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Die Stille nach dem Schrei

Psychothriller. Originalausgabe

(14)
Sie sucht die Wahrheit. Und findet das Böse.
Irenes Leben wird zum Albtraum, als ihr Sohn Jonas gewaltsam ums Leben kommt. Der Täter: ihr neunzehnjähriger Stiefsohn Martin. Die Tat: im Affekt. Angeblich wurde Martin Zeuge, wie Jonas einen kleinen Jungen ermordete. Zudem behauptet er plötzlich, von seinem eigenen Vater missbraucht worden zu sein. Das Gericht spricht Martin frei, doch Irene zweifelt. An Martins Aussage. Und an ihren eigenen Erinnerungen. Sie will die Wahrheit herausfinden, um jeden Preis. Erst recht, als Martin die Abiturientin Tina in seinen Bann zieht. Denn Irene ahnt, wozu ihr Stiefsohn fähig ist ...
Portrait
Isolde Sammer arbeitet seit Jahren erfolgreich als Drehbuchautorin, u. a. für «Tatort», «Bella Block», «Die Kommissarin», «Eurocops», «Ein Fall für zwei» und «Der Fahnder». Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Hamburg.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 399
Erscheinungsdatum 01.09.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-25370-6
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 191/115/30 mm
Gewicht 322
Auflage 1
Verkaufsrang 84.566
Buch (Taschenbuch)
9,95
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Ein Leben mit einem pädophilen Killer
von horrorbiene am 29.08.2010

Martin wurde kurz vor seinem Abitur festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Hat er seinen Bruder erwischt, als er einen anderen Jungen vergewaltigte und ihn dann im Affekt erschlagen, oder hat er selbst sich an dem Jungen vergangen und wurde dabei von seinem Bruder erwischt? So startet das Buch. Es... Martin wurde kurz vor seinem Abitur festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Hat er seinen Bruder erwischt, als er einen anderen Jungen vergewaltigte und ihn dann im Affekt erschlagen, oder hat er selbst sich an dem Jungen vergangen und wurde dabei von seinem Bruder erwischt? So startet das Buch. Es wird jedoch sehr schnell deutlich, wie Martin tickt: Er ist pädophil, gewalttätig und ein Mörder. Doch er wird freigelassen. Wie er die nächste Zeit nach der Freilassung verbringt, das schildert das Buch. Dabei werden mehrere Perspektiven eingesetzt: Seine Stiefmutter Irene, die stets an die Schuld von Martin glaubt; Tina, die Martin von früher kennt, sich erneut in ihn verliebte und seine Nähe sucht und zuletzt Martin selbst. Dieser Wechsel der Perspektiven ermöglicht eine interessante Sicht auf die Handlung vor allem auch auf die Gegenpartei (Tina/Martin gegen Irene). Tinas Perspektive ist als Bericht gestaltet, so dass sie von einem späteren Zeitpunkt aus ihre eigenen Handlungen beschreibt, diese versucht zu erklären und auch wertet. Dies finde ich besonders gelungen, da man so einen Eindruck ihrer Psyche bekommt. Interessant fand ich auch, dass später im Buch Irene medizinische Fachliteratur zu Sexualstraftätern liest und so der Leser auch einen Einblick auf die fachliche Seite bekommt. Z.B. Wurde eine Studie erwähnt, die besagt, dass eine zwar geringe Prozentzahl an Männern bei einer anonymen Umfrage zugibt, pädophile Orientierung zu haben und eine noch geringere Prozentzahl auch zugibt diesem Drang nachzugeben. Wenn man jedoch die reguläre Zahl derer sieht, die dem Drang nachgeben und da ja auch nicht alle Männer gefragt wurden, ist dies schon eine ziemlich beängstigende Menge. Der sehr einfache Schreibstil ermöglicht das Buch selbst in einem Rutsch durchzulesen. Aufgrund der Perspektivwechsel möchte man immer weiter lesen, um zu wissen, wie es weitergeht. Doch auch wenn das Thema an sich sehr schockierend ist, so wirklich "gethrillt" habe ich mich nicht gefühlt, was vielleicht daran liegt, das die heiklen Passagen von Tina berichtet wurden und man sich nicht mit ihr erlebt hat. Das macht jedoch gar nichts, da der Einblick in diese fremde Welt und der Psyche wirklich sehr interessant war. Ich finde dieses Buch gelungen und kann es guten Gewissens weiterempfehlen.

