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Die Schwester des Tänzers

Roman

(13)
»Mein Bruder war der Gott des Tanzes.«
In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms …
Hunderttausende Leser schwelgten in Eva Stachniaks Romanen über Katharina die Große – nun bereitet sie abermals einer großen russischen Heldin die Bühne: Bronislawa Nijinska, Schwester des legendären Waslaw Nijinsky und selbst gefeierter Star des Ballets Russes. Ein Roman über zwei ungleiche Geschwister, über den unbedingten Willen zum Erfolg – und über die Liebe zum Tanz, die alles andere überstrahlt.
Portrait

Eva Stachniak, geboren im polnischen Wrocław, lebt in Toronto. Sie hat für Radio Canada International gearbeitet und als Dozentin für Englisch und Geisteswissenschaften am Sheridan College gelehrt. Mit Necessary Lies gewann sie den Canada First Novel Award

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 570
Erscheinungsdatum 29.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-36178-7
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 190/130/14 mm
Gewicht 647
Originaltitel The Chosen Maid
Auflage 1. Deutsche Erstausgabe
Verkaufsrang 16.473
Buch (Paperback)
15,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Künstlerbiografie“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Stachniak legt die Autobiographie von Bronja Nijinski zu Grunde, um die Geschichte eines der größten Tänzer zu beschreiben: Waslaw Nijinski. Beschrieben wird ihrer beider Geschichte, aber auch die Zeit großer Veränderungen des Balletts. Total interessant und klug geschrieben. Stachniak legt die Autobiographie von Bronja Nijinski zu Grunde, um die Geschichte eines der größten Tänzer zu beschreiben: Waslaw Nijinski. Beschrieben wird ihrer beider Geschichte, aber auch die Zeit großer Veränderungen des Balletts. Total interessant und klug geschrieben.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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konnte mich nicht so ganz mitreissen
von girasolita am 15.11.2016

Nachdem ich bereits die beiden Bücher um Katharina die Große begeistert gelesen habe, hatte ich mich auf dieses Buch natürlich entsprechend gefreut. Leider kann es mich nicht annähernd so begeistern wie die anderen beiden Bücher. Die Geschichte dreht sich um die Familiengeschichte der Nijinskys, Anfang des 20. Jahrhunderts in Russland.... Nachdem ich bereits die beiden Bücher um Katharina die Große begeistert gelesen habe, hatte ich mich auf dieses Buch natürlich entsprechend gefreut. Leider kann es mich nicht annähernd so begeistern wie die anderen beiden Bücher. Die Geschichte dreht sich um die Familiengeschichte der Nijinskys, Anfang des 20. Jahrhunderts in Russland. In der Familie dreht sich alles um das Ballett, zwei der Kinder werden Tänzer und reisen entsprechend. Der Leser erhält recht interessante Einblicke in die Welt des russischen Balletts, auf mich wirkte der Roman gut recherchiert. Nur vom Schreibstil her leider diesmal so gar nicht meins, mittendrin musste ich mich an ein paar Stellen fast zwingen weiterzulesen.

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Die Welt des Balletts
von einer Kundin/einem Kunden am 09.11.2016

Von arietta Inhaltsangabe: In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet:... Von arietta Inhaltsangabe: In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen – und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt. Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen – Paris, London, später gar New York –, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms. Meine Meinung zur Autorin: Es ist schon mein 3. Roman von der Autorin Eva Stachniak und wieder hat sich mich verzaubert und mitgerissen mit ihrer Geschichte über die Familie Nijinsky , die es wirklich gab. Über den Werdegang der Familie, besonders zwei ihrer Kinder die auch beim Ballett landeten und berühmt wurden und auf den großen Brettern der Welt standen. Sie hat alles sehr Bild – und Glaubhaft geschildert. Die nur für das Ballett lebten und ihm alles opferten. Alles ist sehr Authentisch erzählt, die einzelnen Charaktere , Gefühle und Emotionen kamen gut rüber. Man erfuhr vieles über das Leben der beiden Geschwister. Ein Buch für alle die mehr über das Leben von Tänzern erfahren wollen. Zum Inhalt: Die Geschwister Waslaw , Bronia und ihr anderer Bruder sind vom Charakter sehr unterschiedlich. Waslaw ist gerade zu Ehrgeizig und besessen vom Ballett , eine Obsession kann man schon sagen, es fliegt ihm alles nur so zu, ein Naturtalent hatte ich das Gefühl. Bronia , dagegen muss sich alles erkämpfen, aber auch sie ist vom Ehrgeiz gepackt, schön das Waslaw sie so unterstützte und mit ihr Probte. Bronia und ihre Mitschülerinnen taten mir schon manchmal leid, diese Qualen , Proben, schmerzende Muskeln, blutig getanzte Füße und Entbehrungen. Der Neid der Ballettschüler untereinander wenn einer besser war und es nach oben schaffte. Die ganze Hierarchie an der Welt des Theaters kam sehr gut rüber. Das Leben damals Anfang des 20. Jahrhunderts. Die erste Liebe, Freude , Leid und Entbehrungen, konnte man Hautnah mit erleben. Die Mutter der Geschwister war immer für ihre Kinder da und förderte und unterstütze sie, ich muss sagen eine tolle Frau, die es wahrlich nicht leicht hatte mit ihrem Mann und dem anderen erkrankten Sohn.Ich fand es schön die Geschwister zu begleiten auf ihrem Weg zum Erfolg, auch wenn er hart und oft steinig war. Nur durch ihren Ehrgeiz und dem harten Training,schafften sie es auf die größten Bühnen der Welt, ob Moskau, Paris, London oder New York, eine ganze Welt lag ihnen zu Füßen. „ Ihre Große Liebe war der Tanz „ , ein Roman zum schwelgen und Träumen.

