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Die langen Tage von Castellamare

Ein Familienroman

(51)
Eine sizilianische Insel, drei Generationen, ein großes Familienepos

Castellamare ist eine winzige Insel vor der Küste Siziliens. Als der Arzt Amedeo seine Stelle antritt, wird er zunächst misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten: Das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Der Skandal kostet Amedeo Ansehen und Position. Um auf Castellamare bleiben zu können, übernimmt er mit seiner Frau ein kleines Café. Es wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen, allen Veränderungen zum Trotz.

Amedeo Esposito wächst als Waisenkind in Florenz auf. Schon immer hat er Geschichten geliebt und in seiner roten Kladde gesammelt. Als er ganz im Süden Italiens eine Stellung als Arzt antritt, fühlt er sich zum ersten Mal in seinem Leben zu Hause. Die Insel Castellamare mit ihrer verschworenen Gemeinschaft kann einem Arzt nicht viel bieten, einem Geschichtenliebhaber jedoch eine Fülle an Erzählungen und Geheimnissen. Zusammen mit seiner Frau, der schönen, klugen Pina, restauriert Amedeo ein altes Café. Direkt über dem Meer gelegen wird es ein beliebter Treffpunkt. Und für mehrere Generationen das Zuhause der Familie, die ein Jahrhundert der Veränderungen durchlebt: Freundschaften und Fehden, Kriege, Hochzeiten, Geburten und immer wieder die Liebe.

Ein großer Familienroman über eine kleine Insel, berührend und äußerst unterhaltsam erzählt.

Portrait
Catherine Banner, geboren 1989, begann mit vierzehn Jahren nach Schulschluss und in den Ferien ihren Debütroman zu schreiben. Schon vor seinem Erscheinen sorgte die junge Autorin international für großen Pressewirbel. 2006 war eine Porträtfotografie von ihr in der Londoner National Portrait Gallery zu sehen das Thema der Ausstellung: die aufregendsten Nachwuchstalente Großbritanniens.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 12.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-471-35130-7
Verlag List Medien AG
Maße (L/B/H) 211/134/46 mm
Gewicht 606
Originaltitel The House at the Edge of Night
Verkaufsrang 8.223
Buch (gebundene Ausgabe)
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Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Ein besonderes Buch mit überraschenden Wendungen und eine Geschichte, die einlädt über das Leben nachzu Ein besonderes Buch mit überraschenden Wendungen und eine Geschichte, die einlädt über das Leben nachzu

Ein schöner Familienroman über mehrere Generationen einer Familie der italienischen Insel Castellamare. Mit großer Leidenschaft zum Fabulieren erzählt. Ein schöner Familienroman über mehrere Generationen einer Familie der italienischen Insel Castellamare. Mit großer Leidenschaft zum Fabulieren erzählt.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Italienische Familiengeschichte!
von Igela am 09.11.2016

Amedeo Esposito ist ein Findelkind und wird in einem Heim gross.Sein grosser Wunsch , Arzt zu werden ,geht in Erfüllung und nach der Ausbildung verschlägt es ihn auf eine Insel, südöstlich von Sizilien. Auf Castellamare leben ca 1000 Einwohner ohne ärztliche Versorgung und Amedeo wird dort als Arzt angestellt.... Amedeo Esposito ist ein Findelkind und wird in einem Heim gross.Sein grosser Wunsch , Arzt zu werden ,geht in Erfüllung und nach der Ausbildung verschlägt es ihn auf eine Insel, südöstlich von Sizilien. Auf Castellamare leben ca 1000 Einwohner ohne ärztliche Versorgung und Amedeo wird dort als Arzt angestellt. Auf dieser Insel lernt er auch seine Frau Pina kennen und die Beiden werden Eltern von 3 Jungen und einem Mädchen . Gleichzeitig mit der Geburt ihres ersten Kindes entbindet auch die Comtessa, die auch auf der Insel lebt ,einen kleinen Jungen...und Gerüchten zu folge soll Amedeo der Vater sein. Die Jahre vergehen, der Krieg , Armut und Erdbeben erschüttern die Insel und die Familie Esposito. Da ich Familiengeschichten liebe, habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut. Und ich muss sagen:Ich wurde im Grossen und Ganzen nicht enttäuscht. Die Beschreibung der Ereignisse auf der Insel und in der Familie Esposito über Jahrzehnte sind sehr eindrücklich und wunderbar beschrieben. Die Autorin hat einen speziellen Schreibstil, der die Figuren sofort ins Herz schliessen lässt. Sehr gute Recherchen hat man gespürt in Dingen wie z.b die rudimentären Mitteln bei damaligen Geburten , Krankheiten oder Behinderungen. Thematisiert werden ebenfalls Kriege und ihre Folgen in der eher ärmlichen Bevölkerung, Politik ,doch auch Familienzusammenhalt ,Liebe und Hass.Immer wieder ist auch der Glaube Thema...doch eher auf eine zurückhaltende und nicht alles überlagernde Art und Weise. Die Handlung beinhaltet nicht grosse Höhen und Tiefen,es wird die Geschichte der Familie Esposito erzählt. Punkt! Das ist zwar sehr unaufgeregt und authentisch,für mich haben jedoch ein paar grössere Überraschungen gefehlt , die die Langatmigkeit, die ich ab und zu gespürt habe beim Lesen etwas unterbrechen.

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Wundervolle Familiengeschichte
von Kunde am 27.10.2016

Amadeo Esposito, ein Findelkind, wird trotz aller Widrigkeiten Arzt auf der Insel Castellamare. Die Insel ist geheimnisvoll, die Einwohner leben in ihren Sagen und Legenden, verehren die Santa Agata. Amadeo selbst ist Geschichtensammler und sieht seine Aufgabe darin, die alten Geschichten zu bewahren. Doch sein Leben nimmt eine Wendung... Amadeo Esposito, ein Findelkind, wird trotz aller Widrigkeiten Arzt auf der Insel Castellamare. Die Insel ist geheimnisvoll, die Einwohner leben in ihren Sagen und Legenden, verehren die Santa Agata. Amadeo selbst ist Geschichtensammler und sieht seine Aufgabe darin, die alten Geschichten zu bewahren. Doch sein Leben nimmt eine Wendung als in einer Nacht zwei Kinder geboren werden. Von beiden ist er der Vater. Seine Arztleben ist damit ruiniert, er eröffnet eine Bar auf Castellamare. Dies Buch umschreibt die Zeitspanne von 1914 bis ins Jahr 2009. Hier wird genau beschrieben, wie die Lebensumstände der Bewohner waren und vor allem, wie sich das Leben im Laufe der Zeit verändert. Man merkt erstmal selbst, wie sich auch das eigene Leben verändert und nimmt nicht mehr alles als selbstvertändlich hin. Der technische Fortschritt ist, wenn man es durch dieses Buch so vor Augen geführt bekommt, doch gewaltig. Hier merkt man erst einmal, wie die Zeit verfliegt. Toll finde ich die Einflechtung von wahren geschichtlichen Begebenheiten. Hier findet man einige Dinge wieder. Beide Weltkriege, Kennedy und die Mondlandung - alles Meilensteine der Geschichte, die hier eine Rolle spielen. Und man erinnert sich.... Abwechslungsreich wird dies Buch auch durch die Sagen und Legenden Siziliens, die hier erzählt werden. So schöne Sagen lese ich immer gerne.

