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Die Menschheit schafft sich ab

Die Erde im Griff des Anthropozän

(3)
Treffen sich zwei Planeten.
Der Eine: „Oh, du siehst aber schlecht aus.“
Der Andere: „Ich habe Menschen!“
Der Eine: „Das geht vorbei.“
Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben gesellte sich später dazu und seit rund 160.000 Jahren der aufrecht gehende Homo sapiens. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er rund um den Globus in die Natur ein - vermehrte sich und besiedelte selbst entlegenste Gegenden.
Immer tiefere Spuren hinterließ das "Anthropozän", das Menschenzeitalter, in den letzten 2.000 Jahren.
Wissenschaft und Technik nahmen seit der Industrialisierung die Erde in den Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, die Verpestung der Lufthülle, die Veränderung des Klimas, Wasserverschmutzung bis zur Kernspaltung und einer Wohlstands-Verschwendungssucht.
Energiehunger und virtuelles Kapital treiben einen zerstörerischen Kreislauf an. Außerdem werden wir immer mehr.
Wie kommen wir aus diesem Teufelskreis raus?
Harald Lesch, Astrophysiker und Philosoph, ist aus den Weiten des Weltalls zurück. Es geht ihm jetzt um die Heimat des Menschen, der in einer bisher nie gekannten Hybris den Ast, auf dem er sitzt, absägt.
Portrait
Harald Lesch, geboren 1960 in Gießen, ist Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität München, Fachgutachter für Astrophysik bei der DFG und Mitglied der Astronomischen Gesellschaft. Einer breiteren Öffentlichkeit ist er durch die im Bayerischen Fernsehen laufende Sendereihe alpha-Centauri bekannt. Seit September 2008 moderiert er die ZDF-Reihe Abenteuer Forschung . Er hat mehrere erfolgreiche Bücher veröffentlicht.
Klaus Kamphausen, 1956 in Mönchengladbach geboren, studierte Theaterwissenschaften, Psycholinguistik und Psychologie und lebt als Dokumentarfilmer und Autor in München und manchmal anderswo in der Welt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 06.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8312-0424-3
Verlag Komplett-Media
Maße (L/B/H) 223/152/34 mm
Gewicht 1058
Abbildungen zahlreiche Farbabbildungen
Verkaufsrang 715
Buch (gebundene Ausgabe)
29,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Übersicht
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Ein grün inspirierter Physiker sieht rot
von einer Kundin/einem Kunden aus Kaiserslautern am 11.01.2017