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Ein Leben für das Ballett
von einer Kundin/einem Kunden aus Beselich am 13.11.2016

„Harte Winter machen Bäume nur noch stärker. Die Ringe im Holz, die sich in schlechten Zeiten bilden, wenn der Baum ums Überleben kämpfen muss, sind fester als diejenigen, die unter günstigen Umweltbedingungen wachsen. Die Auserwählte, hat mein Bruder einmal gesagt, ist eine Kriegernatur, kein sterbender Schwan. Sie tanzt, damit... „Harte Winter machen Bäume nur noch stärker. Die Ringe im Holz, die sich in schlechten Zeiten bilden, wenn der Baum ums Überleben kämpfen muss, sind fester als diejenigen, die unter günstigen Umweltbedingungen wachsen. Die Auserwählte, hat mein Bruder einmal gesagt, ist eine Kriegernatur, kein sterbender Schwan. Sie tanzt, damit neues Leben möglich ist.“(S.567) Das Leben der Tänzerin Bronislawa Nijinsky steht im Mittelpunkt des Romans. In einem Rückblick erzählt die Ich-Erzählerin- die Tänzerin selbst- in ihrem Tagebuch auf ihrer Schiffsreise von London nach New York kurz nach Kriegsausbruch 1939 über die zurückliegenden Jahre. Den Leser erwartet eine detaillierte Schilderung ihrer Kindheit und Jugend als Tochter in einer Künstlerfamilie. Beide Eltern sind bzw. waren Tänzer. Ihre eigene harte Ausbildung zur Tänzerin in Petersburg steht immer im Schatten ihres hochtalentierten Bruders Waslaw, der auch als ihr Lehrmeister alles von ihr verlangt. Nach ihrer Ausbildung steht sie vor der Entscheidung, dem klassischen Ballett zu folgen oder gemeinsam mit ihrem Bruder eine neue Zeit für das europäische Ballett zu eröffnen. Ihr Lebens-und Berufsweg auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ist von vielen Schicksalsschlägen gekennzeichnet, von Aufs und Abs, die aber wie das Zitat oben bereits zeigt, eine äußerst starke Frau aus ihr macht. Das Buch sei einem ballettbegeisterten Leser empfohlen, denn hier sieht die Autorin den Schwerpunkt ihres Buches. Geschichtliche Ereignisse der ersten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts werden angedeutet, jedoch wenig in die Handlung eingebunden. Hier liegt in meinen Augen etwas die Schwäche des Buches. Diese mehr einzubinden und weniger Ballettszenen zu bieten, wäre eine Chance gewesen, die Figuren noch tiefer zu charakterisieren und ihre Authentizität zu erhöhen.

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Toller historischer Roman
von Alex am 13.11.2016

In der Familie Nijinsky gibt es nur ein Thema: das Ballett. Hierum dreht sich das ganze Leben der Familie. Die Kinder Bronislawa und Waslaw bewundern jeden Abend die Eltern in der Garderobe, vor dem Auftritt nervös und entspannt und gelöst danach. Es ist klar, dass der Weg beider Kinder... In der Familie Nijinsky gibt es nur ein Thema: das Ballett. Hierum dreht sich das ganze Leben der Familie. Die Kinder Bronislawa und Waslaw bewundern jeden Abend die Eltern in der Garderobe, vor dem Auftritt nervös und entspannt und gelöst danach. Es ist klar, dass der Weg beider Kinder an die kaiserliche Ballettakademie geht und vor allem Waslaw besser ist als alle anderen. Damit steht ihnen die ganze Welt offen, aber es erwartet sie nicht nur Ruhm und Rampenlicht. Das Cover ist sehr schön gestaltet und auch der Klappentext macht neugierig auf das Buch. Die Hauptakteure sind gut beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen. Auch in die damalige Zeit konnte ich mich durch die guten Beschreibungen hineinversetzen und alles gut nachvollziehen. Der Schreibstil von Eva Stachniak ist ansprechend und es macht Spaß, dank dem flüssigen Schreibstil, das Buch zu lesen. Ein schöner historischer Roman mit einer toll erzählten Familiengeschichte mit Höhen und Tiefen. Für mich ein lesenswertes Buch und eine tolle Umsetzung der Geschichte.

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Eine große Leistung
von genihaku am 12.11.2016

