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Die Illusion des Getrenntseins

Roman

(2)
Eine kleine Bäckerei in Paris, mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Ein unbekannter Soldat übergibt einer jungen Frau ein Neugeborenes ohne Namen und verschwindet.
Mit sieben Jahren erfährt Martin von seinen Zieheltern, dass er ihnen in den Unruhen des Krieges von einem Fremden anvertraut wurde. Von nun an lässt ihn die Frage nach seiner Herkunft nicht mehr los. Er braucht Jahre, um sein Schicksal zu begreifen – und er braucht sein ganzes Leben, um dem Mann zu begegnen, der ihn einst gerettet hat.
In einer wunderbar zarten, eleganten Prosa erzählt Simon Van Booy davon, wie unsere Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Davon, dass die Welt nur scheinbar ein fremder Ort ist und die Menschen darin uns näher sind, als wir ahnen.
Rezension
"Weniger das in der Literatur überstrapazierte Suchen nach Identität anhand der Wurzeln zelebriert der US-Amerikaner Simon Van Booy, sondern die Freude an den Zufällen, die einem das Leben schenken."
Franz Birkenhauer, sf-magazin.de 12.04.2014
Portrait
Claudia Feldmann, geboren 1966, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und übersetzt seit mehr als zehn Jahren aus dem Englischen und Französischen. Unter anderem hat sie Eoin Colfer und Ewan Morrison ins Deutsche übertragen.
Simon van Booy, geboren und aufgewachsen in Wales, lebt mit seiner Frau und Tochter in Brooklyn. Er ist der Autor von zwei Erzählungsbänden und zwei Romanen sowie drei Philosophiebüchern und schreibt u. a. für die New York Times, den Guardian und die BBC. Sein Werk wurde in vierzehn Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 204
Erscheinungsdatum 09.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-36076-6
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 206/130/20 mm
Gewicht 217
Originaltitel The Illusion of Separateness
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Die Illusion des Getrenntseins“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Martin erfährt als Kind von seinen Eltern, dass er adoptiert wurde und hat immer schon Probleme damit zurecht zu kommen. Martins Mutter bekam von einem Fremden während des Krieges ein Baby in die Arme gedrückt - Martin - und behielt ihn. Seine Eltern hatten in Paris eine kleine Bäckerei, die sie jedoch verkauften, um mit ihren Kindern Martin erfährt als Kind von seinen Eltern, dass er adoptiert wurde und hat immer schon Probleme damit zurecht zu kommen. Martins Mutter bekam von einem Fremden während des Krieges ein Baby in die Arme gedrückt - Martin - und behielt ihn. Seine Eltern hatten in Paris eine kleine Bäckerei, die sie jedoch verkauften, um mit ihren Kindern nach Kalifornien auszuwandern. Jahrzehnte später arbeitet Martin in einem Seniorenheim, als ein neuer Bewohner bei der Ankunft in seinen Armen verstirbt, Martin ahnt nicht, wer der alte Mann ist.

Mr. Hugo lebt, vom Krieg gezeichnet, in seiner kleinen Wohnung und kümmert sich rührend um den Nachbarjungen Danny, der mit seiner Mutter alleine nebenan lebt. Mr. Hugo und Danny verstehen sich prächtig, er kann dem Jungen helfen seine Schreib-und Leseschwäche zu bekämpfen und fühlt sich schrecklich alleine, als der Junge mit seiner Mutter wegzieht.

Der Junge Sebastien lebt in einem etwas abgelegenen Haus, das an den Wald grenzt. Dort findet er durch Zufall die Reste eines abgestürzen Flugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg und verbringt hier seine Zeit. Er findet ein Foto einer schönen jungen Frau, das sich im Cockpit befindet und zeigt es seiner Freundin Hayley.

John und Harriet haben noch schnell geheiratet, als John in den Zweiten Weltkrieg ziehen muß, um als Pilot für sein Vaterland zu kämpfen. Als seine Maschine über Frankreich abgeschossen wird, kann John sich retten und sich bis nach Hause durchschlagen und noch ein Menschenleben retten, nämlich einen Soldaten, der sich auf dem Schlachtfeld versteckte. Er überlebt und führt mit Harriet ein wunderbares Leben.

Amelia ist Johns Enkelin und arbeitet in einem New Yorker Museum. Sie ist durch eine Krankheit blind geworden und sucht nach der großen Liebe, die ihr bereits begegnet ist - Philipp.

Alle diese Menschen leben ihr eigenes Leben und doch stehen sie miteinander in Verbindung, ob wohl sie nicht wissen wie. Und am Ende schliesst sich der Kreis.

Ein wunderbarer Roman über das Schicksal und die Verbindung einiger Menschen, grandios aufgebaut und auch grandios beendet.

„„Wo wir auch hingehen, wir hinterlassen immer etwas von uns, ob wir es merken oder nicht.““

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Raffiniert verknüpft Simon van Booy die Geschichten unterschiedlicher Charaktere – zum Teil auf wahren Begebenheiten basierend – von den Anfängen des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute. Wunderschöne, einfühlsam erzählte Literatur – unbedingt lesenswert! Raffiniert verknüpft Simon van Booy die Geschichten unterschiedlicher Charaktere – zum Teil auf wahren Begebenheiten basierend – von den Anfängen des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute. Wunderschöne, einfühlsam erzählte Literatur – unbedingt lesenswert!