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Italienische Familiensaga mit alten Märchen verwoben
von * Vivi * am 18.10.2016

Die Geschichte um Amedeo, den Dottore auf der süditalienischen Insel Castellamare, ist eine spannende Sammlung von Erzählungen, die gleichermaßen dramatische, romantische, märchenhafte und wundersame Elemente enthalten. Der Roman umfasst ein Jahrhundert aus dem Leben der Generationen der Familie Esposito. Die Zeitabschnitte werden von italienischen Volksmärchen eingeleitet. In den entsprechenden... Die Geschichte um Amedeo, den Dottore auf der süditalienischen Insel Castellamare, ist eine spannende Sammlung von Erzählungen, die gleichermaßen dramatische, romantische, märchenhafte und wundersame Elemente enthalten. Der Roman umfasst ein Jahrhundert aus dem Leben der Generationen der Familie Esposito. Die Zeitabschnitte werden von italienischen Volksmärchen eingeleitet. In den entsprechenden Kapiteln lassen diese Erzählungen mit den realen Erlebnissen der verschiedenen Romanfiguren gewisse Gemeinsamkeiten entdecken. Die tiefgläubigen und abergläubischen Süditaliener liefern zur ohnehin schon höchst emotionalen Geschichte ihren dramatischen Beitrag: Sie leben, lieben und leiden nach Herzenslust – so typisch italienisch, dass man sich fragt, ob die britische Autorin eventuell italienische Wurzeln haben könnte. Doch Catherine Banner lebt „lediglich“ in Italien. „Die langen Tage von Castellamare“ zeugt von Anfang an von großem Einfühlvermögen und von exzellenter Beobachtungsgabe der Autorin. Mit diesem Buch bekommt man anspruchsvolle Literatur, sprachlich ausgefeilt, dennoch klar und natürlich. Die Insel Castellamare ist übrigens nicht auf der Landkarte, sie ist frei erfunden und dient nur als Kulisse zu diesem geheimnisvollen und spannenden Roman. Doch scheint dieser Ort zu leben, die Bewohner lassen sich von Zeichen leiten, glauben an Wunder und tun wissenschaftliche Erklärungen als Geschwätz ab. Letztendlich bleibt nichts anderes übrig, als sich von den italienischen Märchen und den überwältigenden Ereignissen verzaubern zu lassen.

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Wunderschöne Familiengeschichte
von Angelika Altenhoevel aus Wachtendonk am 15.10.2016

Zum Inhalt: Castellamare, eine winzige Insel fünf Meilen vor der Küste Siziliens. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich wohl, so am Rande der Welt. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, wird er misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln... Zum Inhalt: Castellamare, eine winzige Insel fünf Meilen vor der Küste Siziliens. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich wohl, so am Rande der Welt. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, wird er misstrauisch beäugt. Er jedoch liebt seine neue Heimat und beginnt, ihre alten Legenden zu sammeln und aufzuschreiben. Eines Nachts hilft er bei zwei Geburten, das Kind seiner Frau und das Kind seiner Geliebten kommen auf die Welt. Dieser Skandal kostet ihn die Stelle. Um bleiben zu können, übernimmt er zusammen mit seiner Frau die einzige Bar auf der Insel, »Das Haus am Rande der Nacht«. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, denn die Bar soll ein Ort der Wunder sein. Sie wird der Mittelpunkt der Familie und der Insel – über mehrere Generationen hinweg, durch alle Kriege und Krisen hindurch, allen Veränderungen zum Trotz. Meine Meinung : Was für eine entzückende Geschichte über eine Famile, eine Insel, eine lange Zeitspanne. Das Buch ist sehr gut lesbar und die Geschichte hat einfach so viel Herz, dass es einfach schön ist, weiter und weiter zu lesen. Man wäre gerne mal auf der Insel, um sich all die beschriebenen Personen zu sehen. Man möchte in der Bar sitzen und die Atmosphäre einatmen und genießen. Ein rundum gelungenes Buch. Fazit: Einfach ein tolles Buch!

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Die langen Tage von Castellamare
von CanYouSeeMe am 05.10.2016

Der Schreibstil der Autorin Catherine Banner ist locker und flüssig zu lesen, er zieht den Leser in die Geschichte hinein und lässt ihn nicht mehr gehen. Die verwendete Sprache ist authentisch und passt sich den unterschiedlichen Jahrzehnten an. Weiterhin ist sie sehr bildlich, so dass man sich sofort in... Der Schreibstil der Autorin Catherine Banner ist locker und flüssig zu lesen, er zieht den Leser in die Geschichte hinein und lässt ihn nicht mehr gehen. Die verwendete Sprache ist authentisch und passt sich den unterschiedlichen Jahrzehnten an. Weiterhin ist sie sehr bildlich, so dass man sich sofort in Castellamare hineindenken kann und die beschriebenen Orte direkt vor seinem geistigen Auge sieht. Die Charakterdarstellungen sind liebevoll und detailliert, jede Person, auch die Nebencharaktere, sind bildlich und mit Tiefe gezeichnet. Es ist nicht schwer, die Espositos ins Herz zu schließen, jedes Familienmitglied hat einen besonderen Charakter… Die Handlung des Buches ist nicht ausschweifend, sie konzentriert sich ganz allein auf die Insel und das Haus am Rande der Nacht und das ist völlig ausreichend. Dem Charme der Insel war ich sofort erlegen und habe mich mit dieser Lektüre einfach nur pudelwohl gefühlt. Man fiebert mit den Inselbewohnern mit, kann sich in sie hineinversetzen, beäugt den technischen Fortschritt misstrauisch und ist über Intrigen verwundert. Insgesamt ist ‚Die langen Tage von Castellamare‘ ein Buch zum drin verlieren und wohlfühlen.

