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Die Nachtigall

Roman

(38)
Zwei Schwestern. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.
Der Weltbestseller – die Nr. 1 aus den USA.
Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?
In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.
In den USA begeisterte „Die Nachtigall“ Millionen von Lesern und steht seit über einem Jahr auf der Bestsellerliste.
„Ich liebe dieses Buch – große Charaktere, große Geschichten, große Gefühle." Isabel Allende.
Rezension
Nina Mayerhoff, Literatur Expertin Thalia:
"Dies ist einer der berührendsten Romane, die ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. „Die Nachtigall“ wurde in den USA zu einem Riesenerfolg. Das kann ich gut verstehen, denn die Autorin Kristin Hannah versteht es, die Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen Schwestern mit historischen Ereignissen und einer spannenden, emotionalen Geschichte zu verquicken. Frankreich vor dem Zweiten Weltkrieg: Vianne und Isabelle verlieren schon früh ihre Mutter. Ihr Vater gibt sie weg, sodass Vianne auf dem Land aufwächst, Lehrerin wird und schon früh ein Kind bekommt. Die Jüngere, Isabelle, landet in Paris, als die Deutschen einmarschieren. Sie ist eine Rebellin, die sich dem Widerstand anschließt, während ihre Schwester versucht, ihre Familie mit Taktik und Anpassung durch diese schlimmen Zeiten zu bringen. Die Schwestern müssen voneinander lernen, um sich selbst und ihre Liebsten vor dem Schlimmsten zu bewahren. Ein Buch wie ein Kinofilm: packend, einfühlsam und aufrüttelnd."
Portrait

Kristin Hannah, geboren 1960 in Südkalifornien, arbeitete als Anwältin, bevor sie zu schreiben begann. Heute ist sie eine internationale Top-Bestseller-Autorin und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Pazifischen Nordwesten der USA und auf Hawaii.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 19.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-352-00885-6
Verlag Ruetten & Loening
Maße (L/B/H) 221/142/53 mm
Gewicht 796
Originaltitel The Nightingale
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 1.030
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Die Nachtigall“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich:
Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Die eine kämpft für die Freiheit, die andere für die Liebe.

Diese Geschichte
Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich:
Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Die eine kämpft für die Freiheit, die andere für die Liebe.

Diese Geschichte erzählt von großem Mut , tiefer Liebe und unbändiger Hoffnung.

„Kategorie "Pageturner"!“

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Zwei Schwestern im besetzten Frankreich. Beide kämpfen auf ihre Weise um das eigene und das Überleben anderer.
Ein epischer, filmreifer Schmöker - teilweise basierend auf wahren Lebensgeschichten - der mich sehr berührt hat, der Lust aufs Lesen in jeder freien Minute macht.
Zwei Schwestern im besetzten Frankreich. Beide kämpfen auf ihre Weise um das eigene und das Überleben anderer.
Ein epischer, filmreifer Schmöker - teilweise basierend auf wahren Lebensgeschichten - der mich sehr berührt hat, der Lust aufs Lesen in jeder freien Minute macht.

„Zwei starke Frauen“

Franziska Gensler, Thalia-Buchhandlung Fulda

Schwersten, die unterschiedlicher nicht sein können, versuchen den Zweiten Weltkrieg in Frankreich zu überleben. Während die besonnene Vianne ihre Familie das Elend der deutsche Besatzung überleben lassen möchte, schließt sich Isabelle der Resistance an um für ihr Land zu kämpfen.
In einer wundervollen Sprache geschrieben, hat mich
Schwersten, die unterschiedlicher nicht sein können, versuchen den Zweiten Weltkrieg in Frankreich zu überleben. Während die besonnene Vianne ihre Familie das Elend der deutsche Besatzung überleben lassen möchte, schließt sich Isabelle der Resistance an um für ihr Land zu kämpfen.
In einer wundervollen Sprache geschrieben, hat mich diese Geschichte auf das Tiefste berührt!

„Unbedingt lesen!“

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Eine sehr bewegende Geschichte zur Zeit des 2. Weltkriegs, erzählt aus der Sicht zweier junger Französinnen. Die eine lebt als besorgte Mutter in ständiger Angst, die andere schließt sich mutig der Résistance an. Eine sehr bewegende Geschichte zur Zeit des 2. Weltkriegs, erzählt aus der Sicht zweier junger Französinnen. Die eine lebt als besorgte Mutter in ständiger Angst, die andere schließt sich mutig der Résistance an.

„Eine Geschichte, die sich in die Seele brennt“

Andrea Pehle, Thalia-Buchhandlung Leer

Die Nachtigall ist ein sehr gelungener Roman, der von den Kriegserlebnissen der Schwestern Vianne und Isabelle im 2. Weltkrieg in Frankreich handelt. Obwohl beide Schwestern völlig unterschiedlich denken und handeln, stellt sich letztlich heraus, dass die Familie das höchste Gut ist.Die Geschichte trifft den Leser zeitweilig bis ins Die Nachtigall ist ein sehr gelungener Roman, der von den Kriegserlebnissen der Schwestern Vianne und Isabelle im 2. Weltkrieg in Frankreich handelt. Obwohl beide Schwestern völlig unterschiedlich denken und handeln, stellt sich letztlich heraus, dass die Familie das höchste Gut ist.Die Geschichte trifft den Leser zeitweilig bis ins Mark und Bein und ich war sehr berührt, ganz besonders weil Kristin Hannah diese Geschichte Dank intensiver Recherchearbeit stellvertretend für die französischen Frauen geschrieben hat, die all dies tatsächlich erlebt und nur zum Teil überlebt haben.




„Herzzerreißend “

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Zwei Schwestern müssen sich mit der fehlenden Liebe ihres Vaters abfinden. Während die eine sich ihre heile Welt schafft, rebelliert die jüngere Schwester. Das stört und so trennen sich die Wege der Schwestern. Erst als die Besatzung Frankreichs durch die Deutschen im 2. Weltkrieg auch in die heile Welt der älteren Schwester einbricht, Zwei Schwestern müssen sich mit der fehlenden Liebe ihres Vaters abfinden. Während die eine sich ihre heile Welt schafft, rebelliert die jüngere Schwester. Das stört und so trennen sich die Wege der Schwestern. Erst als die Besatzung Frankreichs durch die Deutschen im 2. Weltkrieg auch in die heile Welt der älteren Schwester einbricht, kommen sich die Schwestern wieder näher. Doch für eine Versöhnung ist es fast zu spät....

„Was der Krieg aus jedem macht“

Brigitta Jahn, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Eine bewegende Geschichte über zwei Schwestern im besetzten Frankreich zur Zeit des 2.Weltkriegs.Vianne und Isabelle sind sehr unterschiedlich,doch jede kämpft auf ihre Weise gegen das Naziregime an.Vianne versteckt im Laufe des Krieges jüdische Kinder und nimmt auch selbst eines in ihrer Familie auf,die rebellische Isabelle schliesst Eine bewegende Geschichte über zwei Schwestern im besetzten Frankreich zur Zeit des 2.Weltkriegs.Vianne und Isabelle sind sehr unterschiedlich,doch jede kämpft auf ihre Weise gegen das Naziregime an.Vianne versteckt im Laufe des Krieges jüdische Kinder und nimmt auch selbst eines in ihrer Familie auf,die rebellische Isabelle schliesst sich der Resistance an und schleusst abgeschossene alliierte Piloten über die Pyrenäen nach Spanien zurück.
Ich kannte die Autorin vorher nicht,aber ihr sehr guter Schreibstil hatte mich schnell gefesselt und ich habe bereits ein anderes Buch von ihr bestellt! Es gibt viele realistisch beschriebene Szenen, die einem sehr nahe gehen (Exekution des Vaters etc.) und das Ende lässt den Leser auch nicht kalt.Deshalb Taschentuch bereithalten.

„Manchmal muss es eine Schnulze sein“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach am Main

Ja, der Roman ist ein Familien- und Liebesroman mit viel Kitsch und großen Gefühlen, die Taschentücher müssen bereit liegen und als Leser fiebert man mit unter ständigem Herzrasen und Schweißausbrüchen und kann nur hoffen, dass alles gut geht!
Tolles Geschenk für die beste Freundin, mit der man dann auch ins Kino gehen kann, denn Hollywood
Ja, der Roman ist ein Familien- und Liebesroman mit viel Kitsch und großen Gefühlen, die Taschentücher müssen bereit liegen und als Leser fiebert man mit unter ständigem Herzrasen und Schweißausbrüchen und kann nur hoffen, dass alles gut geht!
Tolles Geschenk für die beste Freundin, mit der man dann auch ins Kino gehen kann, denn Hollywood hat sich schon die Rechte gesichert.

„Mit Seele gelesen “

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Luise Helm hat eine begnadete Stimme. Ich habe ihr wahnsinnig gern zugehört und hatte sofort ein Bild der beiden unterschiedlichen Schwestern vor mir , deren Geschichte spannend und wunderbar erzählt ist. Ein großes Hörabenteuer. Luise Helm hat eine begnadete Stimme. Ich habe ihr wahnsinnig gern zugehört und hatte sofort ein Bild der beiden unterschiedlichen Schwestern vor mir , deren Geschichte spannend und wunderbar erzählt ist. Ein großes Hörabenteuer.

Anja Schmidt, Thalia-Buchhandlung Zwickau

2 Schwestern versuchen während des 2. Weltkrieges im besetzten Frankreich zu überleben 2 Schwestern versuchen während des 2. Weltkrieges im besetzten Frankreich zu überleben

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bremen

Beeindruckendes Buch. Es zeigt den Mut und die Stärke zweier Schwestern, die jede auf ihre Art und Weise versuchen, den 2. Weltkrieg in Frankreich zu überleben. Beeindruckendes Buch. Es zeigt den Mut und die Stärke zweier Schwestern, die jede auf ihre Art und Weise versuchen, den 2. Weltkrieg in Frankreich zu überleben.

Katharina Kaufmann, Thalia-Buchhandlung Marburg

Die Geschichte zweier Schwestern, die auf unterschiedliche Weise den Zweiten Weltkrieg in Frankreich erleben. Spannend, dramatisch und sehr emotional! Die Geschichte zweier Schwestern, die auf unterschiedliche Weise den Zweiten Weltkrieg in Frankreich erleben. Spannend, dramatisch und sehr emotional!

Anke Schnöpel, Thalia-Buchhandlung Hilden

Wer Familiengeschichten und Schicksale vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mag, liegt hiermit goldrichtig! Dramatisch, glaubwürdig und äußerst spannungsvoll geschrieben. Wer Familiengeschichten und Schicksale vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mag, liegt hiermit goldrichtig! Dramatisch, glaubwürdig und äußerst spannungsvoll geschrieben.

Nadja Schwarz, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Großartig erzählter Roman über Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten Großartig erzählter Roman über Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten

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Frankreich und die Resistance - dafür kämpft die eine. Ihre Schwester kämpft nur für die Liebe. Wer gewinnt? Frankreich und die Resistance - dafür kämpft die eine. Ihre Schwester kämpft nur für die Liebe. Wer gewinnt?

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Eine wirklich beeindruckende Geschichte! Es ist berührend zu lesen, wie Menschen anderen im Zweiten Weltkrieg geholfen haben und ihr eigenes Leben dafür aufs Spiel setzten! Eine wirklich beeindruckende Geschichte! Es ist berührend zu lesen, wie Menschen anderen im Zweiten Weltkrieg geholfen haben und ihr eigenes Leben dafür aufs Spiel setzten!

