses. Die Wünsche seiner Schwester ignoriert er. Auch die Nebenfiguren wurden gut herausgearbeitet. Da ist einmal Erna, mehr Freundin als Dienerin. Hathui und Adelheid, zwei Äbtissinnen von Gernrode, stehen dafür, wie unterschiedlich man dieses Amt auffassen und ausüben kann, und welchen Einfluss eine kluge Führung der Anvertrauten auf deren Leben hat. Mit der Ankunft in Gernrode nimmt Utas Leben einen neuen Verlauf. Sie trifft immer wieder auf Menschen, die ihre Fähigkeiten und Begabungen erkennen und fördern. Nach dem Tod ihrer Mutter hat Uta nur ein Ziel. Sie möchte Gerechtigkeit. Deshalb taucht sie tief in die Bücher ihrer Zeit ein. Mit Uta darf ich als Leser einen umfangreichen Überblick über die Gerichtsbarkeit in jener Zeit bekommen. Desgleichen erfahre ich von Heilmethoden und Arzneimitteln. Die beiden Autorinnen haben es sehr gut verstanden, die Entwicklung Utas zu einer selbstbewussten Frau nachzuzeichnen. Sie lernt es, Schwierigkeiten zu überwinden und erwirbt nach und nach neue Fähigkeiten. Im Roman ist die Fertigstellung der Naumburger Kathedrale zu großen Teilen Utas Verdienst. Sehr gut gefallen haben mir die ausführlichen Darlegungen zum Bauablauf der Kathedrale. Sie waren verständlich erläutert und damit leicht nachvollziehbar. Das Leben der Uta von Ballenstedt ist eingebettet in die historischen Ereignisse ihrer Zeit. Die Reisen Kaiser Konrads zur Festigung seiner Position, die Kämpfe im Osten des Reiches und die Alpenüberquerung sind nur einige Beispiele für die geschichtlichen Hintergründe. Das Verhältnis von Lebensbeschreibung und Faktenwissen empfand ich als ausgewogen. Ein ausführliches Personenverzeichnis und ein Nachwort, dass Fiktion und Tatsachen trennt, ergänzen das Buch. Das Buch ließ sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Dazu haben nicht nur die spannende und abwechslungsreiche Handlung und viel sympathische Protagonisten, sondern auch die vielfältigen Informationen über Bauwesen und Medizin der Zeit beigetragen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
so wird die Vergangenheit spannend
von mellie aus Mühlheim am Main am 04.11.2013

Die gute alte Zeit steht in diesem Buch nicht wieder auf, aber es ist eine spannende und absolut lesenswerte Geschichte im historischen Kontext. Beleuchtet wird zum einen die Rolle der Frau im Mittelalter. Auch hier geht das weibliche Selbstverständnis und die Vorstellungen innerhalb der Männerwelt schon sehr weit auseinander.... Die gute alte Zeit steht in diesem Buch nicht wieder auf, aber es ist eine spannende und absolut lesenswerte Geschichte im historischen Kontext. Beleuchtet wird zum einen die Rolle der Frau im Mittelalter. Auch hier geht das weibliche Selbstverständnis und die Vorstellungen innerhalb der Männerwelt schon sehr weit auseinander. So ist Uta zum einen das Opfer eines herrschsüchtigen Vaters und Bruders. Gegen ihren Willen wird sie im dem aus ihrer Sicht falschen Mann verheiratet. Aber sie erhält auch sehr viel Schutz, Unterstützung von den verschiedesten Personen, neben ihrer Mutter ist da vor allem auch Gisela von Schwaben zu nennen. Am meisten hat mich bei der Lektüre des Buches die Faszination und Begeisterung berührt, die Uta für die alten Schriften und Bücher spüren läßt und auch für ihre Tätigkeit als eine Art Sitzungsprotokollantin; wobei dies nur eine ihrer Facetten zeigt. Aus meiner Sicht ein spannendes, berührendes und absolut lesenswertes Buch, dass in eine fremde Zeit entführt, die sehr lebendig geschildert wird, aber eben nicht nur in schwarz und weiß, sondern in ganz vielen Farbtönen. Neben Heuchelei, Machtgier werden eben auch die liebenswerten Seiten von Menschen gezeigt. Wer sich von Geschichte faszinieren läßt; auch wenn hier einige Rahmendaten mit sehr viel Fantasie zur Erzählung wurde, ist goldrichtig.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Eine wahrhaft starke Frau
von kessi am 01.06.2016

