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Die Hexe von Nassau

Roman

(6)
Das Herzogtum Nassau im Jahr 1676: Hier lebt
die junge Katharina mit ihrer Mutter in der Nähe der Stadt Idstein. Als Graf Johannes seine grausamen Hexen­verfolgungen beginnt, geraten die beiden
Frauen in Gefahr. Katharinas Mutter wird hinge-
richtet. Und auch das Mädchen bleibt von Verdächtigungen nicht verschont, denn sie ist in das Visier des skrupellosen Henkers Leonhard Busch geraten. Dieser schreckt vor nichts zurück, um Katharina in seine Gewalt zu bringen.
Portrait
Nicole Steyer wurde 1978 in Bad Aibling geboren und wuchs in Rosenheim auf. Doch dann ging sie der Liebe wegen nach Idstein im Taunus. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie zu schreiben, beschäftigte sich mit der Idsteiner Stadtgeschichte und begann zu recherchieren. Das Ergebnis dieser Recherchen war ihr erster historischer Roman, DIE HEXE VON NASSAU, der sich mit den Hexenverfolgungen in Idstein und Umgebung befasst und ein großer Erfolg wurde. Für DER FLUCH DER SOMMERVÖGEL hat sie umfangreiche Recherchen in Frankfurt betrieben, genauso wie sie für DAS PESTKIND sich intensiv mit Rosenheim und Umgebung zur zeit des Dreißigjährigen Krieges beschäftigte.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 635
Erscheinungsdatum 02.11.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-51132-9
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 192/125/48 mm
Gewicht 623
Originaltitel .
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


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Sehr lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Waldrohrbach am 30.11.2012

Die junge Katharina und ihre Mutter Eva führen ein bescheidenes Leben. Ihren Unterhalt bestreiten sie mit dem Nähen von Kleidern und ihrem kleinen Hof. Zudem verdient Katharina noch ein bisschen Geld auf dem Gutshof Gassenbach, wo sie bei der Pferdepflege hilft. Als eines Tages einige Tiere sterben und die... Die junge Katharina und ihre Mutter Eva führen ein bescheidenes Leben. Ihren Unterhalt bestreiten sie mit dem Nähen von Kleidern und ihrem kleinen Hof. Zudem verdient Katharina noch ein bisschen Geld auf dem Gutshof Gassenbach, wo sie bei der Pferdepflege hilft. Als eines Tages einige Tiere sterben und die Kühe keine Milch mehr geben ist schnell klar, hier sind Hexen am Werk. Als der Henker zum Gut kommt um den Schadenzauber zu vertreiben flieht Katharina in Panik ohne ihren Umhang in den Schneesturm. Halb erfroren trifft sie auf Andreas, ein Freund aus Kindertagen, der nun als Priester seinen Dienst bei Pfarrer Wicht antreten will. Nachdem er sie nach Hause gebracht hat merken beide das sie mehr füreinander empfinden. Als Tage später Kinder ein Hexenlied über Kathie Häuser, Mutter von Maria, Katharinas bester Freundin, singen fällt der Verdacht auf die Hebamme. Der Graf lässt den Henker Meister Leonhard Kathie Häuser abholen und foltern. Unter Folter bekennt sie sich zur Hexerei und bezichtigt auch Eva als Hexe. Als ihre Mutter ebenfalls gefoltert und auf dem Scheiterhaufen sterben muss, bricht für Katharina eine Welt zusammen. Nicht ahnend, dass ihr das Schlimmste noch bevorsteht. Die Hexe von Nassau ist ein sehr eindringlich und stellenweise schockierender Roman. Man hat das Gefühl das man mitten in dem Geschehen dabei ist. Man kann förmlich mit den Gefolterten mitleiden und spürt den Schmerz den sie erdulden müssen. Das Buch ist sehr gut recherchiert und es lässt einen schaudern das es Kathie Häuser und Eva Heinemann wirklich gegeben hat. Für Fans der historischen Romane ein unbedingtes Muss.