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Die bewegende Geschichte zweier Schwestern. Einfühlsam, bewegend und doch voller Leichtigkeit. Die bewegende Geschichte zweier Schwestern. Einfühlsam, bewegend und doch voller Leichtigkeit.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
38 Bewertungen
Übersicht
33
4
1
0
0

Ein Roman der betroffen macht und nachwirkt
von Girdin aus Erkelenz am 16.11.2016

Zwar beginnt das Buch „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah im Jahr 1995 in Oregon/USA, doch die Handlung des Romans spielt zum größten Teil kurz vor und während des zweiten Weltkriegs in Frankreich. Es ist die Geschichte zweier Schwestern, Vianne und Isabelle Rossignol. Der Nachname bedeutet übersetzt „Nachtigall“ und hat... Zwar beginnt das Buch „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah im Jahr 1995 in Oregon/USA, doch die Handlung des Romans spielt zum größten Teil kurz vor und während des zweiten Weltkriegs in Frankreich. Es ist die Geschichte zweier Schwestern, Vianne und Isabelle Rossignol. Der Nachname bedeutet übersetzt „Nachtigall“ und hat dem Buch einerseits den Titel gegeben, andererseits ist er der Spitzname für Isabelle in ihrer Rolle als Fluchthelferin im Zweiten Weltkrieg. In kurzen Zwischenkapiteln, die im Jahr 1995 spielen, erzählt die Autorin dem interessierten Leser, was die Familienmitglieder in den Jahren nach dem Krieg erlebt haben. Zwischen den Schwestern gibt es einen Altersunterschied von 10 Jahren. Isabelle war erst fünf Jahre alt, als ihre Mutter starb. Vianne hat sich schon sehr früh in einen Mann verliebt, den sie später auch heiratete. Ihr Vater ist ein Buchhändler in Paris und an der Erziehung seiner Kinder völlig desinteressiert. Doch auch Vianne ist überfordert damit, sich um ihre kleine Schwester zu kümmern, die daher überwiegend im Internat aufwächst. Sie widersetzt sich immer wieder den Regeln des Schullebens und wechselt daher häufiger ihren Aufenthaltsort. Als der Krieg beginnt, wird der Ehemann von Vianne eingezogen, der kleine Ort in Frankreich von den Deutschen besetzt und ein Hauptmann der Wehrmacht wird bei ihr einquartiert. Isabelle ist zu dieser Zeit wieder einmal von der Schule verwiesen worden. Als die Lage sich immer mehr zuspitzt, wird sie ihrer Rebellenrolle weiter dadurch gerecht, dass sie sich dem Widerstand anschließt, auch gegen den Willen des Mannes den sie bei der Résistance kennengelernt hat. Gibt es für die Liebe der beiden eine Zukunft und wird Vianne nach dem Krieg weiter ein Leben an der Seite ihres Ehemanns führen können? Vor allem Isabelle wurde in ihrer Kindheit nicht mit Liebe verwöhnt. Nach dem Tod der Mutter ist der Vater hilflos mit den Kindern überfordert und Vianne steckt als Jugendliche in der Selbstfindungsphase. Eine Heimat findet sie auf diese Weise nicht und Vertrauen aufzubauen, ist auch schwierig. Ohne Schulabschluss sucht sie nach einer Tätigkeit, die ihr Anerkennung bringen kann, mit dem Ziel sowohl ihrem Vater wie auch ihrer Schwester zu beweisen, dass sie nützlich ist und den Respekt der beiden verdient hat. Die Tätigkeit für die Widerstandsgruppe ist ihr eigener Kampf dafür, als erwachsen zu gelten und selbstbestimmt leben zu dürfen obwohl sie noch minderjährig ist. „Die Nachtigall“ ist eine sehr emotional ergreifende Geschichte. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs erzählt Kristin Hannah das Schicksal von Vianne und Isabell stellvertretend für so viele Frauen, die zu Hause auf ihre Lieben gewartet haben, die ihren Kriegsdienst abzuleisten hatten. Sie versuchten den Alltag weiterzuleben wie bisher, doch die ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln wurden immer weiter beschränkt von der deutschen Wehrmacht, die im Laufe der Zeit selbst in kleinsten Dörfern Einzug hielt. Die Autorin hat die historischen Daten zum Roman gut recherchiert. Doch ihr Fokus bleibt auf den beiden Frauen, sie nutzt leider nicht die Möglichkeit der Geschichte von Randfiguren wie Rachel, der jüdischen Freundin von Vianne, eine größere Bedeutung zu geben. Für mich blieb beispielweise fraglich, womit Rachel und ihre Kinder in den Kriegstagen ihren Hunger gestillt haben. Auch einige andere Stellen waren ein wenig verschwommen dargestellt. In gewissen Situationen reagierten sowohl Vianne und Isabelle sehr impulsiv. Ich hätte den beiden an manchen Stellen aus ihrer Erfahrung heraus ein besonneneres Vorgehen zugestanden. Nichtsdestotrotz konnte mich der Roman in seinen Bann ziehen. Obwohl ihr Roman sehr gefühlvoll geschrieben ist, wertet Kristin Hannah nicht über gute oder schlechte Eigenschaften der deutschen Besatzer. So neutral wie möglich schafft sie es, die Unterdrückung der Franzosen darzustellen und gesteht dennoch den Deutschen Menschlichkeit zu, die sich ihrer ausführenden Rolle als Befehlsempfänger bewusst sind. Kristin Hannah gibt den französischen Frauen, die ihren Dienst für das Vaterland im Zweiten Weltkrieg auf ihre ganz eigene Weise geleistet haben mit diesem Roman ein Gesicht. Ihre Schilderung machte mich zunehmend betroffen und wird sicher noch sehr lange nachwirken. Das Buch ist definitiv eine Leseempfehlung!

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So ein klasse tolles buch
von einer Kundin/einem Kunden am 02.11.2016

Das buch kann man nur weiter empfehlen. So toll geschrieben das man nur weiterlesen muss... Erste mal das ich bei einem Buch geweint habe...

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Emotional aufrüttelnde Geschichte um Frankreich im zweiten Weltkrieg
von Tracy am 11.10.2016

Inhalt nach Klappentext: Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben?... Inhalt nach Klappentext: Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt? Schreibstil: Ich konnte schnell in die Geschichte einsteigen, aufgrund des flüssigen Schreibstils, der ohne große Umschweife auskommt. Durch die abwechselnden Erzählweisen wird es dem Leser wirklich leicht gemacht und Spannung kommt so gut auf. Die Autorin schafft es, dass ich mich gleich emotional in die Geschichte eingebunden fühlte. Charaktere: Anfangs konnte ich weder mit Vianne noch mit Isabelle etwas anfangen. Beide waren mir noch gänzlich unsympathisch - beide sind zwei starke Extreme nur eben in unterschiedlichen Richtungen. Doch Isabelle ist, wie bei Vianne später auch ersichtlich wird, eine starke Persönlichkeit, die man im Laufe des Buches sehr zu schätzen weiß und die Sympathie wachsen lässt. Sie handelten in meinen Augen nicht immer sinnvoll, doch wer kann schon im Krieg immer rational denken?! Das angespannte Verhältnis der beiden Schwestern konnte ich aufgrund der Schicksalsschläge zwar verstehen, jedoch nicht, warum Vianne es in jungen Jahren überhaupt dazu kommen lassen hat und Isabelle fortschickte. Auch die Nebencharaktere gefielen mir sehr gut. Meine Meinung: Erst einmal muss ich sagen, dass ich die Geschichte des Zweiten Weltkriegs bisher nur aus deutscher Perspektive kannte, die französische aber noch weitaus erschütternder ist. Ich habe durch das Buch viel über die Lebensumstände zu der Zeit erfahren, von denen ich vorher keine Ahnung hatte – vieles war sehr beklemmend zu lesen. Emotionen spielen bei „Die Nachtigall“ eine sehr große Rolle. Es gab wirklich viele eindrucksvolle und erschreckende Szenen, aber oft waren auch Mut, Hoffnung und Liebe zu spüren. Kleine scheinbare belanglose Szenen, die gerade im ersten Drittel des Buches kamen, waren für die Geschichte auflockernd und auf ihre Weise wichtig. In der ersten Hälfte des Buches braut sich die schreckliche Zukunft der Schwestern und sämtlicher Menschen in Frankreich erst langsam auf, ab der zweiten Hälfte entlädt sie sich sehr turbulent und heftig, sodass man beim Lesen den Eindruck gewinnt, dass es doch nun nicht mehr schlimmer werden könne. An Aufhören mit Lesen war nicht zu denken, so spannend wurde es. Die Deutschen werden (zu Recht) in keinem guten Licht dargestellt. Ich litt hier wirklich sehr mit dem französischen Volk. Einen einzigen großen Kritikpunkt habe ich: Ich konnte einige Geschehnisse nicht ganz nachvollziehen, weil sie gar nicht oder zu wenig aufgeklärt wurden oder auch einmal, weil mir die Entscheidungen der Autorin missfielen. Das fand ich sehr schade, da hätte man noch mehr rausholen können, ohne den Leser mit so vielem Fragezeichen im Kopf unbefriedigt zurückzulassen. Trotzt des schon dicken Wälzers, hätte es gern noch einmal 50 Seiten mehr sein dürfen. Deshalb muss ich leider einen halben Stern abziehen. Auch ich tendiere dazu, dass Buch eher als Frauenliteratur zu betiteln, schon deshalb, weil es aus der Sicht von Frauen geschrieben wurde. Aber auch, weil das Ende noch einmal so schön schaurig-traurig ist, dass man unbedingt Taschentücher bereithalten sollte. Ich fühlte mich während des Lesens sehr gut unterhalten und fieberte mit den Schwestern mit, die am Ende doch beinahe keine Hoffnung mehr hatten und dennoch weiterkämpften. Gepaart mit den fiktiven Elementen der Geschichte ist ein meiner Meinung nach grandioses Buch herausgekommen. Das Buch ist eine Hommage an das Leben, an die Hoffnung und das Kämpfen, die Liebe zu sich selbst und vor allem auch die zu anderen Menschen. Von mir bekommt es 4,5 Sterne. Vielen Dank an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

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Ein Lese Highlight
von einer Kundin/einem Kunden aus Hürm am 09.10.2016