Ballenstedt im 11. Jahrhundert, eine zeit, wo Frauen eigentlich für andere Dinge bestimmt waren, als das was Uta möchte und macht. Eine frau die stark wurde, durch das was geschehen ist. Man könnte sagen eine große Kämpferin zu der Zeit. Trotz ihrer Vergangenheit, oder vielleicht gerade deswegen, steht sie wieder... Ballenstedt im 11. Jahrhundert, eine zeit, wo Frauen eigentlich für andere Dinge bestimmt waren, als das was Uta möchte und macht. Eine frau die stark wurde, durch das was geschehen ist. Man könnte sagen eine große Kämpferin zu der Zeit. Trotz ihrer Vergangenheit, oder vielleicht gerade deswegen, steht sie wieder auf und zieht ihre Sache konsequent durch. Wie muss es sich anfühlen, zu wissen, dass der eigene Vater die eigene Mutter umgebracht hat. Uta hat "Glück" und wächst in einem Kloster auf. Aber im Kopf behält sie, dass sie Gerechtigkeit verlangen wird. Uta ist begabt im Zeichnen und hat Freude am Lesen und dieses wird durch die Abtissin gefördert und unterstützt. Man könnte meinen es ist großes Glück gewesen zur Gräfin Gisela von Schwaben als Hofdame zu kommen. denn dort übernimmt sie viele Aufgaben wie das Schreiben von Briefen und das kopieren von Büchern. Immer mehr möchte Uta wissen, ein unstillbarer Wissensdurst steckt in ihr. Sogar über das Rechtswissen lernt sie immer mehr. Für eine Frau doch sehr ungewöhnkich. Aber dank Wipo, einen Kaplan, hat sie die Möglichkeit. Wie schon erwähnt, für Frauen gab es Vorbestimmungen, und dieser entschied eigentlich der Vater. es treten andere an seine Stelle wenn dieser versterben würde. Da kommt es Uta gerade zu pass, dass sie schon viel über Rechte gelesen hatte und einiges an Wissen sammeln konnte. Graf Eckard sein bruder erkennt Utas Potenzial und bittet diese ihn zu unterstützen und zwar am Bau der Kathedrale in Naunburg. So kommt es, dass Uta im laufe der Zeit, nach mehreren Nackenschlägen, es schafft. Sie findet ihren Weg und Frieden und sogar der Vater bekommt das was er verdient hat. Mehr möchte ich nun gar nicht zum inhalt verraten, denn es lohnt sich es selber heraus zu finden- Als Liebhaber für dieses Genre, sind meine Erwartungen bei historischen Romanen immer sehr hoch. Und ich weiß auch, dass nicht jedes Thema immer in einem Schreibfluss zu Papier gebracht werden kann. immer mal gibt es Abschnitte, die sich auch mal hinziehen. Aber mich stört es nicht, da man doch immer wieder einiges an Wissen mit vermittelt wird. Hier ist der Schreibstil flüssig und spannend. Nur hin und wieder ein wenig stockend durch Erklärungen. Ein gut gelungendes Buch für mich.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Uta von Ballenstedt
von einer Kundin/einem Kunden am 23.10.2015

Die Geschichte entführt uns ins 11.Jahrhundert .Uta von Ballenstedt ist eine, für die damalige Zeit ,außergewöhnliche Frau.Sie kann lesen und schreiben und verfügt über ein phänomenales Gedächtnis. Nach einer Vergewaltigung ,die von ihrem Vater angezweifelt wird,bringt ihre Mutter Uta in einem Kloster in Sicherheit. Dort erfährt sie kurze Zeit später vom Tod... Die Geschichte entführt uns ins 11.Jahrhundert .Uta von Ballenstedt ist eine, für die damalige Zeit ,außergewöhnliche Frau.Sie kann lesen und schreiben und verfügt über ein phänomenales Gedächtnis. Nach einer Vergewaltigung ,die von ihrem Vater angezweifelt wird,bringt ihre Mutter Uta in einem Kloster in Sicherheit. Dort erfährt sie kurze Zeit später vom Tod der Mutter.Sie ist fest davon überzeugt ,daß die Mutter ermordet wurde und nicht, wie es erzählt wird, am Fleckfieber verstarb. Gisela von Schwaben nimmt die begabte Schreiberin Uta als Hofdame in ihre Dienste. In der arrangierten Ehe mit Ekkehard,.dem späteren Markgraf ,ist Uta nicht glücklich . Sie setzt ihre ganze Energie,gegen den Widerstand von verschiedenen Seiten, für den Bau der Kathedrale ein. Auch diverse Rückschläge vermögen nicht ,diesen Plan zu verhindern. Außerdem hat sie sich geschworen den Tod der Mutter vor Gericht zu bringen. Den Autorinnen ist es gut gelungen,Historie und Fiktion zu vermischen. Von einigen ,wenigen Längen abgesehen,fühlte ich mich gut unterhalten. Als Kritikpunkt möchte ich anmerken ,daß ich ein Glossar vermißt habe. Es gab mehrere Worte ,die mir völlig unbekannt waren . Buchtitel: Die Herrin der Kathedrale

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Herrin der Kathedrale
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 20.10.2015