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2 1
Hast du schon einmal .......
von Melanie Enns aus L. am 16.10.2011

etwas über Emphatie gehört? Für mich war es etwas völlig unbekanntes und ich muss sagen, es ist etwas, was mir mich komplett durcheinander bringt, denn ich bin jemand der Mitleid, Liebe und alles andere, was Gefühle betrifft sehr gut empfinden und manchmal vielleicht auch zu stark. Martin, dessen Geschichte... etwas über Emphatie gehört? Für mich war es etwas völlig unbekanntes und ich muss sagen, es ist etwas, was mir mich komplett durcheinander bringt, denn ich bin jemand der Mitleid, Liebe und alles andere, was Gefühle betrifft sehr gut empfinden und manchmal vielleicht auch zu stark. Martin, dessen Geschichte hier in diesem Buch beschrieben wird, ist jemand, der nichts empfindet, obwohl doch, in den Augenblicken wo er mordet und zusieht, wie sein Gegenüber seinen letzten Atemzug aushaucht, dann empfindet er sexuelle Befriedigung. Ich muss sagen, daß diese Rolle sehr gut rübergekommen ist und mir auch echt Angst gemacht hat, denn ich fand es stellenweise so abartig und widerlich, daß ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt hätte. Tanja ist völlig blind, was Martin betrifft oder will sie nicht sehen, in was für eine Bestie sie sich verliebt hat? Martin ist einer der wenigen Menschen, die ihr Zuneigung gezeigt haben und daher steht sie z.B solange vor der Haustür, des Hauses wo Martin wohnt, bis er sie entdeckt. Sie entwickelt sich regelrecht zu einer Stalkerin und hilft Martin lediglich dabei seine Ziele weiterhin zu verfolgen und dabei unentdeckt zu bleiben. Fast zu spät entdeckt sie wer Martin wirklich ist, aber ob sie das retten wird? Gruselig, spannend, abstossend, so muss ein Thriller sein! Von mir eine echte Leseempfehlung für "Die Stille nach dem Schrei!"

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Die Stille nach dem Schrei...
von bookorpc aus Kumhausen am 29.05.2011

Der erste Roman, Die Stille nach dem Schrei, der Drehbuchautorin Isolde Sammer hat mich total begeistert. Inhalt: Jonas und Joey sind tot, aber wer ist dafür verantwortlich? Martin, der Halbbruder von Jonas wird wegen Totschlags an ihm verurteilt. Er behauptet Jonas habe Joey getötet und er hätte ihn nicht mehr... Der erste Roman, Die Stille nach dem Schrei, der Drehbuchautorin Isolde Sammer hat mich total begeistert. Inhalt: Jonas und Joey sind tot, aber wer ist dafür verantwortlich? Martin, der Halbbruder von Jonas wird wegen Totschlags an ihm verurteilt. Er behauptet Jonas habe Joey getötet und er hätte ihn nicht mehr aufhalten können. Des weiteren beschuldigt er seinen Vater ihn missbraucht zu haben. Irenes Welt wird durch die Aussagen ihres Stiefsohnes Martins in ihren Grundfesten zerstört. Sind die Anschuldigung wahr? Sie glaubt es nicht und auch Hanno Schneider, der Ermittler im Fall Scheune hat trotz des Urteils seine Zweifel. Daran ändert sich auch nicht als Martin eine Freundin, Tina hat. Eher steigt dadurch die Angst vor weiteren Taten. Meine Meinung: Eine spannender Thriller auf seine eigene Art. Täter und Tathergang sind eigentlich ab der ersten Seite klar. Aber die Ausmaße von Martins perversen Neigungen kaum erahnbar bzw. vorstellbar. Man liest im Buch die verschiedenen Sichten: Martin, Irene, Hanno und Tinas Aufzeichnungen an Hanno Schneider für ihren Bruder Benny. Dadurch werden manche Ereignisse doppelt, aber aus verschiedenen Perspektiven erläutert. Auch Gudrun, Martins Oma gibt Erinnerungen preis. Dadurch ergibt sich eine Menge an Informationen, die nicht dazu dienen, den Täter zu überführen sondern sein weiteres Vorgehen zu erahnen bzw. seine Tat zu begründen. Der Schreibstil hat mich gefesselt aufgrund der Vielfältigkeit der Charakter und die Art wie sie umgesetzt werden. Zum Beispiel fand ich Tinas Aufzeichnungen sehr jugendlich. Kommentare wie ” Fand ich total süß von ihm.” weil Martin keine Horrorfilme anschaut, da Tina diese nicht mag; geben ihrem Part, die Leichtigkeit und Naivität, die es braucht um zu verstehen, wieso sie immer tiefer in die Sache rutschte. Martins Part ist voller Provokation, die mich während des Lesens wütend machte. Fazit: Wer gerne den Täter ermittelt und Hypothesen aufstellt über den Tathergang, der könnte von diesem Buch enttäuscht werden. Wenn man aber Interesse an den Abgründen menschlicher Psyche hat, sollte man es lesen, vielleicht sind einige Details übertrieben, aber leider vieles real, dafür muss man nur die Zeitung aufschlagen….