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Bella storia!
von einer Kundin/einem Kunden aus Mönchengladbach am 01.10.2016

Die Covergestaltung finde ich gut gelungen und passend zum Inhalt. Das Blau passend zum Meer, das Schwarz-Weiß Bild zu einer der beschriebenen Zeiten und die Schrift einen eleganten Charakterzug. Schon der Aspekt das dies Geschichte in Sizilien bzw. einer Sizilianischen... Die Covergestaltung finde ich gut gelungen und passend zum Inhalt. Das Blau passend zum Meer, das Schwarz-Weiß Bild zu einer der beschriebenen Zeiten und die Schrift einen eleganten Charakterzug. Schon der Aspekt das dies Geschichte in Sizilien bzw. einer Sizilianischen Insel spielt, hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Ich liebe Sizilien - meine zweite Heimat. Das Meer, die Menschen, die Mentalität - einfach wunderbar. Kurz zum Inhalt: Es handelt von der Familie Esposito und der Insel Castellamare und deren Bürger. Hautcharakter ist Amedeo. Er arbeitet dort als Arzt. Er verliebt sich in die junge Pina und sie heiraten - aber er hat auch eine Affäre mit der Gemahlin des Conto. Neun Monate nach der Hochzeit bekommen sie ein Kind. Beide Frauen - beide von ihm.. Catherine Banner hat alles sehr gut beschrieben und dargestellt. Da ich das Land und die Umgebung dort kenne, war es für mich noch einfacher und schöner, mich in die Szenarien hineinzuversetzen. Am liebsten lese ich solche Bücher direkt vor Ort. Nächstes Jahr - am Strand ;) Die Umliegenden Inseln Siziliens stehen noch auf meiner Reiseliste! Man erfährt und verfolgt die Geschichte der Familie und deren Generationen bis ins Jahr 2009 - mit vielen Ereignissen, Änderungen und Entwicklungen. Insgesamt ein wundervoller Roman mit einer eindrucksvollen und außergewöhnlichen Familiengeschichte. Sie wird ruhig und harmonisch erzählt, ist aber dennoch mitreißend, ergreifend und fesselnd. Das Buch müsst ihr selbst lesen. Eine schöne Reise nach Italien - Sizilien - Castellamare!

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Das Auf und Ab des Lebens ...
von Angi aus Ansbach am 29.09.2016

Die Geschichte: Wir begleiten eine Familie auf einer sehr kleinen Insel vor Sizilien durch drei Generationen ihres Lebens. Alles beginnt mit Amedeo Esposito, einem Waisenkind, der sein Glück als Arzt auf Castellamare zu finden hofft. Es ist nicht leicht, als Außenstehender dort Fuß zu fassen, vor allem, weil er... Die Geschichte: Wir begleiten eine Familie auf einer sehr kleinen Insel vor Sizilien durch drei Generationen ihres Lebens. Alles beginnt mit Amedeo Esposito, einem Waisenkind, der sein Glück als Arzt auf Castellamare zu finden hofft. Es ist nicht leicht, als Außenstehender dort Fuß zu fassen, vor allem, weil er sich auf eine Affäre mit der Frau des mächtigen Conte einlässt. So kommt es, dass in einer schicksalshaften Nacht gleichzeitig zwei Jungen geboren werden: die Söhne von Amedeo … einer ehelich, der andere von seiner Geliebten. Das sorgt für Zündstoff auf der Insel und schließlich verliert er seinen Posten als Arzt. Er will Castellamare aber nicht mehr verlassen und so beschließen er und seine Frau Pina, eine kleine Bar wieder aufleben zu lassen. Er kauft dazu das “Haus am Rande der Nacht” und das wird fortan zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte … Meine Meinung: Der englische Titel ist eigentlich der Passendere, denn das “Haus am Rande der Nacht” steht mindestens genauso im Mittelpunkt der Geschichte wie die Familie Esposito. Wir begleiten die Menschen auf Castellamare von 1914 bis beinahe in die Gegenwart, erleben also hautnah die Entwicklung dreier Generationen. Die Autorin hat wunderbar lebendige Charaktere gezeichnet, mit denen man sehr gut mitfühlen kann. Alles beginnt mit Amedeo, der als Waisenkind keinen leichten Start ins Leben hatte. Er findet in einem Arzt einen liebenden Ziehvater und studiert schließlich selbst Medizin. Auf der Suche nach einer Anstellung verschlägt es ihn auf die winzige sizilianische Insel “Castellamare” und diese wird zu seinem Schicksal, denn er kann sie einfach nicht mehr verlassen. Seine Urenkelin Lena wird das später einmal so empfinden: “Ein Ort, den man nur mit Mühe lieben konnte, und doch der einzige Ort auf der ganzen Welt, den sie liebte.” (S. 428) Das Leben auf so einer Insel ist einerseits idyllisch und beschaulich, aber andererseits auch erdrückend und einengend. Dieser Konflikt kommt immer wieder deutlich zutage, wenn wir die Kinder von Amedeo und später seine Enkel und Urenkel begleiten dürfen. Wir durchleiden mit ihnen Kriege, erleben Verluste, feiern aber auch glückliche Feste und meistern so manches Abenteuer. Ein sehr vielschichtiges, abwechslungsreiches Buch, das viele unterhaltsame Lesestunden verspricht. Immer wieder eingestreut und ebenso ein wichtiger Bestandteil der Story sind alte Sagen und Geschichten, die Amedeo seit Jugendtagen in einem Notizbuch festhält. Die wunderschöne Insel mit ihrer üppigen Vegetation und dem rauen Meer kann man sich immer sehr bildlich vorstellen dank des atmosphärischen Schreibstils der Autorin. Da kommt fast unweigerlich Urlaubsstimmung auf, genau das Richtige für die kommenden Herbsttage, an denen sich bestimmt viele den Sommer zurückwünschen. Fazit: Ein unterhaltsames, teils auch sehr bewegendes Buch, in dem wir drei Generationen einer Familie durch alle Höhen und Tiefen ihres Lebens begleiten dürfen. 4,5 Sterne

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Eine wunderbare Familiengeschichte
von gaby2707 am 22.09.2016

Amadeo, *1875, Findelkind wie viele Andere auch zu dieser Zeit im italienischen Florenz, wird unter die Obhut von Dr. Alfredo Esposito gestellt. Von klein auf mag er Geschichten. Von seinem Mentor bekommt er eine rote Kladde , geziert von einer goldenen Lilie, geschenkt. Nach seinem Berufswunsch gefragt, möchte... Amadeo, *1875, Findelkind wie viele Andere auch zu dieser Zeit im italienischen Florenz, wird unter die Obhut von Dr. Alfredo Esposito gestellt. Von klein auf mag er Geschichten. Von seinem Mentor bekommt er eine rote Kladde , geziert von einer goldenen Lilie, geschenkt. Nach seinem Berufswunsch gefragt, möchte er Arzt werden. Nachdem ein Uhrmacher, ein Bäcker und ein Drucker ihn nicht brauchen können, sitzt er wieder auf der Schulbank und und wird wirklich Arzt. Da er in Italien keine Anstellung findet, nimmt er 1914 die Stelle des Arztes auf der kleinen vor Sizilien liegenden Insel Castellamare an. Hier lernt er seine Frau Pina kennen, bekommt mit ihr drei Söhne und eine Tochter. Aber auch mit der Frau des Conte hat er einen gemeinsamen Sohn. Als dieser ihm die Stelle des Inselarztes aberkennt, nimmt sich Amadeo eines verfallenen Hauses an, dem „Haus am Rande der Nacht“, wie es die Einheimischen nenne und macht hier eine kleine Bar auf. Auf der kleinen Insel, auf der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, fühle ich mich gleich wohl. Catherine Banner beschreibt die kleine Insel mit ihren Bewohnern, ihren Bräuchen, ihren Mythen und Eigenarten so liebevoll, dass es mir geht wie drei Generationen der Familie Esposito. Ich wäre auch dort geblieben. Zumal im Laufe der Jahre ganz langsam die Modernisierung kommt. Das erste Auto fährt über die Insel, die Häuser bekommen Strom, der erste Computer wird noch misstrauisch beäugt. Amadeo hält die vielen kleinen Geschichten der Insel in seiner roten Kladde fest. Aber auch die Nöte und Sorgen der Familie bleiben nicht unerwähnt. So wird die Bar im Haus am Rande der Nacht von einer in die andere Hand gegeben. Ist immerwährender Ort, wo sich die Bewohner treffen, ratschen, tratschen und ein paar ungezwungene Stunden mit Reisbällchen und Limoncello verbringen. Ich bin tief eingetaucht in die Geschichte der Familie Esposito und durfte sie bis ins Jahr 2009 begleiten. Die Insel hat sich in den Jahren stark verändert. Aber die Verehrung der Heiligen Santa Agatha bleibt. Ich habe einen wundervoll ausgestalteten Familienroman gelesen. Gerne wäre ich noch länger auf Castellamare geblieben. Vielen Dank für ein paar wundervolle Lesestunden.

