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Die Spionin

Roman

(44)

Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in
ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margarethe Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so gleichsam zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich - erotisch wie politisch - auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

Rezension
Kai Lohnert, Literaturexperte Thalia:
Die Tänzerin Mata Hari, die während des Ersten Weltkrieges als Spionin für den deutschen Geheimdienst arbeitete und deswegen von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt wurde, hat mich immer schon fasziniert. Nun hat sich der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho dem Mythos dieser schillernden Frau, die eigentlich Margaretha Zelle hieß und in den Niederlanden aufwuchs, literarisch angenommen. In seinem neuen Roman „Die Spionin“ versucht Coelho zu ergründen, wer diese geheimnisvolle Frau war, die mit ihrer Idee von Freiheit und Leben schon früh die ersten Feministinnen inspirierte und die vielen als das Idealbild einer Femme fatale entsprach. Ich bin kein Fan von Coelho. Aber in diesem Buch versteht er es wirklich meisterlich, das bewegte Leben dieser geheimnisvollen Frau dramaturgisch interessant über viele Jahrzehnte hinweg nachzuerzählen. Dabei ergibt sich für den Leser eine vielschichtige Interpretationsmöglichkeit von Zelles Lebensverständnis.
Portrait
Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane, insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Elf Minuten‹ und zuletzt ›Untreue‹, sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 210 Millionen Exemplaren. Seine Reflexionen und die Themen seiner Bücher regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 23.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-06977-8
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 188/125/25 mm
Gewicht 259
Originaltitel A Espiã
Auflage 1
Verkaufsrang 67
Buch (gebundene Ausgabe)
19,90
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
44 Bewertungen
Übersicht
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Das Leben von Margaretha Zelle
von einer Kundin/einem Kunden aus Korschenbroich am 06.12.2016

Der unnachahmliche Autor Paulo Coelho schreibt in seinem Buch „Die Spionin“ über das Leben von Margaretha Zelle, bekannt auch als Mata Hari (javanisch: Auge des Tages = Sonne). Er schlüpfte in ihre Haut und erzählt in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis das beeindruckende und außergewöhnliche Leben... Der unnachahmliche Autor Paulo Coelho schreibt in seinem Buch „Die Spionin“ über das Leben von Margaretha Zelle, bekannt auch als Mata Hari (javanisch: Auge des Tages = Sonne). Er schlüpfte in ihre Haut und erzählt in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis das beeindruckende und außergewöhnliche Leben dieser starken und sagenhaften Frau. Ich Mutter starb als sie noch sehr jung war, daraufhin schickte der Vater sie zu Verwandten welche die Erziehung übernehmen sollten. Doch in der Schule, die sie dort besuchte und in der sie als Kindergärtnerin ausgebildet werden sollte, wurde sie (und auch weitere Mädchen) von dem Schuldirektor vergewaltigt. Als junge Frau wollte sie frei sein doch nach Ihrer Hochzeit mit einem viel älteren Offizier ging es ihr schlimmer wie vorher. Mit diesem Mann in Java / Niederländisch-Indien lebend entdeckte die Niederländerin aber ihre Liebe zum Tanzen. Doch es kam der Tag X an dem sie es dort nicht mehr aushielt und sich entschied zurück nach Holland zu gehen. Von dort aus ging es dann für sie aber weiter nach Paris wo sie durch Beziehungen auch die Chance hatte eine berühmte Tänzerin zu werden. Doch dann kam es zum ersten Weltkrieg und Mat Hari ließ sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein. Ein wunderbares Buch welches mich sehr in seinem Bann gezogen hat. Paulo Coelho hat einen einzigartigen Schreibstil und er schafft es immer wieder seine Leser zu überzeugen. Das besonders gut gelungene Cover zeigt die attraktive Mata Hari mit ihrem exotischen Kopfschmuck und den oberen Teil vom Tanzkostüm. War diese junge Frau wirklich eine Spionin oder wurde sie einfach nur ein Opfer der Zeit??

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Die Spionin
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 05.12.2016

Anhand eines fiktiven Briefes geschrieben von Margaretha MacLeod geborene Zelle an ihre Tochter, die jedoch unter ihrem Künstlernamen Mata Hari weitaus bekannter ist, erfahren wir wie ihr Leben verlaufen ist. Mata Hari schreibt aus der Gefängniszelle heraus wie sie versucht hat, aus dem eintönigen Leben in einem kleinen niederländischen... Anhand eines fiktiven Briefes geschrieben von Margaretha MacLeod geborene Zelle an ihre Tochter, die jedoch unter ihrem Künstlernamen Mata Hari weitaus bekannter ist, erfahren wir wie ihr Leben verlaufen ist. Mata Hari schreibt aus der Gefängniszelle heraus wie sie versucht hat, aus dem eintönigen Leben in einem kleinen niederländischen Ort herauszukommen. Die Heirat und Umsiedelung nach Niederländisch-Ostindien und die Geburt ihrer Tochter brachten jedoch genau das Gegenteil, sie fühlte sich eingesperrt und verließ Mann und Kind. Mit ihren Tanzdarbietungen - hauptsächlich in Paris - und vielen Männerbekanntschaften erhielt sie einen zweifelhaften aber auch glamourösen Ruf. Paulo Coelho ist es gelungen, mit leicht lesbarer und hoch interessanter Sprache das Leben und den Tod Mata Haris zu beleuchten. Äußerst gelungen!

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Eine bemerkenswerte Frau, ein bewegendes Schicksal
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 02.12.2016