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Geschichte mal anders
von Pandora am 29.11.2012

Nassau 1676: Als streng gläubiger Mensch, beginnt Graf Johannes eine Hexenverfolgung, zum Wohle seiner Untertanen, aber auch um sich Gottes Wohlwollen zu erkaufen. Seit dem Krieg sind einige Jahre vergangen und nach den Wirren der Kriegsjahre hat sich der Lebensstil der Menschen des Herzogtums endlich wieder zum Guten gewendet.... Nassau 1676: Als streng gläubiger Mensch, beginnt Graf Johannes eine Hexenverfolgung, zum Wohle seiner Untertanen, aber auch um sich Gottes Wohlwollen zu erkaufen. Seit dem Krieg sind einige Jahre vergangen und nach den Wirren der Kriegsjahre hat sich der Lebensstil der Menschen des Herzogtums endlich wieder zum Guten gewendet. Jedoch bringt es auch eine gewisse Lasterhaftigkeit mit sich. Gleichzeitig erkranken und sterben Menschen und Tiere aus unerklärlichen Gründen und so liegt es auf der Hand das der Teufel seine Hände im Spiel haben muss. Die Hebamme Kathie Häuser gerät als erstes in den Verdacht eine Hexe zu sein. Während der grausamen Verhöre gesteht sie und beschuldigt auch Eva Heinemann der Hexerei. Beide werden als Hexen verurteilt und hingerichtet. Die Töchter der Frauen, Katharina und Marie, sind Freundinnen und stehen sich in dieser Zeit gegenseitig bei, bis auch Katharina in den Verdacht der Hexerei gerät. Der Roman ist über weite Strecken dunkel, düster, schaurig und erschreckend. Dies sollte jedem bewusst sein, der sich für diese Lektüre entscheidet. Die Thematik der Hexenverfolgung hat mich schon mehrmals beschäftigt, aber diesen Roman zu lesen bedeute zum ersten Mal sich nicht nur zu informieren, sondern zu erleben. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl mitten im Geschehen zu sein: gemeinsam mit Katharina das Leid und den Kummer über den Tod ihrer Mutter zu spüren, die Schrecken der Folter zu ertragen und zu erleiden, ihre Angst zu spüren. Ich hatte das Gefühl gemeinsam mit ihr gefangen zu sein, den abscheulichen Geruch zu riechen und mich ebenso schmutzig zu fühlen wie Katharina. Aber auch konnte ich mit ihr gemeinsame Momente des Glücks und der Geborgenheit erleben. Und dies macht die „Hexe von Nassau“ zu einen ganz besonderen Werk. Man spürt stets die tolle Recherche, die die Autorin Nicole Steyer im Vorfeld geleistet hat. Ihr ist es gut gelungen sowohl historisch belegte Personen und selbst erfunden Charaktere zu vereinen und miteinander harmonieren zu lassen. Die Geschichte wirkt stets authentisch und keinesfalls kitschig und um dies zu erreichen, hat sie sogar auf das erhoffte Happy End verzichtet, denn dieses hätte die Geschichte und somit deren Authentizität zerstört. Trotz der Düsterheit der Thematik gab es auch (wie bereits erwähnt) Lichtblicke, die sehr gefühlvoll dargestellt wurde. Die Autorin schaft es stets den Leser, mit ihren klaren Schreibstil und die bildhaften Darstellungen, mitzureißen. Es fiel immer wieder schwer das Buch zu schließen und insbesondere Katharina, die im Laufe der Geschichte beinahe eine wahre Freundin geworden ist, allein ihrem Schicksal zu überlassen. Viel zu schnell vergingen die 630 Seiten und man musste Abschied nehmen von der netten Protagonistin Katharina. Das Lesen ihrer Geschichte hat mich zutiefst berührt und trotz des düsteren und grauenhaften Themas habe ich jede Zeile genossen. Für alle Liebhaber historischer Romane ein MUSS.