Bronia ist die Schwester des russischen Tänzers Waslaw Nijinski. Die Autorin Eva Stachniak hat Großes geleistet, indem sie mit viel Einfühlvermögen das Leben der Tänzerin wieder aufleben lässt. Sie zeigt uns Bronias Lebensweg von 1894 bis 1939, wie ihr Weg sie von Polen nach Russland, nach Paris und London,... Bronia ist die Schwester des russischen Tänzers Waslaw Nijinski. Die Autorin Eva Stachniak hat Großes geleistet, indem sie mit viel Einfühlvermögen das Leben der Tänzerin wieder aufleben lässt. Sie zeigt uns Bronias Lebensweg von 1894 bis 1939, wie ihr Weg sie von Polen nach Russland, nach Paris und London, nach Kiew und Wien und viel weiter führt. Biographie wird mit Fiktion gemischt und haucht Bronia wieder Leben ein, ihre Geschichte wirkt realistisch und authentisch. Mir gefällt wie ihr Los als Künstlerin beschrieben wurde, das ständige Dilemma zwischen Sicherheit und Freiheit eines künstlerischen Lebens, die Anstrengungen, sich als Frau zu behaupten und der Mut, Neues zu wagen. Bronias Liebe zur Kunst färbt auf den Leser ab, und nicht unbedingt die des Ballets, sondern auch der Dichtung oder der malerischen Kunst. Die Beschreibungen der Tänze kommen nicht zu kurz und werden faszinierend beschrieben. Auch der historische Kontext der Revolution und der Krieges wird nicht außer Acht gelassen, und leicht in die Geschichte mit eingewoben. Es liest sich wie ein wirkliches Leben und wird dadurch nicht langweilig. Besonders gefallen haben mir auch zwei Figuren: Djagilew zum einen und zum anderen Lewuschka. Beide sind mir ans Herz gewachsen. Ich habe schon ein anderes Buch der Autorin gelesen, den Winterpalast, und auch dort hat mich die Autorin sehr überzeugt von ihrem Können, real wirkende Lebenswege zu skizzieren. Doch es gibt einige Dinge, die mich an diesem Buch gestört haben: Der Einstieg fiel mir etwas schwer, Waslaw spielte am Anfang eine wichtige, präsente Rolle, die im Verlauf des Buches immer schwächer und lückenhaft wurde, sodass ich das Gefühl hatte, Waslaws Geschichte käme am Ende zu kurz. Das würde ich generell über das Ende sagen: es war zu schnell und kurz, fühlte sich abgehakt an, als müsste die Autorin schnell zum Ende kommen, und es verwirrte mich zum Teil, was genau nun wo geschah. Für alle LeserInnen, die sich für Ballett und Kunst interessieren, Russland und Geschichte und den Lebensweg einer starken Frau mitverfolgen möchten, ist dies ein gelungenes Buch mit einem sehr einnehmenden Schreibstil.

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Einblick in die Welt des Balletts
von Minnie aus Wien am 10.11.2016

In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um Ballett. So ist es natürlich klar, wohin der Weg für die Kinder führt: Ballett und Tanz. Vaslav ist besonders begabt und gilt bis heute als wichtiger Balletttänzer. Aber auch den Wahnsinn hat er von seiner Familie vererbt bekommen – er... In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um Ballett. So ist es natürlich klar, wohin der Weg für die Kinder führt: Ballett und Tanz. Vaslav ist besonders begabt und gilt bis heute als wichtiger Balletttänzer. Aber auch den Wahnsinn hat er von seiner Familie vererbt bekommen – er hat eine sehr labile Persönlichkeit. Auch seine Schwester Bronislava ist eine berühmte Ballerina. Die Geschichte wird von Bronislava erzählt, und man bekommt einen Einblick, wie Nahe sich Erfolg und Wahnsinn und Leid wirklich stehen. Auch geht sie darauf ein, dass sie nicht mit dem gleichen Talent wie ihr Bruder gesegnet ist – was für sie eine schwierige Situation und die Frage nach dem Lebensinhalt bedeutete. Das Buch bietet somit einen tollen Einblick, und man merkt, was sich hinter dem Erfolg und Ruhm noch verbirgt. Des Weiteren ist die Geschichte gut erzählt – der Schreibstil des Autors ist dank der vielfältigen Sprache sehr angenehm zu lesen und man kann sich gut in die Geschichte hineinversetzen. Ich finde auch, dass man einen tollen Einblick in die Situation von Bronislava erhält, und man richtig mit ihr mitfiebert. Das Cover des Buches ist toll geworden, und passt meiner Meinung nach gut zu der Geschichte. Das Cover würde mich auch im Buchhandel anregen, das Buch in die Hand zu nehmen. In der Mitte gab es eine Stelle, an der es etwas schleppend war und die Geschichte bzw. meine Neugier etwas abgeflacht ist, und ich etwas die Leselust verloren hatte – aber das hat sich dann ziemlich schnell wieder geändert und es ging flüssig weiter. Das Buch vermittelt einen tollen Einblick in die Welt des Balletts – eine für mich bis dato unbekannte Welt. Aber die Geschichte hat mich gepackt. Ich glaube, Freunde des Balletts werden dieses Buch lieben und speziell dieser Zielgruppe kann ich das Buch ganz klar empfehlen, sowie natürlich allen Leuten, die diesen Themenbereich näher kennenlernen wollen und bis dato noch nicht die Gelegenheit dazu hatten.

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Nur die Schwester des Tänzers?
von einer Kundin/einem Kunden aus Goch am 20.11.2016