Das Buch beginnt mit den ergreifenden Details der Hinrichtung Mata Haris. Sie faszinierte die Männer. Doch diese waren es auch, die nach ihrem Tod schrien. Wenn zwei (Mann oder Frau) das gleiche tun, ist es längst noch nicht dasselbe. Das wird am Beispiel des bewegenden Schicksals von Margarethe Zelle alias... Das Buch beginnt mit den ergreifenden Details der Hinrichtung Mata Haris. Sie faszinierte die Männer. Doch diese waren es auch, die nach ihrem Tod schrien. Wenn zwei (Mann oder Frau) das gleiche tun, ist es längst noch nicht dasselbe. Das wird am Beispiel des bewegenden Schicksals von Margarethe Zelle alias Mata Hari nur allzu deutlich. Sie war ihrer Zeit voraus und damit auch dem damaligen Rollenbild und Sittenverständnis der Gesellschaft. Viel wurde über sie berichtet und dies in einer Spannbreite, die von Huldigung bis Verteufelung reichte. Doch hier ist es bemerkenswerte Weise ausgerechnet ein Mann, Paulo Coelho, der diese mutige Frau in seinem Buch zu Wort kommen lässt und ihr damit ein vielschichtiges Denkmal setzt und sie zum einem großen Teil damit auch rehabilitiert. Ihr Worte „mein einziges Verbrechen war, eine unabhängige Frau zu sein“ werden zur Wahrheit. Sie war nie richtig einverstanden mit dem Platz, den man einer Frau in der damaligen Zeit zudachte. Sie wollte mehr – ein wirklich selbst bestimmtes Leben führen, eine unabhängige Frau sein. Dafür wurde sie von vielen bewundert aber vor allem auch gehasst. Eine erzwungene Freiheit und damit auch kein leichtes Leben, denn die vorausgehen, gehen meist allein. Das war ihr stets bewusst, doch das war es, was sie wollte und wofür sie auch einen hohen Preis bezahlt hatte. Während sie in einem Brief noch einmal ihre Lebensgeschichte an sich vorbei ziehen lässt, ahnt sie nicht, wie hoch dieser Preis tatsächlich für sie sein wird. Das ist bitter für den Leser, denn er lernt eine tapfere, lebensbejahende und kluge Frau kennen, die wegen Hochverrats im Gefängnis sitzt und doch sehr schnell klar wird, dass allein sie es ist, die heimtückisch verraten wurde. Ja, auch sie strebte nach Geld und macht. Dies sind nicht gerade eherne Ziele, doch was ist schlimmer daran, wenn eine Frau dies tut? Mata Hari ist tot, das Buch geschlossen. Wir bleiben mit Fragen und Erkenntnissen zurück; und vor allem mit Empfindungen, die von Mitleid und Bewunderung bis hin zu Groll reichen. Ist es heute die richtige Zeit für Frauen oder ist es noch immer ein Unterschied, ob Mann oder Frau dasselbe tun? Diese und viele weitere Fragen drängen sich beim Lesen auf. Noch immer ist es mehr Kampf als Selbstverständlichkeit, wenn Frauen ihren eigenen Weg gehen wollen. Die Vergangenheit – ihre Geschichte – für viele noch heute Realität. Ihr Schicksal steht stellvertretend für viele Frauen – aus jeder Epoche – die es wagten, anders zu sein. Gleichzeitig gibt es aber auch den Blick auf ihre Mitmenschen frei und in die Köpfe der sogenannten feinen ehrenwerten Leute, die in Bigotterie, Vorurteilen und Intoleranz verhaftet waren. Sie selbst hat ihren Platz im Leben nie wirklich gefunden. Dennoch war sie bis zuletzt nicht bereit, diesen sich vo irgend jemandem zuweisen zu lassen. Nicht unbedingt nur ein Buch für Frauen, waren es doch größtenteils Männer, die das Leben und Streben Margarethe Zelles tiefgreifend beeinflusst haben. Der handgeschriebener Brief einer Frau wird so zum entlarvenden Sittengemälde und zum Spiegelbild der Gesellschaft.

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Eine starke Frau!
von einer Kundin/einem Kunden aus Bürmoos am 02.12.2016

Coelhos Stil ist wie immer sehr ansprechend. Kein Wunder, dass man die ersten beiden Teile des Buches als autobiographische Zeugnisse von Mata Hara ansieht. Ihre Lebensbeichte ist so glaubwürdig und ehrlich verfasst, dass man keinen Autor – schon gar keinen Mann – dahinter vermuten möchte. Die starke Frau beteuert... Coelhos Stil ist wie immer sehr ansprechend. Kein Wunder, dass man die ersten beiden Teile des Buches als autobiographische Zeugnisse von Mata Hara ansieht. Ihre Lebensbeichte ist so glaubwürdig und ehrlich verfasst, dass man keinen Autor – schon gar keinen Mann – dahinter vermuten möchte. Die starke Frau beteuert bis zum Ende ihre Unschuld und hofft auf Gerechtigkeit. Coelho gibt in diesem Werk Mata Haris Sicht auf ihr bisheriges Leben, sowie auf die allgemeine Situation der Frauen und Männer ihrer Zeit wieder. Der dritte Teil des Buches ist ebenso persönlich verfasst und beleuchtet den „Fall“ der Spionin aus dem Blickwinkel ihres Anwaltes. Wie das von Mata Hari selber konstruierte Leben verknüpft auch der Roman Wahrheit mit Phantasie. Geschichtliche Begebenheiten verflechten sich mit eigenen Ideen des Autors. Zum Untermauern der realen Grundlagen der Geschichte findet man im Anhang Kopien von Dokumenten jener Zeit. Doch wie viel Wahrheit auch tatsächlich dahinter stecken mag, eine fesselnde Geschichte ist es allemal! Ein höchst lesenswerter Roman über eine Frau, deren Verurteilung weniger auf tatsächlichen Verbrechen, sondern eher auf ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit basiert.

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Bewegende Geschichte!
von Jasmin am 02.12.2016

In dem Buch schreibt der Erfolgsautor Paulo Coelho über die bekannte Entkleidungskünstlerin Mata Hari, eine Persönlichkeit die wirklich existiert hat. Zuvor habe ich noch nie von ihr gehört, aber während des Lesens konnte ich sie sehr gut kennenlernen und im Laufe der Handlung hat sie meinen Respekt gewonnen. Sie... In dem Buch schreibt der Erfolgsautor Paulo Coelho über die bekannte Entkleidungskünstlerin Mata Hari, eine Persönlichkeit die wirklich existiert hat. Zuvor habe ich noch nie von ihr gehört, aber während des Lesens konnte ich sie sehr gut kennenlernen und im Laufe der Handlung hat sie meinen Respekt gewonnen. Sie ist wirklich eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die vielleicht in der falschen Zeit lebte. In einer Zeit in der ein freies Leben nicht nur selten, sondern auch sehr abschätzig betrachtet wurde. Meiner Meinung nach hat Paulo Coelho es geschafft Fikton perfekte mit wahren Begebenheiten zu vermischen. Man fühlt sich sofort als Teil der Geschichte und ich fühlte mich schnell in Mata Hari ein. Während sie von vielen ihrer Generation missverstanden wurde, fiel es mir nicht schwer sie zu verstehen. Zwar ist das Buch nicht sehr dick, aber dafür hat man das Gefühl jedes Wort wurde mit Bedacht gewählt und der Autor konnte mich mit seinem ruhigen, gleichmässigen aber doch eindringlichen Schreibstil überzeugen. FAZIT: Ein tolles Buch das mich in seinen Bann ziehen konnte und eine bewegende Geschichte erzählt.

