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Die Schönheitskönigin von Jerusalem

Roman

(9)
»Die sephardische Version von Amos Oz’ ›Geschichte von Liebe und Finsternis‹. Überragend.« Nana
Strahlend, lebenslustig und wunderschön ist Luna Ermoza mit den grünen Augen. Doch ihre Ehe ist ein Desaster hinter perfekter Fassade, und für ihre Tochter Gabriela kann sie keinerlei Zärtlichkeit empfinden – wie einst ihre Mutter Rosa für sie. Denn während das Delikatessengeschäft Rafael Ermoza & Söhne im Jerusalemer Machane-Jehuda-Markt floriert, scheint auf den Frauen der Familie ein Fluch zu lasten, der ihnen das Glück in der Liebe verwehrt und sie verbittern lässt. Meisterlich verwebt Sarit Yishai-Levi das Schicksal vierer Generationen der sephardischen Familie mit den bewegtesten Jahrzehnten israelischer Geschichte.
„Wunderschön und umwerfend! Ein bezauberndes, bewegendes Buch, dessen Figuren mich weiter begleitet haben, als lebten sie noch heute in Jerusalem.“ Haaretz
Rezension
" Ein bezauberndes und tiefgründiges Buch über die Macht der Liebe [...] " Buchjournal, 07.03.2016
" [...] [ein] opulente[r] Generationenroman. " n-tv, 20.03.2016
" [...] [eine] saftige Familiengeschichte mit starken Charakteren " Uschi Loigge, Kleine Zeitung, 26.03.2016
" [...] ein wunderbar geschriebener Roman voller Klarheit und Ehrlichkeit [...] " hr2 Kultur, 04.04.2016
" Die Geschichte [...] ist spannend erzählt. " Eveline Petzoldt, NDR Kulturzeit, 12.04.2016
" [...] [eine] umwerfende Geschichte [...] " Uta Dietsch, tina, 22.04.2016 " Ein Buch, das nicht loslässt, auch wenn die letzte Seite schon gelesen ist. " Sigrun Klüger, Kulturette Magazin, 01.06.2016 " [...] hier kommt man auf seine Kosten! " Bernd Kielmann, Buch-Magazin, 01.06.2016 " Eine wunderbare Sommerlektüre! " Evangelisches Literaturportal, 03.06.2016 "Dieser Schmöker öffnet eine für uns wenig bekannte Welt." Meike Schnitzler, Brigitte, 08.06.2016 " [...] fremd und exotisch, gespickt mit den unterschiedlichsten Charakteren - wunderbar geschrieben! " Julia Malek, Neue Westfälische, 01.08.2016 " [...] eine Liebeserklärung an ein verrücktes Land. " Georg M. Hafner, Jüdische Allgemeine, 13.10.2016
Portrait
Sarit Yishai-Levi, geboren 1947 in Jerusalem in eine seit Generationen dort ansässige sephardische Familie, war als Schauspielerin, Journalistin, Korrespondentin und Moderatorin tätig. Nach vier Sachbüchern eroberte sie mit ihrem ersten Roman, „Die Schönheitskönigin von Jerusalem“, die israelischen Bestsellerlisten.

Ruth Achlama, geboren 1945, lebt seit 1974 in Israel und übersetzt seit Anfang der 1980er Jahre hebräische Literatur, darunter Werke von Amos Oz, Meir Shalev, Yoram Kaniuk und Ayelet Gundar-Goshen. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem mit dem deutsch-israelischen Übersetzerpreis (2015) ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 618
Erscheinungsdatum 14.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03631-7
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 221/141/50 mm
Gewicht 742
Originaltitel Malkat Ha-Yofi Shel Yerushalayim
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 31.313
Buch (gebundene Ausgabe)
22,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Ein wahrer Schmöker.“

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Wenn man dem Herzen nicht folgen darf, wirkt sich das auch auf die nachfolgenden Generationen aus, ob man will oder nicht. Schauplatz Israel, grandiose Familiengeschichte. Wenn man dem Herzen nicht folgen darf, wirkt sich das auch auf die nachfolgenden Generationen aus, ob man will oder nicht. Schauplatz Israel, grandiose Familiengeschichte.