Die Romane, die ich bereits von der Autorin gelesen habe, haben mich alle sehr bewegt und emotional berührt. Es gab zwar auch den einen oder anderen, den ich nur mittelmäßig fand, aber im Großen und Ganzen sind Kristina Hannah's Bücher wirklich sehr gut. Üblicher Weise sind ihre Geschichten in... Die Romane, die ich bereits von der Autorin gelesen habe, haben mich alle sehr bewegt und emotional berührt. Es gab zwar auch den einen oder anderen, den ich nur mittelmäßig fand, aber im Großen und Ganzen sind Kristina Hannah's Bücher wirklich sehr gut. Üblicher Weise sind ihre Geschichten in der Gegenwart angesiedelt, während "Die Nachtigall" von zwei Schwestern erzählt, die während des Zweiten Weltkrieges versuchen zu überleben - jede auf ihre Weise. Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die jedoch ihr Lebensumstand zwingt, sich so zu verhalten, wie sie es schlussendlich tun. Und jeder Leser, der meinen Blog verfolgt, weiß auch, dass ich Geschichten aus der Zeit der Weltkriege verschlinge. So war dieses Buch natürlich ein absolutes MUST-HAVE.... Der Prolog führt den Leser allerdings zuerst in die Gegenwart und in die USA, wo eine ältere und schwerkranke Frau ihre Habseligkeiten zusammenpackt. Ihr Haus steht zum Verkauf und sie wird die kommenden Tage in eine Seniorenresidenz umziehen. Doch ein alter Koffer voller Erinnerungen und eine Einladung nach Paris bringen sie noch einnmal zurück in die Vergangenheit des Jahres 1939. Die beiden Schwestern Vianne und Isabelle sind schon sehr früh auf sich alleine gestellt und erfahren, was der Krieg anrichten kann. Der Vater kam völlig verändert aus dem ersten Weltkrieg zurück und als die Mutter viel zu früh stirbt, fühlt er sich nicht stark genug, um für seine Töchter zu sorgen. Er gibt sie einfach ab....... Trotzalledem kämpfen die beiden Frauen ihr ganzes Leben lang um seine Liebe und um Anerkennung. Während Vianne früh heiratet und eine Familie gründet, rebelliert Isabelle. Sie flieht immer wieder aus den Internaten, in die sie gesteckt wird und lehnt sich auf. Als der Krieg ausbricht wird auch Viannes Mann Antoine eingezogen und sie bleibt mit der kleinen Tochter Sophie zurück. Gemeinsam mit Rachel, ihrer besten Freundin, und ihren Kindern, versuchen sie ihr Leben ohne ihre Männer weiterzuleben. Doch viel zu früh sind die deutschen Soldaten auch in ihrem kleinen Dorf angekommen. Frankreich wird geteilt und Vianne lebt nun in der besetzten Zone. Nahrungsmittel werden knapp und in ihrem Haus wird ein deutscher Hauptmann einquartiert. Als ihre Freundin Rachel mitsamt ihren Kindern abtransportiert wird, muss sich Vianne der Realität stellen. Aus der anfangs eher schüchternen und naiven jungen Mutter, wird eine stille Kämpferin, die nicht nur ihre Tochter beschützen will, sondern beginnt sich auch für andere Kinder einzusetzen.... Die ungestüme Isabelle hingegen hasst die Deutschen und geht in den Untergrund. Sie schließt sich der Résistance an und überbringt geheime Nachrichten. Das ist ihr aber bald nicht mehr genug und sie nimmt einen neuen gefährlichen Auftrag an. Sie bringt abgeschossene Piloten der Allierten über die Pyrenäen nach Spanien. Unter dem Decknamen "Die Nachtigall" wird Isabelle zu einem der meistgesuchten Feinde der Deutschen. Gefallen hat mir, dass dieses Buch einmal aus der Sicht der Frauen während des Krieges erzählt wird. Romane über heldenhafte Soldaten oder verfolgte Juden gibt es jede Menge, doch selten wird über die Frauen berichtet, die zuhause versuchen müssen ihre Kinder, Haus und Hof zu schützen und vorallem genug Essen auf den Tisch zu bringen. Man erlebt hautnah mit, wie sie zuerst um den Ehemann oder Liebsten bangen, bald aber schon die Sorge ums eigene Überleben an erster Stelle tritt. Man liest von Hunger und Kälte und wie die Menschen alles verheizen, was ihnen in die Hände fällt. Bald bekam man für eine Lebensmittelmarke nicht einmal mehr Mehl oder Kartoffel, während die Deutschen Fleisch horteten. „In der Liebe finden wir heraus, wer wir sein wollen; im Krieg finden wir heraus, wer wir sind.“ Kristin Hannah beschreibt, wie sich die Menschen während des Krieges verändern. Man taucht in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele. Manche gehen den geringsten Widerstand und werden zu Verräter, andere kämpfen ums nackte Überleben und wieder andere werden stärker und finden den Mut etwas zu bewegen. Bis man sich nicht selbst in so einer Situation befindet, weiß man meist selbst nicht, wie man tatsächlich reagieren würde, auch wenn natürlich jeder von uns annimt, dass er zu den Gutmenschen gehören wird. Ein Roman, der mich sehr beeindruckt hat und der herausragt aus den Geschichten rund um den Zweiten Weltkrieg. Nur wenige Bücher kann ich nennen, die mich zu diesem Thema ebenso sehr berührt haben wie "Die Nachtigall". Charaktere: Die Charaktere wurden sehr authentisch dargestellt. Die Gefühlswelt der einzelnen Personen wurde hervorragend ausgearbeitet. Jede im Roman dargestellte Figur konnte ich mir bildlich vorstellen. War mir Vianne anfangs zu untätig und naiv, entdeckt sie im Laufe des Krieges ihre eigene Stärke und setzt diese gekonnt ein. Isabelle bewunderte ich zuerst für ihren Mut und Einsatz, doch dabei ist sie viel zu unüberlegt und bringt andere in Gefahr oder setzt ohne Nachzudenken ihr Leben aufs Spiel. Ihre Schönheit ist ihr dabei eine große Hilfe, doch die Gefahren, denen sie sich aussetzt, werden immer gewagter. Isabelle ist eine Art Adrenalinjunkie und die Risiken, die sie manchmal ohne Nachzudenken eingeht, ließen mich dann doch öfters den Kopf schütteln. Im Inneren sucht sie jedoch Anerkennung und Liebe, die ihr als Kind immer verwehrt blieb. Schreibstil: Den Schreibstil der Autorin fand ich schon in ihren anderen Romanen fesselnd und unglaublich emotional. Kristin Hannah lässt die Schwestern abwechselnd aus ihrer Sicht erzählen. Man durchlebt so die Ängste, die Wut und die Verzweiflung aus nächster Nähe und fühlt mit Vianne und Isabelle mit. Die fikitve Geschichte rund um Vianne und Isabelle, die stellvertretend für das Schicksal vieler Frauen während des Zweiten Weltkrieges steht, wird gekonnt mit den historischen Fakten verflochten. Fazit : Ein Buch, das mich beeindruckt hat und heraussticht aus den Romanen zu diesem Thema. Nur wenige Bücher kann ich in einem Atemzug gemeinsam mit "Die Nachtigall" nennen, die mich ebenso emotional berührt haben und die auf meiner Liste der TOP Bücher zum Thema Zweiter Weltkrieg aufscheinen. "Die Nachtigall" darf sich nun dazu einreihen und von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Großartiger Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 03.10.2016

1939 Frankreich. Die Schwestern Rossignol haben schon früh die Mutter verloren und der Vater ist froh, dass er die jüngere Tochter Isabelle in diverse Internate abschieben kann und die ältere Tochter Vianna ihren Mann kennenlernt und blutjung heiratet. Als die Deutschen 1940 in Paris einmarschieren schickt er Isabelle gegen... 1939 Frankreich. Die Schwestern Rossignol haben schon früh die Mutter verloren und der Vater ist froh, dass er die jüngere Tochter Isabelle in diverse Internate abschieben kann und die ältere Tochter Vianna ihren Mann kennenlernt und blutjung heiratet. Als die Deutschen 1940 in Paris einmarschieren schickt er Isabelle gegen ihren Willen zur Schwester aufs Land. Die Reise dorthin wird von Fliegerangriffen überschattet und Isabelle lernt Gaeton kennen der sie schließlich doch noch unversehrt ans Ziel bringen kann. Aber schon bald geraten die beiden Geschwister aneinander, denn Isabelle ist rebellisch und voller jugendlichen Tatendrang und möchte die Besatzung durch den Feind nicht klaglos erdulden. Sie schließt sich heimlich dem Widerstand an und reist so bald als möglich zurück nach Paris, um dort dabei zu helfen, abgeschossene Alliierten-Piloten über das Gebirge nach Spanien zu schmuggeln. Die Deutschen nennen sie „Die Nachtigall“, freilich ohne zu wissen, dass es sich tatsächlich um eine Frau handelt, die dem Feind immer wieder ein Schnippchen schlägt. Vianne ist anfangs von der Angst wie gelähmt, hofft monatelang, dass ihr Mann aus der Gefangenschaft zurückkommt. Ein deutscher Offizier wird bei ihr einquartiert und sie glaubt lange, dass sie ihre Tochter und sich am Besten schützen könnte, wenn sie sich still und unauffällig verhält und nichts tut, was sie gefährden könnte. Aber dann werden die ersten Judentransporte organisiert und ihre beste Freundin Rachel soll deportiert werden. So erkennt auch Vianne, dass es Zeit wird, Stellung zu beziehen und sich zu wehren, so gut es eben geht. Ich hatte vorher noch kein Buch von Kristin Hannah gelesen. Wohl, weil ich dachte, dass es sich vor allem um triviale Frauenliteratur handeln würde. Also Liebesgeschichten ohne Tiefgang und Nährwert. Nachdem ich nun „Die Nachtigall“ gelesen habe, bin ich geneigt zu glauben, dass ich hier wohl etwas versäumt habe. Denn sowohl der eindringliche Schreibstil als auch der spannende Plot haben mich von der ersten Seite an gefangen genommen und ich bin begeistert von der Geschichte um die zwei französsichen Schwestern, die voller Liebe, Drama, Gefühl und geschichtlichen Details ist und zu keiner Zeit langweilig oder gar kitschig war. Das Buch hat mich aufgewühlt. Ich habe um das Leben der Schwestern gebangt, um ihre Freundinnen und ihre Liebsten. Die Gräuel des Krieges werden nicht verschwiegen und auch die Familie Rossignol muss einen mehr als hohen Preis zahlen. Dennoch ist das Ende eines mit einem versöhnlichen Unterton, eines, mit dem man als Leser leben kann und welches einen das Buch zufrieden und mit einem Lächeln unter Tränen schließen lässt. Oh weh, wenn ich nicht nicht aufpasse wird meine euphorische Rezension jetzt selber kitschig. Einfach ein großartiger Roman der alles hat, was das Leserherz begehrt.

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Ein Jahreshighlight!
von Yvonne Dieckmann am 28.09.2016

Das Gelesene liegt bereits ein paar Tage zurück und immernoch fällt es mir schwer meine Gedanken zu diesem Buch in Worte zu fassen. Ich habe noch kein Buch gelesen, dass mich bereits während des Lesens so intensiv bewegt hat. Kristin Hannah erzählt die fiktive Geschichte zweier Frauen im besetzten Frankreich... Das Gelesene liegt bereits ein paar Tage zurück und immernoch fällt es mir schwer meine Gedanken zu diesem Buch in Worte zu fassen. Ich habe noch kein Buch gelesen, dass mich bereits während des Lesens so intensiv bewegt hat. Kristin Hannah erzählt die fiktive Geschichte zweier Frauen im besetzten Frankreich während des Zweiten Weltkriegs. Zwei Frauen, die sinnbildlich für die vielen Frauen stehen, die daheim um das Überleben der Familie kämpften. Einzelschicksale, die in den Geschichtsbüchern kaum Erwähnung finden, dabei sind sie genau so große Heldinnen wie diejenigen, die direkt an der Front kämpfen mussten. Vianne und Isabelle sind die Protagonisten der Geschichte und treffen den Leser mitten ins Herz. Obwohl ihr Charakter und ihre Intentionen grundverschieden sind, fühlt man sich beiden sofort verbunden und kann die Handlungen nachvollziehen. Es ist unheimlich traurig zu lesen, wie die Kriegsjahre die jungen Frauen verändern, sie zeichnen. Nicht nur einmal musste ich das Buch aus der Hand legen, um mich kurzzeitig zu sammeln. Immer wieder tauchte in meinem Kopf die Frage auf, wie viel Leid ein Mensch wohl ertragen kann, bevor er gebrochen wird. Die Darstellung des alltäglichen Lebens der Menschen ist beeindruckend. Nur schleichend kommen die Veränderungen durch den Kriegsbeginn. Zunächst ändert sich nichts. Alles sah aus wie immer, und das überraschte Isabelle. Krieg zog auf, und sie hatte geglaubt, das würde sich irgendwie in der Landschaft bemerkbar machen, vielleicht indem sich die Farbe des Grases änderte oder die Bäume abstarben oder die Vögel fortflogen, doch nun, während der Zug nach Paris dampfte, sah alles vollkommen normal aus.(S. 41) Mit zunehmenden Kriegsjahren werden die erbrachten Opfer größer, der Hunger stärker. Selbst für mich, die noch nie einen Krieg miterleben musste, sind die Ängste und die Auswirkungen spürbar. Doch immer steht ein Gedanke im Vordergrund: Liebe ist stärker als Hass. Nachdem ich die letzte Seite beendet habe, musste ich erst einmal tief durchatmen und meine Tränen wegwischen. „Die Nachtigall“ wird noch eine ganze Weile in meinen Gedanken nachhallen und gehört damit definitiv zu meinen Jahreshighlights.