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sehr spannend
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2016

Inhalt: Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margarethe Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen... Inhalt: Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margarethe Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein. Eigentlich absolut nicht mein Genre und auch nicht meine Buchwahl, aber nach der Leseprobe war ich doch sehr neugierig und wagte einen Blick ins Buch! Ich wurde wirklich überrascht und überzeugt! Ein sehr gutes Buch, spannend und fesselnd! Ich war mir als Leser stellenweise wirklich unsicher ob es sich hier wirklich um Fiktion handelt. Sehr gut recherchiert und beschrieben, man hat stellenweise den Eindruck es handelt sich hier um eine Biographie ... Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen!

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Nicht überzeugend
von einer Kundin/einem Kunden am 28.11.2016

Nach mehreren von Paulo Coelho gelesenen Büchern, war ich sehr neugierig auf dieses neue. Leider hat es mir nicht besonders gut gefallen. Es ist zwar leicht und angenehm zu lesen und die Kapitel bestechen durch ihre Ausschnitthaftigkeit und ihre Kürze, doch hat der Bann, der einen in die Geschichte... Nach mehreren von Paulo Coelho gelesenen Büchern, war ich sehr neugierig auf dieses neue. Leider hat es mir nicht besonders gut gefallen. Es ist zwar leicht und angenehm zu lesen und die Kapitel bestechen durch ihre Ausschnitthaftigkeit und ihre Kürze, doch hat der Bann, der einen in die Geschichte zieht, gefehlt. Auch ist für mich kaum Spannung aufgekommen, sodass die Geschichte vor sich hin plätscherte. Gut gefallen hat mir der Beginn, da Coelho die Hinrichtung von Mata Hari bereits vorwegnimmt. Dadurch wird die Geschichte nicht auf das Ende des Buches hin gerichtet, sondern auf die Person der Mata Hari. Die ersten Kapitel wirkt Mata Hari dementsprechend noch wie eine außergewöhnliche und starke Persönlichkeit und Frau ihrer Zeit auf mich. Danach entpuppt sie sich sehr schnell als persönlichkeitsauffällige Frau, die auf ihr Ego gerichtet ist und nicht auf die Welt und an der dermaligen Politik und dem Weltgeschehen interessiert und eher von der Welt gelenkt wird, als dass sie autonom handelt. Ab diesem Punkt war ich eher enttäuscht von dem Buch, da ich hin und her gerissen war, welche Anteile von Mata Hari nun erheblich frei erfunden waren und welche sich an der echten Mata Hari orientierten. Alles in allem verbe ich daher 2 Sterne.

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Femme fatale, Muse, Doppelagentin: das faszinierende Leben der Mata Hari.
von Inge Weis aus Pirmasens am 23.11.2016

Sie war eine der ersten Frauen des 20. Jahrhunderts, die von Männern des 19. Jahrhunderts hingerichtet wurde. Dieses Buch ist das intime Porträt einer klugen, verführerischen Frau, die den männlichen Moralvorstellungen zum Trotz ihr selbstbestimmtes Leben führte - bis... Sie war eine der ersten Frauen des 20. Jahrhunderts, die von Männern des 19. Jahrhunderts hingerichtet wurde. Dieses Buch ist das intime Porträt einer klugen, verführerischen Frau, die den männlichen Moralvorstellungen zum Trotz ihr selbstbestimmtes Leben führte - bis zuletzt. Eine typische Coelho-Heldin, unkonventionell, mutig und frei. Als das junge Mädchen Margaretha Geertruida Zelle aus der holländischen Provinz kurz vor dem Ersten Weltkrieg in Paris aus dem Zug steigt, ist sie ein Niemand und mausarm. Wenige Monate später verschlägt sie als skandalöse, exotische Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde, einem Millionenpublikum den Atem und verdreht den mächtigsten Männern Europas den Kopf. Und das war vermutlich ihr Fehler. Denn als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich auf ein gefährliches Doppelspiel ein und wird des Hochverrats angeklagt. Mademoiselle Mata Hari, in Europa seit langem für ihre Schönheit und ihre Liebschaften bekannt, wurde angeklagt, den Deutschen geheime Produktionsdaten der Entente Panzer verraten zu haben, was dazu führte, dass diese als sofortige Gegenmaßnahme die Entwicklung eines besonderen Giftgases vorantriben. Mata Hari hatte Paris angeblich im Frühling verlassen und einige Monate in der britischen Ortschaft verbracht, in der die ersten Entente Panzer produziert wurden. Danach reiste sie mehrmals zwischen England und Holland hin und her und anschließend nach Spanien, wo sie sich als Gefährtin eines Mannes verdächtig machte, den der französische Geheimdienst schon lange beschattete. Bei ihrer Rückkehr nach Paris wurde sie verhafted, wobei der Umstand, dass sie dort in Begleitung eines jungen britischen Offiziers gesehen wurde, der mit der Entwicklung der Panzer zutun hatte, die Ereignisse beschleunigte. Dies ist die Geschichte einer Frau, die erotisch wie politisch zwischen alle Fronten gerät. Ihr einziges Verbrechen war, eine unabhängige Frau zu sein: Mata Hari - die sinnliche Verführerin, die mutig ihren Weg ging und furchtlos den Preis dafür zahlte. Sie war zweifellos die berühmteste Spionin aller Zeiten: die legendenumwobene Mata Hari, die während des Ersten Weltkrieges in Paris im Dienste des deutschen Geheimdienstes stand. Verraten von einem eifersüchtigen Liebhaber, wurde sie im Herbst 1917 von einem französichen Militärgericht zum Tode verurteilt, und im Morgengrauen des 15. Oktober 1917 als Spionin erschossen. Ihre letzten Lebensminuten vor ihrer Hinrichtung meistert sie mit Grazie. Von der auf sie abgefeuerten Salve traf angeblich nur ein einziger Schuss, dieser allerdings direkt ins Herz. So stirbt nur eine Frau von Format ...Unklar ist bis heute, ob sie tatsächlich die raffinierte Doppelagentin war, wie in dem Urteil dargestellt – oder ein willkommenes Bauernopfer des französischen Militärgerichts, weil die Kriegsbegeisterung merklich nachließ und ein Sündenbock für die Niederlagen und Verluste hilfreich schien. Das Buch ist informativ und macht richtig Lust, in das Leben dieser schillernden Persönlichkeit einzutauchen. Irgendwie mehr als nur ein spannendes Buch. Es liest sich eingängig, ist kurzweilig und sehr informativ. Besonders gut hat mir auch das schöne Cover und wie es insgesamt gestaltet ist gefallen.

