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Die neue Liebesordnung

Frauen, Männer und Shades of Grey

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E. L. James‘ BDSM-Trilogie »Shades of Grey« war weltweit ein gigantischer Erfolg, insbesondere bei Frauen. Aber warum? Wegen des vermeintlich pornographischen Inhalts? Weil eine ausgeklügelte Marketingstrategie dahintersteckte? Eva Illouz liest die Trilogie vor dem Hintergrund der These, daß manche Bücher deshalb zu Bestsellern werden, weil sie ein tatsächlich bestehendes und weitverbreitetes sozio-kulturelles Problem zugleich darstellen und lösen. »Shades of Grey« ist ihr zufolge weder ein »Mamiporno« noch ein antifeministisches Machwerk, sondern funktioniert wie ein gut gemachter Ratgeber, der zeigt, wie sich die Aporien zeitgenössischer heterosexueller Liebesbeziehung praktisch überwinden lassen.
Portrait
Eva Illouz, geboren 1961 in Fès, Marokko, ist eine israelische Soziologin. Als zehnjähriges Mädchen wanderte sie von der marokkanischen Stadt Fès nach Frankreich aus, ging in Sarcelles zur Schule und studierte später in Paris und an der University of Pennsylvania in den USA.
Sie erforscht gesellschaftliche Einflüsse auf die Bildung von Emotionen und somit den Zusammenhang von Kapitalismus/der Konsumgesellschaft sowie Medienkultur im Hinblick auf die Produktion/Transformation emotionaler Muster. Seit 2006 lehrt sie als ordentliche Professorin für Soziologie und Anthropologie an der Hebräischen Universität Jerusalem.
2009 wurde sie von der Zeitung "Die Zeit" in eine Reihe von 12 Intellektuellen gewählt, die wahrscheinlich das Denken der Zukunft verändern werden.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 88
Erscheinungsdatum 17.06.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-06487-0
Reihe edition suhrkamp
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 216/136/11 mm
Gewicht 127
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
7,99
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Illouz vs. Steele&Grey
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2014

Bevor Shades of Grey erschienen ist und die heimischen Bestsellerlisten im Sturm erobert hat, hat Eva Illouz mit "Warum Liebe weh tut" den Versuch gestartet die Liebe soziologisch zu erklären. Sie analysiert darin den Einfluss von Kapitalismus und Massenmedien auf Gefühls- und Beziehungskonzepte in der modernen Gesellschaft. In dieser... Bevor Shades of Grey erschienen ist und die heimischen Bestsellerlisten im Sturm erobert hat, hat Eva Illouz mit "Warum Liebe weh tut" den Versuch gestartet die Liebe soziologisch zu erklären. Sie analysiert darin den Einfluss von Kapitalismus und Massenmedien auf Gefühls- und Beziehungskonzepte in der modernen Gesellschaft. In dieser Reihenfolge habe ich dann auch die erwähnten Bücher gelesen: dabei hab ich mich immer gefragt was wohl die Autorin ÜBER SoG denkt. Dass sie es dann tatsächlich gelesen hat und mein Wunsch mit "die neue Liebesordnung" in Erfüllung gegangen ist, konnte ich im ersten Moment gar nicht glauben. Denn über Shades of Grey gehen die Meinungen weit auseinander: Der eine schüttelt darüber den Kopf und möchte höchstens eine Ofen damit beheizen, und andere wiederrum möchten damit ihrer Partnerschaft einheizen. Illouz schreibt nun über den Werte- und Moralwandel der anscheinend durch SoG ausgelöst wurde was ich aber obsolet finde wenn man bedenkt, dass E. L. James die Urfassung von SoG von einer Internetseite löschen musste, weil die beschriebenen sexuellen Inhalte moralisch nicht vertretbar waren. Dennoch war ich höchst neugierig, wie denn nun Frau Illouz Christian Grey und Anastasia Steele analysiert und ihre Sicht der Dinge darlegt. Um nicht zu viel zu verraten: Ich war dann doch sehr erstaunt was sie alles entdeckt hat und wie sie die eigentlich doch sehr klassische Liebesgeschichte interpretiert.

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