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menschliche Abgründe
von DarkAngel1985 aus Spr am 12.11.2010

Es geht um Martin, der eines Verbrechens verdächtigt wird....seinen Bruder und einen anderen Jungen auf skrupelloseweise umgebracht zu haben. Das Buch ist einfach heftig. Man fragt sich ständig warum tut er das. Wie kann man nur. Aber so sind einige nun mal, und es ist ein immer wieder aktuelles Thema, daher... Es geht um Martin, der eines Verbrechens verdächtigt wird....seinen Bruder und einen anderen Jungen auf skrupelloseweise umgebracht zu haben. Das Buch ist einfach heftig. Man fragt sich ständig warum tut er das. Wie kann man nur. Aber so sind einige nun mal, und es ist ein immer wieder aktuelles Thema, daher finde ich es gut. Das Buch ist schonungslos offen geschrieben, das gefällt mir. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund. Es ist einfach heftig. Aber genau das gefällt mir. Auch das aus Sicht von verschiedenen Personen geschrieben wurde, finde ich gut. Und ich denke, dass die Personen größtenteils wirklich so denken könnten. Die Autorin hat sich super in die einzelnen Personenrollen reinversetzt und man selbst kann es beim Lesen dadurch auch.

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Realität, spannend verpackt
von einer Kundin/einem Kunden am 11.05.2011

"Die Stille nach dem Schrei" ist kein Psychothriller im herkömmlichen Sinne. Es geht nicht darum, den Täter aufzuspüren, denn wer der Täter ist, erkennt der Thriller-Kenner schon recht bald. Die Handlung nimmt ihren vorhersehbaren Lauf, was aber der Dramatik keinen Abbruch tut. Erlebnisse aus Vergangenheit und Gegenwart werden geschickt... "Die Stille nach dem Schrei" ist kein Psychothriller im herkömmlichen Sinne. Es geht nicht darum, den Täter aufzuspüren, denn wer der Täter ist, erkennt der Thriller-Kenner schon recht bald. Die Handlung nimmt ihren vorhersehbaren Lauf, was aber der Dramatik keinen Abbruch tut. Erlebnisse aus Vergangenheit und Gegenwart werden geschickt miteinander verbunden, so dass langsam ein komplettes Bild entsteht. Hinter allem steht in erster Linie die Frage nach dem Warum und Wieso. Der Roman setzt sich aus 2 Handlungssträngen zusammen. In normaler Erzählform wird das Geschehen um Martin, seine Stiefmutter und den Kommissar geschildert, in Ich-Form verfasst Tina Aufzeichnungen, in denen sie ihre Sichtweise und Gefühlswelt auszudrücken versucht. Der so gestaltete Aufbau erzeugt Spannung und bewirkt, dass man sich inmitten der Ereignisse befindet und die Verhaltensweisen der Hauptfiguren größtenteils nachvollziehen, wenn auch des Öfteren nicht verstehen kann. Die Sprache ist einfach und prägnant, an manchen Stellen vielleicht zu anschaulich. Beim Lesen entsteht eine gewollt beklemmende und beängstigende Atmosphäre. Isolde Sammer hat sich eines aktuellen und hochbrisanten Themas angenommen, nämlich das des Kindesmissbrauchs. Sie erstellt nahezu ein Psychogramm eines pädophilen Gewaltverbrechers, durchleuchtet seine Vergangenheit und hinterfragt, wie es zu solch abnormalem Verhalten kommen kann. Zudem schildert sie auf eindringliche Art und Weise die Gefühle und Gedanken der betroffenen Angehörigen, hier die von Irene, die sich intensiv mit der Frage nach ihrer eigenen Schuld beschäftigt. Mit der Person Tina gelingt es der Autorin, ein nicht unbekanntes Phänomen eindringlich und anschaulich darzustellen. Der Thriller hat mich von Anfang an angesprochen und gefesselt. Große Überraschungen passieren zwar nicht, dafür ist die psychische Komponente der Erzählung beeindruckend und faszinierend. Das Ende ist konsequent und schlüssig, der "Ausblick" in die Zukunft hat mich allerdings nicht überzeugt. Zudem hat mich im Verlauf des Romans die im Keim erstickte Beziehungsgeschichte ein wenig gestört. Positiv hervorzuheben sind die offensichtlich fundierten Recherchen und die umfassende Auseinandersetzung der Autorin mit einem äußerst schwierigen Thema. Fazit: Das Buch hinterlässt mich innerlich aufgewühlt und nachdenklich. Die Geschichte ist sicherlich keine Lektüre für dünnhäutige Leser, jedoch sehr aufschlussreich, interessant und mit Tiefgang. Was den Thriller zu etwas Besonderem macht, sind die gut herausgearbeiteten Charakteren und der vorhandene Bezug zur traurigen und erschreckenden Realität. Man betrachte den Fall Jürgen Bartsch und ähnlich gelagerte Fälle in jüngster Vergangenheit. Das Erstlingswerk von Isolde Sammer ist meiner Meinung nach geglückt und lässt hoffen auf weitere Veröffentlichungen.