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Das Leben in Castellamare
von büchernarr aus Düsseldorf am 21.09.2016

Die Geschichte in Die langen Tage von Castellamare handelt um die Familie Esposito und die Bewohner der Insel Castellamare mit Hauptperson den sympathischen Amedeo. Dieser findet als Arzt auf der Insel eine Stelle und beginnt eine Affäre mit der Frau des dortigen Conte. Jedoch verlieben tut er sich in... Die Geschichte in Die langen Tage von Castellamare handelt um die Familie Esposito und die Bewohner der Insel Castellamare mit Hauptperson den sympathischen Amedeo. Dieser findet als Arzt auf der Insel eine Stelle und beginnt eine Affäre mit der Frau des dortigen Conte. Jedoch verlieben tut er sich in die junge Pina und heiratet sie auch. Ein kleiner Fehler seinerseits führt zu einem Skandal, denn etwa neun Monate nach seiner Hochzeit bekommen beide Frauen gleichzeitig ein Kind von ihm. Was ihn natürlich aus der Gesellschaft ausstößt und ein große Krise in seiner Ehe bringt. So beschließt er ein altes Haus zu kaufen und eine Bar zu eröffnen. Danach verfolgt der Leser die Familie bis ins Jahr 2009 mit all ihren Veränderungen, Ereignissen, Intrigen und Entwicklungen. Die kleine Gemeinschaft der Insel wird detailiert beschrieben und man kann sich gut, anhand der genauen Beschreibungen der talentierten Autorin, in die Geschehnisse hineinversetzen. Zugleich bekommt man einen Einblick in das Leben einer italienischen Gemeinschaft am Anfang des vorigen Jahrhunderts bis dato und kann somit vergleichen, mitfühlen und eins mit den Bewohnern werden. Alles in allem ein lesenswerter Roman,der einen guten Nachgeschmack hinterlässt.

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Das Leben in Castellamare
von büchernarr aus Düsseldorf am 21.09.2016

Die Geschichte in Die langen Tage von Castellamare handelt um die Familie Esposito und die Bewohner der Insel Castellamare mit Hauptperson den sympathischen Amedeo. Dieser findet als Arzt auf der Insel eine Stelle und beginnt eine Affäre mit der Frau des dortigen Conte. Jedoch verlieben tut er sich in... Die Geschichte in Die langen Tage von Castellamare handelt um die Familie Esposito und die Bewohner der Insel Castellamare mit Hauptperson den sympathischen Amedeo. Dieser findet als Arzt auf der Insel eine Stelle und beginnt eine Affäre mit der Frau des dortigen Conte. Jedoch verlieben tut er sich in die junge Pina und heiratet sie auch. Ein kleiner Fehler seinerseits führt zu einem Skandal, denn etwa neun Monate nach seiner Hochzeit bekommen beide Frauen gleichzeitig ein Kind von ihm. Was ihn natürlich aus der Gesellschaft ausstößt und ein große Krise in seiner Ehe bringt. So beschließt er ein altes Haus zu kaufen und eine Bar zu eröffnen. Danach verfolgt der Leser die Familie bis ins Jahr 2009 mit all ihren Veränderungen, Ereignissen, Intrigen und Entwicklungen. Die kleine Gemeinschaft der Insel wird detailiert beschrieben und man kann sich gut, anhand der genauen Beschreibungen der talentierten Autorin, in die Geschehnisse hineinversetzen. Zugleich bekommt man einen Einblick in das Leben einer italienischen Gemeinschaft am Anfang des vorigen Jahrhunderts bis dato und kann somit vergleichen, mitfühlen und eins mit den Bewohnern werden. Alles in allem ein lesenswerter Roman,der einen guten Nachgeschmack hinterlässt.

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Das Leben in Castellamare
von büchernarr aus Düsseldorf am 21.09.2016

Die Geschichte in Die langen Tage von Castellamare handelt um die Familie Esposito und die Bewohner der Insel Castellamare mit Hauptperson den sympathischen Amedeo. Dieser findet als Arzt auf der Insel eine Stelle und beginnt eine Affäre mit der Frau des dortigen Conte. Jedoch verlieben tut er sich in... Die Geschichte in Die langen Tage von Castellamare handelt um die Familie Esposito und die Bewohner der Insel Castellamare mit Hauptperson den sympathischen Amedeo. Dieser findet als Arzt auf der Insel eine Stelle und beginnt eine Affäre mit der Frau des dortigen Conte. Jedoch verlieben tut er sich in die junge Pina und heiratet sie auch. Ein kleiner Fehler seinerseits führt zu einem Skandal, denn etwa neun Monate nach seiner Hochzeit bekommen beide Frauen gleichzeitig ein Kind von ihm. Was ihn natürlich aus der Gesellschaft ausstößt und ein große Krise in seiner Ehe bringt. So beschließt er ein altes Haus zu kaufen und eine Bar zu eröffnen. Danach verfolgt der Leser die Familie bis ins Jahr 2009 mit all ihren Veränderungen, Ereignissen, Intrigen und Entwicklungen. Die kleine Gemeinschaft der Insel wird detailiert beschrieben und man kann sich gut, anhand der genauen Beschreibungen der talentierten Autorin, in die Geschehnisse hineinversetzen. Zugleich bekommt man einen Einblick in das Leben einer italienischen Gemeinschaft am Anfang des vorigen Jahrhunderts bis dato und kann somit vergleichen, mitfühlen und eins mit den Bewohnern werden. Alles in allem ein lesenswerter Roman,der einen guten Nachgeschmack hinterlässt.