Anfang des 11. Jahrhunderts – Uta von Ballenstädt führt ein Leben als adlige Tochter, muss in ein Kloster gehen, um ihr Leben zu retten, lebt im Gefolge von Königin Gisela und muss später Ekkehard von Naumburg heiraten. Sie ist in der Ehe unglücklich und findet ihre Bestimmung beim Bau... Anfang des 11. Jahrhunderts – Uta von Ballenstädt führt ein Leben als adlige Tochter, muss in ein Kloster gehen, um ihr Leben zu retten, lebt im Gefolge von Königin Gisela und muss später Ekkehard von Naumburg heiraten. Sie ist in der Ehe unglücklich und findet ihre Bestimmung beim Bau der Kathedrale von Naumburg. Die Kathedrale von Naumburg kann man noch heute besuchen und sie ist ein Kleinod der damaligen Bauweise. In dem Buch wird allerdings der Vorgängerbau behandelt. Von Uta von Ballenstädt /Uta von Naumburg gibt es nur wenige verbürgte Zeugnisse. Die Autorinnen haben diese genutzt, um einen Roman zum Bau der Kathedrale zu schreiben und um das Leben von Uta zu behandeln. Dabei ist viel Fantasie ins Spiel gekommen, denn die wenigen vorhanden Daten lassen einen mehr als großen Spielraum zur Auslegung zu. So ist der Inhalt des Buches nicht wirklich als „wahr“ anzusehen. Doch abgesehen davon ist das Buch interessant zu lesen. Viele Personen gab es wirklich in der Geschichte und die Kathedrale steht noch heute. Ob es damals einer Frau möglich war, die geschilderten Taten wirklich zu tun, kann ich nicht einschätzen. Gut lesbar ist das Buch über weite Teile. Anfangs ist es manchmal ein wenig langatmig, wenn auf die damalige Rechtsprechung zum Beispiel im Detail eingegangen wird. Im Laufe des Buches aber gibt es mehr und mehr „Geschehen“ und weniger Theorie. Uta ist ein wenig als „Heilige“ dargestellt. Überhaupt sind viele Figuren für mich ein wenig zu „schwarz/weiß“ geraten. Die „Bösen“ sind abgrundtief böse, die „Guten“ haben keine Fehler. Trotz allem aber ein gelungener historischer Roman.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Herrin der Kathedrale
von raschke64 aus Dresden am 20.10.2015

Anfang des 11. Jahrhunderts – Uta von Ballenstädt führt ein Leben als adlige Tochter, muss in ein Kloster gehen, um ihr Leben zu retten, lebt im Gefolge von Königin Gisela und muss später Ekkehard von Naumburg heiraten. Sie ist in der Ehe unglücklich und findet ihre Bestimmung beim Bau... Anfang des 11. Jahrhunderts – Uta von Ballenstädt führt ein Leben als adlige Tochter, muss in ein Kloster gehen, um ihr Leben zu retten, lebt im Gefolge von Königin Gisela und muss später Ekkehard von Naumburg heiraten. Sie ist in der Ehe unglücklich und findet ihre Bestimmung beim Bau der Kathedrale von Naumburg. Die Kathedrale von Naumburg kann man noch heute besuchen und sie ist ein Kleinod der damaligen Bauweise. In dem Buch wird allerdings der Vorgängerbau behandelt. Von Uta von Ballenstädt /Uta von Naumburg gibt es nur wenige verbürgte Zeugnisse. Die Autorinnen haben diese genutzt, um einen Roman zum Bau der Kathedrale zu schreiben und um das Leben von Uta zu behandeln. Dabei ist viel Fantasie ins Spiel gekommen, denn die wenigen vorhanden Daten lassen einen mehr als großen Spielraum zur Auslegung zu. So ist der Inhalt des Buches nicht wirklich als „wahr“ anzusehen. Doch abgesehen davon ist das Buch interessant zu lesen. Viele Personen gab es wirklich in der Geschichte und die Kathedrale steht noch heute. Ob es damals einer Frau möglich war, die geschilderten Taten wirklich zu tun, kann ich nicht einschätzen. Gut lesbar ist das Buch über weite Teile. Anfangs ist es manchmal ein wenig langatmig, wenn auf die damalige Rechtsprechung zum Beispiel im Detail eingegangen wird. Im Laufe des Buches aber gibt es mehr und mehr „Geschehen“ und weniger Theorie. Uta ist ein wenig als „Heilige“ dargestellt. Überhaupt sind viele Figuren für mich ein wenig zu „schwarz/weiß“ geraten. Die „Bösen“ sind abgrundtief böse, die „Guten“ haben keine Fehler. Trotz allem aber ein gelungener historischer Roman.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Schwerste Verbrechen
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 24.08.2014