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Eine Geschichte, die unter de Haut geht
von eulenmatz aus Hamburg am 27.09.2016

INHALT: Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und... INHALT: Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt? In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern. COVER: Das Cover des Romans ist sehr hochwertig verarbeitet und man muss aufpassen das in den Schutzumschlag kein Riss hinein kommt. Das Cover erstrahlt trotz des schweren Inhalts in hellen bzw. leuchtenden Farben. Ins Auge sticht die Abbildung der Nachtigall, auf dessen Körper der Eiffelturm zu sehen ist. Auch innen ist das Buch schön gestaltet. In den Buchdeckeln, sowohl vorne als auch hinten, ist jeweils die Fluchtroute von Paris nach San Sebastian dargestellt. Man bekommt gleich einen Eindruck, welchen langen Weg Isabelle auf sich genommen hat. MEINUNG: Dem Hype, der um das Buch gemacht wurde und immer noch wird, konnte auch ich mich nicht entziehen. Doch bei diesem Buch ist es anders. Die ganze Thematik des Zweiten Weltkriegs gehört nicht zu meinen Lieblingen in der Bücherwelt. Nicht, dass mich das nicht interessiert, ganz im Gegenteil. In meiner Jugendzeit habe ich mich sehr dafür interessiert und habe quasi alles in mich aufgesaugt. Irgendwann kam eine Zeit, in der ich die Bilder und das ganze Grauen einfach nur noch schwer ertragen konnte, ohne davon schlaflos Nächte zu bekommen. Die Nachtigall allerdings spielt in Frankreich und wie in Frankreich der Zweite Weltkrieg vor allem für die Zivilbevölkerung war, ist weder Teil des Schulunterrichtes, noch häufig der Ort des Geschehens in Bücher und Filmen. Der Roman liefert für mich erstmals ein Portrait, wie der Krieg seine Spuren in Frankreich hinterlassen hat. Dieses Portrait liefert uns der Roman anhand der beiden Schwestern Isabelle und Vianne Rossignol. Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nach dem frühen Tod der Mutter werden sie von ihrem Vater ins ferne Carriveau zu einer fremden Frau geschickt. Die beiden Schwestern gehen damit unterschiedlich um. Vianne findet früh ihre große Liebe Antoine und Isabelle schlägt von einem Internat ins andere. Anstatt zueinander zu halten, liegt ein Graben zwischen den Schwestern. In der ersten Hälfte des Romans konnte ich weder mit Vianne noch mit Isabelle wirklich viel anfangen. Vianne ist sehr ängstlich und will die Dinge nicht wirklich war haben. Isabelle ist aufsässig, voller Widerstand und ich habe immer eine innere Wut in ihr gespürt. Beide sind sie zunächst naiv gewesen, jede auf ihre Art. Dennoch ist Isabelle von vornherein unerschrocken. Warum das so ist, wird im Roman nach und nach deutlich. Diese Unerschrockenheit verhilft ihr zu dem Mut, den sie braucht, um sich dem französischen Widerstand anzuschließen und abgestürzten Piloten über die französische Grenze über die Pyrenäen nach Spanien zu schleusen. Ich habe Isabelle dafür sehr bewundert, auch dafür, dass sie niemals an der Sache gezweifelt hat. Viannes Mann Antoine wird relativ früh für den Kriegsdienst eingezogen und ein Offizier der Wehrmacht, Beck, quartiert sich bei Vianne und ihrer Tochter Sophie ein. Vianne Teil der Geschichte spiegelt wider, wie es Frauen wie ihr zu der Zeit ergangen ist. Es gibt kaum noch etwas zu essen. Sie stehen unter ständigen Beobachtung der Deutschen und müssen unter deren Tyrannei leiden. Sie erleben wie enge Freunde und Familie in die KZs deportiert werden. Die Wege der Schwestern kreuzen sich immer mal wieder, aber im Großen und Ganzen erleben wir zwei verschiedene Geschichten. Es gibt noch eine dritte Person im Roman als Erzählerin, bei der lange verborgen bleibt, um wen es sich handelt. Diese Teile nehmen nur einen kleinen Teil ein, aber ich wollte unbedingt wissen, was da dahinter steckt. Die erste Hälfte des Romans fand ich interessant, aber sie konnte mich noch nicht so richtig packen, ganz im Gegensatz zur zweiten Hälfte. Hier hat es mich wirklich gepackt. Es passieren viele schreckliche Dinge, an denen beide Schwestern enorm wachsen und sie verlieren ihre anfängliche Naivität. Die Autorin hat manchmal Dinge angedeutet, die passieren könnten. Als die nicht sofort eintraten, habe ich mich in Sicherheit gewähnt, dass dieses Leid nicht eintreten wird und dann ist es doch passiert. Es ist kein reines Aneinanderreihen der Schrecken und Grausamkeiten dieser Zeit, aber Kristin Hannah beschönigt auch nichts. Das Schlimme daran ist, dass einem bewusst ist, dass das wirklich so passiert ist. Als sich das Buch dem Ende zugeneigt hat, habe ich immer mehr Angst gehabt weiterzulesen. Ich habe oft bei den Jahreszahlen am Anfang der Kapitel schon immer gedacht, dass sie es bald geschafft haben und nur gehofft, dass alle mehr oder weniger gut ausgeht. Dennoch hat mich das Ende so sehr berührt und ich hatte so einen dicken Kloß im Hals, wie es bei fast noch keinem Buch hatte. Ich habe den Fehler gemacht und habe es abends zu Ende gelesen. Die Nacht konnte ich vergessen. Das Buch lehrt einen auch, dass man sich unfassbar glücklich schätzen kann in einem Land zu leben, in dem Frieden herrscht. FAZIT: Kristin Hannahs Roman schildert die Geschichte zweier Frauen, die im Zweiten Weltkrieg Großes geschafft haben, stellvertretend für alle Frauen dieser Zeit. Es ist wichtig und richtig, dass diese Geschichte, wenn auch fiktiv, von möglichst vielen gelesen wird. Mich hat dieses Buch unfassbar berührt. Ich habe selten so mit Protagonistinnen gelitten und so viele schlaflose Nächte gehabt. Es ist kein nicht unbedingt ein Buch für zart Besaitete, aber es ist eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Weckruf an alle Menschen
von einer Kundin/einem Kunden aus Essingen am 27.09.2016

Vianne und Isabelle, zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Als der Krieg 1941 auch Frankreich erreicht und Paris zu einer Stadt des Hasses werden lässt, beschließt Isabelle, die jüngere Schwester, dass sie die Geschehnisse nicht einfach so hinnehmen kann und rebelliert. Vianne hingegen, einzig besorgt um ihren gefangenen... Vianne und Isabelle, zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Als der Krieg 1941 auch Frankreich erreicht und Paris zu einer Stadt des Hasses werden lässt, beschließt Isabelle, die jüngere Schwester, dass sie die Geschehnisse nicht einfach so hinnehmen kann und rebelliert. Vianne hingegen, einzig besorgt um ihren gefangenen Ehemann scheint sich noch nicht im Klaren zu sein, was auf sie und ihre Tochter Sophie zukommt. Erst als ein Nazi bei ihr zuhause in ihr geliebtes Heim einzieht, wird ihr klar, dass zum Überleben mehr dazu gehört. Eine bezaubernde Geschichte über zwei Schwestern die völlig unabhängig voneinander in dieser schlimmen Zeit feststellen müssen, dass einzig ihr eigenes Überleben, ob als Mitglied der Résistance oder einfach nur als liebende und führsorgliche Mutter, das vieler weiterer Menschen schützen kann. Krisitin Hannah hat mit „Der Nachtigall“ einen Weckruf an alle Menschen geschaffen und mit ihrem Roman ein Zeichen gesetzt, dass es in der Welt, in der wir heute mit dem Wissen unserer dunklen Vergangenheit leben, niemals mehr zu einem solchen Krieg kommen darf!

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Berührend, Beängstigend, voller Kraft und Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Eichenzell am 27.09.2016

Nachdem ich Kristin Hannah dieses Jahr als Autorin für mich entdeckt habe, stand es außer Frage, dass auch ihr neuestes Werk den Weg in mein Bücherregal finden wird. Auf wundersame Weise fand kurze Zeit später eine Anfrage des Aufbau Verlages den Weg zu mir, in der es darum ging,... Nachdem ich Kristin Hannah dieses Jahr als Autorin für mich entdeckt habe, stand es außer Frage, dass auch ihr neuestes Werk den Weg in mein Bücherregal finden wird. Auf wundersame Weise fand kurze Zeit später eine Anfrage des Aufbau Verlages den Weg zu mir, in der es darum ging, sich für das Bloggerprojekt zum Buch "Die Nachtigall" bewerben zu können. Ein Wink des Schicksals, dachte ich mir, also Bewerbung abgetippt und bald darauf, durfte ich mich Teilnehmerin nennen. "Die Nachtigall" birgt schwere Kost, denn Schauplatz ist Frankreich im Zweiten Weltkrieg. Geht es in vielen Büchern darüber, wie die Männer die Zeit an der Front erlebten, so gibt uns Kristin Hannah in ihrem Buch einen sehr guten Einblick darüber, wie es den Frauen zu dieser Zeit erging. In der Liebe finden wir heraus, wer wir sein wollen. Im Krieg finden wir heraus, wer wir sind. (S. 7) Vianne und Isabelle sind Schwestern, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch beide tragen ihr Herz am rechten Fleck, wie sich im Laufe der Geschichte herausstellt. Während Vianne versucht, ihre Tochter Sophie und sich selbst durch die schweren Zeiten von Essensrationen und Belagerungen zu bringen, so stellt sich Isabelle an die Spitze der sogenannten "Francaise libres", die für Frankreichs Befreiung kämpfen. Beiden Frauen wird im Krieg alles abverlangt, hungern steht an der Tagesordnung, an jeder Ecke droht die Festnahme durch die Deutschen. Und doch schaffen es beide, jede auf ihre Weise, sich mutig gegen den Feind zu stellen, sich immer wieder aufzurappeln und für ihre Sache einzustehen. Beide Protagonistinnen werden von der Autorin dargestellt, als das was sie waren: großartige, mutige Frauen, die ums blanke überleben kämpfen. Liebe. Sie war der Anfang und das Ende von allem, das Fundament und die Decke und die Luft dazwischen. (S. 587) Kristin Hannah ist eine Autorin, die so bildhaft beschreibt, als stünde man mitten im Geschehen. Man fühlt die Angst, man riecht den Rauch, man hört Flugzeuge über sich dröhnen und hat das "Ratatat" der Gewehre in den Ohren. Die anhaltende Angst, der stete Hunger, das Leben ohne Heizung oder warmes Wasser, all das kann ich in der heutigen Zeit kaum nachvollziehen. Und doch ging es mir an die Nieren, zu lesen, wie es den meisten Menschen im Krieg erging. Und ich hoffe inständig, es nie selbst erleben zu müssen. Viele Stellen rührten mich zu Tränen, nicht nur weil es traurige Ereignisse waren, sondern weil es mich wütend machte, wie unfair mit den Menschen umgegangen wurde. Wunden heilen. Die Liebe bleibt. Wir bleiben. (S. 602) Mit "Die Nachtigall" ist der Autorin wieder einmal ein Meisterwerk gelungen, welches den Leser völlig einnimmt, das Herz berührt und zu Tränen rührt, ihn hoffen lässt, wo kaum Hoffnung zu sein scheint. Kristin Hannah liefert eine Geschichte, die das Leben geschrieben hat, genauso, wie es zu dieser Zeit war. Vianne und Isabelle stehen stellvertretend für all die Frauen, die im Krieg ihr Leben riskiert haben, um ein kleines Stück Gerechtigkeit zu erfahren, um ihre Lieben zu schützen und ihr Land zu verteidigen. Ich ziehe meinen Hut vor all den mutigen Frauen, die dieses Risiko auf sich genommen haben. Ein großartiges Buch, welches vor Kraft strotzt und den Leser bewegt. Ein Buch, welches ich kaum aus den Händen legen konnte. Ein Buch über die Liebe, die uns auf so viele Wege erreichen kann, wenn wir es zulassen und sie zu erkennen versuchen und über die Hoffnung, die wir nie aufgeben dürfen, so klein sie auch sein mag. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe. (1.Korinther 13)