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Die Spionin - Mata Hari
von buchleserin am 21.11.2016

Bereits die Leseprobe dieses Buches hatte mich völlig in ihren Bann gezogen und ich war sehr gespannt auf „Die Spionin“ von Paul Coelho. Im Prolog fand ich die Szene, wie sich Mata Hari sich für ihre Hinrichtung bereit macht und die Hinrichtung durch das Erschießungskommando , unglaublich ergreifend und... Bereits die Leseprobe dieses Buches hatte mich völlig in ihren Bann gezogen und ich war sehr gespannt auf „Die Spionin“ von Paul Coelho. Im Prolog fand ich die Szene, wie sich Mata Hari sich für ihre Hinrichtung bereit macht und die Hinrichtung durch das Erschießungskommando , unglaublich ergreifend und sehr emotional. Diese Atmosphäre dort konnte ich beim Lesen direkt spüren. Paul Coelho lässt in seinem Buch Mata Hari in einem fiktiven Brief an ihren Anwalt Maître Clunet ihre Geschichte erzählen. Eine Woche vor ihrer Hinrichtung schreibt sie ihr Leben in einem Brief auf, damit ihre Tochter ihn später lesen kann, um zu erfahren, wer ihre Mutter eigentlich wirklich war. Mata Hari hat natürlich gehofft, das ihr Anwalt diesen Brief nie bekommt. Ich war sehr gespannt auf ihre Geschichte und das aufregende Leben dieser wohl bekanntesten Spionin aller Zeiten. Das Cover zeigt Mata Hari als exotische Tänzerin gekleidet und ist passend zum Buch gewählt. Paul Coelhos Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen und die Handlung hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Idee mit diesem fiktiven Brief, geschrieben an ihren Anwalt, gefällt mir sehr gut. Die Geschichte der in Holland geborenen Margarethe Zelle ist sehr emotional und fesselnd geschrieben. Ich fand es sehr interessant und spannend, etwas über die weltbekannte Mata Hari zu erfahren. Ich war neugierig darauf, wie sie zur exotischen Tänzerin wurde und wie es dazu kam, dass sie als Doppelagentin H21 des Hochverrats angeklagt wurde. Mata Hari hatte die Fähigkeit andere zu manipulieren und ist schließlich selbst ein Opfer der Manipulation geworden, wie Paul Coelho es schreibt. Paul Coelho hat Informationen aus inzwischen zugänglichen Geheimakten bekommen. Mir hat „Die Spionin“ von Paul Coelho sehr gut gefallen und wer sich für die Geschichte der Mata Hari interessiert, dem kann ich dieses Buch wirklich sehr empfehlen.

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Eine schillernde Persönlichkeit
von leseratte1310 am 19.11.2016

Ich habe natürlich schon von Mata Hari gehört und war interessiert, mehr über die Spionin zu erfahren, die für zwei Seiten aktiv war. Dies ist mein erstes Buch des Autors Paulo Coelho, über den ich so viel Positives gehört habe. Das Buch ist gut zu lesen, aber ich kann... Ich habe natürlich schon von Mata Hari gehört und war interessiert, mehr über die Spionin zu erfahren, die für zwei Seiten aktiv war. Dies ist mein erstes Buch des Autors Paulo Coelho, über den ich so viel Positives gehört habe. Das Buch ist gut zu lesen, aber ich kann dennoch nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen. Die eingestreuten Lebensweisheiten sind gut, aber sie müssen nicht ständig wiederholt werden, das nervte mich ein wenig. Coelho beginnt mit dem Ende und das ist gut und richtig so, denn die meisten Menschen wissen, wie die Geschichte ausgegangen ist. Mich interessiert vor allem, wer diese Frau wirklich war. Aber ich habe nicht so sehr viel Neues erfahren. Kurz vor ihrer Hinrichtung schreibt Mata Hari einen letzten Brief an ihren Anwalt, in dem sie von ihrem Leben erzählt. Sie hofft zu diesem Zeitpunkt immer noch, dass sie begnadigt wird. Vergeblich, wie wir wissen. Sie wächst als Margarethe Zelle in der holländischen Provinz auf und geht später mit ihrem Mann nach Niederländisch-Ostindien. Doch es geht ihr nicht gut in dieser Ehe. Sie flieht nach Paris und beginnt ihr Leben als Tänzerin unter dem Namen Mata Hari. Die Männer feiern sie, und sie genießt die Aufmerksamkeiten. Dabei gerät sie nicht immer an die, welche es mit ihr gut meinen. Doch mit dem ersten Weltkrieg läuft ihre Karriere nicht mehr so recht. Ihr Selbstwertgefühl schwindet und dann gerät sie zwischen die politischen Fronten und wird zum Opfer. Mata Hari war eine ungewöhnlich Frau, die aus der Provinz heraus und ihr Leben selbstbestimmt leben wollte. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere war sie gefeiert und umschwärmt, doch dann, als sie Unterstützung gebraucht hätte, will man sie nicht mehr kennen. Kann ich mit ihr fühlen? Ja und nein. Natürlich ist es schlimm, wie sie für die Interessen geopfert wurde. Aber ihr Verhalten und ihre Lebensweise haben mir nicht gefallen. Sie wollte ein selbstbestimmtes Leben und wurde doch immer nur benutzt. Daher kann ich sie nicht als Feministin und Kämpferin betrachten. Mir hat das Buch gefallen, auch wenn es nicht wirklich Neues lieferte.

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Der hohe Preis vermeintlicher Freiheit
von Jenny Vogler am 15.11.2016