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Kundenbewertungen


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Die Illusion des Getrenntsein
von Tamaru am 26.10.2015

Der Roman erzählt die Geschichte von Martin, Mr.Hugo, Sébastien, John, Amelie und Danny. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und sein eigenes Schicksal welche untrennbar miteinander verbunden sind. Es dauert eine Weile bis man versteht wie die einzelnen Kapitel zusammenhängen und sie eine Geschichte ergeben. Man liest jedes einzelne Schicksal,... Der Roman erzählt die Geschichte von Martin, Mr.Hugo, Sébastien, John, Amelie und Danny. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und sein eigenes Schicksal welche untrennbar miteinander verbunden sind. Es dauert eine Weile bis man versteht wie die einzelnen Kapitel zusammenhängen und sie eine Geschichte ergeben. Man liest jedes einzelne Schicksal, ist berührt und betroffen, da das Buch sehr einfühlsam geschrieben ist. Ein leises Buch, das nachdenklich macht und lange nachhält.

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In den Wirren des Krieges
von Jenny Vogler am 06.06.2015

Martin ist nicht das leibliche Kind seiner Eltern, sondern wurde seiner Stiefmutter von einem fremden Soldaten in den Arm gedrückt. John war Kampfflieger im Zweiten Weltkrieg und fand seine große Liebe nach Jahren der Einsamkeit und Entbehrung wieder. Amelia entdeckt trotz Blindheit die ganze Geschichte ihrer Großeltern und Mr.... Martin ist nicht das leibliche Kind seiner Eltern, sondern wurde seiner Stiefmutter von einem fremden Soldaten in den Arm gedrückt. John war Kampfflieger im Zweiten Weltkrieg und fand seine große Liebe nach Jahren der Einsamkeit und Entbehrung wieder. Amelia entdeckt trotz Blindheit die ganze Geschichte ihrer Großeltern und Mr. Hugo ist viel mehr als ein entstellter Kriegsveteran. Sie alle verbindet der Schatten und das Unheil eines alles vernichtenden Weltkrieges und dennoch hat jeder seine ganz persönliche, tragische Geschichte. Der Autor entwirft in einer kleinen, poetischen Erzählung die Lebensgeschichten ganz verschiedener Menschen, deren Wege sich zufällig oder schicksalhaft kreuzen und deren Existenz weit mehr voneinander abhängt, als sie vermuten. In einem bildhaften, oft philosophischen Schreibstil führt Simon van Booy den Leser in eine grausame historische Vergangenheit, die den Menschen alles abverlangte. Eine Zeit, die von Verzweiflung und Überlebenskampf geprägt war und umso mehr von Menschlichkeit und Hoffnung profitieren konnte. Fazit: Ein stilles, poetisches Stück Prosa, welches die Kraft der Liebe und des Glaubens auf vortreffliche Weise in den Mittelpunkt stellt und Charaktere erschafft, die über sich selbst hinauswachsen.

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Schicksale die zusammen fließen
von Andrea Karminrot aus Berlin am 12.05.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch In den Wirren des 2ten Weltkriegs, wird einer Frau ein Baby in den Arm gedrückt. Sie zieht den kleinen Jungen, mit ihrem Mann wie ihr eigenes auf. Erst, als er zur Schule geht, erzählen ihm seine Eltern woher er stammt. Der Fremde, der den Jungen... Das Buch In den Wirren des 2ten Weltkriegs, wird einer Frau ein Baby in den Arm gedrückt. Sie zieht den kleinen Jungen, mit ihrem Mann wie ihr eigenes auf. Erst, als er zur Schule geht, erzählen ihm seine Eltern woher er stammt. Der Fremde, der den Jungen weitergab, trifft Jahre später wieder auf den inzwischen erwachsenen Mann ohne das es Beide wissen, wem sie gegenüber stehen. Die Illusion des Getrennt seins, zeigt uns wie eng unsere Schicksale miteinander verwoben sind, auf welch engem Raum wir uns bewegen. Meine Meinung Ein nachdenkliches Buch. Man findet 5 verschiedene Charaktere und Geschichten, die alle miteinander verwoben sind. Ungefähr wie ein ausgefranstes Seilende, das sich nach oben hin wieder verbindet. Es finden sich unglaublich viele Lebensweisheiten, Sätze die man sich merken möchte, aber soviele kann man gar nicht aufschreiben. Das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere hat mich fasziniert. Alle miteinander verwoben, zu einem Ganzen zusammen gefügt. Über die Kontinente verteilt und trotzdem zusammengehörend. Die Sprache des Autors fand ich sehr ausdrucksstark, eben mitreißend. Trotzdem leicht und leise geschrieben. Obwohl es auch um Krieg und Tod geht. Als Schriftsteller muss man manchmal den Bogen etwas überspannen, damit man dahin kommt, wohin man möchte. Und ganz am Ende werden wir auch darauf hingewiesen, das ein Teil der Geschichte wahr ist. Ich hab es genossen dieses Buch zu lesen! Lieblingssätze S.16 "Familien, die auseinandergerissen wurden wie Papierfetzen im Wind. Sie alle wehte es ihm ins Gesicht." S.83 "Ich glaube, die Menschen wären glücklicher, wenn sie öfter Dinge zugeben würden. In gewisser Weise sind wir alle Gefangene einer Erinnerung, einer Angst oder einer Enttäuschung. Wir werden alle durch etwas bestimmt, das wir nicht ändern können." S. 177 "...so wie wir eines Tages von einem letzten Lufthauch besiegt werden, und dann ist nichts mehr - nichts außer dem Duft unseres Lebens in der Welt, wie an einer Hand, die einst Blumen hielt."