„Schwerste Verbrechen durch Beschädigungen des Lebens eines Delinquenten zu sühnen ist königlich-kaiserliches Vorrecht.“ Uta will Gerechtigkeit. Seit der Ermordung ihrer Mutter wünscht sie sich, den Verantwortlichen endlich vor ein Gericht bringen zu können. Aber das ist nicht einfach, hat sie doch keinen männlichen Verwandten, der sie unterstützt. Und „ein... „Schwerste Verbrechen durch Beschädigungen des Lebens eines Delinquenten zu sühnen ist königlich-kaiserliches Vorrecht.“ Uta will Gerechtigkeit. Seit der Ermordung ihrer Mutter wünscht sie sich, den Verantwortlichen endlich vor ein Gericht bringen zu können. Aber das ist nicht einfach, hat sie doch keinen männlichen Verwandten, der sie unterstützt. Und „ein Weib alleine ist nicht rechtfähig“. Ohnehin lebt sie in einer Zeit, in der Frauen wie sie – nämlich solche, die nach Bildung streben – als „nicht gottgefällig“ bezeichnet werden. „Mann“ ist gemeinhin der Ansicht, dass Frauen überhaupt nicht lernfähig sind und dass Frauen, die sich entgegen der göttlichen Ordnung benehmen unfruchtbar werden. Auch Utas Ehemann gibt ihr die Schuld an der Tatsache, dass sie einfach nicht schwanger wird und droht damit, sie zu verstoßen. Aber das sind noch nicht die einzigen Probleme, mit denen Uta sich rumschlagen muss. Ganz nebenbei unterstützt sie noch tatkräftig den Kathedralen-Bau zu Naumburg, bei dem es immer wieder neue Probleme zu bewältigen gibt. Und dann ist da auch noch die heimliche Liebe zu ihrem Schwager Herrmann… Ich muss gestehen, Themen wie „Frau setzt sich gegen alle möglichen Widerstände durch“ und „die Rolle der Frau in vergangenen Zeiten“ reizen mich immer. Auch hier war ich wieder angemessen empört ob der Tatsache, dass einer Frau die völlige Selbstbestimmung, Entscheidungsbefugnis und die „Rechtfähigkeit“ abgesprochen wird. Gerne habe ich also Uta auf ihrer Suche nach Gerechtigkeit begleitet. Und auch ein Thema wie der Bau einer Kathedrale ist gewöhnlich für mich von Interesse. Faszinierend fand ich zudem alles, was mit der damaligen Rechtsprechung zu tun hatte. Darauf wird ziemlich ausführlich eingegangen. Aus heutiger Sicht kann man über die vielen Gottesurteile natürlich nur den Kopf schütteln. Mit der Umsetzung war ich aber nicht immer ganz glücklich. Zunächst mal musste ich mich ein wenig an den Schreibstil gewöhnen. Der kam mir anfangs reichlich kitschig vor. Gleichzeitig aber auch sehr bekannt. Und dann dämmerte mir, woran mich die Sprache erinnerte. Bei uns findet auf einer alten Burg jedes Jahr ein „Mittelalterliches Spectaculum“ statt und da wird so gesprochen, wie das ganze Buch klingt. Von da ab hatte ich mich mit der Sprache ausgesöhnt, empfand ich sie dann doch als passend für den zeitlichen Hintergrund. Ein paar Sachen waren für mich aber nicht logisch, passten einfach nicht. Dieses angebliche Stottern von Uta beispielsweise, dass nur an einzelnen Stellen im Buch auftrat und sich dann meist nur auf ein Wort beschränkte, kam mir sehr unglaubwürdig vor. Und da dem Stottern im Handlungsablauf eine zukunftsentscheidende Bedeutung zugewiesen wurde, hätte man das entweder deutlicher und konsequenter darstellen oder sich etwas anderes einfallen lassen müssen. Und dass sie – die eine freundschaftliche Beziehung zur Kaiserin hat – trotzdem 20 Jahre braucht, bis sie Anklage erheben kann, wollte mir einfach nicht in den Kopf. Zu diesen Punkten gesellten sich noch ein paar Längen, die aber an anderer Stelle durch völlig überraschende Dinge ausgeglichen wurden. Im Nachwort wird einiges über das tatsächliche „geschichtlich belegte“ Leben der handelnden Personen berichtet. Über Uta von Naumburg (die jedem bekannt ist, der schon mal ein Kreuzworträtsel gelöst hat) gibt es nicht sehr viele gesicherte Fakten. So erfährt man, welche Punkte des Buches auf Tatsachen beruhen und was die Autorinnen sich dazu ausgedacht haben. Wer es also schafft, sich mit der Sprache anzufreunden und über ein paar – wie ich finde – unlogische Punkte hinwegzusehen und sich zudem nicht vor einem dicken Wälzer fürchtet, erlebt eine interessante Geschichte aus einer spannenden Zeit – dem frühen 11. Jahrhundert.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Herrin der Kathedrale
von Michelangelo aus Schleswig-Holstein am 07.02.2014