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mehr eine charakterstudie
von Andrea Hipfinger aus Bruckneudorf am 26.01.2011

Ich habe mir das Buch gekauft und war vom ersten Moment an in der Problematik Phädophilie drinnen. Es ist besonders raffiniert es aus verschiedenen Sichtweisen zu beschreiben (Die Mutter, eher gesagt Stiefmutter, die anfangs noch die Schuld bei sich sucht, aber immer mehr in Rache abtaucht; Die Freundin, die... Ich habe mir das Buch gekauft und war vom ersten Moment an in der Problematik Phädophilie drinnen. Es ist besonders raffiniert es aus verschiedenen Sichtweisen zu beschreiben (Die Mutter, eher gesagt Stiefmutter, die anfangs noch die Schuld bei sich sucht, aber immer mehr in Rache abtaucht; Die Freundin, die glaubt geliebt zu werden bzw. ihn retten zu können und schließlich der Täter selbst, wobei ich hier der Meinung bin, dass die Zerrissenheit, die Tina glaubt zu sehen, noch etwas deutlicher heraus gezeichnet hätte werden können. Alles in allem ein Buch, das einen schockieren kann, nicht aber wirklich als Thriller zu werten ist.

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Die Suche nach der Wahrheit
von coffee2go am 30.11.2010

Kurze Inhaltszusammenfassung: Irene lebt in einem Albtraum: Ihr 19jähriger Stiefsohn Martin tötet ihren Sohn Jonas im Effekt, doch Irene zweifelt sehr an seiner Unschuld. Irene möchte dies beweisen und ist auch dann noch von seiner Schuld überzeugt, als ihr Stiefsohn behauptet von seinem Vater missbraucht worden zu sein. Irene... Kurze Inhaltszusammenfassung: Irene lebt in einem Albtraum: Ihr 19jähriger Stiefsohn Martin tötet ihren Sohn Jonas im Effekt, doch Irene zweifelt sehr an seiner Unschuld. Irene möchte dies beweisen und ist auch dann noch von seiner Schuld überzeugt, als ihr Stiefsohn behauptet von seinem Vater missbraucht worden zu sein. Irene begleitet selbst die Aufrollung des Falles gemeinsam mit Kommissar Schneider. Meine Meinung zum Buch: Ziemlich am Anfang des Buches hatte ich leichte Schwierigkeiten mich in die einzelnen Charaktere hineinzulesen, da bis auf Tina, die Charaktere erst nach und nach genauer beschrieben wurden. Gut gefallen hat mir der Wechsel der Erzählperspektiven, vor allem die Sichtweise von Tina hat mich sehr berührt: Tina, die hin- und hergerissen war zwischen der Liebe zu ihrem kleinen Bruder und der Verehrung von Martin, für den sie fast alles zu tun bereit und dem sie gehörig war. Was im Laufe des Buches passieren wird, war eigentlich aufgrund der Inhaltsangabe und aufgrund der ersten Seiten im Buch schon relativ klar, trotzdem konnte die Spannung aufrecht erhalten werden. Cover und Titel: Das Cover mit dem Auge darauf, in dem eine Spiegelung abgebildet ist finde ich sehr ansprechend und originell gestaltet und auch der Titel ist stimmig mit dem Inhalt des Buches. Fazit: Ein äußerst gelungener Psychothriller, vor allem für ein Erstlingswerk erstaunlich ausgefeilte Ideen.

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Spannend - obwohl man eigentlich schon alles weiß
von Xirxe aus Hannover am 22.10.2010