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Eine wunderschöne, lange nachklingende, italienische Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Memmingen am 19.09.2016

Jedes Kapitel – außer dem ersten mit der passenden Überschrift „Der Geschichtensammler“ - beginnt mit einer Geschichte und zieht so Amedeos Begeisterung für Geschichten, Legenden und Märchen wie einen roten Faden durch das ganze Buch hindurch. Mit jeder Seite wird dem Leser die Familie Esposito vertrauter, ebenso ihre „Feinde/Gegenspieler“,... Jedes Kapitel – außer dem ersten mit der passenden Überschrift „Der Geschichtensammler“ - beginnt mit einer Geschichte und zieht so Amedeos Begeisterung für Geschichten, Legenden und Märchen wie einen roten Faden durch das ganze Buch hindurch. Mit jeder Seite wird dem Leser die Familie Esposito vertrauter, ebenso ihre „Feinde/Gegenspieler“, die Familie des Conte D’Isantu und der Krämer Arcangelo. Die anderen eigenwilligen, gläubigen, aber auch abergläubischen Inselbewohner bekommen mit der Zeit immer mehr Kontur und auch die Beschreibung der Insel Castellamare macht sie sehr lebendig. Es scheint allerdings so, als würde auf ihr ein Fluch liegen – es ist immer wieder die Rede von den „Klagen“, die aus den Höhlen der Insel zu hören sind. Im Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst Amedeo Esposito, der als Findelkind einen schwierigen Start ins Leben hatte und zum Glück auf einen Arzt traf, der ihn nicht nur bei sich aufnahm, sondern ihm sogar das Studium finanzierte. Durch seine körperliche Größe bleibt Amedeo eine Anstellung in einem Krankenhaus verwehrt und es verschlägt ihn schließlich als Landarzt auf Castellamare. Hier findet er ein Zuhause, seine Frau Pina und jede Menge Geschichten über die Insel, ihre Bewohner, die Heilige Agata und er schreibt sie alle in sein rotes Geschichtenbuch, in dem er auch wichtige Ereignisse festhält. Leider erliegt Amedeo vor der Ehe mit Pina dem Drängen der Contessa Carmela und es gibt ein böses Erwachen, als er in der Nacht der Niederkunft seiner Frau ausgerechnet zur Entbindung der Contessa gerufen wird. Es kommt noch schlimmer, denn sie bezichtigt ihn, der Vater ihres Sohnes zu sein. Damit beginnt für ihn ein Kampf um seine Ehe und seine Stellung als Arzt. Diese wird ihm vom Conte aberkannt und so findet sich Amedeo eines Tages als Barbesitzer im baufälligen „Haus am Rande der Nacht“ wieder. Das „Haus am Rande der Nacht“ wird zum Lebensmittelpunkt von 3 Generationen Espositos und so manches Mal steht des Haus kurz vor dem Ruin. Das Haus, seine Besitzer und seine Gäste durchleben eine sehr ereignisreiche Zeit, die von den beiden Kriegen über Erdbeben, Erschließung für Touristen und die Währungsumstellung auf Euro reicht. Gerade die geschichtlichen Einflechtungen in das Leben auf Castellamare machen das Buch sehr spannend und realitätsnah. Mit viel Herz und Wärme erzählt die Autorin, wie die Insulaner (hauptsächlich Fischer und Bauern) in einer eingeschworenen, mit ihrer Insel tief verwurzelten Gemeinschaft leben. Sie halten in schweren Zeiten zusammen, es gibt aber auch viel Klatsch und Tratsch, der wirklich niemanden verschont. Bei einer so kleinen Insel ist das auch kein Wunder – sie sind teilweise wie von der Außenwelt abgeschnitten und bekommen die Entwicklungen auf Sizilien oder dem Rest Europas gar nicht oder erst verspätet mit. Außerdem haben sie mit Erdbeben zu kämpfen und mit dem teils sehr kargen Boden. Trotzdem geben sie nie auf und finden auf ihre Art Lösungen. Und wen sie einmal in ihr Herz geschlossen haben, den wollen sie nicht mehr gehen lassen. Amedeos Söhne wollen in die Welt hinaus und hassen bisweilen die Insel, dagegen kann sich seine Tochter Maria-Grazia bald kein schöneres Leben mehr vorstellen. Die Charaktere aller Protagonisten sind mit ihren Emotionen, Ängsten und Hoffnungen schön beschrieben und machen es dem Leser nicht leicht, sich von ihnen am Ende des Buches zu verabschieden. Dieses Familienepos hat mich berührt und in seinen Bann gezogen, so dass ich das Buch oft gar nicht aus der Hand legen mochte. Nur der Bezug des Covers zum Roman habe ich immer noch nicht gefunden. Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch und ich kann eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen.

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Eine wunderschöne, lange nachklingende, italienische Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Memmingen am 19.09.2016