Im Oktober 1939 ist die Choreografin Bronislawa Nijinska wieder einmal mit ihrer Familie unterwegs zu neuen Ufern. Anlässlich der langen Überfahrt von London nach New York lässt sie ihr Leben noch einmal Revue passieren und schreibt ihr aufregendes und aufreibendes Leben als Tänzerin, Schwester eines großen Tänzers und erfolgreicher... Im Oktober 1939 ist die Choreografin Bronislawa Nijinska wieder einmal mit ihrer Familie unterwegs zu neuen Ufern. Anlässlich der langen Überfahrt von London nach New York lässt sie ihr Leben noch einmal Revue passieren und schreibt ihr aufregendes und aufreibendes Leben als Tänzerin, Schwester eines großen Tänzers und erfolgreicher Choreografin in ihr Notizbuch. Ihr Leben war von Anfang an mit Tanz ausgefüllt. Schon ihre Eltern waren beide leidenschaftliche Tänzer, die ihr Leben dem Ballett gewidmet haben. Ihre drei Kinder, Waslaw, Bronia und Stannis wurden von Klein auf entsprechen gefördert und gefordert. Stannis zerbricht daran. Waslaw wird noch während seiner Ausbildung in der Kaiserlichen Ballettschule zum gefeierten Star. Bronia folgt ihm auf diese berühmte Schule mit dem festen Willen ihm nachzueifern und mit gnadenloser, harter Arbeit ihm ebenbürtig zu werden. Fast gelingt es ihr, aber Genie und Wahnsinn sind leider nur durch eine sehr dünne Grenze getrennt. Während sie als gefeierte Tänzerin und Choreografin mit neuer Form und Ausdrucksweise im Ballett brilliert, kämpft der Gott des Tanzes mit seinem Geist. Eva Stachniak hat eine wunderbare Geschichte für uns entdeckt und erzählt. Sie bringt uns in diesem Roman das russische Ballett mit all seinen Facetten, Intrigen und der gnadenlosen Arbeit der Akteure näher. Der Glaube an den perfekten Tanz, das harte Training und die zerschundenen Füße hat man hautnah erspüren können. Die Sprache und die Art des Erzählens, die Rückblenden und Reflektionen haben mich von Anfang an fasziniert. Leider ließ meine Begeisterung und auch die begeisternde Erzählweise immer mehr nach. Im zweiten Drittel des Buches hatte ich den Eindruck, dass der Erzählerin, also Bronia, die vielen Ortswechsel, Intrigen, politischen Seitenwechsel zu viel wurden. Ich hatte das Gefühl, dass sie nur noch erschöpft die vielen Ereignisse aufzählt und leidenschaftslos berichtet. Sie trennte sich von ihrem untreuen Ehemann. Sie kämpft gegen althergebrachte Vorstellungen im Ballett. Sie muss aufgrund der russischen Revolution immer wieder an neuen Orten von vorne anfangen und bewies immer wieder große Leidenschaft für den Tanz, aber ich vermisste diese Leidenschaft in der Erzählung, so dass ich mich trotz rasanter Handlung und leidenschaftlichen Tanz durch die Seiten quälen musste. Letztlich entstand aber ein grandioses Bild einer Familie, die sich völlig dem Ballett gewidmet hat und deren beide Kinder die Welt des russischen Balletts verändert und vorangetrieben haben.

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Die Geschichte der Nijinskys
von spozal89 am 15.11.2016

Die Familie Nijinsky ist eine wahre russische Ballett-Familie. Sowohl die Eltern, als auch für die Kinder ist tanzen das wichtigste im Leben. Waslaw ist der Älteste der drei Kinder und schafft es als erster auf die kaiserliche Ballettschule, Bronia, die jüngste der drei eifert ihrem Bruder selbstverständlich nach und... Die Familie Nijinsky ist eine wahre russische Ballett-Familie. Sowohl die Eltern, als auch für die Kinder ist tanzen das wichtigste im Leben. Waslaw ist der Älteste der drei Kinder und schafft es als erster auf die kaiserliche Ballettschule, Bronia, die jüngste der drei eifert ihrem Bruder selbstverständlich nach und auch sie schafft es zwei Jahre später auf die Schule. Für Stassik dagegen ist tanzen ein Graus und während Bronia und Waslaw wie wild trainieren, wird dieser in ein Sanatorium wegen Geisteskrankheit eingeliefert. Doch daran soll der Tanzergeiz nicht scheitern und so trainieren die beiden wie wild weiter. Waslaw ist für Bronia ein wahres Vorbild und Waslaw wird mit seiner Tanzkunst weltberühmt. Moskau, Paris, London und noch viele weitere Städte werden in Waslaws Ballettwelt gezogen. Bronia schafft es zwar auch in die Ballettgruppe von Waslaw, allerdings steht sie beim tanzen immer im Schatten ihres Bruders. Doch der Ruhm und der Reichtum, den der Erfolg mit sich bringt ist nicht immer leicht und Waslaw scheint der Erfolg zu Kopf zu steigen. Wird Bronia es schaffen, ebenfalls so erfolgreich zu werden und sich von ihrem Bruder zu lösen? "Die Schwester des Tänzers" war der erste Roman, den ich von der Autorin Eva Stachniak gelesen habe. Leider muss ich sagen, bin ich doch ein wenig enttäuscht. Der Klappentext und aus das Thema Ballett interessieren mich total, da ich in meiner Kindheit selbst viel getanzt habe. Die Umsetzung war dann in meinen Augen leider nichts. Der Schreibstil hat mir nicht gefallen und ich hab mich wirklich schwer getan in die Geschichte einzufinden. Die vielen russischen Namen und Ausdrücke haben dies noch verstärkt. Auch fand ich den Roman doch recht langatmig und es hat sich in meinen Augen doch recht gezogen. Daher habe ich mich durch die Seiten kämpfen müssen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Bronia erzählt, aber ich konnte mich weder mit ihr als Protagonistin, noch mit irgendjemand anderem richtig anfreunden. So viele Personen tauchten auf, mal mit russischen Namen, dann wieder mit Spitznamen, dass ich schnell den Überblick verloren habe, wer wer ist. Mit Waslaw konnte ich auch nichts anfangen und fand ihn doch recht sonderbar. Leider bin ich anhand der Leseprobe mit anderen Erwartungen an das Buch ran gegangen. An sich auf jedenfall ein interessantes Buch rund um Ballett und um die Zeit von 1900 - 1939 und für viele sicher genau das richtige Buch. Aber da mir wie gesagt die Umsetzung nicht gefallen hat, kann ich nur drei Sterne vergeben.