„Die Kunst zu l(i)eben“

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Aus der kaum überschaubaren Menge aktueller Bücher und Romane zum Thema Israel und Palästina möchte ich Ihnen die „Schönheitskönigin von Jerusalem“ sehr ans Herz legen.
Es ist ein wunderbar mitreißender Familienroman und gleichermaßen ein Geschichtsbuch über das Leben im lebendigen Jerusalem, mit all seiner Geschichte. Die Autorin
Aus der kaum überschaubaren Menge aktueller Bücher und Romane zum Thema Israel und Palästina möchte ich Ihnen die „Schönheitskönigin von Jerusalem“ sehr ans Herz legen.
Es ist ein wunderbar mitreißender Familienroman und gleichermaßen ein Geschichtsbuch über das Leben im lebendigen Jerusalem, mit all seiner Geschichte. Die Autorin schafft es auf eindrückliche und angenehme Weise die verschiedenen Schicksale dieser sephardischen Dynastie (Sepharden = hebräisch, sind diejenigen Juden, deren Vorfahren bis zu ihrer Vertreibung 1492 in Spanien lebten) mit der Geschichte Israels über die vergangenen letzten vierzig Jahre hinweg zu verbinden. Im Vordergrund dabei ganz klar die Familie Ermoza, mit all ihren Schicksalen. Die Familienmitglieder der einzelnen Epochen wachsen dem Leser ans Herz und bisweilen hat man den Eindruck Gast in ihrer Familie zu sein.
In der Sache geht es um die Delikatessendynastie Ermoza. Diese führt in der vierten Generation recht erfolgreich das Delikatessengeschäft Rafael Ermoza & Söhne im Jerusalemer Machane-Jehuda-Markt. Seit Vertreibung der Juden aus Spanien im 15. Jahrhundert lebt diese Familie in Israel. Doch so erfolgreich die Familie in finanzieller Sicht ist, desto weniger Glück scheint ihnen die Liebe zu bringen. So sind die Männer seit Generationen mit Frauen verheiratet, die sie nicht lieben. Diese Verbitterung geht sogar so weit, dass die Mütter ihren eigenen Kindern Zärtlichkeit und Zuneigung versagen.
Auch die lebenslustige und strahlendschöne Luna Ermoza empfindet – wie einst ihre Mutter Rosa – keine Liebe für ihre Tochter Gabriela. Gabriela selbst lernt ihre Mutter erst Jahre nach deren Tod wirklich kennen und es gelingt ihr, sie so anzunehmen wie sie war. So will die eigensinnige junge Frau der Familie beweisen, dass es durchaus auch anders geht.
Lassen Sie sich auf diesen schönen Roman ein und erfahren, wie es Gabriela gelingt, Liebe in die Familie zu bringen.

„Wunderbares Jerusalem“

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Die Familie Ermoza lebt schon seit Generationen, seit der Vertreibung der Juden aus Spanien, in Jerusalem und betreibt ein sehr erfolgreiches Spezialitätengeschäft direkt am jüdischen Marktplatz. Allerdings scheint ein Liebesfluch auf den Erstgeborenen der Familie zu liegen, denn seit die Patriarchin Merkata ihren Sohn Gabriel zur Strafe Die Familie Ermoza lebt schon seit Generationen, seit der Vertreibung der Juden aus Spanien, in Jerusalem und betreibt ein sehr erfolgreiches Spezialitätengeschäft direkt am jüdischen Marktplatz. Allerdings scheint ein Liebesfluch auf den Erstgeborenen der Familie zu liegen, denn seit die Patriarchin Merkata ihren Sohn Gabriel zur Strafe mit der bettelarmen Rosa zwangsverheiratet hat, obwohl er ein anderes jüdisches Mädchen liebte, finden die Nachkommen kein Glück mehr in der Liebe. Doch Gabriels und Rosas Enkelin Gabriela versucht aus ihrer Großmutter und ihrer Tante Allegra das Familiengeheimnis zu erfahren, um ihr Glück zu finden.
Man erfährt hier nicht nur die berührende und mitreißende Familiengeschichte der Ermozas, sondern auch viele Hintergründe der Geschichte Israels aus der Sicht der Familie. Grandios geschrieben!

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Ein Buch, das uns in eine andere Welt mitnimmt. Eine Welt mit vielen Höhen und Tiefen und doch dem Vertrauen und Mut neue Wege zu gehen. Ein Buch, das uns in eine andere Welt mitnimmt. Eine Welt mit vielen Höhen und Tiefen und doch dem Vertrauen und Mut neue Wege zu gehen.