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Wunderbar poetisches Buch mit philosophischen Zügen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 23.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Schon früh erfährt der junge Martin, dass es nicht seine leiblichen Eltern sind, die ihn großziehen. Doch niemand kann ihm sagen, wer seine "wahren" Eltern sind, denn seine Ziehmutter bekam Martin in der Kriegszeit von einem Mann in den Arm gedrückt. Daraufhin floh sie mit dem Baby und lernte... Schon früh erfährt der junge Martin, dass es nicht seine leiblichen Eltern sind, die ihn großziehen. Doch niemand kann ihm sagen, wer seine "wahren" Eltern sind, denn seine Ziehmutter bekam Martin in der Kriegszeit von einem Mann in den Arm gedrückt. Daraufhin floh sie mit dem Baby und lernte bei dieser Flucht ihren zukünftigen Mann kennen. Und zusammen waren sie großartige Eltern. Hier muss ich ein Zitat anführen, das einen wirklich berührt! "Unsere Liebe zu dir wird immer größer sein, als irgendeine Wahrheit." (S. 13) Sobald man Martin etwas näher kennen lernen konnte, wechselt nicht nur der Protagonist, sondern auch die Zeit ändert sich. So ist es nicht mehr das Jahr 2001, sondern das Jahr 1939. Von da an springt Simon Van Booy von 4 weiteren Personen, deren Geschichten sich zwischen 1939 und 2001 zutragen. Jeder von ihnen hat ein schweres Schicksal in den wirren des Zweiten Weltkrieges, oder auch Jahre danach, wenn die Überlebenden schon sehr alt und gebrechlich sind. Das ist auch der Grund dafür, warum es sehr schwierig ist, besonders ein Schicksal als das schlimmste zu erklären. Alle haben sie etwas bedrucken des, führendes und auch tapferes an sich. Von Anfang an stellt sich die Frage, was die einzelnen Handlungsstränge miteinander zu tun haben. Die Antwort wird erst gegen Ende des Buches immer klarer, und gerade das macht es so ergreifend! Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, der stets sehr poetisch war, mit vielen Metaphern, Personifikationen, und, und und.. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass dies keineswegs langweilig oder kitschig war, sondern den tiefgründigen und weisen Aussagen noch mehr tiefe verlieh! Grandios! Vielleicht sind hier ein paar Zitate angebracht, damit man einmal die Atmosphäre dieses Romans auf sich wirken lassen kann. Nur ein paar der Weisheiten, sonst muss ich mich beherrschen, nicht das ganze Buch zu zitieren :D " Ich glaube, die Menschen wären glücklicher, wenn sie öfter Dinge zugeben würden. In gewisser Weise sind wir alle Gefangene einer Erinnerung, einer Angst oder einer Enttäuschung. Wir werden alle durch etwas bestimmt, das wir nicht ändern können." (S. 83) "[...] das, was die Menschen für ihr Leben halten, in Wirklichkeit nur dessen Umstände sind. Die Wahrheit ist näher als das Denken und liegt in dem verborgen, was wir bereits wissen." (S. 19) "Unsere Leben sind verschieden, glaubt Martin, aber am Ende fühlen wir alle das Gleiche und bereuen die Angst, von der wir dachten, dass sie uns stützt."....... Ich kann dieses Meisterwerk wirklich weiterempfehlen! Es ist so bezaubernd und hält einen noch eine ganze Zeit in seinem Bann! Wunderbar!

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Die Illusion des Getrenntseins: Lesen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Weiz am 18.11.2014
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Seit langem wieder mal ein Buch, das ich ohne Pause gleich nochmal von vorne zu lesen beginnen wollte - und es wäre mir nicht langweilig geworden. Der Autor schafft mit Leichtigkeit interessante Figuren, und sobald einem ein Charakter ans Herz wächst, wechselt er zum nächsten Erzählstrang und überspringt dabei... Seit langem wieder mal ein Buch, das ich ohne Pause gleich nochmal von vorne zu lesen beginnen wollte - und es wäre mir nicht langweilig geworden. Der Autor schafft mit Leichtigkeit interessante Figuren, und sobald einem ein Charakter ans Herz wächst, wechselt er zum nächsten Erzählstrang und überspringt dabei wie selbstverständlich die Jahrzehnte. Diese vielen Erzählstränge werden natürlich Stück für Stück miteinander verknüpft, ungewöhnlicherweise jedoch in der Vergangenheit. Letztendlich veränderte eine einzige lange zurückliegende Entscheidung zweier feindlicher Soldaten, sich am Schlachtfeld nicht gegenseitig zu töten, sondern friedlich ziehen zu lassen, so viele Leben, ermöglicht sie zum Teil erst, und all die Handlungen der unterschiedlichen Charaktere dieses Romans entspringen letztendlich diesem einen Augenblick. Natürlich bleibt bei einer solch großen Zeitspanne vieles unerwähnt, und nicht alles, was erwähnt wird, wird auch genauer ausgeführt (oder habe ich überlesen, was die letzten Worte von Martins Frau waren? - noch ein Grund, nochmal von vorn zu beginnen...) - und einiges, das erwähnt wird, wird aus unterschiedlichen Perspektiven auch unterschiedlich erzählt ("Meine Liebe zu dir wird immer stärker sein als irgendeine Wahrheit", sagt Martins Mutter zu ihm, und man glaubt, sie meint damit die Wahrheit, dass er adoptiert ist, aber sie meint wohl die Wahrheit, die sie ihm verschweigt). Trotzdem - oder gerade deswegen - musste ich immer weiterlesen. Das ist letztlich auch meine Empfehlung: Beim Lesen nicht zu viel Zeit lassen, damit man den Faden (oder eigentlich die vielen Fäden) nicht verliert. Und ja, unbedingt lesen.