„Denn das habe ich immer gesucht: die Freiheit. Ich habe nicht die Liebe gesucht. Denn die Liebe kommt und geht – und ich habe ihretwegen Dinge getan, die ich nicht hätte tun sollen, und mich an Orte begeben, die ich besser gemieden hätte.“ Inhalt Die schillernde Femme fatale Mata Hari, einst... „Denn das habe ich immer gesucht: die Freiheit. Ich habe nicht die Liebe gesucht. Denn die Liebe kommt und geht – und ich habe ihretwegen Dinge getan, die ich nicht hätte tun sollen, und mich an Orte begeben, die ich besser gemieden hätte.“ Inhalt Die schillernde Femme fatale Mata Hari, einst wunderschön und beneidet ebenso wie begehrt und berühmt schreibt aus dem französischen Gefängnis „Saint-Lazare“ einen Brief an ihren Anwalt, in Erwartung ihrer Strafe, die sich zwischen Begnadigung und Todesurteil entscheiden wird. Ein kurzer, skizzenhafter Abriss über ihr Leben, ihre Wünsche und Sehnsüchte ebenso wie getroffene Fehlentscheidungen, eine schriftliche Unschuldsbekundung und gleichermaßen ein bitteres Eingeständnis. Denn obwohl sie mitnichten eine deutsch-französische Doppelagentin im ersten Weltkrieg war, so lautete die Anklage, hat sie sich zahlreicher Verfehlungen hingegeben, deren einziger Initiator der Wunsch nach Anerkennung war. Und auch ihr Anwalt antwortet in einer Art Entschuldigungsschreiben, welches sie nicht mehr lesen wird, um ihr mitzuteilen, dass sie zur falschen Zeit am falschen Ort war und im gesamtpolitischen Hintergrundgeschehen keine gerechte Strafe erwarten könne. Meinung Grundlegend muss ich sagen, dass Paulo Coelho zu einen meiner Lieblingsautoren zählt, der mich mit zahlreichen Romanen zum Nachdenken und Innehalten angeregt hat, schon allein deshalb war ich auf sein neues Buch so gespannt. Und schon nach den ersten Seiten des Buches wurde mir klar: hier gibt es zu wenig Platz, um die Geschichte rund um Mata Hari in allen Einzelheiten zu erzählen. Umso treffender finde ich die Aussage, die der Autor im Nachwort des Romans liefert. Denn dieses Buch stellt nicht den Anspruch eine Biografie von Margaretha Zelle (später Mata Hari) zu sein, sondern fungiert eher als eine Art Einstieg, um vielleicht die Lust beim Leser zu wecken, genauere Recherchen anzustellen und sich ein eigenes Bild zu machen. Und das ist mit diesem wahrlich kurzen, skizzenhaften Briefroman sehr gut gelungen. Coelho legt sein Augenmerk auf wenige, einschneidende Erlebnisse in Mata Haris Leben, die sie in die Arme der falschen Männer getrieben haben. Er setzt sich mit der Illusion auseinander, die eine Gefangene hat, die von ihrer Unschuld überzeugt ist. Er zeigt, wie sich ihr selbstgewähltes, exotisches Auftreten im Laufe der Jahre gegen sie gewandt hat, nachdem sie feststellen musste, dass es immer wieder hübschere, jüngere Tänzerin geben würde und ihr Stern am Himmel nicht unendlich strahlen würde. Glanz und Glamour hatten auch damals schon einen hohen Preis, insbesondere, wenn man fast blauäugig und an Selbstüberschätzung leidend versuchte, als emanzipierte Frau in einer männerdominierten Welt zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, Fuß zu fassen. Dieser innere Zwang, es anderen zu beweisen und selbst im Angesicht des Todes eine gewisse Rolle zu spielen, hat mir die Person Mata Hari nähergebracht. Der Schreibstil von Paulo Coelho liest sich flüssig und durch einige eingestreute Bilder und Zeitdokumente, wird der Text zusätzlich aufgelockert. Leider muss ich sagen, dass ich dieses Buch so gern gelesen habe, dass es mich schmerzt, wie wenig Textmaterial tatsächlich vorliegt. An so vielen Stellen hätte man in die Tiefe gehen können und gerade die historischen Zusammenhänge besser herausarbeiten können. Fazit Ich vergebe 5 Lesesterne für einen interessanten, wenn auch kurzen biographischen Eindruck aus dem Leben einer selbstbewussten Frau. Ein Buch, welches mir die Person Mata Hari aus der Ich-Erzählperspektive heraus, schmackhaft machen konnte. Mein Interesse wurde auf jeden Fall geweckt. Zwischen den Zeilen verpackt der Autor seine Lebensweisheiten, die ich immer gerne herauslese, um sie mit meinen persönlichen Lebenserfahrungen zu vergleichen. Ein stiller, nachdenklich stimmender Roman, dem es leider an Umfang fehlte.

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Spannendes Porträt über Mata Hari
von Jennifer aus Stadtroda am 12.11.2016

Von jehe Der letzte Roman von Paulo Coelho, den ich wirklich klasse fand, war "Der Alchimist". Die danach folgenden Romane entsprachen nicht so ganz meinem Geschmack bzw. wirkten inhaltlich und sprachlich dünner. Mit seinem neuestem Werk "Die Spionin" konnte mich der Altmeister der atmosphärisch gelungenen Erzählung hingegen wieder vollends überzeugen.... Von jehe Der letzte Roman von Paulo Coelho, den ich wirklich klasse fand, war "Der Alchimist". Die danach folgenden Romane entsprachen nicht so ganz meinem Geschmack bzw. wirkten inhaltlich und sprachlich dünner. Mit seinem neuestem Werk "Die Spionin" konnte mich der Altmeister der atmosphärisch gelungenen Erzählung hingegen wieder vollends überzeugen. Das 192-seitige Porträt über Mata Hari (1876- 1917), einstige Skandaltänzerin und Spionin, liest sich schnell und mit Gewinn. Vor der Lektüre hatte ich nur eine vage Vorstellung von der Person Mata Hari, die aus den Niederlanden stammte und eigentlich Margaretha Zelle hieß. Dies änderte sich allerdings mit diesem Roman. Besonders gefiel mir hierbei Coelhos Herangehensweise an die Thematik. In Form eines fiktiven Abschiedsbriefs lässt er die einstige Femme fatale selbst über ihr Leben und Wirken berichten. Mata Haris Leben kennzeichnen allerlei Brüche. Im Jugendalter wird sie vom Schuldirektor missbraucht, dann heiratet sie einen trinkenden und untreuen Offizier aus Niederländisch-Ostindien, den sie später samt ihrer Tochter verlässt, um in den damaligen Metropolen Europas (Paris, Berlin, Madrid etc.) als Showtänzerin aufzutreten. Die emanzipierte, attraktive Frau hat wechselnde, einflussreiche Liebschaften, aus denen sie Kapital, aber keine "echte" Liebe schlägt. Umgeben von kostbarem Schmuck und Kleidern lebt sie ein Leben auf der Überholspur, bis der Erste Weltkrieg ihre Engagements als Tänzerin abflauen lässt und sie zum Ziel verschiedener Geheimdienste wird. Sie wird zur Doppelagentin gemacht und bald darauf vermutlich unschuldig 1917 in Vincennes (Paris) hingerichtet. Ihre tragische Geschichte sowie ihre skandalöse Karriere rührt den Leser an. Sie verstieß um die Jahrhundertwende gegen viele gängige Konventionen und wurde von Mächtigen dafür verehrt. Den Fakt, dass sie damit auch ein Stück weit ihre Seele verkauft hat, spart Coelho bei seinen Schilderungen nicht aus. "Und genau das war ich, eine Spielerin. Eine Spielerin, deren Ziel im Spiel la vraie vie war. Jeder Augenblick des Lichts und jeder Augenblick der Finsternis waren für mich ein und dasselbe." (S. 125) Der Text des Autors bekommt durch die eingefügten Originalquellen und Fotos zudem einen authentischen Anstrich. Gegen Ende des Romans verwundert der Erzählerwechsel - von Mata Hari auf ihren Anwalt - kurzfristig, ergibt aber in Hinblick auf die Aufklärung von Mata Haris diffiziler Verurteilung durchaus Sinn. FAZIT Ein durch und durch mitreißender Roman über eine Ausnahmekünstlerin und -frau ihrer Zeit. Das ist ein "Coelho" nach Maß, ohne die üblichen, überbordenden Esoterikexkurse.