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Kundenbewertungen


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Übersicht
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Eine Tochter verkehrter Widerspenstigkeit
von Jenny Vogler am 24.05.2016

„Das ist ein Wunder, dachte ich, das reinste Wunder, da spüre ich die Liebe genau dort, wo Bekki es mir versprochen hat: zwischen Brüsten und Bauch, dort, wo mein Herz sitzt.“ Auf den Frauen der Familie Ermoza scheint ein bitterer Fluch zu liegen. Ihre Männer bringen ihnen keine Liebe entgegen... „Das ist ein Wunder, dachte ich, das reinste Wunder, da spüre ich die Liebe genau dort, wo Bekki es mir versprochen hat: zwischen Brüsten und Bauch, dort, wo mein Herz sitzt.“ Auf den Frauen der Familie Ermoza scheint ein bitterer Fluch zu liegen. Ihre Männer bringen ihnen keine Liebe entgegen und sie selbst können für ihre Töchter keine Herzenswärme empfinden. So ist das Leben der Frauen aus drei verschiedenen Generationen geprägt von Distanziertheit, Unwillen und Unverständnis innerhalb ihrer Ehe. Jede versucht damit auf ihre eigene Weise klarzukommen und keiner gelingt es, ihrem inneren Gefängnis zu entfliehen. Nur die jüngste Tochter der Familie rollt das Leben und Wirken ihrer Altvorderen auf und entlarvt die traurigen Lebenslügen, mit denen sich ihre Mutter, ihre Großmutter und ihre Urgroßmutter herumgeschlagen haben. Sie wird es schaffen, dass auch der Mann an ihrer Seite nicht nur seine Pflicht erfüllt, sondern auch ihr Herz erfreut und sie achtet. Nach anfänglicher Leseprobleme auf den ersten einhundert Seiten, die mich nur schwer in die Geschichte hineingebracht haben, entwickelte sich dieser monumentale Gesellschaftsroman zu einer hochinteressanten Familientragödie, die mich mit jeder weiteren Leseminute mehr und mehr gefesselt hat. Besonders fasziniert hat mich die Vielschichtigkeit der Erzählung, welche die verschiedenen Lebensentwürfe der Hauptprotagonistin Luna Ermoza, ihrer Mutter Rosa und später die ihrer Tochter Gabriela schildert. Allesamt gehen einen selbstbestimmten Lebensweg und werden doch beschnitten von den klassischen Rollenbildern innerhalb der Familie. Gefangen zwischen gesellschaftlichen Zwängen, historischen Kriegsereignissen und den innerfamiliären Problemen mit ihren Männern. Darüber hinaus bekommen auch die Nebendarsteller wie Schwestern, Brüder und Väter eine wichtige Position, die es dem Leser ermöglicht, die Geschehnisse unter objektiven Gesichtspunkten zu betrachten. Der Autorin gelingt es aber nicht nur einen Roman über verpasste Chancen, traurige Liebesbeziehungen und konfliktbehaftete Mutter-Töchter-Beziehungen zu verfassen, sondern vielmehr ein umfassendes Werk über eine traditionelle, einst angesehene Unternehmerfamilie im alten Jerusalem. Die historischen Ereignisse werden symbiotisch eingeflochten und beanspruchen und lenken die Geschicke der Beteiligten, die selbst am Übergang zwischen der „alten“ und der „neuen“ Welt beteiligt sind und damit umzugehen lernen. Fazit: Ich vergebe volle Punktzahl und spreche eine Leseempfehlung für alle aus, die gern intensive, sprachliche niveauvolle Romane lesen und sich auf die Ereignisse in einem Buch einlassen können. Denn hier lohnt sich das Dranbleiben auf jeden Fall, genauso wie das konzentrierte Lesen. Besonders hervorheben möchte ich die Detailtreue, die bildhafte Sprache und die sehr interessanten Einblicke in ein Familienleben jenseits der heutigen Vorstellungen und auch jenseits des heutigen, unbeschwerten Rollenverständnisses zwischen Mann und Frau.