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Unglaublich authentisch, emotional, tiefgründig und erschreckend zugleich: Ein undervoller Roman!
von Jessy am 26.09.2016

Zwei Schwestern. Eine sollte mutiger sein, die andere ängstlicher.... Inhalt Der Zweite Weltkrieg erreicht Frankreich. Auf den Spuren von zwei ungleichen Schwestern führt die Autorin den Leser in die Mitte der Kriegsgeschehnisse und lässt ihn die jahrelangen Entwicklungen auf zwei Wegen verfolgen, die unterschiedlicher nicht sein können – so, wie es... Zwei Schwestern. Eine sollte mutiger sein, die andere ängstlicher.... Inhalt Der Zweite Weltkrieg erreicht Frankreich. Auf den Spuren von zwei ungleichen Schwestern führt die Autorin den Leser in die Mitte der Kriegsgeschehnisse und lässt ihn die jahrelangen Entwicklungen auf zwei Wegen verfolgen, die unterschiedlicher nicht sein können – so, wie es auch die beiden Protagonistinnen sind. Eine der Frauen sollte mehr Angst verspüren, die andere mutiger sein. Vianne, deren Ehemann zu Kriegsbeginn als Soldat einberufen wird, verbleibt mit ihrer Tochter zu Hause in einer eher ländlichen Gegend, wo bald Flüchtlingsströme durchziehen und deutsche Soldaten nach Behausungen suchen, nachdem sie die Stadt eingenommen haben. Isabelle, die jüngere der beiden, ist eine attraktive junge Frau, die ihre Gedanken über den Zustand und ihren Unmut über die Belagerung laut äußert und nach einer persönlichen Bestimmung im Kampf gegen die Deutschen sucht. Während Vianne, die besonnenere der beiden Frauen, um jeden Preis ihre Familie beschützen will, schließt sich Isabelle schließlich mit Leib und Seele einer Gruppe von geheimen Widerstandskämpfern an. Die Lage spitzt sich sich mit jedem Jahr mehr zu, die Schlinge zieht sich enger um die jüdische Bevölkerung und die harten Winter sowie die knappen Ressourcen bedrängen das Leben der Menschen in Europa. Wie wird es den beiden Frauen ergehen? Kritik "Die Nachtigall" ist wirklich eine literarische Glanzleistung, unglaublich authentisch, emotional, tiefgründig und tragisch, ohne dabei kitschig oder unglaubwürdig zu erscheinen. Ein toll recherchierter historischer Roman mit wundervollen Hauptcharakteren, der einem die Schrecken und das Leid der Kriegszeit unbarmherzig offenlegt. Er unterscheidet sich von thematisch ähnlichen Romanen (wie z.B. „Alles Licht, das wir nicht sehen“ & „Die Bücherdiebin“), da Hannah im Alltäglichen ein Grauen vorzeigt, das sich langsam und dann immer heftiger bis zum Ende hin aufbaut und von Schicksalen einer ganzen Generation erzählt. Der Leser ist mitten in der Entscheidungsfindung der Protagonistinnen dabei und erfährt, wie schwer eine Klassifikation zwischen richtig oder falsch, sympathisch und unsympathisch, unsicher und mutig sein kann. Die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich mit dem Leid der Kriegsjahre und den Entscheidungen, die sie moralisch und für ihr eigenes Leben fällen müssen. Ich konnte am Ende kaum glauben, welche Frau am Rednerpult steht und welche Nachwirkungen und Bürden diese Generation aufnehmen musste für eine bessere Zukunft, für Liebe, Hoffnung, für ihre Freunde und Familien, die manchmal in völliger Unkenntnis über die Leistungen und Opfer ihrer Elterngeneration ist. Dabei sieht man einmal wieder, wie gut es uns heute geht, spürt aber gleichzeitig auch Parallelen zu aktuellen politischen Unsicherheiten und Konflikte umso stärker. Der große Erfolg in den USA und die geplante Filmadaption sind in allen Punkten nachvollziehbar. In der Mitte schwankte ich noch zwischen 4-4,5 Sternen mit Tendenz nach oben, doch das Ende hat mich noch einmal ganz überzeugen können: 5/5 Sterne für dieses tolle Buch!

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Erschütterndes Kriegsschicksal zweier Schwestern
von Lesestunde mit Marie aus Düsseldorf am 26.09.2016

Mit „Die Nachtigall“ ist der amerikanischen Autorin Kristin Hannah ein unter die Haut gehendes Werk gelungen. „Die Nachtigall“ hat mich ähnlich stark ergriffen wie Némirovskys „Suite Française“. Beide Romane nehmen das Motiv 2. Weltkrieges in Frankreich aus Sicht der Zivilbevölkerung auf. In Beiden spielt das Vichy-Régime eine Rolle. Auf... Mit „Die Nachtigall“ ist der amerikanischen Autorin Kristin Hannah ein unter die Haut gehendes Werk gelungen. „Die Nachtigall“ hat mich ähnlich stark ergriffen wie Némirovskys „Suite Française“. Beide Romane nehmen das Motiv 2. Weltkrieges in Frankreich aus Sicht der Zivilbevölkerung auf. In Beiden spielt das Vichy-Régime eine Rolle. Auf „Die Nachtigall“ bin ich durch die Bloggeraktion des Aufbau Verlages und Hinweis einer lieben Freundin gestoßen. Zahlreiche Taschentücher mussten herhalten, weil mich dieses Buch so bewegt hat. Ich benötigte einige Tage, um das Gelesene zu verarbeiten, möchte die Lektüre aber auf keinen Fall missen! Die Protagonistinnen sind zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die ältere Schwester Vianne ist eher angepasst und ängstlich, die jüngere Schwester Isabelle von klein auf ein Rebell. Beiden gemein ist der frühe Verlust der Mutter und die Abschiebung durch den Vater, in die Obhut einer lieblosen Frau auf den Landsitz der Familie gibt. Die Handlung spielt im besetzten Frankreich des 2. Weltkriegs. Vianne lebt mit Mann und Tochter auf dem Landsitz, doch Marc wird in den Krieg einberufen. Die etwas unselbständige Vianne ist plötzlich auf sich gestellt. Indes wird Isabelle aus dem Internat geworfen und versucht beim Vater Julien in Paris zu wohnen. Dieser schickt sie aber mit anderen Flüchtenden zu Vianne aufs Land. Auf dem Weg, muss auch sie sich schließlich alleine durchschlagen und trifft auf Gaëton, einen Widerstandskämpfer. Mit ihm schafft sie es, völlig erschöpft sowie von den Angriffen auf die Zivilisten zutiefst erschüttert, bis zum Familienlandsitz. Dort lässt Gaëton Isabelle alleine zurück. So bleibt Isabelle zunächst bei Vianne. Im Zusammenleben wird deutlich wie unterschiedlich die Schwestern sind. Vianne gibt sich in ihr Schicksal und nimmt hin, dass ein deutscher Hauptmann einquartiert wird. Isabelle kann sich mit der Situation nicht abfinden und schließt sich der Résistance an. Sie verteilt Flugblätter und hilft sogar Piloten der Alliierten über die Pyrenäen zu fliehen. Vianne muss derweil die Trennung von ihrem Mann Marc und die Deportation ihrer Freundin Rachel ertragen. Sie muss für das Wohlergehen ihrer Tochter Sarah sowie ihren Ziehsohn Daniel sorgen – unter den Augen der Nazis und der unberechenbaren Kollaborateure. Kristin Hannah gelingt, die bedrückenden Situationen, die an die physischen Grenzen führenden Repressalien, die vergiftete Atmosphäre und dramatischen Ereignisse greifbar zu machen. Ich erlitt imaginär selber die Qualen der Protagonisten. Besonders beeindruckt haben mich die Beschreibungen des heuschreckenartigen Überfalls der hungrigen Flüchtenden auf die Obst- und Gemüseanbauten Viannes, die versuchte Flucht Rachels sowie die Szenen der Deportation Isabelles. Als bereichernd empfand ich zudem die zeitlichen Perspektivwechsel zwischen Heute und Kriegszeit. Die Charakterzeichnungen des Romans sind so tiefgehend und realistisch, dass ich klare Vorstellungen entwickeln und die Veränderungen der Personen gut nachvollziehen konnte. Ob der widerwärtige, kollaborierende Polizist Paul, die gutherzigen, handfesten Fluchthelfer Micheline und Edouard, der trinkende, resignierte Vater Julien oder die treue Freundin Rachel und die charakterlich stark unterschiedlichen deutschen Hauptmänner Beck und von Richter - jeder Charakter erhält genau die Tiefe und Entwicklung, die er benötigt. Sicher ist der Identifikationsgrad mit der kämpferischen Isabelle bei den meisten Lesern höher als mit der eher schwachen Vianne. Doch bei ehrlicher Selbstbetrachtung sind die Charakterzüge Viannes verbreiterter als die von Isabelle. Außerdem muss hier ihre Situation als Mutter in Betracht gezogen werden, die ihr die etwas defensivere Rolle zuweist. Eine absolute Leseempfehlung für diese bewegende Kriegsgeschichte aus der Perspektive zweier Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Mit emotionalen Schilderungen, tollen Charakterzeichnungen und geschichtlich interessanten Aspekten, schaffte es dieser Roman mich zutiefst zu ergreifen, nachdenklich zu stimmen und in seinen Bann zu ziehen!