Der Roman spielt im 11. Jahrhundert. Nach einem Missverständnis verbannt der despotische Vater seine Tochter Uta - Freunde bringen sie noch in derselben Nacht zu ihrem Schutz ins Kloster Gernrode – in der gleichen Nacht kommt auch ihre Mutter um. Uta wird dort von der... Der Roman spielt im 11. Jahrhundert. Nach einem Missverständnis verbannt der despotische Vater seine Tochter Uta - Freunde bringen sie noch in derselben Nacht zu ihrem Schutz ins Kloster Gernrode – in der gleichen Nacht kommt auch ihre Mutter um. Uta wird dort von der gütigen Äbtissin Hathui angeleitet, findet in ihr so etwas wie eine Ersatzmutter….aber auch diese verliert sie nachrelativ kurzer Zeit und steht nun wieder alleine und ohne Schutz da. Die neue Äbtissin, die ihr das Leben nicht gerade leicht macht, nimmt die begnadete Schreiberin mit nach Quedlinburg zu einem Hoftag - ein Glücksfall für Uta, sie trifft dort auf Gisela von Schwaben, die für Utas weiteres Leben eine bestimmende Rolle spielen wird…..neue Wege und neue Möglichkeiten tun sich für Uta auf. Der Roman ist gut und leicht lesbar geschrieben. Er ist durchweg spannend und mitreißend . Man verliert nicht den Faden, auch wenn man gezwungen sein sollte, eine Lesepause einlegen zu müssen. Die Personen sind bildhaft und gut vorstellbar beschrieben-man baut im Laufe des Geschehens Sympathien und Antipathien auf– man kann mitleben, mitleiden und sich auch mitfreuen. Viele Kapitel z.B. die des Kathedralenbaus sind so bildhaft beschrieben, dass man z.B. die Baupläne förmlich vor sich zu sehen meint. Das einzige, worüber ich gestolpert bin, war das Ende des Romanes. Das ging mir dann etwas zu rasch und ich kann es nicht gut nachvollziehen, obwohl ich Uta diesen Schluß gönnen würde….. Fazit: ein gelungenes Buch, lesens- und empfehlenswert!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
schöne Geschichte
von leseratte1310 am 27.12.2013

Der Roman handelt von Uta von Ballenstedt, Mitstifterin des ersten Naumburger Doms. Nachdem Uta, die ein wenig ungestüm ist, unschuldig in eine verfängliche Situation mit einem Knappen gerät, wird sie von ihrem Vater fast zu Tode geprügelt. Außerdem will er sie öffentlich verstoßen. Die Mutter lässt Uta ins Kloster... Der Roman handelt von Uta von Ballenstedt, Mitstifterin des ersten Naumburger Doms. Nachdem Uta, die ein wenig ungestüm ist, unschuldig in eine verfängliche Situation mit einem Knappen gerät, wird sie von ihrem Vater fast zu Tode geprügelt. Außerdem will er sie öffentlich verstoßen. Die Mutter lässt Uta ins Kloster Gernrode schaffen. Nachdem Uta wieder genesen ist, will sie ihre Mutter von ihrer Unschuld zu überzeugen. Die Mutter ist tot, vom Vater angeblich zu Tode geprügelt. Sie schört sich, die Sache aufzuklären und Gerechtigkeit zu fordern. Nach einiger Zeit im Kloster führt das Schicksal sie als Hofdame der Herzogin Gisela von Schwaben und späteren Kaiserin Gisela an den Hof. Utas Aufgaben sind Schreibarbeiten und die Archivierung von Dokumenten. Mit Gisela und deren Gefolge reist Uta durchs Reich. Nach einigen Jahren besteht die Kaiserin darauf, dass Uta heiratet. Für sie wurde Ekkehard von Meißen ausgesucht, obwohl sie mit seinem Bruder Hermann mehr verbindet. Als Burgherrin führt sie das Leben auf der Burg geschickt an. Ihren lieblosen Gemahl erträgt sie, da er meist abwesend ist. Die Ehe bleibt kinderlos. Zu ihrem Schwager Hermann von Meißen fühlt sie sich immer mehr hingezogen. Seine Pläne, eine Kathedrale zu bauen, faszinieren sie. Sie kümmert sich bei dem Bauprojekt um die Beschaffung des Materials, fertigt Zeichnungen an und stellt die Arbeitskräfte ein. Uta ist eine starke Frau und weiß ihren Weg zu gehen. Das Rollenbild der Frau war zur Zeit Utas sehr einseitig. Die Frau war Besitz ihres Vaters oder ihres Ehemannes. Sie hatte zu gehorchen und zu funktionieren. Nur in Klöstern hatten Frau die Möglichkeit, sich intellektuell zu entwickeln. Die Kaiserin Gisela, die in vielem ein Vorbild für Uta war, diente ihrem Mann nicht unterwürfig, sondern war ihm eine liebevolle Gattin, die in auch politisch unterstützte und beriet. Der Roman – chronologisch erzählt - ist sprachlich sehr angenehm zu lesen. Die Charaktere sind detailliert beschrieben. Man kann sich gut in jene Zeit hineinversetzen. Die Art, wie damals Recht gesprochen wurde, ist sehr aufschlussreich. Alle wichtigen Protagonisten sind gut beschrieben. Kurz: ein ansprechender Roman.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Toller Debütroman
von Jouvancourt aus München am 31.10.2013