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Wunderbar poetisches Buch mit philosophischen Zügen!
von warmerSommerregen aus Essen am 06.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Schon früh erfährt der junge Martin, dass es nicht seine leiblichen Eltern sind, die ihn großziehen. Doch niemand kann ihm sagen, wer seine "wahren" Eltern sind, denn seine Ziehmutter bekam Martin in der Kriegszeit von einem Mann in den Arm gedrückt. Daraufhin floh sie mit dem Baby und lernte... Schon früh erfährt der junge Martin, dass es nicht seine leiblichen Eltern sind, die ihn großziehen. Doch niemand kann ihm sagen, wer seine "wahren" Eltern sind, denn seine Ziehmutter bekam Martin in der Kriegszeit von einem Mann in den Arm gedrückt. Daraufhin floh sie mit dem Baby und lernte bei dieser Flucht ihren zukünftigen Mann kennen. Und zusammen waren sie großartige Eltern. Hier muss ich ein Zitat anführen, das einen wirklich berührt! "Unsere Liebe zu dir wird immer größer sein, als irgendeine Wahrheit." (S. 13) Sobald man Martin etwas näher kennen lernen konnte, wechselt nicht nur der Protagonist, sondern auch die Zeit ändert sich. So ist es nicht mehr das Jahr 2001, sondern das Jahr 1939. Von da an springt Simon Van Booy von 4 weiteren Personen, deren Geschichten sich zwischen 1939 und 2001 zutragen. Jeder von ihnen hat ein schweres Schicksal in den wirren des Zweiten Weltkrieges, oder auch Jahre danach, wenn die Überlebenden schon sehr alt und gebrechlich sind. Das ist auch der Grund dafür, warum es sehr schwierig ist, besonders ein Schicksal als das schlimmste zu erklären. Alle haben sie etwas bedrucken des, führendes und auch tapferes an sich. Von Anfang an stellt sich die Frage, was die einzelnen Handlungsstränge miteinander zu tun haben. Die Antwort wird erst gegen Ende des Buches immer klarer, und gerade das macht es so ergreifend! Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, der stets sehr poetisch war, mit vielen Metaphern, Personifikationen, und, und und.. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass dies keineswegs langweilig oder kitschig war, sondern den tiefgründigen und weisen Aussagen noch mehr tiefe verlieh! Grandios! Vielleicht sind hier ein paar Zitate angebracht, damit man einmal die Atmosphäre dieses Romans auf sich wirken lassen kann. Nur ein paar der Weisheiten, sonst muss ich mich beherrschen, nicht das ganze Buch zu zitieren :D " Ich glaube, die Menschen wären glücklicher, wenn sie öfter Dinge zugeben würden. In gewisser Weise sind wir alle Gefangene einer Erinnerung, einer Angst oder einer Enttäuschung. Wir werden alle durch etwas bestimmt, das wir nicht ändern können." (S. 83) "[...] das, was die Menschen für ihr Leben halten, in Wirklichkeit nur dessen Umstände sind. Die Wahrheit ist näher als das Denken und liegt in dem verborgen, was wir bereits wissen." (S. 19) "Unsere Leben sind verschieden, glaubt Martin, aber am Ende fühlen wir alle das Gleiche und bereuen die Angst, von der wir dachten, dass sie uns stützt."....... Ich kann dieses Meisterwerk wirklich weiterempfehlen! Es ist so bezaubernd und hält einen noch eine ganze Zeit in seinem Bann! Wunderbar!

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poetisch, leise und zutiefst beeindruckend
von geheimerEichkater aus Essen am 02.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Simon van Booy erzählt in seinem Roman "Die Illusion des Getrenntseins" davon, wie unsere Leben untrennbar miteinander verbunden sind, daß andere, scheinbar Fremde, uns näher stehen als wir annehmen. Der Roman lebt von seinen unterschiedlichen Zeiten, Orten, Personen, die scheinbar unabhängig von einander beschrieben werden und unvermeidbar doch miteinander verbunden... Simon van Booy erzählt in seinem Roman "Die Illusion des Getrenntseins" davon, wie unsere Leben untrennbar miteinander verbunden sind, daß andere, scheinbar Fremde, uns näher stehen als wir annehmen. Der Roman lebt von seinen unterschiedlichen Zeiten, Orten, Personen, die scheinbar unabhängig von einander beschrieben werden und unvermeidbar doch miteinander verbunden sind, von dem, was zwischen den Zeilen und Kapiteln steht, was nachwirkt und beeindruckt. Deshalb erscheint es mir auch nicht möglich eine kurze Inhaltsangabe zusammen zu fassen, sondern nur anzureißen, was auch thematisiert wird: Unter anderem geht es um das Leben, die Erinnerungen von Martin, inzwischen 70ig-jährig, der als Baby in den Kriegswirren in die Arme "seiner" Mutter in Obhut gegeben wurde, eine neue Identität erhält ... von unterschiedlichen Personen und Schicksalen während des 2. Weltkrieges und danach... Zutiefst beieindruckt hat mich der feine, poetische Schreibstil, der soviel Wahrheit und Besinnliches enthält. Ganz faszinierend finde ich einzelne Aussagen von Martin, Lebensweisheiten mit poetischen Zügen, z.B. "was die Menschen für ihr Leben halten, in Wirklichkeit nur dessen Umstände sind" oder "Wir wechseln von der Erinnerung zur Vorstellung, ohne uns dieses Übergangs wirklich bewusst zu sein".....Unsere Leben sind verschieden, glaubt Martin, aber am Ende fühlen wir alle das Gleiche und bereuen die Angst, von der wir dachten, dass sie uns stützt. Oder der Ausspruch seiner „Mutter“: „Unsere Liebe zu Dir wird immer größer sein als irgendeine Wahrheit.“ ..... und nicht zuletzt scheint mir die Thematik der Judenverfolgung hier auf eine ganz außergewöhnliche Weise ideenreich umgesetzt worden zu sein... Ein wundervolles Buch, das mit leisen und feinfühligen Worten Großartiges erzählt, tief beeindruckt - auch noch lange nach dem Lesen. Gerne würde ich mehr als 5 Sterne vergeben um ihm gerecht zu werden.