Jedes Kapitel – außer dem ersten mit der passenden Überschrift „Der Geschichtensammler“ - beginnt mit einer Geschichte und zieht so Amedeos Begeisterung für Geschichten, Legenden und Märchen wie einen roten Faden durch das ganze Buch hindurch. Mit jeder Seite wird dem Leser die Familie Esposito vertrauter, ebenso ihre „Feinde/Gegenspieler“,... Jedes Kapitel – außer dem ersten mit der passenden Überschrift „Der Geschichtensammler“ - beginnt mit einer Geschichte und zieht so Amedeos Begeisterung für Geschichten, Legenden und Märchen wie einen roten Faden durch das ganze Buch hindurch. Mit jeder Seite wird dem Leser die Familie Esposito vertrauter, ebenso ihre „Feinde/Gegenspieler“, die Familie des Conte D’Isantu und der Krämer Arcangelo. Die anderen eigenwilligen, gläubigen, aber auch abergläubischen Inselbewohner bekommen mit der Zeit immer mehr Kontur und auch die Beschreibung der Insel Castellamare macht sie sehr lebendig. Es scheint allerdings so, als würde auf ihr ein Fluch liegen – es ist immer wieder die Rede von den „Klagen“, die aus den Höhlen der Insel zu hören sind. Im Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst Amedeo Esposito, der als Findelkind einen schwierigen Start ins Leben hatte und zum Glück auf einen Arzt traf, der ihn nicht nur bei sich aufnahm, sondern ihm sogar das Studium finanzierte. Durch seine körperliche Größe bleibt Amedeo eine Anstellung in einem Krankenhaus verwehrt und es verschlägt ihn schließlich als Landarzt auf Castellamare. Hier findet er ein Zuhause, seine Frau Pina und jede Menge Geschichten über die Insel, ihre Bewohner, die Heilige Agata und er schreibt sie alle in sein rotes Geschichtenbuch, in dem er auch wichtige Ereignisse festhält. Leider erliegt Amedeo vor der Ehe mit Pina dem Drängen der Contessa Carmela und es gibt ein böses Erwachen, als er in der Nacht der Niederkunft seiner Frau ausgerechnet zur Entbindung der Contessa gerufen wird. Es kommt noch schlimmer, denn sie bezichtigt ihn, der Vater ihres Sohnes zu sein. Damit beginnt für ihn ein Kampf um seine Ehe und seine Stellung als Arzt. Diese wird ihm vom Conte aberkannt und so findet sich Amedeo eines Tages als Barbesitzer im baufälligen „Haus am Rande der Nacht“ wieder. Das „Haus am Rande der Nacht“ wird zum Lebensmittelpunkt von 3 Generationen Espositos und so manches Mal steht des Haus kurz vor dem Ruin. Das Haus, seine Besitzer und seine Gäste durchleben eine sehr ereignisreiche Zeit, die von den beiden Kriegen über Erdbeben, Erschließung für Touristen und die Währungsumstellung auf Euro reicht. Gerade die geschichtlichen Einflechtungen in das Leben auf Castellamare machen das Buch sehr spannend und realitätsnah. Mit viel Herz und Wärme erzählt die Autorin, wie die Insulaner (hauptsächlich Fischer und Bauern) in einer eingeschworenen, mit ihrer Insel tief verwurzelten Gemeinschaft leben. Sie halten in schweren Zeiten zusammen, es gibt aber auch viel Klatsch und Tratsch, der wirklich niemanden verschont. Bei einer so kleinen Insel ist das auch kein Wunder – sie sind teilweise wie von der Außenwelt abgeschnitten und bekommen die Entwicklungen auf Sizilien oder dem Rest Europas gar nicht oder erst verspätet mit. Außerdem haben sie mit Erdbeben zu kämpfen und mit dem teils sehr kargen Boden. Trotzdem geben sie nie auf und finden auf ihre Art Lösungen. Und wen sie einmal in ihr Herz geschlossen haben, den wollen sie nicht mehr gehen lassen. Amedeos Söhne wollen in die Welt hinaus und hassen bisweilen die Insel, dagegen kann sich seine Tochter Maria-Grazia bald kein schöneres Leben mehr vorstellen. Die Charaktere aller Protagonisten sind mit ihren Emotionen, Ängsten und Hoffnungen schön beschrieben und machen es dem Leser nicht leicht, sich von ihnen am Ende des Buches zu verabschieden. Dieses Familienepos hat mich berührt und in seinen Bann gezogen, so dass ich das Buch oft gar nicht aus der Hand legen mochte. Nur der Bezug des Covers zum Roman habe ich immer noch nicht gefunden. Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch und ich kann eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen.

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Ein Familienroman aus Italien
von einer Kundin/einem Kunden am 18.09.2016

Es sind die alten Geschichten, über Generationen weitererzählt, die italienischen Volksmärchen mit ihrem magischen Ton, die den Arzt Amedeo Esposito faszinieren, die er in einer dicken Kladde sein ganzes Leben lang sammelt, die auch noch seine Nachkommen lange Zeit begleiten und die Catherine Banners Roman strukturieren. Es sind schicksalhafte... Es sind die alten Geschichten, über Generationen weitererzählt, die italienischen Volksmärchen mit ihrem magischen Ton, die den Arzt Amedeo Esposito faszinieren, die er in einer dicken Kladde sein ganzes Leben lang sammelt, die auch noch seine Nachkommen lange Zeit begleiten und die Catherine Banners Roman strukturieren. Es sind schicksalhafte Erzählungen von der Inselheiligen Agata, von den geheimnisvollen Höhlen am Meer, voll mit alten Knochen und Gebeinen, von Königstöchtern und mutigen Fischern, den Fischern der Insel Castellamare irgendwo im weiten Meer vor Sizilien. So entwickelt auch die Autorin eine im besten Sinne altmodische Familiengeschichte: in epischer Breite, mit einem allwissenden Erzähler, der all die Personen, die zwischen 1914 und 2009 auf der Insel leben, sterben, geboren werden, lieben, hoffen und verzweifeln in einem großen, wunderbar zu lesenden Epos vereinigt. Da ist jener Amedeo Eposito, der als junger Mann als Gemeindearzt auf die Insel kommt, nach anfänglicher Skepsis von den Menschen akzeptiert und aufgenommen wird, heiratet, Vater wird, wegen eines Seitensprungs seine Stelle verliert, eine Bar aufmacht, zwei seiner Söhne im Krieg verliert. Da ist seine Tochter Maria-Grazia, die einen im Krieg verwundeten britischen Offizier liebt, die Bar ihres Vaters erfolgreich weiterführt. Und da sind ihre Söhne Sergio und Giuseppino, Kontrahenten von Anfang an. Mit der Enkelin Maddalena erreicht die Geschichte schließlich das Jahr 2009. „Die langen Tage von Castellamare“ (wieder so ein zweifelhafter Titel, welche langen Tage?, heißt das Buch doch im Original viel treffender nach dem Mittelpunkt des Ganzen, der Bar „Das Haus am Ende der Nacht“) erzählen keine neue Geschichte. Die Insel liegt zwar weit ab, aber auch hier spielen sich die gleichen Dinge ab wie überall auf der Welt. Es wird gelebt und geliebt, ein wenig karger vielleicht als anderswo, Kinder werden geboren, werden erwachsen, Hoffnungen werden gehegt und zerschlagen, Glück und Unglück liegen nah beieinander. Kriege, Weltpolitik, zögerlicher Wohlstand, der Mittelmeertourismus mit seinen Chancen und Gefahren, die Finanzkrise – auch auf Castellamare bekommt man das zu spüren, ein wenig gedämpft vielleicht, ein wenig verzögert. Auch wenn also weder Form noch Inhalt des fast 500 Seiten starken Romans überraschen, ist er ein großes, wunderbares Lesevergnügen. Niemals platt, niemals kitschig und niemals in Klischees versinkend, mit großem, ruhigen Atem erzählt, kann der Leser ohne Reue eintauchen in die Welt von Castellamare und sie am Ende ein wenig wehmütig verlassen. Beste Unterhaltung!