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ein unbequemes Thema - spannend und mitreissend aufbereitet!
von S. Degenhardt alias Smilla aus Rheinland Pfalz am 24.11.2012

„Die Hexe von Nassau“ war mein erstes Buch über das Thema Hexenverfolgung. Da es in der Stadt Idstein spielt, was nicht so weit von meiner jetzigen Heimat entfernt liegt und ich historische Romane liebe, war dieses Buch ein „Muss“ für mich. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte um... „Die Hexe von Nassau“ war mein erstes Buch über das Thema Hexenverfolgung. Da es in der Stadt Idstein spielt, was nicht so weit von meiner jetzigen Heimat entfernt liegt und ich historische Romane liebe, war dieses Buch ein „Muss“ für mich. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte um Katharina, deren Mutter bei der Hexenverfolgung umgebracht wurde und ständig in großer Gefahr schwebt, hat mich vom ersten Satz an gefesselt. Ich habe jede freie Minute dazu genutzt um in diesem Roman zu schmökern. Das Thema an sich ist ja nicht gerade positiv, was einem bewusst sein sollte, wenn man zu diesem Buch greift. Mir stockte einige Male der Atem, denn es gab ein paar grausame Szenen, nach denen ich eine kleine Pause einlegen musste, um diese zu verdauen. Aber genau das macht den Roman so authentisch und liess mich über das Leid und den Wahnsinn / Irrglauben, der hinter der Hexenjagd standen, nachdenken und den Kopf schütteln. Aus heutiger Sicht kann man das Ganze nicht nachvollziehen, doch Nicole Steyer hat die Hintergründe gut rübergebracht. Zwischendurch überfiel mich das Verlangen selbst über die Hexenverfolgung in Idstein zu recherchieren, wobei mir auffiel, wie nahe die Rahmenhandlungen und -personen an den historischen Fakten angelehnt sind! Die Autorin hat sehr flüssig geschrieben, es gab viele spannende Szenen und – was mir im Vergleich zu manch anderem historischem Roman positiv aufgefallen ist – keine Sexzenen!! :) Alle Romanfiguren wuchsen mir mit der Zeit sehr ans Herz (die einen mehr, die anderen weniger), so dass ich sie nach ca. 630 Seiten mit Wehmut weiter ziehen liess. Ein Happy End, wie man es während des Lesens erwartet, gibt es nicht. Aber so viel sei verraten: Katharina wird trotzdem glücklich! Sollte es eine Fortsetzung von Katharina geben, werde ich sehr gerne wieder zu ihr ins Mittelalter reisen. Auch weitere Romane von Nicole Steyer werden in meinem Bücherregal höchst willkommen sein!!

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Ein fesselnder Blick in die Vergangenheit
von Ker_Stin am 23.11.2012

Das Buch spielt im Jahr 1676 in der Nähe der Stadtt Idstein und wir erleben die Geschichte der jungen Katharina Heinemann und ihrer Mutter Eva, die aufgrund eines irrsinnigen Verdachtes als Hexen verurteilt werden. Es folgen zahlreiche Hexenverbrennungen durch den skrupellosen Henker Leonhard Busch,der sich immer weiter in seinen... Das Buch spielt im Jahr 1676 in der Nähe der Stadtt Idstein und wir erleben die Geschichte der jungen Katharina Heinemann und ihrer Mutter Eva, die aufgrund eines irrsinnigen Verdachtes als Hexen verurteilt werden. Es folgen zahlreiche Hexenverbrennungen durch den skrupellosen Henker Leonhard Busch,der sich immer weiter in seinen Irrsinn hineinsteigert und auf den man, beim lesen, eine große Wut bekommt. Das Buch hält durch die ganzen 630 Seiten seine Spannung, mich hat es , wie schon lange kein Buch mehr, gefesselt und sehr berührt. Die Geschichte ist sehr gut recherchiert, sehr flüssig geschrieben und der Leser erfährt im Nachwort noch eine Menge über die tatsächlichen Opfer. Ich kann es nur empfehlen, es ist toll geschrieben und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Dieses Buch bleibt noch lange im Kopf und in den Gedanken . Vielen Dank Nicole Steyer für diesen tollen Roman!!