* Die Geschichte handelt von einer außergewöhnlichen Frau dieser Epoche: Uta von Ballenstedt (1002 - 1046), die mit dem Marktgrafen Ekkehard II. von Meißen verheiratet war. Die Autorinnen entdeckten die berühmte Statue anlässlich eines Ausfluges im Naumburger Dom und spinnten von dort aus ihren spannenden Roman. Sie ließen sich... * Die Geschichte handelt von einer außergewöhnlichen Frau dieser Epoche: Uta von Ballenstedt (1002 - 1046), die mit dem Marktgrafen Ekkehard II. von Meißen verheiratet war. Die Autorinnen entdeckten die berühmte Statue anlässlich eines Ausfluges im Naumburger Dom und spinnten von dort aus ihren spannenden Roman. Sie ließen sich von historischen Dokumenten inspirieren, verbrachten viel Zeit in der kleinen Nische unter der Statue, um die Energie ihrer Protagonistin aufzunehmen und dem Blick (der Statue) Herrmanns zu folgen, der sie seit 800 Jahren mit glühenden Blick anschaut... Aber nun rasch zum Buch: Das voluminöse Buch von fast 800 Seiten beginnt mit einem praktischen Überblick über die einzelnen dargestellten Personen des Romans, so wie die Einführung zu einem Theaterstück. Das Softcover ist sehr schön ausgearbeitet und mit einem Relief auf der 1. Seite versehen. Das Nachwort ergänzt noch etwas die Geschichte und erklärt einige historische Einzelheiten, was die Geschichte schön abrundet. Bereits nach den ersten zwei Seiten des Buches ist man schnell in die Geschichte abgetaucht, die Autorinnen verstehen es, die Ambiente des Jahres 1018 detailgetreu und lebendig darzustellen. Die Mutter ist Utas engste Vertraute auf der Burg und die Schwester eine Seelenverwandte. Plötzlich gerät Uta in eine Intrige um einen Vergewaltigungsversuch, die ihren Vater veranlasst, sie in ein Kloster einweisen zu lassen. In dieser neuen Welt muss sie sich neu orientieren und fügt sich in das Klosterleben ein, bis sie plötzlich vom gewaltsamen Tod ihrer Mutter erfährt und ihren Vater verdächtigt, sie ermordet zu haben. Sie leistet einen heiligen Eid, dass die Gerechtigkeit an den Tag kommen wird. Immer an ihren Schwur denkend, eignet sie sich im Kloster Gernrode viel Wissen an, wird die private Schreiberin der Äbtissin und schließlich holt sie Kaiserin Gisela von Schwaben an ihren Hof. Von dort aus ist es ihr Schicksal, zur Baumeisterin der Kathedrale von Naumburg ausgewählt zu werden. Eine Kathedrale war im Mittelalter die gewaltigste Schöpfung der Menschheit, ihr Bau verlangte ein immenses Wissen und ein derartiger Sakralbau heiligte auch zweifellos ihre Erbauer. Utas Leben ist voller Schicksalsschläge, mit Höhen und Tiefen, aber sie setzt sich schließlich als Frau in dieser Männerwelt durch und besticht durch Klugheit und Loyalität. Fazit: Ein wirklich schöner Debütroman der Autorinnen, farbenfroh, eindringlich und sehr unterhaltsam. Die Hauptperson ist absolut überzeugend, man begleitet sie gerne durch ihr Leben und nimmt sich ihre Sachen selbst zu Herzen! Einige sexuelle Szenen finde ich etwas geschmacklos und vulgär erzählt, hier hätte ich mehr Feingefühl erwartet! Was ich auch vermisste, waren einige grafische Darstellungen der Statue innerhalb der Stiftergruppe im Dom, eine Zeichnung des Doms, der Burgen und Klöster und eines Stammbaumes der Familie. Das soll nicht unbedingt eine Kritik sein, es ist eher so, dass man sich durch dieses Epos derartig in die Familiengeschichte hineinversetzt fühlt, dass man diese Informationen gerne visuell vor sich haben möchte. Die Autorinnen verstehen es meisterlich, dem Leser die Atmosphäre des XI. Jahrhunderts zu vermitteln und ihn damit keine Sekunde zu langweilen!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Konnte mich nicht überzeugen
von PMelittaM aus Köln am 05.11.2014