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Ein Familienroman aus Italien
von einer Kundin/einem Kunden am 18.09.2016

Es sind die alten Geschichten, über Generationen weitererzählt, die italienischen Volksmärchen mit ihrem magischen Ton, die den Arzt Amedeo Esposito faszinieren, die er in einer dicken Kladde sein ganzes Leben lang sammelt, die auch noch seine Nachkommen lange Zeit begleiten und die Catherine Banners Roman strukturieren. Es sind schicksalhafte... Es sind die alten Geschichten, über Generationen weitererzählt, die italienischen Volksmärchen mit ihrem magischen Ton, die den Arzt Amedeo Esposito faszinieren, die er in einer dicken Kladde sein ganzes Leben lang sammelt, die auch noch seine Nachkommen lange Zeit begleiten und die Catherine Banners Roman strukturieren. Es sind schicksalhafte Erzählungen von der Inselheiligen Agata, von den geheimnisvollen Höhlen am Meer, voll mit alten Knochen und Gebeinen, von Königstöchtern und mutigen Fischern, den Fischern der Insel Castellamare irgendwo im weiten Meer vor Sizilien. So entwickelt auch die Autorin eine im besten Sinne altmodische Familiengeschichte: in epischer Breite, mit einem allwissenden Erzähler, der all die Personen, die zwischen 1914 und 2009 auf der Insel leben, sterben, geboren werden, lieben, hoffen und verzweifeln in einem großen, wunderbar zu lesenden Epos vereinigt. Da ist jener Amedeo Eposito, der als junger Mann als Gemeindearzt auf die Insel kommt, nach anfänglicher Skepsis von den Menschen akzeptiert und aufgenommen wird, heiratet, Vater wird, wegen eines Seitensprungs seine Stelle verliert, eine Bar aufmacht, zwei seiner Söhne im Krieg verliert. Da ist seine Tochter Maria-Grazia, die einen im Krieg verwundeten britischen Offizier liebt, die Bar ihres Vaters erfolgreich weiterführt. Und da sind ihre Söhne Sergio und Giuseppino, Kontrahenten von Anfang an. Mit der Enkelin Maddalena erreicht die Geschichte schließlich das Jahr 2009. „Die langen Tage von Castellamare“ (wieder so ein zweifelhafter Titel, welche langen Tage?, heißt das Buch doch im Original viel treffender nach dem Mittelpunkt des Ganzen, der Bar „Das Haus am Ende der Nacht“) erzählen keine neue Geschichte. Die Insel liegt zwar weit ab, aber auch hier spielen sich die gleichen Dinge ab wie überall auf der Welt. Es wird gelebt und geliebt, ein wenig karger vielleicht als anderswo, Kinder werden geboren, werden erwachsen, Hoffnungen werden gehegt und zerschlagen, Glück und Unglück liegen nah beieinander. Kriege, Weltpolitik, zögerlicher Wohlstand, der Mittelmeertourismus mit seinen Chancen und Gefahren, die Finanzkrise – auch auf Castellamare bekommt man das zu spüren, ein wenig gedämpft vielleicht, ein wenig verzögert. Auch wenn also weder Form noch Inhalt des fast 500 Seiten starken Romans überraschen, ist er ein großes, wunderbares Lesevergnügen. Niemals platt, niemals kitschig und niemals in Klischees versinkend, mit großem, ruhigen Atem erzählt, kann der Leser ohne Reue eintauchen in die Welt von Castellamare und sie am Ende ein wenig wehmütig verlassen. Beste Unterhaltung!

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Langsam aber nicht langweilig
von einer Kundin/einem Kunden aus Radeburg am 17.09.2016

Obwohl das Buch von der Seitenzahl her nicht das längste ist, brauchte ich einen langen Atem, um es durchzulesen. So wie das Leben auf der Insel Castellamare abläuft, so scheint mir auch der Stil gewählt - langsam, bedächtig, das Alte beibehaltend und wiederholend. Dabei fand ich das Buch aber... Obwohl das Buch von der Seitenzahl her nicht das längste ist, brauchte ich einen langen Atem, um es durchzulesen. So wie das Leben auf der Insel Castellamare abläuft, so scheint mir auch der Stil gewählt - langsam, bedächtig, das Alte beibehaltend und wiederholend. Dabei fand ich das Buch aber nicht langweilig, das Gegenteil ist der Fall. Obwohl sich einige Dinge über mehrere Generationen hinweg immer wiederholten, fand ich die Geschichte kurzweilig und sogar spannend. Die Personen waren mir trotz riesiger Unterschiede alle sympathisch, auch wenn die Autorin ihnen einmal mehr einmal weniger Platz zur Entfaltung eingeräumt hat. Der Faden zieht sich von Amedeo mit vier Kindern über dessen Tochter Maria-Grazia mit zwei Kindern bis zu deren Enkelin Madalena. Die Geschichte der Familie und des Hauses am Rande der Nacht wird in die Weltgeschichte eingebaut, wobei diese so weit entfernt ist, wie die Insel vom Festland. Die Beschreibungen der Insel, der Landschaft, des Meeres und der Gedanken und Gefühle der Personen geraten nie zu lang oder zu ausschweifend und sind immer in die Handlung oder in das Reden und Tun der Personen eingebunden. Der Text ist gekonnt in Gegenwart und Rückblenden gegliedert, wobei der Schreibstil zuverlässig gleich bleibt. Insgesamt ein sehr solides und unterhaltendes Buch, in dessen Geschichte man gern eintaucht.

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Ein italienisches Familienepos
von einer Kundin/einem Kunden aus Nüziders am 06.09.2016

Amedeo Esposito wird als Neugeborenes in einem Haus für Findelkinder abgegeben. Damals schon größer wie die anderen Kinder, passt Amedeo nirgends dazu. Als er Arzt werden möchte, findet er einen Gönner, der ein Vaterersatz für ihn wird. Nach seiner... Amedeo Esposito wird als Neugeborenes in einem Haus für Findelkinder abgegeben. Damals schon größer wie die anderen Kinder, passt Amedeo nirgends dazu. Als er Arzt werden möchte, findet er einen Gönner, der ein Vaterersatz für ihn wird. Nach seiner Ausbildung sucht Amedeo eine Stelle und findet diese auf der Insel Castellamare. Als erster Arzt überhaupt auf der Insel hat er einiges zu tun. Er findet aber auch seine große Liebe auf der Insel und eine Geliebte. Beide bekommen ein Kind von ihm, was zur Entlassung von Amedeo führt. Er möchte jedoch nicht von der Insel gehen und übernimmt mit seiner Frau Pina die Bar. Diese bleibt über all die Jahre hinweg in Familienbesitz und die Espositos müssen einige Krisen überstehen. Der Beginn der Geschichte über Amedeo ist sehr gut und detailliert geschrieben. Die Figuren sind sehr lebhaft und man kann sich gut in die Personen einfühlen. Ab der Hälfte des Buches, habe ich dann festgestellt, dass die Beschreibungen nicht mehr so genau waren und viele Fragen während des Lesens offen blieben. Es waren zum Teil etwas zu viele Personen auf die man sich konzentrieren sollte und die Geschichte wurde etwas schwammig. Auf keinen Fall schlecht, aber man merkt einen qualitativen Unterschied. Die Beschreibung der Umgebung, vom Essen, usw. lässt einen vom Meer träumen und man möchte am liebsten einen Urlaub in Italien machen. Alles in allem ein wirklich gelungenes Buch. Einziger Minuspunkt ist der veränderte Schreibstil in der zweiten Hälfte des Buches.