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Bewegend
von einer Kundin/einem Kunden aus Hirschberg am 01.11.2016

Ich finde, dass dieses Buch eine wunderbar bewegende und ungewöhnliche Geschichte einer besonderen Frau erzählt, die es nicht immer leicht im Leben hatte. Das Buch ist sprachlich schön gestaltet, sodass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen, da einen... Ich finde, dass dieses Buch eine wunderbar bewegende und ungewöhnliche Geschichte einer besonderen Frau erzählt, die es nicht immer leicht im Leben hatte. Das Buch ist sprachlich schön gestaltet, sodass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen, da einen das Geschehen in den Bann zieht. Eine zusätzliche Unterstützung liefern die Bilder, die abgebildet sind und veschiedene Stationen ihres Lebens aufzeigen. Ich finde, dass dieses Gestaltungselement dem Ganzen auch einen melancholischen Zug verleiht, da man so noch mehr über die Handlung nachdenkt und noch mehr mitfühlt. Schlussendlich würde ich das Buch auf jeden Fall vollständig lesen, da es mich sehr verzaubert hat und ich die Ereignisse interessant finde.

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Schön zum Lesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Lahr am 27.11.2016

Schon länger habe ich kein Buch von Paulo Coelho mehr gelesen und mich richtig darauf gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch über das Leben von Mata Hari ist in einem schönen Schreibstil verfasst. Es liest sich leicht und... Schon länger habe ich kein Buch von Paulo Coelho mehr gelesen und mich richtig darauf gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch über das Leben von Mata Hari ist in einem schönen Schreibstil verfasst. Es liest sich leicht und flüssig. Vieles wird angesprochen, manches bleibt aber auch offen, vielleicht weil es sehr viele Mythen über Mata Hara gibt. Was mich sehr interessiert hätte, wäre etwas mehr über ihre Familie zu erfahren. Hatte sie noch Kontakt zu ihrer Tochter, gibt es Nachfahren ? Darauf wird in dem Buch nicht eingegangen. Meiner Meinung nach, darf man dieses Buch nicht als Biografie über Mata Hari verstehen. Es ist mehr ein Einblick in ihr Leben und gibt Ausschnitte ihres Lebens wieder. Mata Hari scheint auf eine gewisse Art und Weise ein sehr einsamer Mensch gewesen zu sein, trotz ihrer vielen Liebschaften. Das Buch zeigt keine Lebensfreundschaften der Mata Hari auf. Es sind eher Zweckverbindungen zu ihren Agenten und Anwälten. Ist sie eine tragische einsame Frau oder doch nur die egoistische sich kaum um ihre Mitmenschen kümmernde "Spionin", die sehr berechnend agiert ? Vieles bleibt offen...

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Das umstrittene und abenteuerliche Leben Mata Haris
von büchernarr aus Düsseldorf am 26.11.2016

Ein etwas anderer Roman als wir es gewohnt sind vom Erfolgsautor Paulo Coelho. Der Versuch durch einen Brief, in dem die Verfasserin Mara Hari selbst ihre Lebensgeschichte beschreibt, soll Klarheit in das so sehr umstrittene Leben der angeblichen Doppelspionin schaffen. Sie wird als Margaretha Zelle in einem niederländischen Dorf... Ein etwas anderer Roman als wir es gewohnt sind vom Erfolgsautor Paulo Coelho. Der Versuch durch einen Brief, in dem die Verfasserin Mara Hari selbst ihre Lebensgeschichte beschreibt, soll Klarheit in das so sehr umstrittene Leben der angeblichen Doppelspionin schaffen. Sie wird als Margaretha Zelle in einem niederländischen Dorf geboren und um der Trostlosigkeit dort zu entfliehen antwortet sie auf einer Kontaktanzeige und findet sich verheiratet in Ostindien wieder. Doch die Ehe entpupt sich als etwas Falsches, da der Ehemann gewalttätig und oftmals betrunken ist. Die gemeinsame Tochter kann die rebellische Natur Mata Haris nicht zähmen und so verlässt sie eines Tages Mann und Kind und flieht nach Paris. Dort lebt sie ein glamuröses Leben dank der Leidenschaft, die sie bei so manchen reichen Geschäftsmännern dort auslöst. Der Verrat eines eifersüchtigen Liebhabers hat als Folge die Gefängnisstrafe, doch niemals wird Licht in der Tatsache gebracht, ob Mata Hari nun eine Doppelspionin war oder nur am falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Dies wird in dem Buch auch dem Leser überlassen. Sympatisch wurde mir die Protagonistin durch das Buch nicht gerade, ich konnte mit ihre Entscheidungen und ihrem Lebenstil nicht warm werden. Jedoch muss man schon eingestehen, dass sie ein turbulentes Leben geführt hat, das sicherlich nicht mit der Zeit ging in der sie lebte. Eine einzigartige Persönlichkeit, zielstrebig, machtsüchtig, aber auch sehr egoistisch und materiell eingestellt. Nur wer manchmal zu hohe Ziele setzt, fällt auch herunter.