Uta von Ballenstedt wächst auf der Burg eines despotischen Vaters auf. Als er eines Tages entdeckt, dass ein Knappe sie bedrängt, gibt er ihr die Schuld dafür und will sie verstoßen. Ihre Mutter lässt sie daraufhin vor dem Vater in Sicherheit bringen, wird von diesem dafür aber hart bestraft... Uta von Ballenstedt wächst auf der Burg eines despotischen Vaters auf. Als er eines Tages entdeckt, dass ein Knappe sie bedrängt, gibt er ihr die Schuld dafür und will sie verstoßen. Ihre Mutter lässt sie daraufhin vor dem Vater in Sicherheit bringen, wird von diesem dafür aber hart bestraft und stirbt kurz darauf. Uta ist sicher, dass ihr Vater am Tod der Mutter Schuld hat und will Gerechtigkeit. Da diese für Frauen zur damaligen Zeit fast unmöglich durchzusetzen ist, hat Uta einen langen Weg vor sich. Uta von Naumburg (vor ihrer Heirat Uta von Ballenstedt) ist eine reale historische Persönlichkeit, die man vor allem aus vielen Kreuzworträtseln kennt, sie ist eine der Stifterfiguren im Naumburger Dom. Über ihr tatsächliches Leben ist so gut wie nichts bekannt. Claudia und Nadja Beinert haben daher, vor dem tatsächlichen historischen Hintergrund, ihr Leben so erzählt, wie es den beiden Autorinnen möglich schien. Leider ist ihnen das meiner Meinung nach nicht wirklich gut gelungen. Das fängt schon einmal bei den Charakteren an. Die meisten sind recht oberflächlich und wenig facettenreich gezeichnet, wenige erschienen mir authentisch bzw. in ihren Gefühlen und Handlungen nachvollziehbar charakterisiert. Schon Uta ist für mich kaum greifbar. Zum Einen wird sie als sehr klug auch sehr lernfähig dargestellt, zum Anderen handelt sie oft unglaublich naiv und unbedacht, hat absolut keine Menschenkenntnisse und lernt oft nicht aus ihren Fehlern. Wenn man die Naumburger Figur sieht, sieht man eine selbstbewusste Frau. Die Uta im Buch ist unsicher, leicht zu beeinflussen und hat wenig Selbstbewusstsein. Auch muss sie auf Ihr Umfeld sehr wunderlich gewirkt haben, sie führt ständig Selbstgespräche oder murmelt vor sich hin ansonsten haucht oder flüstert sie viel. Viele der Charaktere sind sehr einseitig, teilweise überzeichnet „böse“ und machen auch im Laufe der Handlung keine Entwicklung durch. Für mich sind es einfach zu viele solcher Personen, die mir zudem nicht alle handlungsrelevant erscheinen und daher wohl nur aus dramaturgischen Gründen so gezeichnet wurden. Doch wie viel spannender hätte es sein können, hätte man eine Veränderung feststellen können oder wäre zumindest eine nachvollziehbare Motivation zu erkennen gewesen. Einzig bei Utas Ehemann Ekkehard kann man da eine tiefergehende Charakterzeichnung feststellen. Natürlich gibt es auch die eine oder andere Figur, die ich mochte, allen voran Katrina, Utas Magd in Naumburg, die so dargestellt wurde, wie ich Uta gerne gesehen hätte: Aufgeweckt, loyal und mutig. Auch Gisela gefällt sehr gut, sie zeigt, dass Frauen zu jener Zeit durchaus auch etwas zu sagen hatten. Die Geschichte an kann mich gesamtheitlich gesehen auch wenig überzeugen. Einige Passagen haben mir gut gefallen, z. B. Utas Jahre am Hof, auch das Leben im Stift wurde schön dargestellt (sieht man einmal von o. g. Problemen der überzeichnet „Bösen“ ab). Hier hat man das Gefühl einen schönen historischen Roman zu lesen. Weniger gefallen haben mir zwei der Haupthandlungsstänge: Die Liebesgeschichte und Utas Suche nach Gerechtigkeit, zumal beides auf reiner Fiktion beruht. Ob diese beiden Handlungsstränge nötig sind, mag dahin gestellt sein, zumindest auf die Liebesgeschichte hätte man verzichten können und Uta vielleicht eine glückliche Ehe gönnen können, vieles schien mir in diesem Zusammenhang an den Haaren herbei gezogen. Auch die Storyline um Utas Suche nach Gerechtigkeit für ihre Mutter finde ich oft störend, zumal sie am Ende recht makabre Ausmaße annimmt. Utas Interesse an Bildung hätte man auch anders erklären können. Ab etwa Mitte des Buches steht dann der Kathedralenbau im Mittelpunkt, der dem Roman letztlich auch seinen Namen gibt. Diesen Handlungsstrang finde ich recht interessant. Die Sprache ist ziemlich