Kritik, kurzgefasst: Die reißerisch formulierte Behauptung des Physikers Lesch, „Die Menschheit schafft sich ab!“, schürt Ängste und fördert Resignation, wo mehr Mut und Verstand gefordert sind. Unverzeihlich ist es, dass er die Hauptsätze der Thermodynamik und ihre Bedeutung für die Existenz des Menschen auf unserem Planeten unberücksichtigt lässt. Er vertraut... Kritik, kurzgefasst: Die reißerisch formulierte Behauptung des Physikers Lesch, „Die Menschheit schafft sich ab!“, schürt Ängste und fördert Resignation, wo mehr Mut und Verstand gefordert sind. Unverzeihlich ist es, dass er die Hauptsätze der Thermodynamik und ihre Bedeutung für die Existenz des Menschen auf unserem Planeten unberücksichtigt lässt. Er vertraut offensichtlich mehr grünen Vordenkern als physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Mit dem Füllen von 520 Buchseiten – etwa 200 Seiten poppig servierte Natur- und Kulturgeschichte und etwa 300 Seiten redundant diskutierte Bedrohungsszenarien – outet sich Lesch als großer Energieverschwender („Entropiemaximierer“). Begründung der Kritik: Zunächst müssen wir akzeptieren, dass alle Strukturen im Universum, ob lebendig oder nicht lebendig, und alle Vorgänge im Universum, auch die Evolution bis hin zum Menschen, den Gesetzen der Physik zu gehorchen haben. Für uns Menschen gilt: Wir verdanken unsere Existenz (wie im übrigen alle Ordnung repräsentierenden Strukturen, wie z. B. Wolken, Windgürtel und Meeresströmungen sowie auch Pflanzen und Tiere) dem Energieunterschied „heiße Sonne – kalte Erde“. Die Hauptsätze der Thermodynamik (Wärmelehre) geben die „Spielregeln“ vor, wie aus dem „Heiß“ der Sonne und dem „Kalt“ der Erde möglichst schnell ein „Lau“ - also Wärme - wird. Die Natur bedient sich dabei der oben genannten geordneten Strukturen als „Werkzeuge“. Es sind sogenannte „dissipative“ Strukturen (Ilya Prigogine, Nobelpreis 1977), die durch ihre Energie „zerstrahlende“ Wirkung besonders schnell hochwertige Sonnenenergie (Kohle, Erdöl und Erdgas gehören auch dazu) in „niederwertige“ Wärmeenergie umwandeln („Entropie-Maximierung“, 2. Hauptsatz der Thermodynamik). Und der mit Bewusstsein begabte Mensch ist das aktuell beste „Werkzeug“ der Wärmeenergie-Produktion (also nicht nur im biblischen Sinn „die Krone der Schöpfung“!): Er legt sich energieaufwendig arbeitende „künstliche Organe“ zu wie zum Beispiel Maschinen und Automobile, er macht die Nacht zum Tag, er strebt nach Luxus und stellt spezielle Ansprüche an Wohnung, Kleidung, Nahrung und Unterhaltung. Und das ist der Trick der Natur: Auf das alles wollen wir Menschen nicht verzichten, weil es uns glücklich macht! Dazu noch ein Hinweis: Auch Lesch gebraucht das Wort „dissipativ“. Auf Seite 59 heißt es: „Leben ist dissipativ. Energie wird verarbeitet, verbraucht, verteilt.“ Einen Bezug zum 2. Hauptsatz der Thermodynamik und damit zur vermehrten Wärmebildung stellt er aber nicht her. Aus alledem folgt: Der Mensch ist entstanden, wie alle „dissipativen“ Strukturen auf unserem Planeten, durch das Vorkommen des Energieunterschieds „heiße Sonne – kalte Erde“. Die Natur erschuf ihn zur möglichst schnellen Beseitigung dieses Unterschieds und damit, zu Ende gedacht, zur Vernichtung dessen, dem der Mensch seine Existenz verdankt! Physikalisch betrachtet, schafft sich die Menschheit also nicht ab. Das ist grün inspirierte Apokalyptik! Sie macht sich allenfalls irgendwann in sehr ferner Zukunft nach den Gesetzen der Physik überflüssig! Und was die Erderwärmung und den damit verbundenen Klimawandel anbetrifft, müssen wir einsehen, dass es sich um die Folgen eines naturgewollten Prozesses, der „Entropie-Maximierung“, handelt. Die „dissipativen“ Strukturen, an ihrer Spitze der Mensch, leisten ganze Arbeit! Die Erderwärmung können wir also nicht beseitigen; wir können sie nur verlangsamen! Das heißt, wir müssen lernen, mit der Erderwärmung und einem möglichen Klimawandel zu leben. Lesch will das offensichtlich nicht wahrhaben. Wir sollten trotzdem optimistisch in die Zukunft schauen und unserem einzigartigen Überlebensinstrument, unserem mit Vernunft und Kreativität begabten Bewusstsein, vertrauen. Es wird uns auch weiterhin helfen, die Zukunft zu meistern und ein „Die Menschheit schafft sich ab“ zu vermeiden.

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Pflichtlektüre
von einer Kundin/einem Kunden aus Gampel am 05.01.2017

und erst noch äusserst verständlich und spannend mit bis Schluss. HL und all seine vielen Gastreferenten zwingen dich nicht zum Handeln, nachdenken wirst ein Weilchen aber garantiert. Meine Prognose nach Einbezug aller Wissenschaften als auch dem Herzgefühl : Sorry, wir schaffen es nicht!

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Sehr umfassend!
von warmerSommerregen aus Essen am 29.11.2016