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Die Nachtigall
von Manuela Hahn am 26.09.2016

Es geht sicher nicht nur mir so, ab einer gewissen Seitenzahl bin ich etwas skeptisch, schafft der Autor es mich über die gesamte Zeit zu unterhalten oder verliert er sich in endlosen und langweiligen Beschreibungen nur um die Seite zu füllen und trotzdem stürze ich mich in ein Buch... Es geht sicher nicht nur mir so, ab einer gewissen Seitenzahl bin ich etwas skeptisch, schafft der Autor es mich über die gesamte Zeit zu unterhalten oder verliert er sich in endlosen und langweiligen Beschreibungen nur um die Seite zu füllen und trotzdem stürze ich mich in ein Buch sobald der Klappentext mich überzeugt und diesmal hatte ich Schwierigkeiten mich loszureißen, die Nächte sind zu kurz für dieses Buch, Kristin Hannah entführte mich in die jüngere Geschichte eines mir völlig fremden Landes das doch so eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist mir war natürlich klar das Frankreich recht früh kapitulierte aber die Folgen für die Bevölkerung waren mir nicht bewusst. Die hat mir die Autorin am Beispiel der Schwestern Vianne und Isabelle, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die als Kinder ihre Mutter verloren hatten und schon damals unterschiedlich auf den Verlust reagierten, während Vianne angepasst und ruhig wird, rebelliert Isabelle gegen alles und jeden und kämpft um die Liebe des Vaters und der Schwester. So ist es nicht verwunderlich das auch der weitere Lebensweg der jungen Frauen verschieden ist, Vianne hält sich zurück, sie arrangiert sich mit den deutschen Besatzern, tut alles um nicht aufzufallen um ihre Tochter zu schützen. Isabelle hingegen setzt alles aufs Spiel um die Deutschen zu bekämpfen. Trotz eingestreuter geschichtlicher Fakten, ist Die Nachtigall zu keiner Zeit langweilig im Gegenteil sie tragen viel zum Verständnis des Romans und den Handlungen der Frauen bei. Trotz aller Emotionen ist Die Nachtigall niemals kitschig und das ist mir persönlich sehr sehr wichtig. Ich gebe für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

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Ein episches Meisterwerk, das unglaublich nahe geht
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 25.09.2016

Die Schwestern Vianne und Isabelle Rossignol (zu Deutsch: Nachtigall) wuchsen nach dem Tod ihrer Mutter getrennt voneinander auf und während die ältere Vianne so schnell wie möglich ihre eigene Familie mit ihrer Jugendliebe Antoine gründete, machte Isabelle es sich zur Aufgabe, aus jedem einzelnen Internat, in das ihr Vater... Die Schwestern Vianne und Isabelle Rossignol (zu Deutsch: Nachtigall) wuchsen nach dem Tod ihrer Mutter getrennt voneinander auf und während die ältere Vianne so schnell wie möglich ihre eigene Familie mit ihrer Jugendliebe Antoine gründete, machte Isabelle es sich zur Aufgabe, aus jedem einzelnen Internat, in das ihr Vater sie steckte, zu fliehen und gegen sämtliche Regeln und Normen zu rebellieren. Als 1939 der Krieg nach Frankreich kommt, ist es für Vianne ein Schock, denn ihre heile Welt bricht zusammen, ihr Mann wird einberufen und mit den Deutschen kommen Hunger, Tod und Terror in das kleine, idyllische Städtchen, in dem Vianne und Antoine mit ihrer Tochter Sophie leben. Für Isabelle hingegen ist es, das Gefühl hat man zumindest anfangs, eine große Chance, denn endlich hat sie eine Aufgabe, wird gebraucht und kann ihre rebellische Ader nutzen, um etwas Gutes zu tun. Anhand dieser fiktiven Charaktere erzählt Hannah, wie der Krieg ein Land veränderte und seine Einwohner in unermessliches Leid stürzte. Detailgetreu und schonungslos zeichnet sie die sechs Jahre unter deutscher Besatzung nach und lässt nichts aus. Wie die zurückgebliebenen Frauen sich behaupten mussten, wie sie lernten, unter den Nazis zu leben, mit ihnen zu leben und gegen sie zu rebellieren, wie sie Familien zusammenhielten und Menschenleben retteten. Wie die Menschen hungern mussten, während sich die Besatzer die Bäuche voll schlugen, wie sie deren Willkür tagtäglich ausgesetzt waren und wie sie mit ansehen mussten, wie Freunde, Nachbarn und Familienmitglieder deportiert wurden. Und was die Mitglieder und Organisatoren der französischen Widerstandsgruppe Résistance aufs Spiel setzten, um für die Freiheit ihres Landes zu kämpfen. All das macht unheimlich betroffen und an einigen Stellen musste ich das Buch sogar kurz aus der Hand legen, um wieder frei atmen zu können. Immer wieder kam mir beim Lesen der Gedanke, dass es einfach nur Wahnsinn ist, was ein einzelner Mensch zu ertragen imstande ist und es ist einfach unmöglich, all das zu lesen, ohne sich ein bisschen für sein Land zu schämen. Ich hatte unglaublichen Respekt vor Hannahs Protagonistinnen - sowohl vor Isabelle als auch vor Vianne. Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein und der Krieg und die deutsche Besatzung machen das so deutlich, wie vermutlich nichts davor oder danach. Isabelle ist eine furchtlose junge Frau, die das Herz auf der Zunge trägt und sich deshalb schon vor ihrer Tätigkeit mehrmals großer Gefahr aussetzt. Doch sie ist nicht nur widerspenstig und eigensinnig, sondern auch leidenschaftlich und unfassbar mutig, getrieben von einer fast schon übersinnlichen Kraft. Während sie in Paris als Kurier für die Résistance tätig ist und später mehr als hundert abgeschossene Fliegerpiloten der Alliierten auf dem Pfad der Nachtigall über die Pyrenäen in die Freiheit führt, ist die Gefahr stets deutlich spürbar an ihrer Seite und als Leser weiß man, dass die Frage nicht lautet, ob Isabelle irgendwann den Deutschen in die Hände fällt, sondern wann. Es ist von Anfang an eine Gewissheit, die man hat, weil man weiß, dass in diesem Krieg selten etwas gut gegangen ist. Weil man weiß, wie tödlich er war. Und das macht Isabelles Leistung umso unglaublicher. Man könnte jetzt denken, dass in Hannahs Roman Isabelle die mutige, starke und Vianne die feige und schwache Schwester ist. Doch so einfach ist das nicht, denn Die Nachtigall zeigt, dass die Welt sich vor allem in Kriegszeiten nicht in Schwarz und Weiß teilt. Am Anfang scheint es so, als würde Vianne die Anwesenheit der Besatzer einfach dulden, als würde sie resignieren und einfach ihrer Wege gehen, um niemanden auf ihre Familie aufmerksam zu machen und schlichtweg zu überleben. Und nicht einmal das kann man ihr vorwerfen, denn an oberster Stelle steht für sie ihre Tochter und nicht nur eine Mutter kann nachvollziehen, dass sie alles tut, um Sophie zu schützen. Sie gerät immer wieder mit Isabelle aneinander, weil sie der Meinung ist, dass diese mit ihrer offen zur Schau gestellten Feindseligkeit gegenüber der Nazis ihrer aller Leben gefährdet und manchmal möchte man Vianne rütteln, ihr die Augen öffnen. Doch verurteilen kann man sie nicht, denn wer von uns weiß schon, was er getan, wie er reagiert hätte? Das Schicksal der beiden so unterschiedlichen Schwestern, die sich, wie sich am Ende herausstellt, doch gar nicht so unähnlich sind, regt zum Nachdenken an - für welche Seite hätte man sich selbst entschieden? Und am Ende zeigt sich, dass Hoffnung und Menschlichkeit auch in den dunkelsten Zeiten siegen und ich kann euch versprechen, dass ihr von Vianne noch überrascht sein werdet. Ebenso wie von ihrem Vater, der sich nie für seine Töchter interessierte, den der Erste Weltkrieg verändert hat und der nichts anderes zu sein scheint als ein verbitterter Säufer. Das, was alle in ihm sehen wollen, weil sich niemand die Mühe macht, hinter die Fassade zu blicken. Ich weiß, das sind große Worte, aber anders kann ich es einfach nicht ausdrücken: Die Nachtigall ist ein episches Meisterwerk von solch einer Kraft, dass man es manchmal kaum ertragen kann. Es ist in jeglicher Hinsicht emotional, ehrlich, packend und unglaublich mitreißend. Die Nachtigall ist ein Roman über die Heldinnen des französischen Widerstands, über die Liebe und die Freundschaft, welche in Kriegszeiten so wichtig sind wie nichts sonst, über Schuld und über Vergebung. Und es ist ein Roman, den man, wenn man ihn einmal gelesen hat, niemals wieder vergessen wird. Mein Fazit: Dieses Buch ist unglaublich. Es ist eines der wenigen, das mich emotional so erreicht und mitgerissen hat, dass es mir weder im Schlaf noch tagsüber während der Arbeit noch sonst irgendwann aus dem Kopf ging. Ich habe geweint, mit den beiden Schwestern mitgefiebert, mit ihnen gelitten und mit ihnen geliebt und ich habe die Luft angehalten, wenn die Situation für Isabelle oder Vianne aussichtslos erschien. Dieses Buch ist episch und so gut, dass man die 600 Seiten gar nicht merkt und am Ende sogar enttäuscht ist, dass es vorbei ist. Es ist ein Buch, dass man gelesen haben muss. Ohne Wenn und Aber.

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Die Nachtigall
von Sabine aus Aachen am 25.09.2016

?Die Nachtigall? ist ein wirklich berührender und aufrüttelnder Roman über das schwierigste Kapitel deutscher Geschichte. Im Mittelpunkt stehen die beiden Schwestern Vianne und Isabelle, die unterschiedlicher nicht sein können ? während für Vianne die Familie über allem steht, fühlt sich Isabelle eher als unabhängiger Mensch. Und auch als Frankreich... ?Die Nachtigall? ist ein wirklich berührender und aufrüttelnder Roman über das schwierigste Kapitel deutscher Geschichte. Im Mittelpunkt stehen die beiden Schwestern Vianne und Isabelle, die unterschiedlicher nicht sein können ? während für Vianne die Familie über allem steht, fühlt sich Isabelle eher als unabhängiger Mensch. Und auch als Frankreich von den Deutschen besetzt wird, geht jede der Frauen einen eigenen Weg ? aber beide kämpfen auf ihre Weise gegen die Nazidiktatur. Auch wenn mich das Buch nicht von Anfang an packen konnte und es etwas Zeit brauchte, bis die Geschichte in Schwung kam, hat es mich letztlich doch überzeugen und fesseln können. Kristin Hannah hat mich mit ihren Beschreibungen in die furchtbare Zeit des von den Deutschen besetzten Frankreichs entführt ? ich habe den Hunger der Bevölkerung genauso spüren können wie die Kälte des Winters, habe beim Schlange stehen, um etwas Essbares zu erhalten, mitgefühlt und viele schreckliche Bilder vor Augen gehabt. Dabei fand ich die Beschreibungen nie zu weitschweifend, sondern genau passend, so dass mein Kopfkino angeschaltet war. Überhaupt schafft die Autorin eine unglaubliche Atmosphäre mit ihrem Schreibstil, der gut zu lesen ist, dabei mitreißt und den Leser berührt. Einmal in der Geschichte angekommen, war ich dann auch gefesselt und gerade in der zweiten Hälfte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dabei ist die Autorin nicht zimperlich mit dem, was geschieht, hier wird nichts verharmlost oder beschönigt, sondern die Zeit so dargestellt, wie sie tatsächlich war ? und auch wenn es eine fiktive Geschichte ist, konnte ich mir die beiden Schwestern Vianne und Isabelle genauso in dieser Zeit vorstellen. Beide Figuren waren sehr gut gestaltet und ich könnte gar nicht sagen, wer von beiden mir besser gefallen hat. Ich mochte Vianne mit ihrer bodenständigen Art, auch wenn sie nicht so revolutionär wie ihre Schwester war und man sie fälschlicherweise auch als untertänig oder gehorsam bezeichnen könnte ? sie hat auf ihre Weise gekämpft und auch gehörigen Mut bewiesen; dass sie die Familie als höchstes Gut sieht, habe ich als sympathische Eigenschaft empfunden und daher auch mit ihr gelitten und gefiebert. Ihre kleinere Schwester Isabelle war da ganz anders ? sie ist impulsiv und ein Kämpfertyp, nichts kann sie so schnell zurückschrecken. Manches Mal wirkt sie dabei ein wenig naiv, und oft hatte ich das Bedürfnis, sie einfach mal in den Arm zu nehmen in dieser von Angst und Schrecken geprägten Zeit. Sie hat sich einen anderen Weg des Widerstands ausgesucht und mich mit ihrer mutigen und anpackenden Art beeindruckt. Aber auch andere Charaktere sind gut gestaltet, besonders gefallen hat mir zum Beispiel der Vater Viannes und Isabells in seiner sehr tragischen Rolle. Man sollte sich wohl von dem Cover nicht in die Irre leiten lassen ? so hübsch ich es auch finde, passt es meiner Meinung nach leider nicht zur Geschichte und lässt einen an etwas ganz anderes denken. Man sollte also keine romantische Liebesgeschichte in Paris erwarten ? vielmehr bekommt man bedrückende und sehr emotionale Einblicke in das Leben zweier starker Frauen im besetzten Frankreich. Ich gebe dieser Geschichte 4,5 von 5 Sternen, einen halben Stern ziehe ich nur wegen des doch zögerlichen Einstiegs in die Geschichte ab. Mein Fazit Eine spannende und zugleich beklemmende Geschichte zweier Schwestern, die ganz unterschiedliche Wege des Widerstands gegen das Nazideutschland gehen. Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und hat bei mir einen ganzen Film im Kopf entstehen lassen, die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und haben mich mitfühlen und ?leiden lassen. Diese Geschichte ist wirklich eine emotionale Tal- und Bergfahrt ? wer gerne Bücher liest, die sich mit dem zweiten Weltkrieg beschäftigen und dabei nichts beschönigen, sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen.