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1 0
Die Schönheitskönigin von Jerusalem
von miss.mesmerized am 08.05.2016

Auf den Frauen der Familie Ermoza liegt ein Fluch, über Generationen sind sie gestraft mit Kindern, die sie nicht lieben und von denen sie auch keine Zuneigung empfangen. Ein Streit zwischen Gabriel und seiner Mutter veranlasst diese, ihren Sohn mit der unscheinbaren Waise Rosa zu verheiraten. Für den erfolgreichen... Auf den Frauen der Familie Ermoza liegt ein Fluch, über Generationen sind sie gestraft mit Kindern, die sie nicht lieben und von denen sie auch keine Zuneigung empfangen. Ein Streit zwischen Gabriel und seiner Mutter veranlasst diese, ihren Sohn mit der unscheinbaren Waise Rosa zu verheiraten. Für den erfolgreichen Jerusalemer Geschäftsmann eine Schande, doch er weiß, was sich gehört und akzeptiert die Ehe, auch wenn ihm seine Frau immer fremd bleiben wird. Erst durch die Geburt der ersten Tochter Luna, die er als Strafe nicht nach seiner Mutter benennt, lebt er wieder auf. Luna wird von ihrem Vater geliebt und so wächst ein höchst verzogenes Gör heran, die ihre Mutter nicht respektiert und wegen ihrer Schönheit alles erhält, was sie sich wünscht und von der ganzen Stadt bewundert wird. Doch als erwachsene Frau muss auch Luna lernen, dass Liebe nicht automatisch kommt und ihre Verzweiflung in einer ebenfalls unglücklichen Ehe führt dazu, dass auch sie mit einer ihr fremden Tochter gestraft wird. Die turbulenten Jahre Israels zwischen englischem Mandat und Staatsgründung werden durch das Schicksal der sephardischen Familie geschildert. Leicht haben sie es nicht, die Frauen. Im Zentrum steht Luna, undankbare, eigensinnige Tochter, die sich und ihrer Familie das Leben schwer macht und eigensinnig ihren Weg verfolgt, ohne Rücksicht auf Verluste. Bisweilen hasst man diese Frau in ihrer oft herzlosen, egoistischen Art. Dann empfindet man wieder Mitleid mit ihr, wird sie doch ebenso wie die anderen Figuren gestraft. Aus heutiger Sicht wünscht man sich auch häufig Frauenfiguren, die sich befreien von den gesellschaftlichen und familiären Zwängen, so hatte ich doch auf Rosas Entwicklung gehofft – aber es wäre illusorisch gewesen, zu ihrer Zeit muss sie die ihr zugeschriebene Rolle an der Seite ihres Mannes einnehmen und akzeptieren. Was mir ein wenig zu kurz gekommen ist, war am Ende die Geschichte um Gabriela, die sehr schnell erzählt wird, allerdings hätte ein weiteres Ausufern wahrlich den Rahmen gesprengt. Die Entwicklung der Frauen wird von der Autorin glaubwürdig geschildert und ist zu jedem Zeitpunkt interessant zu lesen. Vor allem die Verwebung von Historie und Fiktion ist sehr gut gelungen, da das Schicksal maßgeblich von den Ereignissen in Israel und der Welt geleitet wird. Trotz der vielen negativen Erfahrungen, die die Frauen durchleben, fand ich den Roman nicht deprimierend, sondern eher die Auseinandersetzung mit dem Verhalten der Figuren fördernd.

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Vom Schicksal der Sepharden in Israel
von Vorleser am 01.07.2016