In den letzten 2.000 Jahren, dem Menschenzeitalter oder auch „Anthropozän“, haben Menschen die Erde gravierend verändert. Immer mehr wird versucht, sie dem Menschen anzupassen; jedoch werden die Konsequenzen solchen Handels meist nicht hinterfragt. Von der Ausbeutung der Bodenschätze, Kernspaltung oder großflächigen Verwendung von Pestiziden über Wasser- und Luftverschmutzung, bis... In den letzten 2.000 Jahren, dem Menschenzeitalter oder auch „Anthropozän“, haben Menschen die Erde gravierend verändert. Immer mehr wird versucht, sie dem Menschen anzupassen; jedoch werden die Konsequenzen solchen Handels meist nicht hinterfragt. Von der Ausbeutung der Bodenschätze, Kernspaltung oder großflächigen Verwendung von Pestiziden über Wasser- und Luftverschmutzung, bis hin zum Klimawandel – die Menschheit trägt nicht gerade dazu bei, dass mit ihrem Lebensraum nachhaltig umgegangen wird. Deshalb wird ein Um- oder einfach Mitdenken immer notwendiger. Wenn wir einfach so weitermachen, das steht fest, sägen wir den Ast, auf dem wir sitzen, endgültig ab. In „Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän“ befasst sich Harald Lesch auf 520 Seiten ausführlich mit der Frage, wie sich der Teufelskreis durchbrechen lässt. Um dieser Frage gerecht zu werden, wird Folgendes versucht: „Also: Fangen wir ganz, ganz von vorn an … nein, besser nicht. Wir fangen anders an, nicht so, wie Sie es vielleicht erwarten (der Lesch fängt doch immer mit dem Urknall an). Nein, so wird es diesmal nicht sein.“ (S.16). Jedoch wird diese Aussage im nächsten Kapitel wieder relativiert, da dann doch „von ganz vorne“ begonnen wird. Wie dem auch sei, Lesch geht sehr detailliert auf die Entstehung der Erde und ersten Lebens ein. Ich muss gestehen, dass ich mit derart genauen Ausführungen zu dieser Thematik nicht gerechnet hatte und sie sich, trotz ein paar Unterbrechungen, etwas in die Länge zogen. Da das Buch aus derart vielen Kapiteln besteht, lässt sich auch schlecht beschreiben, auf welche Bereiche alles eingegangen wird. Generell lässt sich sagen, dass die Entstehung der Erde, die Entstehung von Leben, der Kontinentaldrift, Technik und Ökonomie als Grundgerüst der weiteren Ausführungen zu verstehen sind. Im weiteren Verlauf wird dann ungefähr ab Seite 227 unter anderem auf Globalisierung, Ressourcenverbrauch, ökologische Belastungsgrenzen, genmanipuliertes Saatgut und Pestizide, Wasserverbrauch, Wasserverschmutzung, Kunststoff, Energie, Rohstoffe, Klimawandel, künstliche Intelligenz und die Ethik des Anthropozän eingegangen. Auf Grund dieser breiten Fächerung ist dieses Werk sicherlich keine leichte Kost – man sollte sich für die Lektüre definitiv Zeit nehmen. Zugegebenermaßen fiel mir der Einstieg in dieses Buch schwer, da ich das Gefühl hatte, dass Lesch nicht wirklich zum Thema kommt. Selbstverständlich ist es auch wichtig, etwas über die Erdentstehung oder verschiedene große Massenausterben zu erfahren, auch in Hinblick auf die Frage, wie man heute Nachhaltigkeit leben kann, jedoch waren mir die Ausführungen teilweise doch etwas zu ausführlich. Das kann aber auch daran liegen, dass ich mit falschen Erwartungen an dieses Buch gegangen bin, da ich eher mit einer Bestandsaufnahme aktueller Zustände, der Ableitung einiger Notwendigkeiten und Möglichkeiten, die Situation zu verbessern, gerechnet hatte. Aber auch auf die heutigen Probleme wird eingegangen – wenn auch verhältnismäßig kürzer als von mir erwartet – und Lösungsmöglichkeiten werden aufgezeigt. Sehr gefallen hat mir, dass auch Politiker, Wissenschaftler und viele mehr zu Wort kommen; so berichtet Anton Hofreiter beispielsweise über Gensoja, Glyphosat und Großgrundbesitz oder Organisationen wie Greanpeace werden vorgestellt. Daher denke ich auch, dass in diesem Werk für alle Generationen etwas zu finden sein wird, das besonders spannend ist. Die Gestaltung des Buches ist sehr ansprechend: Zahlreiche Fotografien, Tabellen, Graphen oder farbliche Untermalungen veranschaulichen das zuvor Beschriebene oder machen auf Interviews aufmerksam. Allerdings muss ich gestehen, dass mir persönlich einige Tabellen als Ersatz zu seitenlangen Ausführungen sogar gereicht hätten, da dort das Wissen wirklich kurz und bündig auf den Punkt gebracht wird. Lesch versucht unter anderem durch Witze wie „Treffen sich zwei Planeten. Der Eine: „Oh, du siehst aber schlecht aus.“ Der Andere: „Ich habe Menschen!“ Der Eine: „Das geht vorbei.““ oder Zitate die Texte aufzulockern. Alles in allem ist „Die Menschheit schafft sich ab“ ein ganz besonders ausführliches Buch, in dem sehr viel Wissen vermittelt wird. Dabei wird auf viele verschiedene Aspekte eingegangen, wobei es teilweise seine Längen hat. Verständlich ist es geschrieben, sodass ich denke, dass für verschiedene Lesergruppen spannende Themen zu finden sind. Die Gestaltung des Buches ist sehr ansprechend und abwechslungsreich. Nach der Lektüre bleibt mir das Gefühl, dass bereits einiges schief gelaufen ist und es sehr schwierig wird, den Stand der Dinge zu verbessern. Ich kann dieses Buch weiterempfehlen, da sich jeder Gedanken darüber machen sollte, was wir Menschen alles anrichten, wieso es so nicht weitergeht und welche Alternativen existieren.

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