pathetisch-schwülstig, soll wohl ein Flair von Mittelalter verströmen, teilweise empfinde ich sie etwas albern und öfter regelrecht kitschig. Mein Kitsch-Barometer hat auch sonst mehr als einmal ausgeschlagen, gegen Ende immer mehr, z. B. bei den Begegnungen Utas mit ihrer Schwester. Hier sind mir auch sehr oft Wiederholungen aufgefallen, mehrmals kurz hintereinander z. B. „Wir sind die Töchter der Hidda von Lausitz“ (als eine Art Durchhalteparole), für mich ist das zunehmend nervig gewesen. Gestört hat mich auch, wenn bekannte Worte wie Reliquie durch ein deutsches Wort, hier Überbleibsel, ersetzt werden, auf mich wirkt das wenig authentisch. Für einen guten historischen Roman hat mir auch ein bisschen Ausstattung gefehlt. Ein Nachwort zu Fakten und Fiktion ist vorhanden, ebenso ein Personenverzeichnis, das mir wegen seines Humors gut gefallen hat, das aber auch ein paar Spoiler beinhaltet. Gefehlt hat eine Karte und leider auch eine Zeittafel. Der Roman hat große zeitliche Sprünge, die leider nicht gekennzeichnet sind, eine Zeittafel wäre sehr schön gewesen, besser noch wäre gewesen, wären jeweils Zeitangaben vorangestellt worden. Mir ist nicht ganz klar, wer die Zielgruppe des Romans sein soll. Freunde gut recherchierter historischer Romane? Dafür hält sich die Geschichte zu wenig an historisch überlieferten Tatsachen bzw. werden die Leben historischer Personen zu sehr verändert, ist die Geschichte insgesamt zu fiktiv und fehlen o. g. Extras. Liebhaber von Liebes- und Lebensgeschichten vor historischen Hintergründen ohne Anspruch auf historische Genauigkeit? Dafür gibt es zu viel Theorie, z. B. was den Kathedralenbau angeht. Insgesamt fehlt es dem Roman an Spannung. Es gibt zwar, vor allem gegen Ende einige Wendungen, die kommen aber, liest man aufmerksam, nicht überraschend. Es fehlt, zumindest für mich, eine Identifikationsfigur, die Geschichte ist nicht immer logisch und nachvollziehbar, meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Der historische Hintergrund ist zwar gut recherchiert, die persönlichen Geschichten jedoch beruhen fast nur auf Mutmaßung, Mutmaßungen, die ich nicht immer teilen kann. So hat mir hat der Roman nicht besonders gefallen und so kann ich ihn leider auch nicht weiterempfehlen. Ich kann leider nur knapp 3 Sterne geben.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Solider historischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden am 15.07.2014
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Im Frühmittelalter haben Frauen keine Rechte und können nichts aus eigenem Antrieb vollbringen. Die Figur der Uta von Ballenstedt schafft dagegen einiges, was für die "normale" Frau in dieser Zeit nicht möglich war. Sie wird im Kloster zu einer Schreiberin, gelangt dadurch an den Hof des späteren Kaisers Konrad,... Im Frühmittelalter haben Frauen keine Rechte und können nichts aus eigenem Antrieb vollbringen. Die Figur der Uta von Ballenstedt schafft dagegen einiges, was für die "normale" Frau in dieser Zeit nicht möglich war. Sie wird im Kloster zu einer Schreiberin, gelangt dadurch an den Hof des späteren Kaisers Konrad, wird in einer Zweckehe verbunden und erlangt schließlich Erfüllung in der Aufgabe eine Kathedrale in nur 10 Jahren zu errichten. Sie wird Bauzeichnerin und Planerin. Dadurch straft sie die Vorstellungen der Zeit über den Wert einer Frau Lügen und findet so ihren Weg zum Seelenfrieden. Den Beinert-Schwestern gelingt es gut, die Atmosphäre des Mittelalters einzufangen, die Frömmigkeit und den Aberglauben zu vermitteln. Manchmal erscheinen die Dialoge und inneren Monologe etwas banal, daher nur drei Sterne. Dennoch ist "Die Herrin der Kathedrale" ein guter Schmöker für alle Fans historischer Romane.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Die Herrin der Kathedrale

Die Herrin der Kathedrale

von Claudia Beinert , Nadja Beinert

(18)
Buch
12,99
+
=
Die Kathedrale der Ewigkeit

Die Kathedrale der Ewigkeit

von Claudia Beinert

(2)
Buch
9,99
+
=

für

22,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Buchhändlerempfehlungen

Kundenbewertungen