Was macht einen gelungenen Thriller aus? Dass man bis zum Schluss mitfiebert, wer der Bösewicht ist? Die Suche nach der Wahrheit, der Auflösung des Falles? Dann dürfte 'Die Stille nach dem Schrei' kein gelungener Thriller sein, denn hier weiss man fast von Beginn an, wer der Übeltäter ist. Doch das... Was macht einen gelungenen Thriller aus? Dass man bis zum Schluss mitfiebert, wer der Bösewicht ist? Die Suche nach der Wahrheit, der Auflösung des Falles? Dann dürfte 'Die Stille nach dem Schrei' kein gelungener Thriller sein, denn hier weiss man fast von Beginn an, wer der Übeltäter ist. Doch das Buch ist alles andere als langweilig. Martin, 19, hat seinen 14jährigen Halbbruder aus einer Art 'Notwehr' heraus erschlagen, weil dieser angeblich einen zehnjährigen Jungen mißhandelt und getötet hatte. Das Gericht glaubt seiner Version und so ist Martin kurz darauf wieder auf freiem Fuß. Irene, seine Stiefmutter, hat Zweifel an dieser Geschichte und beginnt mit eigenen Nachforschungen. Nicht nur weil sie eine weitere ähnliche Tat auf jeden Fall verhindern will, sondern auch um die komplette Wahrheit zu erfahren, was wirklich damals geschah. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven: Zum einen Irenes, die nicht mehr weiß was sie glauben soll und der die Zweifel neben dem Verlust ihres Kindes beinahe jeden Lebensmut rauben. Doch ihr Wille, die Gewissheit über die tatsächlichen Geschehnisse zu erhalten ist stärker und so beginnt sie ihre Suche nach der Wahrheit. Dann gibt es Tina, eine 18jährige Abiturientin, die sich rückhaltlos in Martin verliebt, der beginnt sie nach seinen Vorstellungen zu formen. Sie schildert im Rückblick ihre fast schon krankhafte Besessenheit von diesem jungen Mann, ihre Verweigerung der Realität ins Auge zu blicken und man bekommt eine gute Vorstellung davon, was in ihr vorging. Und es gibt Hauptkommissar Schneider, der ebenfalls Zweifel an der Aussage Martins hegt und befürchtet, er könnte ein weiteres Mal zuschlagen. Zuguterletzt erhält man Einblick in die Gedankenwelt Martins, die keinen Zweifel daran lässt, dass hier ein Psychopath am Werke ist. Ich fand es packend zu verfolgen, wie sich langsam die Spannung aufbaut, die eine Seite darauf abzielt ein neues Verbrechen zu begehen, während andererseits gleichzeitig alles unternommen wird, genau dieses zu verhindern. Die Personen sind komplex und weitestgehend klischeefrei dargestellt, vielleicht fast etwas zu viel des Guten (auch Klischees sind irgendwann einmal aus einem bestimmten Grund entstanden :-)). So blieb für mich insbesondere die Figur der Irene etwas unnahbar, obwohl ihre Perspektive neben Tinas am ausführlichsten dargestellt wurde. Alles in allem ein Thriller, der spannend und gut unterhält - nicht mehr und nicht weniger.

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Auf der Suche nach der Wahrheit
von Susanne am 23.08.2010

Die Stille nach dem Schrei ist Isolde Sammers erster Roman. Dennoch merkt man, dass die Autorin ein Profi ist, denn sie hat bereits seit Jahren erfolgreich Drehbücher für diverse TV-Krimis geschrieben. Erzählt wird die Geschichte von Martin, der als 17-Jähriger seinen damals drei Jahre jüngeren Halbbruder Jonas angeblich im Affekt... Die Stille nach dem Schrei ist Isolde Sammers erster Roman. Dennoch merkt man, dass die Autorin ein Profi ist, denn sie hat bereits seit Jahren erfolgreich Drehbücher für diverse TV-Krimis geschrieben. Erzählt wird die Geschichte von Martin, der als 17-Jähriger seinen damals drei Jahre jüngeren Halbbruder Jonas angeblich im Affekt tötete, nachdem dieser einen anderen kleinen Jungen ermordet hat. Im Prozess wird Martin quasi frei gesprochen und kehrt zurück in das Haus, das er mit seiner Stiefmutter Irene, der Mutter von Jonas, bewohnt. In einem anderen Handlungsstrang wird die Geschichte aus Sicht von Tina, einer 19-jährigen Abiturientin erzählt. Sie hat Martin vor vier Jahren kennen gelernt, sich in ihn verliebt und legt nun gegenüber der Polizei ein "Geständnis" ab... Was ist in der Zwischenzeit passiert? Ist Martin wirklich unschuldig? Wurde er tatsächlich von seinem Vater, Irenes Mann, missbraucht? Kann Tina ihren kleinen Bruder Benny retten? Denn eins scheint klar: Martin ist pädophil. Fragen über Fragen, die im Verlauf dieses hochspannenden Psychothrillers alle aufgeklärt werden. Große Überraschungen gibt es zwar keine, dafür wird das Psychogramm des Täters umso realistischer beschrieben. Frau Sammers Sprache ist einfach und prägnant und erzeugt beim Leser eine beklemmende und beängstigende Atmosphäre. Gestört hat mich lediglich eine angedeutete, aber unpassende Liebesgeschichte zweier Protagonisten. Positiv hervorzuheben sind dagegen die offensichtlich fundierten Recherchen und die umfassende Auseinandersetzung der Autorin mit diesem äußerst brisanten Thema. Fazit: Krankes Thema, krasses Buch, aber dank des sachlichen Tons trotzdem gut lesbar. Ein gelungenes Debüt, was hoffen lässt auf weitere interessante Romane mit Tiefgang.