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Mata Hari - Mythos, Wahrheit und Lüge
von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 25.11.2016

Mata Hari wurde als Margarethe Zelle im August des Jahres 1876 in den Niederlanden geboren. Im Jahr 1917 wird sie von den Franzosen als Spionin verurteilt und am 15. Oktober in Vincennes hingerichtet. Paulo Coelho lässt diese geheimnisumwitterte Frau in einem letzten - fiktiven - Brief selbst zu Wort kommen. Kurz... Mata Hari wurde als Margarethe Zelle im August des Jahres 1876 in den Niederlanden geboren. Im Jahr 1917 wird sie von den Franzosen als Spionin verurteilt und am 15. Oktober in Vincennes hingerichtet. Paulo Coelho lässt diese geheimnisumwitterte Frau in einem letzten - fiktiven - Brief selbst zu Wort kommen. Kurz vor ihrer Hinrichtung ist Mata Hari immer noch fest davon überzeugt, dass ihrem Gnadengesuch im letzten Moment noch stattgegeben wird. Damit jedoch für den Fall der Fälle die echte Wahrheit nicht ganz verloren geht, schreibt sie einen langen Brief an ihren Verteidiger, mit der Bitte, diesen zu gegebener Zeit ihrer Tochter zukommen zu lassen. In diesem Brief schildert sie sachlich und beinahe ohne Emotionen Episoden aus ihrem Leben, die sie zu der Frau haben werden lassen, die sie letztendlich war: eine freiheitsliebende Frau auf der Suche nach Anerkennung und ein wenig echter Liebe, die immer wieder ausgenutzt und enttäuscht wurde. In einem weiteren Brief lässt der Autor am Ende auch noch den Verteidiger zu Wort kommen. In einem Antwortbrief erklärt dieser, wie er verzweifelt versucht hat, die Unschuld dieser faszinierenden Frau zu beweisen und ihr Ansehen wieder herzustellen. Denn es liegen keinerlei stichhaltige Beweise gegen sie vor und dennoch wird ihm schnell klar, dass Mata Hari nur das Bauernopfer ist, das Höhergestellte gesucht und gefunden haben. Paulo Coelho weist im Anhang dieses kurzen Buches ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier nicht um eine Biografie handelt. Dennoch ist es gut recherchiert und beinhaltet neben Fiktion zahlreiche Fakten. Er schreibt diese Geschichte so, wie sie sehr gut hätte sein können. Dabei vermittelt er aber auch gleichzeitig, wie schwierig es in diesem Fall ist, Mythos von Wahrheit und Lüge zu trennen. Vieles ist ungeklärt und wird es vermutlich auch bleiben. Vielleicht bringt die für das Jahr 2017 vorgesehene Veröffentlichung bisher geheimer Akten ein wenig mehr Klarheit ans Tageslicht. Coelho selbst urteilt in diesem Buch nicht. Er überlässt es den Lesern, sich ihre eigene Meinung und ihr eigenes Urteil zu bilden. Im Anhang gibt es dazu auch noch den Abdruck eines existerenden, bekannten Dokumentes und eines damaligen Zeitungsartikels. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen. Mal haben sie mir ausgesprochen gut gefallen ( Der Alchemist ) , mal weniger ( Die Schriften von Acra ). Aber ich lasse mich immer wieder gerne von ihm überraschen. So auch dieses Mal, denn mit " Die Spionin " zeigt sich Paulo Coelho inhaltlich diesmal von einer etwas anderen, für ihn wohl eher untypischen, Seite. Seinem Schreibstil bleibt er dabei aber treu und er ist für mich daher unverwechselbar. Das Buch lässt sich insgesamt gut und schnell - nicht zuletzt auch durch die eHer geringe Seitenanzahl - lesen. Dabei hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr bzw. ausführlichere Informationen gewünscht, insbesondere aus Mata Hari´s letzten Lebensjahren und ihrer - wenn auch kurzen- Zeit mit ihrem russischen Liebhaber. Die Geschichte war für mich sehr interessant zu lesen und hat mich ein wenig neugierig gemacht, vielleicht doch einmal mehr über diese außergewöhnliche Frau zu erfahren. Im Anhang gibt es dazu einige Literatutipps. Ich empfehle das Buch gerne weiter, insbesondere auch denjenigen Lesern, die vielleicht mit den häufig sehr philosophisch angehauchten Werken des Autors nicht so viel anfangen können.

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Mythos Mata Hari
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 24.11.2016

Mata Hari, Mythos und schillernde Figur des Zwanzigsten Jahrhunderts – Paulo Coelho lässt sie ihre Geschichte selbst erzählen in fiktiven Briefen, die sie in den Tagen vor ihrer Exekution an ihre Tochter richtet. Durch ihre Augen erlebt der Leser, wie sie in ihrer Ehe leidet, wie sie sich ein... Mata Hari, Mythos und schillernde Figur des Zwanzigsten Jahrhunderts – Paulo Coelho lässt sie ihre Geschichte selbst erzählen in fiktiven Briefen, die sie in den Tagen vor ihrer Exekution an ihre Tochter richtet. Durch ihre Augen erlebt der Leser, wie sie in ihrer Ehe leidet, wie sie sich ein neues Leben als exotische Tänzerin schafft, um durch die Wirren des Ersten Weltkriegs als Spionin und (vermeintliche?) Doppel-Spionin verhaftet und exekutiert zu werden. Viele Mythen ranken sich um ihr Leben, manches lässt sich bisher nicht ganz nachvollziehen. Erst 2017, wenn sich ihr Tod zum hundertsten Mal jährt, werden die französischen Gerichtsakten geöffnet, dann gibt es (vielleicht) weitere Informationen dazu. Noch rechtzeitig vor diesem Datum erinnert der Autor an diese unkonventionelle Frau. Er stützt sich dabei auf die derzeit bekannten Fakten und lässt auch ihren Verteidiger zu Wort kommen. Schwarz-weiß-Fotos ergänzen den Blick auf diese ungewöhnliche Frau. Der biographische Schreibstil erleichtert es dem Leser, sich schnell in sie einzufühlen und ihre Geschichte mitzuerleben. Dabei erhebt der Autor mitnichten den Anspruch, eine echte Biographie zu schreiben. Der Leser erlebt jedoch den Menschen Mata Hari hinter dem Mythos, ihre Wünsche und Hoffnungen und ihren starken Willen. Viele ihrer Themen berühren uns alle heute noch. Das Buch ist kurz und knapp gehalten, aufs Wesentliche konzentriert. Dabei regt es an, sich selbst noch weitere Gedanken zu machen – über die eigene Freiheit, die eigenen Wünsche, das eigene Leben nun 100 Jahre später.