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Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
von Brilli aus Hagen am 20.11.2012

Man schreibt das Jahr 1676. Im Herzogtum Nassau regiert Graf Johannes, ein strenggläubiger, gesetzestreuer Landesfürst, dem das Wohl seiner Untertanen ebenso am Herzen liegt wie sein gottgefälliges Handeln, mit dem er glaubt, Gottes Wohlwollen für die Ewigkeit zu erreichen. Als nun Mutmaßungen aus dem Kreise seiner Vertrauten an sein Ohr... Man schreibt das Jahr 1676. Im Herzogtum Nassau regiert Graf Johannes, ein strenggläubiger, gesetzestreuer Landesfürst, dem das Wohl seiner Untertanen ebenso am Herzen liegt wie sein gottgefälliges Handeln, mit dem er glaubt, Gottes Wohlwollen für die Ewigkeit zu erreichen. Als nun Mutmaßungen aus dem Kreise seiner Vertrauten an sein Ohr dringen, dass in einigen Fällen Hexenwerk im Gange sei, das den Bauern das Vieh sterben ließ und allerhand Schadenzauber Krankheit und Tod über die Menschen bringe, sieht er die Stunde gekommen, die Hexen aufspüren und einholen zu lassen, um damit sein Ansehen bei Gott zu erhöhen und Ungemach von seinem Volk abzuwenden. Das ist willkommene Arbeit für den in seinen Diensten stehenden Henker Leonard Busch, den das Volk fürchtet, als sei er ein Abgesandter des Teufels. Dem wird die Entscheidung des Grafen den Säckel mit Münzen füllen und Verhöre und Hinrichtungen werden seine Grausamkeit befriedigen. Als die junge Katharina Heinemann, die mit ihrer Mutter Eva nahe der Stadt Idstein einen kleinen Hof bewirtschaftet, durch Denunziation in seine Hände gerät, beherrscht ihn nur noch ein Gedanke : "Die Hexe muss brennen" Nicole Steyer hat einen großen Roman geschrieben. Gut recherchiert, in flüssigem Schreibstil und eindrucksvollen Worten malt sie ein Bild der damaligen Zeit. Es gelingt ihr hervorragend, den Leser in diese Welt miteinzubinden. Er läuft mit durch schlammige, aufgeweichte Straßen, fürchtet die gefahrvolle Stille dunkler Torbögen, in denen der Gestank nach Fäkalien die Luft verpestet und leidet mit den unschuldig Angeklagten in der lautlosen Schwärze dunkler Verließe, die sich erst dann wieder öffnen, wenn danach die Flammen der Scheiterhaufen Licht bringen. Umso anrührender sind die Momente der Liebe, des Vertrauens und der Menschlichkeit, die wieder Hoffnung aufleben lassen. Nicole Steyers Buch ist eine beeindruckende Schilderung der damaligen Zeit und im Besonderen ein Plädoyer an alle Menschen, die dazu beitragen, die heutige Zeit zu gestalten. Irgendwo auf der Welt ist immer noch "Nassau" - besiegt werden kann es nur durch unsere Loyalität und Menschlichkeit. Ein Buch, das lange nachschwingt und in unseren Gedanken verweilt. Einfach wunderbar.

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Enttäuschend normal...
von einer Kundin/einem Kunden aus Rostock am 28.06.2016