Inhalt: Es geht um die Frauen der sephardischen Familie Emoza im zerissenen und umkämpften Jerusalem. Merkada eröffnet den Reigen, und ihre Großenkelin Gabriela beschließt ihn. Die Schicksale der Frauen ähneln sich irgendwie, denn keine findet Liebe und Erfüllung in ihrer Ehe. Ein Fluch scheint auf den Ehen der Frauen zu... Inhalt: Es geht um die Frauen der sephardischen Familie Emoza im zerissenen und umkämpften Jerusalem. Merkada eröffnet den Reigen, und ihre Großenkelin Gabriela beschließt ihn. Die Schicksale der Frauen ähneln sich irgendwie, denn keine findet Liebe und Erfüllung in ihrer Ehe. Ein Fluch scheint auf den Ehen der Frauen zu liegen. Wird es Gabriela gelingen, diesen Bann zu brechen? Meine Meinung: Im Zuge einer Postleserunde bekam ich ein kostenloses Rezensionsexemplar dieses wundervollen Romans. Die Geschichte fängt mit Gabrielas nüchterner und mitleidloser Beschreibung der Krankheit und des Todes ihrer Mutter Luna an. Nach und nach erfahren wir die Lebensgeschichte Lunas, ihrer Mutter Rosa, und deren Schwiegermutter Merkada (obwohl wir von Letzterer am wenigsten erfahren). Merkada entpuppt sich als mitleidlose Intrigantin, die nicht nur ihren Sohn, sondern auch ihre Schwiegertochter ins Unglück stürzt, was zur Folge hat, dass auch deren Tochter Luna unglücklich ist, und auch ihre Enkelin Gabriela ficht einen Kampf mit ihrer Mutter aus. Der Kampf und die Hoffnungslosigkeit der Frauen wird reflektiert im Kampf Israels um seine Unabhängigkeit. So wie das Land und die Leute in ständige Kämpfe, Anschläge, Verfolgungen und Verleumdungen verstrickt ist, sind es die jeweiligen Frauen der Familie Ermoza, wobei es ihren Ehemännern nicht unbedingt viel besser ergeht, denn auch sie sind Opfer der äußeren Umstände und Traditionen. Die Zerrissenheit und Hoffnungslosigkeit kommen gut herüber, vermutlich, weil sie jeweils gespiegelt sind. Letztendlich kann man die äußeren und inneren Kämpfe nicht voneinander trennen. Vom Klappentext ausgehend hatte ich eigentlich ein Buch mit Lokalkolorit erwartet: über das Delikatessengeschäft, den Markt, Gebräuche und Traditionen. All dies wird bedient, aber es ist immer überschattet von Krieg und Tod, und von daher ist es keine leichte Sommerlektüre, die man mal so nebenbei lesen kann. Es ist ein großartiges Buch das zum Nachdenken anregt und dabei etwas von der wechselvollen Geschichte des neuen Staates Israel vermittelt. Es zeigt außerdem, dass es neben den Ultra-Orthodoxen noch diverse andere jüdische Glaubensrichtungen gibt, wie zum Beispiel die Sepharden, oder die Aschkenasen, schließlich sind die Juden überall auf der Welt vertrieben worden, aber sie alle hatten ihre speziellen Gebräuche, und eine Vermischung wurde abgelehnt, was sehr schön zeigt, dass die Leute nicht miteinander auskommen, selbst wenn sie die selbe Religion haben, und dass Vorurteile überall einem friedlichen und glücklichen Miteinander im Weg stehen. Eine lohnenswerte Lektüre für die man sich Zeit nehmen sollte.

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Eine dramatische und berührende Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 01.06.2016

