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Die Reinheit des Mörders

Roman

(4)
Prétextat Tach, dreiundachtzigjährig und Nobelpreisträger für Literatur, hat laut Aussage der Ärzte nur noch zwei Monate zu leben. Als dies bekannt wird, bemühen sich Medienleute aus der ganzen Welt um ein Interview. Fünf Journalisten dürfen bei ihm vorsprechen — und kommen selbst in arge Bedrängnis.
Doch dann kommt eine, die dem alten Zyniker gewachsen ist."
Rezension
"Ein geistreiches Streitgespräch. Daß es aber unter dieser Oberfläche brillanter Rhetorik um existentielle Fragen geht, um die mit harten Bandagen gekämpft wird, das macht den besonderen Reiz dieses Romans aus."(Norddeutscher Rundfunk)
"Wie herrlich kann Bosheit sein, wenn sie in guter Prosa daherkommt! Amelie Nothomb: eine prächtige Ladung Vitriol in die gepflegte Visage unserer Literatur. Eine Entdeckung!"(Le Nouvel Observateur)
"Ein ganz erstaunlicher Roman."(L'Express)
"Ein intellektueller Schlagabtausch zwischen einem monströsen Zyniker und Frauenhasser und einer gescheiten Frau. Beide treiben die Frage nach dem Sinn des Daseins, der Liebe und der Literatur bis zum Äußersten." (Ellen Pomikalko / Brigitte, Hamburg)
"Erstaunlich, wie profund und abgründig Amelie Nothomb erzählt." (Die Weltwoche, Zürich)
Portrait
Amélie Nothomb, 1967 in Kobe, Japan, geboren, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. Seit ihrer Jugend schreibt sie wie besessen. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l’Académie française. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 02.01.1996
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-22827-4
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 182/113/15 mm
Gewicht 188
Originaltitel Hygiène de l'assassin
Auflage 13
Verkaufsrang 65.616
Buch (Taschenbuch)
9,90
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„"Die Reinheit des Mörders"“

M. Dupré, Thalia-Buchhandlung Limburg

Literaturnobelpreisträger Prétextat Tach liegt im Sterben. Zwei Monate hat er noch zu leben, da schicken die Medien ihre Journalisten aus, um ein letztes Interview mit ihm zu führen. Die wenigen zugelassenen Interviewer erleben jedoch ihr blaues Wunder: Tach ist ein angriffslustiger Misanthrop, der mit zynischer Verbalakrobatik ihre Literaturnobelpreisträger Prétextat Tach liegt im Sterben. Zwei Monate hat er noch zu leben, da schicken die Medien ihre Journalisten aus, um ein letztes Interview mit ihm zu führen. Die wenigen zugelassenen Interviewer erleben jedoch ihr blaues Wunder: Tach ist ein angriffslustiger Misanthrop, der mit zynischer Verbalakrobatik ihre Leben auseinanderpflückt und sie aufs Persönlichste beleidigt.
Dann kommt, als einzige Frau, die junge Journalistin Nina. Sie ist vorbereitet, hat im Gegensatz zu ihren Kollegen alle Bücher Tachs gelesen und etwas in seiner Vergangenheit geforscht. Und was sie dabei zu Tage gefördert hat, scheint ungeheuerlich. Sie fordert den alten Mann zu einem „Dialog-Duell“ heraus, das sich gewaschen hat…
Amélie Nothombs Erstling ist über die Jahre fast ein wenig in Vergessenheit geraten. Dennoch ist dieses fesselnde Buch eine Empfehlung wert. Die ca. 220 Seiten des Romans bestehen, soviel sei vorgewarnt, fast komplett aus Dialog. Seien Sie aber unbesorgt, denn dieses verbale Feuergefecht entfaltet einen wahrhaft hypnotischen Sog.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
4 Bewertungen
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Wunderbar boshaft und hypnotisch
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2011

Ich weiss das hört man oft von mir, aber trotzdem: Ich liebe es! :D Amélie Nothomb gehört zum engsten Kreis meiner Lieblingsautoren und jedes Buch von ihr dass ich bisher gelesen habe, war einfach genial :) (Bis auf eine Ausnahme, aber das verrate ich hier jetzt nicht ;D) Als... Ich weiss das hört man oft von mir, aber trotzdem: Ich liebe es! :D Amélie Nothomb gehört zum engsten Kreis meiner Lieblingsautoren und jedes Buch von ihr dass ich bisher gelesen habe, war einfach genial :) (Bis auf eine Ausnahme, aber das verrate ich hier jetzt nicht ;D) Als ich erfahren habe dass "Die Reinheit des Mörders" sogar ihr erster Roman ist, war ich gleich noch mehr beeindruckt. Das Buch besteht fast komplett aus Dialogen, was jedoch der Spannung und dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Im Gegenteil, durch das intelligente und herrlich böse Wortgefecht, das fast wie ein Tennismatch vonstatten geht, zieht es einen nur noch tiefer hinein und man kann wirklich fast nicht aufhören zu lesen. Was mir besonders an diesem Buch (und an Amélie speziell) gefällt, ist dass ihre Bücher nur so übersprudeln vor köstlichem, zum Teil unmoralischem Sarkasmus und Ironie und sich nicht um gesellschaftliche Normen scheren. Ein Must-Read für Liebhaber des schwarzen Humors und verrückter Einfälle :)

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Ein verbaler Schlagabtausch
von Katrin Schamaun aus St. Gallen am 30.06.2010

Prétextat Tach, Nobelpreisträger für Literatur, hat noch ungefähr zwei Monate zu leben. Dutzende Journalisten bemühen sich um ein Interview, einige wenige werden vorgelassen, nur um vom sarkastischen Autoren in der Luft zerrissen zu werden. Denn eigentlich will der nicht mehr reden - nicht über seine Bücher, nicht über sein... Prétextat Tach, Nobelpreisträger für Literatur, hat noch ungefähr zwei Monate zu leben. Dutzende Journalisten bemühen sich um ein Interview, einige wenige werden vorgelassen, nur um vom sarkastischen Autoren in der Luft zerrissen zu werden. Denn eigentlich will der nicht mehr reden - nicht über seine Bücher, nicht über sein Sterben und schon gar nicht über sein Leben. Doch dann erscheint die junge, kluge Journalistin Nina auf der Bildfläche. Sie hat all seine 22 Romane gelesen und schafft es, an den unnahbaren Mistanthropen heranzukommen. Das Buch ist ein einziger Dialog zwischen einem boshaften alten Mann und einer jungen intlligenten Journalistin und genau davon geht für mich auch der Sog dieses Buches aus. Empfehlenswert!

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Naja...
von Andel Früh am 13.12.2005

Der Anfang der Geschichte, in welchem ein bösartiger, frauenfeindlicher Schriftsteller Journalisten, welche ihn interviewen, fertig macht, hat mich irgenwie an das Buch Neunundreissigneunzig erinnert. Dann taucht überraschend eine Frau auf, welcher es gelingt, den Schriftsteller zu überlisten und zu guter letzt kommt noch ein Schluss hinzu, der aus meiner... Der Anfang der Geschichte, in welchem ein bösartiger, frauenfeindlicher Schriftsteller Journalisten, welche ihn interviewen, fertig macht, hat mich irgenwie an das Buch Neunundreissigneunzig erinnert. Dann taucht überraschend eine Frau auf, welcher es gelingt, den Schriftsteller zu überlisten und zu guter letzt kommt noch ein Schluss hinzu, der aus meiner Sicht auch nur dazu dient, der Geschichte irgendein Ende zugeben. ...aus meiner Sicht ein Buch, welches man nicht unbedingt lesen muss.

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