1676: Der Teufel soll in Nassau sein Unwesen treiben und die Frauen zur Hexerei verführen. Graf Johannes initiiert eine Hexenverfolgung, um dem Einhalt zu gebieten. Der Henker Leonhard Busch, dem es sichtlich Freude bereitet, Menschen zu quälen, steht ihm mit seinen Folterdiensten zur Seite. Er hat es besonders auf... 1676: Der Teufel soll in Nassau sein Unwesen treiben und die Frauen zur Hexerei verführen. Graf Johannes initiiert eine Hexenverfolgung, um dem Einhalt zu gebieten. Der Henker Leonhard Busch, dem es sichtlich Freude bereitet, Menschen zu quälen, steht ihm mit seinen Folterdiensten zur Seite. Er hat es besonders auf Katharina Heinemann abgesehen, deren Mutter er schon zu einem Geständnis und schließlich auf den Scheiterhaufen gebracht hat. Katharina macht es ihm allerdings sehr schwer, was den skrupellosen Henker noch fanatischer werden lässt. Kein Preis ist ihm zu hoch, sie brennen zu sehen ... Der Roman basiert auf wahren historischen Begebenheiten bezüglich der Hexenverfolgung und der kleinen Stadt Idstein. Am Ende des Buches beschreibt die Autorin die Daten und Fakten zu einigen der Hauptfiguren. Dieses Wissen macht neugierig auf die Geschichte, doch sollte man nicht zu viel erwarten - besonders als erfahrener und anspruchsvoller Leser historischer Romane. Drei Figuren ragen besonders heraus und dienen als Konfliktträger der Handlung: Graf Johannes, Henker Leonhard Busch und Katharina. Auch wenn der Graf die Erlaubnis zur Hexenjagd erteilt hat, tat er dies mit der Einschränkung, dass nur Frauen ab einem Alter von vierzig Jahren einberufen werden durften. Busch ist nicht einverstanden und widersetzt sich in vielerlei Hinsicht seinem Herrn, indem er die junge Katharina zu sich holen lässt. Eigensinn, Verrat, Misstrauen und eine gebrochene Loyalität zur Obrigkeit zeichnen die Beziehung zwischen dem Grafen und dem Henker aus. Hass, Wahnsinn und ein verletztes Ego stehen zwischen dem Henker und Katharina. Die Konstruktion dieses Figuren- bzw. Konfliktdreiecks mag interessant und spannungserzeugend wirken, doch die Umsetzung ist leider nur mäßig gelungen. Angefangen bei den Charakteren, die zu gesichtslos gestaltet sind. Leonhard Busch verkörpert ganz offensichtlich das Böse, Katharina das Gute und Graf Johannes den Schlichter. Darüber hinaus gibt es jedoch nicht viel über die Persönlichkeit der Figuren zu erfahren. Katharina und ihre Freundin Maria hätten aufgrund des Mangels an spezifisch beschriebenen Eigenheiten im Charakter durchaus dieselbe Figur sein können. Dem Henker und dem Grafen fehlen ebenfalls die nötige Tiefgründigkeit, um eine Verbindung zwischen dem Leser und den Figuren zu schaffen. Wird die Erzählung aus einer historischen Perspektive betrachtet, dann fehlt es dem Buch in manchen Punkten an Authentizität, besonders in Bezug auf Leonhard Busch. Henker waren im 17. Jahrhundert allgemein geächtet. Sie hatten kein Ansehen, lebten oftmals außerhalb der Stadt und galten als unsozial. Dem gegensätzlich ist Leonhard Busch eine Figur, die sogar ein vergleichbar gutes Sozialleben zu haben scheint. Er ist zwar gefürchtet, doch er hat Freunde, Menschen, die ihm Folge leisten und sogar dem Grafen sind seine Ratschläge stets willkommen. Der einfache Schreibstil ist eher modern, als historisch anmutend. Eine Atmosphäre von vergangenen Zeiten, einer anderen Welt und anderen Sitten kann nicht aufkommen. Auch im Punkt Stil spiegelt sich die Oberflächlichkeit wieder. Aufgrund der auktorialen Erzählperspektive wechselt in manchen Passagen innerhalb weniger Sätze die Perspektive. Wertvolle Informationen oder tiefgründige Einblicke werden durch diese Wechsel allerdings nicht vermittelt. Spannung kommt immer mal wieder auf, kann sich aber nicht vollends entwickeln. Daher hält sie nicht lang genug an, um zum Höhepunkt zu gelangen und den Leser fest einzuspannen. Letztendlich hat die Autorin auf einer ursprünglich interessanten, spannenden und sogar wahren Basis eine eher profane Geschichte gebaut, die sich durch Oberflächlichkeit und Normalität auszeichnet.

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