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Ein heikles Thema
von Nijura aus Oberfranken am 21.08.2010

Martin, Irene's Stiefsohn, steht vor Gericht, weil er Irenes Sohn Jonas erschlagen hat, das steht ohne Zweifel fest. Doch ob das Motiv Notwehr war, weil Jonas einen angeblich einen anderen Jungen ermordet hat, daran zweifelt sowohl Irene als auch wir als Leser. Allerdings hat sie Furcht, dass an den... Martin, Irene's Stiefsohn, steht vor Gericht, weil er Irenes Sohn Jonas erschlagen hat, das steht ohne Zweifel fest. Doch ob das Motiv Notwehr war, weil Jonas einen angeblich einen anderen Jungen ermordet hat, daran zweifelt sowohl Irene als auch wir als Leser. Allerdings hat sie Furcht, dass an den Behauptungen die Martin aufstellt, Missbrauch durch ihren Mann, etwas dran sein könnte. Hat sie nicht genug aufgepasst, ist ihr so etwas Schreckliches wirklich entgangen oder lügt Martin? Sie versucht herauszufinden was wirklich geschah und arbeitet deshalb eng mit Hauptkommissar Schneider zusammen, der auch an Martin's Geschichte seine Zweifel hat. Tina ist Martin schon vor Jahren begegnet, als er ihr aus einer brenzligen Situation mit zwei Jungen herausgeholfen hat und sie anschließend leidenschaftlich küsste. Der Kontakt verlor sich danach rasch. Durch den Prozess wird Tina wieder auf Martin aufmerksam und sucht nach dessen Freilassung den Kontakt zu ihm. Er lässt sich auf Tina ein und die beiden werden ein Paar. Jedoch durchschaut Tina Martins perfides Spiel mir ihr erst, als es zu spät ist. Da hat Martin schon ein Auge auf Tinas Bruder Benny geworfen... Die Geschichte wird aus der Sicht von Zuschauer, Irene, Martin und in der Ich-Perspektive von Tina wiedergegeben. Dadurch kann man die Begebenheiten gut nachvollziehen. Auch ist schon ziemlich am Anfang des Buches klar, wer der Täter ist. Dies ist von der Autorin so gewollt. Ab dem 4.ten Teil wird das Buch sehr spannend. Alles in allem ein gutes Buch, empfehlenswert!

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Gradwanderung zwischen Sehnsucht und Abscheu
von einer Kundin/einem Kunden aus HTK am 17.08.2010

Ungestillt ist auch nach seiner Zeit im Gefängnis immer noch MartinsVerlangen - jedoch nicht nach Frauen, sondern nach Jungs. So reagiert er scheinbar auf die Annäherungsversuche von Tina, nachdem er durch Nachfragen herausgefunden hat, dass sie einen jüngeren Bruder besitzt. Ist er Opfer und Täter zugleich, da er behauptet,... Ungestillt ist auch nach seiner Zeit im Gefängnis immer noch MartinsVerlangen - jedoch nicht nach Frauen, sondern nach Jungs. So reagiert er scheinbar auf die Annäherungsversuche von Tina, nachdem er durch Nachfragen herausgefunden hat, dass sie einen jüngeren Bruder besitzt. Ist er Opfer und Täter zugleich, da er behauptet, sein Vater hätte ihn als Kind misshandelt? Tina glaubt an Martin und verliebt sich bedingungslos. Erst als er merkwürdige „Gefallen“ einfordert, beginnt sie langsam zu erwachen – leider ist es schon 5 vor 12. Der Thriller liest sich flüssig, fesselnd und sehr abschreckend, die Autorin springt zwischen 2 Perspektiven (dem „Opfer“ Tina und einer allwissenden Erzählerin) hin und her. Diese zwei Stränge erhöhen die Spannung und spiegeln den inneren Konflikt Tinas eindrücklich wieder, ihre Zerrissenheit zwischen Zuneigung und Abscheu. Eine garantiert schlaflose Nacht.

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Der Eindruck nach dem Lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 12.02.2011