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Ein hinreißendes Liebeslied an das Leben
von Inge Weis aus Pirmasens am 07.08.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Eigentlich ist dieses Buch eine Sammlung von Kurzgeschichten zwischen den 30er Jahren und 2010, die doch alle miteinander verbunden sind, manchmal nur durch eine Berührung. Es ist die Geschichte eines amerikanischen Piloten im zweiten Weltkrieg und seiner Frau, die jahrelang auf Long Island auf ihn wartet; eines Findelkindes, das... Eigentlich ist dieses Buch eine Sammlung von Kurzgeschichten zwischen den 30er Jahren und 2010, die doch alle miteinander verbunden sind, manchmal nur durch eine Berührung. Es ist die Geschichte eines amerikanischen Piloten im zweiten Weltkrieg und seiner Frau, die jahrelang auf Long Island auf ihn wartet; eines Findelkindes, das ein Leben lang braucht, um zu begreifen, wer es ist; eines Mannes mit halben Gesicht, dem die Liebe zu einem Kind alles bedeutet; der Liebe zwischen einem blinden Mädchen und einem Fischer. Alles hängt mit allem zusammen, begreift man am Ende. Inspiriert durch eine wahre Geschichte, erzählt Simon van Booy davon, wie unsere Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Davon, dass die Welt nur scheinbar ein fremder Ort ist und die Menschen darin uns näher sind, als wir ahnen. Ein wunderbarer Roman über das Schicksal und die Verbindung einiger Menschen, grandios aufgebaut und auch grandios beendet. Ein Buch, das vollerweiser Sätze über die Liebe steckt.

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Ein faszinierender Roman, reich an Sprache, Geschichte und Gefühl.
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 09.04.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Die Illusion des Getrenntseins“ ist eine kunstvoll und meisterhaft erzählte Geschichte, die sich nicht nur über Generationen hinzieht. Sie verknüpft die verschiedensten Figuren miteinander, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Van Booy nimmt seinen Leser mit auf diese Entdeckungsreise quer durch die Welt, quer durch... „Die Illusion des Getrenntseins“ ist eine kunstvoll und meisterhaft erzählte Geschichte, die sich nicht nur über Generationen hinzieht. Sie verknüpft die verschiedensten Figuren miteinander, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Van Booy nimmt seinen Leser mit auf diese Entdeckungsreise quer durch die Welt, quer durch die Generationen und quer durch die Zeit. Kleine Gegenstände sind der Auslöser für den Wechsel. Sie verbinden die einzelnen Abschnitte miteinander, die in ihrer Geschichte erst am Ende wie ein Puzzle ineinandergreifen und zu der Lösung des Rätsels um Martins Herkunft beitragen. Doch solange muss der Leser sich noch gedulden. Aber ihn wird keine Ungeduld plagen. Die Geschichten der einzelnen Figuren sind mit wenigen Worten voller Inhalt. Sie spiegeln den Charakter der Figuren wieder und lassen den Leser in ihre Welt eintauchen. Dieses erreicht van Booy durch seine gut ausgewählten Worte und Vergleiche. „Sie kam aus Nigeria und sprach ein sanftes Englisch, reichte einem die Worte, statt sie zu werfen.“ Mit solchen Bildern zieht der Autor den Leser in die einzelnen Szenen und Geschichten und webt sie kunstvoll und gekonnt ineinander. Zusätzlich zu dieser Ebene, die die Geschichte der Figuren behandelt, gibt es noch eine weitere Ebene. Diese ist philosophisch angehaucht und wird im Titel des Romans erkennbar. „Die Illusion des Getrenntseins“ geht auf das Gefühl der Menschen ein, dass sie alleine auf der Welt sind. Ein Gefühl, dass sich vor allem bei Singles in Großstädten schnell einstellen kann, aber auch bei jedem anderen. Jedoch ist niemand vollständig getrennt von den Menschen, die einen umgeben, so van Booy. Es gibt überall Berührungspunkte, man muss sie nur sehen. Der Blick ist einfach nicht dafür geschärft, aber diese Überlegung ist es wert, dass über sie nachgedacht wird. Die letzte Ebene ist die geschichtliche. Der Roman nimmt für sich nicht in Anspruch ein historischer Roman zu sein und doch gibt es einen wahren Kern. Eine Geschichte, die auf wahren Geschehnissen beruht. Aber um den Wahrheitsgehalt geht es hier auch nicht. Alleine die Reise des Lesers mit einem Soldaten im zweiten Weltkrieg und den Leiden eines Kriegsveterans, ebenso wie den Hinterbliebenen und zu einem kleinen Teil auch denen, die mitten drin sind und nur um ihr Überleben in Kriegszeiten kämpfen, ist authentisch dargestellt. Diese Darstellungen wirken sensibilisierend auf den Leser, in Bezug auf Einzelschicksale im Krieg und dessen Auswirkungen. Manchmal reicht schon das Lächeln eines Jungen, diese Schrecken weniger schlimm erscheinen zu lassen. Denn das Menschliche im Menschen stirbt zuletzt. Es muss nur Gelegenheit haben, sich zu äußern. Fazit: Ein faszinierender Roman, reich an Sprache, Geschichte und Gefühl. Kunstvoll erzählt van Booy von dem Rätsel um Martins Herkunft und webt ein Gefüge von Einzelschicksalen, die am Ende erst ein Ganzes ergeben. Dazu nimmt van Booy seinen Leser auf eine Reise mit, die gespickt ist mit Einzelschicksalen und eigenen Wahrheiten, die ihn zum nachdenken anregen. Eine eindeutige Leseempfehlung!