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Casa al Bordo de la Notte
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberursel am 06.09.2016

Amedeo, als Findelkind in Florenz aufgewachsen in der staatlichen Obhut in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts in Italien gelingt es eine Ausbildung als Arzt zu absolvieren. Die Stellensuche ist schwierig bis es ihm schließlich gelingt auf der abgelegenen Insel Castellamare die Stelle als Gemeinschaftsarzt zu erhalten. Auf dieser... Amedeo, als Findelkind in Florenz aufgewachsen in der staatlichen Obhut in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts in Italien gelingt es eine Ausbildung als Arzt zu absolvieren. Die Stellensuche ist schwierig bis es ihm schließlich gelingt auf der abgelegenen Insel Castellamare die Stelle als Gemeinschaftsarzt zu erhalten. Auf dieser kleinen Insel kennt jeder jeden und alles wird regiert von einem Conte und der Heiligen Sankt Agatha. An dem Festtag zu Ehren der heiligen Agatha kommt Amedeo das erste Mal auf diese Insel und findet schnell Anschluss in der Bar im Hause am Rande der Nacht. Als Arzt macht er sich dort recht schnell einen Namen und er findet dort seine Frau, die Lehrerin Pina. Als seine Frau in den Wehen liegt erhält er den Ruf auf der anderen Seite der Insel gäbe es Probleme bei der Geburt der Frau des Conte. Notgedrungen eilt Amedeo in das Haus des Conte und wird von der Frau beschuldigt der Vater des Neugeborenen zu sein. Zeugen sind genügend vorhanden und so verliert Amedeo schließlich seinen guten Ruf als Arzt und soll die Insel verlassen. Doch er bleibt und beschließt mit seiner Frau die Bar in dem Haus am Rande der Nacht wieder aufzubauen. Die Familiengeschichte der Familie Esposito vom Findelkind Amedeo bis zur jüngsten Enkelin wird in diesem großartigen Roman von Catherine Banner erzählt. Von den Anfängen des 20. Jahrhundert über 2 Weltkriege, politischen Querelen bis zur Finanzkrise erleben wir die Veränderungen in der Familie, Tod und Geburt, Abschied und Wiedersehen gehören zusammen. Das alles reduziert auf den Mikrokosmos der Insel Castellamare hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist lebendig und man glaubt fast selbst auf der staubigen Terrasse der Bar zu sitzen und die Hitze der endlosen Sommer zu spüren.

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Großartige Familiengeschichte
von La novelera am 04.09.2016

"Die langen Tage von Castellamare" erzählen von einer Familiengeschichte, die mit dem Findelkind Amedeo beginnt. Jener wird in Jugendjahren unter die Fittiche eines Arztes genommen und ergreift dann selber diesen Beruf. Landauf, landab bewirbt er sich um eine Stelle und so verschlägt es ihn auf die kleine Insel Castellamare,... "Die langen Tage von Castellamare" erzählen von einer Familiengeschichte, die mit dem Findelkind Amedeo beginnt. Jener wird in Jugendjahren unter die Fittiche eines Arztes genommen und ergreift dann selber diesen Beruf. Landauf, landab bewirbt er sich um eine Stelle und so verschlägt es ihn auf die kleine Insel Castellamare, in Sichtweite von Sizilien. Hier beginnt die große Geschichte der Familie des Mannes Amedeo Esposito, der selber keine Familie hat. Sie zieht sich über mehrere Generationen und bleibt verwoben mit den Legenden und Geschichten der Insel, die stets eine große Rolle in Amedeos Leben spielen. Neben seiner Tätigkeit als Arzt ist er ein großer Geschichtensammler. Nachdem in einer Nacht auf der Insel zwei Kinder geboren werden, die ihn zum Vater aber unterschiedliche Mütter haben, muss er seinen geliebten Beruf aufgeben und zieht ins "Haus am Rande der Nacht", um dort eine alte Bar wieder zum Leben zu erwecken. Jene wird das Zentrum für viele Generationen sein, die nach ihm kommen. Die vielen Personen der Familie Esposito wachsen einem schnell ans Herz, jede hat ihre eigenen markanten Charakterzüge, die sie ausmachen. Man freut und leidet mit den Menschen und ihren Freuden und Sorgen. Der Autorin gelingt es, die idyllische Landschaft so darzustellen, dass sie dem Leser farbenreich vor Augen steht und irgendwie kommt man nicht drumherum sich ein wenig in die Insel zu verlieben. Andererseits kann man verstehen, dass es die jungen Leute von dort wegzieht. Und als der Fortschritt Einzug hält, ist man auch wieder hin- und hergerissen zwischen Freude und Wehmut nach dem Alten, dem Althergebrachten. Ein wunderbares Familienepos, schwungvoll geschrieben und einfach schön zu lesen. Castellamare ist ein Ort, in den man sich hinein- bzw. wegträumen kann, ein Buch, aus dem man am Ende mit ein wenig Wehmut wieder auftaucht in die Realität. Ich vergebe gerne 5 Sterne.

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Das Haus am Rande der Nacht
von leseratte1310 am 01.09.2016

Die Bewohner der kleinen Insel Castellamare sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Sie verehren die Heilige Santa Agata und haben auch eine Anzahl von Mythen und Legenden. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, sind die Bewohner misstrauisch. Amedeo aber fühlt sich wohl und schreibt die... Die Bewohner der kleinen Insel Castellamare sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Sie verehren die Heilige Santa Agata und haben auch eine Anzahl von Mythen und Legenden. Als der Arzt Amedeo Esposito aus Florenz auf die Insel kommt, sind die Bewohner misstrauisch. Amedeo aber fühlt sich wohl und schreibt die alten Geschichten auf. Dann wird er eines Nachts zu einer Geburt gerufen. Die Frau des Conte bringt ihr Kind zur Welt und beschuldigt Amedeo, der Vater zu sein. Auch seine Frau Pina bekommt in der gleichen Nacht ihr Baby. Durch den Skandal darf er nicht mehr als Arzt praktizieren. Er macht aus dem ,,Haus am Rande der Nacht“ eine Bar, die er mit seiner Frau betreibt und sorgt so für das Auskommen der Familie. Die Bar wird zum Treffpunkt für alle, die auf der Insel leben. Es gibt nichts, was hier nicht besprochen wird. Aber es wird auch zum Mittelpunkt seine Familie und ihre Nachkommen. Seine Tochter Maria-Grazia führt die Bar später weiter. Amedeo ist als Findelkind im Waisenhaus in Florenz aufgewachsen. Doch dann sorgt der Arzt Esposito für ihn und ermöglicht ihm ein Medizinstudium. Doch erst auf der Insel findet er eine Anstellung. Doch der Skandal sorgt dafür, dass er diese Anstellung dann auch wieder verliert. „Die langen Tage von Castellamare“ ist ein wundervolles Buch, das in einem tollen und poetischen Schreibstil geschrieben ist. Ich habe mich wohl gefühlt auf dieser kleinen Insel mit seinen Bewohnern und konnte an ihrem Leben teilnehmen. Jeder der Charaktere war auf seine Art besonders und sie harren hier aus – abgeschieden vom Rest der Welt. Dennoch hat das Weltgeschehen auch Einfluss auf das Leben der Bewohner. Ein wundervolles Buch.

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