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Geschichte des russischen Ballett's
von kessi am 11.11.2016

Die Schwester des Tänzers ist ein Roman von Eva Stachniak, die den Leser in die Welt des Ballett's entführt. Das Buch ist auf gut recherchierte Fakten aufgebaut. verwoben mit der Fantasie der Autorin. 1939 begibt sich Bronia mit ihrer kleinen Familie, Eheman und Tochter, mit dem Schiff nach New York.... Die Schwester des Tänzers ist ein Roman von Eva Stachniak, die den Leser in die Welt des Ballett's entführt. Das Buch ist auf gut recherchierte Fakten aufgebaut. verwoben mit der Fantasie der Autorin. 1939 begibt sich Bronia mit ihrer kleinen Familie, Eheman und Tochter, mit dem Schiff nach New York. Während dieser Reise beginnt Bronia ihr bisheriges Leben in ein Tagebuch zu schreiben. Alles in der Familie Nijinsky dreht sich um das Ballett. Sie ist die Tochter eines polnischen Tänzerehepaares und hat noch zwei Brüder, Stassik und Waslaw die um 1900 in Sankt Petersburg aufgewachsen sind. Von vornherein ist ihr Leben als Tänzerin und Tänzer vorbestimmt. Es ist ein Leben, was von vom harten Training bestimmt ist. Zu ihrem Bruder Waslaw hat sie ein ganz besonderes Verhältnis. Dieser verzaubert alle mit seiner Ballett Kunst. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Waslaw wird krank und Bronia bekommt ein Kind. So entschließt sie sich als Choreographin ihr Geld zu verdienen . Interessant fand ich die Welt des russischen Ballett's kennenzulernen, ebenso Einblicke in den ersten Weltkrieg. Auch das Familienleben wird geschildert, wo es um Zusammenhalt, Liebe aber leider auch den Tod geht. Ich hatte mich im Netz noch ein wenig über das Leben von Bronislawa Nijinsky zusätzlich belesen. Wie sie ihr Leben als Tänzerin und Choreographin verbracht und erlebt hat. So finde ich, dass das Buch nicht ganz dem Leben von Bronislawa Nijinsky gerecht wird.Für alle Liebhaber der russischen Zeitgeschichte um 1920, und des russischen Ballett's ist dieses Buch ein kleines Schmankerl. Das Cover finde ich wunderschön gestaltet. Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, bin ich mit mehr Erwartungen an das Buch heran gegangen. So bin ich nicht ganz zufrieden auch wenn der Schreibstil flüssig ist, ist er doch ein wenig ungewöhnlich.

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Die Liebe zum Tanz
von Ele am 10.11.2016

Die Schwester des Tänzers, von Eva Stachniak erschienen im Insel Verlag, 567 Seiten, ist eine Familiengeschichte um die Russische Tänzer-Familie Nijinski. Bis heute gilt Waslaw Nijinsky als einer der bedeutendsten russischen Balletttänzer seiner Zeit. Das Talent wurde ihm bereits in die Wiege gelegt. Nijinsky wurde 1889 als Sohn eines Tänzers und... Die Schwester des Tänzers, von Eva Stachniak erschienen im Insel Verlag, 567 Seiten, ist eine Familiengeschichte um die Russische Tänzer-Familie Nijinski. Bis heute gilt Waslaw Nijinsky als einer der bedeutendsten russischen Balletttänzer seiner Zeit. Das Talent wurde ihm bereits in die Wiege gelegt. Nijinsky wurde 1889 als Sohn eines Tänzers und einer Tänzerin geboren, auch seine jüngere Schwester Bronislava war eine berühmte Ballerina und Choreographin. Schon sehr früh lernten die Geschwister Bronia, Waslaw und Stassik von ihren Eltern, die beide Tänzer waren, schweißtreibende schmerzhafte Anstrengung bis zur Erschöpfung und dabei auf die Gunst des Publikums angewiesen zu sein. Waslaw und Bronia sind beide sehr talentiert und fleißig und werden an der kaiserlichen Ballettschule in St. Petersburg aufgenommen, dabei macht es den Anschein als ob Bronia die etwas weniger talentierte der Geschwister wäre, was sie durch Mühe und Fleiß erreichte fiel ihrem Bruder durch seine außerordentliche Begabung leichter. Schon sehr früh trennten sich die Eltern und Stassik war durch einen Unfall behindert und musste in einer Anstalt aufgenommen werden. Nach der Ballettschule bekamen beide eine Anstellung am Marijinski Theater, wechseln bald zu Balletts Russes und die Reise von Engagement zu Engagement beginnt. Schon früh nennt man Waslaw den „Gott des Tanzes“. Beide erschaffen mit eigenen Choreografien die moderne Art des russischen Balletts. Nachdem Waslaw dem Wahnsinn verfällt, wechseln bei seiner Schwester Erfolge und Misserfolge privat wie auch beruflich. Letztendlich hat sie noch einige schwere Schicksalsschläge zu verkraften. Bronia beeindruckt mich als Person sehr stark. Schon früh stellte sie fest, an der Seite meines Bruders wachse ich über mich hinaus, obwohl sie immer in seinem Schatten stand und die Schwester von - du weißt schon wem – war. Und wenn sie noch so tief am Boden zerstört war hat sie sich aus eigener Kraft wieder hochgebracht. Waslaw dagegen war es gewohnt, auch durch sein außerordentliches Talent, dass ihn manches einfach so zuflog, sogar die Schulaufgaben erledigte seine jüngere Schwester für ihn. Er war der Gott des Tanzes, der Star von Paris und seine Sprungtechnik war einzigartig. Durch seine mutigen Choreographien hat er dem modernen russischen Ballett eine entscheidende Richtung gegeben, bis heute ist der Name Nijinsky daher ein Synonym für perfekte Tanzkunst. Stachniak beweist hier, dass sie einen sehr flüssigen Schreibstil hat. Durch die vielen russischen Namen, war es für mich jedoch stellenweise schwierig, den Überblick zu behalten. Die Politische Lage, bzw. die geschichtlichen Hintergründe hätten mehr sein dürfen. Die Ermordung von Zar Nikolaus II. und seiner Familie z.B. wurde mit einem Satz abgehandelt. Der Spannungsbogen wird allgemein etwas flach gehalten, die Erzählung plätschert so dahin.Ich war aber jederzeit in der Lage den Überblick in der Handlung zu behalten. Dadurch, dass die Autorin wörtliche Rede verwendet, und Russische bzw. Polnische Phrasen, sowie Fachbegriffe kursiv geschrieben sind, ist die Geschichte doch recht lebendig gestaltet. Es handelt sich hier um eine personelle Ich-Erzählung aus der Sicht von Bronislawa. Der Plot ist in 7 Teile geteilt. Jedes Kapitel beginnt kurz mit der aktuellen Zeit auf der Überfahrt von Europa nach Amerika, dem folgt ein Rückblick auf eine Zeitspanne von ca. 10 Jahren. Ganz toll fand ich, dass von Zeitgenossen die Rede war, die die damalige Zeit geprägt haben und die auch heute noch bekannt sind, wie Rachmaninow, Strawinsky, Chaplin, Rasputin, die Pawlowa uvm. Ich habe die beiden Bestsellerromane von Eva Stachniak, über die russische Zarin Katharina die Große, ebenfalls gelesen und muss feststellen, dass die Schwester des Tänzer das schwächste Buch der Autorin ist. Für Leser die sich für die Geschichte Russlands zu Beginn des 20. Jahrhundert interessieren ist dieser Band eher ungeeignet. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für die Liebhaber des klassischen oder modernen russischen Balletts.