Martin soll seinen Halbbruder Jonas umgebracht haben. Nach der Untersuchungshaft wird er freigesprochen. Weil die Tat im Affekt geschehen sei. Weil er Zeuge gewesen sei, wie Jonas Joey misshandelt habe. Weil er sich dabei an die Misshandlungen seines eigenen Vaters erinnert habe. Seine Stiefmutter glaubt ihm nicht. Sie hält... Martin soll seinen Halbbruder Jonas umgebracht haben. Nach der Untersuchungshaft wird er freigesprochen. Weil die Tat im Affekt geschehen sei. Weil er Zeuge gewesen sei, wie Jonas Joey misshandelt habe. Weil er sich dabei an die Misshandlungen seines eigenen Vaters erinnert habe. Seine Stiefmutter glaubt ihm nicht. Sie hält ihn für schuldig, beide Jungen ermordet zu haben. Zusammen mit Kommissar Schneider geht sie der Sache auf den Grund. Es wird höchste Zeit. Denn Martin lernt Tina kennen. Und Tina hat einen kleinen Bruder. Benny. Dem Leser wird schnell klar, dass Martin wirklich der Täter ist. Doch das tut der Spannung keinen Abbruch, im Gegenteil. Auch die verschiedenen Erzählstränge lassen den Leser dicht in das Geschehen eintauchen. Mal aus Sicht der Stiefmutter, mal aus Martins, mal aus Schneiders, und natürlich auch aus Tinas Sicht. Wobei Tina im Gegensatz zu den anderen genannten rückblickend berichtet. Sie schreibt, nachdem Martin sie in seine schrecklicken Taten verwickelt hat, ihr Geständnis, adressiert an Kommissar Schneider. Kann ein Psychothriller mit solch einem Thema wirklich unterhaltend sein? - Ja, er kann. Auch wenn einem stellenweise echt der Atem stockt. Vor Entsetzen. Vor Ekel. Vor Abneigung. Vor Wie-kann-man-nur? Nachdem es dann zur Tat, auf die man als Leser eigentlich die ganze Zeit gewartet hat, gekommen ist, kommt das Ende für mich ziemlich abrupt. Teilweise auch etwas zu sehr auf Happy-End getrimmt. Falls man in diesem Fall überhaupt noch von "happy" sprechen kann. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass ich Tinas Naivität und ihr blindes Vertrauen Martin gegenüber, was zwar immer versucht wurde, einleuchtend zu erklären, nicht wirklich nachvollziehen konnte. Desweiteren hätte die Autorin sich das, eigentlich gar nicht vorhandene, Tête-â-tête zwischen Martins Stiefmutter und Kommissar Schneider wirklich sparen können. Nichtsdestotrotz ist "Die Stille nach dem Schrei" ein Buch, das man gut lesen kann. Man verpasst aber auch nichts, wenn man es lässt.

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Nicht so toll wie ich Anfangs dachte
von Glitzerfee's Buchtempel aus Hildesheim am 12.12.2010

nachdem ich damals die Leseprobe gelesen hatte dachte ich das Buch könnte echt spannend sein aber das ist leider nicht der Fall gewesen! Es hat sich ganz schön in die Länge gezogen und ich fand die letzten 30 Seiten waren ein wenig spannend! Aus dem Grund habe ich auch... nachdem ich damals die Leseprobe gelesen hatte dachte ich das Buch könnte echt spannend sein aber das ist leider nicht der Fall gewesen! Es hat sich ganz schön in die Länge gezogen und ich fand die letzten 30 Seiten waren ein wenig spannend! Aus dem Grund habe ich auch so lange gebraucht bis ich das Buch durchhatte! Da gibt es sehr viel bessere Bücher. Inhalt: Es geht um Martin der Pädophil veranlagt ist und wegen Mord an seinen Bruder und dessen Freund verurteilt wurde. Aber da Martin sich gut rausreden konnte und die Beweise nicht eindeutig waren ist er auf Bewährung rausgekommen. Das Buch ist in 3 Perspektiven geschrieben. Tina die unsterblich in Martin verkanallt ist und ihm im Fernsehen wieder gesehen hat und fest daran glaubt das er unschuldig ist! Sie fand ihn damals schon toll wo er ihr geholfen hatte als zwei Jungs sie geärgert hatten, danach hatte sie ihn bis zu dem Fernsehauftritt nie wieder gesehen. Also stand sie vor Martins Haus und hat sich irgendwann mit ihm angefreudet und später waren sie fast zusammen. Die andere Person ist Martins Stiefmutter die alles versucht um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie spricht oft mit dem Polizeikomissar und heuert sogar einen Detektiven auf Martinenn sie weiß genau das Martin seinen Bruder (ihren Sohn) umgebracht hat. Und die letzte Person ist natürlich Martin wo man ein wenig erkennt wie er mit der Situation klarkommt das er mit tina zusammen ist nur damit andere keinen verdacht schöpfen! Damit es für ihn einfacher ist muss Tina sich die Haare schneiden und er nimmt sie oft von hinten. Er ist sehr geschickt in dem was er tut und hat auch später einen komplizen gefunden außer natürlich Tina die ihn auch häufig aus liebe hilft. Meine Meinung: Das Buch war leider nicht spannend und hat sich wahnsinnig in die länge gezogen. Man hat zwar einiges mitbekommen wie Martin denkt und wie er sich zusammenreißen konnte damit er ganz normal wirkt aber mal ehrlich, KEINE Frau kann so in einen verliebt sein das man bei sowas mithilft einen Jungen in ein Gebüsch zu ziehen. Es ist für mich unbegreiflich und überhaupt nicht vorstellbar das ein Mädechen so blauäugig sein kann. Das hat mich vielmehr aufgeregt als das es interesannt war! Das geht für mich überhauüpt nicht. Sie hat alles noch nichtmal glauben wollen als der Polizist ihr die Fotos von den toten Jungs gezeigt hat.Sie war immer der Meinung das Martin sie liebt und nicht kleine Jungs mag. Und auch zum SChluss war sie noch mit in der Sache verwickelt! Das fand ich sowas von unglaubwürdig das mir das Buch schon aus dem Grund kaum gefallen hat. Sehr schön fand ich aber das die Sicht verschiedener Personen gezeigt wurde und man von allen Seiten einen Eindruck bekommen hat.