Meine Meinung zum Inhalt: Ich fand diese Sätze drücken die Verzweiflung aus, die der vier Generationen von Frauen, der Familie Ermonza. Sie stehen für die Geschichte und Probleme, der Mütter und Töchterbeziehung. Die nicht immer unter einem guten Stern stand. Sie haben mich tief berührt. Seite 392: „Ich weine über mein Leben,... Meine Meinung zum Inhalt: Ich fand diese Sätze drücken die Verzweiflung aus, die der vier Generationen von Frauen, der Familie Ermonza. Sie stehen für die Geschichte und Probleme, der Mütter und Töchterbeziehung. Die nicht immer unter einem guten Stern stand. Sie haben mich tief berührt. Seite 392: „Ich weine über mein Leben, Schwesterherz, über mein vergeudetes Leben. Solange habe ich auf meinem Märchenprinzen gewartet, und als der kam, war es kein Prinz und kein gar nichts.“ Sehr schön und sensibel erzählt die Autorin, die Geschichte von vier Generationen der sephardischen Familie Ermonza, die in Jerusalem leben. Es scheint ein Fluch auf dieser Familie zu liegen. Schon der Urgroßvater Rafael verliebte sich in die Falsche Frau einer Aschkenasim, ihre wunderschöne blaue Augen kann er nicht vergessen , ebenso ergeht es später dem Sohn Gabriel. Wie ihre Ehen eilig arrangiert wurden. Die Leidtragenden Frauen, waren Merkarda, und Rosa . Rosa kann ihrer Tochter Luna nicht die Liebe geben, die sie sich ersehnt. Luna, wächst zu einer Schönheit heran, von ihrem Vater vergöttert, sie ist sehr exzentrisch, schön und Elegant, man spürt wie sie aus dieser Welt ausbrechen möchte, aber auch sie erteilt das gleiche Schicksal. Sie verliebt sich in den falschen Mann, auch sie kann ihrer Tochter Gabriela nicht die Liebe geben. Das Schicksal scheint sich zu wiederholen. Es sind immer die erstgeborenen Töchter, die Leiden. Die Büchse der Pandora öffnet Großmutter Rosa, als sie Gabriela, die Geschichte der Familie erzählt. Es kommt so manches ans Licht. Wir erfahren vom Krieg und den schrecklichen Ereignissen. Den Hass auf die, Araber und Engländer, den Konflikten die damals im Land schwelgten. Die Geschichte von Luna zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, die aus dem Rollenbild der Frau , zur damaligen Zeit ausbrechen will, schon als Kind war sie widerspenstig und rebellisch. Das ganze scheint sich bei ihrer Tochter Gabriela zu wiederholen, sie versucht endgültig sich dem Fluch der auf der Familie liegt zu entziehen und aus der Familie auszubrechen. Großmutter Rosa hat ihr die Augen geöffnet. Zur Autorin: Sie hat sehr schön die Konflikte und Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern wiedergegeben. Aber auch das der unglücklichen Männern. Auch ihnen blieb nichts übrig als sich dem Schicksal zu fügen. Eine Ehe mit andersgläubigen kam nicht in Frage. Das ganze Familiendrama ist sehr gut dargestellt, die arrangierten Ehen, auch wenn die Frauen nach außen hin nichts zusagen hatten, waren sie es am Ende doch die alles lenkten und bestimmten. Auch die Geschichte Israels und Palästinas, mit ihren Konflikten und Auseinandersetzungen sind gut wiedergegeben.Die Rollenbildern der Frauen und Männer zur damaligen Zeit. Sehr schön sind die verschieden Generationen von Anfang des 19.Jahrhunderts bis heute miteinander verknüpft. Das ganze ist in einer sehr schönen Bildhaften und klaren Sprache verfasst. Der Handlungsaufbau ist spannend und fesselnd geschrieben . Ihre Protagonisten und die einzelnen Charaktere kommen sehr lebendig und real herüber. Eine sehr bewegende und Emotionale Geschichte, die einem unter die Haut geht. " Eine bewegende, dramatische und berührende Geschichte über das Leben von vier Generationen von Frauen."

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Fluch der Tradition
von Sursulapitschi am 17.06.2016

Dieses Buch hat was, ganz unbedingt. Eine jüdische Familie in Jerusalem im Wandel der Zeiten. Als Oma Rosa, gesund soll sie sein, behauptet, ein Fluch würde auf den Frauen der Familie Ermoza liegen, ist Gabrielas Neugierde geweckt. Ein Fluch? Keine Frau der Familie wurde von ihrem Ehemann geliebt. Das war schon... Dieses Buch hat was, ganz unbedingt. Eine jüdische Familie in Jerusalem im Wandel der Zeiten. Als Oma Rosa, gesund soll sie sein, behauptet, ein Fluch würde auf den Frauen der Familie Ermoza liegen, ist Gabrielas Neugierde geweckt. Ein Fluch? Keine Frau der Familie wurde von ihrem Ehemann geliebt. Das war schon so bei Rosas Schwiegermutter Mercada, sie ruhe in Frieden, auch Rosas Ehe stand unter keinem guten Stern und auch Luna, Gabrielas Mutter, die erklärte Schönheitskönigin von Jerusalem, hatte kein Glück in der Liebe. Und so erzählt Oma Rosa von der Zeit als sie ein junges Mädchen war und Jerusalem noch von den Ingländern, ausgelöscht sei ihr Name und Andenken, beherrscht wurde. Rosas Geschichte ist erstaunlich und auch ein wenig befremdlich. Man muss sich zunächst einleben in diese jüdische Welt, die in Traditionen verwurzelt ist, die auch ein gutes Maß an abergläubischen Elementen enthält, wo durchaus Teufel, Dämonen und Hexen einen Stellenwert haben. Auch ein ausgefeilter Standesdünkel ist zu beachten. Selbst Juden untereinander sind sich nicht grün, Spaniolen und Aschkenasen bleiben strikt getrennt. Das Lesen macht großen Spaß. Die Sprache ist schön und authentisch. Die Blickwinkel wechseln gleitend von einem Familienmitglied zum anderen. Auch zeitlich geht die Geschichte bunt durcheinander, bis sich die Episoden zu einem Bild zusammensetzen. Den Grundstein allen Übels hat Urgroßvater Raffael gelegt, als er sich unsterblich in eine wunderschöne Aschkenasin verliebte und pflichtschuldigst die spaniolische Mercada heiratete. Damit beginnt ein Teufelkreis: Ungeliebte Ehefrau wird zum Drachen, der ungeliebte Kinder großzieht, die beziehungsunfähig sind und sich wieder in die falschen Partner verlieben. Das ist anfangs spannend und dramatisch. Nur spätestens wenn in der dritten Generation Lunas frischgebackener Ehemann feststellt, dass er eine heißblütige Italienerin nicht vergessen kann, fängt man an, die Stirn zu runzeln. Klar, es liegt ein Fluch auf der Familie, aber trotzdem könnte doch mal irgendjemand Vernunft walten lassen. Bis dahin fand ich, es ist ein schönes Buch, das anhand einer dramatischen Familiengeschichte sehr originell die Geschichte Israels erzählt. Immerhin ist man bei der Staatsgründung dabei und landet mitten im Befreiungskrieg Jerusalems. Die Spur zu viel Dramatik konnte ich tolerieren. Leider kommt es zum Ende hin dann ziemlich dick. Drama, Verzweiflung, ein Wunder am Grab der Mutter und obendrauf noch eine gehörige Portion Pathos. Ich habe ein wenig überlegen müssen, wie ich das bewerte. Letztendlich vergebe ich 4 Sterne für den sehr guten Gesamteindruck und die tolle Idee, aber der vierte Stern wackelt ein bisschen.