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Enttäuschend
von einer Kundin/einem Kunden aus Nittendorf am 09.11.2016

Das Ehepaar Nijinsky ist ein berühmtes Ballett Tänzepaar , für die beiden das Ballett ist das Leben und in diese Sinne sind die drei Kinder von Ihnen erzogen- Bronislawa, Waslaw und Stanislaw, aber nur Bronia und Waslaw schaffen auf der kaiserliche Ballettakademie , Stanislaw nach einen Unfall kann nicht... Das Ehepaar Nijinsky ist ein berühmtes Ballett Tänzepaar , für die beiden das Ballett ist das Leben und in diese Sinne sind die drei Kinder von Ihnen erzogen- Bronislawa, Waslaw und Stanislaw, aber nur Bronia und Waslaw schaffen auf der kaiserliche Ballettakademie , Stanislaw nach einen Unfall kann nicht weiter tanzen. Die Geschwister sind sehr erfolgreich, besonders Waslaw und die Bühnen auf die ganzen Welt stehen von die beiden offen... Die Geschichte ist geschrieben aus der Sicht von Bronia und sie habe ich am meisten in die Geschichte gemocht, sie steht ein bisschen im Schatten von ihr Bruder Waslaw , sie erzählt über die Treninge und nimmt uns in verschiedene Ballettsalen wo werden die Pirouetten und die Sprünge dauernd geübt, fast bis zum Umfallen. Ballett ist ein Tanz für welche die Ausdauer und Geduld notwendig sind und ehrlich gesagt die Geduld beim lesen hat mir gefehlt , immer wieder das gleiche Übungen, immer wieder erfolgreicher Eintritte - langatmig und zäh. Der Schreibstil hat mir gut gefallen - flüssig, angenehm zu lesen mit vielen wunderschönen Beschreibungen von die Schauplätzen zum Beispiel im Sankt Petersburg, London , Paris , auch die Personen sind gut ausgebaut, die Gefühle sind spürbar und die verschiedene Stimmungen sorgen für abwechslungsreiche Atmosphäre. Ich habe von diesen Buch erwartet mehr von die historischen Ereignissen und mehr aus den Alltag von damals, aber leider hier dreht sich alles nur um Ballett. Das war mein erste Buch von Eva Stachniak, aber leider hat mich überhaupt nicht überzeugt, ich glaube das ist gute Buch nur für die Entuziasten von klassischen Ballett.

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Ein Leben für das Ballett
von sommerlese am 04.11.2016