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Krieg und Liebe
von Eliza am 25.09.2016

Meine Meinung: Es gibt Bücher die gehen einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf, die beschäftigen uns Leser auch dann noch, wenn wir das Buch längst zur Seite gelegt haben. Ein solches Buch war für mich ?Die Nachtigall? von Kristin Hannah. Teilweise musste ich das Buch auch während des... Meine Meinung: Es gibt Bücher die gehen einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf, die beschäftigen uns Leser auch dann noch, wenn wir das Buch längst zur Seite gelegt haben. Ein solches Buch war für mich ?Die Nachtigall? von Kristin Hannah. Teilweise musste ich das Buch auch während des Lesens aus der Hand legen, weil ich das gerade gelesen ein wenig sacken lassen musste. Das Cover ist für mich der Hit, es ist sehr schlicht und elegant. Solche Cover finde ich immer um Längen besser, als solche, die vollkommen überladen sind. Die Geschichte der zwei Schwestern, die während des zweiten Weltkrieges versuchen im besetzten Frankreich zu überleben, geht unter die Haut. Sowohl Isabelle als auch Vianne gehen ihren Weg, die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch haben sie das gleiche Ziel. Es war für mich höchst interessant und lehrreich zugleich, etwas über die Zeit der Nazi-Besatzung in Frankreich zu erfahren. Ein Thema was zu meiner Schulzeit leider ausgeklammert wurde, über welches man aber meiner Meinung nach durchaus Bescheid wissen sollte. Zu keiner Zeit habe ich mich gelangweilt, Kristin Hannah hat nicht nur einen lehrreichen, sondern auch spannenden und unterhaltsamen Roman geschrieben, denn auch die Liebe kommt in diesem Buch nicht zur kurz. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, er ist bildhaft und lebendig. Die beschriebenen Szenen lösten bei mir Kopfkino pur aus. Die Fluchtroute durch Frankreich wird leidenschaftlich und einfühlsam geschildert, eine Karte im Buch dient der besseren Orientierung und hilft dem Leser sich in Frankreich zu Recht zu finden. Der Roman ist stringent und logisch erzählt, ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl den Faden zu verlieren. Es wird nicht immer nur eine Seite der Medaille beleuchtet, sondern die Situationen werden von mehreren Seiten betrachtet. So wird der Roman auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Wir bekommen als Leser somit einen guten Eindruck von der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten. Oft hatte ich bei den Schilderungen einen dicken Kloß im Hals, so echt war die Szene vor Augen, obwohl ich gemütlich im Garten saß und meilenweit weg war. Doch dieses Buch hat mich mitgenommen und in die Lage der Protagonisten katapultiert. Bei dieser Story habe ich gehofft, gebangt, gelacht und geweint, eine Achterbahnfahrt der Gefühle beschert uns Kristin Hannah, ein Buch das ich mit Sicherheit nicht so schnell vergessen werde. Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe und bekommt von mir daher eine ganz klare Leseempfehlung an alle. Denn dieser Roman hat eine große Leserschaft verdient, denn er gibt ein Zeugnis unsere Gesellschaft das niemals in Vergessenheit geraten darf.

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Toller Roman
von simi159 am 24.09.2016

Zwei Schwestern, ein Weltkrieg, zwei Ansichten und doch nur ein Weg der zu gehen ist…das ist „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah Isabelle und Vianne Rossignol wachsen ohne Mutter auf, der Vater gibt die Beiden auch dem plötzlichen Tod in die Obhut einer Ziehmutter auf dem Land und betreibt fortan... Zwei Schwestern, ein Weltkrieg, zwei Ansichten und doch nur ein Weg der zu gehen ist…das ist „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah Isabelle und Vianne Rossignol wachsen ohne Mutter auf, der Vater gibt die Beiden auch dem plötzlichen Tod in die Obhut einer Ziehmutter auf dem Land und betreibt fortan weiter seinen Buchladen in Paris, ohne sich um seine Töchter zu kümmern. Während die Ältere, Vianne, auf dem Land Anschluß findet, Sohn verliebt, als bald Heiratet und eine Familie gründet. Hadert die jüngere, Isabelle, mit sich und hierum Leben. sie fühlt sich ungeliebt vom Vater, von der großen Schwerster verstoßen.Aus Internaten und von höheren Töchterschulen haut sie ab und geht nach Paris um dem Vater nah zu sein…. Als Ende der 1930er Jahren sich Frankreich verändert, Viennas Mann eingezogen wird, ändert sich auch das Leben der Schwestern…während die eine erstmal versucht, den Krieg auszuhalten, und ihrer Tochter eine gute Mutter zu sein, entscheidet sich die andere etwas gegen die Krieg und schließt sich der Résistance. Fazit: Dies ist keine leichte Kost, denn die Autorin Kristin Hannah, bringt alle Dinge, die in solch einem Krieg passieren können auf den Tisch. Wie die Schwestern, wächst man als Leser, in dieses Thema hinein, und hält mit fortschreiten der Geschichte auch immer mehr Grausamkeiten aus. Bei vielen Dingen am Anfang der Geschichte war ich unwissend, denn so genau habe ich die Rolle und das Verhalten von Frankreich im 2. Weltkrieg, und was wann geschehen ist, nicht präsent gehabt. Vichy-Regierung, DeGaul etc. Als Leser weiß man immer über Isabelle und Liane bescheid, abwechselt begleitet man die eine, dann die andere. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und soviel sei verraten sie lernen voneinander. Was mir gibt gefallen hat ist, dass ich mich nicht für eine der beiden entscheiden muss. Klar am Anfang ist einem die eine vielleicht näher als die Andere, je nachdem welche Lebenserfahrung, welches Alter man als Leser hat…. …Doch je mehr man liest, je weiter die Geschichte voranschreitet, um so mehr möchte man wissen wie es weiter geht und man hofft, dass Beide lebend den Krieg überstehen. Dass die Schwestern an ihren Aufgaben reifen, sie voneinander lernen und als Geschwister wieder zueinander finden ist klar. Die Charaktere. Diese Geschichte dreht sich um zwei starke Frauen, die gut beschrieben sind und jede ist für sic authentisch. Auch die Veränderungen in ihrem Wesen, ihrem Charaktere, ihrer Denke, durch den Krieg, durch die äußeren Umstände und die Menschen, die ihnen dabei begegnen ist klar und voll nachvollziehbar. Es gibt genug „böse Charaktere“, die unsympathisch oder auch sympathisch sind. Manche kann man hassen, und manchmal muss man vielleicht auch feststellen, dass es auch „das Gute“ im Bösen gibt…. Ein Lesenswertes, sehr bewegendes Buch, geschichtlich gut recherchiert, über zwei starke Frauen, nie kitschig, rührselig oder verherrlichend… ….eher mutmachend sich im Rahmen seiner Möglichkeiten Dinge zu trauen und Gutes zu tun. Von mir gibt es 5 STERNE.

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Wundervolles Buch was mir persönlich sehr zu Herzen ging, sehr empfehlenswert !
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 23.09.2016

Das Buch bleibt einen einfach im Gedächtnis. So emotional, spannend und ergreifend. Es sagt so vieles aus, zeigt uns die wahren Seiten des Krieges und was für Menschen uns darin begegnen! Das Cover ist wunderschön, passt perfekt zu der Geschichte und auch der Titel ist sehr treffend. Schön ist auch der... Das Buch bleibt einen einfach im Gedächtnis. So emotional, spannend und ergreifend. Es sagt so vieles aus, zeigt uns die wahren Seiten des Krieges und was für Menschen uns darin begegnen! Das Cover ist wunderschön, passt perfekt zu der Geschichte und auch der Titel ist sehr treffend. Schön ist auch der Eiffelturm innerhalb der Nachtigall. Die Charaktere sind sehr einfach gestrickt und am Anfang in einer Rohfassung Ihrer Selbst, sehr schnell entwickeln sie sich durch die Kriegssituation zu Ihrer wahren Stärke und stellen sich immer wieder einer neuen grausamen Herausforderung ! Die beiden Schwestern sind sehr unterschiedlich und es macht einen trotz grausamer Schicksalsschläge Freude Ihnen bei Ihrer Bewältigung mit dem Krieg zu zusehen. Ich kann mich eigentlich kaum entscheiden welcher der beiden Frauen ich für mutiger halte, beide überwinden Ihre Ängste und stehen für Ihre Meinung ein. Jedoch muss Isabelle keine Rücksicht auf andere nehmen, das macht Sie freier und ungebundener in Ihren Entscheidungen. Es ist erstaunlich Ihren Weg mitzuerleben, besonders Ihr Mut ist beeindruckend. Selber als Mutter empfinde Ich jedoch eine tiefe Hochachtung vor Vianne, Sie denkt immer zuerst an Ihre Tochter und überrascht sich oft selbst im Buch, über Ihre Stärke, was Sie nicht alles beschützt und erreicht. Die Autorin schreibt so fesseln, sehr bildlich und man hängt an Ihren Worten, fühlt den Schrecken des Krieges mit. Man bekommt vieles deutlich gemacht, was falsch gemacht wurde ! Es wird mit Hilfe der Autorin wieder deutlich, was verkehrt gelaufen ist aber auch die Stellung des deutschen Volkes bzw. der stationierten deutschen Soldaten wird auch durch Unmut dieser mit dem Kriegsgeschehen dargestellt.