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Abgründe
von hrafnaklukka aus Rüthen am 14.08.2010

Bei dem Buch „Die Stille nach dem Schrei“ handelt es sich nicht um einen herkömmlichen Krimi, bei dem der Leser mit rätseln kann, wer denn nun der Täter ist – es ist eher ein ausgefeilter Psychothriller, bei dem die Rollen von Gut und Böse von Anfang an klar verteilt... Bei dem Buch „Die Stille nach dem Schrei“ handelt es sich nicht um einen herkömmlichen Krimi, bei dem der Leser mit rätseln kann, wer denn nun der Täter ist – es ist eher ein ausgefeilter Psychothriller, bei dem die Rollen von Gut und Böse von Anfang an klar verteilt sind. Einfach hat es Martin nicht gehabt: seine Mutter litt an postnatalen Depressionen und hat sich kurz nach seiner Geburt das Leben genommen, und in seinen ersten fünf Lebenjahren ist er von einem zum anderen geschoben worden. Bis sein Vater Irene kennen- und lieben gelernt hat. Von da an wuchs er in recht stabilen familiären Verhältnissen auf, vom Vater verwöhnt, von der „Omili“ verhätschelt, einzig Irene versucht, den problematischen Jungen an der Kandarre zu halten.. Der Vater stirbt früh an einem Herzinfarkt, und so steht Irene alleine da mit den Jungen. Und dann geschieht das Unfassbare: Martin tötet seinen Halbbruder Jonas im Affekt. Behauptet er. Er will beobachtet haben, wie Jonas den jüngeren Joey von einer Kirmes weg gelockt hat, um ihn zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Die ganze Sache sei aus dem Ruder gelaufen und Jonas habe Joey getötet – in dem Moment, in dem Martin die Scheune betrat. Das hat in ihm Erinnerungen auf seinen eigenen Mißbrauch durch den Vater geweckt, und konfrontiert mit seinem eigenen Kindheitstrauma hat er Jonas im Affekt erschlagen. Wahrheit oder Lüge? Irene kann es nicht glauben, der ermittelnde Kommissar Schneider ebenfalls nicht. Doch der smarte Martin überzeugt Psychologen und Richter: er kommt frei. Auch die scheue Tina glaubt felsenfest an seine Unschuld und lässt sich auf seine Phantasien und Spiele ein. Derweil geben Irene und der Kommissar nicht auf, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Das Netz zieht sich immer weiter zu, und bald ist nicht nur Tinas Bruder in Gefahr …...... Nach der wirklich tollen Leseprobe hatte ich Großes erwartet – und bleibe nun enttäuscht zurück. Das Buch war gut geschrieben und flüssig zu lesen, eines dieser leicht verdaulichen Werke und es hatte sicherlich auch spannende Momente. Aus der guten Idee hätte die Autorin allerdings etwas ganz anderes machen können. Die Geschichte war von Anfang an und blieb bis zum Ende voraussehbar und hat keine großartigen Wendungen und Überraschungen bereit gehalten. Dafür hat es die Autorin verstanden, die Atmosphäre und Stimmung des Buches an den Leser weiter zu reichen und die jeweiligen Stimmungen der Protagonisten authentisch zu beschreiben. So hatte ich als Leser zwar kein Verständnis für Tinas Handlungen, konnte sie aber ein Stück weit nachvollziehen. Sehr erfrischend fand ich, das die aufkeimende Liebesbeziehung zwischen dem Opfer und dem Ermittler im Kein erstickt wurde und nicht zu einer never-ending-lovestory geworden ist. Auch die Hintergrundinformationen über den Zusammenhang zwischen Erziehung, Genen und Verbrechen waren gut recherchiert und sehr Informativ. Das Ende ist keine große Überraschung, aber endgültig und es bleiben keine Fragen offen. In dem Genre gibt es sicher spannendere Werke, aber als Erstlingswerk kann es sich durchaus sehen lassen und ich denke, die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

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