1900: Das polnische Ehepaar Nijinsky ist ein Tänzerpaar, das in Sankt Petersburg am Ballets Russes auftritt. Ihre Kinder Bronislawa Nijinska und Waslaw Nijinsky werden von den Eltern von klein auf gedrillt und treten in ihre Fussstapfen, während ihr Sohn Stanislaw nach einem Unfall eine Behinderung hat. Bronia und Waslaw... 1900: Das polnische Ehepaar Nijinsky ist ein Tänzerpaar, das in Sankt Petersburg am Ballets Russes auftritt. Ihre Kinder Bronislawa Nijinska und Waslaw Nijinsky werden von den Eltern von klein auf gedrillt und treten in ihre Fussstapfen, während ihr Sohn Stanislaw nach einem Unfall eine Behinderung hat. Bronia und Waslaw zeigen großes Talent und werden an der kaiserlichen Ballettakademie ausgebildet. Danach haben sie Engagements auf den großen Bühnen der Welt. Dies ist mein erster Roman der Autorin Eva Stachniak und da ich Ballettaufführungen liebe, hoffte ich auf einen wunderbaren historischen Roman über eine bekannte Tänzerin. Leider konnte mich dieser Roman nicht so packen. Manche Abschnitte sind ganz interessant zu lesen, wie Informationen zum klassischen Ballett, andere Sequenzen jedoch recht erscheinen sehr banal und langweilig. Ich war oft versucht, hier quer zu lesen, habe mich dann aber durch das Buch gemüht. Viele Lebenseinblicke dieser Tänzerin gehen mir nicht unter die Haut, auch wenn hier eine Frau und ihre teilweise schwierigen Lebensumstände beschrieben werden. Man kommt dieser Person nicht richtig nah. Die Emotionen und Gedanken, die mich als Leser sonst berühren, fehlen hier völlig. Die Rolle der Frau in dieser Zeit wird nur auf den zweiten Blick deutlich, als Tänzerin waren Frauen auch früher schon Ausnahmeerscheinungen. Bronia jedoch wechselt von der gefeierten Tänzerin zur Ehefrau und Mutter. Ein Bruder, der schwul zu sein scheint, dann aber überraschend heiratet, so etwas war unter Tänzern sicherlich auch nicht unüblich. Der kranke Bruder im sogenannten Sanatorium war in Wahrheit eher in einer Irrenanstalt untergebracht, wie Bronia es selbst formuliert. Die drei Geschwister machen schon früh die Trennung der Eltern mit. Einige Jahre hält der Vater den Kontakt noch aufrecht, dann bricht er ab. Man kann nur mutmaßen wieso. Es gab eine Unterredung zwischen Waslaw und seinem Vater, der Sohn hatte keinerlei Respekt vor ihm, was in der Trennung begründet war. Der schön erzählende Schreibstil ist das Positive dieses Romans. Man erlebt die verschiedenen Stimmungen der Figuren, die Schauplätze in Sankt Petersburg, London, Paris und anderswo lebendig mit. Auch die interessanten Einblicke in das Tänzerleben haben mir gefallen. Wie Tänzer ihr ganzes Leben und Sein auf diese Bestimmung ausrichten, ist schon beachtlich. Die verwendeten Begriffe der Tanzpositionen und Figuren sind für Ballettkenner sicherlich sehr aussagekräftig. Ich habe sie nur so hingenommen und konnte nicht viel damit anfangen. Bei der Handlung wird chronologisch vorgegangen. Dennoch verliert man beim Lesen der vielen Details manchmal den Überblick. Einige zähflüssige Passagen machen es manchmal ziemlich anstrengend, dem Handlungsverlauf zu folgen. Denn die Figuren sind mir weder sympathisch, noch kann ich mich tief in sie hinein denken. Dieser Roman ist für Ballett-Fans eine interessante Lektüre und wer sich über die Tänzerin Bronislawa Nijinska informieren möchte, ebenfalls.

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Rein Informativ ein Gewinn, auf erzählerischer und emotionaler Ebene eher weniger überzeugend.
von Wedma am 09.11.2016
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch-Download