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Sanft und grandios
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 07.04.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Martin ist ein älterer Herr, der in Kalifornien lebt und dort als Hausmeister in einem Altenheim tätig ist. Er ist ein guter Zuhörer und hat zu den Menschen einen guten Draht. Teilweise wird er allerdings selbst für einen Heimbewohner gehalten. Wie alt er allerding genau ist, kann er gar... Martin ist ein älterer Herr, der in Kalifornien lebt und dort als Hausmeister in einem Altenheim tätig ist. Er ist ein guter Zuhörer und hat zu den Menschen einen guten Draht. Teilweise wird er allerdings selbst für einen Heimbewohner gehalten. Wie alt er allerding genau ist, kann er gar nicht sagen, da die Umstände seiner Geburt nicht geklärt sind. Angeblich hat ihn ein Mann in Paris bei sich gehabt. Als Gefahr drohte, legte er den Jungen in die Arme einer Frau. Da dies noch während des Zweiten Weltkrieges geschah, stellte sie keine Fragen. Sie rannte mit dem Kind davon. Als dieses Kind jedoch Hunger bekam und anfing zu schreien, ging die junge Frau in eine Bäckerei, die in den nächsten Jahren ihr zuhause sein sollte. Sie verliebte sich in den Inhaber und gründete mit ihm eine Familie. Zu dieser Familie gehörte Martin wie selbstverständlich. Diese Geschichte hinterfragte er nicht. Erst als er eine Freundin hatte und sie ihn auf seine Beschneidung ansprach, fiel alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Martins Lebensgeschichte ist der Ausgangspunkt für eine Reihe von Erzählungen über die verschiedensten Menschen und ihre unterschiedlichen Erlebnisse. Und obwohl diese Menschen alle auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, sind sie doch miteinander verbunden. Diese Verbindungen werden aber erst sichtbar, wenn man alle Informationen kennt und von oben beziehungsweise im Rückblick auf das Leben aller Beteiligten schaut. Simon van Booy gibt jeder Persönlichkeit und jeder Geschichte einen eigenen Raum, der nicht durch die Verbindung zu den anderen Abschnitten eingeengt wird. Die Zusammenhänge werden erst langsam und sehr einfühlsam angebracht. Sie legen sich wie eine leichte Sommerdecke über den Leser und umschmeicheln ihn. Sie greifen Gedanken, die jeder Leser unweigerlich haben wird, auf und gleichzeitig werden Aspekte eingebracht, die man bisher noch nicht kannte oder nicht berücksichtigt hat. Dass diese sehr einfühlsame Darstellung den Leser erreicht und nicht in kitschige Sphären hebt, liegt an der sehr klaren und eleganten Sprache, die den unterschiedlichen Persönlichkeiten und ihren Lebensumständen gerecht wird. Dabei sorgt eine in sich stimmige Satzstruktur, die sich auch in einer angenehmen Satzlänge äußert, für ein flüssiges Leseerlebnis, das nicht zur Überforderung führt. Spannung wird dadurch aufgebaut, dass man unbedingt herausfinden will, welche Beziehungen die Protagonisten zueinander haben. Zudem ist die Einbindung verschiedener Länder und Zeiten sehr ansprechend gelungen und macht den Leser neugierig. Nach dem Lesen der knapp 200 Seiten hat man das Gefühl, dass die verschiedensten Schicksale auch auf 1000 Seiten nicht langweilig werden würden. Die Verbindungen, die zwischen den Menschen hergestellt werden, wirken in keiner Weise konstruiert und berühren den Leser. So ist man im Nachhinein sogar glücklich, dass alles so gekommen ist, wie es sich der Autor erdacht hat.