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Mythos Mata Hari
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 24.11.2016

Mata Hari, Mythos und schillernde Figur des Zwanzigsten Jahrhunderts – Paulo Coelho lässt sie ihre Geschichte selbst erzählen in fiktiven Briefen, die sie in den Tagen vor ihrer Exekution an ihre Tochter richtet. Durch ihre Augen erlebt der Leser, wie sie in ihrer Ehe leidet, wie sie sich ein... Mata Hari, Mythos und schillernde Figur des Zwanzigsten Jahrhunderts – Paulo Coelho lässt sie ihre Geschichte selbst erzählen in fiktiven Briefen, die sie in den Tagen vor ihrer Exekution an ihre Tochter richtet. Durch ihre Augen erlebt der Leser, wie sie in ihrer Ehe leidet, wie sie sich ein neues Leben als exotische Tänzerin schafft, um durch die Wirren des Ersten Weltkriegs als Spionin und (vermeintliche?) Doppel-Spionin verhaftet und exekutiert zu werden. Viele Mythen ranken sich um ihr Leben, manches lässt sich bisher nicht ganz nachvollziehen. Erst 2017, wenn sich ihr Tod zum hundertsten Mal jährt, werden die französischen Gerichtsakten geöffnet, dann gibt es (vielleicht) weitere Informationen dazu. Noch rechtzeitig vor diesem Datum erinnert der Autor an diese unkonventionelle Frau. Er stützt sich dabei auf die derzeit bekannten Fakten und lässt auch ihren Verteidiger zu Wort kommen. Schwarz-weiß-Fotos ergänzen den Blick auf diese ungewöhnliche Frau. Der biographische Schreibstil erleichtert es dem Leser, sich schnell in sie einzufühlen und ihre Geschichte mitzuerleben. Dabei erhebt der Autor mitnichten den Anspruch, eine echte Biographie zu schreiben. Der Leser erlebt jedoch den Menschen Mata Hari hinter dem Mythos, ihre Wünsche und Hoffnungen und ihren starken Willen. Viele ihrer Themen berühren uns alle heute noch. Das Buch ist kurz und knapp gehalten, aufs Wesentliche konzentriert. Dabei regt es an, sich selbst noch weitere Gedanken zu machen – über die eigene Freiheit, die eigenen Wünsche, das eigene Leben nun 100 Jahre später.

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Mythos Mata Hari
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 24.11.2016

Mata Hari, Mythos und schillernde Figur des Zwanzigsten Jahrhunderts – Paulo Coelho lässt sie ihre Geschichte selbst erzählen in fiktiven Briefen, die sie in den Tagen vor ihrer Exekution an ihre Tochter richtet. Durch ihre Augen erlebt der Leser, wie sie in ihrer Ehe leidet, wie sie sich ein... Mata Hari, Mythos und schillernde Figur des Zwanzigsten Jahrhunderts – Paulo Coelho lässt sie ihre Geschichte selbst erzählen in fiktiven Briefen, die sie in den Tagen vor ihrer Exekution an ihre Tochter richtet. Durch ihre Augen erlebt der Leser, wie sie in ihrer Ehe leidet, wie sie sich ein neues Leben als exotische Tänzerin schafft, um durch die Wirren des Ersten Weltkriegs als Spionin und (vermeintliche?) Doppel-Spionin verhaftet und exekutiert zu werden. Viele Mythen ranken sich um ihr Leben, manches lässt sich bisher nicht ganz nachvollziehen. Erst 2017, wenn sich ihr Tod zum hundertsten Mal jährt, werden die französischen Gerichtsakten geöffnet, dann gibt es (vielleicht) weitere Informationen dazu. Noch rechtzeitig vor diesem Datum erinnert der Autor an diese unkonventionelle Frau. Er stützt sich dabei auf die derzeit bekannten Fakten und lässt auch ihren Verteidiger zu Wort kommen. Schwarz-weiß-Fotos ergänzen den Blick auf diese ungewöhnliche Frau. Der biographische Schreibstil erleichtert es dem Leser, sich schnell in sie einzufühlen und ihre Geschichte mitzuerleben. Dabei erhebt der Autor mitnichten den Anspruch, eine echte Biographie zu schreiben. Der Leser erlebt jedoch den Menschen Mata Hari hinter dem Mythos, ihre Wünsche und Hoffnungen und ihren starken Willen. Viele ihrer Themen berühren uns alle heute noch. Das Buch ist kurz und knapp gehalten, aufs Wesentliche konzentriert. Dabei regt es an, sich selbst noch weitere Gedanken zu machen – über die eigene Freiheit, die eigenen Wünsche, das eigene Leben nun 100 Jahre später.

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Die Faszinierende
von S.L. aus Panketal am 23.11.2016

Mata Hari - geheimnisumwittert, faszinierend; ist im Gefängnis, wird abgeholt zu ihrer Erschießung. Aufgewachsen in einem langweiligen holländischem Städtchen, missbraucht in einer Internatsschule, sucht sie ein besseres Leben durch eine Heirat mit einem älteren, sadistischen Offizier, der Dienst in Ostindien ableistet. Gedemütigt und misshandelt verlässt sie ihn und flüchtet nach... Mata Hari - geheimnisumwittert, faszinierend; ist im Gefängnis, wird abgeholt zu ihrer Erschießung. Aufgewachsen in einem langweiligen holländischem Städtchen, missbraucht in einer Internatsschule, sucht sie ein besseres Leben durch eine Heirat mit einem älteren, sadistischen Offizier, der Dienst in Ostindien ableistet. Gedemütigt und misshandelt verlässt sie ihn und flüchtet nach Paris. Voller Ehrgeiz schreckt sie buchstäblich vor gar nichts zurück, um berühmt und reich zu werden. Mit erfundenen exotischen Tänzen erreicht sie ihr Ziel. Eine steile Karriere beginnt, auch in der Politik wird man auf sie aufmerksam. Aber wieso wird sie verurteilt und hingerichtet? Als sie altert und keine absolute Sensation mehr ist, wird sie nach am Vorabend des Ersten Weltkrieges nach Deutschland engagiert und soll als Spionin tätig werden. Das offenbart sie den Franzosen. Sie liefert nichts, allenfall ein wenig Klatsch. Aber ein erfolgloser Minister braucht Erfolge und klagt sie als gefährliche Spionin an. Viel zu spät erfasst Mata Hari den Ernst der Lage, hat sie doch durch Geltungsucht und Arroganz ihren Ruf ruiniert. Vermag ein Anwalt zu helfen? Spannend zu lesen, wusste ich doch bisher wenig über das Leben der berühmtesten Spionin ever. Geschickt, den Brief ihres Anwaltes zu nutzen, um die "Beweise", die gar nichts beweisen, offen zu legen. Berührend, wie diese Mata Hari, nicht unbedingt sympathisch, aber gefühlvoll und authentisch dargestellt wird. Coelho hat seinen eigenen Stil, schreibt präzise und schafft es, hinter die Fassade seiner Figuren zu schauen. Ich meine, "Die Spionin" ist sein bisher gelungenstes Buch.

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