„Die Schwester des Tänzers“ ist ein Frauenroman, der sich gründlicher Recherchen über die einst berühmte Familie Nijinsky und Künstlermilieu in Russland Anfang des XX Jh. bedient, jedoch kraft mangelnder Fertigkeit, die Leser auch emotional zu bewegen, nicht so recht überzeugen kann. Es gibt zwei Zeitebenen. 1939 schreibt Blonislawa Nijinska, etwa... „Die Schwester des Tänzers“ ist ein Frauenroman, der sich gründlicher Recherchen über die einst berühmte Familie Nijinsky und Künstlermilieu in Russland Anfang des XX Jh. bedient, jedoch kraft mangelnder Fertigkeit, die Leser auch emotional zu bewegen, nicht so recht überzeugen kann. Es gibt zwei Zeitebenen. 1939 schreibt Blonislawa Nijinska, etwa Mitte vierzig, während der langen Schiffsüberfahrt in die USA ihre Erinnerungen ins Tagebuch. Sie denkt an ihre Kindheit zurück, an ihre Familie, an ihre Mutter, die als junges Mädchen mit ihren Schwestern nach Russland aus Polen gekommen war und als Tänzerin ihr Geld verdiente, an ihren Vater, der ebenfalls als Profi-Tänzer seinen Lebensunterhalt bestritt, an ihren hochbegabten Bruder Waslaw, dem keiner etwas im Tanz vormachen konnte, und auch über sich selbst als kleines Mädchen und junge Frau. Die damalige Zeit, was es hieß, in Russland als eine Künstlerfamilie zu leben, die Ideale der Kindheit, in die angesagte, vom Zaren unterstützte Tanzschule zu schaffen und dort die besten Ergebnisse zu erzielen, werden detailliert vor Augen der Leser ausgebreitet. Die eigentliche Geschichte ist in Rückblenden, chronologisch in Zeitabschnitte aufgeteilt, wie z.B. 1894-1900, 1900-1908, etc. erzählt worden. Ins Jahr 1939 wird nur kurz zurückgekehrt. Dort passiert auch nicht viel, höchstens Bronjas Sorge, ob sie heil ankommen und auch angenommen werden, bleibt davon im Gedächtnis. Erst scheint, dass Bronja allein fährt, aber nach und nach stellt sich heraus, dass sie auch weitere Familienmitglieder dabei hat. Im Grunde ist es die Geschichte der Künstlerin und ihrer Familie, denn Bronja war auch selbst eine begabte Tänzerin und später Choreografin, die mit ihrer Arbeit Profis wie Laien überzeugte. Bronja ist eine bodenständige Frau, die ihren praktisch orientierten Verstand und ihr Können täglich einsetzt und das Überleben ihrer Familie sichert. Als Kontrast zu ihr steht ihr hochbegabter und allerseits bewunderter Bruder. Zu genial, um zumindest sein eigenes Leben und sein Genie in die produktiven Bahnen zu lenken. Das sich im Laufe der Jahre ändernde Verhältnis zu ihrem Bruder ist recht deutlich herausgekommen. Auch der Konflikt Waslaws mit seinem Vater ist ebenso bildhaft rübergebracht worden. Es ist eben eine oft tragische Geschichte voller zwischenmenschlicher Konflikte. Viele bekannte Namen fallen im Laufe der Erzählung: Anna Pavlova, Tamara Karsavina, die prima Balerinas der damaligen Zeit, Fjodor Shaljapin, der berühmte russische Sänger, der mit seiner tiefen Stimme damals ganz Europa bezauberte, Sergej Diagilev, Manager und Freund des jungen Waslaw Nijinsky, Igor Strawinsky, der berühmte rus. Komponist, uvm. Was kunsthistorischen Gehalt angeht, ist der Roman recht interessant und lesens-/hörenswert. Er gibt tiefe Einblicke ins Künstlermilieu der damaligen Zeit, führt vor Augen, was es eigentlich hieß, das Leben dem Tanz und der Kunst zu widmen, was es für Bronja bedeutete, einen genialen Bruder zu haben und oft in seinem Schatten zu stehen, wobei sie selbst auch hochtalentiert war und harte Arbeit nie gescheut hatte. Solche Fragen wie Freundschaft, Liebe, Familienzusammenhalt, Verantwortung fürs Leben anderer übernehmen, Kinderkriegen, aber auch Kindertod, Schuldzuweisungen, familiärer Zwist, uvm. werden vor Augen der Leser/Hörer ausgebreitet. So gesehen ist es ein typischer Familienroman. Aber von der Seite der Fertigkeit, eine mitreißende Geschichte zu erschaffen, die einen voll und ganz in die eigenen Banne zieht, konnte mich „Die Schwester des Tänzers“ nicht ganz überzeugen. An mehreren Stellen kam sie mir recht langatmig vor. Ein in die Tage gekommenes Pferdchen, das seine Last nur langsam und mit Müh über die holprige Straße zieht, stand mir dabei oft vor meinem inneren Auge. Großes erzählerisches Talent kann ich bei Eva Stachniak nicht erkennen. Der Versuch, diesen Mangel durch analytische Vorgehensweise auszugleichen, scheitert oftmals. Auch rein technisch ist einiges an Potential verschenkt worden. Diese bemerkenswerte Distanz zu ihrer Heldin hat viel an emotionalem Gehalt im Sand versickern lassen. Sollte diese unterkühlte Besonnenheit etwa den Charakter von Bronja wiedergeben? Oder ist es einfach Mangel an eigenem Esprit, der recht deutlich zutage tritt? Dass „Die Schwester des Tänzers“ den Anforderungen eines Frauenromans entsprechen sollte und das Bestreben, das wohl recherchierte Material in diesen Rahmen zu quetschen, hat dem Ganzen nicht so gut getan: Es hat den Roman u.a. deutlich verflacht. So war viel öfter von den Speisen und Getränken zu hören, die zu dieser und jener Zeit auf den Tisch befördert wurden, als von den tiefgreifenden historischen Ereignissen, die es gar nicht mal wenige in der beschriebenen Zeitspanne gab. Diese waren zwar erwähnt worden, aber so dargestellt, dass sie eher blass als Rahmen der Handlung im Hintergrund schimmern. Das Augenmerk sollte wohl aufs Familiäre gelegt werden. Ich habe den Roman als Hörbuch kennengelernt. Gabriele Blum hat ganz gut vorgelesen. Sie hat Bronja ihre Stimme gegeben und sich große Mühe gemacht, die Geschichte unterhaltsamer und lebhafter zu präsentieren. Dies ist ihr auch größtenteils gelungen, aber ganz konnte sie dem Text seine Eintönigkeit und den Berichterstattungscharakter nicht wegnehmen. Auch an der authentischen Aussprache der slawischen Namen und Begriffe hätte man noch arbeiten können. Stellenweise konnte ich akustisch nicht verstehen, was gemeint war, dann stelle sich heraus, es ging z.B. um den Namen von Bronjas Freundin in der Tanzschule, der (mangels besseren Wissens?) recht abenteuerlich gesprochen wurde. Insg. fand ich es gut, dass ich „Die Schwester des Tänzers“ in der Hörbuchversion hatte, denn es ist eine nette Begleitung bei langen Zugfahrten, heimischem Werkeln oder Ausdauersport. Fazit: Eine durchaus interessante Geschichte der hochbegabten Tänzerin und Choreografin Bronislawa Nijinska, die man gerne kennenlernen sollte, wenn man sich für das Leben der Tänzer am Anfang des 20.Jh in Russland interessiert und etwas vom Geist der damaligen Zeit auf sich wirken lassen möchte. Auf rein informativer Ebene ist das Buch ein Gewinn. Auf emotionaler Ebene kann es nicht überzeugen. Als Hörbuch wirkt die Geschichte viel ansprechender und unterhaltsamer. Hörbuch. Gekürzte Lesung. 8 CDs, ca. 597 Minuten. Hörbuch Hamburg Verlag.

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