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Ein Wort ! GRANDIOS
von Nici´s Buchecke am 22.09.2016

Selten sitze ich nach dem Beenden eines Romanes da und muss mich erst mal wieder sortieren. Ich kann gar nicht sagen, welche Gefühle gerade auf mich einströmen. Aber ich möchte zunächst von vorn beginnen. Ich bin auf dieses Buch durch sein wunderbar schlichtes und doch anziehendes Cover aufmerksam geworden.... Selten sitze ich nach dem Beenden eines Romanes da und muss mich erst mal wieder sortieren. Ich kann gar nicht sagen, welche Gefühle gerade auf mich einströmen. Aber ich möchte zunächst von vorn beginnen. Ich bin auf dieses Buch durch sein wunderbar schlichtes und doch anziehendes Cover aufmerksam geworden. Der Klappentext wirkte eindringlich und da ich gerne Bücher lese, die sich mit der Thematik des 2. Weltkriegs befassen wollte ich dieses unbedingt lesen. Denn zuvor hatte ich noch kein Buch gelesen, welches in Frankreich spielt und die Besatzung schildert. Und dann beginnt man dieses Buch zu lesen und der Schreibstil lässt einen direkt abtauchen. Ich konnte förmlich die Bilder vor mir sehen und die Empfindungen der Menschen teilen. Es ist wirklich von der ersten Seite mitreißend und die Seiten fliegen nur so dahin. Die Autorin transportiert hier geschichtliche Fakten verpackt mit Emotionen wirklich bewegend an den Leser. Ich kann gar nicht in Worte kleiden, wie sehr mich dieser Roman schon von den ersten Seiten an bewegte. Und je besser wie die Charaktere kennen lernen und die Handlung voranschreitet, desto enger wird die Bindung zu den Protagonisten und je mehr hat man das Gefühl diese auf ihrem Weg direkt zu begleiten. Die Autorin hat wirklich sehr gut recherchiert und vermittelt dem Leser eindringliche Bilder dieser Zeit. Wir haben viele unterschiedliche Charaktere, die alle ihr eigenes Schicksal haben und damit zu dem großen Ganzem beitragen. Hauptsächlich geht es natürlich um Vianne und Isabelle, aber es gibt Kinder, Begleiter, Freunde und Gegner die den Weg der beiden begleiten und durch die auch der Roman so eindringlich wird. Die Autorin hat hier auch eine zweite Zeitebene eingefügt, diese spielt 1995 und stellt den Leser vor ein Rätsel, welches erst am Ende des Romans aufgeklärt wird. Und diese zweite Ebene ist nur ein kleiner Teil des Romans rundet diesen zum Schluss aber perfekt ab. Gerade auf den letzten 100 Seiten spitzt sich alles nochmal zu und man fängt das Hoffen und Bangen an. Verschiedene offene Fragen und Ungewissheiten werden geklärt und überrollen den Leser regelrecht mit Emotionen. Ich war sehr froh, dass ich eine Packung Taschentücher neben mir liegen hatte. Ich musste mich gegen Ende hin immer mal wieder vom Buch abwenden, die Emotionen sacken lassen, um dann weiterlesen zu können. Es ist wirklich ein überragender Roman über diese schlimme Zeit, der sehr viel Wissen vermittelt, ohne wie ein Sachbuch zu wirken. Viele verschiedene Facetten des damaligen Lebens werden beleuchtet und dem Leser nah gebracht. Für uns ist es heute unvorstellbar und ich habe großen Respekt vor den Leuten jener Tage, die diese grausame Zeit überlebt haben. Mir fehlen echt die Worte. Ich kann diesen Roman nur jedem ans Herz legen, denn er trifft mitten ins Herz. "Liebe. Sie war der Anfang und das Ende von allem, das Fundament und die Decke und die Luft dazwischen."

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Die Hoffnung hält sie am Leben
von hasirasi2 aus Dresden am 21.09.2016

Frankreich, August 1939: Vianne ist Lehrerin auf dem Land, ihre Tochter Sophie 8, als ihr Mann Antoine einberufen wird. Ihre kleine Familie bedeutet Vianne alles, da sie nach dem Tod der Mutter schon mit 14 erwachsen werden musste. Noch schlimmer war es nur für ihre damals erst 4jährige Schwester... Frankreich, August 1939: Vianne ist Lehrerin auf dem Land, ihre Tochter Sophie 8, als ihr Mann Antoine einberufen wird. Ihre kleine Familie bedeutet Vianne alles, da sie nach dem Tod der Mutter schon mit 14 erwachsen werden musste. Noch schlimmer war es nur für ihre damals erst 4jährige Schwester Isabelle. Der Vater gab beide in eine Pflegestelle, wollte sich nicht um seien Töchter kümmern. Mit 16 war Vianne schwanger, mit 17 verheiratet – und endlich angekommen. Isabell wurde von da an von einem Internat zum nächsten weitergereicht, fühlte sich unwillkommen, ungeliebt. Juni 1940: Isabelle ist inzwischen 19 und fliegt schon wieder von der Schule. Sie kann und will sich nicht anpassen – wird es auch später im Leben nicht tun. Ihr Vater will sie nicht in Paris, in seinem Buchladen. Aber sie bleibt trotzdem, denn sie will eine Kriegsheldin werden. Dass ihr dies niemand zutraut, stachelt sie erst recht an. Doch dann marschieren die Deutschen in Paris ein und ihr Vater schickt sie gegen ihren Willen zu Vianne. Auf der Flucht dahin lernt Gaëton kennen und verliebt sich sofort. Er ist auf dem Weg zur Résistance, sie will mit. Von nun an wird es für sie nur darum gehen, ihm und allen anderen zu beweisen, dass sie für ihre Überzeugungen und gegen jede Vernunft kämpft – und dass sie es wert ist, geliebt zu werden. Vianne und Isabelle erleben den Krieg auf verschieden Art und Weise. Vianne bleibt in ihrem Dorf, hofft die ganze Zeit nur darauf, dass der Krieg endlich vorbei ist und ihr Mann nach Hause kommt. Eigentlich versucht sie sich auch aus allem rauszuhalten, nur ja nicht auffallen. Es reicht schon, dass der deutsche Hauptmann Beck bei ihr einquartiert wird. Zu Beginn arrangiert man sich nur, doch es ist Krieg, beide sind einsam, verzweifelt. Und dann sind da die jüdischen Kinder, welche von ihren Eltern getrennt werden. Sie hätten eine minimale Überlebenschance, wenn man ihnen falsche Pässe besorgen würde. Vianne denkt nicht wirklich über die Konsequenzen nach, sie tut es einfach, rettet unzähligen Kindern das Leben! Isabelle hingegen entwickelt den Pfad der Nachtigall: geheime Fluchtwege für die abgestürzten gegnerischen Piloten. Sie bringt viele von ihnen über die Pyrenäen, immer mit der Gefahr im Nacken, dass einer ein Spion ist oder die Deutschen im Gebirge auf sie lauern. Doch sie kämpft für ihre Überzeugung, will ihr Leben leben, brennt auf kurzer Flamme, wie man so schön sagt – aber sie lebt es in vollen Zügen und nimmt alles mit, was sich ihr bietet. Am Kriegsende bereut sie nichts. Sie hat alles erreicht, was sie je wollte! Letzten Endes führt der Krieg die Schwestern wieder zusammen, Vianne wird Isabelles Basis, wenn man so will. Sie lernen sich endlich besser kennen und können den Lebensentwurf der Anderen verstehen, akzeptieren und vor allem achten. Ich hatte mit dem Beginn des Buches einige Probleme, es war mir nicht eigenständig genug, erinnerte mich zu sehr an Jojo Moyes „Ein Bild von Dir“. Aber bald entwickelte es eine ganz eigene Dynamik, wurde extrem fesselnd und sehr emotional. Für das letzte Drittel habe ich sogar eine „Nachtschicht“ eingelegt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht und habe dabei Rotz und Wasser geheult. Selten hat mich ein Buch so berührt wie die Geschichte dieser beiden starken Schwestern, die auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise für ihre Überzeugungen kämpfen. 5 Sterne und meine unbedingte Leseempfehlung für „Die Nachtigall“.

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Bewegend! Leseempfehlung!
von Tine_1980 am 21.09.2016

Ich bin durch eine Bloggeraktion und eine Freundin auf dieses Buch aufmerksam geworden und nicht enttäuscht worden. In einem besetzten Frankreich im 2. Weltkrieg, leben die zwei Schwestern Vianne und Isabelle. Vianne, deren Mann in den Krieg einberufen wurde und die sich so gut es eben geht mit ihrer Tochter... Ich bin durch eine Bloggeraktion und eine Freundin auf dieses Buch aufmerksam geworden und nicht enttäuscht worden. In einem besetzten Frankreich im 2. Weltkrieg, leben die zwei Schwestern Vianne und Isabelle. Vianne, deren Mann in den Krieg einberufen wurde und die sich so gut es eben geht mit ihrer Tochter durchschlägt, versucht unsichtbar zu bleiben. Ihre jüngere Schwester Isabelle, die schon immer etwas rebellischer war, kann sich mit der Lage nicht abfinden und schließt sich der Resistance an und verhilft unter dem Decknamen "Die Nachtigall" Piloten über die Landesgrenze. So geht jede von Beiden anders mit der Situation um und trotz aller Widrigkeiten kommen sie sich doch wieder näher. Meine Meinung: Ich mache oft einen größeren Bogen um Bücher, die vom Krieg handeln. Diese ganze Thematik spricht mich nicht so an. Doch nachdem ich von einer Freundin nur gutes gehört und die Leseprobe in einem anderen Buch gelesen habe, dachte ich mir, dass ich es doch probieren und doch noch abbrechen könnte, wenn es so gar nichts für mich sein sollte. Doch was soll ich sagen? Das Buch konnte mich begeistern, mitreißen und bewegen. Ich habe zwischenzeitlich immer mal etwas anderes gelesen, nicht weil das Buch schlecht war, eher aus dem Grund, dass die Szenerie nicht immer einfach zu ertragen war und Tränen im Urlaub am Pool einfach komisch aussehen. Die Charaktere sind total unterschiedlich, aber jeder für sich sehr gut ausgearbeitet und sympathisch. Vianne, in die ich mich als Mutter einerseits sehr gut hineinversetzen konnte, war mir trotz allem am Anfang zu wenig kämpferisch. Natürlich versteht man, dass sie ihre Tochter schützen wollte, gerade wenn man einen deutschen Hauptmann im Haus hat. Durch die Ereignisse ihrer besten Freundin Rachel, wurden ihr regelrecht die Augen geöffnet und man lernte eine neue Seite kennen. Sie wurde mir richtig sympathisch, als sie sich für die jüdischen Kinder eingesetzt hat. Isabelle war für mich eine wahre Kämpferin, mit der ich mich von Anfang an identifizieren konnte. Auch ich hätte versucht so zu sein, wie sie. Nicht unterkriegen lassen, gegen die Ungerechtigkeiten kämpfen und alles Menschenmögliche versuchen. Sie war für mich die Heldin des Krieges. Die Autorin hat es geschafft, mich für die Ereignisse damals feinfühlig werden zu lassen und die Umstände des Krieges in ihrer ganzen Dramatik zu beschreiben. Es gab Situationen, in denen ich geschluckt habe und es schrecklich war zu lesen, wie es sich damals abgespielt hat. Es gab aber auch Stellen bei denen ich die Tränen nicht zurückhalten konnte, da mich das beschriebene Schicksal so berührt hat. Der Schreibstil ist flüssig und trotz der nicht wenigen Seiten ist man durch die spannende und erschütternde Geschichte schnell durch. Auch die Beschreibungen der Örtlichkeiten, sei es das Haus von Vianne mit der Scheune, oder auch das KZ, waren detailliert und bildhaft dargestellt und man konnte sich alles sehr gut vorstellen. Fazit: Absolute Leseempfehlung für diese bewegende und berührende Geschichte zweier Schwestern, die sich ganz unterschiedlich mit ihrem Schicksal abgeben und versuchen für sich den richtigen Weg zu finden.

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