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Bewegende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Braunschweig am 27.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch beginnt mit Martin, der seine leiblichen Eltern nicht kennt und während des Krieges seiner Mutter in die Arme gedrückt wird. Er wächst bei ihr und ihrem Mann in einer Bäckerfamilie auf. Die beiden lieben ihn, wie ihre eigene Tochter Yvette und sagen ihm erst im Schulalter, dass... Das Buch beginnt mit Martin, der seine leiblichen Eltern nicht kennt und während des Krieges seiner Mutter in die Arme gedrückt wird. Er wächst bei ihr und ihrem Mann in einer Bäckerfamilie auf. Die beiden lieben ihn, wie ihre eigene Tochter Yvette und sagen ihm erst im Schulalter, dass er adoptiert ist, was ihn natürlich sein Leben lang beschäftigt. Es folgen mehrere Zeitsprünge, der Ort wechselt, die Perspektiven wechseln und es werden immer mehr Personen vorgestellt, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, was sehr verwirrend ist. Man erfährt immer mehr über die Personen, die nach Martin erst vorgestellt wurden, fragt sich aber die ganze Zeit über, wie das alles zusammen hängt und ob es überhaupt zusammen hängt oder ob es einfach mehrere kurze Geschichten mit offenem Ende sind. Erst auf den letzten Seiten beginnt man zu verstehen wie die einzelnen Schicksale miteinander verbunden sind. Ich hätte erwartet, dass sich dieses Buch nur mit Martin und seiner Herkunft befasst. Deswegen fiel es mir vermutlich auch eher schwer mich auf diese Art von Geschichte einzulassen und war mehrmals kurz davor das Buch einfach wegzulegen, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass ich es gut finde, weil nicht von Anfang an klar war wie das Buch ausgeht und ob Simon van Booy überhaupt noch die Geschichte von Martin zuende erzählt. Obwohl das Buch relativ dünn ist, schafft Simon van Booy es auf gerade mal 200 Seiten eine extrem bewegende Geschichte zu schreiben, die ich, trotz des verwirrenden Anfangs, jedem nur empfehlen kann.

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Verwobene Lebensgeschichte
von Ostsee_71 am 05.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Martin erfährt in frühen Jahren, dass er nicht der leibliche Sohn seiner Eltern ist, sondern zum Ende des 2. Weltkrieges von einem Fremden seiner jetzigen Mutter übergeben wurde. Im weiteren Verlauf des Buches werden die Lebensgeschichten von 4 weiteren Personen erzählt, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu... Martin erfährt in frühen Jahren, dass er nicht der leibliche Sohn seiner Eltern ist, sondern zum Ende des 2. Weltkrieges von einem Fremden seiner jetzigen Mutter übergeben wurde. Im weiteren Verlauf des Buches werden die Lebensgeschichten von 4 weiteren Personen erzählt, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Diese Einzelschicksalen werden im weiteren Verlauf des Buches mehr und mehr miteinander verwoben. Letztendlich ergibt sich aus den einzelnen Handlungssträngen, die anfangs scheinbar nichts miteinander zu tun haben, eine Geschichte, die uns das Schicksal von Martin erzählt. Hierbei verwendet der Autor unterschiedliche Perspektiven und Zeitachsen, die aber ein insgesamt rundes Bild abgeben In den einzelnen Handlungsträge werden die Personen sehr gut gezeichnet und ich habe mit ihren Schicksalen mitgefiebert. Leider stand während der Lektüre bei mir die ganz Zeit über die Frage im Raum, was hat das alles mit dem Schicksal Martins zu tun. Für mich wurde hier lauter zusammenhangslose Lebensschicksale erzählt. Er zum Ende hin haben sich die einzelnen Geschichten mehr und mehr verknüpft, bis sie am Ende alle in die Geschichte Martins einfliessen. Es handelt sich hier um ein sehr ruhiges, gefühlvolles Buch ohne jede Effekthascherei. Die Geschichte entwickelt sich langsam, hat mich aber doch sehr in ihren Bann gezogen. Der Titel sagt sehr viel über das Buch aus. Ich unterlag auch der Illusion, dass es sich hier um einzelne, für sich getrennte Geschichten handelt, bis sie zum Ende hin alle ineinander flossen. Leider waren mir die Geschichten zu kurz erzählt. Ein paar mehr Seiten hätten dem Buch gut getan, daher vergebe ich nur 4 von 5 Sterne.

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Die Illusion des Getrenntseins
von raschke64 aus Dresden am 07.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch beginnt in der Gegenwart in Los Angeles. Martin arbeitet in einem Altersheim als Hausmeister und führt ein zurückgezogenes Leben. Er weiß, dass er gegen Ende des II. Weltkrieges in Paris „abgegeben“ wurde. Eine fremde Frau hat ihn in der Bäckerei abgegeben. Die Leute haben ihn später adoptiert... Das Buch beginnt in der Gegenwart in Los Angeles. Martin arbeitet in einem Altersheim als Hausmeister und führt ein zurückgezogenes Leben. Er weiß, dass er gegen Ende des II. Weltkrieges in Paris „abgegeben“ wurde. Eine fremde Frau hat ihn in der Bäckerei abgegeben. Die Leute haben ihn später adoptiert und ihm auch erzählt, wie er zu ihnen kam. Sie sind mit Martin später nach Amerika ausgewandert, haben dort ein Cafe eröffnet, das heute seine Schwester führt. Martin weiß eigentlich nicht wirklich, wer er ist. Eines Tages kommt ein alter Herr aus England in das Heim, doch schon am ersten Tag stirbt er … Und so geht das Buch Kapitel um Kapitel weiter. Es beginnt in der Gegenwart und die nächste Geschichte wird dann sozusagen eine Generation rückwärts erzählt – in England, Frankreich oder den USA. Anfangs ist es unklar, wie die Personen zusammenhängen. Doch mit jeder kleinen Geschichte wird immer mehr eine Verknüpfung erfolgen und die Personen kommen sich näher, als sie selbst denken. Es geht um Liebe, Freundschaft, selbstlose Hilfe und um ganz unerwartete Wendungen. Das Buch ist leider sehr dünn. Es ist wunderbar poetisch geschrieben und die Verknüpfung der Menschen und der Geschichten ist traumhaft gelungen. Was ich sehr bedauere ist, dass die Geschichten nur so kurz sind. Hier hätte man daraus auch einen sehr schönen dicken Roman machen können und alles noch viel ausführlicher erzählen. Sehr gut gelungen ist wirklich die Übersetzung.