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Spannende Familiengeschichte vor packendem Hintergrund
von Dodo am 14.05.2016

"Kurz vor meinem 18. Geburtstag starb meine Mutter Luna." Mit diesem Satz katapultiert die israelische Schriftstellerin Sarit Yishai-Levi den Leser in ein packendes Familienepos vor der Kulisse der Emanzipations Israels. Es stehen die Frauen der Familie im Mittelpunkt, die langsam über die einzelnen Generationen hinweg lernen müssen, sich von... "Kurz vor meinem 18. Geburtstag starb meine Mutter Luna." Mit diesem Satz katapultiert die israelische Schriftstellerin Sarit Yishai-Levi den Leser in ein packendes Familienepos vor der Kulisse der Emanzipations Israels. Es stehen die Frauen der Familie im Mittelpunkt, die langsam über die einzelnen Generationen hinweg lernen müssen, sich von bestehender Unterdrückung zu lösen und in die eigene Selbstbestimmung zu finden. Die erste - Merkada - wird noch während der osmanischen Herrschaft in die Ehe gezwungen. Sie wiederum verwehrt unter dem britischen Protektorat ihrem Sohn die Liebe seines Lebens und bestraft diesen mit der von ihm ungeliebten und von ihr selbst verachteten Rosa. Dagegen liegt Rosas Tochter Luna ganz Jerusalem zu Füßen. Die Männer überschlagen sich in ihren Gunstbeweisen, nur der, den sie sie selbst wählt, liebt sie nicht. Während Israel nach der Staatswerdung von allen Seiten angegriffen wird, verwandelt sich ihre eigene Ehe in einen privaten Kriegsschauplatz. Kann sich Lunas Tochter Gabriela von dem auf den Frauen der Familie lastenden Unglück befreien oder ist sie dazu verdammt, ihr Dasein einsam und ungeliebt zu fristen? Man kann das Buch als fesselnden Familienroman lesen, der sich vor einem ereignisreichen Abschnitt der israelischen Geschichte abspielt. Man kann es aber auch als Allegorie auf die jüngere Geschichte Israels verstehen. Fasst man es so auf, erhält die Handlung mehr Tiefe und wirkt nicht bei den sich wiederholenden tragischen Frauenschicksalen in einer Endlosschleife gefangen. Dann erkennt man die kleinen Schritte nach vorne, bis man mit Gabriela in den 1960ern letztendlich bei einem zaghaften unter schmerzlichen Kämpfen erworbenen echten Selbstvertrauen angelangt ist. Geschrieben in nüchternem Stil bleibt man den Charakteren auf Distanz. Der Schleier, der über den Figuren liegt, erlaubt es gleichzeitig hinter die Kulissen zu blicken und ein unverstelltes Portrait auf das Leben sephardischer Frauen über einen Zeitraum von 40 Jahren zu erhaschen. Zur Meisterschaft eines Amos Oz gelangt Yishai-Levi dabei nicht - Lust sich näher mit der Geschichte und Kultur Israels zu befassen, macht sie aber allemal.

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