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Schicksalswege
von Everett am 10.05.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In den Wirren des zweiten Weltkrieges wird einem verwaistes Baby durch eine menschliche Tag eines Soldaten das Leben gerettet und der Junge wächst in Paris auf, seine Eltern haben eine Bäckerei und wandern später in die USA aus. Dort ist Martin später Hausmeister in einem Pflegeheim und trifft auf... In den Wirren des zweiten Weltkrieges wird einem verwaistes Baby durch eine menschliche Tag eines Soldaten das Leben gerettet und der Junge wächst in Paris auf, seine Eltern haben eine Bäckerei und wandern später in die USA aus. Dort ist Martin später Hausmeister in einem Pflegeheim und trifft auf Mr. Hugo. Auf diesen Begebenheiten baut der Autor die umfassenden Geschichten der Personen auf, die mit Martins Leben in Verbindung stehen, und ihre eigene Geschichte haben. Dieser Roman zeigt wie untrennbar wir alle miteinander verbunden sind, wie das Schicksal in so viele Leben eingreift und ein Krieg so vieles zerstört. Zumal auch ein Teil der Geschichten auf die wahren Erlebnisse eines U.S. Air Force Soldaten basiert. "Wir werden alle durch etwas bestimmt, was wir nicht ändern können", ist an einer Stelle zu lesen. Simon van Booy hat einen ganz besonderen Erzählstil. Ich hatte erst Schwierigkeiten mich damit zurecht zu finden, doch der Roman hat einen ganz besonderen Sog. Der Schreibstil kurz und knapp, ohne große Gefühlregungen der einzelnen Personen darzustellen. Das bleibt dem Leser überlassen. So wirkt das Buch noch lange nach und trifft einen erst richtig, nachdem man es zu Ende gelesen hat.

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Bindungen
von melanie hauck aus alzey am 27.04.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Cover finde ich okay, den Titel ganz gut. Die Kapitellängen finde ich gut gewählt. Die Geschichte ist flüssig geschrieben. Das Buch gliedert sich in Kapitel, die jeweils das Schicksal einer Person beschreiben. Das hin und herspringen nicht nur der Personen, die in er Ich-Persepektive gerzählen, sondern auch in der Zeit... Das Cover finde ich okay, den Titel ganz gut. Die Kapitellängen finde ich gut gewählt. Die Geschichte ist flüssig geschrieben. Das Buch gliedert sich in Kapitel, die jeweils das Schicksal einer Person beschreiben. Das hin und herspringen nicht nur der Personen, die in er Ich-Persepektive gerzählen, sondern auch in der Zeit mache mir einige Schwierigkeiten. Ich fand es schwierig, die Personen richtig einzuordnen, bin mir jetzt noch ein bisschen unsicher, ob ich den ganzen Zusammenhang 100%ig richtig verstanden habe. Die Personen, die Liebe zur Bäckerei oder die Sehnsucht nach der Wahrheit sind mir teilweise ein bisschen zu flach beschrieben. Ergreifend fand ich hingegen den Bericht, als das Kind im Haus vorgefunden wurde und den weiteren Weg. Wirklich sehr emotional und solche Gefühle hätte ich mir für das ganze Buch gewünscht Hier hat sich endlich das Bild für mich ein bisschen geschlossen und ich habe die Personen besser in Beziehung setzen können. Mir hat ehrlich gesagt auch die hoch gelobte Poesie gefehlt. Da es wie gesagt schwierig war, den Überblick zu behalten konnte ich das Lesen nicht ganz genießen.

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Die Illusion des Getrenntseins
von einer Kundin/einem Kunden aus Amberg am 06.04.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Cover ist sehr schön. Die Inhaltsangabe macht einen neugierig. Leider hat mich das Buch enttäuscht. In einzelnen Geschichten wird das Leben von Martin, John + Harriet, Amelia, Danny und Mr. Hugo in Teilen erzählt (Sebastien und Haley passen nicht wirklich dazu). An den Geschichten soll einem bewußt gemacht... Das Cover ist sehr schön. Die Inhaltsangabe macht einen neugierig. Leider hat mich das Buch enttäuscht. In einzelnen Geschichten wird das Leben von Martin, John + Harriet, Amelia, Danny und Mr. Hugo in Teilen erzählt (Sebastien und Haley passen nicht wirklich dazu). An den Geschichten soll einem bewußt gemacht werden, wie die Leben in den Wirren des Zweiten Weltkrieges sich überschneiden, bzw. zusammenhängen. Die Personen haben teilweise nichts gemein, treffen sich aber oder beeinflussen das Leben eines anderen. Die Sprache war für mich nicht flüssig und nicht schön zu lesen. Ich denke, um wirklich alle Facetten und Hintergründe zu verstehen, sollte man dieses Buch zweimal lesen.

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